Ich kann mich nur BZebra anschliessen, das ist genau die Beschreibung von Schroth, besser gesagt einer Schroth REHA, die nicht umsonst 4 Wochen dauert!virtuelle hat geschrieben:Man muss erkennen, dass die aktuell als richtig empfundene Haltung falsch ist und sich beharrlich eine andere, bessere Haltung mit verändertem Körperschwerpunkt erarbeiten. Dass das vielleicht nicht ohne Hilfsmittel oder Rat von außen geht ist klar, aber die meiste Arbeit sollte doch von jedem Individuum selbst kommen.
Ein eingefahrenes Körpergefühl lässt sich nicht so schnell ändern und der Rat von aussen muss schon sehr intensiv sein.
Wenn man einen Physiotherapeuten möglicherweise problemlos beliebig beanspruchen kann, noch andere Hilfsmittel (Pferd
Nur ich frage mich, wie lange hat es denn bei Dir gedauert, in diese Lage zu kommen? Waren das 4 Wochen, nach denen Du wusstest, wo es darauf ankommt?
Du kannst doch nicht einfach so vielen Leuten die negative Erfahrung absprechen. Und selbst wenn man daraus eine absolute Unmündigkeit der Patienten ableiten wollte, müßte man sich doch fragen, warum es den Orthopäden nicht gelingt, für eine kompetente Behandlung auch dieser Leute zu sorgen.Und Rat von außen findet man sicher auch überall vor Ort. Die hier verbreitete Meinung von durchweg schlechten Orthopäden und Physiotherapeuten stimmt einfach nicht. Mein Physiotherapeut hat m.W.n. keine Ahnung von Schroth und mir trotzdem die richtige Haltung unheimlich gut vermitteln können.
Bezüglich Physiotherapeuten habe ich schon jede Menge negativer Erfahrungen hinter mir. Selbst eine ambulante Schroth Therapeutin hat mir vor der REHA falsche Übungen beigebracht.
Aber das ist mir erst bewusst geworden, als ich die REHA hinter mir hatte.
Also nicht abklären, wie die Situation der WS wirklich ist?Wie kann man Newbies, die erstmals ins Forum kommen und vielleicht noch ein Foto von ihrem Rücken einstellen, die Standard-Antwort geben, für eine richtige Diagnose müssen sie am besten nach Stuttgart fahren und sich zur Therapie ein Korsett machen lassen und eine mehrwöchige Reha machen ........In erster Linie sollte man solchen Leuten doch Hoffnung auf Verbesserung machen, ihnen erklären, dass viel Erfolg ganz allein in ihrer Person liegt
Bei Kyphose z.Bsp. nicht ermitteln, ob der Rundrücken durch die Fehlstellung der Wirbel ausgelöst ist oder nur durch muskuläre Defizite?
Nicht herausfinden, welche Bereiche tatsächlich fixiert sind und welche nicht?
Den Patienten dadurch animieren, "Selbstheilungskräfte" walten zu lassen und ohne die eigene Situation wirklich zu kennen, wohlmöglich auch Geistheiler aufzusuchen, die ja mit "Wirbelsäulenbegradigung" werben ?
Eindeutig nein!
Ich werde auch weiterhin diese Tipps geben und wenn man sich die Mühe machen würde genau zu lesen, dann sind das immer Tipps für die Erst-Versorgung und nicht gedacht für die 100% Versorgung aller bis zum Lebensende! Aber es ist in den meisten Fällen endlich der entscheidende Schritt vorwärts!
Im übrigen ist es nicht so, dass wir hier ein "muss" einbringen!
Die Leute, die hier Entscheidungen zu treffen haben, sind in erster Linie Erwachsene, die für sich selbst oder für ihre Kinder handeln müssen.
Und gerade beim Erwachsenen Korsett als ein Baustein (da steht dann "evtl." bzw. "und/oder") sieht man doch deutlich eine kontroverse Diskussion, ganz abgesehen von dem feinen Unterschied "korrigierend" oder "stützend".
Ich trage übrigens keines der beiden Varianten, weil ich eine Abwägung meiner Lebensqualität gemacht habe und das sollte man anderen auch durchaus zutrauen!
Gruss
Klaus


