Hallo,
ich würde es auch sehr begrüßen, wenn Toni und Dalia sich hier im Forum wieder einbringen würden. Ihre Erfahrungen, ihre Energie und vor allem ihr Engagement waren sehr Mut machend für viele von uns und vor allem eine große Hilfe, wenn es um Informationen ging.
Ich finde es auch gut, dass es inzwischen viele Beiträge gibt, die Toni und Dalia ihre Sympathie zeigen und sie bitten, sich doch wieder am Forum zu beteiligen.
Was ich allerdings nicht in Ordnung finde sind z. B. solche Sätze:
Im ganzen täglichen Leben ist man mit solchen Dummschwätzern konfrontiert.Wir haben gewonnen,wenn man solche Menschen igoniert und Stärke zeigt.
Damit werden diejenigen undifferenziert runtergemacht, die ihre Meinung genauso vehement zum Ausdruck gebracht haben wie z. B. Toni.
Ist jemand ein Dummschwätzer, der aufgrund persönlicher Erfahrungen seine Meinung äußert? Ist es richtig, gerade in einem Forum, das von der Vielfalt der Beiträge lebt, anders Denkende zu ignorieren? Das ist ein sehr seltsames Verständnis vom Umgang miteinander. Eine gute sachliche Diskussion ist doch nichts Schlimmes, sie darf aber nicht zu persönlichen Angriffen führen und den anderen und seine Äußerungen abqualifizieren.
Ich kann allerdings verstehen, dass dies im Eifer des Gefechts, vor allem wenn man verärgert ist, durchaus passieren kann. Leider kann so etwas dann dazu führen, dass sich mindestens einer der Beteiligten zurückzieht ( wie hier geschehen) was dem ganzen nicht dienlich ist.
Von den gegenseitigen Vorwürfen einmal abgeshen hat der Konflikt doch im wesentlichen gezeigt, dass es verschiedene Auffassungen, darüber gibt, wer nun der beste/bessere/erfolgreichere usw. OT ist. Das muss doch erlaubt sein. Wenn Toni glaubt oder weiß, dass Rahmoni der beste ist und das auch auch seiner Sicht mit Fakten belegt, dann ist das genauso o. k. wie Gruseline oder J-Maria ihre Argumente/Fakten vorgetragen haben und ihre Entscheigungen begründen. Da keiner von ihnen anonym schreibt, ist doch offensichtlich, dass es eine persönliche Meinung ist. Und jeder, der das liest, kann sich dazu eine eigene Meinung bilden, je nachdem, wie er sich davon angesprochen fühlt, welches Argument für ihn stichhaltiger ist und wem er mehr vertraut.
Es gibt nicht immer nur einen Weg und eine Lösung. Es ist auch nicht immer nur eine Sache richtig. Dafür ist die Welt zu komplex und die Menschen mit ihren Problemen zu vielfältig. Auch jede Skoliose ist anders, selbst wenn die Gradzahlen übereinstimmen und jeder hat eine ganz persönliche Art, mit seinen Problemen umzugehen.
Wichtig ist doch das Ziel und ich denke, da haben alle Korsettträger das gleiche: so viel Korrektur wie möglich und eine OP vermeiden. Der Weg dahin kann durchaus unterschiedlich sein: der eine wählt die "hammerharte" Variante und der andere eben eine für ihn machbare, nicht nur von der Korsettart sondern z. B. auch von der Erreichbarkeit des OTs. Damit ist aber nicht das eine schlechter oder besser als das andere, es ist lediglich anders.
Ich würde mir wünschen, wenn Entscheidungen für einen OT ( solange es einer der qualitativ guten ist und da gibt es ja durchaus einige Namen außer Rahmoni) nicht unbedingt bewertet oder in Frage gestellt würden. Es kommt doch letztlich darauf an, dass man auf einem guten Weg ist und die Ermutigung diesen Weg weiterzugehen ist m. E. wichtiger als die Diskussion, was wäre, wenn es ein anderer OT wäre.
Versteht mich bitte richtig, ich akzepiere und respektiere Tonis und Dalias Meinung aber ich gestehe auch Gruseline und der "Berlinfraktion" ihre Meinung zu. Ich finde es sehr wichtig, Therapiewege zu diskutieren, auch wenn diese Diskussionen sehr anstrengend sind. Aber nur so werden alle möglichen Aspekte eingebracht, die dann die Basis für die persönliche Meinungsbildung sein können. Ich glaube, wenn es gelingt, Stellungsnahmen als das zu akzeptieren was sie sind, nämlich ganz persönliche Auffassungen, dann ist es auch möglich, unterschiedliche Auffassungen nicht persönlich zu nehmen, also nicht als Abwertung der eigenen Auffassung. Wenn Gruseline dir, Toni, sagt, dass für dich Rahmoni der beste von allen ist, dann hat sie doch damit Recht. Ist aber gar nicht schlimm, denn warum solltest du nicht diese Meinung haben, nachdem du alle dir zugänglichen Fakten berücksichtigt und bewertet hast. Genauso hat aber Gruseline die ihr vorliegenden Fakten bewertet und für sich eben andere Schlussfolgerungen gezogen und das gleiche gilt für J-Maria.
Wäre es schlimm für euch, das einfach mal so stehen zu lassen?
Ich persönlich denke, dass generell niemand den Anspruch erheben sollte, für andere entscheiden zu können, was richtig und was falsch ist. Das ist immer eine
persönliche Entscheidung. Wir sind doch alle mündige Menschen (oder wollen es doch zumindest sein), deshalb sollten alle Berichte über persönliche Erfahrungen und die Gründe, die dazu geführt haben, eine bestimmte Entscheidung zu treffen, willkommen sein und jeder Leser wird sich seine persönliche Meinung bilden, je nach dem wie fundiert und belegt diese Berichte sind.
Also bitte, Toni, sei nicht weiter verärgert, weil die Diskussion etwas heftig war, ich denke, ihr habt alle ausgeteilt und seid euch nichts schuldig geblieben. Die Positionen sind klar und jeder, der dort mitgelesen hat , hat eine Menge Fakten und Argumente erhalten, um sich eine eigene Meinung zu bilden.
Deshalb: Schreib bitte wieder mit, du merkst ja, dass deine Erfahrung und Kompetenz schmerzlich vermisst werden.
Anne