Ich heiße Ysana und bin 32 Jahre alt. Ich litt seit Jahren an undefinierten Beschwerden, angefangen hat es mit 19. Es fing an mit ständigen Wirbelblockaden und öfter grundlos Herzrasen. So blieb es eine Zeit lang, vor ca 6 Jahren kam dann noch Schwindel, Verspannungen und Spannungskopfweh dazu. Mit der Zeit musste ich immer mehr Hobbys und Sportarten (Reiten, Snowboarden, Joggen) aufgeben, weil ich während dessen oder danach total verspannt war. Vor allem beim Reiten wars ganz schlimm.
Ich war bei verschiedenen Ärzten und bin leider nirgends ernst genommen worden. Es hieß immer nur "machen Sie mehr Sport" oder "Sie arbeiten am Schreibtisch, das ist normal". Wegen meiner Herzrasanfälle war ich zu Beginn sogar schon in einer Herzklinik. Dort konnte man aber keine Ursache finden und man verschrieb mir Betablocker. Ich merkte schon immer, dass das Herzrasen mit dem Rücken zusammen hing. War ich sehr verspannt, bekam ich schon fast garantiert in der Nacht Herzrasen. Es wurde als psychosomatisch abgestempelt.
Ein Orthopäde, zu dem mich der Hausarzt überwies meinte nur "in ihrem Alter röntge ich keine Wirbelsäule, was soll denn da schon sein?" und schmiss mich nach 2 Minuten wieder aus der Praxis
Ich war schon kurz davor aufzugeben, machte dann aber einen letzten Anlauf und ging letzte Woche noch mal zu einem anderen Orthopäden. Der nahm mich endlich mal ernst, diagnostizierte beim einfachen Blick auf meinen Rücken schon einen leichten Rippenbuckel und ließ Röntgenbilder machen. Dort wurde eine Skoliose im Übergangsbereich von HWS auf BWS sichtbar. Den Winkel weiß ich leider nicht, auf dem Röntgenbild ist eine gleichmäßige Biegung auf eine Länge von ca einer Handfläche zu sehen. Laienhaft geschätzt würde ich 20° sagen, wenn dies Gradzahl wie bei einem Geodreieck zu verstehen ist. Zwischen den direkt darunter liegenden Wirbeln TH5,6 und 7 sind die Bandscheiben schon etwas verschlissen, aber nicht schlimmt meinte er. Dafür gibt es für ihn ggf. einen Zusammenhang zwischen meinem Herzrasen und der Skoliose, weil der zweite Brustwirbel von der Krümmung betroffen ist und dort herzzusammenhängende Nerven durchlaufen, die bei Quetschung Herzrasen verursachen könnten.
Ich bekam 6 x Krankengymnastik und 6 x Wärmepackung verschrieben und soll danach wieder kommen. Nach langem Rumtelefonieren habe ich nun endlich eine Praxis gefunden, die nicht komplett ausgebucht ist, nicht mal weiß was Skoliose ist oder wo man nur um 10 Uhr vormittags einen Termin bekommt
Ich habe das Thema Skoliose nun eine Zeit lange gegoolet und bin mittlerweile relativ verunsichert. Was genau kommt denn nun auf mich zu? In manchen Berichten steht, dass man nicht allzu schlimme Skoliosen mit regelmäßigen Übungen (wäre für mich kein Problem) gut in den Griff und den Grad sogar verbessern kann. In anderen Artikel liest man dann aber, dass das im Endeffekt alles gar nichts bringt und man sich auf schlimme Spätfolgen gefasst machen muss.
Es wäre super, wenn mir jemand, der schon länger mit der Diagnose lebt und ggf. regelmäßig Übungen macht etc. mir da vielleicht ein wenig berichten könnte, auf was ich mich gefasst machen sollte.
Liebe Grüße und schon mal danke, danke - Ysana.


