Skoliose, Kyphose, Blockaden und Bauch-Hals-Brust-Probleme

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Claudia 2

Skoliose, Kyphose, Blockaden und Bauch-Hals-Brust-Probleme

Beitrag von Claudia 2 »

Hallo zusammen,

habe zwar schon Eure Beiträge von 2004 zu obigem Thema gelesen, aber so richtig, werde ich nicht so daraus schlau, was Ihr dagegen tut und woher Ihr genau wißt, daß die Probleme im Zusammenhang mit der WS-Krümmung stehen.

Ich meine es zu spüren, aber die Ärzte meinen immer, meine Krümmungen/Veränderungen seien zu gering (BWS-Kyphose ca. 55-58 Grad bei 3-D-Vermessung, vierbogige Skoliose unter 20 Grad, Kielbrust). Ich kann die Krümmungen sehr schlecht muskulär ausgleichen (trotz Training im Fitness-Studio und Schroth sowie normaler KG), es entstehen ständig durch Strecken und Zusammensacken irgenwelche Blockaden und "Drehpunkte" (Drehgleitwirbel?), insbes. an den Übergängen der Bögen.

Ich merke auch, daß ich mich immer irgendwo "verdrehe",wodurch Übelkeits- und Engegefühle, sowie ein bitterer Geschmack im Mund entstehen. Die Unwohlgefühle verstärken sich jedoch, sobald ich mich mittels Schroth entdrehe und die Blockaden dadurch verschwinden, dann weiß ich gar nicht mehr, wie ich mich aufrecht halten soll, merke nur, daß der Körper immer wieder auf diese "Stützpunkte"zurück will.

Wenn ich an den Ecken nicht wie gewohnt anspanne (Bauch, Brustbein, Kreuz u. a. ), so daß dort diese festen Punkte/Knoten entstehen, habe ich keinen Halt, alles dreht sich auseinander, und es fühlt sich an, als wären da so etwas wie Löcher im Gewebe oder an den Wirbeln/Brustbeinknochen oder Knorpeln. Wehe ich gebe dem Druck des Zusammenziehens in diese Löcher nicht nach...

Jedenfalls raten mir die Ärzte immer zu einer Magenspiegelung, obwohl ich genau zu spüren meine, daß meine Beschwerden mit der VErdrehung und den Blockaden zusammenhängen. Wie wurde bei Euch die WS-Krümmung als Ursache festgestellt? habt Ihr auch so unangenehme Empfindungen nach Schroth-Übungen und im Zusammenhang mit Blockaden? Ich weiß nicht, was unangenehmer ist, die Blockade oder der Zustand nach gelöster Blockade, zumal ich eben merke, daß die Blockaden immer wieder an den selben Stellen wieder kommen.

BEsonders unangenehm ist das Verdrehen: Ich kann mich zwar super weit entdrehen, aber ich bekomme keine Festigkeit in meinen Körper, so daß ich diese Streckung nicht halten kann und beim Zusammensacken an den Ecken verdrehe. Habt Ihr auch solche komischen Erfahrungen gemacht????

Ich weiß daher nicht, ob es sinnvoll ist, mit Schroth weiterzuüben.

Im Kreuz-Becken-Bereich habe ich auch 2 leichte Bandscheibenvorfälle, weiter oben wird leider nichts untersucht..., aber auch an den anderen Ecken BWS-Mitte u. Brustbein, HWS-Übergang und Mitte und hals vorne und kurz unter dem Kopf und Kinn/Zungenbein fühlt es sich so an, wie dort, wo die BS-Vorfälle unten sind). Jedenfalls war ich schon bei soooo vielen Orthopäden, die mir alle nicht eindeutig ein "ja oder nein" bestätigen konnten - nur "könnte sein, aber internistisch ausschließen lassen".
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Toni
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Re: Skoliose, Kyphose, Blockaden und Bauch-Hals-Brust-Probl

Beitrag von Toni »

Hallo Claudia
Deine Fragen sind rel. schwer zu beantworten, weil...
...ich Deinen Rücken nicht sehe,
...ich nicht sehe, wie Du schrothest und Du auch die übungen nicht nennst, bei denen Du diese Übelkeit spürst. Daß die Wirbelsäule mit allen Nerven in direktem Zusammenhang steht ist wohl unbestritten klar.
Unklar aber ist, was bei Dir genau los ist.
Man kann nicht über Probleme der Therapie diskutieren, wenn man die Anamnese und Diagnose gar nicht kennt. Das wäre wie den 3. Schritt vor dem 1. machen.
Ich versuch das aber doch mal zu beantworten.
Claudia 2 hat geschrieben:Hallo zusammen,

habe zwar schon Eure Beiträge von 2004 zu obigem Thema gelesen, aber so richtig, werde ich nicht so daraus schlau, was Ihr dagegen tut und woher Ihr genau wißt, daß die Probleme im Zusammenhang mit der WS-Krümmung stehen. .
Ich kann nur für mich sprechen, obwohl die Erfahrungen vieler Mitpatienten das bestätigen. Probleme in der Wirbelsäule lösen seltsam-komische Schmerzen und "Gefühlsstörungen" an ganz anderen Stellen im Körper aus. Besonders im Brustraum. In dem Buch "Rückenschmerzen natürlich behandeln" ist das von einem Prof.Dr. Hess genau beschrieben und wird als BWS-Syndrom bezeichnet.
Claudia 2 hat geschrieben:Ich meine es zu spüren, aber die Ärzte meinen immer, meine Krümmungen/Veränderungen seien zu gering (BWS-Kyphose ca. 55-58 Grad bei 3-D-Vermessung, vierbogige Skoliose unter 20 Grad, Kielbrust).
Bedeutet das, Du hast keine Ganz-Wirbelsäulen-Aufnahmen in Deinem Fall seitlich (sagittal) und von hinten (dorsal), die präzise ausgewertet und vermessen sind?
Claudia 2 hat geschrieben:Ich kann die Krümmungen sehr schlecht muskulär ausgleichen (trotz Training im Fitness-Studio und Schroth sowie normaler KG), es entstehen ständig durch Strecken und Zusammensacken irgenwelche Blockaden und "Drehpunkte" (Drehgleitwirbel?), insbes. an den Übergängen der Bögen.
Wo hast Du SCHROTH gelernt? In einer Reha? WO? Sobi oder BaSa?
Claudia 2 hat geschrieben:
Ich merke auch, daß ich mich immer irgendwo "verdrehe",wodurch Übelkeits- und Engegefühle, sowie ein bitterer Geschmack im Mund entstehen.
Eine 4b UNTER 20° aber mit BWS-Kyphose sollte gar nicht so viel entdrehen oder gar "verdrehen"! Ich denke Du solltest mehr insgesamt nach OBEN üben und vorrangig Kyphose-Schroth machen. Die Derotation ist doch bei Dir gar nicht vorrangig.
Claudia 2 hat geschrieben:Die Unwohlgefühle verstärken sich jedoch, sobald ich mich mittels Schroth entdrehe und die Blockaden dadurch verschwinden, dann weiß ich gar nicht mehr, wie ich mich aufrecht halten soll, merke nur, daß der Körper immer wieder auf diese "Stützpunkte"zurück will.
Über mehr in Richtung Strecken, Dehnen usw... Welche Übungen als Hausaufgabenliste hast Du denn nach der Reha mitbekommen? Welche Übungen haben sich bei Dir als optimal und Wirksam erwiesen?
Schroth sollte bei Dir ein GUTES Gefühl verursachen. Du solltest Dich gestärkt und tief durchgeatmet, gedehnt und im Brustkorb geweitet fühlen.
Irgend was stimmt nicht bei Deiner Schrotherei oder mit Deiner Wirbelsäule!
Claudia 2 hat geschrieben:
Wenn ich an den Ecken nicht wie gewohnt anspanne (Bauch, Brustbein, Kreuz u. a. ), so daß dort diese festen Punkte/Knoten entstehen, habe ich keinen Halt, alles dreht sich auseinander, und es fühlt sich an, als wären da so etwas wie Löcher im Gewebe oder an den Wirbeln/Brustbeinknochen oder Knorpeln. Wehe ich gebe dem Druck des Zusammenziehens in diese Löcher nicht nach...
Hast Du schon mal über ein Korsett nachgedacht oder schon eines getragen? Deine WS und Thorax wird in eine optimale Form gebracht, ohne daß Du Dich ständig selbst entdrehen und aufrichten musst. Man kann dann den Optimalzustand auch beim Schrothen und ohne Korsett viel länger halten. Der Körper hat Zeit sich an die neue Haltung zu gewöhnen.
Ichhabe auch ca. 17° Skoliose zu meinem Scheuermann, aber da wird eigentlich gar nicht drauf eingegangen, weder beim Schroth noch im Korsett. Reklination und Aufrichtung haben Priorität!
Claudia 2 hat geschrieben:
Jedenfalls raten mir die Ärzte immer zu einer Magenspiegelung, obwohl ich genau zu spüren meine, daß meine Beschwerden mit der VErdrehung und den Blockaden zusammenhängen.
Bei mir wurde auch Speiseröhre und Magen gecheckt (sauunangenehme Untersuchung, aber durchaus auszuhalten.) Die Lunge wurde von einem Pneumologen total gecheckt. Ein Cardiologe machte EKG, BelastungsEKG und Ultraschall des Herzens während ich auf einem Ergo strampelte. Blutuntersuchungen usw.... alles OHNE Befund.
Der Lungenfacharzt tippte damals auf M. Scheuermann und die Blockaden als Ursache. Er hatte recht.
Seit ich das Korsett trage und erst recht seit der reha in BaSa hatte ich KEINE Einzige Blockade mehr! (TOI-TOI-TOI!!!) Manchmal wenn ich mich verdrehen (Torsion im Bereich der BWS, dann hab ich schon das Gefühl als wolle das was "verhaken" Aber nur ein bewusstes tiefes Atmen mit reklinierender Streckung und Aufrichtung und es ist sofort gelöst.
Claudia 2 hat geschrieben:Wie wurde bei Euch die WS-Krümmung als Ursache festgestellt?
Eben durch sehr umfangreiche Ausschluss-Diagnostik. Irgendwann ist alles was in Frage kommen könnte OHNE Befund. Dann bleibt nur noch die WS aus Auslöser übrig.
Claudia 2 hat geschrieben:habt Ihr auch so unangenehme Empfindungen nach Schroth-Übungen und im Zusammenhang mit Blockaden?
NEIN, wie gesagt.. ich hab ei Dir den Verdacht, daß entweder mit Deiner Schrotherei und/ oder Deiner Wirbelsäule etwas nnicht in Ordnung ist.
Claudia 2 hat geschrieben: Ich weiß nicht, was unangenehmer ist, die Blockade oder der Zustand nach gelöster Blockade, zumal ich eben merke, daß die Blockaden immer wieder an den selben Stellen wieder kommen.
Sind das überhaupt Blockaden??? Ich glaube Du brauchst erst mal eine genaue Diagnose. Wer ist denn Dein Wirbelsäulen-Spezialist?
Warst Du schon mal bei Dr. Hoffmann oder Dr. Steffan?
Claudia 2 hat geschrieben:
BEsonders unangenehm ist das Verdrehen: Ich kann mich zwar super weit entdrehen, aber ich bekomme keine Festigkeit in meinen Körper, so daß ich diese Streckung nicht halten kann und beim Zusammensacken an den Ecken verdrehe. Habt Ihr auch solche komischen Erfahrungen gemacht????
Eine Skoliose unter 20° sollte nicht superweit entdreht werden. Ich fürchte fast, Dir hat jemand völlig falschen Schroth beigebracht!
Wenn Dein Körper die notwendige Festigkeit das zu halten selber nicht schafft, das ist der Moment für ein gutes Korsett. Glaub mir, das gibt Halt und Festigkeit!
Claudia 2 hat geschrieben:
Ich weiß daher nicht, ob es sinnvoll ist, mit Schroth weiterzuüben.
Erst mal genau abklären was überhaupt los ist.
Dann alle Schroth-Übungen weglassen, bei denen das ungutte Gefühl auftritt. Dafür andere machen. Hast Du einen optimal eingerichteten Schrothplatz mit Sprossenwand, 3-4 Spiegeln usw...
Claudia 2 hat geschrieben:
Im Kreuz-Becken-Bereich habe ich auch 2 leichte Bandscheibenvorfälle, weiter oben wird leider nichts untersucht..., aber auch an den anderen Ecken BWS-Mitte u. Brustbein, HWS-Übergang und Mitte und hals vorne und kurz unter dem Kopf und Kinn/Zungenbein fühlt es sich so an, wie dort, wo die BS-Vorfälle unten sind).
Wie wurden die BSV festgestellt? CT oder MRT?
Hast Du M. Scheuermann?
Claudia 2 hat geschrieben: Jedenfalls war ich schon bei soooo vielen Orthopäden, die mir alle nicht eindeutig ein "ja oder nein" bestätigen konnten - nur "könnte sein, aber internistisch ausschließen lassen".
Lieber einmal zu einem wirklich kompetenten Orthopäden gehen als zu soooo vielen.
Du musst erst mal abklären lassen was bei Dir überhaupt los ist.
Deine Diagnose ist unklar.
Dein Schroth klingt so, als würdest Du etwas falsch oder verkrampft machen.
Bei Dir läuft etwas falsch.
Aber ferndiagnosen sind immer mit Vorsicht zu geniesen.
Du musst DRINGEND zu einem Vollprofi!
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Claudia 2

Beitrag von Claudia 2 »

Hallo Toni!

Vielen Dank für Deine Antwort.

Nach der heutigen KG-Sitzung, bei der ich beschlossen habe, die Schroth-Übungen erst mal wieder wegzulassen und es noch mal mit geraden Übungen zur Rundrücken-Korrektur zu probieren, glaube ich auch, die Schroth-Theorie nicht richtig zu verstehen. Ich war wirklich der Meinung, daß ich mich erst mal völlig "aushaken" muß, bevor ich mich strecke. Mit "aushaken" meine ich, mich aus den stützenden Wirbel Blockaden (das sind schon welche, die KGs wollen sie mir immer wieder rausmachen!) und Haken in den Rippen zu entdrehen, dann kann ich mich nämlich in der BWS super weit in die Länge hochrekeln. Nun heute habe ich gespürt, daß es wohl eher darum geht, den Brustkorb nach hinten zu drücken und nur leicht seitlich u. nach oben an den festen Übergängen der Skoliose bögen zu korrigieren, ohne die Verhakelungen jedoch völlig zu lösen. Verstehe ich das richtig so?? (falls meine Beschreibung verständlich ist....).
Ich verstehe immer nicht, wie ich durch die Atmung Stabilität bekommen soll, d. h. ich kann mich völlig entdrehen, aber dann hängt alles frei und ich weiß nicht, wohin damit, wie ich da die Festigkeit wieder im richtigen Winkel reinbekommen soll!!! - Muß ich mich dann nach hinten drücken? Ich kann doch die Streckung nicht halten, ohne es irgendwo an den Übergänge der Bögen wieder einrasten zu lassen.

Ich habe Schroth 2002 in Bad Salzungen gelernt (dort auch 3-D-Vermessung, Gradzahl wurde mir nicht genau mitgeteilt, mein Orthopäde hatte vorher 17 Grad LWS u. 13 BWS gemessen) und bei einer KG danach 2 Jahre weitergeführt. Wir haben die Übungen zwischen 2 Stäben und Holz mit Gummiband an der Sprossenwand aufgenängt nach unten ziehen sowie Theraband nach unten ziehen gemacht, meist im Sitzen. Allerdings hat jetzt (bei einer neuen KG nach einer Pause wegen der Beschwerden) zwischenzeitlich ein 4. Bogen im Kreuzbein gezeigt, so daß ich die Beckenkorrektur wohl nicht ganz korrekt durchgeführt habe, da die seitlich prominente Hüfte re. statt li. ist. Vor der REha war ich der Meinung, die Korrektur bestünde aussschlielich im Hoch-Strecken, ohne in die Breite zu gehen, so daß die Ecken immer eng standen und ich mich an den Ecken immer verdreht habe. Leider habe ich dadurch an den Ecken immer noch Stabilitäts-Probleme, und durch den Rundrücken sacke ich immer wieder auf die Eckwirbel zusammen. Ganz sicher spielen auch die Bandscheiben-Wirbel in der LWS (Kreuzbein-Ecke und BEcken-Übergang, mit MRT Anfang d. Jahres festgestellt) (nach meinem Gefühl ist auch was in der BWS, dort aber keine MRT-Untersuchung) eine Rolle, die waren auch solche Stütz-Blockaden und schmerzen nun. Im Kreuzbein will ich mich immer wieder eindrehen oder verdrehen. Das Weithalten fällt mir irre schwer, und ich muß mir einen anderen Winkel zum Strecken suchen, was glaube ich, die Probleme in den Rippen verursacht. Da sind so kleine Knorpel, insbesondere an der Spitze meiner Kielbrust (dort am Rücken stärkster Rundrücken-Punkt und gleichzeitig Wendepunkt eines Skoliose-Bogens), die ich immer als Haken bezeichne. An diesen Stellen sowie dort gegenüber verhakelt sich immer was oder ich verdrehe mich, was nach meinem Empfinden zu den Übelkeits-Symtomen führt.

Leider fühlte ich mich in Bad Salzungen etwas allein gelassen beim Erlernen der Übungen. Die Gruppen waren viel zu groß (insbes. beim freien Üben - 2 KGs auf 2 große Turnhallen-Räume, die immer nur bei den besonders schweren Fällen rumhingen), und so richtig konnte mir immer keiner sagen, wo ich genau reinatmen soll, jeder hat mir was anderes gesagt, die eine meinte links in die schwache Seite, die andere mittig ins Brustbein, meine KG zu Hause meinte allerdings auch in die linke Seite oben. Einzel-KG bekam ich erst in der letzten Woche gerade 2 Mal, nachdem ich mir nach der Hälfte einen TErmin bei Dr. Stephan erbetteln mußte. Mit dem Stationsarzt war ich überhaupt nicht zufrieden, der hatte wohl auch zu wenig Entscheidungsfreiheit. Das GEgendrehen habe ich glaube ich auch vorher schon automatisch gemacht, gebracht hats mir nur, daß ich weiß, wie ich mich enthakeln kann und daß ich auch in die Breite muß um Stabilität zu bekommen, aber die Atmerei verwirrt mich ehrlich gesagt immer. Nach oben gehe ich sowieso schon immer automatisch, nur halten kann ich die Streckung eben nicht.

Ja, richtig kompetente Orthopäden, die sich Zeit nehmen für mein Problem gibt es offensichtlich nicht, sonst wäre ich nicht schon bei "sooo vielen" gewesen!! Die meisten meinen, diese Beschwerden sind rein internistisch und sowieso sind meine Krümmungen viel zu gering als daß ich ständig solche Beschwerden haben könnte. Nur 2, die auch Sportärzte und Allgemeinmediziner sind, haben eingeräumt, daß es schon Zusammenhänge geben könnte, aber sie empfahlen mir trotzdem internistisch alles auszuschließen. Und zu der Magenspiegelung kann ich mich einfach nicht durchringen, weil ich das Schlauchschlucken meine nicht ertragen zu können, und diese Schlafspritzen sind wohl nicht immer oder bei jedem so, daß man wirklich nichts mitbekommt... Schon die Darmspiegelung mußte abgebrochen werden, weil ich totale Krämpfe im Unnterbauch bekam. Die anschließende Röntgenuntersuchung war aber in Ordnung, es hieß nur, der Darm verliefe sehr schlingenförmig. Vielleicht hängt das auch mit dem engen Bauchraum durch den Rundrücken zusammen...

Wer ist dieser Dr. Hoffmann? Ein Korsett hat mir nie ein Arzt empfohlen, ich soll ja die Muskeln stärken, die sind ja viel zu schwach.... Außerdem wurde mir, wie wohl vielen anderen auch hier in diesem Forum, gesagt, es gäbe für Erwachsene kein Korsett, das hat nur im Wachstumsalter Erfolg. Hat es wirklich bleibenden Erfolg oder entlastet es nur? Wie lange am Tag und insgesamt mußt Du es tragen?[/u]
Lilie
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Beitrag von Lilie »

Hallo Claudia,

Dr. Hoffmann ist ein Orthopäde mit Praxis in Stuttgart/Leonberg, der sich sehr gut mit Skoliosen und Kyphosen auskennt. Ich war selbst bei ihm (Kyphose 69°) und kann ihn wärmstens empfehlen.

Die Meinung ein Korsett würde nur im Wachstumsalter erfolgversprechend sein ist gängige Orthopädenmeinung, aber sie ist FALSCH! Das Problem ist, dass sich so gut wie kein Orthopäde mit diesen Formen der WSErkrankungen auskennt. Genauso wenig wie mit dem Bau von hochkorrigierenden Korsetts.
Ein GUTES Korsett führt nicht zur Muskelerschlaffung, sondern die Muskeln arbeiten im Korsett, sprich sie werden trainiert. Die Betonung liegt aber auf GUT!

Ich habe selbst seit 4 Wochen eines und ich SEHE wie die WS in die richtige Richtung gebogen wird und SPÜRE wie meine Musklen arbeiten müssen.
Ich muss das Korsett sehr wahrscheinlich nicht lebenslänglich tragen, sondern kann es irgendwann abschulen. Schrothen werde ich wohl mein Leben lang müssen um die gewonnene Korrektur aufrecht zu erhalten.

Ich schließe mich Toni an und würde dir auch dazu raten zu einem von den beiden Profis zu gehen.

Gruß,
Lilie
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Dalia
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Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Dazu mus man sagen, dass Kyphosen sich besser korrigieren lassen als Skoliosen, während diese im Erwachsenenalter wohl nicht dauerhaft korrigiert werden können.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Claudia 2

Beitrag von Claudia 2 »

Hmm, und wenn ich beides habe und bei beiden nicht mittig ausgeglichen bin???

Mein Problem ist, daß ich das Maximum der Übungsstreckung nie halten kann, egal ob ich mit Schroth oder ohne Schroth mich strecke, aber je mehr ich mich ausdrehe, also aus den Verhakelungen löse und mich hochdrehe bzw. -strecke, desto weniger komme ich in die wieder eingedrehte/verdrehte Position zurück, die ich beschwerdefrei halten kann. Aber etwas aushaken muß ich mich doch, um mich zu strecken, oder? Ich verstehe einfach nicht, wie man an den Ecken, d. h. Übergängen der Bögen Stabilität erreicht. Ist man denn irgendwann soweit, daß man nicht mehr ständig aktiv gegendrehen muß, sondern auch in entspannter Position beschwerdefreien Halt hat?? Wie finde ich die sog. Mitte, d. h. die Stellung, in der ich Halt habe, aber nicht überdehnt bin? Was ist mit den Eckwirbeln, sind die auch nach BEendigung der Übungen frei beweglich??? Wenn ich die Krankengymnasten das frage, verstehen die mich immer nicht, habt Ihr denn nicht das Problem des Zurückkommens??? Bei nur Kyphose kann man sich sicherlich gerade zusammenfallen lassen, aber bei zusätzlicher Skoliose finde ich eben nie den richtigen Winkel beim Zusammensacken. Ich glaube, das größte Problem ist da, wo Skoliose und Kyphose (bei mir Mitte BWS) zusammentreffen. Dann soll ich auch noch die Gegendrehungen an den anderen Ecken machen - alles zusammen kann ich eben nach der aktiven Anspannung nicht halten. Dazu kommt, daß die Winkel je nach Festigkeit des BHs bzw. mit und ohne (weil sie die Rippen und die Eckwirbel zusammendrücken und damit mehr in die Länge ziehen) anders sind, so daß ich spätestens abends und nachts wieder vor dem Problem stehe, wie ich mich jetzt wieder drehen muß, weil sich nach Ablegen des "BH-Korsetts" (falls ich darin eine erträgliche Position gefunden habe) alles wieder auseinanderdreht und damit auf die Wirbel und Rippen drückt oder Reizungen dort verursacht. Früher habe ich ja immer mit den schrägen Bauchmuskeln gearbeitet, damit hatte ich zwar unten und am Bauch nicht so das Problem, dafür "klemmte" oder drückte aber immer ein Wirbel in der BWS fest, weil ich dort nicht den Ausgleich schaffen konnte.

Dalia hast Du beides, Skol. und Kyph.?
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Claudia 2
Einiges, von dem was Du berichtest klingt für mich so als würde Dein Körper nach einem festen Halt und einer klaren Form regelrecht schreien!
Deine Unsicherheit im Schrothen, das zurückfallen, verhaken der WK und kl. Wirbelgelenke, Deine berichte vom "BH-Korsett" Deine Schwerhörigkeit durch HWS-Syndrome usw... das klingt so als solltest Du mal täglich einige Stunden in einer sehr guten CTLSO (streckend und entlastend vom Kopf bis zum Becken)verbringen.
Hast Du schon mal inn einem Schlingentisch mit Glissonschlinge gelegen?
Ich denke das wäre bei Dir mal einen Versuch wert!
Gruß Toni
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Beitrag von Dalia »

Hallo Claudia,

ich habe "nur" eine Skoliose, aber die hat 90 - 100°...

Hier im Forum gibt es Berichte, dass adulte Kyphosen sich eher dauerhaft korrigieren lassen als adulte Skoliose, die nicht dauerhaft korriogiert werden können. Was nicht heißen soll, dass es mit Kyphose einfacher ist!

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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Claudia 2

Beitrag von Claudia 2 »

Was ist CTLSO, der Name des Korsetts?? Schlingentisch, ist das das Gestell mit den Gurten und Haken bei der KG, wo man aufgehängt wird - das hatte ich auch schon.

Dalia, Lillie und Toni, ich bewundere Eure Ausdauer und Eure Willenskraft.
Wie lange müßt Ihr das Korsett am Tag und insgesamt tragen?

Eigentlich gebe ich mir ja auch immer wieder einen Ruck, aus diesem Teufelskreis herauszukommen. Schroth hatte mir anfänglich auch wieder einen Auftrieb gegeben, und am Anfang war ich auch überzeugt, daß das die richtige Therapie ist, bis ich mich wohl zu viel enthakt habe, und nun das gegenteilige Problem habe, vorher war alles zu fest, jetzt habe ich eben keinen Halt, weil alles zu locker ist. Die Schroth-KG sagt eben nur "weitermachen", eine andere KG ohne Schroth-Ausbildung hat mir (gerade und v. a. schräge) Bauchmuskelübungen gezeigt. Nur habe ich da wieder das Problem, daß sich die Eckwirbel verdrehen. Die
Schulter-Übungen im Fitness-Studio geben manchmal wenigstens vorübergehend etwas Stabilität, wirken aber nicht gegen die Skoliose-Drehungen weiter unten.

Meine Frage wegen dem Schroth-Gefühl ist leider noch nicht beantwortet. Wodurch ergibt sich bei Euch die Festigkeit bei der Schroth-Gymnastik?
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