Wie war denn das bei euch?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
LunaticBlue

Beitrag von LunaticBlue »

Hi!

Wollte mich nur mal kurz hier einmischen.
Ich wurde mit 15 (55 °) in Innsbruck operiert und war / bin sehr zufrieden damit.
Ich kann hier keine Statistiken nennen, wie oft in Innsbruck operiert wird, aber meiner Meinung nach sind die Ärzte dort sehr kompetent.
Ich bin jetzt 20 und habe absolut keine Probleme.

LG Dorit :)
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Toni
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Beitrag von Toni »

Die Uniklinik Innsbruck hat einen hervorragenden Ruf als absolutes-Spitzenkompetenzzentrum für Schwerst-Wirbelsäulen-Verletzte. Aus dem ganzen Alpenraum und auch aus Süddeutschland werden schwierige Fälle mit Rettungshubschraubern nach Innsbruck gebracht.
Skoliosen werden in Innsbruck schon seit Jahrzehnten erfolgreich operiert! Ich weiß nur von einer Vorarlbergerin, die im Rollstuhl sitzt seit ihrer Skoliose-OP in Innsbruck, aber das war ca. 15 Jahre her.
Außerdem darfst Du die extrem starke Heimatbindung von echten Tirolern niemals unterschätzen!
Was mich aber brutal aufregt, ist daß sie offensichtlich hemmungslos 15jährige knapp über 50° bereits operieren!
Das zeigt doch das ganze Versagen der konservativen Skolioseversorgung in Tirol. Die nichtoperativen Orthopäden versagen dort ständig auf ganzer Linie!
Die Wirbelsäulenchirurgen in der Innsbrucker Uniklinik sind sicher gut, aber in klassischer Orthopädie sind die totalen Versager am Werk!!! Das sieht man doch an Danielas Fall am besten: Sie hätte sofort bei der Diagnose der Skoliose das bestmögliche Korsett gebraucht und möglichst schnell eine Kur nach Schroth. Allein die Tatsache das ihr das nicht verordnet/empfohlen wurde ist praktisch schon unterlassene ärztliche Hilfeleistung und sollte eigentlich mit einer Schadenersatzklage (Schmerzensgeld wegen notwendig gewordener OP) belegt werden.
Für den Fall von Dorit trifft das vermutlich auch zu!
Die schlechte konservative Versorgung in Tirol/ganz Österreich, die regt mich viel mehr auf. Die Innsbrucker WS-Chirurgen sind sicher sehr gut. Nur an der Routine-Theorie zweifle ich allein auf Grund der vergleichsweise geringen Bevölkerungszahlen.
Gruß Toni
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bluecat
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Beitrag von bluecat »

Hallo,

Ich bin eigentlich auch ein OP-Kandidat, Krümmung LWS 51° und BWS 48°. Ich sollte schon mit 14 operiert werden, aber meine Mutter hat sich auch erst mal eine andere Meinung angehört. Von der OP war keiner von uns beiden begeistert. Zumal wir über absolut null aufgeklärt wurden, aber der OP-Termin schon festgelegt werden sollte.
Ich habe die OP also abgelehnt und mich für das Korsett entschieden.
Nur was hilft das Korsett wenn man erst 3 Jahre lang das falsche absolut schmerzhafte Korsett hat, das außer blutigen Druckstellen kaum was bringt, und dann ein absolut gutes Korsett bekommt, das man dann lt. Orthopäde nach einem Jahr mit 17 wieder auslassen kann weil man nicht mehr wächst??? Damals hatte ich LEIDER keine Mailing Liste zur Hilfe, das ist sehr sehr schade!!!
Ich lasse mich aber nicht operieren solange ich keine Probleme habe.
Eine Skoliose macht lt. Aussagen der Ärzte erst ab ca. 80° richtige Probleme, d.h. Herz und Lunge werden beeinträchtigt. Wenn man das nicht hat und auch das kosmetische Erscheinungsbild für den Betroffenen nicht zu belastend ist, würde ich für keine OP stimmen. Wenn man jedoch starke Schmerzen hat und/oder seinen Buckel nicht mehr ertragen kann und alle Blicke auf sich zieht kann ich die Entscheidung zur OP verstehen.
Jetzt bin ich fast 23 und ich bin froh das nicht gemacht zu haben. Mit meinem Buckel kann ich leben, den sieht man kaum.
Falls ich doch mal operiert werden muß, würde ich auch versuchen innerhalb meines Landes zu bleiben und hier den besten bekannten Spezialisten aufzusuchen. Es ist einfach die vertraute Umgebung die man auch brauch.

Auch unsere Ärzte in Deutschland sind nicht unfehlbar, es sind Menschen wie Du und ich! Auch bei absolut traumhaften Statistiken, wer kann 100% garantieren das alles gut verläuft, während sowie nach der OP???
Es kann hier in D schiefgehen sowie auch in Österreich oder sonstwo.
Dr. Steffan
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Beitrag von Dr. Steffan »

Die Uniklinik Innsbruck hat einen hervorragenden Ruf als absolutes-Spitzenkompetenzzentrum für Schwerst- Wirbelsäulen-Verletzte. Aus dem ganzen Alpenraum und auch aus Süddeutschland werden schwierige Fälle mit Rettungshubschraubern nach Innsbruck gebracht.
Stimmt zwar ist aber leider keine Bestätigung für einen guten Skoliose Operateur.
Skoliosen werden in Innsbruck schon seit Jahrzehnten erfolgreich operiert!
Alle Ergebnisse die ich bis jetzt aus Innsbruck gesehen habe, haben mich nicht vom Hocker gehauen. Ich denke die operieren zu wenige Skoliosen um wirklich gut zu sein.
Dr. Steffan
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Beitrag von bluecat »

An Daniela,

falls du evtl. Interesse an Literatur zur OP hast. Es gibt von Dr. Weiß ein Buch, in dem stehen viele Informationen über Skoliose, Behandlung und OP-Methoden, ab wann operiert werden sollte, aber auch über Korsettversorgung drin.
Es heißt "Ich habe Skoliose", auf der Homepage ist auch ganz oben rechts ein Link dazu (grünes Buch). Vielleicht hilfe es dir ja bei deiner Entscheidung.
Darin sind auch Bilder von Operierten (vorher/nacher, auch Röntgenaufnahmen)zu sehen. Es ist interessant sich das mal durchzulesen. Vor allem wird darin mal kein Fach-Chinesich geredet.
Und falls du Mal interesse an einer Reha in Bad Sobernheim haben solltest, schau dir die Klinik mal unter www.skoliose.com an. Da wird erklärt was die so machen.
Es gibt dort einige Patienten die durch die Reha nicht operiert werden mußten.
LunaticBlue

Beitrag von LunaticBlue »

Hi nochmal!

Zum "Fall" Dorit wollte ich noch hinzufügen, daß die Skoliose bei mir mit 9 Jahren festgestellt wurde. Ab diesem Alter wurde mir natürlich KG verordnet, mit 12 bekam ich dann das Korsett. Da ich das Korsett nicht tragen wollte und auch nur sehr unregelmäßig KG machte wurde die Skoliose immer schlimmer. Ich war dann mit 15 wieder bei vielen Skoliose Spezialisten (erst zuletzt in Innsbruck), die mir alle zur OP rieten und das waren konservativ behandelnde Orthopäden. Erst nach einer langen Ärzte-ralley entschlossen wir uns zur OP und nach dem wir alles, was wir bis dorthin herausfinden konnten abwogen. Aber für mich war dieser Schritt damals absolut wichtig. Mein Rücken war damals schon extrem schief, obwohl ich "nur" 55 ° hatte und ich wollte keinesfalls so weiterleben. Da das kurze Tragen des Korsetts in der Nacht logischerweise nichts brachte verschlimmerte es sich eher und auch für KG war ich zu faul.
Möglich, daß wenn ich mehr dazu bereit gewesen wäre, eine konservative Behandlung geholfen hätte, aber mich hat die ganze Sache einfach nur genervt und ich wollte endlich mal an etwas anderes denken als an meine Krümmung.

Eines muß ich hier aber schon noch anbringen: Mir wurde in Innsbruck gesagt, daß ich nicht auf die Streckbank müßte vor der OP, weil ich noch sehr biegsam war mit 15. Nun sagt ihr alle, daß es "egal" wäre, wann man die OP macht, aber das stimmt ja so nicht. Ich für meinen Teil bin lieber 2 Wochen im Krankenhaus, als daß ich doppelt so lang dort bleibe, um mich 2 Wochen strecken zu lassen, was sicher alles andere als angenehm ist!!!

LG Dorit
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Ich glaub das kann ich jetzt mal an alle schreiben:
Meiner Meinung nach sollte man sich dort operieren lassen, wo man sich wohl fühlt. Ich mein, wenn ich in einer Klinik bin oder besser gesagt, wenn ich dort bin, wo ich zuvor nie war, dann hast doch sicher auch kein gutes Gefühl. Und so schlecht können die Ärzte in Innsbruck auch nicht sein, sonst würde sich keiner dort wegen Skoliose operieren lassen.
Meinen Eltern und mir wurde das letzte mal, also sprich in diesem Monat sogar ein Bild gezeigt, wie das ganze nach der OP ausschauen würde. Auf jedenfall kann ich mir ja alles noch sehr genau überlegen, bevor ich zu einer Entscheidung komme.

Daniela
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Toni
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Beitrag von Toni »

Liebe Dorit
Danke für Deinen Beitrag!
Solche Rückblicke sind extrem wichtig für alle, die es noch nicht "hinter sich" haben.

Ein paar Fragen sind noch offen:
1. Welche KG hast Du damals verordnet bekommen? Schroth oder "irgendeine" KG? Welche Qualifikation/Zusatzausbildung hatten deine Therapeuten?

2. Wie oft und wie lange hast Du die KG damals unter Aufsicht (Physiotherapie) gemmacht? 1-2 mal die Woche 45 minuten?

3. Wurde Dir damals eine (SCHROTH)-Kur empfohlen oder verordnet?

4. Wurdest Du und Deine Eltern gut aufgeklärt und richtig motiviert KG zu machen und das Korsett zu tragen?

5. Wurde die Qualität des Korsetts durch Kontrollröntgen überprüft?

6. In welchem Abstand erfolgten die Kontrolluntersuchungen?

7. Wusstest Du, daß Du höchstwahrscheinlich operiert wirst, wenn die konsevative Therapie versagt?

Es wäre höchst interessant und aufschlussreich, wenn Du diese Fragen beantworten könntest. Ich denke davon könnten Viele profitieren!
Liebe Grüße nach Tirol
Toni
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Beitrag von Toni »

Gepostet von Daniela
Ich glaub das kann ich jetzt mal an alle schreiben:
Meiner Meinung nach sollte man sich dort operieren lassen, wo man sich wohl fühlt.
Liebe Daniela
wie gesagt ich kann das sauguat verstehen. Aber in diesem Fall eine derart schwerwiegenden OP ist das "Heimatgefühl" absolut fehl am Platz. Das absolute "Um und Auf" ist Sicherheit und ein erstklassiges OP-Ergebniss.

Wenn sie Dir in Innsbruck nur (Zitat).....-sogar ein Bild-..... zeigen, dann finde ich das echt bedenklich! In den richtigen Skoliose-OP-Zentren können sie Dir vermutlich kanze Kataloge mit solchen Vorher-Nachher-Bildern hinlegen!

Aber zuerst solltest Du echt und so schnell wie möglich einen unabhängigen Skoliose-Spezialisten aufsuchen, der Dich unabhängig von den Innsbrucker Operateuren wirklich objektiv berät.
Wenn Dr. Setffan hier öffentlich sagt, daß Ihn die Innsbrucker-OP-Ergebnisse die er bisher gesehen hat (Zitat: nicht gerade vom Hocker.....) dann würde das für mich persönlich ein massives Alarmsignal bedeuten!
Das bedeutet in der extrem vorsichtigen Sprache, in der Ärzte übereinander urteilen, ein äußerst bedenkliches Qualitätsurteil!

Das bedeutet ja auch auf keinen Fall, daß die Innsbrucker WS-Chirurgen nicht hervorragende Ärzte sind, aber sie haben im Vergleich zu echten und hochspezialisierten Skoliose-OP-Zentren wie z.B. Neustadt, Kiel oder Bad Wildungen einfach zu wenige Fälle pro Jahr, um wirklich erfahren und erstklassig werden zu können.
Nur das bedeutet es.
Drum würde ich an Deiner Stelle in diesem Fall das Tiroler Heimatgefühl hintanstellen und mich dort erkundigen, wo Du mit der HÖCHSTMÖGLICHEN SICHERHEIT das BESTMÖGLICHE OP-ERGEBNISS bekommst. - für den Fall, daß tatsächlich überhaupt eine OP- brauchst!!!
Genau das würde ich zuerst klären.(z.B. bei Dr. Hoffmann/Leonberg)
Die Möglichkeit der OP bleibt Dir immer noch offen.
Gruß nach Tirol
Toni
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Beitrag von bluecat »

Zahlen in Österreich denn die Kassen eine OP im Ausland? Ist das kein riesen Behörden Hick-HAck? In Deutschland ist das sicherlich nicht leicht.
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Toni
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Beitrag von Toni »

Ich bin auch bei der TGKK (Tiroler Gebiets-Krankenkasse) versichert und war bisher überwiegend auch für Operationen in Deutschland in Behandlung. Bisher hat das nie auch nur das geringste Problem gemacht. Man benötigt nur einen Krankenschein nach deutsch-österreichischem Abkommen.
Da existiert (gottseidank) eine unbürokratische und unkomplizierte Zusammenarbeit. Wenn ein deutscher Urlauber sich z.B. beim skifahren den Haxen bricht oder das Kniegelenk zerreißt, dann kann er ja auch völlig unkompliziert zu österreichischen Ärzten gehen, die darin meistens auch besser- weil erfahrener- sind.
Es ist aber schon besser, man telefoniert vorher mit der österr. KK und fragt, was für Papiere notwendig sind, wenn man sich bei einem deutschen Spezialisten eine Zweitmeinung einholen will.
Gruß Toni
LunaticBlue

Beitrag von LunaticBlue »

Hi an alle!

Ich freu mich immer, wenn ich helfen kann. Zum Thema KG. Mit 9 hab ich normale KG begonnen und war dann auch ca. 1 mal pro Woche bei einem Physiotherapeuten, soweit ich das noch weiß. Danach bin ich ziemlich oft nach Graz gefahren zu einem Orthopäden, der auf Skoliose spezialisiert war. Dort hat man mir Atemübungen beigebracht und ein spezielles KG Programm. Ich bin mir nicht 100% sicher, ob es die Schroth-Methode war, aber ich glaub eher schon.
Ich hab dann auch einige Monate fast jeden Tag KG gemacht meist unter Aufsicht meiner Eltern. Mein Vater ist übrigens Arzt, wodurch er sich natürlich genau informiert hat und einige Bücher gelesen hat.
So mit 12, 13 kam dann das Korsett hinzu, das ich aber absolut abgelehnt habe. War eine blöde Phase für mich, ich habe es dann nur in der Nacht getragen bis ich 15 war.
Eine direkte Kur wurde mir irgendwann mal empfohlen, aber ich hab sie nicht gemacht. Meine Eltern haben natürlich versucht mich zu motivieren das Korsett zu tragen und mein ganzes Umfeld (Lehrer, Schüler, Geschwister, Verwandte...) haben mich damit tagtäglich genervt. Aber ich war ziemlich stur.
Die Qualität des Korsetts wurde immer wieder durch Kontrollröntgen überprüft, aber natürlich war kein Erfolg sondern nur eine Verschlechterung sichtbar. Ich war so alle 6 Monate bei der Kontrolle.
Mir wurde auch nahegelegt mehr KG zu betreiben und das Korsett 23 h pro Tag zu tragen, weil ich sonst evtl. operiert werden müßte, aber das war mir zu dem Zeitpunkt alles egal.
Mit 15 kam dann der Schock, daß ich operiert werden müßte, aber nach einigen Wochen hatte ich mich an den Gedanken gewöhnt und war auch recht froh darüber, da ich wußte, daß ich danach mit keiner Verschlechterung zu rechnen hatte.
Ich muß wirklich sagen, daß ich absolut keinerlei Lust hatte noch länger mit einer krummen WS herumzulaufen.

OK, ich hoffe ich habe jetzt alle Fragen so halbwegs zu beantworten!
LG Dorit
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Also was ich da so alles lese. Ich glaub ich überlege mir das, wie schon einmal geschrieben, noch ganz genau, ob die OP überhaupt notwendig ist. Aber eigentlich bin ich froh, dass ihr mir wenigstens eure Meinung dazu geschrieben habt.

Wünsch euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Vere

Beitrag von Vere »

Hi Daniela!

Ich bin auch 15 und hab ungefär die selbe gradzahl wie du! Bin die ganze zeit voll am überlegen ob ich mich jetzt operieren lassen soll oder nicht! war scho bei einem beratungsgespräch in bad Sobernheim! dr.Weiß hat mir zwar scho alles genau erklärt z.B dass ich dort 5 Wochen Kur machen müsste dann 2 Jahre ein Korsett tragen müsste so 20-23 Stunden an tag und nach ca. 2 Jahren nochmal 5 Wochen kur machen müsste um das korsett wieder langsam abzutrainieren! Die übungen haben mich scho sehr überzeut nur ich find des scho ne sau lange zeit das korsett zu tragen und auch noch im sommer! ich weiß nich wie dir das da geht! ich war bei ihm ne halbe stunde zur beratung und er hat mir auch verscheiden kliniken zur operation genannt!
es ist allein deine entscheidung was du machen möchtest! dabei solltest du dich von keinem beeinflussen lassen. entscheide nicht aus dem kopf sondern allein aus dem bauch heraus! das is die beste entscheidung!

das hat er mir damals noch gesagt und ich finde damit hat er recht!
Ich mach etz auch schon seit nem halben jahr 2xdie woche krankengymnastik! aber im moment weiß ich leider net ob es sich verbessert verschlechtert oder es gleichgebleiben ist!

Also ich würd mich über eine antwort von dir freuen wei ich im moment auch im zweifel bin was ich machen soll!

Verena
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hallo Verena!
Also ich an deiner Stelle würde vorerst mit einer OP warten, ich mein sicher ist es dann eine lange Zeit mit so einem Korsett, aber eine OP kannst du später auch noch machen lassen.
Heißt das dann eigentlich, dass du dein Korsett nicht länger als 2 jahre tragen musst, weil du hast ja geschrieben, dass du nach 2 jahren wieder eine kur machen müsstest um das Korsett dann wieder abzutrainieren.

Daniela
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BZebra
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Beitrag von BZebra »

Hi Daniela,

ist schon richtig, daß man noch Zeit hat mit einer OP, allerdings nicht, wenn man kein Korsett trägt. Weil 15 Jahre und 60°, das ist zu viel, das wird allein mit KG noch schlimmer.
Ich würde auf keinen Fall auf ein Korsett verzichten. Und das mit der Tragezeit, Du mußt schon so ungefähr bis 18 ganztags tragen, und langsam abschulen heißt wirklich langsam: Über mehrere Jahre, was aber nicht mehr so schlimm ist, weil man es dann fast nur noch nachts trägt, und da stört ein Korsett ja nicht.

Wie schon gesagt, fahr zu Dr.Hoffmann nach Stuttgart, Du hast ja sogar noch das Glück relativ nah zu wohnen, mit direkter Zuganbindung und Deutschlands Ärzte stehen Euch Österreichern ja auch zur Verfügung.

Lieben Gruß,
BZebra
Vere

Beitrag von Vere »

Hi Daniela!

Also mir hat dr.Weiß das so erklärt dass du das Korsett nur ca. 2 jahre tragen musst weil du bis dahin ausgewachsen bist und es sich wenn du ausgewachsen bist normalerweiße nicht mehr verschlechtern kann! aber mit einem korsett lässt sich ja die Verkrümmung auch nicht wegmachen du hast zwar während du es trägst eine bessere Gradzahl aber wenn du es wieder wegtrainiert hast fällt sie auf die alte ungefähr wieder zurück! allerdings bleibt sie dann konstant! so hat mir das DR. Weiß erklärt!

Weißt du scho was du jetzt demnächst machen wirst???

Verena
Daniela
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Beitrag von Daniela »

Hi Verena!
Demnächst, das ist ein gutes Wort. Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht was ich jetzt wirklich machen sollte, weil ich mein alles hat Vorteile und Nachteile.

Daniela
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sloopy
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Beitrag von sloopy »

Daniela hat geschrieben:Ehrlich gesagt weiß ich nicht so recht was ich jetzt wirklich machen sollte, weil ich mein alles hat Vorteile und Nachteile.
Liebe Daniela,
hast du dich denn schon mal von einem konservativen Arzt untersuchen lassen?
Warst du bei Dr. Hoffmann? Wenn nein- warum nicht? Toni hat dir so ein tolles Angebot gemacht, dafür hat er meinen Respekt. Warum nimmst du es nicht an? Der Besuch bei Dr. Hoffmann kann deiner Entscheidungsfindung doch nur behilflich sein und in keinem Fall schaden.

Gruß, sloopy
Mein Thread: Mein CCtec (Erwachsenen)korsett und ich

"Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsse im Leben alles glatt gehen. Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten, Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabe zum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen." (Antoine de Saint-Exupéry)
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Beitrag von Daniela »

Vor einem Jahr hätt ich mir nie gedacht, dass sich die ganze Sache irgendwie so drehen wird. Ich hab mir schon damals so viele Gedanken über die OP gemacht, die hätte diesen Sommer stattfinden sollen. Naja, irgendwie waren die Tränen und das ganze Zeugs dann wohl umsonst :)

Daniela
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