1. Skoliose Diagnose mit 34

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bernd72
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1. Skoliose Diagnose mit 34

Beitrag von bernd72 »

Hallo Zusammen!

Vor 4 Monaten bin ich (34, 183cm, 88KG) wegen akuten Schmerzen im HWS u. LWS-Bereich zum Orthopäden gegangen.

Diagnose.
Idiopathische Skoliose (keine Angabe über °), Rez. Lumbal- und Cervikobrachialsyndorm, Diskopathie: C5/6 > C4/C5; L3/4 ; Steilstellung HWS, beidseitiger Tennisarm, dazu noch so "Kleinigkeiten" wie Kopf- und Ohrenschmerzen, sogar Hodenschmerzen (vom Urologen abgeklärt, dass die Schmerzen von der Wirbelsäule kommen). Dazu bin ich tierisch verspannt...

Bis dato habe ich 18 KG-Einheiten sowie 20 Akupunktureinheiten hinter mir.

Mein Arzt meinte, dass ich ja "hart im Nehmen bin" u. ich die Sache durch KG u. Sport in den Griff kriege. Also sehr "professionell":-)...

Da ich mich die Dauerschmerzen beruflich wie privat "behindern" (Konzentrationsfähigkeit gemindert, nicht mehr 100% ausgeglichen, Sport treiben nicht mehr möglich....) möchte ich etwas ändern. Mir scheinen die vom Arzt getroffenen Maßnahmen unzureichend. Deshalb werde ich den Arzt wechseln...

Leider kann ich die Diagnose nur schwer abschätzen, aber ist es nicht merkwürdig, dass ich z.B. aufgrund der Bandscheibenvorfälle nur KG u. Akupunktur bekomme?
Wie seht Ihr das? Erfahrungsberichte? Tipps?

Vielen Dank u. viele Grüße
Bernd
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Hallo Bernd!
Also insgesamt scheint ja der Arzt zumindest diagnostisch nicht zu den schlechtesten zu zählen, nur leider hat er von Skoliosebehandlung wieder wie so oft wohl keine Ahnung. Sonst hätte er eine Gradangabe dazugeschriebn (oder gesagt), aber ohne Gradangabe kann man dir hier leider wenig raten. Weshalb warst du denn ursprünglich beim Arzt? Wegen Rückenschmerzen oder wegen den anderen Sachen.

Als ich gelesen hab, dass du einen Tennisarm auf beiden Seiten hast, da hab ich ein bißchen kichern müssen. Wie hast du das denn geschafft? Sehr ungewöhnlich. Was rät dir der Arzt dagegen? Die Aussage vom Arzt, dass du Sport machen sollst ist wieder typisch und viel zu lasch. Bandscheibenfälle hast du auch noch? Wie stark, wie viele, wo, wann festgestellt?

Lieber Bernd, du hast jetzt mehrere "Baustellen" auf denen du kämpfen musst. Was die Skoliose angeht, da kann ich dir nur raten lies dich mal ein bißchen durchs Forum um etwas über die WS zu lernen und dann auch vielleicht konkretere Fragen stellen zu können, die wir dann natürlich so gut wie möglich beantworten wollen. Du wirst dabei merken, dass die Gradzahl deiner Skoliose wirklich wichtig ist. Vielleicht kannst du ja bei deinem Arzt erstmal einfach anrufen und dir das telefonisch durchgeben lassen. Wenn er das nicht messen kann, dann ist er sowieso für DICH null geeignet.

Ich bin mir momentan noch nicht so ganz darüber im Klaren, ob deine Beschwerden wirlich hauptursächlich von der Skoliose kommen, deshalb auch die Frage nach der Gradzahl. Da sie dir oder den Ärzten erst jetzt mit 34 aufgefallen ist, liegt der Schluss nahe, dass sie so stark nicht sein kann. Hättest du sonst keine Beschwerden, dann würde ich dich viel gezielter nach der Skoliose fragen, aber ich habe eher den Eindruck, dass dein ganzer Körper total aus dem Gleichgewicht ist. Insofern würde ich zumindest die ganzheitliche Behandlung auf keinen Fall außer Acht lassen. Dazu gehört, dass du mal in dich gehst und dir Gedanken über deine Lebensführung machst: hast du einen Ausgleich zu deinem Beruf? Bewegst du dich also genug? Hast du ein ausreichendes Muskelkorsett? Ernährst du dich gesund? Bist du übergewichtig? Ist dein Beruf stark belastend? Wo genau liegen noch Störfaktoren?

Nicht böse sein, aber ich stelle mir gerade vor, dass du den ganzen Tag vor dem Computer sitzt und abends sogar zu müde bist, dir irgendwas Gutes zu tun. Was machst du denn beruflich, wenn ich fragen darf?

Kopf hoch, wenn du wirklich was dagegen tun willst, dann schaffst du das auch! Aber am Anfang steht immer eine gute Diagnose und eine möglichst breite Bestandsaufnahme ;) .

Ganz liebe Grüße,
Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
bernd72
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Beitrag von bernd72 »

Hallo Ula,

vielen Dank für Deine Antwort. Ich habe gerade beim Arzt angerufen, doch leider ist er krank (tja, auch die Götter in Weiß werden mal krank). Von daher kann ich keine Auskunft über den Grad geben. Die Skoliose ist aber mit bloßem Auge auch für Laien zu erkennen...

Beim Arzt war ich wegen meinen heftigen Rückenschmerzen bzw. Nacken- und Kopfschmerzen. Diese rühren aber von den Bandscheibenvorfällen/Diskopathie (HWS:C5/6 > C4/C5u. LWS: L3/4) her sowie der Tatsache, dass ich super verspannt bin. Hauptbaustelle ist wohl die HWS (Steilstellung, Bandscheibenvorfall, Verspannung...). Von daher gebe ich Dir Recht, die Skoliose ist wohl nicht das Hauptproblem....Die Tennisarme...tja, keine Ahnung wo die herkommen (hat nichts mit sexuellen Aktivitäten zu tun*lol*).

In der Tat bin ich ein Bürohengst (Job nicht stressig). Bewegung habe ich trotzdem "genug", da ich täglich 2x20 Minuten "Muskelaufbauübungen" mache, mit dem Rad 12 KM zur Arbeit fahre u. in der Mittagspause zwischen 30 und 45 Minuten zügig spazierengehe. Zwar sind die Schmerzen teilweise krass, aber wenn ich das "Programm" nicht durchziehe, geht es mir noch schlechter...leider kann ich nicht mehr joggen gehen o. längere Strecken mit dem Rad fahren.

Ein Hinweis noch: Ich war bis vor einem halben Jahr noch nie (kein Joke) bei einem Facharzt, da ich noch nie krank o. verletzt war. Beim Allg. Mediziner war ich auch nur bis dato 2 mal...also hab ich gar keine so schlechte Krankenquote;-)...Zahnarzt besuchte ich natürlich mind. 1 jährlich*g*.

Viele Grüße
Bernd
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Och Bernd, sei froh, dass du dir die Ärztebesuche bisher weitgehend ersparen konntest. Auf der anderen Seite wäre es auch gut gewesen, wenn man deine Probleme wesentlich früher erkannt hätte.
Schade, dass der Arzt nicht da ist, aber vielleicht kriegst du das später ja nochmal raus.
Ich hab schon auch mit Absicht gefragt, ob du am Schreibtisch sitzt, weil der sogenannte "Tennisarm" heute scherzhaft auch oft mal "Mausarm" oder "Computerarm" genannt wird. Auch wenn der Ellenbogen weh tut, so kommen die Schmerzen immer von etwas, dass man mit den HÄNDEN macht. Da deine BSVe noch in der HWS sind würde ich mal dringend deinen Arbeitsplatz checken! Für sowas gibts im Internet haufenweise Tipps (Abstand/Höhe Bildschirm, Mauskissen und, und, und). Das wird deine Bandscheibenvorfälle und die Skoliose nicht verschwinden lassen, aber es wirkt zumindest vorbeugend (denn soo alt bist du ja auch wieder nicht) und verschafft vielleicht auch etwas Erleichterung.
Ansonsten wird es für dich langfristig wahrscheinlich sinnvoll sein Krankengymnastik nach Schroth zu lernen, am besten sogar in einer Reha. Aber gerade diesen Punkt würde ich erst genauer bedenken, wenn wir deine Werte wissen. Dann käme dann Fragen nach dem richtigen Arzt etc. Zur Reha selbst könnte ich nicht so viel sagen, dass müssen dann andere tun. Aber vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn du dich mal mit dem Gedanken daran beschäftigst.
Ganz liebe Grüße, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
Rex
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Beitrag von Rex »

Hallo Bernd,

erstmal ein herzliches "Hallo" hier bei den Skoliosen.

Also ich bin mir da nicht so sicher mit Deinem Arzt, zumal Du ja mit aktuten Beschwerden da hin bist. Die Diagnose hört sich ja gut an, aber mit der Bemerkung " daß Du hart im nehmen seist und das dann mit Krankengymnastik und Sport wieder in den Griff bekommst " das ist meiner Meinung nach Laienhaft. Totaler Blödsinn, zumal Du ja mehrere Baustellen hast, ich meine damit Du schreibst ja noch dazu daß Du Bandscheibenvorfälle hattest ? Weiß das der Arzt daß Du Bandscheibenvorfälle hattest ? Tennisarm beidseitig, hi hi hi woher bekommt man Tennisarm beidseitig ???? (Sorry nicht böse sein, finde ich aber witzig)

Nun, zu Deiner Skoliose. Ich denke nicht daß Du Deine Schmerzen alleine von der Skoliose hast. Ich denke da spielen noch viele andere Dinge, wie Verspannungen oder gar wieder eine Bandscheibe verrückt. Ich glaube Du hast Deine Skoliose nicht erst seit Du 34 Jahre alt bist, sondern schon viel länger nur hat sie halt keiner bemerkt. So schnell bekommt man keine Skoliose. Wichtig ist aber schon daß Dein Arzt Dir die Gradzahlen der Verkrümmung misst, wenn er dazu nicht in der Lage ist dann gehe zu einem anderen Arzt der das kann. Kaum zu glauben daß es heute noch Orthopäden gibt die keine Skoliosen messen können. Für Dich ist aber wichtig zu wissen wieviel Grad Du hast nur so kannst Du Dich richtig behandeln lassen mit eventuell Korsett u.s.w. Ich glaube aber nicht daß Du überhaupt eine nennenswerte Skoliose hast sonst würdest Du die Krümmung ja auf den Röntgenbildern sehen. Sicherlich hast Du nur eine leichte Krümmung oder ? Also lass Dich vermessen, das ist schon wichtig.

Eine leichte Skoliose kannst Du mit Krankengymnastik beheben, wenn es mehr ist dann muß Du eventuell mal einen Spezialisten aufsuchen zwecks Korsett. Ich aber denke daß Deine starken schmerzen eine andere Ursache ist, bedingt durch Deine vielen Leiden. Was machst Du beruflich weil Du so verspannt bist ? Also gehe der Sache auf den Grund, suche Dir einen anderen Orthopäden der Dir helfen kann.

Ich möchte Dir sagen, ich heiße übrigens Petra bin 38 Jahre alt und wurde schon vor 20 Jahren an meiner sehr starken Skoliose operiert. Meine ganze Kindheit verbrachte ich bei Orthopäden die mich quälten mit Gipsschalen und Korsetts. Endlich kam ich dann 1982 in die Hände von Spezialisten die mich dann nach einer Wartezeit damals von 4 Jahren 1986 operierten. Ich dachte immer solche Idioten von Orthopäden gab es nur früher umso überraschter bin ich wenn ich höre daß manche Orthopäden noch heute so arbeiten. Entschuldige wenn ich über Orthopäden schimpfe aber die haben mich was gequält. Heute geht es mir nach 20 Jahren noch immer sehr gut, ich mache viel Sport und stehe voll im Berufsleben. Durch meine sitztende Tätigkeit am PC habe ich schon mal auch Verspannungen. Aber dagegen mache ich viel Sport, das hilft mir.

Also mein Rat an Dich, viel Sport ist schon wichtig je nach dem was Du beruflich machst. Aber Du must erst einmal die Ursache Deiner Schmerzen suchen !! Wechsle mal den Arzt !

Viele Grüße von Rex
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Matthias
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Wohnort: Darmstadt

Beitrag von Matthias »

Hallo Bernd,

geh mit Deinen Rückenproblemen mal zu Dr. Hoffmann nach Leonberg http://skoliose-info-forum.de/viewtopic.php?t=3011 und laß eine gescheite Diagnose machen.
Für den Tennisarm habe ich eine Internetseite gefunden die Dir vielleicht weiterhilft. www.tennisarm.ch

Viele Grüße

Matthias
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

He Leute, jetzt mal erstmal tief durchschnaufen, bitte. Zu Dr. Hoffmann würde ich ihn erst schicken, wenn sich herausstellt, dass seine (also Bernds) Skoliose stärker ist, was vermuten lässt, dass sie stark mitverantwortlich für die Schmerzen ist. Und für so "einfache Dinge" wie Vermessen oder Röntgen kann Bernd auch noch bei seinem jetzigen Orthopäden bleiben - vorläufig (außer er wohnt gleich bei Stuttgart um die Ecke). Natürlich ist klar, dass seine Probleme mit Sport nicht weggehen! Insofern hat der Orthopäde Blödsinn gequasselt. Sollte er aber die Bandscheibenvorfälle und die Verspannungen als Ursache für die Schmerzen sehen, dann hat er mal gar nicht so unrecht! Dann würde ich persönlich vielleicht auch erstmal "normale" KG machen, um als aller erstes die Schmerzsymptome zu lindern. Nur wenn die Skoliose "Schuld" ist, würde ich zuerst Schroth machen. Aber das hängt nicht nur, aber eben auch von der Krümmung ab.

Liebe Petra:
Ich glaube Du hast Deine Skoliose nicht erst seit Du 34 Jahre alt bist, sondern schon viel länger nur hat sie halt keiner bemerkt.
Sofern man keine neurologische Krankheit oder Erkrankung des Autoimmunsystems hat entwickelt sich eine echte Skoliose immer in der Wachstumphase, also deutlich vor dem 20. Lebensjahr.
Ich glaube aber nicht daß Du überhaupt eine nennenswerte Skoliose hast sonst würdest Du die Krümmung ja auf den Röntgenbildern sehen.
Anders als auf Röntgenbildern lassen sich Skoliose gar nicht ausmessen, man sieht also absolut jede Krümmung, auch die klitzekleinen, auf Röntgenbildern.

Ganz liebe Grüße, Ula
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bernd72
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Beitrag von bernd72 »

Hallo Zusammen u. Danke für Euere Bemerkungen!

Mein Arzt hat ja die Bandscheibenvorfälle diagnostiziert. Genauso die Skoliose, Tennisarme u. Steilstellung der HWS, wobei ich schon bei meiner Musterung vor 15 Jahren auf die Skoliose aufmerksam gemacht worden bin, da sie ja mit bloßem Auge sichtbar ist. Auf dem Röntgenbild vom Doc ist sie - selbst für mich als Laien - auch gut sichtbar. U.a. sprach er auch von einem deutlich sichtbaren "Rippenbuckel"...hoffe der Doc wird diese Woche wieder gesund u. ich krieg die Gradzahl raus. Wobei er ja davon ausgeht, dass ich aufgrund der Vielzahl von "Baustellen" die Beschwerden habe u. vor allem die Bandscheibenvorfälle und Verspannungen ursächlich sind.

Dr. Hoffmann wäre ne Alternative, wenn die Skoliose ursächlich wäre (wohne ca. 50 km von Leoberg entfernt, also Distanz kein Problem).

Viele Grüße
Bernd
Rex
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Beitrag von Rex »

Hallo Bernd,

danke für Deine Antwort. Also Du hast Deine Skoliose schon länger. Du hast geschrieben daß Du auch schon einen "Rippenbuckel" sichtbar für Laien hast. Dann würde ich aber schon einmal nach Leonberg fahren. Wichtig ist daß Du Dir die Gradzahlen messen läßt, und da zweifle ich an Deinem Orthopäden daß der im Falle Deiner Skoliose der richtige ist !!!

Trotzdem denke ich daß Deine Schmerzen von den Bandscheibenvorfällen kommen und ich möchte Dir nahelegen bevor Du Deiner Skoliose auf den Grund gehst erst einmal Deine Bandscheibenvorfälle behandeln lässt. Danach würde ich unbedingt mal Deine Skoliose vermessen lassen, vielleicht kommen die Bandscheibenvorfälle ja auch von der ständigen Fehlhaltung durch Deine Skoliose ? Ich wünsche Dir alles Gute !
Gruß Rex
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