Ist eine Operation die beste Lösung?
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Hase2010
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Seit Juli 2010: Krankengymnastik nach Schroth, Reha Bad Sobernheim März 2011,
Rahmouni - Korsett seit 11/2010
Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo zusammen, ich bin 39 Jahre alt und habe eine vierbogige starke Skoliose mit 52° im Lendenwirbelbereich und ca. 50 Grad im Brustwirbelbvereich. Wenn ich mich regelmäßig in Bewegung halte mit Sport (Radfahren, Walken etc.) komme ich ganz gut damit klar. Es gibt allerdings auch Tage wo ich Rückschmerzen und auch Hüftschmerzen (durch Beckenschiefstand) bekomme. Schon als Kind habe ich von meiner Skoliose erfahren und war seinerzeit 3x in Bad Sobernheim. Da ich allerdings wenig Probleme mit Schmerzen hatte, habe ich leider nicht mehr viel dagegen unternommen. Erst in den letzten Jahren merke ich immer wieder daß ich nun doch Probleme bekomme. Habe wieder mit Krankengymnastik nach Schroth angefangen und versuche auch täglich meine Übungen zuhause durchzuführen. Über meine Krankengymnastin und das Forum habe ich von Dr. H. Hoffmann in Leonberg erfahren und mir dort gleich einen Termin geholt. Nun bin ich ziemlich geschockt da er mir zu einer Operation geraten hat.
Er ist der Meinung daß mit dem Alter alles viel schlimmer wird und so eine OP sollte dann nicht erst auf den letzten Drücker (mit 50 oder 60 Jahren) durchgeführt werden. Die Erfolgs- und Heilungschancen sind bei jüngeren Menschen besser. Er meinte auch daß die meisten Schmerzen aus dem Lendenwirbelbereich entstehen und ich alleine mit Krankengymnastik und Schroth keine wirklich Verbesserung bzw. Schmerzfreiheit erzielen kann. Er hat mir nun einen Besprechungstermin zusammen mit H. Halm aus Neustadt angeboten der mit mir nochmals die ganzen Details und Risiken einer OP durchsprechen kann. War erst mal total durch den Wind und wusste gar nicht was ich ihm dazu sagen soll. Habe vor einer solchen OP sehr große Angst und habe mir über diese Möglichkeit auch bisher noch nie ernsthafte Gedanken gemacht. Vor den großen Schmerzen die evtl. die Zukunft bringt habe....Für mich stellt sich die Frage was kommt noch alles auf mich zu wenn ich diese OP durchführe oder ablehne? Ist es für mich die einzigste Möglichkeit um einigermassen Ruhe zu bekommen? Wäre hier über einen guten Rat sehr dankbar!
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minimine
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Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo Hase2010,
erstmal herzlich Willkommen hier im
Ich glaube dir, dass das ein großer Schock für dich war, wenn da plötzlich das Wort "OP" gefallen ist. Dr. Hoffmann ist schon ein Arzt, der, wenn es irgendwie eine Möglichkeit gibt, eine OP zu vermeiden, einem auch die Chance dazu gibt. Generell liegt die Entscheidung ja bei dir. Du könntest ihn aber auch nochmal fragen, ob du es nicht doch erst nochmal mit einem Korsett und/oder einer erneuten Reha nach Schroth versuchen könntest oder warum er denkt, dass das in deinem Fall eben nichts mehr bringt.
Gerade wenn du dir noch unsicher bist, wäre vielleicht ein weiterer konservativer Versuch nicht schlecht. Wenn du damit gut leben kannst, du schmerzfrei wirst, die Adult-Progredienz verhindern kannst, dann ist da ja super. Wenn es dir nicht hilft, dann kannst du zumindest sagen, dass du alles versucht hast, konntest noch eine Weile länger darüber nachdenken und kannst dann deine Entscheidung sicherer fällen.
Du kannst ja zu diesem Kombi-Termin mal hingehen und dir die Meinung von Prof. Halm anhören oder du machst so nochmal einen Termin aus, um nochmal abzuklären, ob definitiv keine konservativen Möglichkeiten mehr in Frage kommen.
Ich weiß nicht, ob es Fälle gibt, in denen ein Erwachsenen-Korsett von vornherein keinen Sinn macht, aber könntest du dir das denn vorstellen? Dazu solltest du auch wissen, dass die Anschulung schon nicht ganz einfach ist, es kommt Druckschmerz, Dehnungsschmerz usw. dazu, besonders wenn deine Skoliose evtl. schon sehr fixiert ist.
Evtl. könntet ihr auch über ein rein stützendes oder nur leicht korrigierendes Korsett sprechen.
Auf jeden Fall solltest du bei Unsicherheit nochmal einen Termin ausmachen, bei dem du dann auch gefasster bist und deine Fragen alle stellen kannst.
Halt uns doch auf dem Laufenden, ja.
LG
Minimine
erstmal herzlich Willkommen hier im

Ich glaube dir, dass das ein großer Schock für dich war, wenn da plötzlich das Wort "OP" gefallen ist. Dr. Hoffmann ist schon ein Arzt, der, wenn es irgendwie eine Möglichkeit gibt, eine OP zu vermeiden, einem auch die Chance dazu gibt. Generell liegt die Entscheidung ja bei dir. Du könntest ihn aber auch nochmal fragen, ob du es nicht doch erst nochmal mit einem Korsett und/oder einer erneuten Reha nach Schroth versuchen könntest oder warum er denkt, dass das in deinem Fall eben nichts mehr bringt.
Gerade wenn du dir noch unsicher bist, wäre vielleicht ein weiterer konservativer Versuch nicht schlecht. Wenn du damit gut leben kannst, du schmerzfrei wirst, die Adult-Progredienz verhindern kannst, dann ist da ja super. Wenn es dir nicht hilft, dann kannst du zumindest sagen, dass du alles versucht hast, konntest noch eine Weile länger darüber nachdenken und kannst dann deine Entscheidung sicherer fällen.
Du kannst ja zu diesem Kombi-Termin mal hingehen und dir die Meinung von Prof. Halm anhören oder du machst so nochmal einen Termin aus, um nochmal abzuklären, ob definitiv keine konservativen Möglichkeiten mehr in Frage kommen.
Ich weiß nicht, ob es Fälle gibt, in denen ein Erwachsenen-Korsett von vornherein keinen Sinn macht, aber könntest du dir das denn vorstellen? Dazu solltest du auch wissen, dass die Anschulung schon nicht ganz einfach ist, es kommt Druckschmerz, Dehnungsschmerz usw. dazu, besonders wenn deine Skoliose evtl. schon sehr fixiert ist.
Evtl. könntet ihr auch über ein rein stützendes oder nur leicht korrigierendes Korsett sprechen.
Auf jeden Fall solltest du bei Unsicherheit nochmal einen Termin ausmachen, bei dem du dann auch gefasster bist und deine Fragen alle stellen kannst.
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LG
Minimine
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Minimine
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Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hat Dr. Hoffmann etwas über "Abnutzungserscheinungen" an Wirbelsäule und Hüftgelenken gesagt?
Ich könnte mir vorstellen, dass Dr. Hoffmann Dir zur OP rät, da bereits entsprechende Schäden vorliegen und die lassen sich konservativ nicht beheben.
... das heißt allerdings nicht, dass durch konservative Maßnahmen keine Besserung der Schmerzproblematik möglich sein könnte.
Ich könnte mir vorstellen, dass Dr. Hoffmann Dir zur OP rät, da bereits entsprechende Schäden vorliegen und die lassen sich konservativ nicht beheben.
... das heißt allerdings nicht, dass durch konservative Maßnahmen keine Besserung der Schmerzproblematik möglich sein könnte.
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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Hase2010
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Rahmouni - Korsett seit 11/2010
Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo, vielen Dank mal für die Antworten. Ja also in Bezug auf Schädigungen hat er angesprochen daß das Hüftgelenk linksseitig Abnutzungserscheinungen hat. Er meinte auch daß der Bogen im Lendenwirbelbereich fast schon einen Knick machen würde. Er hat mir eine Überweisung für eine CT mitgegeben um die Beschaffenheit der Bandscheiben besser anschauen zu können.
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minimine
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Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo Hase2010,
nach dem CT musst du doch dann sicherlich auch nochmal zu Dr. Hoffmann, oder? Du kannst da ja dann nochmal nachhaken, ob es gar keine andere Möglichkeit mehr gibt.
LG
Minimine
nach dem CT musst du doch dann sicherlich auch nochmal zu Dr. Hoffmann, oder? Du kannst da ja dann nochmal nachhaken, ob es gar keine andere Möglichkeit mehr gibt.
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Sabona
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Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo Hase,
ich kann es sehr gut verstehen, welcher Schock es für dich war als du die OP vorgeschlagen bekommen hast.
Bei mir war es genauso. Ich, (53 J. 90 Grad) war vor 2 Jahren bei Dr. Hoffmann und er meinte ich kann noch soviel schrothen, eine Verschlechterung könnte ich nicht aufhalten. Für mich käme nur eine OP in Frage. Den Kombi-Termin mit Prof. Halm habe ich wahrgenommen. Und welche Überraschung, er lehnte bei mir zum jetzigen Zeitpunkt eine OP ab. Es geht mir noch zu gut und ich könnte mich durch eine OP auch verschlechtern. Sollte es schlimmer werden, würde er mich auch noch operieren wenn ich 70 wäre.
Ich würde den Termin wahrnehmen und sehr genau nachfragen ob es wirklich sofort sein muß und ob du nicht die Zeit hast mit konservativer Therapie etwas zu erreichen.
Ich schrothe fast täglich und es geht mir nach wie vor gut. Verschlechtert habe ich mich bis jetzt nicht.
Wünsche dir alles Gute
ich kann es sehr gut verstehen, welcher Schock es für dich war als du die OP vorgeschlagen bekommen hast.
Bei mir war es genauso. Ich, (53 J. 90 Grad) war vor 2 Jahren bei Dr. Hoffmann und er meinte ich kann noch soviel schrothen, eine Verschlechterung könnte ich nicht aufhalten. Für mich käme nur eine OP in Frage. Den Kombi-Termin mit Prof. Halm habe ich wahrgenommen. Und welche Überraschung, er lehnte bei mir zum jetzigen Zeitpunkt eine OP ab. Es geht mir noch zu gut und ich könnte mich durch eine OP auch verschlechtern. Sollte es schlimmer werden, würde er mich auch noch operieren wenn ich 70 wäre.
Ich würde den Termin wahrnehmen und sehr genau nachfragen ob es wirklich sofort sein muß und ob du nicht die Zeit hast mit konservativer Therapie etwas zu erreichen.
Ich schrothe fast täglich und es geht mir nach wie vor gut. Verschlechtert habe ich mich bis jetzt nicht.
Wünsche dir alles Gute
- Silas
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Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo Sabona,
solange Du keine Beschwerden hast, würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht operieren lassen, da es keine Garantie dafür gibt, dass Du nach erfolgreicher OP weiterhin beschwerdefrei wärst.
Viele Grüße,
Silas
solange Du keine Beschwerden hast, würde ich mich an Deiner Stelle auch nicht operieren lassen, da es keine Garantie dafür gibt, dass Du nach erfolgreicher OP weiterhin beschwerdefrei wärst.
Viele Grüße,
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Hase2010
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Rahmouni - Korsett seit 11/2010
Re: Ist eine Operation die beste Lösung?
Hallo Sabona,
vielen Dank für Deinen Beitrag! Es hat mir erst mal sehr geholfen das ganze ein bißchen klarer zu sehen. Ich hatte heute auch nochmals ein Gespräch mit meinem Orthopäden und habe ihn gefragt wie er das Thema OP sieht. Er meinte auch daß es nur dann gemacht werden sollte wenn gar kein Weg mehr dran vorbei führt. Zum Beispiel wenn man große Schmerzen hat oder es sich sehr stark verschlechtert und man kann es durch konservative Behandlung nicht mehr aufhalten. Da ich nun regelmäßig meine Übungen mache und fast keine Schmerzen habe sieht er derzeit keinen Anlaß sich darüber Gedanken zu machen. Werde zu dem Termin mit Dr. Halm gehen und mir seine Meinung anhören und ihn auch alles fragen. Parallel habe ich aber nun erst mal eine Schroth Reha beantragt. Werde wirklich alles probieren um die OP vermeiden zu können und mir mit der Entscheidung Zeit lassen. So wie Du auch bereits geschrieben hast kann so eine OP auch eine Verschlechterung zu meinem jetzigen Zustand bringen, da es mir ja relativ gut geht!
vielen Dank für Deinen Beitrag! Es hat mir erst mal sehr geholfen das ganze ein bißchen klarer zu sehen. Ich hatte heute auch nochmals ein Gespräch mit meinem Orthopäden und habe ihn gefragt wie er das Thema OP sieht. Er meinte auch daß es nur dann gemacht werden sollte wenn gar kein Weg mehr dran vorbei führt. Zum Beispiel wenn man große Schmerzen hat oder es sich sehr stark verschlechtert und man kann es durch konservative Behandlung nicht mehr aufhalten. Da ich nun regelmäßig meine Übungen mache und fast keine Schmerzen habe sieht er derzeit keinen Anlaß sich darüber Gedanken zu machen. Werde zu dem Termin mit Dr. Halm gehen und mir seine Meinung anhören und ihn auch alles fragen. Parallel habe ich aber nun erst mal eine Schroth Reha beantragt. Werde wirklich alles probieren um die OP vermeiden zu können und mir mit der Entscheidung Zeit lassen. So wie Du auch bereits geschrieben hast kann so eine OP auch eine Verschlechterung zu meinem jetzigen Zustand bringen, da es mir ja relativ gut geht!