Das Schroth-Zertifikat besagt nichts anderes aus, als dass der Therapeut oder die Therapeutin die Ausbildung zum Schroth-Therapeuten absolviert, eine Prüfung abgelegt und diese bestanden hat. Es gibt in Deutschland derzeit nur zwei Kliniken, an denen die Kurse stattfinden: Bad Sobernheim und Bad Salzungen. Beide arbeiten ähnlich und laut jüngster Information aus Sobernheim, wollen sie in Zukunft noch enger zusammenarbeiten als bisher. (Was für uns Therapeuten wirklich schön wäre, denn bisher war es nicht möglich, einen Refresher in der jeweils anderen Klinik zu machen):
Ich kann dir versichern, dass die Ausbildung, die ich in Salzungen gemacht habe, fundiert und effektiv war. Ich kam jedenfalls um einiges klüger raus, als ich reinging

. Zumindest was Skoliosen betrifft. Und ich kann versichern, dass ich erst, nachdem ich den Kurs absolviert hatte wirklich ermessen konnte, was für einen Unterschied es für die Behandlung einer Skoliose macht, ob man Schroth gelernt hat oder nicht.
Das Zertifikat ist insofern von den Kassen nicht anerkannt, als dass die Schroth-Therapie nicht gesondert abgerechnet werden kann. Sie kann nur im Zuge einer "normalen" KG abgerechnet werden, sprich: die Praxis bekommt diese Verordnung nicht höher vergütet. Das sagt nichts über die Qualität von Schroth aus sondern nur etwas über die Kostendämpfung der Kassen

.
Das heißt aber auch, dass KG-Praxen ein Schroth-Rezept annehmen und abrechnen dürfen, obwohl sie diese Fortbildung nicht absolviert haben. Leider kommt das vor. Insofern ist es wichtig, wenn Zweifel bestehen, sich bei den Therapeuten genau zu erkundigen, wann und wo die Schroth-Ausbildung gemacht wurde.
Ich hoffe, ich konnte ein wenig Licht ins Dunkle bringen
LG
Karin