Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

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kyphoboy
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Hallo Klaus,
Also geht es Dir eigentlich eher um die Optimierung von Schroth bzw. des Gesamtkonzepts durch zusätzliche Dehnungsübungen. Das ist schon etwas anderes, als der grundsätzliche Zweifel bezüglich Schroth-Wirkung auf beide Baustellen. Der Zweifel ist sicherlich jetzt ausgeräumt. ;)
Ja das kann man so sagen ;). Ansätze sehe ich zwar in den Übungen in der Gruppenstunde aber das ist noch ausbaufähig.
Vorallem da die Hyperkyphosen ja in den Übungen nicht so eingeschränkt sind wie die Skoliosen.

Geführtes Krafttraining an Geräten und freien Gewichten fände ich persönlich klasse, aber ich denke das wird ein Wunschtraum bleiben. Auch wenn es sicherlich das reine Schrothen optimal ergänzen würde.

Grüße
kyphoboy
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Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Hallo kyphoboy,
Geführtes Krafttraining an Geräten und freien Gewichten fände ich persönlich klasse, aber ich denke das wird ein Wunschtraum bleiben
Führt jetzt möglicherweise zu einem anderen Thema, aber was meinst Du mit "geführt"?
Ein Schroth Therapeut als Trainer in einem Studio mit umfangreicher Ausstattung, der sich auch gut mit Hyperkyphose/Hyperlordose auskennt?
Und wo es einen extra Bereich gibt, wo Du mit freiem Oberkörper in der detaillierten Überprüfung durch den Trainer trainieren kannst?
Und das für 29,95 € pro Monat? :) Sicherlich ein Wunschtraum.

Oder meinst Du nur die Kombination aus an Geräten geführten Übungen und freiem Training?

Gruß
Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Habe jetzt an Krafttraining mit Schroththerapeut an Geräten und freien Gewichten in der Reha gedacht.

Du bezahlst 29,95€ für dein Studio? Ist wirklich preiswert.

Alternativ machen wir beide eine Ausbildung zum Physio, machen die Schrothweiterbildung und eröffnen dann ein Studio :D

Gruß
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

kyphoboy hat geschrieben:Du bezahlst 29,95€ für dein Studio? Ist wirklich preiswert.
Nach einer aktuellen Preiserhöhung in der 1-jährigen Verlängerung 349 € pro Jahr, 29,083 € /Monat incl. Sauna. ;)
Alternativ machen wir beide eine Ausbildung zum Physio, machen die Schrothweiterbildung und eröffnen dann ein Studio :D
Das wäre sicherlich im Detail eine Marktlücke, wenn es denn ein Fitness Studio werden soll und nicht eine KG Praxis mit kleinem Gerätepark. Viel Erfolg schon mal jetzt.

Gruß
Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von slowengel »

Hallo ihr beiden,

sehr interessante Diskussion die ihr beiden da noch geführt habt ;) .
Zitat:
Dieses von slowengel eröffnete Thema ist neu im Forum! Jedenfalls kann ich mich nicht erinnern, dass jemand seit ca. 2005 von einem solchen gezielten Teil-Versagen der Schroth Therapie bei Hyperkyphose/Hyperlordose berichtet hat. Insbesondere bei gleichzeitigen Tragen eines Korsetts von einem wirklich kompetenten Korsettbauer.


So wie ich das herausgelesen habe, geht das Korsett bei Slowengel nur die Hyperkyphose an. War bei mir genauso und erst mit diagnostizierter Hyperlordose wurde dies auch beim Korsett berücksichtigt.
Naja Klaus, eigentlich war meine Ursprungsfrage ja ob durch ein Aufrichten der Hyperkyphose ein Hohlkreuz entstehen kann, das mit der augenscheinlich nicht optimalen Herangehensweise von Schroth hat sich ja eher in der Diskussion entwickelt ;)
Also mein jetziges Korsett ist nicht für eine Korrektur einer Hyperlordose ausgelegt.

Grüße
Dennis
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Hallo Dennis,
Naja Klaus, eigentlich war meine Ursprungsfrage ja ob durch ein Aufrichten der Hyperkyphose ein Hohlkreuz entstehen kann, das mit der augenscheinlich nicht optimalen Herangehensweise von Schroth hat sich ja eher in der Diskussion entwickelt
Aber Deine Ursprungsfrage ist konkret:
wie ihr ja oben schon lesen könnt frage ich mich, ob durch das Aufrichten einer Hyperkyphose ein Hohlkreuz entstehen kann.
Seitdem ich in Sobernheim war mache ich ein Mix aus Schroth und Krafttraining.
Insofern spielt es bei Dir schon eine Rolle, was beim Aufrichten der Hyperkyphose durch das Korsett und durch den "Mix" insgesamt konkret wirkt!

Wenn man diesen "Mix" mal ausser Betracht lässt, wurde dies ja schon mal gesagt:
Klaus hat geschrieben:
slowengel hat geschrieben:Ich kann mir das so erklären, dass durch die Reha die Hyperkyphose eine deutliche Aufrichtung erfahren hat und diese eben Einfluss auf die Lordose hat.....
Also eine BWS Hyperkyphose bei natürlicher LWS Lordose muss in der HWS Auswirkungen haben, wenn man insgesamt im Lot steht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass hierbei eine Korrektur die LWS Lordose verstärkt wird, eher wird es eine vermutliche HWS Steilstellung positiv beeinflussen.
Einen Einfluss bei einer Aufrichtung der Hyperkyphose gibt es mit Sicherheit. Meine Feststellung, dass ich mir den Einfluss auf die LWS nicht vorstellen kann, muss ich wohl zurücknehmen, weil es angesichts sehr unterschiedlicher Situationen (incl. Lot-Frage) theoretisch denkbar ist. Es hat hier auch schon Diskussionen darüber gegegen, wie unterschiedlich gut sich eine Korrektur eines bestimmten Bereiches in welche Richtung der Wirbelsäule entwickeln könnte. Hier also Korrektur nach oben in der HWS oder nach unten in der LWS (als falsche Überkorrektur) oder auch beides. Es gibt ja auch noch die Diskussion, wie gut sich die Korrektur einer Kieferfehlstellung über HWS nach unten auswirken könnte.

Insofern könnte es natürlich in der Praxis Schwierigkeiten geben, wenn man mit dem bei der REHA aufgestellten Schroth Schema konsequent weitermacht und die Bemerkung bezüglich "Neigung ins Hohlkreuz zu gehen" nicht versucht, einzubauen. Ich bin nicht in der Situation, aber mein Übungsheft aus Bad Salzungen bietet eigentlich die Details für verschiedene Situationen. Und es kann gut sein, dass man während der REHA die Veränderung einfach noch nicht gesehen hat. Dazu kommt jetzt Dein "MIX" , dessen konkrete Wirkung online schwer einzuschätzen ist.
Also mein jetziges Korsett ist nicht für eine Korrektur einer Hyperlordose ausgelegt.
Deshalb ist auch so wichtig, die aktuelle Röntgenbild-Situation zu kennen, damit das Korsett evtl. umgestaltet wird. Da würde ich auch mal genau gucken, ob es Veränderungen in der HWS gibt und wie es denn mit dem Lot ist, vorher und hinterher.

Gruß
Klaus

Ups, mein 10.000. Beitrag. ;D
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Das wäre sicherlich im Detail eine Marktlücke, wenn es denn ein Fitness Studio werden soll und nicht eine KG Praxis mit kleinem Gerätepark. Viel Erfolg schon mal jetzt.
Das war nur ein Späßchen :D. Wäre zwar interessant, aber da sich ja jeder Fitnesstrainer nennen darf nicht so meins, als Hobby und nebenbei ja, aber nicht hauptberuflich.
Einen Einfluss bei einer Aufrichtung der Hyperkyphose gibt es mit Sicherheit. Meine Feststellung, dass ich mir den Einfluss auf die LWS nicht vorstellen kann, muss ich wohl zurücknehmen, weil es angesichts sehr unterschiedlicher Situationen (incl. Lot-Frage) theoretisch denkbar ist. Es hat hier auch schon Diskussionen darüber gegegen, wie unterschiedlich gut sich eine Korrektur eines bestimmten Bereiches in welche Richtung der Wirbelsäule entwickeln könnte. Hier also Korrektur nach oben in der HWS oder nach unten in der LWS (als falsche Überkorrektur) oder auch beides. Es gibt ja auch noch die Diskussion, wie gut sich die Korrektur einer Kieferfehlstellung über HWS nach unten auswirken könnte.

Insofern könnte es natürlich in der Praxis Schwierigkeiten geben, wenn man mit dem bei der REHA aufgestellten Schroth Schema konsequent weitermacht und die Bemerkung bezüglich "Neigung ins Hohlkreuz zu gehen" nicht versucht, einzubauen. Ich bin nicht in der Situation, aber mein Übungsheft aus Bad Salzungen bietet eigentlich die Details für verschiedene Situationen. Und es kann gut sein, dass man während der REHA die Veränderung einfach noch nicht gesehen hat. Dazu kommt jetzt Dein "MIX" , dessen konkrete Wirkung online schwer einzuschätzen ist.
Da fällt mir immer das Bild ein, das HWS, BWS und LWS wie Zahnräder ineinander greifen und alles miteinander zusammenhängt.
Ohne jetzt Dennis Training zu kennen, könnte ich mir gut vorstellen dass der Fokus zu sehr auf Rücken/Nacken lag und der Bauch vernachlässigt wurde im Vergleich zum Nacken/Rücken.

Also in meinem Übungsheften aus Sobernheim stehen nur die Übungen mit einem einzigen Bild, Beckenkorrekturen, was zu einem ergonomischen Arbeitsplatz und halt die Skizze mit den Unterlagerungen etc..
Details sucht man da vergeblich. Ist das Heft aus Salzungen denn so unterschiedlich ( besser ) aufgebaut?
Deshalb ist auch so wichtig, die aktuelle Röntgenbild-Situation zu kennen, damit das Korsett evtl. umgestaltet wird. Da würde ich auch mal genau gucken, ob es Veränderungen in der HWS gibt und wie es denn mit dem Lot ist, vorher und hinterher.
Das Röntgenbild bekommt er ja bald, aber wenn wird es ein neues Korsett, da bin ich mir ziemlich sicher.
Ups, mein 10.000. Beitrag. ;D
Glückwunsch :D

Grüße
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Hallo kyphoboy,
Ohne jetzt Dennis Training zu kennen, könnte ich mir gut vorstellen dass der Fokus zu sehr auf Rücken/Nacken lag und der Bauch vernachlässigt wurde im Vergleich zum Nacken/Rücken.
Dennis Training ist ja ein MIX. Was Schroth dabei angeht, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Nacken direkt trainiert wird. Da habe ich eher den Eindruck, dass entsprechende Übungen selten sind. Mir ist hier im Forum jedenfalls aufgefallen, dass man bisher kaum von solchen gezielten Übungen gesprochen hat. Meine Vermutung ist, dass man die schon angesprochenen Korrekturrichtung von unten nach oben bevorzugt. Also die Korrektur in der BWS bzw. BWS und LWS mit sozusagen "automatischer" Korrektur der HWS. ;)

Beim Fitness-/Kraft-Training an Geräten wüsste ich nicht, wie der Fokus ohne Wissen über die HWS Situation auf den Nacken gelegt werden könnte. Ich habe ja erst nach meiner REHA bemerkt, dass ich eine Steilstellung der HWS habe und habe erst dann versucht, durch eine Nackenübung beim Fitness Training mit relativ geringem Gewicht gezielt in eine Lordose zu gehen. Also auch das Dir bekannte gezielte längere Verweilen in der Korrekturposition während der Gesamtbewegung. Empfinde ich insgesamt nicht besonders effektiv.
Ich habe zu der Zeit gleichzeitig hier im Forum bemerkt, dass viele die Situation ihrer HWS auch nicht kannten oder nicht gezielt hingeguckt hatten.
Also in meinem Übungsheften aus Sobernheim stehen nur die Übungen mit einem einzigen Bild, Beckenkorrekturen, was zu einem ergonomischen Arbeitsplatz und halt die Skizze mit den Unterlagerungen etc..
Details sucht man da vergeblich. Ist das Heft aus Salzungen denn so unterschiedlich ( besser ) aufgebaut?
Also vielleicht sehe ich da einige Übungen in Rückenlage zu sehr im Fokus, aber bei der schon besprochenen Übung
Hocker über dem Kopf
viewtopic.php?p=1072019#p1072019
stehen Details
in der Übungsauführung: Bei Flachrücken Kopf leicht abheben, bei Rundrücken Kopf in den Boden spannen (ist ein indirektes Nackentraining)
unter Beachte: Stellung der Lendenwirbelsäule kontrollieren, bei starkem Hohlkreuz die Fersen in den Boden spannen

Übung Kopf-Spann-Beuge (Rückenlage) steht z. Bsp. unter Beachte : LWS in Nullstellung halten
Übung Schultergegenzug in Rückenlage zwischen bei Stäben mit Gurt z. Bsp. unter Beachte: LWS Stellung ständig kontrollieren und hier sogar unter Ausgangsstellung: 2 Gurte an der Seite bei LWS Kyphose, was meiner Situation nahe kommt.

Gruß
Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Dennis Training ist ja ein MIX. Was Schroth dabei angeht, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Nacken direkt trainiert wird. Da habe ich eher den Eindruck, dass entsprechende Übungen selten sind. Mir ist hier im Forum jedenfalls aufgefallen, dass man bisher kaum von solchen gezielten Übungen gesprochen hat. Meine Vermutung ist, dass man die schon angesprochenen Korrekturrichtung von unten nach oben bevorzugt. Also die Korrektur in der BWS bzw. BWS und LWS mit sozusagen "automatischer" Korrektur der HWS. ;)

Beim Fitness-/Kraft-Training an Geräten wüsste ich nicht, wie der Fokus ohne Wissen über die HWS Situation auf den Nacken gelegt werden könnte. Ich habe ja erst nach meiner REHA bemerkt, dass ich eine Steilstellung der HWS habe und habe erst dann versucht, durch eine Nackenübung beim Fitness Training mit relativ geringem Gewicht gezielt in eine Lordose zu gehen. Also auch das Dir bekannte gezielte längere Verweilen in der Korrekturposition während der Gesamtbewegung. Empfinde ich insgesamt nicht besonders effektiv.
Ich habe zu der Zeit gleichzeitig hier im Forum bemerkt, dass viele die Situation ihrer HWS auch nicht kannten oder nicht gezielt hingeguckt hatten.
Nunja, die Schrothübung Schulterzug zielt meiner Meinung nach schon auf den Nacken, also auf den Trapezius und trainiert diesen.

Aber es ging mir nur um eine allgemeine Feststellung ohne jetzt auf die HWS Problematik einzugehen.
Da können wir gerne gezielt drüber sprechen wenn Dennis seinen Kontrolltermin hatte und uns das Ergebnis zukommen lässt.

Genauso wie es unklug und schädlich ist nur die Vorderseite zu trainieren ist es auch nicht sinnvoll sich nur auf die Rückseite zu konzentrieren.

Zum Beispiel der untere Rücken. Dieser ist bei einer Hyperlordose verkürzt, Krafttraining ist also kontraproduktiv, deswegen würden mich die Übungen interessieren die Dennis im Fitnesstudio absolviert.

Den Nacken trainiert man ja bei vielen Übungen mit bzw. er ist an vielen Übungen beteiligt. Interessant wäre auch in diesem Zusammenhang ob Übungen gemacht werden die auch die tiefen Rückenmuskeln anspricht.

Das ist ein Problem was ich immer sehe, dass bei schlechten Trainingsplänen bzw. durch inkompetente Trainer lediglich die oberflächlichen Muskeln trainiert werden.

Magst du mir verraten welche Übung du für den Nacken gemacht hast Klaus?

Gruß
kyphoboy
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hi,
soweit ich es erfassen kann, geht es bei Schroth nicht um Muskelaufbau sondern um Koordination. Es geht nicht um Kraft sondern um den gezielten und dosierten Einsatz der Muskeln und Muskelanteile, die die Fehlstellung korrigieren. Es werden keine einzelnen Muskeln trainiert sondern Muskelketten, eigentlich wird sehr differenziert "Bewegung" trainiert, insofern gilt das Training auch den Gelenken und dem die Gelenke umgenden Gewebe. Schroth ist einem Training im Studio nicht zu vergleichen, denn es verfolgt andere Ziele mit anderen Methoden.

Um wirklich beurteilen zu können, wodurch die Lordose entstanden ist, müsste ich dich sehen, denn es gibt so viele Faktoren, die dazu beitragen, dass sich Ausweichmechanismen bilden, es kann die hüftgelenkseumgebende Muskulatur sein, die verkürzt oder schwach ist, es können schwache Bauchmuskeln sein, verkürzte Rückenmuskeln in allen oder einzelnen Schichten, es können Faktoren sein, die man erst erkennt, wenn man den Menschen und sein Bewegungsverhalten sieht.

Dass bei einer Hyperkyphose die Schrothübungen hauptsächlich in der (vom Bauchnabel ab gesehen) kopfwärts gelegenen Region beübt wird, und fußwärts vielleicht noch Beinmuskulatur beübt und die beckenaufrichtende Buskulatur eventuell zu kurz kommt ist allerdings eine richtige Beobachtung. In meinem nächsten Refresher werde ich das sicher einmal ansprechen und kucken, was kommt :D

LG
Karin
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

kyphoboy hat geschrieben:Aber es ging mir nur um eine allgemeine Feststellung ohne jetzt auf die HWS Problematik einzugehen....Den Nacken trainiert man ja bei vielen Übungen mit bzw. er ist an vielen Übungen beteiligt.
Ich wollte aber auch darauf aufmerksam machen, dass man dabei die Situation der HWS schon kennen sollte.
Magst du mir verraten welche Übung du für den Nacken gemacht hast Klaus?
Ein Gerät, bei dem ich im Sitzen (Rücken angelehnt), den Nacken gegen einen Widerstand nach hinten (bzw. vorn) bewege.

Gruß
Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Hallo Karin,
Dass bei einer Hyperkyphose die Schrothübungen hauptsächlich in der (vom Bauchnabel ab gesehen) kopfwärts gelegenen Region beübt wird, und fußwärts vielleicht noch Beinmuskulatur beübt und die beckenaufrichtende Buskulatur eventuell zu kurz kommt ist allerdings eine richtige Beobachtung. In meinem nächsten Refresher werde ich das sicher einmal ansprechen und kucken, was kommt :D
Das würde mich auch mal interessieren, zumal ja die richtige aktive Beckenkorrektur bei den Übungen schon die Hauptrolle spielen sollte. Bei den angesprochenen Übungen geht es ja um Begriffe wie "LWS Stellung ständig kontrollieren". Da muss auch die Muskulatur unterhalb des Bauchnabels mitwirken oder nicht?
soweit ich es erfassen kann, geht es bei Schroth nicht um Muskelaufbau sondern um Koordination. Es geht nicht um Kraft sondern um den gezielten und dosierten Einsatz der Muskeln und Muskelanteile, die die Fehlstellung korrigieren. Es werden keine einzelnen Muskeln trainiert sondern Muskelketten,....
Aber es geht hier neben den überbeanspruchten Muskeln (-Ketten) auch um die ungenügend oder nicht angesprochen Muskeln, denen fehlt die Kraft, wenn die Gesamt-Koordination geändert wird.

Gruß
Klaus
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Alex_activitas »

Klaus hat geschrieben:Aber es geht hier neben den überbeanspruchten Muskeln (-Ketten) auch um die ungenügend oder nicht angesprochen Muskeln, denen fehlt die Kraft, wenn die Gesamt-Koordination geändert wird.
Wenn Du in Muskelketten trainierst hat das den großen Vorteil, dass Du gerade die schwächeren Muskeln am meisten trainierst. Dies liegt daran, dass in Funktionsketten und dadurch an der Koordination gearbeitet wird.
Ein "isoliertes" Auftrainieren der schwachen Muskulatur macht wenig Sinn bzw. verlängert die Dauer bis zum Therapieerfolg, da der Körper die neu gewonnene "Kraft" der Muskeln erst wieder in Muskelketten und Funktionsketten einbauen muss. Welches dann separat trainiert werden muss. Also warum nicht gleich in der Koordination arbeiten?

Darin liegt der große Vorteil von koordinativem Training und Training von Muskel- bzw. Funktionsketten.
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Ich wollte aber auch darauf aufmerksam machen, dass man dabei die Situation der HWS schon kennen sollte.
Ja kennen schon, aber willst du jetzt immer auch die HWS mitkorrigieren? Da ist der Ansatz einer positiven Wirkung auf die HWS durch positive Beeinflussung der BWS und LWS für mich persönlich sinnvoller.
Ich wüsste auch ehrlich gesagt nicht wie ich meine HWS korrigieren sollte, praktisch ist für mich die HWS bei den Übungen nicht relevant, insofern dass ich da nicht irgendwie den Kopf verbiege.
Ein Gerät, bei dem ich im Sitzen (Rücken angelehnt), den Nacken gegen einen Widerstand nach hinten (bzw. vorn) bewege.
Also bei solchen Geräten bin ich immer vorsichtig. Finde Übungen die nur auf die HWS abzielen ( tut es für mich aus dem was ich herauslese ) kritisch. Ich finde das ist ein Bereich wo man nicht unbedingt groß mit Gewichten hantieren sollte.
Hi,
soweit ich es erfassen kann, geht es bei Schroth nicht um Muskelaufbau sondern um Koordination. Es geht nicht um Kraft sondern um den gezielten und dosierten Einsatz der Muskeln und Muskelanteile, die die Fehlstellung korrigieren. Es werden keine einzelnen Muskeln trainiert sondern Muskelketten, eigentlich wird sehr differenziert "Bewegung" trainiert, insofern gilt das Training auch den Gelenken und dem die Gelenke umgenden Gewebe. Schroth ist einem Training im Studio nicht zu vergleichen, denn es verfolgt andere Ziele mit anderen Methoden.
Schön wäre es wenn man nur durch Schroth toll definierte Muskeln bekommen würde :D . Mal Spaß beiseite, das durch Schroth nicht die Muskeln wie im Fitnesstudio aufgebaut werden ist ja klar, aber ich denke dass sich die Muskulatur in geringem Maße auch bei Schroth aufbaút.
Um wirklich beurteilen zu können, wodurch die Lordose entstanden ist, müsste ich dich sehen, denn es gibt so viele Faktoren, die dazu beitragen, dass sich Ausweichmechanismen bilden, es kann die hüftgelenkseumgebende Muskulatur sein, die verkürzt oder schwach ist, es können schwache Bauchmuskeln sein, verkürzte Rückenmuskeln in allen oder einzelnen Schichten, es können Faktoren sein, die man erst erkennt, wenn man den Menschen und sein Bewegungsverhalten sieht.

Dass bei einer Hyperkyphose die Schrothübungen hauptsächlich in der (vom Bauchnabel ab gesehen) kopfwärts gelegenen Region beübt wird, und fußwärts vielleicht noch Beinmuskulatur beübt und die beckenaufrichtende Buskulatur eventuell zu kurz kommt ist allerdings eine richtige Beobachtung. In meinem nächsten Refresher werde ich das sicher einmal ansprechen und kucken, was kommt :D
Dann müsste in Sobernheim ja jeder Patient mit Hyperlordose bzw. Ansätzen einer Hyperlordose ja individuell untersucht werden und dann ein auf ihn abgestimmtes Übungsprogramm bekommen. Das wird ja nicht so gehandhabt und die Übungen in den Gruppenstunden zielen dann ja nur auf allgemeine, aber nicht spezielle Kräftigung ab. Die Übungen wie Seitarmstütz, Käfer etc. sind ja völlig unspezifisch und berücksichtigen eben nicht die individuelle Situation.

Ich denke dann kann man hier durchaus ein Versagen der Schrottherapie sehen.

Dazu passt ja auch :
Dass bei einer Hyperkyphose die Schrothübungen hauptsächlich in der (vom Bauchnabel ab gesehen) kopfwärts gelegenen Region beübt wird, und fußwärts vielleicht noch Beinmuskulatur beübt und die beckenaufrichtende Buskulatur eventuell zu kurz kommt ist allerdings eine richtige Beobachtung. In meinem nächsten Refresher werde ich das sicher einmal ansprechen und kucken, was kommt :D
Wenn Du in Muskelketten trainierst hat das den großen Vorteil, dass Du gerade die schwächeren Muskeln am meisten trainierst. Dies liegt daran, dass in Funktionsketten und dadurch an der Koordination gearbeitet wird.
Ein "isoliertes" Auftrainieren der schwachen Muskulatur macht wenig Sinn bzw. verlängert die Dauer bis zum Therapieerfolg, da der Körper die neu gewonnene "Kraft" der Muskeln erst wieder in Muskelketten und Funktionsketten einbauen muss. Welches dann separat trainiert werden muss. Also warum nicht gleich in der Koordination arbeiten?

Darin liegt der große Vorteil von koordinativem Training und Training von Muskel- bzw. Funktionsketten.
Würdest du dann generell zum Beispiel Training mit freien Gewichten dem geführten Gerätetraining vorziehen?


Grüße
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Alex_activitas »

kyphoboy hat geschrieben:Würdest du dann generell zum Beispiel Training mit freien Gewichten dem geführten Gerätetraining vorziehen?
Auf jeden Fall!
Das erfordert natürlich eine gute Kontrolle der Übungsdurchführung uns ist für Anfänger nur bedingt geeignet. Aber wenn man langfristige und anhaltende Erfolge haben will, trainiert man mit freien Gewichten oder Seilzügen.

Gruß,
Alex
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von kyphoboy »

Auf jeden Fall!
Das erfordert natürlich eine gute Kontrolle der Übungsdurchführung uns ist für Anfänger nur bedingt geeignet. Aber wenn man langfristige und anhaltende Erfolge haben will, trainiert man mit freien Gewichten oder Seilzügen.
Ganz meine Meinung ;) .

Man hat ja auch noch die Schrägbank als Hilfsmittel.

Wobei ich von Übungen wie Kniebeugen und Kreuzheben eher abraten würde. Komplex in der Ausführung, ist schwer die Korrekturen zu Halten und gibt bessere Alternativen.

Gruß
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Alex_activitas »

kyphoboy hat geschrieben:Wobei ich von Übungen wie Kniebeugen und Kreuzheben eher abraten würde. Komplex in der Ausführung, ist schwer die Korrekturen zu Halten und gibt bessere Alternativen.
Bezogen auf Skoliose- bzw. (Hyper-)Kyphose-Patienten oder allgemein?
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Alex hat geschrieben:Wenn Du in Muskelketten trainierst hat das den großen Vorteil, dass Du gerade die schwächeren Muskeln am meisten trainierst.
Und die schwächeren Muskeln werden dabei nicht aufgebaut? Es geht ja hier um den Begriff Muskelaufbau, der von Dir und von Karin überhaupt nicht gesehen wird, jedenfalls sieht das für mich so aus.

Gruß
Klaus
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Alex_activitas
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Alex_activitas »

Klaus hat geschrieben:
Alex hat geschrieben:Wenn Du in Muskelketten trainierst hat das den großen Vorteil, dass Du gerade die schwächeren Muskeln am meisten trainierst.
Und die schwächeren Muskeln werden dabei nicht aufgebaut? Es geht ja hier um den Begriff Muskelaufbau, der von Dir und von Karin überhaupt nicht gesehen wird, jedenfalls sieht das für mich so aus.
Dann lies doch bitte nochmal den oben von Dir zitierten Text. Da steht dass Du gerade die schwächeren Muskeln am meisten trainierst.. Trainieren bedeutet, dass die Muskulatur auch aufgebaut wird.

Dies geschieht im funktionellen System effektiver als bei isoliertem Krafttraining.

Gruß,
Alex
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Re: Hohlkreuz durch Aufrichten der Kyphose ?

Beitrag von Klaus »

Hallo kyphoboy,
Ja kennen schon, aber willst du jetzt immer auch die HWS mitkorrigieren?
Es ist hier die Rede von Nackentraining gewesen, da spielt die Stellung der HWS schon eine Rolle. Auch bei Geräte-Übungen im Fitness Studio (wenn ich jetzt überhaupt noch davon sprechen darf :) ) sehe ich immer wieder unmögliche Kopfstellungen, die sich durch falsche Abläufe ergeben. Meistens zu hohe Gewichte und zu schnell. Es sollte dann wenigstens der Kopf "gerade" gehalten werden. Bei meiner Steilstellung tendiere ich bei Übungen eher zum "Kopf leicht in den Nacken".
Also bei solchen Geräten bin ich immer vorsichtig. Finde Übungen die nur auf die HWS abzielen ( tut es für mich aus dem was ich herauslese ) kritisch. Ich finde das ist ein Bereich wo man nicht unbedingt groß mit Gewichten hantieren sollte.
Mache ich ja auch nur mit geringem Gewicht. Ganz abgesehen davon, dass diese Übung auch Auswirkung auf den oberen Rücken hat.
Dann müsste in Sobernheim ja jeder Patient mit Hyperlordose bzw. Ansätzen einer Hyperlordose ja individuell untersucht werden und dann ein auf ihn abgestimmtes Übungsprogramm bekommen. Das wird ja nicht so gehandhabt und die Übungen in den Gruppenstunden zielen dann ja nur auf allgemeine, aber nicht spezielle Kräftigung ab....Ich denke dann kann man hier durchaus ein Versagen der Schrottherapie sehen.
Ich bezweifle ja, dass die Schroth Übungen "ab Bauchnabel abwärts" nicht mehr greifen.
Wenn eine Hyperlordose vorhanden ist, wird das in der Regel auch berücksichtigt. Der Therapeut muss das natürlich auch in den Übungen kontrollieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es natürlich Aufwand bedeutet, in Rückenlage immer wieder durch den Therapeuten zu erspüren, ob wirklich ein Hohlkreuz dabei abgesenkt wird. Das wird nur anfangs gemacht und dann muss der Patient das selbst tun.
Wenn nur die Neigung zu einem Hohlkreuz besteht, ist der Patient noch mehr gefordert, selbst Abhilfe zu schaffen und zumindest in Rückenlage besonders auf die LWS zu achten. Siehe auch die Beachte Hinweise im Übungsheft Bad Salzungen.
Alex hat geschrieben:
kyphoboy hat geschrieben:Würdest du dann generell zum Beispiel Training mit freien Gewichten dem geführten Gerätetraining vorziehen?
Auf jeden Fall!
Das erfordert natürlich eine gute Kontrolle der Übungsdurchführung und ist für Anfänger nur bedingt geeignet. Aber wenn man langfristige und anhaltende Erfolge haben will, trainiert man mit freien Gewichten oder Seilzügen.
kyphoboy, das geht so ein bischen in die Richtung mit dem idealen Studio, was Du ja in Deinen Träumen verwirklichen möchtest :)

Langfristige und anhaltende Erfolge bei Fehlstellungen sind nicht nur von optimalen Behandlungsverfahren abhängig, sondern natürlich auch von der langfristigen Motivation dazu. Schroth zuhause ist in dieser Hinsicht für mich langfristig keine Option. Deswegen bin ich in einem Fitness Studio vor Ort, was auch langfristig bezahlbar ist und auch weiteres zu bieten hat. Fahrrad-Training, Sauna und soziales Umfeld spielen da schon eine gewichtige Rolle für die Motivation. Ein "ideales" Studio gibt es hier nicht.
Insofern ist das Fitness Studio für Anfänger eine Sache, mit möglichst wenig Fehlermöglichkeiten nach dem Schroth Körpergefühl, insbesondere bei symmetrischen Fehlstellungen zu trainieren. Und das sind nach meiner Einschätzung zunächst mal die meisten User, die ich auch damit anspreche.

Alex und ich sind zu diesem Thema ja bislang in häufiger Diskussion gewesen ;). Natürlich ist das freie Training den Alltagsbewegungen besser angepasst, aber
1. man braucht eine spezielle, individuell verschieden lange persönliche Anleitung und Begleitung
2. eine langfristig bezahlbare Einrichtung, in der das möglich ist und wo man sich auch dauernd wohlfühlt (das ideale Studio)
Möglicherweise bin ich durch meine fast 30 jährige Studio-Zeit zu sehr auf diese Form geprägt, aber ich hätte einfach keine Lust, auf diese Form umzustellen. Im übrigen wäre ich manchmal froh, wenn ich bei meinen Übungen tatsächlich nur einen Muskel in einer Kette ansprechen würde. :)

Insofern finde ich die Diskussion darüber auch immer als eine Diskussion über Theorie und Praxis im Sinne von machbar.

Gruß
Klaus
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