Ich denke eher es gibt Leute, die Angst davor haben, Eigenverantwortung zu übernhemen, für die es das wichtigste überhaupt ist, jemanden zu haben, dem sie blind vertrauen können; vielleicht Angst davor haben beim eigenen Entscheiden Fehler zu machen und es lieber anderen überlassen möchten, die sie sich als besonders kompetent, am besten natürlich unfehlbar, im "Buisiness des Entscheidungstreffens für andere Leute" vorstellen.Ulaschatz hat geschrieben:Ich glaube vielmehr, es liegt an deiner etwas unwiderstehlichen Art von Zeit zu Zeit mal ins Fettnäpfchen zu treten.
Ich schreibe nicht in der Absicht, um solche Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn ein Arzt, ein Mensch, von anderen als so omnipotent angesehen wird, dass man glaubt ihm uneingeschränkt vertrauen zu können/sollen/müssen, dann ist es unausweichlich wenn ich in dieses "Fettnäpfchen" wie Du es nennst dann steige. Den Reaktionen zufolge, denke ich, scheint es doch gut so zu sein, das geäußert zu haben.
Ich sage oder empfehle niemanden dass er Dr. Hoffmann und anderen Ärzten nicht vertrauen kann oder soll. Alles was ich sage ist, dass ich nicht als Referenzbeispiel für solch ein fragloses Vertrauen da stehe, da ich ihm nicht vertraue, heute im Übrigen weniger als noch vor ein paar Jahren.
Du möchtest genauere Details? Ich werds versuchen:Ich glaube du wolltest nur speziell auf dieses eine Thema eingehen und da auch mal ein Contra einbringen. Recht hast du! Aber leider ist es so rübergekommen als würdest du GENERELL an dem Doc. zweifeln. Tust du das? Rätst du anderen tatsächlich von ihm ab, so wie hier
viewtopic.php?p=54565#54565
gefragt wurde?
Ich vertraue Dr. Hoffmann in Punkto Diagnose auf sagen wir mal höchstem Niveau. Um Dinge wie das Sicherstellen von unverfälschte Messergebnissen würde ich mich, wenn vorher keine speziellen Anweisungen gegeben wurden, natürlich immer selber kümmern (Beispiel: Zeit in der ein Korsett nicht getragen wurde vor einem Röntgenbild, Terminplanung um zur gleichen Tageszeit geröntgt zu werden usw.); das sind Dinge die generell für jeden Arzt gelten und wo man selber mitdenken muss. Messergebnisse sind nichts wert, auch wenn sie noch so präzise ausgemessen wurden, wenn die Messbedingungen nicht representativ waren. Ich würde niemals von einem Arzt erwarten, dass er alle persönlichen Eventualitäten in Betracht zieht, wenn es darum geht, die Qualität von Messergebnissen zu beurteilen.
So, bis dahin ist es noch einfach...
Vertrauen in die Fähigkeit ein Ergebnis richtig zu interpretieren in Bezug auf Zukunftsaussichten, Behandlungsmöglichkeiten und -wahl?
Das wird jetzt sehr schwierig weil das ja eine ganz individuelle Sache ist, die für jeden anders aussieht. Ich würde sagen es hängt davon ab wieviel Wissen er auf dem Gebiet präsentiert bzw. wie groß ich sein Wissen und seine Erfahrung aufgrund seiner Vita einschätze, wie gut er auf spezielle Fragen antworten kann, ob die Antworten richtig sind soweit man das einschätzen kann, ob klar wird, dass er sich mit den Themen auch intensiv auseinander gesetzt hat (z.B. kennt er die gängige Fachliteratur oder sind bestimmte Inhalte davon Bömische Dörfer...).
Dann würde ich mir über Abhängigkeiten und Beziehungen zu anderen Instituationen Gedanken machen - namentlich sind davon derzeit zwei bekannt: Rahmouni und Neustadt - und die Objektivität von Aussagen hierzu kritisch betrachten, bzw. auch die Informationen zu dan anderen, zu denen keine Beziehungen bestehen.
Und last but not least, ich traue niemals auch nur irgendeinem alleine, wenn es um wichtige, lebensbestimmende und vor allem irreversible Entscheidungen geht. Je definitiver und unwiederrufbarer eine Entscheidung ist, umso weniger Vertrauen habe ich hier.
Außerdem, Ärzte sind Wegweiser. Ein niedergelassener Orthopäde wie Dr. Hoffmann behandelt keine Skoliosen; er ist weder Physiotherapeut, noch Korsettbauer noch Skoliose-Operateur. Seine Hauptaufgabe besteht in der Daignose und in der Weiterleitung. Die richtigen professionellen Infos zu den Behandlungen gibt es bei den Leuten, die das Handwerk der Behandlung auch gelernt haben und es praktizieren (wenn natürlich hier auch hier wieder verfälscht, wie überall im Leben).
Das wäre das, was mir dazu einfällt. Ausreichend?
Gruß,
BZebra




