Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Schreibe deinen Erfahrungsbericht zur Skoliose, Schmerzbekämpfung etc. oder tausche Erfahrungen mit Leidensgenossen aus
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Saphira
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Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

So, nun bin ich ja seit heute wieder zu Hause von meiner ersten Reha in Bad Sobernheim und schreibe jetzt mal einen hoffentlich nicht allzulangen Bericht darüber :D .

Die Ankunft war etwas chaotisch, da ich mit der Bahn angereist bin und prompt am falschen Bahnhof ausgestiegen bin :D . Aber irgendwie habe ich es dann doch geschafft, pünklich an der Klinik zu sein.

Dann hatte ich auch schon die ersten Untersuchungen und Herr Dr. Verres war mein behandelnder Arzt. Er hat sich sehr viel Zeit genommen und alles ausführlich angeschaut und besprochen und erläutert. Das Röbi wurde nochmal neu ausgemessen: oben 11° und unten 19°, das Skoliometer zeigte 12° am Lendenwulst und etwa 3° oben an.

Die erste Woche verlief noch recht ruhig und es war noch nicht so viel los. Dies steigerte sich dann im weiteren Verlauf und irgendwann rannte man nur noch von einem Termin zum anderen :D . Anfangs bekam ich massive Schmerzen in Schulter und Hüfte. Diese besserten sich glücklicherweise gegen Ende der Reha wieder, nachdem einige Übungen schulter-, knie- und hüftschonend umgewandelt werden konnten. Meine Rückenschmerzen ließen sich leider nicht bessern :( .

Leider setzte mich eine fiese, hartnäckige Erkältung die letzte Rehawoche ziemlich außer Gefecht, ich musste sogar Antobiotika schlucken und ich bekam die letzten Tage vom Arzt sogar Trainingsverbot erteilt.

Trotzdem konnte eine doch recht deutliche Verbesserung erzielt werden. Der Skoliometerwert zeigte bei der Abschlussuntersuchung nur noch 9° am Lendenwulst an (oben blieb es bei den 3°), ich bin um 1,6cm größer geworden und stehe wieder etwas mehr im Lot (also nicht mehr ganz so "windschief" wie vorher :D ). Und da sage noch einer, dass bei Erwachsenen keine Aufrichtung und Korrektur mehr möglich sei :D .

Alles in allem bin ich positiv überrascht, war ich doch zu Beginn recht skeptisch, ob mir die Reha überhaupt etwas bringt. Dass es jetzt doch trotz der krankheitsbedingten Ausfälle so gut für mich gelaufen ist, hätte ich nicht gedacht :D . Ich hoffe, dass ich in ein paar Jahren wieder die Gelegenheit haben werde, nochmals eine Reha in Bad Sobernheim machen zu dürfen.

Was natürlich auch noch mit erwähnt werden muss, ist unser Forumstreffen mit dem Infostand bei der Jubiläumsfeier der Klinik, das idealerweise genau in den Zeitraum meiner Reha fiel. Das war ein sehr interessantes Wochenende. Ich konnte viele interessante Leute kennenlernen (u.a. Frau Pisu und Frau Lehnert-Schroth) und hatte viele interessante und informative Gespräche.

Grüßle,

Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Katniss »

Hallo Saphira,

das hört sich doch toll an! :)
Ich war letztes Jahr das 1. mal da und fahre dieses Jahr noch einmal hin.
Mir hat es dort auch sehr gefallen, allerdings fand ich es auch ziemlich stressig. Ich hatte volles Programm und nur am Spätnachmittag Zeit, wo ich allerdings zur Jugend-Freizeit verschleppt wurde (das war allerdings auch nicht so schlecht).
Mal schauen wie es dieses Jahr wird, jetzt geht es mir gesundheitlich auch schon viel besser.

Alles Liebe.
Katniss

PS. So weit ich mich erinnern kann, hat sich meine Kyphose um 15° verbessert. Und das in 4 Wochen! :eek:
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(Katniss war früher als Gwenny hier unterwegs)
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Isi97 »

Huhu!

Jaa, ich bin ja jetzt auch in Sobi und ich kann bestätigen, die erste Woche ist wirklich etwas... na ja, lahm könnte man fast sagen. :lach:
Heute zum Beispiel nur einmal kurz Therapie...
Und ich fang jetzt mal mit meinem Sobi-Tagebuch an. ;D

LG,
Isa
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Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

Na ja, zur Jugendfreizeit wurde ich mit meinen 25 Jahren nicht mehr verschleppt :D . Da musste ich selber zusehen, wie ich mir die Zeit nach Therapieende vertreibe (was aber auch meist erst ab 17 Uhr oder gar erst ab 19 Uhr war) :D . Meistens bin ich dann spazieren gegangen oder habe Tischtennis gespielt. Etwas problematischer war es an den Wochenenden (außer dem einen mit dem Jubiläum und dem Forumstreffen :D ). Aber zum Glück war immer schönes Wetter und so konnte man draußen viel unternehmen (vor allem in die superleckere Eisdiele im Ort gehen :P ).

@ Isi: Ja, mir war es in den ersten paar Tagen auch etwas zu lahm. Aber keine Sorge, du kommst schon noch auf deine Kosten und dann bist du froh, wenn du mal ziwschendurch etwas Zeit hast ;D . Ich hatte nämlich volles Programm mit zweimal Gruppenstunde pro Tag und zweimal Funktionsübungen pro Tag und ziemlich viele Einzelanwendungen dazwischen (die haben mir da glaub alles reingedrückt, was nur geht ;D : Physiotherapie Einzel, Schroth Einzel, Massage, Atemtherapie, Wärmeanwendungen, später wurde das in Elektrotherapie umgewandelt, einmal Ergotherapie und sämtliche Vorträge).

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

in der Heimat angekommen, fein dass es für Dich erfolgreich
gewesen ist. Das klingt erfreulich.
Viele Einzelanwendungen hattes Du bekommen. Das ist ja
richtig prima wie es dort verordnet wird. War Therapie
für Deine Hüfte auch extra berücksichtigt worden ?
Und wie werden die Gruppe im Bezug auf das Alter zusammengestellt?

meine Grüße
Thomas
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von die_olle_Ente »

Welcome back in der Heimat :-)

Es freut mich, dass trotz allem die Reha für Dich etwas gebracht hat.

LG,

die Ente
BildIch bin nicht die Signatur - ich putz hier nur! Bild



Hyperkyphose 103 °

Die Ente hat ein Quetschie



Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

Hallo ihr beiden,

ja, ich steck schon wieder mitten im Studienalltag :D . So schnell kann's gehen :D . Die drei Wochen Reha vergingen dann doch wie im Flug :D . Und gerade dann, als es anfing effektiv zu werden, bin ich krank geworden und dann war die Reha auch schon wieder vorbei :( .

Ich hatte ja so recht viele Physiotherapie Einzel bekommen wegen meiner Hüftprobleme. Die Hüfte tat zwischendurch doch ziemlich heftig weh und ich konnte kaum mehr laufen. So bin ich dann auch eines morgens der Putzfrau über den Weg gehumpelt und so kam ich dann doch noch zu einer weichen Auflage für mein Bett (die Matrazten dort sind schon sehr hart) ;D .

Nur die ganze Sitzerei vom vielen Autofahren die letzten Tage und dem vielen Sitzen an der Uni tun meinem Rücken jetzt nach der Reha gerade gar nicht mehr gut :nein: . Ich habe jetzt gerade wieder ziemliche Rückenschmerzen :( .

Grüßle,

Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Isi97 »

Saphira hat geschrieben:die Matrazten dort sind schon sehr hart
Ooooh ja, kann ich bestätigen! :lach:
schlimmer geht immer... ;)

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Bärle

Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira,

ja, schnell hat einen zu Hause nach der Reha
das alltägliche wieder.
Lege Dir doch ein Therapeutisches Sitzkissen zum
Aufpupen zu. (ist dann fast wie der Pezziball).

Also wurde auf die Hüfte dann schon auch eingegangen.
Hüftmobilistation denke ich, wird wohl gemacht worden sein.
Harte Matratzen finde ich für mich ausgezeichnet. Weicher SOFA und weiches Bett ist gar nicht gut. Da sinkt immer die Skoliose zu sehr ein. Die Folgen sind heftige Schmerzen bei mir.

Wie werden in Sobernheim die Gruppen bezüglich des Alters
zusammengstellt. ? (Meine Reha ist direkt Planung)

viele Grüße und einen schönen ersten Maifiertag.
Thomas
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

Hallo Thomas
Bärle hat geschrieben: Also wurde auf die Hüfte dann schon auch eingegangen.
Hüftmobilistation denke ich, wird wohl gemacht worden sein.
Genau, Mobilisation und dann Stabilisation sowie Dehnung der entsprechenden Muskulatur. Leider hilft das bei mir eben nur begrenzt. Na ja, aber ich werde die Hüfte nochmal extra bei einem Hüftspezialisten abklären lassen. Der soll sich das mal von allen Seiten genau anschauen und dann weiß ich hoffentlich mehr :D .

Bärle hat geschrieben:Wie werden in Sobernheim die Gruppen bezüglich des Alters
zusammengstellt. ? (Meine Reha ist direkt Planung)
Ja, das mit der Gruppenzusammenstellung ist ein wenig schwierig. Erstaml wird nach Krümmungsmustern eingeteilt (also 1, 3B/3BH, 4B/4BH). Ich war 4BHli. Und dann werden eben altersmäßig die Jugendlichen zusammengetan und die älteren Jugendlichen mit den Erwachsenen zusammen, da es meistens nicht sooo viele Erwachsene sind. Wir waren in der Anfängergruppe noch bunt gemischt in der ersten Woche, männlich und weiblich, unterschiedliche Krümmungsmuster und altersmäßig war der jüngste 13 und die älteste 64. In der zweiten Woche erfolgte die Aufteilung nach Krümmungsmuster und halbwegs nach Alter. Aber auch da war die jüngste 13 und die älteste 64, aber die meisten so um die 20 rum. Und dort waren wir dann auch nur weibliche Patientinnen. Die männlichen Patienten sind meistens in der Unterzahl und auch häufiger Hyperkyphosepatienten (also die 1er). Wobei zu der Zeit, als ich in Sobi war, verhältnismäßig viele männliche Patienten dort waren (so dass in der Anfängergruppe bei 11 Leuten 6 Männer und 5 Frauen waren) :D . Aber da wird es mit der altersgemäßen Einteilung schwieriger werden und es wird wohl eher gemischt sein (natürlich nicht die ganz kleinen Kinder, aber so 13-jährige werden dann evtl. schon mit dabei sein).

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira,

das ist ein ausführlicher Bericht von Dir, danke.

Bad Salzungen ist viel kleiner (geschätzt von mir ca. 60 Patenten)und die Gruppen werden dort nicht so differenziert eingeteilt als wie in Schobernheim, wie mir scheint. Kyphosen sind also "einer", dies wußte ich jetzt auch nicht. Einzeltherapie hatte ich gar keine außer Massage. Kyphosen und Skoli wurde nach der Einführungs-Woche auch getrennt.

Herr Dr. Hoffmann kennt sich mit Hüften gut aus, wie ich meine aber
eine MRT-überweisung hatte ich keine bekommen. So wie er sagt
sieht man auf dem Rö-Bild nicht alles. Bei der Schichtaufnahme sieht
man eben rund herum und das Labrum und der Knorpel wird auch sichtbar.
Ich habe so die stille Befürchtung dass es mit Hüften genau so läuft wie oftmals mit Skoliosen, da wird viel wertvolle Zeit in der man therapieren sollte, verstreichen gelassen und dann heißt es auf einmal schlagartig > nun ist das Gelenk kaputt und "ab" zur OP.
Von dem her war es gut dass Du in Schobernheim auch HÜFTTHERAPIE bekommen hast. Darauf muss dort dann auch drängen. Aber irgendwie muß ja auch die Hüfte die Skoliose als untergeordnetes Gelenk kompensieren.

Deshalb habe ich auch therapeutisch das Ganze mit Pilates das ergänzt, aber es schlaucht bis jetzt mehr als das es nützlich ist.
Obwohl es von Thrapeuten auch aus Schobernheim empfohlen wird.

viele Grüße und viel Spaß beim Schrotheln
Thomas
Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

Ja, das mit der Hüfte und der Skoliose ist so eine Sache für sich. Ich hatte aber Dr. Verres bei der Aufnahmeuntersuchung gleich mit darauf angesprochen (wie es mir Dr.Hoffmann auch geraten hatte) und so hat er dann eben gleich zusätzlich Physiotherapie für die Hüfte und später noch Elektrotherapie dafür mit verordnet. Das fand ich ganz gut. Dr. Verres hat auch gleich gesehen, dass das Becken ziemlich schief und verdreht ist und die beiden Beckenschaufeln unterschiedlich stark gekippt sind. Aufgrund des starken Beckenschiefstandes hat er dann versucht, ein Brett mit 1cm Höhe als Ausgleich unter mein scheinbar kürzeres rechtes Bein zu legen. Aber damit sah es noch schlimmer aus und so hat er es gleich wieder weggenommen :D . Erschreckt hat ihn die verhältnismäßig starke Rotation sowohl der Lendenwirbelsäule, als auch des Beckens, die bei mir 12° betrug, was man bei einer 19° Skoliose so definitiv nicht erwarten würde. Diese Rotation konnte ja durch die Reha um 3° auf nun 9° verbessert werden (was aber immer noch relativ stark ist).

Leider konnten sich bei mir weder die Rückenschmerzen, noch die Hüftprobleme durch die Reha verbessern lassen, obwohl eine deutliche Verbesserung der Rotation und eine deutliche Aufrichtung erzielt werden konnten. Also schlussfolgere ich jetzt einfach mal, dass die Schmerzen eher nicht mit der Rotation und der Skoliose an sich zusammenhängen. Am 25. Mai habe ich wieder einen Termin bei Dr. Hoffmann. Dann werde ich das alles mit ihm besprechen können. Und dann werde ich ihn auch mal auf ein MRT des Rückens anprechen, was mir von Dr. Verres angeraten wurde, dass ich das mal machen lassen soll, da es sich seiner Meinung nach mit ziemlicher Sicherheit um eine sekundäre Skoliose handelt.

Bis dahin muss ich eben noch abwarten (bin irgendwie total neugierig auf den Rehabericht :D ). Und versuche irgendwie, wie ich meine Schroth-Übungen irgendwie zu Hause machen kann, da man dort ja nicht die gleichen Möglichkeiten hat, wie in der Reha. Aber ich habe schon festgestellt, dass ich da ziemlich einfallsreich bin und mir alles mögliche zur Hilfe nehme, was mir da so in die Quere kommt :D . Allerdings habe ich bisher noch kein so richtiges System, wie ich die Übungen in meinen Alltag integrieren kann. Vor allem, da diese Woche die erste vollständige Vorlesungswoche wieder an der Uni ist und ich die Übungen erstmal mit meinem Stundenplan und meiner Arbeit koordinieren muss. Das wird jetzt sicherlich einige Zeit dauern, bis ich da einen halbwegs geregelten Plan habe :D . Und momentan fördern meine doch ziemlich üblen Rückenschmerzen auch nicht gerade die Motivation dafür, die Übungen zu machen, da die Schmerzen durch die Übungen nicht besser werden (sondern sich teilweise sogar eher verstärken) :( .

Grüßle,

Saphira
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Bärle

Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

Wo wurden bei Dir die Elektoden angebracht ?
Also Herr Dr. Verres ist ja ausführlich, das ist gut.
Mit dem Tensgerät arbeite ich zu Hause auch.

Eine "Schrothausrüstung" habe ich mir nach und nach
zu gelegt. Ist schon wichtig dies zu Hause weiter zu machen.
Die Zeit solltest Du Dir abknapsen, damit es wieder besser wird.

Ja warte erst einmal den Reha - Bericht und Herr Dr. Hoffmann
und seine Meinung ab. Eventuell ein MRT.

Das Sitzen und Lernen, die Belastung auf der Hüfte da ist auch nicht so förderlich.
Du bist ja noch jung und das sollte bei DIR SCHON WIEDER BESSER WERDEN dürfen.

Gerade spinnt meine Tastatur (Batterie leer) darum bekomme ich
gerade kaum den Beitrag zusammen. Sorry, wenn Schreibfehler
Ich melde mich morgen nochmals, muss gerade ständig korriegieren.

viele Grüße, Thomas
Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

So, jetzt schreibe ich mal nochmal kurz meinen allgemeinen Eindruck über die Rehaklinik :D :

Die Klinik selbst: ist ein echt schönes Gebäude in ruhiger Lage in toskanischem Baustil, sehr ansprechend (auch wenn meine Kollegin nach dem Erhalt meiner Postkarte sich gefragt hatte: "Wer schreibt denn eine Karte aus dem Gefängnis?" -> sie hatte auf den ersten Blick die Sprossenfenster und die Balkone mit Gittern vor den Fenstern verwechselt :lach: ).

Das Zimmer: war schön, geräumig, zweckmäßig eingerichtet und mit Balkon und Bad. Es wirkt eher wie ein komfortables Hotelzimmer, nur die Klingeln (die verdammt nah in Bettnähe angebracht sind und im Halbschlaf leicht mit dem weiter entfernten Lichtschalter verwechselt werden können :D ) erinnern daran, dass es doch eine Klinik ist. Nur die Matratzen sind etwas hart, aber auch hierfür kann mittels einer Auflage (nette Anfrage bei den Putzdamen :D ) Abhilfe geschaffen werden :D .

Das Essen: na ja, über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten. Ich fand das Essen jetzt nicht sooo überragend, manches war besser, manches nicht. Aber da ich ohnehin eine Laktoseintoleranz habe, hat sich das mit der Essensauswahl ohnehin erledigt und ich musste mehr oder weniger essen, was es eben laktosefrei auf den Tisch gab :rolleyes: .

Die Therapien selbst: davon hatte ich ja neben den Schroth-Therapien noch sehr viele Einzelanwendungen. Manche waren sehr sinnvoll, wie die Atemtherapie, die Physiotherapie Einzel, die Massagen und die Schroth Einzel; manche waren weniger sinnvoll wie die PMR (habe ich aber aus diesem Grund gleich vorher wieder absetzen lassen), die Heiße Rolle (war mir definitiv zu heiß) und die Elektrotherapie (war nicht wirklich effektiv -> keinerlei Nutzen bei mir). Von der Wirkung der Schroth-Therapie selbst war ich anfangs skeptisch, wurde aber dann doch durch eigene Erfahrung eines Besseren belehrt, dass es tatsächlich funktioniert und man sich dadurch besser aufrichten kann.

Die Therapeuten: waren eigentlich allesamt nett und gaben verständliche Hinweise. Das einzige Problem, das aber wohl dort intern auch schon bekannt ist, ist, dass die Therapeuten gerade in den funktionsspezifischen Übungen teilweise unterschiedlich korrigieren, was einen mitunter ziemlich verwirren kann, wenn jeder etwas anderes sagt :confused: .

Fazit: Am Anfang hatte ich ein bisschen Heimweh, weil ich mich noch nicht so ganz zurecht gefunden hatte, aber am Ende verging die Zeit dann doch viel zu schnell. Gerade dann, als es anfing, effektiv zu werden. Ich kann es jedem nur empfehlen, es wenigstens mal zu versuchen, ob es für einen hilfreich sein kann oder nicht. Mir hat es zumindest ein bisschen etwas gebracht, auch wenn das eigentliche Rehaziel der Schmerzlinderung leider nicht erreicht werden konnte.

@ Thomas: Die Elektroden wurden entlang der Außenseite des Oberschenkels angebracht, weil sie davon ausgingen, dass diese Muskelkette der Übeltäter meiner Schmerzen sei. Allerdings war diese Elektrotherapie überhaupt nicht effektiv :( . Es führte nur zu anhaltenden Hautirritationen mit einem nachwirkenden kribbelnden Gefühl im Oberschenkel mit ansonsten leichten Gefühlsstörungen (leichtes Taubheitsgefühl an der Stelle, an der die Elektroden saßen). Erst so allmählich normalisiert sich dort das Gefühl wieder. Wärme und Strom scheinen definitiv nichts für mich zu sein.

Grüßle,

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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Bärle »

Hallo, Saphira

ja die liebe Klingeling, irgendwann erwischt wohl jeder
einmal neben dem Lichtschalter das Dingens, zu peinlich aber auch
wenn der Moment dann eintritt. :rolleyes:
In Basa sind es Zweibettzimmer, da dies zugleich das Kurhaus und
Tagungshotel ist in dem auch weitere Gäste untergebracht sind.
Also es wirkt nicht wie eine Kuranstalt im klassischen Sinne, was sehr angenehm ist.
Die letzte Woche war bei mir auch die beste in Salzungen.
Man hat sich eingewohnt und die Therapie läuft wie eine Eins; die
Therapeuten müssen kaum noch korriegieren.


Also ich mache mir die Stromstoß-Pats (Tens) in die Hüftbeuge und
und am Gesäß fest. An die Fußsohle sollte es noch anbringen wie ich auf youtube gesehen habe. Taub oder krippelig wird bei mir dabei nichts. Ich finde es hilfreich und angenehm. Auch für die SKOLIOSE sehr empfehlenswert. Verscheidene Programme und die Intensität kann mann einstellen.

Wenn Du das MRT bekommst, wie es Herr Dr. Verres Dir empfiehlt,
dann erschrecke nicht beim Anblick der Aufnahme.
(sieht bei Skoliose schon deftig aus.) Im Hinblick auf weitere Erkrankung aber schon hilfreich.

viele Grüße, Thomas
Saphira
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Re: Meine erste Reha in Sobi - ein Bericht

Beitrag von Saphira »

So, nachdem ich nun ja doch schon wieder seit ein paar Wochen aus Sobi zurück bin (die Zeit verging echt viel zu schnell :D ), habe ich den Rehaaufenthalt für mich nochmal reflektiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich es auf jeden Fall wieder machen würde, wenn ich wieder die Gelegenheit dazu hätte :gut: . Ich habe mir aber auch so meine Gedanken darüber gemacht, was ich beim nächsten Mal anders machen würde, oder was ich auf jeden Fall wieder genauso machen würde.

Das würde ich anders machen:
- Ich würde mir auf jeden Fall auch kurze Hosen mit einpacken, es könnte ja doch warm werden :D .
- Ich würde mir mein eigenes Kopfkissen mitnehmen (die in Sobi waren mir irgendwie ein bisschen zu unbequem).
- Ich würde die Putzfrau gleich bitten, mir eine Auflage für die harte Matratze zu geben und mich nicht wieder 1 1/2 Wochen lang mit der harten Matratze rumquälen.
- Ich würde mir wohl doch besser Fahrradhandschuhe oder Reithandschuhe oder so was ähnliches mitnehmen (hatte ich dieses Mal keine und das gab dann in den letzten Tagen doch Ärger deswegen :D ).
- Ich würde vielleicht doch mal eine Fahrt nach Mainz oder Bad Kreuznach mitmachen.
- Ich würde mir gleich Voltaren-Salbe mitnehmen (die hab ich dort auf jeden Fall gebraucht und so musste ich dann eben zur Schwester gehen).
- Ich würde mir für die Müslipausen mein eigenes Müsli mitnehmen (ich hab dort sehr viele Jugendliche gesehen, die ihr eigenes Müsli dabei hatten :D ).

Das würde ich wieder genauso machen:
- Ich würde wieder nur einen normalen Waschlappen als Massagehandschuh benutzen (ist eindeutig hautschonender :D ).
- Ich würde in meiner Freizeit wieder Tischtennis und Badminton spielen.
- Ich würde mir wieder vorher eine ordentliche Ration Süßigkeiten mitnehmen :D .
- Ich würde mir wieder selbst genügend Handtücher zusätzlich noch von zu Hause mitnehmen (die von dort gestellten Handtücher könnten sonst echt knapp werden :D ).

So, das war's so weit eigentlich :D . Ich wünsche allen, die demnächst nach Sobi fahren oder gerade dort sind viel Spaß und viel Erfolg.

Grüßle,

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