Skoliose ist leider fortschreitend

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Andrea nöe

Skoliose ist leider fortschreitend

Beitrag von Andrea nöe »

Aufgrund meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass Skoliose leider fortschreitend ist. Obwohl man Muskelaufbau, spezielle Konzepte, etc. umsetzt oder umzusetzen versucht, muss man leider damit rechnen, dass diese Art orthopädischer "Krankheit" in ihren Graden n. Cobb unaufhörlich fortschreitet.

Ich selbst war 2x in Bad Sobernheim, habe sehr viel Strapazen auf mich genommen (bin schließlich aus dem südlichen Niederösterreich), was letztendlich auch eine Verbesserung von einigen Graden gebracht hat. Voll Motivation, zu Hause im Alltag angelangt, habe ich jedoch gemerkt, dass das System des halbtägigen Trainigns nicht, zu mindest in meinem Leben, umzusetzen ist.
In Bad Sobernheim wurde mir strikt von einer OP abgeraten, weil es so ein schwieriger und gefärhlicher Eingriff sei, etc.

Jahre später, trotz Gymnastik, wurde mir bewusst, was es heißt, eine Krankheit zu haben, die unaufhörlich fortschreitet. Ich wurde mir dessen bewusst, was es für meine Zukunft bedeuten könnte.

Es wurde in Bad Sobernheim NIE erwähnt, dass im mittleren Alter aufgrund der Deformität des Thorax es zu einem Cor pulmonale, einer damit verbundenen Rechtsherzinsuffizienz mit erheblichen Folgen kommt.
Es wurde nie erwähnt, dass eine Operation auch das physische und das psychische Leid lindern könnte.


Ich schreibe diese Zeilen, um jeden aufmerksam zu machen, kritisch zu denken, die Meinungen von Orthopäden, Neurochirunrgen, etc. nicht bedingungslos anzunehmen und auf sein eigenes Gefühl zu vertrauen, wenn es um Lebensentscheidungen geht. Ob man sich für oder gegen eine OP entscheidet sei dahingestellt, nur sollte man mehrere Meinungen einholen, wenn es um die weitere Therapie geht.

Denn eins darf man nicht vergessen: es geht schließlich um die körperliche Stütze des Lebens!
Weyersdorf
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Beitrag von Weyersdorf »

Dir scheints gerade wohl nicht gut zu gehen!!! :knuddel:
Wenn ich das lese, bekomm ich extrenste Panik!!

Hast du bei dir eine Verschlechterung festgestellt? Wieviel Grad hattest du zu Beginn deiner Therapie??
So wie du schreibst hast du wirklich die Übungen sehr konsequent durchgezogen!! Warum auf einmal sooo negativ eingestellt???? Gab es eine deutliche Verschlechterung??

Wie alt bist du denn??
Hast du ein Korsett??

Denkst du jetzt an eine OP???

Ich bin auch aus Österreich (St.Pölten) und nehm auch viele Strapazen auf mich, um nach Stuttgart zu fahren, aber was tut man nicht alles für die Gesundheit!!!
minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Andrea,

es stimmt leider, es gibt Skoliosen, die wohl ein Leben lang fortschreiten.
Bei mir haben Schroth-Reha und KG auch nicht ausgereicht, um die Skoliose aufzuhalten. Ich trage nun ein Korsett, damit es wenigstens nicht zu einer weiteren Verschlechterung kommt.

Wie alt bist du denn und wieviel Grad hast du?

LG
Minimine
LG
Minimine

Lerne von gestern, lebe und wirke im heute und hoffe für die Zukunft.
Albert Einstein
Andrea noe

Den Tatsachen ins Auge sehen

Beitrag von Andrea noe »

Danke für die Antwort auf mein Schreiben! Nein, ganz im Gegenteil: mir geht es sehr gut!

Du brauchst aufgrund meines Artikel sicherlich keine Panik bekommen- trotzdem würde ich meinen, dass es nicht schadet, den Tatsachen, so schlimm sie auch sein mögen, ins Auge zu blicken!!
Es ist eine medizinische Tatsache, dass Skoliose progredient, also fortschreitend ist.

Es bringt mir nichts, nur das Blaue vom Himmel zu sehen- es ist besser Positives aus dem Negativem zu machen.

Kurz zu meiner Geschichte: Seit meinem 7 Lebensjahr habe ich Skoliose (damals waren es 8 Grad) vom Arzt vertröstet hat sie sich innerhalb von 4 Jahren auf 25 Gard verschlechtert- habe daraufhin ein Korsett bekommen- keine wesentlicher Besserung- Anschließend 2x in Deutschland: Besserung von ca. 5-7 Grad. Damals war ich 13 und hatte um die 40 Grad in der Brustwirbelsäule, 25 in der Lende.

In Deutschland wurde mir strikt von einer OP abgeraten, sie wurde mir ausgeredet mit Statements wie z. B. : mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 % ist man querschnittgelähmt....eine OP sei das Letzte...etc...

Die Wirbelsäule sei jetzt stabil und würde sich nicht mehr gravierend verändern....Ich habe mich gefreut, habe zu Hause geturnt, mein Korsett getragen...Ich habe es jedoch nicht geschafft, 5 Stunden tgl. zu turnen- es geht nicht!


Es hat mich aber allerdings der Gedanke, dass es sich bis in mein Alter um rund 1 Grad jährlich verschlechtert, sehr belastet.

Vor 3 Jahren habe ich ein Röntgen machen lassen und es waren dann 65 Grad. Gymnastik hin oder her...ich hätte schon erwartet, dass man von Ärzten die Wahrheit erfährt und auch die Möglichkeit über eine OP hat. In Deutschland erfährt man leider nur die "milden" Dingen...Man bekommt Krampfadern. Warum, sagt einem keiner...Dass es letztendlich im Alter zur verminderten Herzleistung kommt, aufgrund von der Deformität, etc. sagt einem in Deutschland keiner...Nur turnen, turnen, turnen, nur nicht operieren!!!!!!!!

Ich habe mich vor 3 Jahren in Wien operieren lassen und bin heil froh-
es war die beste Einscheidung: nie mehr Angst, dass es in einigen Jahren wieder schlechter ist, die Herzleistung, Lungenleistung abnimmt, etc...Ich bin jetzt überglücklich, den Schritt gewagt zu haben!!!

Es hat mich sehr veil Überwindung gekostet, aber es hat sich gelohnt- ich habe jetzt 21 Gard oben und 11 Grad unten.

ich ärgere mich, wenn ich über Deutschland nachdenke- es wird einem nicht die Wahrheit gesagt!!!
Darum sollt man wirklich eigenständig recherchieren, nicht jedem Arzt alles abkaufen, sondern selbst eine Meinung bilden!!!


Ich bin jetzt 22, wohne im südl. NÖ!
Lady S
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Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
Geschlecht: weiblich
Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr.
Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
Wohnort: Nähe Stuttgart

Beitrag von Lady S »

Hallo Andrea,
ich stimme Dir 100% zu, dass man sich zum Thema Skoliose (und auch sonst...) mehrere Meinungen anhören sollte und dass man nicht blind alles glauben oder jeden Rat sofort befolgen darf.

Deine Aussage
dass im mittleren Alter aufgrund der Deformität des Thorax es zu einem Cor pulmonale, einer damit verbundenen Rechtsherzinsuffizienz mit erheblichen Folgen kommt
möchte ich aber in dieser Absolutheit nicht stehenlassen.
Zu einem cor pulmonale kann es tatsächlich kommen, jedoch ist meines Wissens nur bei Skoliosen jenseits von 100° Cobb damit zu rechnen.

Meine Skoliose hat sich in den letzten 35 Jahren von ca. 42° auf ca. 55° verschlechtert (davon die meiste Zeit ohne jede Therapie). Das ist sicherlich auch "progredient" aber nun wirklich keine Katastrophe.
Übrigens habe ich weder Krampfadern noch eine verminderte Herz- oder Lungenleistung.
Kann alles noch kommen - stimmt!
Bei Operierten kann es aber ebenso zu Spätfolgen kommen.

Dir alles Gute,
Lady S
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