Triggerpunkt Therapie nach Dr. Bauermeister

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trainer
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Beitrag von trainer »

Hallo Klaus, Hallo Peter, Hallo Joerg, Hallo ...,

seit 4 Jahren befasse ich mich theoretisch und praktisch mit der Triggerpunkt-Theorie und -Therapie und aufgrund meiner Erfahrungen sage ich, dass darin ein Schlüssel zum Verständnis und zur Therapie der meisten Volkskrankheiten im Bewegungsapparat liegen. Dieser Problemenkreis ist sehr umfassend und deshalb ist die Sorge von Klaus, das Thema auf sein Anliegen - die Skoliose - zu beschränken, verständlich.

Allerdings: der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Skoliose- und Nichtskoliose-Menschen geht mir auch nach unseren Diskussionen noch nicht in den Kopf. Klaus, Du sagst selbst, dass viele Menschen mit einer definierten Skoliose ohne Probleme leben. Dasselbe trifft zu auf viele Bandscheibengeschädigte, die nichts von ihrem Schaden merken. Warum ist das so?

Meine derzeitige Erklärung: die Ursache liegt nicht in der Skoliose oder im Bandscheibenvorfall an sich, sondern in der Art, wie der einzelne Körper darauf reagiert und wie der Betroffene mit der Problematik umgeht!

Unser Körper ist wie alle lebendige Natur ein sich selbst regulierendes System. Schon mit der einfachen Festlegung z.B. als Rechtshänder (und Linksspringer) ist die Muskulatur einseitig (links und rechts unterschiedlich) aufgebaut. Wer Sport treibt verstärkt diese Einseitigkeit weiter. Das ist kein Problem, denn der Körper passt sich von Kopf bis Fuß daran an.

Die Frage ist, wann schafft der Körper es nicht mehr, sich den wechselnden Anforderungen anzupassen? Wann wird eine Skoliose zur Krankheit?
(':juggle:')

Meine These: Wenn ich meinen Körper Bedingungen aussetze, die er aufgrund seiner evolutionär bedingten Fähigkeiten (das sind seine Grenzen, innerhalb denen er funktionieren kann) nicht mehr bewältigen kann!

Unser "steinzeitmässig" geprägter Körper (und Geist!) hat Probleme, mit den gegenwärtigen Lebensbedingungen umzugehen. Die meisten bewegen sich chronisch zu wenig und manche einseitig und zu viel.

Nach 45 Jahren Sport und 10 Jahren "Nicht Sport" mit vielen üblen Folgen kann ich sagen: die Krankheiten hatten immer mit Über- und Unterauslastung zu tun, die über den "Horizont" meines Körpers hinaus gingen.

Was ist die Folge davon? An diesem Punkt gibt die Triggerpunkt-Theorie Antworten. Janett Travel und Dave Simons sind die eigentlichen Urheber dieser Theorie. Es handelt sich um Stoffwechselprobleme in der Muskulatur infolge von Über- und Unterauslastungen ("Energiekrise an der motorischen Endplatte").

Dr. Bauermeister hat sich in den USA damit beschäftigt und hat in Deutschland ein Buch darüber geschrieben (Das "Rücken-Fit-Programm"). Er ist seitdem öffentlich nicht mehr ansprechbar und praktiziert die Stoßwellentherapie.

Warum?

Hier geht es ums Geschäft mit der Gesundheit, denn:

- die Ursachen lassen sich nicht durch abrechenbare therapeutische Leistungen beseitigen, sondern nur durch tagtägliche Verhaltensänderungen und Selbsthilfetherapien (unter den heutigen Bedingungen der "Gesundheits"versorgung)
- die Veränderungen in der Muskultur ("Triggerpunkte") sind anatomische Veränderungen und 6, 12 oder 18 physiotherapeutische Behandlungen oder Behandlungen mit der Stoßwelle ändern daran wenig. Langfristiges Training ist angesagt!

Warum gibt es zu diesem Thema Bücher und Therapien ohne Ende?
Weil es relativ "leicht" ist, seinen Körper wieder in das Gleichgewicht des biologischen Regelkreises zu bringen. Der akute Schwerz ist weg :lach:, aber das chronische Problem bleibt!
Bis zum nächsten Mal :eek:.
Abwarten ergibt oft das gleiche wie operieren oder therapieren.

Die Diskussion darüber sprengt sicherlich den Rahmen dieses Threads.
Klaus als administrativer Gastgeber hat das Recht, in seinem Sinn Regeln dazu zu geben.

Ich arbeite zur Zeit an einer Internetseite zu diesem Thema. Wer Fragen an mich hat, kann sie auch persönlich an mich mailen. Solange es nicht ausufert und der Sache des Erfahrungsaustausch in der Selbsthilfetherapie dient, werde ich antworten.
Grüße
Volkmar
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Trainer hat geschrieben:Die Diskussion darüber sprengt sicherlich den Rahmen dieses Threads.
So eine Grundsatzdiskussion über die verschiedenen Rücken und der unterschiedlichen Schmerzausprägung bei Skoliose/Kyphose ist nicht so ganz mein Ding.
Das müsste man den Theoretikern hier im Forum überlassen, die dann über die entsprechenden Veröffentlichungen miteinander diskutieren und möglichweise auch andere mit ihren ganz persönlichen Meinungen einbeziehen können.
Nur das bringt den Betroffenen in der Praxis überhaupt nichts!

Das Einzigste, was man in das Bewusstsein der Orthopäden bringen muss, ist, dass es diese Beschwerden bzw. Schmerzen gibt und dass sich diese nicht in ein Schema einordnen lassen. Insbesondere bei der Hyperkyphose, die übrigens wenig erforscht ist, ist offenbar eine häufig auftretende Beschwerdefreiheit Anlass dafür, diese Wirbelsäulenverformung nicht ernst zu nehmen. Das sehen wir ständig neu bei den Erfahrungsberichten dazu.
shutdown hat geschrieben:Trotzdem finde ich es mindestens genauso wichtig, dass die Triggerpunkt Therapie moeglichst vielen Patienten zugaenglich gemacht wird
lua hat geschrieben:ich fände es auch schön wenn man weiter darüber diskutieren könnte....
Anfangs fand ich es ja auch toll, dass man per googel sehr schnell hierher kommt.
Es ist nur so, dass der Ansatz bei Skoliose/Kyphose ein anderer ist, als bei einem "normalen" Rücken.
Die überlasteten Strukturen werden ständig neu genährt und es ist ganz wichtig, dass der primäre Ansatz die spezifische Skoliose/Kyphose Behandlung sein muss und sekundär die Triggerpunktherapie als mehr oder weniger ständige Begleitung.
Ich weiss aus Erfahrung, wie schnell hier die Dinge nicht differenziert werden und falsche Hoffnungen entstehen. Dagegen zu steuern ist schon recht aufwändig. Das Thema ist nun mal Skoliose/Kyphose, das möchte ich nicht ständig betonen.
Es gibt ja viele Methoden, die man parallel machen kann und die auch munter diskutiert werden. Aber da sind wir "unter uns" und grundsätzliche Mißverständnisse weitgehend ausgeschlossen.
Trainer hat geschrieben:Ich arbeite zur Zeit an einer Internetseite zu diesem Thema. Wer Fragen an mich hat, kann sie auch persönlich an mich mailen. Solange es nicht ausufert und der Sache des Erfahrungsaustausch in der Selbsthilfetherapie dient, werde ich antworten.
Das ist doch ein guter Vorschlag.
lua hat geschrieben:dann würde ich einfach einen thread in nem anderen forum aufmachen und dort einen link hinsetzen.....wobei dann aber die erfahrenen leute, wie du klaus, es nicht unbedingt sehen würden, weil du evtl. dort nicht mitlesen würdest. meinungen von erfahrenen sind aber immer gut finde ich.
Das ist ebenfalls ein guter Vorschlag.
Wenn ich den LINK zu dem Forum dann bekomme, werde ich selbstverständlich dort mitlesen und möglicherweise auch posten. Dann als spezieller Kyphose/Skoliose User. :D

Ansonsten werde ich hier immer wieder versuchen einzugreifen, um Mißverständnisse zu verhindern.
Ich denke, die rein praktische Umsetzung der Drucktechnik ist sicherlich für alle interessant.
Z.Bsp.
lua hat geschrieben:mal zu den bällen....wären das jetzt hier bälle die empfehlenswert sind?
Hartgummi ist besser, Hundeball in der Tierhandlung. Habe selbst einen 50mm der für mich ausreicht.

Gruss
Klaus
lua
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Beitrag von lua »

trainer
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Beitrag von trainer »

Hallo Leute,

die neue Internetseite zum Thema Triggerpunktbehandlung wird sicher noch etwas dauern, da es zu diesem Thema relalitiv wenig praktische Erfahrungen von Betroffenen gibt, die systematisch damit in Selbsthilfe gearbeitet haben. "Herumprobiert" haben schon einige, und schon das mit überraschenden Erfolgen. Und meine eigenen Erfahrungen in 4 Jahren Arbeit mit dieser Methode sind mir zu subjektiv.

Ich suche deshalb noch Betroffene, die sich ernsthaft und praktisch damit befassen wollen. Meine E-mail Adresse liegt in diesem Forum vor.

Grüße
Volkmar
shutdown
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Beitrag von shutdown »

@Klaus: Nachfolgender Tipp ist nicht direkt zur Behandlung von Skoliose-Bedingten Symptomen gedacht - aber vielleicht besteht ja trotzdem allgemeines Interesse :-)

@Volkmar:

Ich arbeite gerade 'an mir' sozusagen. Als Grundlage verwende ich das Buch 'The Trigger Point Therapy Workbook, second Edition' von Claire Davies. Die dort beschriebene Massagetechnik erscheint mir tatsaechlich weniger schmerzhaft und mindestens genauso gut, wie das von Dr.Bauermeister beschriebene 'Draufrumdruecken bis der Daumen lahm wird'. Die deutsche Uebersetzung soll wohl Ende Maerz erscheinen. Bis dahin muss eben das Original herhalten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es fuer diesen Preis (20 Dollar) ein Buch mit mehr Infos gibt! Wenn Du wirklich etwas im Web aufziehen willst, dann bin ich gern bereit, meine Erfahrungen zur Verfuegung zu stellen. Ich habe aber gerade erst angefangen und kann noch nicht wirklich sagen, wie es wird. Das Buch ist aber auf jeden Fall einen Blick wert, weil es im Detail die Lokationen moeglicher Triggerpunkte in allen Muskeln und ihrer referred pain areas beschreibt.
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Beitrag von trainer »

shutdown schreibt:
Die dort beschriebene Massagetechnik erscheint mir tatsaechlich weniger schmerzhaft und mindestens genauso gut, wie das von Dr.Bauermeister beschriebene 'Draufrumdruecken bis der Daumen lahm wird'
Das Buch von Bauermeister führt tatsächlich in der Selbsthilfe nicht allzu weit. Neben dem von dir benannten Buch gibt es noch das "Trigger Point self-care Manual" von Donna Finando, wobei eins von beiden reicht, denn der Inhalt ist ähnlich.

In der Sache Erfahrungsaustausch sollten wir per E-Mail Kontakt aufnehmen, da es hierbei tatsächlich nicht um Probleme in einer Verbindung mit Skoliose geht. Meine E-Mail Adresse findest du in meinem Profil.
Grüße
Volkmar
Nodesi-1960

Kostenübernahme von Krankenkassen

Beitrag von Nodesi-1960 »

Hallo

ich bin im Moment in einer Triggerpunktbehandlung.

Wer von Euch kann mir sagen wie es mit der Kostenübernahme der Krankenkassen ( Gesetzlich oder Privat ) aussieht?

Wer hat schon einmal in dieser Richtung Erfahrung oder anwaltlichen Kontakt mit einer privaten Krankenkasse( DKV ) gehabt?

Wer ist bereit mir in dieser zu helfen und Tipps in der Abwicklung zu geben?

Hier könntet ihr mir mit Adressen von Krankenkassen oder Rechtanwälten helfen.

Muß man im Vorfeld bei der ärztlichen Diagnose darauf achten, dass die Therapie kostenmässig ünernommen wird?

Wenn ja bei welcher Therapie?

Ich denke das ist ein Punkt der viele von Euch auch betrifft.

Mit freudlichen Grüssen

Norbert
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Die Triggerpunkt Behandlung wird zur Zeit grundsätzlich nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen!

Bei privaten Krankenkassen muss man nachfragen.

So ganz verstehe ich nicht die Sache mit dem Rechtsanwalt, wenn kein Anspruch besteht, dann wird auch kein Anwalt helfen können.

Gruss
Klaus
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Schnecke007
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Beitrag von Schnecke007 »

Bei der DKV würde ich immer zuerst anrufen und nachfragen. "Das medizinisch Notwendige" übernehmen sie ja :D ist nur die Frage, was in ihren Augen darunter fällt und was nicht... Manchmal hab ich auch das Gefühl, es liegt an der Laune des Sachbearbeiters. Bei mir wurde mal eine Kostenübernahme abgelehnt und beim nächsten Rezept wurden die Kosten plötzlich übernommen!?

Viele Grüße,
Schnecke
Dolo

Beitrag von Dolo »

Also eigentlich:
Ich versuche mich jetzt mal nicht so pseudowissenschaftlich auszudrücken wie einige hier. Habe selber Skoliose und habe Biomedizintechnik studiert. Also n bissl Ahnung is schon da.
Das Ganze klingt nach Geldschneiderei! Mal ehrlich Leute!
Ich habe selber als kleines Kind jahrelang diese Therapie erleiden müssen und gerade am Anfang waren es nur Schmerzen. Es hat echt genervt! Schroth hat da schon wesentlich bessere Ansätze! Bloß zu spät für ne wirklich effektive Behandlung.

WAS HILFT:
Konservative Methoden und das möglichst im Kindesalter! Korsett, umfassende Dehnung und ganz wichtig: Muskelaufbau!
Auch im Alter, ist dies der einzig effektive Weg!
Was soll sich denn lösen? Unsere durch jahrelange Fehlbelastung deformierten Wirbel? Nix da. Aktivierung der Muskeln? Blödsinn! Viellcht in den sowieso hoffnungslosen Fällen. Aber normalerweise funktionieren die Muskeln. Ist ne Sache der Körperbeherrschung und ein geschultes Auge des Therapeuten. Und bei letzterem liegt der Knackpunkt! Wer eine normale Skoliose oder was auch immer hat, muss zusehen dass die Muskulatur gestärkt und gedehnt wird. Sportarten fallen nicht daruter! Auch Schwimmen ist grenzwertig, v.a. wenn man bedenkt, dass 99% der Bevölkerung wie Spastmatiker (bzw. verkrüppelte Seehunde, die verzweifelt nach Luft schnappen) im Wasser rumplanschen und ihre HWS kaptutt machen! Schroth und va. Krafttraining mit viel Körpergefühl und ab und zu Fremdkontrolle. Basta. Alles andere ist Hokuspokus!
Dann spricht auch nichts gegen gelegentliche Sportexkursionen egal welcher Art: Wichtig, um sich mal etwas geistbefreiter, lockerer -> unverkrampfter zu bewegen. Oder Sex in den tollsten Postionen. Auch wenns weh tut und man glaubt: BOah. Das war nicht gut für WS. Wirklich wichtig! Und macht euch nicht selbst verrückt dabei. Das bringt dann nämlich auf lange Sicht genau das Gegenteil!
Machts jut und lasst den Morbus beim Scheuermann
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Beitrag von trainer »

Hallo Leute,

könnte es sein dass dolo das r am Ende vergessen hat, dann wäre der Beitrag erklärbar (dolor=der Schmerz).

Beim Biomedizintechnikstudium war wohl mindestens ein Semester im Fach Überheblichkeit dabei, etwas was diesem Thread bisher erspart geblieben ist.

Nur eine Bemerkung: Niemand hat hier behauptet, dass die Triggerpunkt-Therapie Skoliose heilen kann. Es ging in erster Linie (im Zusammenhang mit Skoliose) um eine Art Begleittherapie ("pseudowisschenschaftlich" ausgedrückt). Mit diesem Hintergrund hat Klaus dieses Thema wohl auch angesprochen.
Gruß
Volkmar
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Beitrag von minimine »

@trainer:
Das Gefühl habe ich auch von dolo.

Dann hab ich auch noch eine Frage:
Ich hatte in Sobi in Einzeltherapie auch so eine ähnliche Therapie. Der Therapeut hat immer den Punkt auf dem Rücken gesucht, der am meisten weh tat und hat darauf intensiven Druck ausgeübt. Ist das auch Triggerpunkttherapie. Mir hat das auf jeden Fall sehr geholfen.
Schroth hat da schon wesentlich bessere Ansätze! Bloß zu spät für ne wirklich effektive Behandlung.
Na du scheinst dich ja wirklich super auszukennen. :rolleyes:

LG
Minimine
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Beitrag von trainer »

Hallo MaxiMine,
das geht in die Richtung. Die Grundtechnik wird inzwischen unter verschiedenen Bezeichnungen angewendet. In den USA ist diese Therapie Bestandteil der Schulmedizin. Dr. Janet Travell und Dr. David Simons haben die Rückenleiden von Kennedy damit erfolgreich behandelt und haben die Therapie begründet.
Neben der Triggerosteopraktik gem. Dr Bauermeister gibt es z.B. die "Myoreflextherapie" nach Reiner Mosetter (Heilpraktiker, homepage s. Google), der u.a. auch bei der TSG Hoffenheim (Spitzenreiter Fußballbundesliga) als "Geldschneider" tätig ist.
Noch etwas zum Thema Schmerz: ich habe inzwischen weniger schmerzhafte und wirksamere Selbsthilfetechniken der "deep stroke massage" -wie sie in USA heißt- entwickelt. Ausführungen an dieser Stelle sind aber sicherlich nicht im Sinne von unserem admin.
Wen's interessiert, der kann mich ja anmailen.
Gruß
Volkmar
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Beitrag von Klaus »

Trainer hat geschrieben:Nur eine Bemerkung: Niemand hat hier behauptet, dass die Triggerpunkt-Therapie Skoliose heilen kann. Es ging in erster Linie (im Zusammenhang mit Skoliose) um eine Art Begleittherapie ("pseudowisschenschaftlich" ausgedrückt). Mit diesem Hintergrund hat Klaus dieses Thema wohl auch angesprochen.
Richtig!!
Ich habe sogar ständig darauf bestanden, dass man zwischen Skoliose/Kyphose Patienten und "normalen" Wirbelsäulenproblemen ganz deutlich unterscheiden muss!
Trainer hat geschrieben:Noch etwas zum Thema Schmerz: ich habe inzwischen weniger schmerzhafte und wirksamere Selbsthilfetechniken der "deep stroke massage" -wie sie in USA heißt- entwickelt. Ausführungen an dieser Stelle sind aber sicherlich nicht im Sinne von unserem admin.
Genau :) , weil genau das wieder zu solchen Irritationen bei Skoliose/Kyphose Patienten führt, wo der grundsätzliche Ansatz bei der Schmerzbewältigung ganz anders ist.

dolo, erst lesen und dann schreiben.

Gruss
Klaus
krankeWirbelsäule
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Beitrag von krankeWirbelsäule »

Hallo zusammen,

bin Bandscheibengeschädigte und habe an Symptomen eigentlich "nur" grausame Muskelverspannungen seit mehr als 5 Jahren. Dies hat auch schon zu weiterem Verschleiß geführt.

Habe mit Interesse gerade den Thread über die Triggerpunktbehandlung überflogen und würde gern wissen, ob diese Methode auch gut an der Halswirbelsäule durchgeführt werden kann, da diese bei mir betroffen ist.

Danke für Eure Antworten.

Viele Grüße
krankeWirbelsäule
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Beitrag von Klaus »

kranke Wirbelsäule hat geschrieben:Habe mit Interesse gerade den Thread über die Triggerpunktbehandlung überflogen...
Erst mal vorweg:
Möglicherweise hast Du dabei den anderen Ansatz bei Skoliose/Kyphose noch nicht erkannt.
Auch Dein Nickname @kranke Wirbelsäule lässt mich eher vermuten, dass Du die strikte Trennung zwischen "normalen " Rückenproblemen und den Problemen der Skoliose/Kyphose Betroffenen, um die es hier im Forum in erster Linie geht, nicht kennst. Oder?
bin Bandscheibengeschädigte.....und würde gern wissen, ob diese Methode auch gut an der Halswirbelsäule durchgeführt werden kann, da diese bei mir betroffen ist.
Bandscheibenprobleme und HWS Probleme passen bei einem "normalen" Rücken erst mal nicht so ganz zusammen.
Gibt es bei Dir Skoliose/Kyphose, insbesondere auch im HWS Bereich?

Die Triggerpunktbehandlung im HWS Bereich ist natürlich auch möglich, allerdings wahrscheinlich nur die manuelle mit Stab und nicht die maschinelle. Das weiß ich aus eigener Erfahrung, die Erschütterungen sind im empfindlichen Kopfbereich zu gross.

Gruss
Klaus
krankeWirbelsäule
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Beitrag von krankeWirbelsäule »

Hallo Klaus,

danke für Deine Antwort.

Nein. Ich bin nicht von Skoliose betroffen. Habe Bandscheibenvorfall bei C5/6 und C6/7 und beginnenden Verschleiß der Facettengelenke ohne neurologische Ausfälle. Deshalb raten die meisten Ärzte auch nicht zur OP. Aber konservativ habe ich so gut wie alles durch was es so gibt.

Bin durch Zufall auf Euer Forum gestoßen, weil ich nach 5 Jahren immer noch keine Lösung für meine fiesen Muskelverspannungen gefunden habe, die Nackenschmerzen mich fast umbringen und auch schon mal was von dieser Methode des Dr. Bauermeister gelesen hatte.

Da waren Erfahrungsberichte gerade das, was ich gesucht hatte.

Viele Grüße
krankeWirbelsäule
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Beitrag von Klaus »

Da waren Erfahrungsberichte gerade das, was ich gesucht hatte.
Ich denke, dass Du generell die Drucktechnik ausprobieren solltest, im HWS Bereich kommt man ja mit dem Triggosan Stab o.ä. ganz gut selber dran.

Gruss
Klaus
triggerpunktgeplagter

Triggerpunkte

Beitrag von triggerpunktgeplagter »

Liebe Leute,

gleich zu Anfang: Ich weiss, dass es sich hier um das Skoliose-Forum handelt, aber dieser Thread ist momentan wirklich einzigartig in Foren, die sich mit medizinischen Themen befassen.

Ich habe sämtliche Einlassungen mit großem Interesse gelesen - auch ich bin seit 1,5 Jahren schmerzgeplagt und habe lange gebraucht, bis ich herausgefunden habe, was ursächlich dafür sein kann. Bei mir war zu Anfang weder Rücken noch sonst eines der klassischen "Schmerzkörperteile" betroffen, sondern der Beckenboden.

Der erhöhte Muskeltonus hat zu verschiedenen Schmerzen im Hintern, im Damm und im Penis usw. geführt - und vor allem zu Harndrang. Nachdem ich eine Weile von Urologe zu Urologe getingelt bin - die natürlich überhaupt keinen blassen Schimmer hatten, worum es sich handelt bin ich über ein anderes Forum auf die Triggerpunkttheorie gestoßen.

Ich habe mittlerweile in vielen Körperregionen solche schmerzhaften Druckpunkte in der Muskulatur entdeckt - das Problem war anfangs nur, jmd. zu finden der diese behandeln kann. MIttlerweile habe ich verschiedenste Therapien ausprobiert:

Triggerpunkt-Akupunktur, Stoßwelle, Massage und Dorn und muss sagen, dass die Behandlung IMMER einen positiven Effekt hatte. Ich war teilweise sogar komplett schmerzfrei. Allerdings kehren die Beschwerden immer dann zurück, wenn ich eine zeitlang keine Behandlung hatte. Hinzu kam, dass ich mit einsetzen der Schmerzen vor 1,5 Jahren komplett aufgehört habe, mich sportlich zu betätigen - und mittlerweile langsam wieder damit anfange.

Ein großes Problem ist, dass ich bis heute noch nicht herausgefunde habe, zu was für einem Arzt man eigentlich gehen soll, wenn es um die Muskeln geht. Therapeuten gibt es viele, aber wie gesagt, bekämpft wird dabei nur die Symptomatik. Wobei das natürlich schon ein großer Schritt nach vorne ist.

Auch ich bin überzeugt davon, dass ein Mix aus Triggerpunktbehandlung - egal wie, Entspannungstechniken (Natürlich spannt man seine Muskeln an, wenn man eh schon die Neigung dazu hat, wenn man gestresst ist) und vorallem gezielten Dehnungen und Bewegung die richtige Therapie ist.

Auch ich kann Volkmar nur zustimmen. Man selbst muss etwas für seine Heilung tun - trotzdem bin ich auch heute noch ein gutes Stück davon entfernt und würde mich freuen mich mit anderen Betroffenen austauschen zu können.

Was ist z.B. mit der These von der Muskelübersäuerung? Wie kann man sich bei den Kassen dafür einsetzen, dass solche Therapien auch übernommen werden etc.???

Das war es erstmal. Wer Fragen zu Therapeuten im Rheinland hat kann mir gerne mailen, kenne mich da mittlerweile ganz gut aus;-)
Tearsofsun
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Beitrag von Tearsofsun »

Also ich habe letztes Jahr eine Triggerbehandlung durch Akkupunktur über mich ergehen lassen. Der Wald und Wiesen Ortho hat es warscheinlich an einem Wochenendkurs irgendwo sich angeeignet denn es hat null geholfen bei mir. Er hat auch die Stellen bei mir am Rücken gesucht die am meisten Schmerzten dort seine Nädelchen reingerammt und dann sass ich da 10 Minuten. Es zog ganz ordentlich auch in bestimmte Nervenpunkte hat er sie platziert.
Nach dem entfernen der Nadeln zog es den rest des Tages an den Stellen ordentlich. Am nächsten Tag waren die Schmerzen Weg. Am darauf folgenden Tag war allerdings wieder alles beim Alten. 3 Monate habe ich die Therapie gemacht. Jede Woche 1 mal. Und musste sie auch selber bezahlen KK hat es nicht übernommen. Glaube 6 Sitzungen 38 Euro oder so hab ich bezahlt. Naja am ende ging es mir halt nicht besser als heute....

Der Grund warum ich seine Methode anzweifel ist das abfertigen bei ihm. Rein ins Behandlungszimmer 2 Minuten rumdrücken Nadeln rinhauen raus und ab ins Nächste Zimmer... Man kommt sich da vor wie naja weiß ich nicht rein raus nächste Zimmer, rein raus nächste Zimmer.
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