Veränderung der gesamten LWS
Veränderung der gesamten LWS
Hallo,
vor zwei Jahren wurde bei mir durch ein MRT folgende Schäden festgestellt,
die ich so wiedergebe, wie vom Arzt beschrieben:
Steilstellung der LWS. Aufbaustörung im thorakolumbalen Übergang. Geringe Spondylolisthese L4/L5 mit einem Ventralversatz um 0,4 cm. Signalminderung des Bandscheibengewebes in der T2-Wichtung als Ausdruck der Degeneration der gesamten LWS.
Geringe Protrusionen zirkumferent L1/L2, L3/4, flacher zirkumferenter NPP
L 4/5 und mediane Protrusion L5-S1.
Durch hypertrophe Spondylarthrose knöcherne Foramenstenosierung L3/L4, L4/L5 und L5/S1 linksbetont. Hochgradige Spinalkanalstenose L4/5 und Spinalkanalenge L3/L4. Synovialzysten am kleinen Wirbelgelenk links L4/L5.
Ansonsten unauffällige paravertebrale Weichteile.
Es wurde gesagt, es wird wohl nicht ohne Operation gehen. In den zwei Jahren habe ich versucht, durch physiotherapeutische Massnahmen die Operation hinauszuzögern, aber die Schmerzen waren nie ganz weg und werden wieder schlimmer. Meine Frage lautet, haben physiotherapeutische Massnahmen noch einen Sinn oder sollte ich mich einer Operation unterziehen, in der Hoffnung, schmerzfrei zu sein??
Ich danke für eine Antwort.
vor zwei Jahren wurde bei mir durch ein MRT folgende Schäden festgestellt,
die ich so wiedergebe, wie vom Arzt beschrieben:
Steilstellung der LWS. Aufbaustörung im thorakolumbalen Übergang. Geringe Spondylolisthese L4/L5 mit einem Ventralversatz um 0,4 cm. Signalminderung des Bandscheibengewebes in der T2-Wichtung als Ausdruck der Degeneration der gesamten LWS.
Geringe Protrusionen zirkumferent L1/L2, L3/4, flacher zirkumferenter NPP
L 4/5 und mediane Protrusion L5-S1.
Durch hypertrophe Spondylarthrose knöcherne Foramenstenosierung L3/L4, L4/L5 und L5/S1 linksbetont. Hochgradige Spinalkanalstenose L4/5 und Spinalkanalenge L3/L4. Synovialzysten am kleinen Wirbelgelenk links L4/L5.
Ansonsten unauffällige paravertebrale Weichteile.
Es wurde gesagt, es wird wohl nicht ohne Operation gehen. In den zwei Jahren habe ich versucht, durch physiotherapeutische Massnahmen die Operation hinauszuzögern, aber die Schmerzen waren nie ganz weg und werden wieder schlimmer. Meine Frage lautet, haben physiotherapeutische Massnahmen noch einen Sinn oder sollte ich mich einer Operation unterziehen, in der Hoffnung, schmerzfrei zu sein??
Ich danke für eine Antwort.
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15279
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Es kommt sicherlich auch auf die Art der Physiotherapie an. Bei Fehlstellungen der Wirbelsäule bietet sich optimal die REHA nach Katharina Schroth an, die ich übrigens mit 61 zum ersten Mal in Bad Salzungen gemacht habeulrich hat geschrieben:Meine Frage lautet, haben physiotherapeutische Massnahmen noch einen Sinn oder sollte ich mich einer Operation unterziehen, in der Hoffnung, schmerzfrei zu sein??
So wie ich das sehe, ist bei Dir aber nur die LWS untersucht worden, zu einer kompetenten Diagnose gehört die gesamte Wirbelsäule, die man mittels Röntgen-Ganz-Aufnahme von vorn und von der Seite erstellt.
Rückenabschnitte dürfen niemals isoliert betrachtet werden und entsprechend ist dann die Schroth KG ganz individuell an Deine Situation angepasst.
Vor einer OP würde ich auf jeden Fall diese konservative Maßnahme ausprobieren. Dazu gehört u.U. auch ein Korsett, was die Schmerzen lindern kann.
Gruss
Klaus
Hallo Ulrich,
die Entscheidung für und wider Operation können wir Dir hier nicht abnehmen. Die Steilstellung der Lendenwirbelsäule dürfte dabei Dein geringstes Problem sein.
Du hast fast in der gesamten Lendenwirbelsäule Bandscheibenvorfälle, welche unterschiedlich stark ausgeprägt sind. In den Bereichen wo Bandscheibenvorfälle vorhanden sind, sind auch die Nervenwurzeln knöchern eingeengt. Ausserdem ist der Durchlass für die Nerven in der Wirbelsäule in den unteren Beiden Lendenwirbeln massiv eingeengt, da könnte es irgendwann einmal zu Ausfallerscheinungen, wie Störungen der Darm- und Blasenfunktion oder Erektionsstörungen kommen. Lähmungen der Beine wird es weniger geben, weil diese Nerven die Wirbelsäule schon verlassen verlassen haben.
Dann hast Du Arthrose in nahezu allen Wirbelgelenken insbesondere auf der linken Seite und zwischen den letzten beiden Wirbeln auf der linken Seite eine Zyste gefüllt mit Gelenkschmiere, welche für sich selbst schon schmerzhaft sein könnte.
Ich fürchte dass bei einer Operation die gesamte Lendenwirbelsäule versteift würde. Aber ob Du mit Physiotherapie noch viel erreichen kannst, ist auch fraglich, weil die Physiotherapie keinen Einfluss auf die knöchernen Veränderungen hat.
Eventuell könnte Dir ein Korsett helfen, bei der die Lendenwirbelsäule ruhiggestellt wird, damit würde zumindest der Schmerz durch die Arthrose der Wirbelgelenke ausgeschaltet.
Gruß
Ramses
die Entscheidung für und wider Operation können wir Dir hier nicht abnehmen. Die Steilstellung der Lendenwirbelsäule dürfte dabei Dein geringstes Problem sein.
Du hast fast in der gesamten Lendenwirbelsäule Bandscheibenvorfälle, welche unterschiedlich stark ausgeprägt sind. In den Bereichen wo Bandscheibenvorfälle vorhanden sind, sind auch die Nervenwurzeln knöchern eingeengt. Ausserdem ist der Durchlass für die Nerven in der Wirbelsäule in den unteren Beiden Lendenwirbeln massiv eingeengt, da könnte es irgendwann einmal zu Ausfallerscheinungen, wie Störungen der Darm- und Blasenfunktion oder Erektionsstörungen kommen. Lähmungen der Beine wird es weniger geben, weil diese Nerven die Wirbelsäule schon verlassen verlassen haben.
Dann hast Du Arthrose in nahezu allen Wirbelgelenken insbesondere auf der linken Seite und zwischen den letzten beiden Wirbeln auf der linken Seite eine Zyste gefüllt mit Gelenkschmiere, welche für sich selbst schon schmerzhaft sein könnte.
Ich fürchte dass bei einer Operation die gesamte Lendenwirbelsäule versteift würde. Aber ob Du mit Physiotherapie noch viel erreichen kannst, ist auch fraglich, weil die Physiotherapie keinen Einfluss auf die knöchernen Veränderungen hat.
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Gruß
Ramses
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Vielen Dank für eure Antworten.
Bis jetzt hat mir das noch keiner (Hausarzt, Orthopäde) in verständlichem Deutsch erklärt, was ich für Schäden habe. Das Ausmaß ist mir jetzt klar!
wenn ich mich für eine OP entscheiden sollte, der LWS versteift würde, wie sehr ist man dann in der Bewegung eingeschränkt?
gruß
ulrich
Bis jetzt hat mir das noch keiner (Hausarzt, Orthopäde) in verständlichem Deutsch erklärt, was ich für Schäden habe. Das Ausmaß ist mir jetzt klar!
wenn ich mich für eine OP entscheiden sollte, der LWS versteift würde, wie sehr ist man dann in der Bewegung eingeschränkt?
gruß
ulrich
Hallo Ulrich,
die Lendenwirbelsäule ist neben der Halswirbelsäule der beweglichste Teil der Wirbelsäule. Sollte die Lendenwirbelsäule versteift werden, wir es schwieig sich zu bücken und Rotationen mit dem Rumpf zu machen. Auch zur Seite neigen ist nur noch sehr bedingt möglich. Die Brutswirbelsäule ist durch die Rippen nur sehr gering beweglich.
Gruß
Ramses
die Lendenwirbelsäule ist neben der Halswirbelsäule der beweglichste Teil der Wirbelsäule. Sollte die Lendenwirbelsäule versteift werden, wir es schwieig sich zu bücken und Rotationen mit dem Rumpf zu machen. Auch zur Seite neigen ist nur noch sehr bedingt möglich. Die Brutswirbelsäule ist durch die Rippen nur sehr gering beweglich.
Gruß
Ramses
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