muß ich mir Gedanken machen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Heika,
es tut mir leid, wie der Orthopäden-Besuch gelaufen ist. Wirklich überraschend war das ja aber nicht :/

Du kannst ja, wie Lady S schon sagte, versuchen trotzdem an eine Überweisung zu kommen. Muss diese denn unbedingt vom Facharzt sein? Vielleicht reicht ja auch eine vom Hausarzt.

LG
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Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Lady S,

Das die Skoliose evtl. nicht stark ausgeprägt ist, das mag gut sein. Ich bin kein Fachmann und kann es nicht beurteilen, aber da ich wirklich starke Schmerzen habe und ja auch noch div. andere Baustellen habe, hätte der Doc vielleicht doch mal etwas genauer hinsehen können. Ich habe auch noch eine kleine Turnstunde vor ihm abgehalten und ihm gezeigt, dass ich meinen Kopf kaum nach links drehen kann und ebenso kann ich mich nicht seitlich mit dem Oberkörper weit nach links beugen. Das hat ihm alles null interessiert, das finde ich so mies. Ich weiß auch nicht, ob ich einfach so eine Überweisung von dort bekomme - wo ich doch nichts habe :nein: .
Was ich sicher machen werde ist, dass ich mit den KG's mal sprechen werde. Danke für den Tipp, dass ich die Bilder und Befunde mit hinnehmen soll. Und vielleicht kann ich ja doch mal ohne Überweisung zum St.Georg kommen, ich denke, ich frage da mal nach.
LG., Heika
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Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Minimine,

Ich werde versuchen, einen Besuch in der Wirbelsäulensprechstd. irgendwie hinzubekommen. In der Aufklärung des Krankenhauses steht, dass man eine Überweisung vom Orthopäden bringen soll, deshalb weiß ich jetzt nicht genau, ob es evtl. auch anders geht - ich mach mich mal schlau.

LG., Heika
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Beitrag von Lady S »

Für Krankenhausambulanzen brauchst Du normalerweise eine Überweisung vom Facharzt. Sag einfach, Du willst das und fertig. Der Orthopäde hat aus finanziellen Gründen vermutlich sowieso kein Interesse daran, Dich in diesem Quartal nochmal zu sehen und dürfte deshalb keine Schwierigkeiten machen.

Grüsse, Lady S
Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Lady S,

Danke für die Antwort. Ich werde mal mein Glück versuchen.

LG., Heika
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Heika hat geschrieben:....Ich werde mal mein Glück versuchen.
Das solltest Du nach dieser Erfahrung wörtlich nehmen !!
Ich glaube, Du bist dabei, Deine Erwartungen jetzt ganz auf St.Georg zu setzen und möglicherweise in die nächste Enttäuschung zu gleiten.
Er ganz trocken: da haben sie wohl ungünstig gelegen, da ist nichts. Was soll ich dazu dann noch sagen?? Wenn ich ungünstig im MRT gelegen hätte, dann hätte man mich garantiert darauf angesprochen
Skoliose/Kyphose wird nicht im Liegen diagnostiziert!

Schon deshalb ist ein MRT nicht geeignet. Grundsätzlich sollte aber ein normales MRT Aufschluss darüber geben, ob es erklärliche Gründe für Schmerzen gibt, erst mal ganz unabhängig von einer Skoliose/Kyphose.
Ist das nicht erkennbar, kann ein sogenanntes offenes MRT helfen. Da werden unterschiedliche Positionen eingenommen (vorzugsweise aufrechte) und nach Schmerzauslösern gesucht.
Das ist aber leider eine Privatleistung von ca. 500 € !

Also:
Sind denn die Schmerzen über das normale MRT erklärbar?
Evtl. sollte ein Neurologe oder Neurochirurg in Anspruch genommen werden.

Mit dieser Diagnostik sind stechende Nervenschmerzen erfassbar, aber nicht ziehende Muskelschmerzen! Das ist dann die (parallele) Skoliose/Kyphose Diagnostik.

Gruss
Klaus
Operierte Skoliose

Beitrag von Operierte Skoliose »

Hallo Klaus,
hast du irgendwelche Erfahrungen mit St. Georg oder worauf gründet dein Pessimismus? Oder was spricht ganz konkret gegen das Krankenhaus? Es wäre schön, wenn du das näher erläutern könntest.
Ich kenne ein paar Leute, die dort positive Erfahrungen gemacht haben.
Jeder Arztbesuch ist eine Glücksache, das habe ich schon oft erlebt. Genauso ist es mit Empfehlungen. Jeder hat das Recht, seine Erfahrungen zu machen und seinen Weg zu suchen.

Hallo Heika,
vielleicht kannst du deinem Orthopäden auch sagen, dass deine Schmerzen stark zugenommen haben und du deshalb jetzt ins Krankenhaus gehen möchtest. Hast du schon mal nachgefragt, ob vielleicht auch eine Überweisung vom Hausarzt ausreicht?

Gruß
E
Heika
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Beitrag von Heika »

Guten Morgen Klaus!

Zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass ich nicht glaube, dass St.Georg mir die Rettung bringt :) , aber sicher eine zweite Meinung und den Vorteil, dass ich dort die Möglichkeit bekomme, die evtl. noch notwendigen Untersuchen/Röntgenaufnahmen zu erhalten, die nötig sind, um eine gute Diagnose zu bekommen. Es ist einen Versuch wert, denke ich.
Die Schmerzen sind sicherlich zumindest im Ansatz erklärbar, denn es wurden ja Diagnosen gestellt. Z.B. das die Wirbelkörper im Bereich mehrer, insbesondere mittlerer lumbaler Bewegungssegmente Abnutzung zeigen und Arthrose der kleinen Wirbelgelenke im lumbosakralen Übergang. Dazu eben Bandscheibenvorwölbungen und in der BWS zur Zeit ein Vorfall. Und den Scheuermann sowie Osteoporose habe ich ja auch. Ich bin nur angefressen -wenn ich das mal so sagen darf - dass ich zwar mit starken Schmerzmitteln und Krankschreibungen versorgt werde, aber lt. Orthopäden nichts habe.
Vielleicht sprenge ich im Moment einfach das ohnehin knappe Budget des guten Doktors...

LG., Heika
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Operierte Skoliose hat geschrieben:Jeder hat das Recht, seine Erfahrungen zu machen und seinen Weg zu suchen.
Selbstverständlich gibt es das Recht.
Aber es klingt zynisch gegenüber den Leuten, die bereits lange nach einem guten Weg gesucht haben und endlich hier konkrete Hilfe haben wollen.
Du solltest Dir diese fast täglich neuen Berichte mal genau angucken, ehe Du solche Bemerkung machst.

Ich habe jahrzehntelang gesucht und dann noch eine Weile gebraucht, ehe ich hier im Forum begriffen habe, dass man regional hier einfach nicht so ohne weiteres weiterkommt.
Und das Baukasten-Prinzip, von dem ich hier schon lange spreche, ist nun wirklich nicht für jeden geeignet. Insofern bin ich in der Regel nicht bereit, Tipps zu geben, die darauf hinauslaufen, dass man zur Test-Person wird. Mit allen Frustrationen und weiteren zeitlichen Verzögerungen.
Auch wenn wir dringend nach Alternativen in Deutschland suchen!

heikla hat geschrieben:Zunächst einmal möchte ich dir sagen, dass ich nicht glaube, dass St.Georg mir die Rettung bringt , aber sicher eine zweite Meinung und den Vorteil, dass ich dort die Möglichkeit bekomme, die evtl. noch notwendigen Untersuchen/Röntgenaufnahmen zu erhalten, die nötig sind, um eine gute Diagnose zu bekommen. Es ist einen Versuch wert, denke ich.
Im Zusammenhang mit meinen Bemerkungen zu "operierte Skoliose" ist hier wahrscheinlich nach dem Baukasten Prinzip eine konkrete Diagnose anhand einer Röntgen-Ganz-Aufnahme bezüglich Skoliose/Kyphose möglich.
In der Regel geben diese Kliniken dann eine Behandlungs-Empfehlung, die man nach meiner Ansicht bezüglich konservativer Therapie schon selbst forcieren sollte. Gerade bei Erwachsenen wird da häufig entweder zur OP geraten oder nicht weiter auf spezielle KG eingegangen.
Das Problem, Du hast damit noch lange keine direkte Unterstützung für eine evtl. Schroth REHA, das muss der überweisende Orthopäde tun.
Der sollte aber wenigstens Schroth kennen und das kann ich mir nach Deinen Schilderungen aber nicht vorstellen.

Wenn Du unbedingt regional weiter machen willst, würde ich Dir vorschlagen, mal nach Schroth Therapeuten zu suchen (Du hast doch ein KG Rezept) und diesen nach geeigneten Orthopäden zu fragen, damit du einen überweisenden Orthopäden bekommst und danach auch einen, der die evtl. Schroth REHA unterstützt.

Ich hoffe, Du verstehst, dass dieses Baukasten Prinzip eine aufwendige und nicht unbedingt erfolgreiche Sache ist, die man nur Leuten empfehlen kann, die das auch so wollen. Für Hamburg habe ich seit 2004 noch keinen Erfahrungsbericht gelesen, den man als Alternative zu Dr. Hoffmann ansehen könnte.

Im übrigen kann man davon ausgehen, dass Schmerzen (BSV) mit hoher Wahrscheinlichkeit primär durch Fehlstellungen der Wirbelsäule ausgelöst werden können. Insofern ist es eine gute Chance mit Schroth KG diese Schmerzen zu reduzieren.

Gruss
Klaus
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Heika,
es spricht ja nichts dagegen, wenn du St. Georg auspropieren möchtest, dies auch zu tun. Nur solltest du bitte nicht mit einer besonders großen Erwartungshaltung dort hin gehen, denn die allg. Erfahrungswerte bei Kliniken zeigen dann doch idR, dass viele nur enttäuscht wurden.

Ich denke aber auch, dass du zumindest eine umfassende Diagnose erhalten wirst und sicherlich auch einen Behandlungsvorschlag und dann kann man immer noch weiter sehen (Vorausgesetzt, du musst nicht ewig auf einen Termin warten). Hast du denn schon einen Termin?
Im übrigen kann man davon ausgehen, dass Schmerzen (BSV) mit hoher Wahrscheinlichkeit primär durch Fehlstellungen der Wirbelsäule ausgelöst werden können. Insofern ist es eine gute Chance mit Schroth KG diese Schmerzen zu reduzieren.
Das sehe ich etwas anders, denn es könnte in diesem Fall auch genau anders herum sein, also die Skoliose aufgrund der Abnutzung und Bandscheibenvorfälle entstanden sein. Und auch wenn dies nicht so ist, kommt es wohl darauf an, ob so eine intensive KG wie Schroth aufgrund der Schmerzen überhaupt durchführbar ist.

LG
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Vielen Dank..

Beitrag von Heika »

...euch allen, dass ihr mir so sehr versucht gute Tipps zu geben und mir von euren Erfahrungen berichtet. Ich denke mal, dass es ohnehin nicht möglich ist, per Internet eine gezielte Diagnose/Hilfe abzugeben, aber Anregungen, wie man vorgehen kann. Und diese Anregungen habt ihr mir gegeben. Es kann im St. Georg gut laufen und es kann nach hinten losgehen - wie überall. Ich setze dort keine großen Erwartungen rein, nur die kleine Hoffnung, dass es mich etwas schneller zum Ziel bringt, sprich die richtige Diagnose und Behandlung. Ich werde es versuchen und sonst, wie Klaus es schreibt, im Baukastenprinzip den nächsten Schritt gehen, nach einer Empfehlung von euch - z.B. Dr.Hoffmann aufsuchen.
Und eine Schroth- KG-Praxis gibt es, wenn es noch aktuell ist, auch in meiner Nähe. Falls diese Art KG für mich in Frage kommt, dann wäre das schon mal geklärt.
Noch mal lieben Dank für eure Hilfe und wenn ich einen Schritt weiter bin oder Fragen habe, dann werde ich mich gerne wieder melden.

LG., Heika :)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Heika hat geschrieben:Ich werde es versuchen und sonst, wie Klaus es schreibt, im Baukastenprinzip den nächsten Schritt gehen, nach einer Empfehlung von euch - z.B. Dr.Hoffmann aufsuchen.
Nur damit ich nicht missverstanden werde, das Baukasten Prinzip ist das Zusammensuchen der erforderlichen Leistungen bei verschiedenen Stellen.

All das hast Du bei Dr. Hoffmann nicht!

Dort bekommst Du die digitale Röntgen-Ganz-Aufnahme, die kompetente Diagnostik, die Behandlungsvorschläge, die Unterstützung einer Schroth REHA und falls erforderlich und gewünscht sogar die Verordnung eines korrigierenden Erwachsenen-Korsetts.

Gruss
Klaus
Operierter

Beitrag von Operierter »

off topic,

Hallo Klaus,
da du meine persönliche Geschichte nicht kennst, sei bitte vorsichtig mit deinen Aussagen. Ich blicke zurück auf ca 45Jahre eigene Skoliosegeschichte. Ich wurde groß in einer Zeit, wo es noch keine wirklich gute Behandlung gab, neben der ganzen falschen Behandlung, die ich erlebt habe. Bei mir schlug ein Orthopäde vor, dass man den vorstehenden Knochen (Rippenbuckel) abschneiden könnte, wenn ich erwachsen bin. Na ja, meine Eltern haben damals gleich den Arzt gewechselt. Bei mir hat es ca 6 Jahre gedauert bis ein Arzt ein Röntgenbild angefertigt hat, die anderen Ärzte fanden das nicht notwendig. Ich hatte dann mit 11 Jahren schon über 100 Grad in der BWS, es war also nicht zu übersehen.
Ich habe mehrere Monate im Krankenhaus verbracht, hatte mehrere Operationen in Zusammenhang mit meiner Skoliose.
Das Recht auf Selbstbestimmung ist aufgrund dieser Erfahrungen entstanden, u.a. durch viele gut gemeinte Empfehlungen, falscher Behandlung usw. Ich ziehe es auch vor, mir mehrere Meinungen ein zu holen und dann für mich das heraus zu suchen, was ich will. Ich sage bewußt, was ich will, denn ich richte mich nicht oft nach Aussagen von Ärzten oder anderen Vorschlägen. Ich fahre damit ganz gut. Ich habe auch einen Orthopäden gefunden, der mir neben einer kompetenten Behandlung auch die notwendige menschliche Basis bietet und mein Vorgehen unterstützt.

Ich sehe es genauso wie Heika, Internet kann Informationen geben, mehr nicht.Im Internet findet man auch viele sich widersprechende Aussagen auch zum Thema Skoliose, ein kritischer Blick ist daher immer wichtig. Dieses Forum ist auch sehr auf die konservative Behandlung von Skoliose ausgerichtet, deckt damit auch nur einen Teil der Skoliosetherapie ab.
Ich finde auch die Bemerkungen von Minimine sehr wichtig und zu bedenken.
Da ich keine Erfahrung mit Schrottherapie habe und meine Erfahrung sich auf ein Milwaukeekorsett aus den 70 iger Jahren beschränken, kann ich dazu nichts sagen.

Hallo Heika,

ich wünsch dir einfach, dass du möglichst schnell einen Weg findest, von deinen Schmerzen los zu kommen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend das ist.
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Beitrag von Klaus »

OFFTOPIC
Operierter hat geschrieben:Hallo Klaus,
da du meine persönliche Geschichte nicht kennst, sei bitte vorsichtig mit deinen Aussagen.....
Ich wurde groß in einer Zeit, wo es noch keine wirklich gute Behandlung gab, neben der ganzen falschen Behandlung, die ich erlebt habe....
Gehe mal davon aus, dass ich mit meinen 65 Jahren auch jede Menge falscher Behandlungen erlebt habe! Ich weiß also wovon ich spreche, wenn ich aufgrund dieses Forums endlich in 2005 eine kompetente Behandlung in Form der Schroth REHA erfahren habe !!
Ich ziehe es auch vor, mir mehrere Meinungen ein zu holen und dann für mich das heraus zu suchen, was ich will. Ich sage bewußt, was ich will, denn ich richte mich nicht oft nach Aussagen von Ärzten oder anderen Vorschlägen.
Es hat nach meinen Eintritt in dieses Forum noch ca. 6 Monate gedauert, bis ich endlich für mich entschieden habe, Dr. Steffan in Bad Salzungen aufzusuchen. Daran ist auch die bekannte Einstellung Schuld gewesen, dass sich doch so viele Orthopäden vor Ort nicht irren können, wenn sie sagen, da kann man nichts mehr machen.
Ich habe mir selbst einen mächtigen Ruck geben müssen und genau das vermittle ich hier fast tagtäglich, wenn ich die entsprechenden Tipps gebe. Es ist dann immer die persönliche Entscheidung jedes Einzelnen, ob er/sie das eingeht oder nicht!
Die Rückmeldungen geben mir auch Recht, wenn nämlich endlich mal wenigstens eine Grundlage in Form der konkreten Diagnose und entsprechender kompetenter Behandlungsvorschläge vorliegt.

Insofern verstehe ich Deine Vorwürfe nicht, Du tust ja gerade so, als ob hier lauter unmündige Leute sind, die blind auf alles vertrauen.
Dieses Forum ist auch sehr auf die konservative Behandlung von Skoliose ausgerichtet, deckt damit auch nur einen Teil der Skoliosetherapie ab.
Das Forum ist in der Tat auf die konservative Therapie ausgerichtet!
Möglicherweise hast Du damit ein Problem.
Wir haben zwar eine Rubrik Operation, aber wenn ich spezielle Fragen hätte, würde ich auch andere entsprechende Foren aufsuchen!
Hallo Heika,

ich wünsch dir einfach, dass du möglichst schnell einen Weg findest, von deinen Schmerzen los zu kommen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie zermürbend das ist.
Darum geht es hier doch die ganze Zeit!

Gruss
Klaus
Operierter

Beitrag von Operierter »

Hallo Klaus,
ich stelle deine Erfahrungen nicht in Frage. Ich denke nur, dass wir aufgrund unserer Lebensgeschichten unterschiedliche Vorgehensweisen entwickelt haben. Diese bleiben nebeneinander stehen und haben sicher auch Platz in einem Forum. Jeder Leser kann sich seine eigene Meinung bilden und seinen Weg suchen.
Was das Forum anbetrifft, fände ich es gut, wenn der Schwerpunkt für Interessierte von Anfang an deutlicher würde, das gäbe ein klareres Bild und würde es für Suchende einiges leichter machen.
Ansonsten stehe ich im Austausch mit anderen Langzeitoperierten, denn das interessiert mich am meisten. Und einen kompeteten Orthopäden vor Ort habe ich inzwischen auch gefunden.
Ich möchte die Diskussion hiermit beenden, ich denke, es führt zu nichts.
Heika geht den Weg, den sie für richtig hält und ich gehe den Weg, den ich für richtig halte.
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Beitrag von Klaus »

Operierter hat geschrieben:Was das Forum anbetrifft, fände ich es gut, wenn der Schwerpunkt für Interessierte von Anfang an deutlicher würde, das gäbe ein klareres Bild und würde es für Suchende einiges leichter machen.
Ich denke, dass die konservative Therapie immer am Anfang einer Behandlung stehen sollte!
Das gilt auch für Erwachsene und dort unter dem Aspekt, dass man es zumindestens ausprobieren sollte.
Die zeitlichen Abläufe sind so, dass man mit einer Operation in der Regel länger warten kann, als mit einer konservativen Behandlung, die die ganz persönlichen Grenzen einer solchen Therapie aufzeigen.
In dieser Situation befinden sich die meisten, die dieses Forum aufsuchen. Insofern ist dieses Forum auch ein guter Einstieg für alle.

Und ich denke, es wird auch in Einzelfällen deutlich, dass man bei einer fortschreitenden Skoliose/Kyphose die Zeitabläufe sehr genau im Auge behalten muss, weil sich die Operationserfolge damit leider auch verringern können.

Gruss
Klaus
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