Mein Rücken 25 Jahre nach OP

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
Asphalthase

Beitrag von Asphalthase »

Hallo Arbus,

ja versteift von TH6 - L1

Bewegen kann ich mich wunderbar. Wie soll ich das jetzt erklären? Es ist wohl so dass man im täglichen Leben die BWS eh nicht so stark gebogen wird, deshalb bin ich eigentlich in meiner Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt. Ich kann keine Sit ups oder so was machen. Da merke ich dann dass sich meine WS nur bis TH5 biegt. Von solchen Übungen raten die Ärzte auch ab da die Stellen wo der Stab anfängt und aufhört njicht übermäßig belastet werden sollten. Aber man kann ja auch andere Fitnessübungen machen.
Kurz: ich bin nicht beeinträchtigt was das bewegen angeht und keiner würde es mir anmerken.
Reiten tu ich ja auch noch, was gut für die Rückenmuskulatur ist.

Getränkekisten und Schuttsäcke lasse ich schleppen. Aber ich kann eigentlich alles tragen was ich als Frau ohne OP auch hätte tragen können. Also es geht aber mach ich nur im Notfall. Ich achte dabei sehr auf Rückengerechtes heben. Wozu gibts denn Männer ;-) Beruflich das zu machen kann ich mir trötzdem problematisch vorstellen. Wenn mans übertreibt schmerzts dann dch mal.

Beruflich hab ich nach der OP noch ein Jahr als Kosmetikerin gearbeitet, jetzt bin ich im Außendienst, d.h. ich fahre ca. 300 km am Tag Auto.
Arbus
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Beitrag von Arbus »

acha ich danke dir für die antwort
karyae
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Harrington-OP - Langzeitfolgen

Beitrag von karyae »

Ich wurde mit 24 Jahren in Berlin (Oskar-Helene-Heim) 1980 (Winkel vor OP 62 Grad) mit einem Harrington-Stab versteift (zzg. Knochenspäne aus der Hüfte). Nach der OP hatte ich 32 Grad, versteift wurde von Th4 bis L3.
Im Jahr 2000 wurde eine Rippenbuckelresektion (Rippe 7. - 11 jeweils um 3 cm gekürzt) in der Charite durchgeführt. Sehr schmerzhaft! Auch lange danach Einschränkungen.
Bis zum Anfang des letzten Jahres ging es mir recht gut. Heben konnte ich nach der Operation nie mehr viel. Das hat sich aber seit letztem Jahr stark verschlechtert, selbst kleine Lasten sind mir zu viel. Bewegungseinschränkungen hatte ich durch die langstreckige Versteifung immer, auch wenn ich mich zwangsläufig daran gewöhnen musste.
Eine richtige Nachbetreuung gab es nach der Operation nicht; die Theorie lautete ja, dass mit der Operation alles versteift ist und keine Nachbehandlung nötig wäre.
Durch die Schmerzen, die seit letzem Jahr verstärkt aufgetreten sind, hatte ich es erreicht, eine Reha in Bad Salzungen zu erhalten. Leider ist eine richtige Verbesserung dadurch nicht eingetreten. Am Ende !! der Kur wurde eine Wirbelsäulen- Ganzaufnahme angefertigt. Als ich den Kurbericht zugeschickt bekam, war ich entsetzt: eine Verschlimmerung meines Skoliosewinkels von ehemals 32 Grad (1980) auf 43 Grad war im Laufe der Zeit eingetreten sowie ein Wirbeldrehgleiten bei L2/3.
Ich war heute in der Oberlin - Klinik in Potsdam zur Untersuchung wegen der Schmerzen. Offensichtlich drehen sich meine unteren Wirbel weg, dadurch der größere Winkel. Mir wurde geraten, den Harrington-Stab entfernen zu lassen und , je nach Beweglichkeit meiner Wirbelsäule, eine untere Fixierung vornehmen zu lassen.
Wer hat mit einer solchen OP Erfahrung???

Freue mich über Antworten!
Angelika
pyccakx

@Tina

Beitrag von pyccakx »

Ich hab Auch ein buckel ich würde ger uber mehr informationen über die OP erfahren mein Email pyccakx@web.de
Christine67

Beitrag von Christine67 »

Nachdem ich hier schon sehr viel Interessantes gelesen habe, werde ich auch mal meine Erfahrungen aufschreiben:
Im Alter von 9 Jahren wurde bei mir eine S-förmige Skoliose festgestellt. Nach Krankengymnastik und Korsett-Tragen (beides ziemlich erfolglos) wurde ich dann 1980 im Alter von 12 Jahren in der WWK von Prof. Zielke operiert und zwar nach der VDS-Methode (7 Schrauben von TH6-TH12). Hatte vor der OP eine Krümmung von 60°. Die untere Gegenkrümmung wurde nicht operiert sondern nur die 7 Monate, in denen ich ein Gipskorsett tragen musste, "weggedrückt".
Habe danach eigentlich nie mehr Probleme gehabt und mich auch nicht mehr um meine "Behinderung" gekümmert.
1993 kam meine Tochter auf die Welt, die Geburt verlief normal.
Ich habe in den Jahren nach der OP keine Krankengymnastik gemacht, nur "normalen" Sport wie Fitnesstraining, Aerobic, Jazztanz usw.
Vor ca 3 Jahren setzen bei mir aber Schmerzen im Lendenwirbelbereich ein. Die Muskeln entlang der WS waren einseitig total verhärtet. Bei einer Röntgenaufnahme wurde dann festgestellt, dass der Stab zwischen der letzten und vorletzten Schraube gebrochen ist.
Der Arzt meinte aber, solche Brüche kämen öfter vor und die Schmerzen kämen nicht daher.
Da chiropraktische Massnahmen wegen den Schrauben nicht möglich waren, wurde ich mit Ibuprofen und Musaril wieder heimgeschickt.
Die Schmerzen waren dann latent immer da. Als "Therapie" habe ich dann das Reiten angefangen, was meinem Rücken, so komisch es sich anhört, so gutgetan hat, dass ich schmerzfrei war. Ich reite 1 x pro Woche und nach jeder Reitstunde fühlt sich mein Rücken entspannt und gut an.

Vor kurzem traten diese Schmerzen dann wieder auf. Diesmal hatte ich keinen Bock auf einen neuen "Arzt-Marathon" und ging zu einer Osteopathin. Sie stellte fest, das mein Iliosakralgelenk verdreht ist, konnte mir aber auch nicht wirklich helfen, da sie das ISG auch nicht "manipulieren" durfte.
Also wieder Medikamente. Aber bis jetzt bin ich immer noch nicht schmerzfrei. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Schmerzen überhaupt mit meiner operierten Skoliose zu tun haben.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Probleme und kann mir ein paar Tipps geben.

Im Ganzen muss ich sagen, dass ich die OP keinen Tag bereut habe! ;D
OlavHenkel

Beitrag von OlavHenkel »

Hallo tinafrau,
hab' grad dein bild gesehen und bin richtig neidisch. Meine narbe sieht nicht so gut aus, aber sonst gehts mir auch supi!
Olav
Ralf11
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OP

Beitrag von Ralf11 »

Hallo

Ich bin neu hier im Forum, ich wollte nur mal mitteilen, dass ich 1970 auch an BWS eine OP hatte, da ich auch eine Skoliose habe.
Ich sollte ein Knochenspann aus den Becken genommen werden und mir zwischen den 5 und 6 BWS angesetzt werden.
Danach sollte ich 3 Monate in ein Gipsbett liegen, doch die OP ging schief und ich bin seitdem Querschnittsgelähmt und ich bin seit dem nicht verbittert noch negativ eingestellt. Was hier oft geschrieben wird.
Aber ich würde die OP immer wieder machen lassen..

:)
Burggriffel

Beitrag von Burggriffel »

Hallo!

Interessante Ansicht, Ralf!
Warum würdest du es immer wieder machen lassen, trotz Misserfolg? Würde mich sehr interessieren!

Viele Grüße

Burggriffel
Ralf11
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OP

Beitrag von Ralf11 »

Hallo Burggriffel !!

Erst mal Sorry, dass ich erst Heute Antworte, aber ich habe vergessen, die Adresse mit nach hause zu nehmen.

Ja, wie soll ich es Dir beschreiben, es ist zwar bei der OP was schief gelaufen, aber ich habe von solchen Misserfolgen wie bei mir noch nicht nix von anderer seite gehört.. Muss wohl ein Großer Einzelfall sein.

Ich würde es aus dem Grund immer wieder machen lassen, wenn die OP gut geht und sich danach besser füllt, dass ist doch schon was und och glaube dafür lohnt sich auch schon das Risiko was man da eingeht.

Und es liegt ja auch an jedem selber was man nach so ein Fehlschlag macht und ich kann nur für mich sagen , ich habe das beste daraus gemacht.
Und es geht mir ja sonst ganz gut.

LG Ralf
:)
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