Schroth-Therapie

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Aleeex95
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Schroth-Therapie

Beitrag von Aleeex95 »

Hallo :)

Ich habe jetzt die ersten Male "Schroth-Therapie" gemacht. Doch ich habe hier gelesen, das man bei der Schroth-Therapie aktiv mitarbeiten muss. Und das habe ich definitiv nicht gemacht!
Ich wollte jetzt mal fragen was ihr so die ersten Stunden so gemacht habt!
Also ich lag auf dem Bauch der Therapeut hat so Punkte am Rücken gedrückt oder ich saß und er hat mich korrigiert und das musste ich halten. Das ganze hatte ich jetzt 6 Mal und er sagte mir nur das ich mich nach meiner OP wieder melden soll.. :eek: :rolleyes: (OP ist nicht geplant!!!)

Liebe Grüße
Alex
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von leptirica82 »

Hallo Alex,

ich bin zwar keine Expertin in Schroth, hatte auch erst 6 Behandlungen, aber aktiv mitwirken muss ich schon. Habe ab und zu auch Muskelkater am nächsten Tag :ja:
Was ich echt heftig finde, ist dass er dir sagt "man sieht sich nach der OP", obwohl von OP keine Rede war. Statt dich zu motivieren, dass Du weiterhin konservativ was machst, kommt so ein Spruch :<
Ich bin wesentlich älter als Du und wäre für einige Ärzte durchaus in der OP Indikation, aber meine Therapeutin sagt selber, OP erstmal gar nicht in Erwägung ziehen, alles Andere probieren... Ich an Deiner Stelle würde mich nach einem neuen Therapeuten umsehen :rolleyes:

Wünsche Dir alles Gute
LG
leptirica
Lady S
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Lady S »

Wie Du das schilderst, hört sich das definitiv nicht nach Schroth an :nein:
War da nichts mit Atmen dabei?
Hattest Du den Namen des Therapeuten denn aus Sobernheim?

Soweit ich mich erinnere, wurden mir in der ersten KG-Einheit ein paar Zusammenhänge und Begriffe erklärt (Paket, Atemstellen, entdrehen, raffen), dann wurden die Beckenkorrekturen geübt und zunächst nur das Atmen in die schwache Stelle, während ich die Hände an der Sprossenwand hatte.
Aber das muss ja nicht überall so sein.

Grüsse, Lady S
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Aleeex95 »

Hallo & Danke schon mal für die schnelle Antwort :)

Mein Hausarzt hat mir die Praxis empfohlen. Als ich den Termin gemacht habe, habe ich auch gleich gefragt ob der Therapeut auch ein ausgebildeter Schroth-Therapeut ist und dies wurde mir auch mit Ja beantwortet!

Bei den einzelnen Übungen wurde mir nur gesagt, das ich atmen soll, da ich lieber die Luft anhalte, gerade beim Aufrichten wie ich gemerkt habe :/

Zu der OP: Die Ärzte haben mir bis jetzt alle zu einer OP geraten (mittlerweile auch mein Chef :rolleyes: ). Jedoch will ich diese OP im Moment auf keinen Fall! Auch dem Therapeut habe ich das mit den Gründen genannt. Trotzdem bekommt man sowas beim letzen Termin gesagt...

Liebe Grüße
Alex
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von leptirica82 »

Sag mal wie sind denn Deine Gradzahlen?Wie schaut es mit Korsett und/oder Reha aus? Bin echt bisschen irritiert,da du ja noch relativ jung bist.Bei Dir könnte man sicherlich viel erreichen :ja:
LG
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Hallo,

was der Therapeut mit dir gemacht hat, ist definitiv kein Schroth.
Es kann ja sein, dass er einmal eine Schroth-ausbildung absolviert hat, er arbeitet aber offenbar nicht (mehr) damit.

Ich würde dir ja gerne sagen, dass es okay ist, was er macht nach dem Motto "hauptsache es hilft" aber gerade bei einer Skoliose kommt es darauf an, dass effektiv damit gearbeitet wird und das heißt, dass auch aktiv gearbeitet wird.

Schroth hat einen ganz festgelegten Ablauf mit Beckenkorrektur, Rekeln, Atmen und gezielten Muskelspanungen. Es kann im Einzelfall Abweichungen davon geben aber die sollten nicht so weit gehen, dass hauptsächlich "Punkte gedrückt" werden.

Auch wenn dein Hausarzt die Praxis empfohlen hat und diese in anderen Fällen gut arbeitet, so würde ich dir empfehlen, dir einen Schroth-Therapeuten zu suchen, der auch danach arbeitet.

Nach meinem Ermessen sind die Grundpfeiler einer guten Skolioseversorgung ein guter Orthopäde und eventuell ein gutes Korsett sowie die gute Anleitung der Schroth-Übungen.

Es wäre sicher von Vorteil, wenn du einen der hier empfohlenen Skoliose-Spezialisten aufsuchst. Dort bekommst du eine saubere Diagnose und die genannten Orthopäden können dir eine Schroth-Reha in Bad Salzungen oder Bad Sobernheim verordnen. Dort lernst du die Schroth-Übungen sehr gründlich und kannst dann auch beurteilen, ob in der ambulanten Versorgung gut damit gearbeitet wird.

LG
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Aleeex95 »

Hallo :)

@ leptirica82: Meine Gradzahlen kann ich dir leider nicht sagen, da die wunderbaren Ärzte aus der WWK damit überfordert sind, diese zu bestimmen :rolleyes:

Zur Schroth-Therapie: Mir war irgendwie klar das das kein Schroth war. Habe deshalb auch immer wieder nachgefragt und er meinte immer nur "Jaa, das ist Schroth-Therapie..."

Laut Hausarzt und Orthopäde sollten mir noch Übungen beigebracht werden die ich dann alleine zu Hause machen sollte. Habe doch tatsächlich 1 Übung gezeigt bekommen und von der wird meine Wirbelsäule garantiert nicht gerade :/

Im Oktober habe ich einen Termin bei Dr. Hoffmann, wo ich hoffentlich endlich eine vernünftige Diagnose und Therapie bekomme.

Liebe Grüße
alex
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von lodriane »

Huhu,

ja, das habe ich schon oft erlebt, dass die sagen, dass sie Schroth-Therapeuten sind. Ich möchte dann immer das Zertifikat aus Sobernheim sehen und dann werden sie oft eingeschnappt und sagen mir, dass jeder Physiotherapeut in der Ausbildung auch Schroth gelernt hat.

Die Grundlagen vielleicht, aber mehr nicht.

Selbst mein jetziger Physiotherapeut hat die Ausbildung in Sobernheim und zeigt mir das nicht richtig.

Leider bin ich aus meiner Heimatstadt weggezogen und nun finde ich keinen Schrottherapeuten mehr... Traurig. Aber ich hoffe, dass ich das in der Reha so gut lerne, dass ich mich mit solchen Möchtegern-Physiotherpeuten nicht mehr rumärgern muss. :(

Auf was ich immer achte:
- die sehen auf anhieb, welches deine schwache Seite ist
- die Zeigen dir die Beckenkorrekturen (so, dass du gerade stehst)
- die Zeigen dir wohin du athmen musst (Schroth ist athmen und Muskeln anspannen --> gerade am Anfang sehr anstrengend)

Klar gibts noch viel mehr, aber wenn nen Schroththerapeut das nicht macht, isses auch keiner...

Liebe Grüße

lodri
Alles was ich schreibe, ist meine Meinung und spiegelt nicht die Meinung anderer wieder!

Du hast mich noch nicht erkannt,
obwohl ich vor dir steh.
Ich möchte mit dir reden,
doch irgendwie kann ich's nicht.
Ich hab dich lang nicht mehr gesehn,
guck jetzt in dein Gesicht.
Ich suche einen alten Freund,
doch ich entdecke nichts.
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von KG-lahr »

hallo Aleeex95
es ist richtig das es Therapeuten gibt die nach Schroth behandel und keine Fortbildung als Schroth Therapeut gemacht haben.
Aber nun meine Frage an Dich -
Was sagt dieses Zertifikat aus welches du sehen möchtest.

Das die Therapeuten eine Fortbildung in Bad Sobernheim durchgeführt haben ==> ja das ist richtig

Dass sie eine Prüfung abgelegt haben ==> auch richtig,
aber was ist die Prüfung Wert --> keine staatliche Geprüfte Prüfung wie z.B. bei der Manuelen Therapie. Dieser Kurs wird von Regierungspräsidium nicht anerkannt; es gibt keine Prüfungsordnung; die Prüfung hat keinerlei Rechtsgrundlage. Diese Information habe ich erhalten, als ich für meine Tochter vom Arzt die Schroth Therapie verschreiben lassen wollte- Keine Kasse erkennt diese Methode an (Außer in der Klinik) da es sich um eine Reha handelt) und rechtlich ist diese Therapie nicht geschützt. Über die Wirksamkeit der Therapie können wird gerne reden - diese hat meiner Tochter sehr geholfen um die Fortschreitung der Skoliose einzuschränken.
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Das Schroth-Zertifikat besagt nichts anderes aus, als dass der Therapeut oder die Therapeutin die Ausbildung zum Schroth-Therapeuten absolviert, eine Prüfung abgelegt und diese bestanden hat. Es gibt in Deutschland derzeit nur zwei Kliniken, an denen die Kurse stattfinden: Bad Sobernheim und Bad Salzungen. Beide arbeiten ähnlich und laut jüngster Information aus Sobernheim, wollen sie in Zukunft noch enger zusammenarbeiten als bisher. (Was für uns Therapeuten wirklich schön wäre, denn bisher war es nicht möglich, einen Refresher in der jeweils anderen Klinik zu machen):

Ich kann dir versichern, dass die Ausbildung, die ich in Salzungen gemacht habe, fundiert und effektiv war. Ich kam jedenfalls um einiges klüger raus, als ich reinging :D . Zumindest was Skoliosen betrifft. Und ich kann versichern, dass ich erst, nachdem ich den Kurs absolviert hatte wirklich ermessen konnte, was für einen Unterschied es für die Behandlung einer Skoliose macht, ob man Schroth gelernt hat oder nicht.

Das Zertifikat ist insofern von den Kassen nicht anerkannt, als dass die Schroth-Therapie nicht gesondert abgerechnet werden kann. Sie kann nur im Zuge einer "normalen" KG abgerechnet werden, sprich: die Praxis bekommt diese Verordnung nicht höher vergütet. Das sagt nichts über die Qualität von Schroth aus sondern nur etwas über die Kostendämpfung der Kassen ;) .
Das heißt aber auch, dass KG-Praxen ein Schroth-Rezept annehmen und abrechnen dürfen, obwohl sie diese Fortbildung nicht absolviert haben. Leider kommt das vor. Insofern ist es wichtig, wenn Zweifel bestehen, sich bei den Therapeuten genau zu erkundigen, wann und wo die Schroth-Ausbildung gemacht wurde.

Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen

LG
Karin
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von minimine »

Hallo KG-lahr,

es ist sicherlich richtig was du sagst. Letztendlich ist es aber dennoch ein Kontrollinstrument für Patienten. Wie sollen die sonst wissen, wo sie gut aufgehoben sind?
Auch mit diesem Zertifikat heißt es aber noch lange nicht, dass man einen wirklich guten Therapeuten erwischt hat. Ich war z.B. mal vertretungsweise bei einer Schroth-Therapeutin (mit Ausbildung in Sobernheim), die mich die Übung verkehrt herum machen lassen wollte.
Aber ich habe auch die Erfahrung mit einem Möchtegern-Schroth-Therapeuten gemacht. Ich hab telefonisch nach einer Praxis gesucht, die KG nach Schroth anbieten (war noch vor meiner ersten Reha) und diese Praxis meinte eindeutig, dass sie das anbieten würden. Ich wusste es nicht besser, da ich ja noch keine Schroth-Erfahrung hatte. Erst nach der Reha merkte ich, dass das alles andere als Schroth war, zum Teil schädliche Übungen und Einrenkmanöver. Die Praxis stand auch nicht in den Ordnern, die man in Sobernheim einsehen kann (oh Wunder...).
Auf was sollen sich denn Patienten verlassen? Auf das Wort einer Praxis offensichtlich nicht!!
Allerdings habe ich mich auch darüber gewundert, dass Praxen, die auf den Sobernheimer Listen stehen am Telefon noch nie was von Schroth gehört haben wollen...

Ich habe aber auch die Erfahrung gemacht, dass nicht das Wissen über Atemstellen, schwachen Stellen und Beckenkorrekturen die Spreu vom Weizen trennt (das erwarte ich einfach von einem Schroth-Therapeuten als Mindestanforderung!), sondern vielmehr die kleinen Details. Man merkt das auch gut, wenn man den Unterschied zwischen Sobernheim und Salzungen (zumindest vor 6 Jahren!) kennt. Gute Therapeuten haben auch kleinste Fehler (z.B. eine Schulter ist nicht korrigiert oder der Kopf steht schief etc.) im Blick und geben auch Atemreize, korrigieren ständig, kennen deine Eigenheiten usw...
LG
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Alex_activitas »

skoliose-gondelsheim hat geschrieben:Insofern ist es wichtig, wenn Zweifel bestehen, sich bei den Therapeuten genau zu erkundigen, wann und wo die Schroth-Ausbildung gemacht wurde.
Oder noch besser: in Bad Sobernheim eine Liste der Schroth-Therapeuten erfragen, die in der Region sind. In dieser Liste stehen nur diejenigen Physios, die die Ausbildung absolviert (und bestanden) haben und sich durch regelmässige Hospitationen auf dem Laufenden halten.

Hier die entsprechende Nummer:
Hotline für Patienten, die nach SCHROTH ausgebildete Krankengymnasten in ihrer Umgebung suchen: 06751/874-174
Es werden die genauen Postleitzahlenbereiche der gewünschten Gegenden benötigt!
Gruß,
Alex
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Saphira »

Hallo :halloatall: ,

ja, das mit den Physiotherapeuten ist so eine Sache :rolleyes: . Nach Schroth klingt das genannte jedenfalls nicht. Die anderen haben ja schon beschrieben, worum es bei Schroth geht.

Ich habe durch meine Pendelei zwischen zwei Wohnsitzen auch zwei KG-Praxen. Der eine ist kein Schroth-Therapeut, hat mir aber auch erzählt, dass dies wohl in der Ausbildung zum Physiotherapeuten kurz mit angerissen wird. Er behandelt aber nicht nach Schroth, weil er erhlich ist und zugibt, dass er sich damit nicht auskennt und bevor er etwas falsch macht, lässt er es lieber. Der ander ist Schroth-Therapeut und ist auch auf der Liste aus Sobi zu finden. Ich war bei ihm zur Schroth-KG erst nachdem ich zur Reha in Sobi war. Und so konnte ich es besser beurteilen, ob das, was er macht Schroth ist oder nicht. Und er macht wirklich richtiges Schroth. Er kennt zwar nicht alle Übungen, da diese wohl auch immer wieder abgewandelt werden, aber die Grundübungen kennt er und erkennt auch, wie ich sie in meinem Fall anzuwenden habe und legt Wert auf die richtige Atmung etc. Klar baut er manchmal auch andere Übungen mit ein oder wenn ich gerade arg verspannt bin, dann kümmert er sich erstmal um die Verspannungen oder Blockaden und macht dann auch mal kein Schroth. Aber dann sagt er es auch, dass er heute was anderes macht. Und er sagt selber, dass er demnächst gerne mal wieder eine Schroth-Fortbildung machen möchte, weil er von Patienten, die erst kürzlich in Reha waren, häufiger mal neue, ihm bislang weniger bekannte Übungen mitkriegt.

Der Rat von Ärzten oder Bekannten mit anderen Beschwerdebildern ist da oftmals leider wenig hilfreich. Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir von Ärzten empfohlene Physiotherapeuten am wenigsten helfen konnten. Da muss man leider auch immer selber probieren. Nicht jeder Physiotherapeut passt zu jedem Patienten.

Grüßle,

Saphira
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von Klaus »

Hallo Karin,
Das heißt aber auch, dass KG-Praxen ein Schroth-Rezept annehmen und abrechnen dürfen, obwohl sie diese Fortbildung nicht absolviert haben
Es sind doch aber ganz normale KG Verordnungen. Darf da ein Hinweis auf Schroth enthalten sein?
Oder ist das der Kasse egal, weil sie sowieso nur die normale KG bezahlt?
Insofern ist es wichtig, wenn Zweifel bestehen, sich bei den Therapeuten genau zu erkundigen, wann und wo die Schroth-Ausbildung gemacht wurde.
Genau und wenn es möglich ist, sollte man auch nach der Anzahl von entsprechenden Patienten fragen, insbesondere zu Erwachsenen und im Fall des Falles zu Hyperkyphose Patienten. Ist wahrscheinlich nur in Großstädten praktikabel, wo es mehr Auswahlmöglichkeiten gibt.

Gruß
Klaus
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Re: Schroth-Therapie

Beitrag von skoliose-gondelsheim »

Ja, es darf "Krankengymnastik nach Schroth" draufstehen. Das kann jede Praxis abrechnen, ob sie die Fortbildung hat oder nicht.
Wichtig ist, das die Bezeichnung "Krankengymnastik" vorhanden ist. "Schroth" alleine würde nicht anerkannt werden.

LG
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