Morbus Scheuermann - Welche Hilfen?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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shoukri

Morbus Scheuermann - Welche Hilfen?

Beitrag von shoukri »

Hi,

ich bin zur Zeit 27 Jahre jung, bei mir wurde vor rund 9-12 Jahren Morbus Scheuermann diagnostiziert. Ich habe den Eindruck, besonders in den letzten Jahren durch diverse Bürojobs immer stärkere Schmerzen im Bereich der Mittleren Wirbelsäule zu bekommen.

Schlafen ist für mich nur Möglich wenn der Oberkröper höher liegt als der Unterkörper. Auch die klassische vorgebeugte Sitzhaltung ist bei mir vorhanden.

Erblich bin ich etwas vorbelastet, mein Vater und Großvater hatten auch diverse Fehl- haltungen und bildungen an der Wirbelsäule. Bei meinem Vater ist eine Skoliose diagnostiziert worden. Ebenfalls bin ich eine Frühgeburt (Wachstumsstörungen etc)

Ist es möglich zum Beispiel ein entsprechendes Pflegebett genehmigt zu bekommen? Meine Untersuchung beim Orthopäden deshalb steht in den nächsten Wochen ins Haus.

Rainer
Ramses
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Beitrag von Ramses »

Hallo Rainer,

der Scheuermann wurde zwar erst jetzt diagnostiziert, entstanden ist er aber in der Pubertät, da es sozusagen eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule ist. Du beschreibst nun mögliche Folgen des Scheuermann, eine Hyperkyphose (Rundrücken). Diser entsteht wenn sich beim Scheuermann Keilwirbel ausbilden. Mit der Diagnose Scheuermann alleine ist keine kompetente Diagnose erstellt worden, diese benötigst Du aber um die richtige Behandlung einzuleiten. Dazu muss die Kyphose auch ausgemessen werden um den Grad der Krümmung festzustellen, dann sollte eine begleitetende Skoliose ausgeschlossen werden, denn auch diese kann durch einen Scheuermann ausgelöst werden.

Ein spezielles Pflegebett brauchst Du deshalb nicht! Im Gegenteil ich würde die Finger davon lassen, da die Matratzen in solchen Betten bestimmt nicht Deiner Rückensituation gerecht werden.

Gruß

Ramses
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Ramses hat geschrieben:Mit der Diagnose Scheuermann alleine ist keine kompetente Diagnose erstellt worden, diese benötigst Du aber um die richtige Behandlung einzuleiten.
Hallo Rainer,

genauso ist das!
Und eine kompetente konservative Behandlung in Form von aktiver individuell angepasster Muskelpflege (z.Bsp. Schroth KG) ist grundsätzlich immer besser, als irgendwelche passiven Maßnahmen, die Dich nicht weiterbringen. Man kann jedenfalls noch jede Menge tun, auch wenn man "schon" 27 ist. Ich habe meine erste Schroth REHA mit 60 gehabt. :)

Gruss
Klaus
Sakuranbo

Beitrag von Sakuranbo »

Hallo!
Ich schreib nun auch endlich mal was (sollte mich auch endlich mal registrieren...), bin schon seit Wochen stille Mitleserin...

Jedenfalls bin ich 16 Jahre alt und hab auch Morbus Scheuermann mit leichter Skoliose dazu. Schlafen ist auch schrecklich, ich hab noch Glück, dass ich ein ziemlich hartes Bett habe, da geht das recht gut. Sobald ich aber mal bei einer Freundin übernachte habe ich solche Rückenschmerzen, dass ich morgens garnicht aufstehen will... Immer diese Betten wo man fast drin ertrinkt. =/

Ich hoffe es ist okay, wenn ich hier mal was frage, dann muss ich keinen extra Thread aufmachen... =)

Ist mit 16 Jahren eigentlich noch irgendwas am Rücken machbar? Mein Orthopäde damals hat mit 14 schon Skoliose festgestellt, da sollte ich aber einfach nur regelmäßig schwimmen gehen...
Vor einem Jahr ca. fing das dann mit extrem schlimmen Rückenschmerzen an. War bei unzähligen Orthopäden, die meinten ich hätte zu meiner Skoliose noch Morbus Scheuermann. Ich hab mich endlos oft spritzen lassen und bin ständig zur Krankengymnastik gegangen, aber mit dem Ergebnis, dass kaum was machbar ist, da ich solche Schmerzen im Rücken habe, dass an Gymnastik garnicht zu denken ist.
Aber irgendwie bringt es kein Orthopäde auf die Reihe mir richtig sinnvoll zu helfen. Entweder wollen die mir direkt eine Spritze in den Rücken jagen (welche überhaupt nix bringt) oder ich soll mich nicht so anstellen, wäre ja garnicht so schlimm, immerhin bin ich noch jung und keine alte Dame.
Ich geh oft schwimmen und reite 4-5x die Woche, mit mittelmäßigem Erfolg, weil ich nach 40 Minuten vor lauter Rückenschmerzen einfach nicht mehr kann. -.- Morgens steh ich auf und will mich wieder hinlegen, weil jeder Schritt zuviel ist, dabei liebe ich Sport. =/
Nun hab ich festgestellt, dass mir diese Rückenschoner echt gut tun, besonders beim Reiten geben die ein wenig Halt. Sind die denn in Ordnung oder machen die alles noch schlimmer?

Werd ich überhaupt mal irgendwann schmerzfrei? :(
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Sakuranbo hat geschrieben:Ich hoffe es ist okay, wenn ich hier mal was frage, dann muss ich keinen extra Thread aufmachen... =)
Deine Frage ist hier im Forum so grundsätzlich wichtig und umfangreich, dass ich Dich schon bitten möchte, einen extra Thread aufzumachen !

Dabei solltest Du die Gelegenheit nutzen und Dich mit Wohnort anmelden.
Auch wenn shoukri sich bislang noch nicht gemeldet hat.

Gruss
Klaus

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Torte77
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Reiten mit Scheuermann??? oh Gott

Beitrag von Torte77 »

Wie soll das denn gehen?Das ist genau das richtige für deftige Rückenschmerzen :eek: So viel ich weiß soll man alles vermeiden was mit Torrsion und Stauchen des Rückens zu tun hat!Habe Volleyballspielen auch an den Nagel gehängt-leider.
Alea jacta est-die Würfel sind gefallen
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Beitrag von Art456 »

Hallo Sakuranbo

Ich habe auch das Problem das mir kein Orthopäde richtig Helfen kann. Ich habe Skoliose und auch Morbus Scheuermann. Ich habe Früher auch oft Krankengymnastik bekommen, half aber auch nicht. Jetzt gehe ich zu einer Schmerztherapeutin mit den Tabletten die ich bekommen habe sind die Schmerzen etwas besser geworden, ganz weg sind die auch nicht, aber wenigstens etwas besser. Ich glaube man soll nicht aufgeben, so lange bis man den richtigen Orthopäden gefunden hat.

Gruß
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

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Gruss
Klaus
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