Schnorcheln gut für den Rücken?

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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EddyDB

Schnorcheln gut für den Rücken?

Beitrag von EddyDB »

Hallo.

Als ich gerade nach einer Lösung zu meiner Frage gegooglet habe, bin ich auf dieses wunderbare Forum gestoßen. Habe auch noch kein Thema gefunden, dass sich genau mit dem Punkt beschäftigt. Also würde ich mich freuen, wenn mir jemand einen Tipp geben könnte:

Ich habe einen Scheuermann und es wird ja immer gesagt, dass schwimmen ja so gut sei für den Rücken. Allerdings bin ich nicht gerade ein guter Schwimmer und habe meine Probleme beim Rückenschwimmen. Im Brustschwimmen bin ich ganz gut, aber ich bin allgemein ein bisschen "wasserscheu" und beherrsche die Technik mit dem Ein- und Ausatmen (unter Wasser) nicht so ganz.

Da es jedoch nicht so gut für die Halswirbelsäule sein soll, den Kopf über Wasser zu halten kam ich auf die geniale Idee :-D , einfach einen Schnorchel beim Brustschwimmen zu benutzen. So hat man den Kopf ständig halb unter Wasser und die Körperlage ist doch wesentlich besser, oder irre ich mich da?
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

eddyDB hat geschrieben:Als ich gerade nach einer Lösung zu meiner Frage gegooglet habe...
Also hier im Forum wirst Du gleich mit der Frage konfrontiert, ob Du bereit bist, Deine Situation wirklich zu verbessern. :)

Zunächst mal muss eine konkrete Diagnose her und dann kann man über spezielle Behandlungen reden. Schwimmen kann nur eine Parallelmaßnahme sein und wenn Du sowieso wasserscheu bist, macht es schon Sinn über andere wesentlich wirksamere Methoden nachzudenken, die z. Bsp. in Form von KG nach Katharina Schroth Dich voll auslasten wird.

Gruss
Klaus
EddyDB

Beitrag von EddyDB »

Hallo.

Das war ja eine sehr schnelle Antwort. Danke Klaus :)
Also hier im Forum wirst Du gleich mit der Frage konfrontiert, ob Du bereit bist, Deine Situation wirklich zu verbessern. smile
Selbstverständlich bin ich bereit, meine Situation zu verbessern. Deswegen habe ich ja auch hier geschrieben ;)

Also was meinst du denn mit einer konkreten Diagnose? Der Arzt meint, ich hätte einen Scheuermann, der nicht wirklich schlimm ist. Ich solle doch einfach nur ein bisschen mehr Sport treiben und ich werde wohl keine Probleme haben. Nun liest man ja oft, dass Schwimmen DER Sport für Rückengeplagte ist.

Kann ich denn den Rücken verschlechtern, wenn ich Brustschwimme?

Dass ich so wasserscheu bin, liegt warscheinlich daran, dass ich nicht so gut schwimmen kann. Das würde sich dann ja mit zunehmender Praxis legen.

Von so einer Reha habe ich im Forum schon oft gehört. Wie lange dauert denn so etwas? Kann es je nach Rückenzustand variieren? Und wie sieht es anschließend mit den Rückenübungen zu Hause aus? Bräuchte ich dann spezielle Geräte?

Ich weiß, viele Fragen auf einmal. Aber da ich letzte Zeit nicht schreiben konnte, hatte ich viel Zeit zum nachdenken :rolleyes:

Also danke schon einmal für die Hilfe .

Viele Grüße,
EddyDB
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

EddyDB hat geschrieben:Also was meinst du denn mit einer konkreten Diagnose? Der Arzt meint, ich hätte einen Scheuermann, der nicht wirklich schlimm ist.
Das ist keine konkrete Diagnose!
Der Scheuermann ist nur der Auslöser für etwas.
Rundrücken (Hyperkyphose) ?? Wieviel Grad?
Hohlkreuz (Hyperlordose) ??
begleitende Skoliose? Wieviel Grad?

Das sind die Dinge, die geklärt werden müssen, um die Behandlung richtig anzugehen. Dazu braucht man Röntgen Ganz-Aufnahmen von vorn und von der Seite, um die gesamte Rückensituation zu erfassen!

Und wenn dann die Situation harmlos sein sollte, hast Du wenigstens die Gewissheit. So ist das nur Spekulation, die Dich nicht weiter bringt.!
Leider verharmlosen oder ignorieren die meisten Orthopäden gerade den Rundrücken.
Nun liest man ja oft, dass Schwimmen DER Sport für Rückengeplagte ist.
Das mag ja sein, aber wenn Du eine Hyperkyphose hast, bist Du kein normaler "Rückengeplagter", sondern ein spezieller Fall, der anders behandelt werden muss.
Von so einer Reha habe ich im Forum schon oft gehört. Wie lange dauert denn so etwas? Kann es je nach Rückenzustand variieren? Und wie sieht es anschließend mit den Rückenübungen zu Hause aus? Bräuchte ich dann spezielle Geräte?
Die dauert 3-4 Wochen und Du lernst intensiv spezielle individuelle Übungen und bekommst auch das richtige Körpergefühl, um dann auch im Alltag die richtigen Bewegungen und Haltungen besser einschätzen zu können.
Aus der Vielzahl von Übungen kann man sich dann für zuhause seine Lieblingsübungen heraussuchen, die eigentlich mit wenigen Hilfsmitteln auch gut durchzuführen sind.
z. Bsp. Hocker, Rundholz, Deuserband (20€)
Sprossenwand wäre ideal, aber nicht unbedingt notwendig, Spiegel ist hilfreich.
Das ist auch eine Frage des Ehrgeizes, der einem schon während der REHA packt und wo man unwillkürlich in eine Aufbruchstimmung kommt, die man zuhause unbedingt fortsetzen möchte. :)

Gruss
Klaus
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Also mal konkret nur auf das Brustschwimmen mit Schnorchel bezogen:
Warum eigentlich nicht? Ich hab es zwar noch nie so gesehen, aber im Prinzip... fällt mir grad nix ein, was dagegen spricht. Die HWS ist schön gestreckt... aber wie stellst du dir das in der Praxis vor? Im Schwimmbad? Bahnen schwimmen? Mit Schnorchel? Ich kann mir vorstellen, dass der Nacken da auf die Dauer doch weh tut. Warum probierst du es nicht einfach mal aus?
Im Prinzip hast du übrigens recht, dass Brustschwimmen nur dann gut ist, wenn man auch lang genug den Kopf unter Wasser hält. Aber leider muss man auch hier sagen: lieber schlechtes Brustschwimmen als gar kein Brustschwimmen :/ Am besten, du hörst auf deinen Körper und achtest darauf, ob du Schmerzen hast oder nicht.
~ ehemals Ulaschatz ~
dannpowder2000
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Beitrag von dannpowder2000 »

Prinzipiell denke ich auch, dass deine Idee mit dem Schnorchel so halbwegs funktioniert würde. Nur würde ich an deiner Stelle lieber damit beginnen richtig gut sportlich schwimmen zu lernen. Damit sind zwar einige Mühen verbunden aber sobald man es so halbwegs kann wird es immer befriedigender und ist meiner subjektivem Ansicht nach "Gesünder" als halbe Sachen.

Ich habe vor ca 2 Jahren begonnen regelmäßig ins Hallenbad schwimmen zu gehen. Anfangs war mein Stil katastrophal: falsch getimte Bein/Arm Bewegung, Scherenschlag, Kopf über Wasser und ausatmen unter Wasser - unmöglich. Mitlerweile hab ich es aber ganz gut drauf und schwimme 80 Bahnen in einer Stunde oder weniger.
EddyDB

Beitrag von EddyDB »

Hi.

Sorry, dass ihr so lange auf meine Antwort warten musstet, aber ich hatte viel Stress in der letzten Zeit.
Dazu braucht man Röntgen Ganz-Aufnahmen von vorn und von der Seite
Also es wurde mal eine Aufnahme von der Seite gemacht, aber nicht wirklich eine Diagnose gestellt mit irgendwelchen Krümmunsgraden.
Leider verharmlosen oder ignorieren die meisten Orthopäden gerade den Rundrücken.
Wie kommt das? Das ist doch genau ihr Job und ihr Fachgebiet. Haben die etwa keine Ahnung oder wie?
aber wie stellst du dir das in der Praxis vor? Im Schwimmbad? Bahnen schwimmen? Mit Schnorchel?
Genau so stelle ich es mir vor :D
Würde zwar sicherlich ein bisschen albern aussehen, aber wenn es gut sein sollte. Bisher habe ich mir das Geld aber noch gespart für einen Schnorchel und eine Taucherbrille und praktiziere das Brustschwimmen mit dem Kopf über Wasser
Nur würde ich an deiner Stelle lieber damit beginnen richtig gut sportlich schwimmen zu lernen. Damit sind zwar einige Mühen verbunden aber sobald man es so halbwegs kann wird es immer befriedigender und ist meiner subjektivem Ansicht nach "Gesünder" als halbe Sachen.
Ja, das habe ich auch vor. Ist sicherlich die beste Alternative die langfristig Hilft. Das Problem ist, dass es nur sehr wenige Erwachsenenschwimmkurse gibt. Aber diesbezüglich muss ich mich noch einmal umhören.
Mitlerweile hab ich es aber ganz gut drauf und schwimme 80 Bahnen in einer Stunde oder weniger.
Mit welchen Stil schwimmst du denn? Ich komme vielleicht auf 40.

Gruß,
EddyDB
Lady S
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Beitrag von Lady S »

Vielleicht sind seine Bahnen kürzer :D :D
Aber im Ernst: Als ich so ca 30 war, konnte ich zwar (irgendwie) schwimmen, aber höchstens 100 m am Stück, dann war ich aus der Puste, und reichlich unkoordiniert.
Dann hab ich mir, weil ich Sport treiben sollte, autodidaktisch einen ordentlichen Brustschwimmstil angeeignet. Highlight war, als im Hallenbad ein Bademeister einen Schwimmkurs mit erwachsenen Teilnehmern abhielt und meine Gleitphase als vorbildlich lobte, als ich gerade zufällig vorbeischwamm :)
Frag doch mal den Bademeister, ob er Dir ein paar Privatstunden geben kann; das ist sicher nicht sooo teuer.

Bahnenschwimmen mit Schnorchel und Brille halte ich für keine gute Idee - erstens siehst Du absolut nichts (Du bist dort ja nicht allein) und zweitens versaust Du Dir Deinen Stil. Die Einatemphase mit Kopf über Wasser gehört zum Brustschwimmen dazu und ausserdem "bremst" die Tauchbrille sicher bei flotterem Tempo.

Grüsse, Lady S
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Schnecke007
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Beitrag von Schnecke007 »

praktiziere das Brustschwimmen mit dem Kopf über Wasser
Au weia, das ist aber wirklich nicht gut. Was genau ist denn das Problem mit der Atmung? Kannst Du nicht unter Wasser ausatmen?

Gruß, Schnecke
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