ich bin 39 jahre und aus berlin...mit 14 jahren wurde meine skoliose damals erst entdeckt...bis zu meinem 16. lebensjahr war ich in der damaligen orthopädischen klinik (scharnhorststraße) der charite in behandlung und bekam dort immer wieder gips um meinem körper.
wie krumm - wieviel grad meine s-skoliose war, kann ich nicht mehr genau sagen, ich denke es waren damals zum anfang 49 grad oben und 36 grad unten...und zum schluß 43 grad oben und unten ca. 31grad.
als ich 18 jahre wurde, war ich sehr froh, dass ich ein kind erwartete...denn dadurch bekam ich von der charité keine post mehr, die mich ansonsten nämlich immer alle halbe jahre zu einer nachuntersuchung bestellten.....ich war einfach nur glücklich nicht mehr an meine skoliose erinnert zu werden....
die damals erlernte krankengymnastik machte ich all die jahre nur ab und an, ehrlich "gesagt" eigentlich nur dann, wenn ich mal wieder etwas "knackiger" aussehen wollte....
ich habe auch rückenschmerzen, die mich nicht sehr oft quälten, nie ernstgenommen......
ich wollte einfach gesund sein.....wie so viele andere.....
mein wissen über skoliose war nicht groß....ich dachte, da ich nicht mehr wachse auch die skoliose nicht schlimmer werden kann...
erst als ich vor einem halben jahr ein taubheitgefühl in meinen armen und beinen öfters bemerkte, bekam ich angst.
ich begann sofort wieder mit der erlernten krankengymnastik, hatte dann aber gleich das gefühl, das diese mir nicht gut tut, da ich die nächsten tage stark unter migräne litt. nach mehreren versuchen, die immer mit nacken- und migräneschmerzen endeten......ließ ich es.
meine nacken-rückenschmerzen gehen jetzt nicht mehr weg und ich bin am montag das erste mal nach 21 jahren auf der suche nach einem orthopäden gewesen.
bin natürlich zur orthopädischen poliklinik der charité gegangen, weil ich dort doch damals patientin war und ich einen arzt suchte, dem ich vertrauen kann....
an dem tag war dort skoliose-sprechstunde und ich hoffte auf hilfe.
doch die charité wies mich ab, mir wurde gesagt, dass meine unterlagen vernichtet sind und ich nicht das recht habe hier überhaupt mit einem orthopäden zu sprechen...ich soll zur rettungsstelle gehen wegen der schmerzen oder mir halt irgendeinen orthopäden suchen, der dann entscheidet, ob ich hierher darf oder nicht......
das war der totale schock, denn an wen sollte ich mich nun wenden, wenn ich doch keine anderen guten orthopäden kenne, außer die in der charité.....
in meiner verzweiflung suchte ich dann im internet nach namen von damaligen mir noch bekannten ärzten .....und fand zum glück dr. hähnel, ausserhalb der charité in einer reha-klinik...damals war er oberarzt der station 1 auf der ich lag und jetzt ist er chefarzt der medianklinik hoppegarten.
mein freund rief dort an...erzählte von mir....und ich bekam dort einen untersuchungstermin.
morgen ist der tag.......und ich habe riesige angst.....angst, dass ich operiert werden muß......angst, dass meine skoliose sich verschlechtert hat.....
angst vor der nicht mehr verschliessbaren tür, die ich damit geöffnet habe.....angst vor dem was kommen wird.....

