Nachdem ich hier schon sehr viel Interessantes gelesen habe, werde ich auch mal meine Erfahrungen aufschreiben:
Im Alter von 9 Jahren wurde bei mir eine S-förmige Skoliose festgestellt. Nach Krankengymnastik und Korsett-Tragen (beides ziemlich erfolglos) wurde ich dann 1980 im Alter von 12 Jahren in der WWK von Prof. Zielke operiert und zwar nach der VDS-Methode (7 Schrauben von TH6-TH12). Hatte vor der OP eine Krümmung von 60°. Die untere Gegenkrümmung wurde nicht operiert sondern nur die 7 Monate, in denen ich ein Gipskorsett tragen musste, "weggedrückt".
Habe danach eigentlich nie mehr Probleme gehabt und mich auch nicht mehr um meine "Behinderung" gekümmert.
1993 kam meine Tochter auf die Welt, die Geburt verlief normal.
Ich habe in den Jahren nach der OP keine Krankengymnastik gemacht, nur "normalen" Sport wie Fitnesstraining, Aerobic, Jazztanz usw.
Vor ca 3 Jahren setzen bei mir aber Schmerzen im Lendenwirbelbereich ein. Die Muskeln entlang der WS waren einseitig total verhärtet. Bei einer Röntgenaufnahme wurde dann festgestellt, dass der Stab zwischen der letzten und vorletzten Schraube gebrochen ist.
Der Arzt meinte aber, solche Brüche kämen öfter vor und die Schmerzen kämen nicht daher.
Da chiropraktische Massnahmen wegen den Schrauben nicht möglich waren, wurde ich mit Ibuprofen und Musaril wieder heimgeschickt.
Die Schmerzen waren dann latent immer da. Als "Therapie" habe ich dann das Reiten angefangen, was meinem Rücken, so komisch es sich anhört, so gutgetan hat, dass ich schmerzfrei war. Ich reite 1 x pro Woche und nach jeder Reitstunde fühlt sich mein Rücken entspannt und gut an.
Vor kurzem traten diese Schmerzen dann wieder auf. Diesmal hatte ich keinen Bock auf einen neuen "Arzt-Marathon" und ging zu einer Osteopathin. Sie stellte fest, das mein Iliosakralgelenk verdreht ist, konnte mir aber auch nicht wirklich helfen, da sie das ISG auch nicht "manipulieren" durfte.
Also wieder Medikamente. Aber bis jetzt bin ich immer noch nicht schmerzfrei. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Schmerzen überhaupt mit meiner operierten Skoliose zu tun haben.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme und kann mir ein paar Tipps geben.
Im Ganzen muss ich sagen, dass ich die OP keinen Tag bereut habe!
