Hallo kyphoboy,
Ja kennen schon, aber willst du jetzt immer auch die HWS mitkorrigieren?
Es ist hier die Rede von Nackentraining gewesen, da spielt die Stellung der HWS schon eine Rolle. Auch bei Geräte-Übungen im Fitness Studio (wenn ich jetzt überhaupt noch davon sprechen darf

) sehe ich immer wieder unmögliche Kopfstellungen, die sich durch falsche Abläufe ergeben. Meistens zu hohe Gewichte und zu schnell. Es sollte dann wenigstens der Kopf "gerade" gehalten werden. Bei meiner Steilstellung tendiere ich bei Übungen eher zum "Kopf leicht in den Nacken".
Also bei solchen Geräten bin ich immer vorsichtig. Finde Übungen die nur auf die HWS abzielen ( tut es für mich aus dem was ich herauslese ) kritisch. Ich finde das ist ein Bereich wo man nicht unbedingt groß mit Gewichten hantieren sollte.
Mache ich ja auch nur mit geringem Gewicht. Ganz abgesehen davon, dass diese Übung auch Auswirkung auf den oberen Rücken hat.
Dann müsste in Sobernheim ja jeder Patient mit Hyperlordose bzw. Ansätzen einer Hyperlordose ja individuell untersucht werden und dann ein auf ihn abgestimmtes Übungsprogramm bekommen. Das wird ja nicht so gehandhabt und die Übungen in den Gruppenstunden zielen dann ja nur auf allgemeine, aber nicht spezielle Kräftigung ab....Ich denke dann kann man hier durchaus ein Versagen der Schrottherapie sehen.
Ich bezweifle ja, dass die Schroth Übungen "ab Bauchnabel abwärts" nicht mehr greifen.
Wenn eine Hyperlordose vorhanden ist, wird das in der Regel auch berücksichtigt. Der Therapeut muss das natürlich auch in den Übungen kontrollieren. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es natürlich Aufwand bedeutet, in Rückenlage immer wieder durch den Therapeuten zu erspüren, ob wirklich ein Hohlkreuz dabei abgesenkt wird. Das wird nur anfangs gemacht und dann muss der Patient das selbst tun.
Wenn nur die Neigung zu einem Hohlkreuz besteht, ist der Patient noch mehr gefordert, selbst Abhilfe zu schaffen und zumindest in Rückenlage besonders auf die LWS zu achten. Siehe auch die Beachte Hinweise im Übungsheft Bad Salzungen.
Alex hat geschrieben:kyphoboy hat geschrieben:Würdest du dann generell zum Beispiel Training mit freien Gewichten dem geführten Gerätetraining vorziehen?
Auf jeden Fall!
Das erfordert natürlich eine gute Kontrolle der Übungsdurchführung und ist für Anfänger nur bedingt geeignet. Aber wenn man langfristige und anhaltende Erfolge haben will, trainiert man mit freien Gewichten oder Seilzügen.
kyphoboy, das geht so ein bischen in die Richtung mit dem idealen Studio, was Du ja in Deinen Träumen verwirklichen möchtest
Langfristige und anhaltende Erfolge bei Fehlstellungen sind nicht nur von optimalen Behandlungsverfahren abhängig, sondern natürlich auch von der langfristigen Motivation dazu. Schroth zuhause ist in dieser Hinsicht für mich langfristig keine Option. Deswegen bin ich in einem Fitness Studio vor Ort, was auch langfristig bezahlbar ist und auch weiteres zu bieten hat. Fahrrad-Training, Sauna und soziales Umfeld spielen da schon eine gewichtige Rolle für die Motivation. Ein "ideales" Studio gibt es hier nicht.
Insofern ist das Fitness Studio für Anfänger eine Sache, mit möglichst wenig Fehlermöglichkeiten nach dem Schroth Körpergefühl, insbesondere bei symmetrischen Fehlstellungen zu trainieren. Und das sind nach meiner Einschätzung zunächst mal die meisten User, die ich auch damit anspreche.
Alex und ich sind zu diesem Thema ja bislang in häufiger Diskussion gewesen

. Natürlich ist das freie Training den Alltagsbewegungen besser angepasst, aber
1. man braucht eine spezielle, individuell verschieden lange persönliche Anleitung und Begleitung
2. eine langfristig bezahlbare Einrichtung, in der das möglich ist und wo man sich auch dauernd wohlfühlt (das ideale Studio)
Möglicherweise bin ich durch meine fast 30 jährige Studio-Zeit zu sehr auf diese Form geprägt, aber ich hätte einfach keine Lust, auf diese Form umzustellen. Im übrigen wäre ich manchmal froh, wenn ich bei meinen Übungen tatsächlich nur einen Muskel in einer Kette ansprechen würde.
Insofern finde ich die Diskussion darüber auch immer als eine Diskussion über Theorie und Praxis im Sinne von machbar.
Gruß
Klaus