Hallo Dalia,
danke für die Links, ich werde sie mir heut Abend sicherlich mit Genuss reinziehen. Nr. 4 und 5 wecken einfach die Neugier nach deiner Vorgeschichte!
Bei mir könnte sich Dr. Hoffmann auch sehr gerne um 8° vermessen haben, dann wäre ich schnurstracks raus aus der OP-Indikation! Aber mal im Ernst: Das ist ja ganz schön viel für einen Messfehler. Ob 90 oder 98° - das macht dann doch einen Unterschied. Oder ist es einem irgendwann auch ganz egal, wenn man wahrscheinlich eh von allen Seiten eine OP aufgedrängt bekommt?
Kann es sein, dass du dich bei dem letzten Röbi besonders gut in Form geräkelt hast?
Hallo Twiba,
meine "Ausgleichsbögen" (weiß nicht, ob das medizinisch so korrekt ist

) sind nicht so das Problem, so dass sie auch beim Arzt oder KG weniger Beachtung finden. Meine LWS ist ziemlich steif geworden, schon als Kind und der LWS-Bogen ist bei 26 Grad stehengeblieben. Ich könnte versuchen diesen Teil wieder etwas zu mobilisieren. Das wäre sicherlich im Falle einer Versteifung der BWS angebracht. Dazu bleibt mir laut meiner KG aber auch nicht mehr sehr viel Zeit. "Im Alter" wird dann wohl alles etwas schwieriger. Der Bogen oberhalb des Hauptkrümmungsbogens in der unteren BWS beträgt 40°. Deswegen steht mein Hals auch etwas schief und ich hab oft Nackenschmerzen. Und meine rechte Schulter hängt immer so schlaff nach vorne.
Ich muss sagen, ich ärgere mich jetzt fürchterlich über die vergeudeten Jahre: Einmal habe ich als Kind viele Jahre mit lächerlicher KG verbracht, später dann mit einem lächerlichen Korsett nach dem anderen. Als Jugendliche dann viele Jahre ganz ohne Korsett, weil ich angeblich schon ausgewachsen war und fast ohne KG, weil das angeblich nichts mehr bringt, wenn man ausgewachsen ist. Als ich das erste Mal in Bad Sobernheim war, war ich schon 24, das war im November 2003.
Gibt es denn bei einer Skoliose so was wie "Schübe"? Wenn ja, dann gibt es doch bestimmt Gründe dafür, oder nicht?
Dr. Hoffmann meinte nur, meine WS wäre schon ziemlich verdreht und da es sich ja die letzten Jahre trotz intensiver KG noch verschlechtert hat, kann man davon ausgehen, dass es immer weiter fortschreiten wird. Und dann gibt´s irgendwann extreme Probleme. Er hat mir Röbi von einer versteiften Person gezeigt, deren WS war fast gerade. Dr. Hoffmann meinte, schon ein halbes Jahr nach der OP wäre ich alle Probleme los und könnte wieder alles an Sport machen (worauf ich sehr großen Wert lege!). Lasse ich mich nicht operieren, hätte ich ein Leben lang gegen die Skoliose anzukämpfen. Er war ganz überrascht über meine Ablehnung. Also sind wir nicht mal zur genauen OP-Planung gekommen ("Das kann man ganz hübsch von der Seite operieren..."), ich wollte ja gar nix davon hören und er fragte ganz vorsichtig nach Plan B, also wie es mit einem Nachtkorsett aussehen würde. Ich habe auf der Stelle "begeistert" zugestimmt und ihm das Rezept für mein erstes Rahmouni-Rezept förmlich aus der Hand gerissen. Immerhin kannte ich schon die Möglichkeit einer Korsett-Therapie im Erwachsenenalter aus diesem Forum. So langsam wird mir dann doch komisch bei dem Gedanken bald wieder eingequetscht zu sein, aber habe ich eine andere Wahl?! Ich schwanke derzeit immer zwischen hochmotiviert und total resigniert ("Bringt ja eh alles nichts"

).
Hast du eigentlich schon ein Rezept für ein Korsett? Wenn nein, solltest du dir schnellstens eines besorgen (ich denke es gibt nicht viel mehr Ärzte als Dr. Hoffmann, die Erwachsenen überhaut eines machen lassen). Dann hast du schon nicht weiter das Gefühl, dass dir dir die Zeit davon läuft.
Bis bald!
Sandy