muß ich mir Gedanken machen?

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
Heika
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muß ich mir Gedanken machen?

Beitrag von Heika »

Hallo liebe Forenmitglieder!

Ich bin neu bei euch und würde mich über ein bisschen Hilfe von euch freuen. Ich habe Osteoporose, Bandscheibenvofälle in der BWS, beginnende Bandscheibenvorfälle in L2/3, L3/4 und L4/5, Ventrospondylosis im Bereich mehrerer,insbesondere mittlerer lumbaler Bewegungssegmente, beginnenede Spondylathrose im lumbosakralen Übergang. Und nun noch neu Steilhaltung mit flacher linkskonvexer Skoliose ( leider keine Gradangabe) in der LWS.
Meine Frage an euch: kann man in meinem Alter da noch etwas tun? Ich habe seit Wochen starke Schmerzen, war Wochenlang krankgeschrieben und musste nun meine Arbeit aufgeben, weil ich einfach nicht länger als eine 1/2 Std. sitzen kann. Stehen ist auch nicht gut, liegen und laufen geht einigermaßen.

Liebe Grüße

Heika
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Heika
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ich vergaß...

Beitrag von Heika »

...mein Alter anzugeben: ich bin 50 Jahre alt :-)

LG., Heika
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Lady S
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Beitrag von Lady S »

Hallo Heika,
das ist schwer bis unmöglich zu sagen. Du hast ja ausser der Skoliose noch ein paar Baustellen :D
Ist denn geklärt, wodurch die Schmerzen verursacht werden?
Was passiert an Therapie?

Grüsse, Lady S
Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Lady S!
Zunächst herzlichen Dank, dass du mir antwortest.
Ich weiß noch nicht genau, woran es liegt, dass ich solche Schmerzen habe, aber mir wurde vom Hausarzt gesagt, dass ich wohl verknöcherungen an der Wirbelsäule habe, die die Bewegung einschränken. Das muss an den Stellen der Wirbelsäule sein, wo die Bandscheiben schon sehr flach sind, so habe ich es verstanden. Ich habe erst nächste Woche einen Termin beim Orthopäden und nach allem, was ich hier so gelesen habe, fand ich die Idee nicht schlecht, mich vorab etwas schlauer zu machen. Vor allem habe ich nur wenig über Betroffene gelesen, bei denen die Skoliose wie bei mir erst mit 50 J. festgestellt wurde. Wer mir also weiterhelfen kann, ich freue mich :-).

LG., Heika
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gauklerdavid
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Beitrag von gauklerdavid »

Hallo Heika,

Die Frage ist wie stark die Skoliose ist und ob die Skoliose als Folge der Verschleisserscheinungen aufgetreten ist oder vorher schon da war.
Wenn die Skoliose nur gering ist und als Folge des Verschleisses aufgetreten ist dann braucht man nicht skoliosespezifisch zu ueben. Sonst schon.

Bei Bandscheibendegeneration soll die Kubin Orthese sehr viel helfen und nicht Muskelabbauend wirken. Das kann, bei passender Diagnose vielleicht ein "Geheimtipp" sein.

Wenn die Skoliose die Hauptrolle spielt, dann kann es sehr sinnvoll sein Schroth zu lernen, zumindest sofern man einigermassen belastbar ist.

In beiden Faellen enpfielt sich en Rueckengerechtes Leben.
Sprich wechseln aus Belastung und Ruhe.
Geeignete regelmaessige Uebungen.
Rueckengerechten Sport.
Auf den Koerper horen.
Nicht ueber und nicht unterbelasten...

david
Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo David!

Auch dir vielen Dank für deine Antwort!
Leider weiß ich nicht, wie stark die Skoliose ist. Hätte ich gewusst, dass dies nicht unwichtig ist, dann hätte ich schon mal nachgefragt. Ich hoffe mal, dass mir der Orthopäde was dazu sagen kann.
Für den Tipp mit der Orthese danke ich dir. Ich werde den Doc mal fragen, was er davon hält.
Im übrigen denke ich, dass die Skoliose bei mir durch die Bandscheibenschäden etc. kommt. Habe ich das dann richtig verstanden, dass ich da dann nichts weiter tun müßte? Ausser natürlich rückengerechtes Verhalten einzuhalten?

LG., Heika
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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Heika,
dass eine Skoliose erst in diesem Alter diagnostiziert wird, ist eher selten. Es gibt aber auch eine sogenannte degenerative Skoliose, die erst im Alter auftritt, ich denke mal, David hat auch diese Art gemeint.

Welche Behandlungsmöglichkeiten man dann bei dieser Art Skoliose hat, kann ich dir leider nicht sagen, nehme aber mal an, dass auch aufgrund der Bandscheibenproblematik und dem Rest kaum KG nach Schroth möglich ist, so dass evtl. eine andere Physiotherapie und evtl. ein entlastendes Korsett in Frage kommen könnte. Aber das musst du mit deinem Arzt besprechen. Wie gesagt, ist nur eine Vermutung.

LG
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Albert Einstein
Heika
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Beitrag von Heika »

Guten Morgen Minimine!

Ich denke mal, dass ich die Skoliose schon viel länger habe, sie aber erst jetzt Beachtung findet, denn ich habe schon seit Ewigkeiten Probleme mit dem Rücken. Mal mehr, mal weniger heftig, aber eigentlich immer unangenehm. Und mir ist beim lesen hier in den Beiträgen bewusst geworden, woran es liegen könnte, dass mir immer die Träger aller Kleidungsstücke nach links runterrutschen und auch T-Shirts und Pullis so schief am Körper sitzen. Das könnte ja durchaus auch ein Hinweis sein, oder? Das ich einen Scheuermann habe hat man mir mal gesagt, aber weiter nichts.
Gestern habe ich wieder sehr starke Schmerzen gehabt, heute morgen geht es besser - meint ihr, dass so ein Korsett bei den Schmerzen helfen könnte oder ist es mehr dazu gedacht, dass der Rücken wieder gerader wird? Im Moment nehme ich Schmerzmittel, benutze ein TENS-Gerät, versuche mich zu bewegen. Ich gehe spazieren, mache leichte Dehnübungen und ganz einfache Jogaübungen, so weit es möglich ist. Wenn ich Pause machen muss, dann lege ich mich auf ein "Stillkissen", das lege ich mir in den Rücken und so habe ich eine feste Stütze und kann so halb schräg sitzen ohne durchzuhängen. Das finde ich ganz angenehm, vielleicht ist das ja auch für euch eine Anregung.
Wenn mir jemand von euch etwas zu meiner Frage, wegen des Korsetts/Orthese sagen kann, fände ich das sehr nett.

Euch allen einen schönen Tag! :)

Liebe Grüße,

Heika
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

heika hat geschrieben:Das ich einen Scheuermann habe hat man mir mal gesagt, aber weiter nichts.
Da muss aber abgeklärt werden, ob nicht zur Skoliose auch noch eine Hyperkyphose (Rundrücken) und Hyperlordose (Hohlkreuz) dazu kommt !
Ich denke mal, dass ich die Skoliose schon viel länger habe, sie aber erst jetzt Beachtung findet, denn ich habe schon seit Ewigkeiten Probleme mit dem Rücken. Mal mehr, mal weniger heftig, aber eigentlich immer unangenehm
So eine Situation ist nicht selten und ich weiß, wovon ich spreche.
Erst grössere Beschwerden lassen wirklich aktiv werden, die meisten Orthopäden sind aufgrund ihrer Inkompetenz bezüglich Skoliose/Kyphose leider nicht in der Lage rechtzeitig richtig zu reagieren!

Du solltest Dir also erst mal Gedanken um eine konkrete kompetente Diagnose des gesamten Rückens machen!
Dazu ist eine Röntgen-Ganz-Aufnahme der Wirbelsäule von vorn und von der Seite dringend notwendig.
Es sieht nach Deiner Schilderung so aus, als ob bislang nur der LWS Bereich erfasst wurde.

Gruss
Klaus
Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Klaus!

Ja, du hast Recht. Bisher ist nur die LWS untersucht worden. Ich bin nur nicht sicher, wie ich den Arzt dazu bringen kann, den ganzen Rücken zu röntgen. Er ist eigentlich okay, aber ob ich ihm "diktieren" kann, was er als nächstes tun muß? :rolleyes: Ich gucke mal, was Dienstag passiert und melde mich spätestens dann wieder hier, um zu berichten.

LG., Heika
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

heika hat geschrieben:Ich bin nur nicht sicher, wie ich den Arzt dazu bringen kann, den ganzen Rücken zu röntgen
Das ist auch eine Frage der Möglichkeit, meistens geht das nur in grossen Kliniken!
Er ist eigentlich okay, aber ob ich ihm "diktieren" kann, was er als nächstes tun muß?
Nun ja, wenn er "geführt" werden kann :) , ist es für Dich ganz wichtig, so schnell wie möglich Informationen hier aus dem Forum zu sammeln.
Du musst nämlich ganz gezielt vorgehen und über die konservativen Behandlungsmöglichkeiten Bescheid wissen.
Da ist die Schroth KG, die man in einer stationären REHA-Klinik erlernen sollte. Ein Antrag mit gezielten Angaben muss gestellt werden, das setzt voraus, dass der Arzt zumindest weiß, was das überhaupt ist.

Ansonsten wird hier Dr. Hoffmann in Stuttgart genannt, der wirklich kompetent alles "aus einer Hand" líefern kann.

Gruss
Klaus
Heika
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Beitrag von Heika »

Hallo Klaus!

Ich weiß nicht, ob das Ganzkörperröntgen bei meinem Orthopäden machbar ist, er macht zwar Röntgenaufnahmen, aber wie groß die sein können - keine Ahnung.
Er ist nett, aber ich denke nicht, dass er sich so einfach führen läßt. Bei manchen Dingen ja, aber dann muß er schon sehr überzeugt werden - und ob ich das jetzt schon kann ?? :nein: Dafür bin ich wohl noch zu unwissend. Ausserdem wohne ich in Hamburg, in einer Weltstadt - und hier soll es ja keinen einzigen Doktor geben, der sich wirklich mit Skoliose auskennt. Das ist bitter, denn dann wird mein Othopäde sicher auch keine Ahnung haben ;( .
Wegen der Schrothgym. habe ich eine Frage. Minimine hatte mir geschrieben, dass sie nicht sicher ist, ob bei meinen weiteren Beschwerden, wie z.B. den desolaten Bandscheiben, die Schrothgym. überhaupt gut ist. Und dann noch diese Frage: ich bin etwas verwirrt, denn mal lese ich, dass ein Korsett angebracht ist, dann aber auch, dass bei Erwachsenen und dann noch in meinen Alter :D , keine Korsetts mehr angelegt werden. Eine Aufklärung wäre schön.

LG., Heika
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Operierte Skoliose

Beitrag von Operierte Skoliose »

Hallo Heika,

Dr. Niemeyer arbeitet jetzt im AK St. Georg, er hat viel Erfahrung mit Skoliose. Auf der homepage des Krankenhauses findest du alle Informationen zur Skoliosesprechstunde. Vielleicht ist das für dich erstmal eine Möglichkeit mehr über den Zustand deines Rückens zu erfahren.

Gruss
E
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Beitrag von Heika »

Hallo E.

Ganz herzlichen Dank für den Tipp!! Dann warte ich mal ab, wie der Besuch bei meinem Orthopäden ausgeht und parallel werde ich mich schon mal mit der Seite des AK St.Georg beschäftigen.

Ein schönes Wochenende und liebe Grüße


Heika :)
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minimine
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Beitrag von minimine »

Hallo Heika,
Minimine hatte mir geschrieben, dass sie nicht sicher ist, ob bei meinen weiteren Beschwerden, wie z.B. den desolaten Bandscheiben, die Schrothgym. überhaupt gut ist.
Also, während ich in Bad Salzungen zur Reha war, war auch eine Bandscheibenpatientin mit in der Anfängergruppe. Sie hat noch mehr Beschwerden bekommen und ist dann nach einer Woche in die Parkklinik in die allg. Orthopädie gewechselt.
Ich weiß auch von meinem Papa, der auch Skoliose ud starke Bandscheibenprobleme hat, dass er von Dr. Hoffmann einen Reha-Antrag bekommen hat. Er konnte sich entscheiden zwischen Bad Salzungen und Isny, mit der Tendenz zum Letzteren. Wofür er sich dann auch entschieden hat. Bei ihm könnte ich mir jetzt ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass er die Schroth-Übungen mitmachen könnte, allein die Lagerung auf dem Boden wäre wohl ein KO-Kriterium.
ich bin etwas verwirrt, denn mal lese ich, dass ein Korsett angebracht ist, dann aber auch, dass bei Erwachsenen und dann noch in meinen Alter , keine Korsetts mehr angelegt werden
Also, grundsätzlich wird zwischen korrigierenden und stützenden Korsetts unterschieden. Beides ist auch im Erwachsenenalter möglich! Ich weiß aber nicht, ob z.B. ein korrigierendes Korsett bei Bandscheibenproblemen möglich ist. Bei stützenden ist wiederum das Problem, dass bei zu langem Tragen, die Muskulatur abnimmt, was bei korrigierenden Korsetts nicht der Fall ist.
Du brauchst auf jeden Fall einen Arzt, der sich rundum mit dem Rücken gut auskennt, d.h. keiner, der nur auf Bandscheibenprobleme fixiert ist, aber auch keiner, der nur Skoliose-Kompetenz hat.

Mein Tipp ist, fahr ruhig einmal zu Dr. Hoffmann um eine gescheide Diagnose zu bekommen und für die Einleitung einer Therapie. Anschließend suchst du dir an deinem Wohnort einen Orthopäden, der dich Mitbehandelt. Mein Papa muss z.B. auch nur einmal im Jahr zu Dr. Hoffmann fahren (gut, das geschieht jetzt eh im Rahmen meiner Stuttgart-Besuche). Der Weg lohnt sich auf jeden Fall!!! Und es stimmt auch nicht, dass Dr. Hoffmann jedem gleich ein Korsett verschreibt, so wie es hier manchmal dargestellt wird (nicht das hier gleich wieder die Diskussion anfängt, seine Ratschläge mit Vorsicht zu genießen). Meinem Papa hat er es z.B. noch nichtmal vorgeschlagen, obwohl Rahmouni sogar mit anwesend war.

LG
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Beitrag von Heika »

Liebe Minimine!

Vielen Dank für deine ausführliche Email. Ich werde mir alle gutgemeinten Ratschläge und Tipps, die ich hier bei euch bekomme, zu Herzen nehmen und dann "Schritt für Schritt abarbeiten ;-)". Danke auch für die Ausführungen wegens der verschiedenen Korsetts. Ich bin gespannt wie Bolle, was mich nächste Woche beim Orthopäden erwartet. Vielleicht überrascht er mich ja und weiß doch ein bisschen Bescheid ? :P Das wäre ja schon mal nicht schlecht, oder?
Ich könnte mir zumindest vorstellen, dass mir ein Stützkorsett, welches ich ab und an mal tragen könnte, wenn es wieder mal gar nicht geht, schon weiterhelfen würde. Ach, irgendwie hänge ich grade so ein bisschen in der Luft ;( .

LG., Heika
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

heika hat geschrieben:Ausserdem wohne ich in Hamburg, in einer Weltstadt - und hier soll es ja keinen einzigen Doktor geben, der sich wirklich mit Skoliose auskennt. Das ist bitter, denn dann wird mein Othopäde sicher auch keine Ahnung haben
Es wäre ganz schön, wenn Du Deinen Wohnort in Dein Profil eintragen würdest.
Gerade in letzter Zeit haben wir viele Erwachsene aus Hamburg, die nach einer kompetenten Versorgung suchen. Der Tipp mit Stuttgart ist trotz langer Fahrtzeit ein sehr guter Ausgangspunkt bezüglich Skoliose/Kyphose.
Und Bandscheibenvorfälle können durchaus auch durch diese Fehlstellungen ausgelöst werden.

Alles andere ist wirklich eine zeitaufwendige Sache, bei der man nicht weiß, wann sie denn erfolgreich ist. Es zeigt sich wirklich immer wieder, dass man bei den "normalen" Orthopäden nicht richtig weiterkommt.
Hast Du eine Röntgen-Ganz-Aufnahme, heisst das noch lange nicht, dass damit ein guter Behandlungsvorschlag verbunden ist. Man muss da mit hoher Wahrscheinlichkeit im "Baukastenprinzip" vorgehen und sich die einzelnen Dinge von verschiedenen Stellen zusammensuchen.
Deswegen hatte ich von "Führen des Arztes" gesprochen, was ein "Newbie" aber aufgrund mangelnder Information noch nicht richtig durchziehen kann, zumindest in der Regel. Aber keine Regel ohne Ausnahme. :)

Und die Versorgung in Uelzen (siehe Rubrik Gesucht/Gefunden) wird noch getestet, aber einen Termin dort bekommt man offensichtlich wesentlich später, als bei Dr. Hoffmann.
Und dann noch diese Frage: ich bin etwas verwirrt, denn mal lese ich, dass ein Korsett angebracht ist, dann aber auch, dass bei Erwachsenen und dann noch in meinen Alter , keine Korsetts mehr angelegt werden. Eine Aufklärung wäre schön.
Abgesehen von den unterschiedlichen Korsett-Arten, die minimine schon beschrieben hat, ist ein korrigierendes Erwachsenen-Korsett nach meiner Meinung ein Experiment, was man sich sehr gut überlegen sollte.
Ausgangspunkt sollte sowieso eine Indikation sein, die in eine Empfehlung z.Bsp. des Dr. Hoffmanns mündet. Das widerum ist dann wirklich nur als Empfehlung zu sehen, über die man intensiv nachdenken sollte.

Hier im Forum gibt es jede Menge Diskussionen zum Erwachsenen-Korsett. Damit hat man eine gute Entscheidungshilfe, ob ein solches Korsett überhaupt grundsätzlich in Frage kommen würde. Immerhin ist das offenbar für viele Schmerzpatienten die einzige optimale konservative Hilfe.

Gruss
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Beitrag von Heika »

Hallo Klaus!

Ja, ich denke auch mal, dass mir noch gaaanz viel Wissen über die Skoliose und die ganzen Zusammenhänge mit den anderen Beschwerden, die ich habe, fehlt. Wie du schon schreibst, werde ich sicher mit dem Baukastenprinzip bei den Ärzten mit der Zeit klüger werden. Außerdem kann ich mir ja glücklicherweise hier bei euch Hilfe holen :ja: . Ich habe mir überlegt, dass ich den Orthopäden auf jedenfall mal nach einem Stützkorsett/Mieder fragen werde, welches ich dann wenigstens bei ganz starken Beschwerden anlegen kann. Und dann arbeite ich mich mal langsam vor - bei ihm und gegebenenfalls dann auch bei anderen Ärzten.

LG., Heika
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ich war ja gewarnt...

Beitrag von Heika »

Hallo ihr Lieben!
Ich möchte euch nur gern erzählen, dass ich beim Orthopäden war und ,dank der Warnungen von hier, nicht zu entsetzt wieder da raus bin :< . Der gute Mann hat sich die Befunde vom Röntgen und MRT durchgelesen und mir dann gesagt, dass da nichts ist :confused: . Ich habe ihn etwas irritiert angesehen und dann nachgefragt, warum ich denn vom Hausarzt fast 6 Wochen krankgeschrieben wurde - bei nix?? Ich habe ihm gesagt, dass ich solche Schmerzen habe, dass ich jetzt sogar meinen 400€ Job aufgeben musste, weil ich einfach nicht mehr länger als eine 1/2 Std. sitzen kann. Das muss ich aber können bei dieser Arbeit, es geht aber nicht mehr, zuletzt habe ich fast nur geheult. Dann wurde ich wagemutig :ja: : ich habe nach der Skoliose gefragt, die ja der Röntgenarzt festgestellt hat und die u.a. in den Befunden steht. Er ganz trocken: da haben sie wohl ungünstig gelegen, da ist nichts. Was soll ich dazu dann noch sagen?? Wenn ich ungünstig im MRT gelegen hätte, dann hätte man mich garantiert darauf angesprochen, denn so eine Situation hatte ich wirklich schon mal. Tja, und nun?? Er hat mir - ganz der Gönner - 6 x KG aufgeschrieben, aber mit der Betonung auf die 6, Nachschlag gibt es nicht...
Nun muß ich mir was einfallen lassen, denn eigentlich hatte ich ja gehofft, eine Überweisung für die Wirbelsäulensprechstd. im AK St.Georg zu bekommen.
Kann nicht mehr sitzen, bin gespannt auf eure Antworten.
LG., Heika
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Beitrag von Lady S »

Es kann ja durchaus auch sein, dass die Skoliose bei Dir nur ganz wenig ausgeprägt ist und bei Deinen Beschwerden keine Rolle spielt.
Es ist aber absolut nicht in Ordnung, dass der Orthopäde Deine Schmerzen einfach so abtut.
Nun muß ich mir was einfallen lassen, denn eigentlich hatte ich ja gehofft, eine Überweisung für die Wirbelsäulensprechstd. im AK St.Georg zu bekommen.
Hast Du danach gefragt? Wenn nicht, einfach in der Praxis anrufen und sagen "ich brauche eine Überweisung für...".

Sprich auch mit der Physiotherapeutin, zeige ihr die Befunde und Röntgenbilder. Vielleicht kann sie Dir auch einen Orthopäden empfehlen.

Alles Gute,
Lady S
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