Lumbosacrale Hyperlordose, Skoliose und/oder Scheuermann

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Björn,
Wichtige Frage: Bringt Schroth auch was bei Bandscheibenvorfällen?
also als ich letztes Jahr in BaSa war waren in der Anfängergruppe auch zwei Frauen mit Bandscheibenvorfällen. Der einen bekam Schroth nicht so gut und sie ist dann nach einigen Tagen in die Parkklinik gewechselt. Die andere war auf jeden Fall danach in der Symmetrischen Gruppe, ob ihr es was gebracht hat weiß ich nicht.

LG
Minimine
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Minimine,
waren die Frauen denn wegen ihrer Bandscheibenschäden da? Oder wegen einer Skoliose?

Ich war heute morgen von den Röntgenbildern ziemlich erschlagen. Da habe ich ganz vergessen nach dem MRT zu fragen. Kann mir jemand erklären warum Prof. v. Torklus dass jetzt nicht gemacht hat? Gerade bei Bandscheibenvorfällen kann man da doch nochmal einiges sehen.

Ich hatte ihn ja mehrmals darum gebeten doch bitte Röntgenbilder von der BWS zu machen, damit ich endlich Klarheit habe. Das wollte er aber partout nicht machen. Vielleicht auch, weil er vier Bilder von meiner HWS gemacht hat, wovon eins unnütz war, weil die Arzthelferin den Prof. falsch verstanden hatte. Wenn man die Strahlenbelastung mit einer CT vergleicht, dann ist das doch ein Witz.

Gruß
Björn
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Björn,

eigentlich wollte ich nichts mehr dazu schreiben, weil Du offensichtlich immer noch nicht erkannt hast, dass Du da in den falschen Händen bist und offensichtlich Deinen Kurs partout nicht ändern willst.

Aber Du bist das beste Beispiel dafür, was einem heute alles bei inkompetenten Ärzten passieren kann, mit dem Unterschied, dass wir leider die negativen Erfahrung jetzt sozusagen live miterleben müssen.

Und da kann ich nicht anders, als Dich gebetsmühlenartig auffordern, endlich eine wirklich kompetente Behandlung in die Wege zu leiten!

Sorry, aber mir ist unbegreiflich, warum Du an dem Professor hängst und Dir sozusagen die einzelnen Wirbelsäulenabschnitte erkämpfen musst.
Spätestens bei seiner Bemerkung über Schroth sollten doch die Alarmglocken klingeln.
Wichtige Frage: Bringt Schroth auch was bei Bandscheibenvorfällen? Oder speziell für meine Probleme?
Mein Gott, Du kennst doch immer noch nicht die gesamten Probleme Deines Rückens!
Und Bandscheibenvorfälle kommen nicht einfach so, Veränderungen des Rückens (Skoliose/Kyphose) können natürlich die eigentlichen Auslöser sein und da muss man ansetzen!

Gruss
Klaus
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Klaus,
ich danke dir für deine klaren Worte!

Aber du merkst doch wie hilflos ich im Moment bin. Toni hat mir den Arzt als "den LWS-Guru" empfohlen. Dieser hat sich mehr Zeit für mich genommen als alle anderen Ärzte zusammen. Sicher hängt das auch damit zusammen, dass er eine Privatpraxis hat und deshalb eben soviel Zeit. Außerdem hat er mir gesagt, dass wir jetzt die Probleme alle nach und nach lösen und mich nicht wie alle Ärzte zuvor mit KG und Tabletten nach Hause geschickt. Ich bin noch nicht lange privat versichert, da muss man sich auch erstmal dran gewöhnen.

Hast du dich schnonmal einem neuen Thema gewidmet und am Anfang nur Bahnhof verstanden? Wenn man sich dann damit auskennt weiss man gar nicht mehr wie es war unwissend zu sein und wundert sich über die "Dummheit" der Neulinge.

Es ist ja dein gutes Recht nichts dazu zu schreiben und vielleicht auch eine gute Idee mich meine Erfahrungen selber machen zu lassen. Aber ich finde es ebenso richtig, dass du jetzt doch deine Erfahrung mit mir teilst :-) Für mich waren die letzten 2 Monate die schlimmsten meines Lebens. Es ging mir noch nie so schlecht wie im Moment. Ich weiß, dass das nicht hier hin gehört, aber bei mir ist die Psyche im Moment das größere Problem als die Rückenschmerzen.

Ich habe mit den Methoden wie man als Arzt so ein Problem angehen muss keine Erfahrung. ich habe hier im Forum zwar gelesen, dass Ganzaufnahmen das wichtigste sind, es handelt sich da aber ausschließlich um Skoliosen und Kyphosen. Wenn dann der Herr Professor sagt, man müsse ein Problem nach dem anderen angehen und dann wie heute sein überlegenes Lächeln aufsetzt und mir sagt ich wolle zu viel auf einmal, dann denke ich nicht mehr viel nach, sondern nehme das dann so hin. Ich war dann heute den ganzen Tag völlig von der Rolle. Sowas hatte ich noch nie. Das war schlimmer als nach dem ersten Besuch bei ihm.

Ich hatte die Ganzaufnamhen erstmal wieder zur Seite geschoben, weil ich von den Röbis von meiner HWS doch recht geschockt war. So langsam habe ich mich beruhigt. Wenn man weiss woher die Schmerzen kommen, dann fühlen sie sich gleich ganz anders an. Da ich soviele Stellen habe wo es weh tut, ist es immer schwer den genauen Herkunftsort zu bestimmen.

Ich werde gleich morgen früh bei Dr. Hoffmann anrufen!

Gruß
Björn
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Toni
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Beitrag von Toni »

Was bringt den Doktor um sein Brot?
a: die Gesundheit
b: der Tod.
Drum hält der Doktor, daß er lebe...
..uns zwischen Beidem in der Schwebe!
Eugen Roth
Ich kannte Herrn Prof. von Torklus auch nicht.
Aber er hat in älteren Orthopädie-Lehrbüchern recht viel veröffentlicht zu Schmerzen und Problemen der LWS und sogar ein spezielles Korsett gegen Hyperlordose patentieren lassen das für meine bisherige Korsett-Erfahrung zumindest den Lehrbuchbildern nach logisch, tragbar und sehr vernünftig aussieht:
Das Hamburger Flexions-Korsett nach Prof.Dr.med v.Torklus.

Es wird auch von anderen Lehrbüchern als hochwirksam und sofort schmerzbefreiend "gelobt". Daher ging ich davon aus, daß dieser in Fachkreisen so hochangesehene Prof. "unserem Björn" doch helfen können müsste.
Aber man sieht daran, wie entsetzlich schwer "normale" Orthopäden sich tun, endlich mal die logiste und vernünftigste Diagnostik zur "ganzheitlichen" Beurteilung der gesamten WS zu veranlassen:
Eine schlichte aber präzise LOW-DOSE-Ganz-WS-Röntgenaufnahme.
Vom Hals bis zum Hintern.
Dann vermessen und daraus die für den Patienten logischen Konsequenzen zu ziehen....Das bringt offensichtlich bisher NUR Dr. Hoffmann in Leonberg relativ problemlos zustande.
Dr. Geiger in Frankfurt scheint auch ein "Hoffnungsträger" in der Überzahl von "Bedenkenträger" zu sein, wenn es einem gelingt als Adulter bis zu ihm vorzudringen.
Es scheint als bisher immer noch kein vernüftiger Weg an Leonberg/Stuttgart vorbei zu führen!
Hallo Björn@
..es gibt günstige Flüge von Fuhlsbüttel nach Stuggi!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Toni,
ich bin dir ja auch dankbar, dass du ihn mir empfohlen hast und wollte dich hier jetzt auch nicht in Erklärungszwang bringen.
Ich denke dein Zitat passt leider. Ich war jetzt in den letzten 4 Wochen 5 mal bei ihm und bin mal auf die Rechnung gespannt.

Ich habe in den letzten 4 Wochen auf jeden Fall eine Menge gelernt.

Danke nochmal für eure Hilfe.

Gruß
Björn
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Beitrag von Björn »

Ich habe gestern Abend noch ein Fax zu Dr. Hoffmann geschickt.
Ich habe jetzt einen Termin am 2.12.
Flug ist auch schon gebucht. Gleicher Preis wie das Sparticket von der Bahn nur deutlich schneller :-)

Gruß
Björn
chaleo
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Beitrag von chaleo »

Hallo Björn,
zuerst einmal möchte ich dir sagen dass ich es klasse finde wie offen, ausführlich,nachvollziehbar und unvoreingenommen du hier berichtest!
Dafür schon mal vielen Dank!

Sicherlich kannst du dir vorstellen dass an so einer Fehlhaltung immer der ganze Körper irgendwie beteiligt ist.
Ich (als absoluter medizinischer Laie, der auch eine Fehlhaltung hat)
würde dir (aufgrund meiner eigenen Körperwahrnehmung) empfehlen deine Hüften (Hüftgelenke) nicht ausser Acht zu lassen.
Was mich interessieren würde ist, ob bei dir schon mal eine Hüftdysplasie diagnostiziert wurde?
Lass dich aber bitte von mir nicht verwirren, andere hier im Forum haben sicher deutlich mehr Erfahrung mit dem ganzen Thema als ich es habe.

LG,
Chaleo
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo an alle,

Ich habe die Diskussion nur oberflaechlich mitverfolgt, wollte aber ein paar Dinge kurz anmerken.

1)Bjoern ist kein Wirbelsaeulenverkruemmungsstandardfall, es kommen bei ihm unter umstaenden mehrer Schwachpunkte zusammen und seine Situation ist unter umstaenden untypisch.

2)Daraus folgt:
Wir koennen daher in diesem Fall eher nicht Urteilen wie gut die Ratschlaege von den Professoren Halm und Torklus sind.
Vielleicht waren diese gar nicht so schlecht.

Es gibt keine Garantie dass Dr. Hoffmann den besten Tipp gibt da siehe 1), wohl kann er mal die WS vermessen. Er ist schon auch sehr gut in nicht WS verkruemmten Problemen aber liegt auch teils nicht richtig mit seinem Rat. (das kann naemlich kein Arzt, immer den richtigen Rat geben)

Wir wissen nicht wo das Problem von Bjoern liegt und daher sind Ratschlaege mit Vorsicht zu geben.

Bei vielen rueckenrelatierten Problemen kann ein Orthopaede allerhoechstens gute Tipps geben und eine gute Diagnose stellen (und letzters ist nicht immer auf Anhieb moeglich). Behandeln im direkten Sinne (also die Sache durch irgend eine Intervention so beeinflussen so dass langfristig keine Einschraenkungen mehr auftreten) kann er oft nicht. Oft ist man daher selbst der wichtigste Behandler und in diesem Sinne sind "Uebetherapie und gesundes Bewegen bis zum Tod'' (Die Richtigen Uebungen natuerlich) und Alltagsanpassungen meist wichtige und wirkungsvolle Behandlungsbausteine.

David
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo gauklerdavid,

Du musst aber bedenken, dass bei Björn zunächst mal nur die LWS unter die Lupe genommen wurde und nach einigem Hin und Her auch die HWS, aber immer noch nicht die BWS.
Das ist keine vernünftige Ausgangsbasis, auch nicht für Sonderfälle!

Gruss
Klaus
Björn
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Beitrag von Björn »

chaleo hat geschrieben:Hallo Björn,
zuerst einmal möchte ich dir sagen dass ich es klasse finde wie offen, ausführlich,nachvollziehbar und unvoreingenommen du hier berichtest!
Dafür schon mal vielen Dank!
Vielen Dank für das Lob. Mir wurde früher häufig vorgeworfen ich würde zu kurz und deshalb unverständlich schreiben. Dann scheint sich das ja gebessert zu haben.
Ich habe eigentlich ziemlichen Respekt vor dem Internet und wenn ich bei Google etwas suche kommt immer häufiger dieser Thread schon auf der ersten Seite vor. Das macht einem doch ein wenig Angst. Auf der anderen Seite wertet dieses Forum das Internet ungemein auf. Und wenn meine Beiträge jemandem mit einem ähnlichen Problem helfen, dann würde es mich freuen.

Zu irgendwelchen Fehlhaltungn möchte ich bis zu den Ganzaufnahmen nichts mehr sagen. Das ist ja alles reine Spekulation. Jedoch ist der Knick zwischen LWS und Steiß wohl angeboren. Da sind sich alle Ärzte einig.
Zu den Hüften kann ich nur sagen, dass Prof. v. Torklus zum Vergleich Röbis 2004 zu 2008 gesagt hat, dass sie schmaler(?) geworden sind. Sich also abgenutzt haben. Mehr ist mir zu meinen Hüften nicht bekannt.


@gauklerdavid

Klaus und Toni haben wohl leider recht. Prof. v. Torklus macht wohl alles in kleinen Schritten damit es sich für ihn finanziell mehr lohnt. Außerdem hat er mich bewußt dumm gehalten. Du glaubst nicht wieviel ich ihn gefragt habe und er hat mir immer nur das Nötigste gesagt. Ich finde dieses Verhalten von Ärzten unmöglich. Als wäre das alles so kompliziert, dass wir das alles nicht verstehen würden.

Wenn der Patient über Schmerzen im Nacken und Kopf sowie in der BWS klagt und außerdem um Ganzaufnahmen der Wirbelsäule bittet. Warum guckt der Arzt dann immer noch auf die LWS?
Wenn der Arzt sich dann doch mal erbahmt und sich die HWS anguckt und da auch was findet warum kommt er der Bitte des Patienten nicht nach die starken Schmerzen in der BWS genauer zu untersuchen und schwenkt dann auf einmal um von "Das liegt an der LWS" auf "Das kommt von der HWS"?
Die letzten Röntgenbilder von der BWS sind von 1999. Von der HWS wurden bei mir bis gestern noch nie welche gemacht!

Zu Herrn Prof Halm kann ich nur sagen, dass er sich im Grunde auch nur das eine Röntgenbild angeguckt hat und entschieden hat, dass man das nicht operieren kann. Auf seine Diagnose usw. gebe ich also nicht viel. Ich habe sie nur reingeschrieben falls es jemanden interessiert.

Ich möchte auch nochmal kurz auf die Kortisonspritze zurückkommen. Wie es aussieht scheint die Spritze die in die LWS gespritzt wurde sehr stark auf die HWS gewirkt. Also ist wohl ein bischen Kortison da oben hingelangt und hat die Schmerzen für ganze 4 Tage ausgeschaltet. Das maht mir wiederum Hoffnung, dass wenn man da direkt was hinspritzt die Wirkung länger anhält.

Gruß
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
ich war heute zur KG. Und ihr werdet es mir nicht glauben: ich habe jetzt eine völlig andere Haltung.

Die Physiotherapeutin hat an meiner Haltung sofort gesehen, wo es mir weh tut und sie hat auch gesagt, dass die Bandscheibenschäden an der HWS von meiner Fehlhaltung kommen. Die hat sie dann "mal eben schnell" korrigiert.

Also von vorne: Ich war heute bei Frau Petzold in Hamburg. Die Physiotherapeutin zu der mich Prof. v. Torklus geschickt hat.
Ich sollte mich als erstes mit freiem Oberkörper seitlich vor einen Spiegel stellen. Da zeigte sie mir dann meine Fehlhaltung. Es ist jetzt schwer zu erklären und ich bitte euch mich zu korrigieren falls es nicht richtig ist, aber ich erzähle jetzt einfach mal wie es in etwa war.
Komisch ich habe es gerade versucht mich nochmal falsch hinzustellen und fand das ganz schön schwer!
Also: wenn ich jetzt drüber nachdenke müßte es eigentlich eine Kyphose sein. Oder Kyphosische Fehlhaltung, gibt es sowas?
Sie hat gesagt ich mache eine Buckel und hat mich an zwei Stellen korrigiert. Als erstes hat sie den unteren Bereich begradigt, indem ich meine Hände unterhalb der Rippen in den Bauch drücken und dann den Oberkörper nach vorne beugen sollte. Danach drücke ich mit einer Hand gegen die Brust und richte mich damit auf. Den gleichen Effekt erzielte ich auch, indem ich mich nach vorne beugte, so dass Beine und Oberkörper einen rechten Winkel bilden und dann das Becken Richtung Hohlkreuz(!) verdrehe. Also nicht in die Hperlordose gehe sondern weiter unten. Danach nur noch aufrichten und fertig.

Aber jetzt kommt es. Nach dieser halben Stunde KG fiel ich nicht mehr in meine Fehlhaltung zurück! Ich setzte mich auf den Stuhl zog mich an und ging dann zum Tresen um mir einen neuen Termin zu holen und fragte Frau Petzold ob mein Gefühl stimmt, dass ich immer noch gerade bin. Sie stimmte mir zu. Ich kann es immer noch nicht glauben. Vor allem, dass ich auch schon eine Entlastung von Nacken und Kiefer spüre!

Während der KG hat sie mich nicht einmal gefragt wo es mir weh tut. Das konnte sie alles sehen. Sie zeigte mir auch den Bereich in der BWS der mir immer starke Probleme macht, dass der wohl immer sehr stark verspannt sein muss. Außerdem sagte sie immer, erstmal müssen wir den Schultergürtel hinbekommen, dass da die Schmerzen aufhören. Wie gesagt auch das hatte ich ihr nie erzählt!

Für mich hört sich das jetzt alles selbst nach Wunderheiler an und außerdem wenig glaubwürdig. Deshalb würde ich mich sehr über Kommentare und Fragen freuen.

Am Montag habe ich meinen nächsten Termin und Dienstag geht es dann nach Stuttgart.
Ich bin mal gespannt wie sich mein Rücken in den nächsten Tagen entwickelt.

Gruß
Björn
chaleo
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Beitrag von chaleo »

Hallo Björn,
zuerst mal herzlichen Glückwunsch zu diesem erfreulichen Erlebnis!

Der erfahrene Leser hat natürlich leider so seine Zweifel an der Dauerhaftigkeit
einer solchen Schnell-Heilung, würde dir das aber in jedem Fall gönnen.

Vielleicht könntest du ja nächsten Montag etwas über die Methode in Erfahrung bringen die deine Therapeutin da angewandt hat...

LG
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo chaleo,
ich werde auf jedenfall mal fragen ob das eine bestimmte Methode war. Im Grunde hat sie mir ja nur gezeigt wie ich mich aufrichte. Dass das bei mir so schnell geklappt hat und ich es offensichtlich im Moment gar nicht korrigieren muss hat sie wohl auch verwundert. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich in dieser neuen Haltung geschlafen habe. Auch nach dem Aufstehen war ich noch grade!
Meine Nackenmuskulatur hat deutlich an Verspannung verloren. Meine Halsmuskulatur leider noch nicht. Ich hoffe das löst sich jetzt alles mit der Zeit.

Ich bekomme jetzt jedoch Probleme mit der Muskulatur an der LWS, als wäre diese ein wenig überlastet. Ich denke die muss sich erst an die völlig andere Haltung gewöhnen. Oder könnte es sein, dass durch meinen Knick zwischen L5 und S1 dieser Bereich jetzt stärker belastet wird und die Fehlhaltung eine Schonhaltung war???

Gruß
Björn
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Björn hat geschrieben:...und die Fehlhaltung eine Schonhaltung war???
Die Diagnose des Dr. Hoffmann wird Dir hoffentlich sagen können, ob es sich bei Dir um eine Fehlhaltung oder um Skoliose/Kyphose/Lordose handelt.

Das sind schon sehr unterschiedliche Sachen und diese Spontanaufrichtung finde ich schon recht seltsam, selbst bei einer reinen Fehlhaltung geschieht das erst allmählich z.Bsp. durch spezielle Dehnungsübungen.
Kann es sein, dass hier Blockaden gelöst wurden, die Dich in eine Haltung gebracht haben, die Du jetzt anders empfindest, weil Du Dich "freier" fühlst?

Gruss
Klaus
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo Klaus,
nein es wurde keine Blockade gelöst. Ich habe mich einfach nur vor den Spiegel gestellt und sie hat mir dann gezeigt wie ich mich grade hinstellen muß. Was meinst du wie verwundert ich die ganze Zeit war. Ich kann es ja immer noch nicht glauben.

Wahrscheinlich ist es ganz simpel. Sie hat es mir so erklärt. Ab einem Alter von 4 Jahren beginnt im grunde jeder Mensch sich nicht mehr optimal zu bewegen. Bis zu dieser Zeit verhält man sich instinktiv, so wie es Tiere ihr Leben lang machen. Wenn man ein gesundes 3 jähriges Kind anguckt wie es läuft, sich bückt oder sitzt, so ist das alles lehrbuchmäßig. Die meisten Erwachsenen sitzen jedoch nicht lehrbuchmäßig. Wenn mir gesagt wurde, dass ich mich gerade hinsetzen soll, dann bin ich von meiner Fehlhaltung in ein starkes Hohlkreuz gegangen und habe die Schultern nach hinten gezogen. So macht es nach Frau Petzold im Grunde auch mehr oder weniger jeder. Was ich damit sagen will: ich wußte gar nicht wie ich grade sitzen oder stehen und das war mein Dilemma.
Prof. v. Torklus hat mir als Tipp gegeben wie ich mich dazu zwingen kann grade zu sitzen. Wenn ich lese oder schreibe soll ich das nicht auf einem wagerechten Schreibtisch machen, sondern den Winkel deutlich erhöhen. Das hat aber natürlich nichts gebracht, weil ich dadurch ins Hohlkreuz gekommen bin und so konnte ich nicht lange sitzen. Nun hat Frau Petzold mir die richtige Haltung gezeigt und die hat mein Gehirn offensichtilich sofort sowohl bewußt als auch unterbewußt abgespeichert.
ICH SCHAFFE ES NICHT MEHR BEWUSST IN DIE FEHLHALTUNG, UND UNTERBEWUSST SOWIESO NICHT!!!
Ich frage meine Freundin ständig ob ich noch grade bin und sie sagt immer das sieht komisch aus. So kerzengrade läuft doch kein Mensch rum.

Ich muss nochmal dazu sagen, dass ich seit längerem kein Krafttraining mehr gemacht habe und daher meine Fehlhaltung nicht durch die Muskulatur besonders stark festgehalten wurde. Außerdem bin ich recht beweglich. Ich komme mit den Fingern bei durchgestreckten Knien auf den Boden. Diese beiden Gründe hat Frau Petzold dafür verantwortlich gemacht warum es so schnell ging und warum mein Körper das so mitmacht.

Sie hat ja auch meine jahrelange Fehlhaltung für die Bandscheibenschäden in der LWS verantwortlich gemacht. Das hat ja nichts mit einer Blockade zu tun.

Was mich extrem stutzig macht ist, dass das bisher kein Arzt und auch keine Physiotherapeut gesehen hat. Naja, vielleicht braucht man da auch ein ganz spezielles Auge für? Klaus hat ja schon immer gesagt, dass Kyphosen häufig in diesem Zusammenhang übersehen werden. Kann man meine Fehlhaltung als Kyphose bezeichen?
Auf meine Frage wie lange sie braucht bis ich grade meinte Frau Pezold 3 Monate. Ich habe das Gefühl ich bin es jetzt schon!

Meiner LWS geht es mittlerweile auch richtig gut. Ich kann es noch nicht 100% sagen, weil die Verspannungen am Hals noch ziemlich heftig sind und andere Schmerzen vielleicht noch überdecken.

Ich freue mich wirklich über jede Frage und jeden Kommentar dazu, weil ich auch gerne eine Erklärung dafür hätte. Und ich würde mich freuen wenn jemand mit Schrotherfahrung vielleicht etwas zu meiner Theorie sagen kann und mich vielleicht auf Fehler in meiner Denkweise hinweisen kann. ich habe in der BWS keine Scheuermann. Nur in der LWS. Das habe ich glaube ich auch noch nicht erwähnt.

Gruß
Björn
chaleo
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Beitrag von chaleo »

Klaus hat geschrieben: Die Diagnose des Dr. Hoffmann wird Dir hoffentlich sagen können, ob es sich bei Dir um eine Fehlhaltung oder um Skoliose/Kyphose/Lordose handelt.

Das sind schon sehr unterschiedliche Sachen ...
Hallo Klaus,

du unterscheidest zwischen Fehlhaltung und

Skoliose (= eine Haltung die Verwindungen und Seitwärtskrümmungen der Wirbelsäule ("???") beinhaltet?),
Kyphose (= eine Haltung die eine nach vorne gekrümmte und nach hinten verlagerte Wirbelsäule ("Buckel") im Brustbereich beinhaltet?),
Lordose (= eine Haltung die eine nach hinten gekrümmte und nach vorne verlagerte Wirbelsäule im Bauchbereich ("Hohlkreuz") beinhaltet).

Könntest du bitte kurz erklären worin für dich der entscheidende Unterschied besteht?
Grüße
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Das Glossar und die Forensuche sind deine Freunde. ;)
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
chaleo
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Beitrag von chaleo »

Tatsächlich, da steht ja alles! Danke! :respekt:
Björn
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Beitrag von Björn »

Hallo,
ich habe heute die Röntgenbilder meiner HWS bei Prof. v. Torklus abgeholt.
Auf dem Bild habe ich mit Strichen die Bandscheibendicken angedeutet. Mann kann sehen, dass die beiden unteren deutlich dünner sind als die obere. In den Kreisen sind die Verformungen der Wirbelkörper zu sehen, die als Folge des Bandscheibenschadens über die Jahre entstanden sind.
Hier sind die Bilder auch nochmal in groß:
Halswirbelsäule:
Bild

Bandscheiben:
Bild


Ich war heute auch wieder zur KG bei Frau Petzold.
In den letzten Tagen habe ich auf Grund der Haltungsänderung am ganzen Rücken Muskelkater. Ich dachte auch in der LWS, dort sind es nach Frau Petzold jedoch wieder Schmerzen auf Grund der Hyperlordose in die ich in den letzten Tagen beim Sitzen wohl immer wieder gefallen bin. Ich konnte die letzten Tage auch immer weniger sitzen. Frau Petzold hat mit dafür nun Übungen gezeigt, wie ich meinen Rücken beim Sitzen ein wenig entspannen kann.

Ich hatte ja nach der KG letzte Woche versucht zu beschreiben wie ich mich begradigen kann. Dazu habe ich unterhalb der Rippen in den Bauch gedrückt und dabei den Oberkörper nach vorne bewegt. Das hat mir Frau Petzold jetzt so erklärt, dass ich damit im Grunde das gleiche mache wie ein Flektions-Korsett, also eine Entlordosierung.


Morgen früh geht es nach Stuttgart. Ich bin mal gespannt ob ich danach Ganzaufnahmen präsentieren werde.

Gruß
Björn
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