Mein Rücken

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
GoGo
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Mein Rücken

Beitrag von GoGo »

Hallo :halloatall:

Bin froh, dass ich dieses Forum gefunden habe...


Zu meiner Person: Bin 21 Jahre alt und habe einen sehr starken Rundrücken - Zu der Ursache kann ich so gut wie nichts sagen, habe eine Hühnerbrust, diese habe ich vielleicht durch ein "einknicken" des Rückens versucht zu vertuschen... . Mit 16 wurde mir mein Rundrücken bewusst und ich suchte einen Orthopäden auf. Dieser war aber keine große Hilfe (Diagnose: PC-Generation - das wars..). Da ich natürlich gegen diese Fehlhaltung vorgehen wollte, betrieb ich aktiv Sport und machte ein Jahr lang Krankengymnastik. Jetzt 5 Jahre später, mach ich dreimal in der Woche meine Übungen (Liegestützen, Sit-ups...) und habe zwar eine sportliche Figur und hab meine Haltung verbessert, doch habe ich immer noch diesen starken Rundrücken und bekomme sehr schnell Schmerzen im Rücken wenn ich für ein paar Tage die Übungen ausfallen lasse. Meine psychsichen Probleme brauch ich ja nicht zu erwähnen... . Jetzt stellt sich die Frage was ich überhaubt wissen möchte.... :) . Sollte ich nochmals einen Orthopäden aufsuchen? Was ist noch möglich? Was könnt ihr generell dazu sagen ?

Mit meinem Rücken hab ich mich mehr oder weniger abgefunden - wenn man drauf angesprochen wird, ist das natürlich so ne Sache :rolleyes: . Mehr Sorgen machen ich mir eher wegen der Zukunft, also wegen einer Verschlechterung meiner Haltung im Alter - werd sicherlich meine Übungen in der Art mit 60/70 nicht mehr machen können...


Wäre super wenn ihr was dazu sagen könntet...
Zuletzt geändert von GoGo am Di, 15.04.2008 - 23:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo GoGo,

willkommen im Forum.
mach ich dreimal in der Woche meine Übungen (Liegestützen, Sit-ups...)
Sit ups sind verkehrt, sie fördern eher den Rundrücken, wie viele andere Übungen auch.
machte ein Jahr lang Krankengymnastik
Du brauchst eine spezielle KG, nämlich die nach Katharina Schroth.
Hier wird der Muskel nicht nur aufgebaut, sondern auch umgeformt, also eine korrigierende Maßnahme!
Sollte ich nochmals einen Orthopäden aufsuchen? Was ist noch möglich? Was könnt ihr generell dazu sagen ?
Du brauchst eine kompetente Diagnose mit Winkelangaben, eine schon angesprochende Schroth KG, die man am besten in einer REHA lernt und ein evtl. Korsett.
Damit kannst Du noch sehr viel erreichen, obwohl ich denke, dass Deine Situation nicht besonders schlimm ist.

Alles zusammen kannst Du zur Zeit am besten bei Dr Hoffmann in Stuttgart bekommen oder wenn Du in der Region Berlin lebst, auch dort.

Bitte lies Dich erst mal ausführlich durch das Forum, Du brauchst jede Menge Informationen und die Erkenntnis, dass bei Kyphose/Skoliose kein Weg zu weit sein darf.
Die kompetente Versorgung in Deutschland ist leider sehr mangelhaft.

Gruss
Klaus
gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo GoGo,

Ich kann mich Klaus nur anschliessen. Mit der Schroth KG wirst du Muskeln stimulieren die du mit deinem normalen Krafttrainig nicht erreichst. (Das klingt vielleicht unwahrscheinich wenn du schon viel Trainiert hat, aber probier es aus du wirst dich wundern.) Gerade diese Muskulatur ist für die Stabilisierung und Aufrichtung der Wirbelsäule von zentraler Bedeutung. Und wie Klaus auch gesagt hat, durch Schroth wird die MUskulatur nicht nur gekräftigt , sie wird auch geformt und die das Zusammenspiel wird verbessert.
Also besorge dir eine anständige DIagnose (Ganzrückenröntgenbild seitlich, Winkelausmessung, Beurteilung des Zustandes der Wirbel, Grobe Einschätzung der beweglichkeit). Und versuche so schnell wie möglich eine Schroth Reha zu ergattern. Ich bin mir sicher du wrst dich besser aufrichten können und deine Schmerzen reduzieren können.

Gruss
David
Flopsi

Beitrag von Flopsi »

Stehst du auf dem foto "entspannt" da? oder kannst du dich gerader halten?
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Dalia
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Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Sehr intelligente Frage, Flopsi. :rolleyes: Man sieht doch, dass die Haltung entspannt ist. Würde er sich gezielt gerade hinstellen, würde das Foto nicht der Realität entsprechen.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Beitrag von GoGo »

Danke für die schnellen Antworten :)

@Flopsi

Ist meine "normale" Körperhaltung


@ Klaus, Glauklerdavid


Ich komm aus BaWü, somit wäre Dr. Hoffmann die beste Adresse für mich. Mir wurde in letzter Zeit klar, dass ich trotz Krafttraining, zu wenig für meinen Rücken mache (Falsche Rückenübungen bzw. nicht passenden Rückenübungen). Hab jetzt natürlich noch eigene Fragen, werd mich aber erstma einlesen ;)


Und nochmals danke
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Ich komm aus BaWü,
Wäre schön, wenn Du das oder die Region in Dein Profil eintragen könntest.

Gruss
Klaus
GoGo
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Beitrag von GoGo »

Ich war letzte Woche nun bei Dr. Hoffmann in Leonberg.
Es wurde eine Kyphose von 61 Grad und eine leichte Skoliose diagnostiziert...
Ich hab mich dann jetzt schlussendlich für eine Korsett-Therapie entschieden und muss jetzt noch auf das OK der Krankenkasse warten. Es gibt da aber etwas, was mich noch verunsichert. Dr. Hoffmann sagte zu mir, dass man bei der Korsett-Therapie von etwa 3 Jahren ausgehen wird. Hier im Forum aber, herrscht eine andere Meinung bezüglich einer Abschulung nach der Korsett-Therapie bei Erwachsenen...
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hier im Forum aber, herrscht eine andere Meinung bezüglich einer Abschulung nach der Korsett-Therapie bei Erwachsenen...
Genauer gesagt herrscht hier keine Meinung. Die meisten von uns sind sich aber der Möglichkeit bewusst, dass ein Erwachsenen-Korsett ein Begleiter für's Leben werden könnte. Studien dazu gibt es keine, die diese Frage vollständig klären könnten. Ein Erwachsenen-Korsett ist sehr individuell. Da gibt es die Schmerzpatienten, die Jungen, die Alten, die Fixierten, die Motivierten, die OP-Vermeider, die Viel-Träger und Wenig-Träger und, und, und....

Bei mir z.B. könnte das mit den 3 Jahren in etwa hinkommen, ich bin aber auch noch recht jung (24), ich trage das Korsett zur Schmerzvermeidung und ich bin lange nicht in der OP-Indikation. Dennoch werde ich mein Korsett garantiert nicht wegschmeißen, wenn es mir besser geht. Es könnte allerdings sein, dass es auch bei dir nach 3 Jahren genügt, das Korsett nur noch in Notsituationen zu tragen. Pure Spekulation, aber ich fände es super, wenn du deinen Weg hier ein wenig dokumentieren könntest, damit wir mehr heraus finden. :)

Liebe Grüße, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
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Beitrag von GoGo »

Hallo Ulaschatz,

danke für deine Antwort. Sobald ich grünes Licht von meiner Krankenkasse bekomme bzw. mein Korsett habe und es in meinem Studium ein bischen ruhiger zu geht, werd ich mal einen ausführlicheren Bericht +updates schreiben....

Wie schon gesagt, warte ich jetzt noch auf das OK der Krankenkasse, aber habe schon einen Termin für einen Gipsabdruck ausgemacht (Mitte April)......werd dann berichten


Gruß
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derhanfi85
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1. Korsett von Rahmouni (2007)
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Beitrag von derhanfi85 »

Liegestütze sind auch Gift!!!!

Du mußt für dich selber rausfinden, was für dich entscheidend ist.
Hast du Schmerzen, bist du mit der Optik unzufrieden, und und und.
Es gibt viele Gründe ein Korsett tragen zu WOLLEN, und die Werte geben schon Anlaß dazu.

Schroth ist sehr wichtig, um die Korrektur durch das Korsett auch zu stabilisieren.
Aber mit einem Korsett machst du schon einen großen Schritt in die richtige Richtung.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Na ja, bei dieser Erwachsenen-Korsett Diskussion geht es für die "Einsteiger" mal unabhängig von der Schmerzbekämpfung schon darum, ob eine weitgehende Korrektur ("Heilung") möglich ist und auch tatsächlich dauerhaft nach der Abschulung gehalten werden kann!

Da es bislang noch keinem gelungen ist, jedenfalls hat keiner davon berichtet, irritiert schon, wenn immer wieder bestimmte Anzahl von Jahren genannt werden, nach denen abgeschult werden kann. Neulich wurde sogar Dr. Hoffmann mit so einer Aussage zitiert.

Natürlich ist so etwas sehr motivierend für ein Korsett-Tragen, besonders bei Leuten, bei denen der Schmerz nicht im Vordergrund steht. Aber so eine Pauschalierung ist nicht ehrlich und kann sehr enttäuschend sein.
ula hat geschrieben:Es könnte allerdings sein, dass es auch bei dir nach 3 Jahren genügt, das Korsett nur noch in Notsituationen zu tragen. Pure Spekulation....
Genauso ist es. Jeder Rücken ist anders und jeder Mensch auch, der ganz individuell seine Situation verbessern will. Es gibt zu viele Parameter, die da einwirken:

Korrekturen von relativ geringen Graden und ein dauerhaftes Halten ohne Korsett sind wahrscheinlich besser in den Griff zu bekommen, als Korrekturen hoher Grade.

Eine "halbe" Korrektur könnte möglicherweise Schmerzfreiheit bedeuten und mit Schroth auch dauerhaft zu halten sein, obwohl man eigentlich noch "krumm umherläuft." Bleibt nur die Frage, halbe Korrektur von was?
Wo liegen Grenzwerte von kritischen Winkeln?

Eine langsame Korrektur könnte möglicherweise die Dauerhaftigkeit unterstützen, wenn mit Schroth und anderem gleichzeitig die jeweils temporäre Korrektur "gesichert" wird.

Für mich ist erst mal das vorläufige Fazit, dass es keine "Heilung" im Sinne einer vollständigen Begradigung (im Röbi nachweisbar) gibt, die nach Abschulung dauerhaft gehalten werden kann.

Dennoch sollte die Diskussion und der Erfahrungsaustausch darüber weitergehen, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass bei den Korsett Trägern nicht alle Möglichkeiten der Einwirkungen auf die muskuläre Situation genutzt werden, bzw. genutzt werden können.

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Ich könnte mir vorstellen, dass Dr. Hoffmann sich nun auf erste Erfahrungswerte beruft. Wenn das vorläufige Ziel Schmerzfreiheit erreicht ist, dann steht in der Akte wohl sowas wie "geheilt", oder konkreter gesagt: "Ziel erreicht". Denn genau so etwas steht nun wohl in meiner Akte drin. Begradigung der Kyphose, bzw. Fähigkeit ohne Korsett gerade zu stehen, Verbesserung des subjektiven Befindens... was genau drin steht, weiß ich nicht, aber so deute ich das Gespräch mit Dr. Hoffmann bei meinem letzten Röntgentermin. Er hat mir damals auch von anderen Fällen erzählt, bei denen er ähnliche "Teilziele" zu verzeichnen hat.
Das Wort "Abschulen" trifft es auch irgendwie nicht ganz. Ich habe mein Korsett noch immer, aber ich trage es eben anders, seltener. Auch das hat mir Rahmouni damals prophezeit. Die chronischen Schmerzen sind durch temporäre, wesentlich seltener gewordene Schmerzen abgelöst. Und ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich das dem Korsett zu verdanken habe.
Mit so einer Deutung könnte Dr. Hoffmann (vielleicht bei jüngeren Erwachsenen) eventuell schon vorsichtige Prognosen wagen. Ich würde das tun, denke ich. Ist immer die Frage, wie er das gemeint hat. Aber ich kann mir schlecht vorstellen, dass er gesagt hat, dass du, Gogo, das Problem danach völlig vom Hals hast.
Nur nochmal zur Betonung: ich finde, "abschulen" passt irgendwie nicht, weil ich mein Korsett noch immer brauche! Nur eben nicht mehr in der Form wie zu Beginn der Therapie. Hoffe, es ist klar geworden, was ich meine :) .
~ ehemals Ulaschatz ~
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Beitrag von GoGo »

Danke für die Antworten. Selbst eine dauerhafte Therapie mit Korsett ist kein "Weltuntergang". Mein Hauptanliegen war natürlich eine Verbesserung der Haltung ohne Korsett, aber auch eine mögliche Verschlechterung meines Rückens zu verhindern...somit wäre die Korsett-Therapie auch ohne Abschulung ein großer Erfolg.
Ich habe gelesen, dass manche nur noch Nachts ihr Korsett tragen bzw. die Tragezeiten verringert haben (Natürlich nach einer gewissen Therapie-Zeit +KG). Besteht somit die Möglichkeit, eine gewisse Zeitspanne die verbesserte Haltung halten zu können (zb. Tagsüber)? Oder ist darunter eher zu verstehen, dass man eine gewisse Zeit ohne Korsett schmerzfrei sein kann ?

Gruß
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Besteht somit die Möglichkeit, eine gewisse Zeitspanne die verbesserte Haltung halten zu können (zb. Tagsüber)? Oder ist darunter eher zu verstehen, dass man eine gewisse Zeit ohne Korsett schmerzfrei sein kann ?
Beides, allerdings mit Einschränkungen und auch hier noch ziemlich ungenau. Gegen ein reines Nachtkorsett gibt es Theorien, die gegen eine Verbesserung sprechen. Auch die wurden noch nicht bewiesen.
Meine persönliche Erfahrung: meine Haltung hat sich auch tagsüber verbessert, allerdings nur, weil sich mein gesamtes Haltungsempfinden (z.B. Gleichgewichtssinn, etc.) und auch ein Stück Muskulatur im Korsett verbessert haben. Beides sind Dinge, die man erstens schnell wieder verlieren könnte, wenn man längere Zeit kein Korsett mehr trägt (als Erwachsener) und die sich zweitens nur nachts auch kaum bis gar nicht entwickeln dürften (Gegenmeinungen?).

Wie du siehst: du bist noch auf einem sehr schwammigen Terrain. Bisheriger Stand der Dinge vor allem in Bezug auf Schmerzen: den meisten im Forum geht es mit Korsett nach einiger Zeit besser als ohne Korsett. Bezüglich Haltung haben wir aber auch mindestens zwei gegenläufige Meinungen (die man eigentlich langsam aktualisieren könnte... Thomas, fällt es dir immer noch schwer, deine Haltung zu halten ohne Korsett?)
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Bezüglich des dauerhaften Haltens ohne Korsett haben wir ja unser "Musterbeispiel" Toni, der von Tagen spricht, nicht aber von Wochen!
Und er hat ja nun eine erhebliche Korrektur durchgemacht, die auch dadurch gekennzeichnet war, das er sein ganzes Leben darauf eingestellt hat.
Ein sehr positives Extrem, wenn ich das mal so sagen darf.
ula hat geschrieben:Denn genau so etwas steht nun wohl in meiner Akte drin. Begradigung der Kyphose, bzw. Fähigkeit ohne Korsett gerade zu stehen, Verbesserung des subjektiven Befindens...
Ula, Du hast doch nicht so viel zu korrigieren gehabt oder?
Und in der Tat, die Definition des Ziels ist natürlich alles!
Selbstverständlich ist eine Verbesserung des subjektiven Befindens immer eine tolle Sache.
Die Fähigkeit ohne Korsett gerade zu stehen auch, nur wie lange?

Insofern ist Deine Feststellung bezüglich Tragezeit ein weiterer wesentlicher Parameter, denn ein Korsett nur noch nach Bedarf zu tragen ohne eine Verschlimmerung bzw. "Zurückfallen" zu befürchten, könnte schon ein Motivationsschub sein, auch wenn der Bedarf mit Sicherheit eine sehr variable Grösse ist.
Nur müsste man das selbst kontrollieren, insbesondere wenn zunächst die Schmerzen nicht zurückkehren sollten. Eine nicht leichte Aufgabe, wenn ich bedenke, wie schnell man z.Bsp. Schroth vernachlässigt, wenn der Körper keine Alarm (Schmerz) Signale aussendet.

Bei der Gelegenheit, hast Du nicht Interesse am Bad Salzunger Skoliose Symposium?

Gruss
Klaus
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Thomas
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Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
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Beitrag von Thomas »

Ulaschatz hat geschrieben:Bezüglich Haltung haben wir aber auch mindestens zwei gegenläufige Meinungen (die man eigentlich langsam aktualisieren könnte... Thomas, fällt es dir immer noch schwer, deine Haltung zu halten ohne Korsett?)
Hallo Ula,

ich glaube, ich bin da ein schlechtes Beispiel, da ich erstens kein Schroth mache und zweites auch einen recht geringen Kyphose-Winkel habe. Ich trage das Korsett ja auch im Wesentlichen zur Schmerzreduktion und weniger zur Aufrichtung!

Viele Grüße

Thomas

PS: Mich würde es übrigens auch freuen, wenn Du nach Bad Salzungen zu der Verantstaltung kommen würdest!
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Beitrag von Lynn »

Es wurde eine Kyphose von 61 Grad und eine leichte Skoliose diagnostiziert...


Meine Kyphose betrug 59 Grad. Skoliose ebenfalls leicht. Gogo ist 21, ich war 23. Die Ausgangslage ähnelt sich also stark. Das ist auch der einzige Grund, aus dem ich hier so tollkühn argumentiere.
Die Fähigkeit ohne Korsett gerade zu stehen auch, nur wie lange?
Da geb ich dir absolut Recht, Klaus! Deshalb werd ich mein Korsett auch nie verschrotten, im Lebtag nicht. Ich habe schon immer wieder kurze Phasen in denen ich merke, dass ich wieder zurück falle. Es ist natürlich deshalb keine dauerhafte Korrektur, weil sich ja an der Wirbelsäule selbst nichts ändert (@Gogo). In diesen Phasen muss ich mein Korsett dann auch wieder intensiver tragen. So wurschtel ich mich durchs Leben, sozusagen. Aber im Verhältnis gesehen kann ich heute viel längere Zeit schmerzlos, gerade und korsettarm leben. So hab ich das Teilziel gemeint.
denn ein Korsett nur noch nach Bedarf zu tragen ohne eine Verschlimmerung bzw. "Zurückfallen" zu befürchten, könnte schon ein Motivationsschub sein
Denn genau das geht tatsächlich nicht. Hab mich da wohl schlecht ausgedrückt gehabt.

Das mit dem Symposium lass ich mir auf jeden Fall durch den Kopf gehen. Bin ja im Prinzip schon interessiert an den Vorträgen. Muss nur schauen, ob das für mich organisatorisch machbar ist.

Ganz liebe Grüße!
~ ehemals Ulaschatz ~
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Beitrag von Klaus »

ula hat geschrieben:Es ist natürlich deshalb keine dauerhafte Korrektur, weil sich ja an der Wirbelsäule selbst nichts ändert
Das ist ja der Diskussionspunkt!

Bislang bin ich auch davon ausgegangen, dass nur eine weitgehende Veränderung der Rückenstruktur im 3D möglich ist, aber die Lage der Wirbelkörper sich nur in minimalen Grenzen verändern lassen.
Da aber immer von teilweise sehr guten Korrekturen im Röntgenbild die Rede ist, habe ich ja versucht eine Diskussion darüber zu forcieren, warum dann diese tatsächliche Aufrichtung der Wirbelkörper nicht dauerhaft haltbar ist.

ula hat geschrieben:
klaus hat geschrieben:Die Fähigkeit ohne Korsett gerade zu stehen auch, nur wie lange?
Da geb ich dir absolut Recht, Klaus! Deshalb werd ich mein Korsett auch nie verschrotten, im Lebtag nicht. Ich habe schon immer wieder kurze Phasen in denen ich merke, dass ich wieder zurück falle.
Mit meiner Bemerkung hatte ich eher Dr. Hoffmann gemeint, der zwar Recht hat, wenn er das temporäre Halten ohne Korsett als Erfolg sieht, aber den Patienten muss klar sein, dass das nur die halbe Wahrheit ist!

Möglicherweise sagt er das auch, aber man nimmt es einfach nicht wahr, weil dieser Teilerfolg für viele sicherlich ein voller Erfolg ist.
ula hat geschrieben:Das mit dem Symposium lass ich mir auf jeden Fall durch den Kopf gehen
Zumindest ein kleines Forumstreffen könnte das werden. Werde nach Ostern mal ausloten, welche Rolle Dr. Steffan dabei spielen könnte.
Sicherlich wird es nicht wie 2003 um Feldbetten gehen :), sondern eher um eine Gesprächsrunde bzw. Führung durchs Haus, sofern Dr. Steffan wegen des Symposiums überhaupt Zeit hat.

Gruss
Klaus
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Beitrag von GoGo »

Wollt mich mal wieder melden :-)

Also, war die Tage nun in Stuttgart (Rahmouni) für ein Gipsabdruck meines Torsos. Das Korsett wird in 2-3 Wochen fertig sein....




Gruß

GoGo
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