Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Andreas Michel
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Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Hallo Liebe Forum Mitglieder :)

Bevor ich euch nun mit meinen Problemen zukleistere möchte ich mich kurz vorstellen.

Ich bin 21 Jahre alt und komme aus der Schweiz.

Momentan Absolviere ich die Gestalterische Berufsmaturität, da ich meinen gelernten Beruf Zimmermann nicht mehr ausführen kann :<

Im Anschluss würde ich gerne Architektur oder Psychologie studieren.

ich bin ca 175 gross und ca 78 Kilo schwer.

Nun denn.......

Nach meiner Ausbildungszeit fing das ganze Unheil an.

Ehrlichgesagt war es ein ganz normaler Arbeitstag, an dem ich massenweise Gipselemente hergestellt habe.

Doch plötzlich dann geschah etwas, was ich vorher noch nie in meinem Leben gespürt habe. Ein stechender Schmerz machte sich in meiner Lende bemerkbar. Anfangs dachte ich ok jetzt schön Sachte. Aber dann wurde es immer schlimmer. Schlussendlich war ich nicht einmal mehr in der Lage zu stehen :eek:

Ich packte meine Sachen zusammen und lag anschliessend für 3 Tage im bett und gut wars.

Einen Monat später fing die Rekrutenschule an. Anfangs machte es mir keine Probleme doch mit der Zeit häuften sich erneut Schmerzen an. Darausfolgend liess ich mich röntgen und traute meinen Augen nicht. Der Doktor meinte ich habe einen Morbus Scheuermann. danach war die Armeesache, Mein Beruf und meine Leidenschaft (Skateboardfahren seit 5 Jahren) gelaufen.

Nach der ganzen Sache fing ich dann mit Physiotherapie usw an. das heisst konkret: Massage und übungen für den Rücken.
Ihre diagnose: eine durch meine Fehlkonstruktion in der WS entsteht eine Muskuläre disbalance => Ich muss meine Rückenmuskeln Trainieren: Rückenstrecker, Hüftbeuger, Beine usw und vorallem Tranversus Abdominis, Schwimmen, Laufen usw
Dann kam die Zeit, in der Ich aufgrund meiner Schmerzen einer einjährigen Depression zum Opfer gefallen bin, da ich keinen Ausweg mehr sah :(

Vor einem Jahr begann ich auch noch zum Akkupunkturtherapheut zu gehen, : => Schröpfen, Akkupunkttherapie, Blutegel
Sein Vorschlag: Ich soll mich schonen denn meine Muskeln verkrampfen sont immer wieder.
Und dieser Therapheut erreichte mit einer Blutegeltheraphie tatsächlich eine Schmerzfreiheit von einem halben Jahr!! :top:
Die Blutegetheraphie kann ich also wirklich weiterempfehlen!!! vorallem wenn man verkrampfte Muskeln und generell entzündungen in dem Bereich hat!!!

Naja dann gabs noch einen Ortopäden der auch sagte Sport usw hilft.

Seit Juni gehe ich jetz ins Fitness wo ich gezielt(Mit Betreuung) Rumpfkräftigung mache. Ohne Schwere Gewichte versteht sich. Schwimmen ebenfalls.

An dem Punkt muss ich euch aber sagen: ich hab die Schnauze voll!!!

Ich habe nach wie vor die selben Schmerzen => Ich halts einfach nicht mehr aus!!! (Auch Psychisch)

An schlimmen Tagen nehme ich Voltaren, obwohl ich das möglichst zu vermeiden versuche da ich noch Concerta gegen ADHS nehme (hatte es noch nie einfach in meinem Leben)

Jetzt mal zu den Schmerzen: Bei mir wir der Schmerz durch die Muskeln ausgelöst, welche durch die streckhaltung immer überstrapaziert werden. Es bilden sich immer Extreme Verkrampfungen In der Muskulatur im Kreuz und im Gesäss(Hinten bei der Backe) genau jetzt in diesem Moment sind sie sogar verhärtet und des haben sich richtige fühlbare Knoten gebildet.

Da bei mir noch nie von einem Korsett gesprochen, geschweigedenn irgendetwas vermessen wurde, gehe ich davon aus, dass auch ich Opfer von inkompetenten Doktoranden geworden bin, welche mein Problem zu wenig ernst genommen haben.

Ich verstehe grundsätzlich nicht warum immer die rede von "es sei nicht so schlimm" ist. Und was mich am allermeisten aufregt sind jamernde leute mit 0815 rückenschmerzen, welche nach einem Tag wieder vergehen. Da denke ich dann schon manchmal "wenn du nur wüsstest was das Wort "Schmerz" eigentlich bedeutet. :lach:

Hier im Forum wird viel von Dr. Hofmann gesprochen ich denke es wäre keine schlechte idee die 10 Stunden Fahrzeit auf mich zu nehmen. Das Problem ist aber, dass ich da jenes machen muss, damit meine Krankenkasse das übernimmt :eek: Damit wird mal wieder ganz deutlich, dass auch die Krankenkassen Inkompetent und schlichtweg Gewinnorientiert sind. Pfui!!!

Neuerdings mache ich mir gedanken daüber einen solchen Schu zu besorgen => http://www.youtube.com/watch?v=RLigjEUNyko

Und wie siehts in meinem Fall mit einem Korsett aus?

Nun würde ich mich sehr auf ein paar Aufheiternde und Kompetente Antworten von euch freuen :)

unten seht ihr noch 2 röntgenbilder
Dateianhänge
Aktuellstes Röntgenbild. ca 5 Monate alt.
Aktuellstes Röntgenbild. ca 5 Monate alt.
IMG-20130321-WA0000.jpg (27.61 KiB) 15176 mal betrachtet
Röntgenbild, welches vor ca 1,5 Jahren gemacht wurde.
Röntgenbild, welches vor ca 1,5 Jahren gemacht wurde.
rücken.jpg (24.29 KiB) 15176 mal betrachtet
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Klaus
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Re: Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Klaus »

Hallo Andreas,
Der Doktor meinte ich habe einen Morbus Scheuermann.....fing ich dann mit Physiotherapie usw an. das heisst konkret: Massage und übungen für den Rücken.
Ihre diagnose: eine durch meine Fehlkonstruktion in der WS entsteht eine Muskuläre disbalance .....Bei mir wir der Schmerz durch die Muskeln ausgelöst, welche durch die streckhaltung immer überstrapaziert werden
Man muss schon ein bischen suchen, ehe man in der Beschreibung ein paar Details zur Situation Deiner WS findet. ;)

Der Morbus Scheuermann ist nur ein in Deinem Alter längst abgelaufener Auslöser. Entscheidend ist die Auswirkung!
Und das ist eine Fehlstellung ("Fehlkonstruktion"), die man im Röntgenbild tatsächlich als Streckhaltung der LWS erkennt. Das erste Bild ist übrigens ein MRT. Normalerweise gibt es hier eine natürliche Lordose, die bei Dir aber abgeschwächt ist.

Das Problem ist jetzt, dass die BWS und HWS nicht erfasst wurden. Das ist aber dringend notwendig, weil Fehlstellungen in einem Bereich in der Regel auch entsprechende (Ausgleichs-) Fehlstellungen in anderen Bereichen hervorrufen können. Also die gesamte Wirbelsäule ist zu erfassen, wobei auch die frontale Situation interessant ist, weil hier durchaus auch eine begleitende Skoliose auftreten kann.
Hier im Forum wird viel von Dr. Hofmann gesprochen ich denke es wäre keine schlechte idee die 10 Stunden Fahrzeit auf mich zu nehmen. Das Problem ist aber, dass ich da jenes machen muss, damit meine Krankenkasse das übernimmt :eek: Damit wird mal wieder ganz deutlich, dass auch die Krankenkassen Inkompetent und schlichtweg Gewinnorientiert sind. Pfui!!!
Es gibt einige Schweizer im Forum, deshalb habe ich mal Deinen Threadtitel mit dem Wort Schweiz ergänzt.

Dazu gehört auch der Tipp mit Dr. Klöckner in Zürich (s.a. Forums Suchefunktion) und
VSS - Verein Skoliose Selbsthilfe - http://www.skoliose-selbsthilfe.ch
Verein Skoliose-Selbsthilfe in Luzern
Und wie siehts in meinem Fall mit einem Korsett aus?
Grundsätzlich kann man das erst nach einer kompetenten Diagnose sagen und wenn, dann sollte es wirklich ein guter Korsettbauer sein. Sieht direkt in der Schweiz nicht so gut aus.

Gruß
Klaus
Andreas Michel
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Ok erstmal danke für deine kompetente Antwort Klaus :)

Anhand von dem, was du geeschrieben hast wird mir immer mehr klar, dass meine Doktoren nicht gerade eine hohe Kompetenz aufweisen :D Das fängt schon beim unvollständigen Röntgen an^^

Ich habe jetzt mal ein Mail an diesen Doktor in Zürich geschrieben.

Scheint kompetent auszusehen :D

Hmm könnteste ein paar Korsettbauer empfehlen?

Vielen Dank

Andy
kyphoboy
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Andreas,

da Klaus ja schon das meiste geschrieben hat was ich auch schreiben wollte, nur ein paar Ergänzungen von mir.

Seit Juni gehe ich jetz ins Fitness wo ich gezielt(Mit Betreuung) Rumpfkräftigung mache. Ohne Schwere Gewichte versteht sich. Schwimmen ebenfalls.

Was für eine Betreuung ist das? Fitnesstrainer? Alles unterhalb eines Physiotherapeuten sehe ich nicht als kompetente Betreuung an bei Fehlstellungen/haltungen, welche bei dir ja höchstwahrscheinlich vorliegen, wenn auch die Situation in der BWS noch nicht geklärt ist.
Überhaupt macht es jetzt keinen Sinn Krafttraining zu betreiben. Ohne kompetente Diagnose wird dir das mehr Schaden als nützen.

Auch wenn du keine schwere Gewichte nimmst, heißt das nicht dass es nicht schädlich ist. Im Gegenteil, bei manchen Übungen sind leichte Gewichte sogar kontraproduktiv.

Lass dir von deinem Trainer nichts gegenteiliges erzählen. Krafttraining kann eine sehr gute Therapie sein, jedoch müssen dafür deine gesamten Fehlstellungen/haltungen bekannt sein und dann kann eine Abwägung erfolgen.
Hmm könnteste ein paar Korsettbauer empfehlen?
Ein Korsett ist kein Zuckerschlecken und vor allem keine Garantie dass sich deine Situation verbessert.
Ein Korsett muss immer Teil einer Therapie sein, aber nur die Behandlung mit Korsett als einziger Bestandteil reicht nicht aus.
Ebenso wichtig ist die gezielte Kräftigung bzw. Dehnung der Muskeln.

Grüße
kyphoboy
Meine Geschichte: viewtopic.php?f=18&t=28644
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Andreas Michel
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Hy, also meine Physio weis welche übungen ich mit dem Fitnesstrainer mache. ich habe der Fitnesstrainerin ein blatt mit den Physio übungen gegeben, und auch generell die physio mit dem fitnesstrainer kommunizieren lassen. Durch das fitnesstraining komme ich mit den fingern wieder auf den boden und kann wieder "einigermassen" schmerzfrei im schneidersitz sitzen(war vorher nicht mehr möglich). Daher gehe ich davon aus, das der Trainingsplan etwas bewirkt.

Wegen der Korsettgeschichte:

Natürlich ist mir klar, was es bedeuten würde alle tage ein korsett zu tragen sowie regelmässige theraphie über mich ergehen zu lassen.

Aber besser den Korsettversuch wagen, als in 20 Jahren zu bereuen es nicht gemacht zu haben.

Das Problem ist, dass ich von der Korsettgeschichte erst hier erfahren habe.

Hoffe jetzt mal, das der Arzt in Zürich der Sache gewachsen ist. Sonst werde ich zu Dr. Hofmann gehen.

Oder was denkt Ihr zu dem ganzen? soll ich mit dem Training usw aufhören, bis ich eine Kompetente Diagnose bekommen habe?

Vielen dank für eure Hilfe :)
kyphoboy
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Andreas,
Hy, also meine Physio weis welche übungen ich mit dem Fitnesstrainer mache. ich habe der Fitnesstrainerin ein blatt mit den Physio übungen gegeben, und auch generell die physio mit dem fitnesstrainer kommunizieren lassen. Durch das fitnesstraining komme ich mit den fingern wieder auf den boden und kann wieder "einigermassen" schmerzfrei im schneidersitz sitzen(war vorher nicht mehr möglich). Daher gehe ich davon aus, das der Trainingsplan etwas bewirkt.
Hat deine Physio mal was von Hyperkyphose und/oder Hyperlordose oder Hohlkreuz/Rundrücken erwähnt oder Flachrücken? Weil auf irgendeinen Befund muss die Physiotherapie ja beruhen.

Also ich persönlich sehe die Schroth-Reha jetzt nicht als heiligen Gral und notwendig. Aber bei zum Beispiel einer Hyperkyphose ist es wichtig, dass du dich so korrigierst bei den Übungen, dass du so gerade wie möglich bist um deine Hyperkyphose nicht zu fixieren bzw. zu verstärken. Ich habe durchaus auch schon Physios ohne Schrothkenntnisse erlebt die einem gut zeigen können wie man sich gut korrigiert.
Und hier fehlt es ja anscheinend an der genauen Diagnose, so dass ich empfehlen würde dass Krafttraining ausszusetzen bis du genau weißt was bei dir vorliegt.

Ich denke du hast auch einige Dehnungsübungen gezeigt bekommen? Diese kannst du natürlich weitermachen, vorrausgesetzt du gehst damit nicht in eine Fehlhaltung. Problem hier wieder, wir wissen nicht welche Fehlhaltungen/Fehlstellungen du hast.

Wenn du sowieso über ein Korsett nachdenkst, dann mache am besten einen Termin bei Dr. Hoffmann aus.
Rahmouni baut sehr gute Korsetts, aber wie gesagt ist es keine Garantie dass es an deiner Situation etwas verändert.

Es gibt auch noch CCtec welche Korsette herstellen, aber da läuft die Korrektur über einne Korrektur des Beckens ab. Dabei wird ein punktueller Druck aussgeübt ( so wie ich es verstanden habe ) es ist eben dann eine ganz persönliche Sache ob dir Druck bei Rahmouni mittels Pelotten auf der Krümmung lieber ist oder bei CCtec ein gezielter, punktueller Druck aufs Becken.

Egal welches Korsett ( wenn überhaupt ), damit allein ist es sowieso nicht getan.

Grüße
kyphoboy
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Andreas Michel
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Hat deine Physio mal was von Hyperkyphose und/oder Hyperlordose oder Hohlkreuz/Rundrücken erwähnt oder Flachrücken? Weil auf irgendeinen Befund muss die Physiotherapie ja beruhen.
Meine Physio beruht auf einer streckhaltung (Flachrücken).

Sie sagt dass bei mir eine Dysbalance der Muskeln herrscht.

Dieses Mail hat sie mir mal geschrieben:

Du solltest dein Rücken viel Stabilitätstraining geben,Koordinationstraining.
w.b. mit Hantelstange uf unsicher Unterlage,mit M. Abdominus Transversus Aktivität.
M. E.T. macht eine Lordose,was bei deine starke Knick L5,S1 nicht oké ist.
M. Rectus Abdominus ist weniger wichtig als M.TRANSVERSUS ABDOMINUS.

Werde Morgen mal noch den Arztbericht posten wo alles drinsteht.

:juggle:
kyphoboy
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Andreas,
Meine Physio beruht auf einer streckhaltung (Flachrücken).
Ist der Befund auch radiologisch gesichert?
Dann bräuchtest du nämlich Übungen wo du bewusst in die Kyphose gehst, ums mal ganz pauschal zu sagen.

Vielleicht steht ja im Arztbrief etwas drin was uns noch schlauer macht.

Grüße
kyphoboy
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Andreas Michel
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

So habe den Arztbericht gefunden.


Diagnose: Fortgeschrittener Morbus Scheuermann mit:
- Deckplattenimpressionen an den Vorderkanten L1-5
- fortgeschrittener Diskopathie mit Höhenminderung
- konsekutiver Aufhebung der Lendenlordosierung

Zwischenanamnese:
Die MRI Untersuchung zeigte die bekannten Deckplattenveränderungen und Diskopathien, deutlich hervor kam aber das fortgeschrittene Stadium der Abnützung der Bandscheiben mit Dehydrierung. Die übrigen Strukturen der LWS sind im wesentlichen intakt und unauffällig.
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Klaus
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Klaus »

Hallo Andreas,

wie ich schon gesagt habe, es gibt leider nur die Röntgenaufnahme der LWS und dementsprechend kann man nur einschätzen, dass die natürliche LWS Lordose abgeschwächt ist, was auch Steilstellung genannt wird oder eben "- konsekutiver Aufhebung der Lendenlordosierung". Konsektiv wohl im Sinne von nachfolgend auf bestimmte Ereignisse. Und der Knick ist auch nicht normal.
Das alles bezieht sich nur auf die LWS. Alles andere ist leider unbekannt!!
Meine Physio beruht auf einer streckhaltung (Flachrücken).
Also ein Flachrücken ist die Abschwächung der natürlichen BWS-Kyphose, sozusagen eine Hypokyphose. Kann es sein, dass Du mit Streckhaltung den optischen Eindruck Deiner gesamten Wirbelsäule meinst? Ich war bislang davon ausgegangen, dass Du nur die LWS meinst.

Man kann natürlich spekulieren, dass eine Steilstellung der LWS vermutlich auch eine Steilstellung der BWS (Flachrücken) zur Folge haben kann, weil der Körper immer den Ausgleich versucht, ganz grob nach dem Motto, dass der Kopf im Lot mit dem Knie stehen möchte. Allerdings kann der Ausgleich hier in der BWS, aber auch erst in der HWS oder auch in beiden Bereichen stattfinden. Ohne Röntgenbilder unmöglich zu sagen.

Was ein Korsett angeht, kann ich mir im Augenblick nicht so richtig vorstellen, wie das bei einer ingesamten Streckhaltung funktionieren würde. Es muss ja genau das Gegenteil von dem machen, was es bei den meisten Hyperkyphose/Hyperlordose Patienten machen muss.
Man müsste also vor dem Besuch bei Dr. Klöckner auch wissen, ob er generell Erwachsenen Korsette unterstützt. Aber eigentlich gleichzeitig auch, ob ein Korsett in Deiner Situation wirklich effektiv sein kann.
Also würde ich vorschlagen, Deine Physio genau zu befragen. Auch wenn sie bezüglich Behandlung wahrscheinlich nicht kompetent ist, die grobe Situation der gesamten WS sollte sie schon sehen bzw. fühlen können.

Gruß
Klaus
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Danke für die Antwort :)

Ich werde meinem Hausarzt am Montag mal sagen, dass ich ein Röntgen von der gesamten Wirbelsäule brauche.

Werde mich dann wieder melden wenn es soweit ist =)

Übrigens ist es ein gutes Gefühl mal von Leidensgenossen ihre Meinung anzuhören.

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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Andreas,
Du solltest dein Rücken viel Stabilitätstraining geben,Koordinationstraining.
w.b. mit Hantelstange uf unsicher Unterlage,mit M. Abdominus Transversus Aktivität.
M. E.T. macht eine Lordose,was bei deine starke Knick L5,S1 nicht oké ist.
M. Rectus Abdominus ist weniger wichtig als M.TRANSVERSUS ABDOMINUS.
Will dich die Physio durch das Trainieren der Bauchmuskeln in die Kyphose bringen? Oder will sie damit die Postion deines Beckens verändern?
Trainiert ihr auch noch andere Muskeln?

Grüße
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Andreas Michel »

Hy kyphoboy, ich glaube sie hat mal was von becken kippen erwähnt. Heute war ich bei ihr weil ich meine gesammte LWS nicht mehr krümmen kann. Habe sie noch nach schroth theraphie gefragt. Da sagte sie sie hat davon gehört aber sie kanns nicht. Sie arbeitete aber 4 jahre in ener rückenklinik. Wie geht ihr mit diesen muskelblockaden um? Schmerzmittel, muskelentkrampfer?

Lg andy
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von Klaus »

Hallo Andreas,
Ich werde meinem Hausarzt am Montag mal sagen, dass ich ein Röntgen von der gesamten Wirbelsäule brauche.
Ja ok.
kyphoboy hat geschrieben:Will dich die Physio durch das Trainieren der Bauchmuskeln in die Kyphose bringen?
Wir spekulieren hier munter weiter. Andreas muss doch wenigstens mal sagen bzw. bestätigen können, ob er denn nun einen Flachrücken per Definition hat, der eindeutig eine Steilstellung der BWS bedeutet und mit der Steilstellung der LWS insgesamt optisch durch einen fast geraden Rücken auffällig sein muss. Ich hatte auch angeregt, die Physio konkret zu fragen. Freitag war er bei ihr, aber leider keine Antwort. Sie kann doch nicht ins Blaue behandeln wollen.

Neben vielen anderen falschen Bezeichnungen habe ich im Forum nämlich auch schon die Bezeichnung "Flachrücken" bei steilgestellter LWS gefunden. ;) Weil man immer nur Teilbereiche betrachtet !

Gruß
Klaus
kyphoboy
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Re: Schweiz - Morbus Scheuermann in der LWS

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Klaus,
Wir spekulieren hier munter weiter. Andreas muss doch wenigstens mal sagen bzw. bestätigen können, ob er denn nun einen Flachrücken per Definition hat, der eindeutig eine Steilstellung der BWS bedeutet und mit der Steilstellung der LWS insgesamt optisch durch einen fast geraden Rücken auffällig sein muss. Ich hatte auch angeregt, die Physio konkret zu fragen. Freitag war er bei ihr, aber leider keine Antwort. Sie kann doch nicht ins Blaue behandeln wollen.
Genau das denke ich mir auch. Eine Behandlung des gesamten Rückens nur auf Grundlage der LWS-Situation kann ganz böse enden.

Andreas,
wie sieht denn dein Rücken für dich aus, bzw. könntest du mal ein Bild von deinem seitlichen Körper machen, wenn du normal stehst?
Sie arbeitete aber 4 jahre in ener rückenklinik. Wie geht ihr mit diesen muskelblockaden um? Schmerzmittel, muskelentkrampfer?
Auch wenn sie 4 Jahre in einer solchen Einrichtung gearbeitet hat, bedeutet dass nicht zwangsläufig auch Kompetenz.
Ich persönliche habe keine Muskelblockaden und kann dir nur raten dir rasch einen Termin bei Dr. Hoffmann zu holen.

Genaue Diagnose = optimale Therapie = langfristig die Chance auf eine erhebliche Verbesserung der Beschwerden ;)


Grüße
kyphoboy
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