Meine Geschichte

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actsv
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Meine Geschichte

Beitrag von actsv »

Ich hoffe ich bin hier richtig, wenn nicht bitte verschieben. Danke :)

Also ..
ich bin weiblich 17 Jahre alt, 175cm groß und wiege ca. 69kg, zudem bin ich gesetzlich versichert. Nun ist es mal wieder an der Zeit das ich Rückenschmerzen habe und das schon ca. eine Woche, aber fang ich mal von vorne an.

So wirklich Angefangen hat alls mit 11/13, denn da habe ich öfters gehört bekommen das ich mich mal grade hinsetzten soll, meistens auf „Dorffesten“ von bekannten. Nach 1-2 Tagen hab ich dies aber wieder vernachlässigt und meine Eltern nicht drauf geachtet.
Mit 14 hatte ich dann ein Praktikum im Reise-Büro, da hatte ich dann das erste mal „wirklich“ Rückenschmerzen im Unteren Bereich und im Nacken, daher bin dann zum Hausarzt gegangen. Dieser meinte dann, das es verdacht auf Morbus Scheuermann ist und ich zum Orthopäden soll.

Orthopäden rausgesucht, aber dieser nahm keine neuen Patienten auf und die Terminvergabe wäre erst in einem halben Jahr gewesen. Deshalb habe ich mir dann ein anderen Orthopäden gesucht und bin dann in voller Hoffnung auf Hilfe mit meiner Mutter dort hingegangen (zu den Zeitpunkt war ich mittlerweile schon 15).
Naja, als ich dann in das Behandlungszimmer betrat und ich mich halt so hinsaß wie ich immer sitze kam der Arzt nach einiger Zeit rein und meinte nach kurzer Vorstellung „Deine Haltung kotzt mich an“ (Wort wörtlich). Da ich wenig Selbstvertrauen hab kamen mir natürlich sofort die Tränen und er hatte nichts besseres zu tun als von seiner Tochter zu erzählen die noch größer ist als ich und eine aufrechte Haltung hat. Naja, er schaute auf die Überweisung und las Morbus Scheuermann, tastete mich ab und verschrieb mir 6 mal Krankengymnastik. Geröntgt oder ähnliches wurde nicht.

Ich dann zur Krankengymnastik hingegangen und ja, die meiste Zeit lag ich auf der Liege und er renkte/massierte meine Wirbelsäule, außer einmal da hat er mir Übungen gezeigt die ich Zuhause machen sollte. Als ich allerding einmal eine Therapiestunde bei seiner Kollegin hatte, meinte sie das meine Wirkbelsäule leicht schief ist. Die Übungen habe ich am Anfang ein paar mal gemacht, aber das verblaßte auch nach der Zeit.

Ca. ein halbes Jahr später hatten wir dann ein Auffahr-Unfall und zur Sicherheit bin ich zum Hausarzt gegangen um den Nackenbereich abzuchecken. Alles in Ordnung, aber ich hab vorsichtshalber Krankengymnastik verschrieben bekommen (6 mal). Naja, die Physiotherapeutin hatte mehr Ahnung von dem was sie tat und sie gab mir auch jedes mal Hausaufgaben auf, die ich dann gemacht habe und am ende wieder nachgelassen habe.

Jetzt, wieder ein halbes Jahr später hab ich wieder mal Rückenschmerzen (die selben wie vor 2 Jahren). Vor eine Woche habe ich bei dem Orthopäden 1 angerufen, und genauso wie damals: Er nimmt keine Neupatienten auf wegen Überfüllung. Deshalb bin ich heute zum Hausarzt gegangen. Dieser verschrieb mir Funktionstraining für ein Jahr, was nun erst mal von der Krankenkasse genehmigt werden muß.

Da das aber nicht so weiter gehen kann, auch wenn sich für meine Mutter die Sache mal wieder erledigt hat (weil mir ja erst mal wieder geholfen wird) bin ich nun auf der Suche nach einem Orthopäden der Ahnung von seinem Beruf hat.
Öfters bin ich hier auf Dr. Hoffmann gestoßen aber ca. 480km, quer durch Deutschland ist für mich als Schülerin so gut wie unmachbar. Wie lange sind da überhaupt die Wartezeiten? Denn wenn er so „gehypdet“ wird kann ich mir vorstellen das unter ein Jahr nichts geht.
Zudem würde meine Mutter mir ein Vogel zeigen wenn ich ihr sage das ich zu einem Orthopäden nach Stuttgart will. Machbar wäre eine Entfernung von maximal 100 km sprich Raum Hannover/Braunschweig/Celle/Göttingen.
Zudem: lohnt sich das überhaupt bei meinen Problemen? Ich füg mal ein paar Bilder hinzu damit ihr euch mal ein Bild machen könnt (sind nicht die besten aber nunja, immerhin). Zudem habe ich auch bisher nur gehört bekommen das ich Sport machen soll, und um das zu hören reise ich nicht durch das ganze Land. Ich denke, das ist auch verständlich.

Achja, da ich ja zur Zeit noch Schülerin bin und gerne eine Ausbildung zur Bürokauffrau (bzw. generell die Richtung Büro) machen möchte, denkt ihr das ist überhaupt machbar? Also das ich fast 50 Jahre am Schreibtisch arbeite bei meinen Problemen, die ja nunmal schon in jungen Jahren angefangen haben.

Fals sich die Frage herausstellt warum nur von meiner Mutter die rede ist, meine Eltern sind geschieden und kein Kontakt zum Vater den ich aber auch nicht aus diesen Grund aufnehmen werde.

Sollte eigentlich kein halber Roman werden, aber ich hoffe die wichtigsten Dinge habe ich geschildert und ihr könnt mir ein bissen helfen.
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kyphoboy
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Behandlung abgeschlossen, Kyphose 34°, Lordose 40°

Re: Meine Geschichte

Beitrag von kyphoboy »

Hallo actsv,

also auf deinen Bildern ist ein Rundrücken ( Hyperkyphose ) und ein Hohlkreuz ( Hyperlordose ) gut zu erkennen.
Und diese können deine Rückenschmerzen auslösen.

Dein Orthopäde hat sich nicht gerade professionell verhalten und sollte eigentlich wissen dass wenn schon Verdacht auf Morbus Scheuermann gestellt wurde ein Röntgenbild erstellt werden muss.
Öfters bin ich hier auf Dr. Hoffmann gestoßen aber ca. 480km, quer durch Deutschland ist für mich als Schülerin so gut wie unmachbar. Wie lange sind da überhaupt die Wartezeiten? Denn wenn er so „gehypdet“ wird kann ich mir vorstellen das unter ein Jahr nichts geht.
Aus Erfahrungen heraus so um die 4 Wochen. Allerdings musst du beim ersten Termin 65€ bezahlen. Fähige Orthopäden gibt es noch in Berlin ( Dr. Wilke ) und in Bad Sobernheim ( Dr. Verres ). Ich würde aber mich bei allen Ärzten selbst schlau machen wie lang aktuell die Wartezeiten sind.
Zudem: lohnt sich das überhaupt bei meinen Problemen? Ich füg mal ein paar Bilder hinzu damit ihr euch mal ein Bild machen könnt (sind nicht die besten aber nunja, immerhin). Zudem habe ich auch bisher nur gehört bekommen das ich Sport machen soll, und um das zu hören reise ich nicht durch das ganze Land. Ich denke, das ist auch verständlich.
Ja das lohnt sich, vorallem bei deinen Problemen. Nur Sport bringt nichts und Dr. Hoffmann und auch die anderen Orthopäden wissen dass auch und werden dir Therapiemöglichkeiten aufzeigen und auch den Verdacht auf Morbus Scheuermann entweder bejahen oder verneinen ;)
Achja, da ich ja zur Zeit noch Schülerin bin und gerne eine Ausbildung zur Bürokauffrau (bzw. generell die Richtung Büro) machen möchte, denkt ihr das ist überhaupt machbar? Also das ich fast 50 Jahre am Schreibtisch arbeite bei meinen Problemen, die ja nunmal schon in jungen Jahren angefangen haben.
Von mir ein NEIN! Deine Beschwerden werden sich nur verschlimmern, da du dann den ganzen Tag in einer ungünstigen Haltung sitzt und sich deine aktuelle Situation in der Wirbelsäule leicht verschlechtern kannst. Auch wirken sich Fehlstellungen in der Wirbelsäule negativ auf die Bandscheiben auf.

Vielleicht könntest du ja auch mit dem Zug zu einem Spezialisten fahren, oder du zeigst deiner Mutter dieses Forum und erzählst ihr von den gesundheitlichen Problemen die auf dich zukommen können.


Grüße
kyphoboy
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Klaus
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Re: Meine Geschichte

Beitrag von Klaus »

Hallo actsv,
Machbar wäre eine Entfernung von maximal 100 km sprich Raum Hannover/Braunschweig/Celle/Göttingen.
Ich kann Dir in dieser Region nur raten, Dr. Wilke in Berlin aufzusuchen. Mit dem Zug ist das ab November wieder eine relativ schnelle Angelegenheit, bei der man auch den Spartarif der Bahn nutzen kann.
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Da ist dringend wirklich kompetente Hilfe angesagt, die man leider nur selten bekommt. Die (schlechte) Alternative wäre das Annastift (Medizinische Hochschule) in Hannover, bei der zwar eine konkrete Diagnose gemacht wird, aber dann geht es bezüglich Behandlung nicht weiter. Absolut nicht zu empfehlen.

Gruß
Klaus
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