"Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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dansko
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"Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von dansko »

Hi liebe Community,

ich bin Anfang 20 und übe seit mehreren Jahren Fitnesstraining aus Leidenschaft aus. Zudem ist der Sport auch mein täglicher Ausgleich zum Bürojob.

Leider habe ich des Öfteren Schmerzen zwischen der rechten BWS und dem Schulterblatt. Der Schmerz tritt auf, sobald ich mehrere Stunden vor dem PC hocke (tägliches Arbeiten) - jedoch klingt dieser bei Bewegung (z.B. laufen, strecken) ab. Teilweise war es morgens auch schon so schlimm, dass ich nicht einmal aus dem Bett konnte.

Diagnosen gab es bisher folgende: BWS-Blockierung, BWS-Syndrom/Skoliose, Rundrücken

Ich weiß mir langsam nicht mehr zu helfen... Mein Orthopäde ist auch ratlos :/ Manuelle Therapien, Fangomassagen waren bis dato erfolglos :(

Ich freue mich auf eure Antworten- beste Grüße
Bernd
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von Bernd »

Ich hatte letztes Jahr eine Blockierung in der LWS und hatte z.T. auch große Probleme mit dem aufstehen. Was mir sehr geholfen hat waren Dehnungsübungen und Wärme (Sauna). Bewegung tut mir auch sehr gut als Ausgleich gegen meinen Bürojob. Seit vielen Monaten mache ich vor Arbeitsbeginn einen Spaziergang und in der Mittagspause bin ich ebenfalls draußen.
dansko
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von dansko »

Blockierungen habe ich irgendwie ständig... wöchentlich werde ich fast schon eingerenkt. Spazieren tu ich auch schon ständig... sofern es geht (mittags, morgens, abends)...

Nachdem ich das Forum etwas durchstöbert habe, ist mir aufgefallen, dass einige, die Moorbus Scheuermann haben, die selben Symptome aufzeigen - nur mit noch krasseren Symptomen (Herzschmerz, ...) Bei mir ist es ja lediglich das "Stechen" ... Ist vielleicht einer anwesend, der die Moorbus Scheuermann Diagnose hat und mich hier etwas aufklären kann?
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Lego66
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von Lego66 »

Hallo Dansko,

das hört sich nach BWS-Blockade mit Beteiligung einer oder mehrer Rippen an. Wenn das verbindende Gelenk blockiert, ist das sehr schmerzhaft.
Wärme und Bewegung sind sicher sehr gut, Einrenken im wörtlichen Sinn halte ich für problematisch! Dadurch lutschen die betroffenen Gelenke mit der Zeit aus. Besser sind sicher sanfte Methoden, wo das Gelenk durch kleinste Rotationsbewegungen und vor allem ohne effektvolle Knackgeräusche in seine richtige Stellung zurückrutscht. Hier gibt es verschiedene Techniken und man muss die herausfinden, auf die der eigene Körper am besten anspricht.
Bei mir ist das die Dorn-Therapie. Simpel, sanft, aber in meinem Fall effektiv. Allerdings sind die Wirbelgelenke bei mir nach 20 Jahren voller Dauerblockaden leider so ausgelutscht, dass ich zusätzlich ein Korsett trage. Das hilft dabei das Ergebnis der Therapie zu stabilisieren und nimmt einen großen Teil der Schmerzen, die durch meine Fehlstellung ausgelöst werden.
dansko hat geschrieben:Diagnosen gab es bisher folgende: BWS-Blockierung, BWS-Syndrom/Skoliose, Rundrücken
Das ist natürlich etwas vage, um nicht zu sagen unbrauchbar. Du brauchst eine konkrete Diagnose, eine Röntgenaufnahme der gesamten WS im stehen, Gradzahlen für die Skoliose und die Hyperkyphose (Rundrücken). Dabei sollte sich auch zeigen, ob es einen Scheuermann/schmorlsche Knötchen gibt. Nur so kann man gezielt therapieren.
Und dafür brauchst du einen echt guten WS-Fachmann (Liste findest du im Forum).
dansko hat geschrieben:Mein Orthopäde ist auch ratlos
Der scheint jedenfalls nicht der richtige zu sein.

Einstweilen rate ich dir zu einer Muckibuden-Pause! Das ist bei multiplen Blockaden nicht das Richtige!

VG,
Gaby
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Klaus
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von Klaus »

Hallo dansko,
Ist vielleicht einer anwesend, der die Moorbus Scheuermann Diagnose hat und mich hier etwas aufklären kann?
Also ein Morbus Scheuermann ist nur ein Auslöser für Fehlstellungen und in Deinem Alter schon längst abgelaufen. Entscheidend ist nur die konkrete Auswirkung.
Also durch Röntgenbilder der gesamten Wirbelsäule Diagnose von Hyperkyphose (Rundrücken), Hyperlordose (Hohlkreuz) und oft begleitende relativ geringe Skoliose mit entsprechenden Winkeln und auch Lage der Scheitelpunkte. Ferner die Feststellung, ob es Keilwirbel gibt, die eine Korrektur erschweren. Dazu die Einschätzung, wie groß der Anteil von Fehlhaltung an der Fehlstellung ist. So eine Situation kann durch einen Morbus Scheuermann mit den typischen Schmorlschen Knötchen entstanden sein, muss es aber nicht. Ich habe z. Bsp. auch Keilwirbel, aber keine Knötchen.

Die Behandlung richtet sich also immer nach dem aktuellen Zustand der Wirbelsäule! Eine Fehlstellung kann sehr vielfältige Symptome auslösen und es bringt deshalb nichts, nur an diesen Symptomen "herumzudoktern".
Ich kann Dir auch nur raten, einen Spezialisten aufzusuchen, weil die meisten Orthopäden auf diesem Gebiet inkompetent sind:
viewtopic.php?f=25&t=6472

Fitness Training ist so eine Sache. Ich habe selbst die Erfahrung machen müssen, dass ein falsches Training durchaus lange Zeit beschwerdefrei bleiben kann, weil die Endorphine im Vordergrund stehen. Man fühlt sich insgesamt wohl bzw. viel besser als vorher und bemerkt nicht die schleichende Verschlechterung, die sich dann im Alltag ausserhalb des Trainings ausbreitet.
Es ist zwar so, dass das symmetrische Fitness Training bei Hyperkyphose/Hyperlordose als ergänzende Maßnahme eine gute Methode ist, aber nur, wenn es zielgerichtet angewandt wird. D.h. man muss erst einmal das richtige Körpergefühl entwickeln, was durch die Fehlstellung oft verloren gegangen ist. Ein Training in der Fehlstellung ist kontraproduktiv.

Gruß
Klaus
dansko
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von dansko »

Hi Leute,

vielen Dank für Eure Antworten.
Am Mittwoch wird ein MRT-Bild von mir gemacht. Hier sollte man dann doch einiges sehen, oder?

Die letzte Zeit wurde ich fast schon wöchentlich eingerenkt. Ich habe dann aber auch das Gefühl, dass wenn ich z.B. meine Schulterblätter hochziehe / rotiere, oder mit den Kopf nach hinten gehe, sich erneut etwas "einrenkt" - es knackst einfach ständig.

Ich muss wirklich einen Physio / Orthopäden auffinden, der mich gezielt behandeln kann. Bisher wurde nämlich nur die Schmerzstelle behandelt (massiert / eingerenkt), was bis dato aber erfolglos war :-/

@Gaby: Hattest du früher auch dieses "Messerstechen" zwischen der BWS und dem Schulterblatt? Oder wie hat sich die BWS-Blockierung bei dir geäußert?

Wenn ich z.B. im Bett liege, mit Kopf an der Wand, bekomme ich am nächsten Tag solche Schmerzen im beschriebenen Bereich so, dass ich kaum aus dem Bett komme. Und wenn ich versuche kerzengerade zu hocken, schmerzt es genauso. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich sitzen / liegen soll... :/
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3.Kors. 12/14, mit Halsteil
4.Kors. 3/16, 2-Schaliges Rahmouni mit Halsteil

Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von Lego66 »

Hallo Dansko,
dansko hat geschrieben: Hattest du früher auch dieses "Messerstechen" zwischen der BWS und dem Schulterblatt? Oder wie hat sich die BWS-Blockierung bei dir geäußert?
Das Stechen ist zumindest bei mir immer ein Zeichen dafür, dass das Gelenk zwischen Wirbel und Rippe blockiert. Das geht immer damit einher, dass ich nicht mehr normal einatmen kann, weil bei jedem Atemzug dieser heftige Stich kommt.

Früher konnte ich dann nur noch Voltaren nehmen und hoffen, dass es nach ein oder zwei Tagen anfängt zu wirken, damit ich wieder aus dem Bett kam. Wenn ich viel Glück hatte, und mich dadurch schnell wieder einigermaßen bewegen konnte, ging die Blockade von alleine weg. Es kam aber auch vor, dass der Zustand viel Monate anhielt. Solange die Muskulatur wegen der Schmerzen dicht macht geht die Blockade nicht weg. Selbst wenn der Therapeut sie beseitigt, reicht eine Winzigkeit um eine erneute Blockade auszulösen. Also nicht lange den Helden spielen, sondern gleich reagieren und Schmerzmittel nehmen. So hast du eine Chance die Sache enorm abzukürzen und die Schmerzmittel schnell wieder absetzen zu können.

Inzwischen habe ich diese Blockaden nur noch selten. Meistens passierts wenn ich zur Physio ohne Korsett auf der Bank liege. Dann muss ich das Korsett wieder anziehen und es einige Stunden nicht ausziehen und die Blockade ist weg. So einfach war das ohne Korsett leider nicht.

Aber das Allerwichtigste hat Klaus schon gesagt:
Klaus hat geschrieben:Die Behandlung richtet sich also immer nach dem aktuellen Zustand der Wirbelsäule! Eine Fehlstellung kann sehr vielfältige Symptome auslösen und es bringt deshalb nichts, nur an diesen Symptomen "herumzudoktern".
Ich kann Dir auch nur raten, einen Spezialisten aufzusuchen, weil die meisten Orthopäden auf diesem Gebiet inkompetent sind:
viewtopic.php?f=25&t=6472
Das MRT zeigt zwar einiges, ersetzt aber nicht die genannte Wirbelsäulen-Ganzaufnahme im Stehen! Und auch nicht den Weg zum Spezialisten!

Das Knacken muss dich übrigens nicht unbedingt beunruhigen. Das kann auch von der verhärteten Muskulatur kommen.
Ich hoffe, dass du deine akuten Probleme bald in den Griff bekommst.

VG,
Gaby
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von dansko »

Hi Leute, es gibt Neuigkeiten - beim MRT wurde nun ein Bandscheibenvorfall entdeckt (Bereich BWS). Näheres wird beim Orthopäden besprochen.

Nun erklärt sich auch, wieso ich nach dem Foam-Rolling verstärktere Schmerzen hatte und der Bereich nicht entspannter war...
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Klaus
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Re: "Messerstechen" zwischen BWS u. Schulterblatt

Beitrag von Klaus »

Hallo dansko,

Du hast eine Meldung in Deinem eigenen ersten Beitrag gemacht
Ich bitte den jeweiligen Admin mein Thread zu löschen. Hab weder Skoliose, Rundrucken, Scheuermann, o.ä.
Danke.
Wir können hier nicht einfach mal einen ganzen Thread löschen, an dem mehrere User beteiligt waren.
Du hast anfangs geschrieben:
Diagnosen gab es bisher folgende: BWS-Blockierung, BWS-Syndrom/Skoliose, Rundrücken
Das wäre doch ein Widerspruch!
Möglicherweise meinst Du, dass die Beschwerden nur vom Bandscheibenvorfall kommen würden, weil das für einen (bei Fehlstellung durchaus inkompetenten) Orthopäden einfacher zu erklären sein kann. Deswegen aber nicht die Skoliose und den Rundrücken zu behandeln, wäre ein Fehler.

Gruß
Klaus
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