05.04.2008: Skoliose-Workshop Bad Salzungen
- Klaus
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Hallo zusammen,
hier nun ein Bericht über den 1. Skoliose Workshop 2008.
Insgesamt 60 Teilnehmer, davon 11 Patienten.
_____________________________________________________________
Das Korsett von 2008“
(Dr. med. Jacques Chêneau, Saint Orens, Frankreich)
Dr. Cheneau ist mit seinen 84 Jahren noch erstaunlich aktiv und kam am Freitagnachmittag gerade aus Polen, vorher in Rußland.
Ich hatte ihn direkt an der Rezeption angesprochen und er erzählte chilli-pepper und mir von seinen negativen Erlebnissen mit der Deutschen Bahn.
Insgesamt geht die Entwicklung ganz eindeutig zu leichteren Korsetten, Dr. Cheneau erläuterte sehr anschaulich, dass viel Material eingespart werden kann und somit auch das Korsett erträglicher macht.
Das hat dann auch später OT Weitner dargestellt.
Auf meine Nachfrage hin, bestätigte er, dass tiefe nicht fixierte Kyphosen tatsächlich besser korrigiert werden können, auch im Erwachsenen Alter.
Auf seiner Homepage ist diese Situation auch abgebildet und das stammt offensichtlich von seiner Tochter. Ich musste ihm bei einem Gespräch nach dem Vortrag allerdings immer wieder meine fixierte Situation darstellen, weil er unbedingt ein Korsett für mich empfohlen wollte, zumindest dann mehr als stützende Maßnahme.
_____________________________________________________________
Neue Wege in der Korsettversorgung“
(Dr. med. Kay Steffan, Bad Salzungen)
(Praktische Anwendung am versorgten Patienten wurde in das Referat von Herrn Kubin gelegt.)
Dr. Steffan erläuterte erst mal grundsätzliches:
2-4 % der Bevölkerung sind von Skoliose betroffen
Das Verhältnis männlich zu weiblich ist dabei 1:5
10 % sind familiär bedingt
5-10 % haben eine OP Indikation
ab 25 Jahre tritt vermehrter Schmerz auf
Der Schwerpunkt bei der Korsett Versorgung wurde von ihm sehr auffällig auf die Vermeidung eines Flachrückens gelegt, wobei ich schon die Abgrenzung zu Rahmouni verspürte.
Zur Frage, wann ein Korsett getragen werden sollte, war offenbar neu, dass Jugendliche bereits
ab 15 Grad für 10 Stunden täglich ein Korsett tragen sollten.
Hintergrund ist, dass 25% der Skoliosen unter 19 Grad zur Verschlechterung neigen!
Ab 20 Grad Tragezeit 16 Stunden
ab 25 Grad Tragezeit 23 Stunden
Tragezeit bis mindestens 18 Jahre, danach 1-2 Jahre Abschulung!
Dr. Cheneau sprach sogar von einer Tragezeit bis 23 Jahre!
Unbedingt notwendig dabei, Schroth KG 3-4 mal wöchentlich für 30 Minuten.
Die Kubin Orthese
In erster Linie ist die Orthese ein Mittel zur Schmerzbekämpfung durch Extension.
Entlastung bis zu 23 Kg
Tragezeit
4 Stunden am Tag, 1-3 mal in der Woche, immer Schroth Übungen zusätzlich!
Eine kleine Studie hat folgendes ergeben:
Akzeptanz
angenehm:40%
erträglich: 49%
störend: 10 %
Schmerzen:
keine: 17%
weniger: 50%
unverändert: 25%
Lebensqualität
besser: 60%
unverändert: 25%
Krankenkassen
Genehmigung: 75%
Ablehnung: 25%
3 D Verfahren bei der REHA
Auf meine Nachfrage erläutete Dr. Steffan folgendes
Bei Hyperkyphose gibt es immer 2 Aufnahmen, eine vorher, eine hinterher als Kontrolle des Erfolges
Bei Skoliose hat sich leider herausgestellt, dass die Aufnahmen durch verschiedene Parameter verfälscht werden können, deswegen gibt es nur 1 Aufnahme vor der REHA. Hier ist noch Handlungsbedarf bei der "Hardware" nötig.
_____________________________________________________________
„Neue operative Verfahren in der Skoliosetherapie“
(Dr. PD med. Florian Geiger, Frankfurt)
Dr. Geiger erläuterte zu den Winkeln bei Skoliose folgendes:
kleiner 20 Grad: Beobachten und KG
20 Grad: Korsett bei Progredienz
> 40 Grad: OP bei Progredienz
> 50 Grad: OP
> 90 Grad: zweiseitiges Vorgehen (von vorn und von hinten)
Insgesamt also die chirurgische Betrachtungsweise (!), auch wenn er das Ausschöpfen der konservativen Therapie als unbedingt notwendig hielt.
Ich denke, da wird sich hoffentlich in Zukunft noch etwas ändern.
Einschränkung der Lungenfunktion (soweit ich das richtig verstanden habe)
Skoliose > 70 Grad
Hyperkyphose kleiner 10 Grad und grösser 50 Grad
Dr. Geiger sprach dann von der Methode der "segmentalen Derotation mit Schraubstäben" und von der ganz neuen Methode über das "Orthobiom System", das aber erst 2 mal in Frankfurt angewendet wurde und bei sehr jungen Patienten erfolgreich sein könnte, wenn die konventionelle Korsettversorgung versagt.
siehe auch Berichte im Lichtblick 1/08
Interessant noch das sogenante Neuromonitoring, das Verletzungen von Nerven stark einschränken soll. Problem ist die Kostenabrechnung, wenn nur Pauschalbeträge für Operationen zur Verfügung stehen.
_____________________________________________________________
Skoliosetherapie nach Katharina Schroth“
(Fr. Andrea Rexhäuser, Physiotherapeutin, Bad Salzungen)
Mit praktischem Schroth-Teil am Patienten
Der praktische Teil am Patienten ist im aktuellen Programm gestrichen worden.
Andrea hat sehr anschaulich und kompakt die Schroth Therapie dargestellt, aber für Leute, die Schroth nicht gelernt haben, nicht besonders eindrucksvoll.
Im Vorfeld hatte sie schon im kleinen Kreis gesagt, dass sie da nicht Patienten "vorführen" möchte, aber ich denke, genau das wäre für die kritischen medizinischen Fachkräfte ganz besonders wichtig gewesen.
chilli-pepper hat das dann auch ganz deutlich formuliert!
Da es die erste mir bekannte grössere Veranstaltung in Bad Salzungen war, wo zu Schroth konkret etwas gesagt wurde, gehe ich mal davon aus, dass beim nächsten Symposium und auch Workshop zumindest das Bildmaterial so gestaltet ist, dass man die Auswirkungen der Schroth Übungen auch über die übliche digitale Bilddarstellung gut verfolgen kann.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Patienten gibt, die solche Übungen vor Publikum machen würden. Die muss man im Fall des Falles dann auch einladen, wenn sie nicht gerade zur REHA da sind.
Interessant fand ich die Anmerkungen einer Frau aus einer Selbsthilfegruppe, die eine Schroth Therapeutin für ihre Gruppe engangiert hat und damit für den Einzelnen für wenig Geld Schroth Stunden möglich macht.
Ist aber eigentlich auch Ausdruck dafür, dass hier noch viel mehr Aufklärung gemacht werden muss. Und da finde ich schon, dass die REHA Kliniken und die angeschlossenen medizinischen Verbünde viel mehr machen sollten. Das kann nicht nur von Patienten ausgehen, die auch schon mal den Mittagstisch eines Workshops für ausdrucksvolle Anmerkungen gegenüber Medizinern nutzen.
Danke Chilli-pepper!
Was mich allerdings doch gewundert hat, ist die Einschätzung des Sequenztrainings in Bad Salzungen.
Auf meine Nachfrage wurde von allen Seiten bestätigt, dass dies nur eine einfache Ergänzung zu Schroth sei, wo auch andere Muskelgruppen trainiert werden.
Diese Verbindung von Schroth und Gerätetraining, die ich hier ja immer als Besonderheit herausstelle, wurde doch abrupt beendet, wenn ich das mal so krass sagen darf!
Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, dass es schon spürbar bei Hyperkyphose ist, wenn man gezielt mit Schroth-Kenntnissen und auch -Elementen trainiert. Die Nachfrage bezog sich deshalb auf Skoliose Patienten, die schon darauf achten sollten, dass sie in richtiger Haltung trainieren sollten. Offenbar ist das aber bei denen nebensächlich, weil parallel genug Schroth Übungen gemacht werden, die Fehler wieder ausgleichen oder wie soll man das verstehen?
Es entstand bei mir mal wieder der Eindruck, dass die Hyperkyphose selbst in BaSa immer noch ein Stiefmutter-Dasein führt.
Ich werde jedenfalls die Vorteile des symetrischen Gerätetrainings in Kombination mit den symetrischen Schroth Übungen bei Hyperkyphose weiter propagieren, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Motivation zu reinem Schrth schnell nachlassen kann.
_____________________________________________________________
„Das dynamische Rahmenstützkorsett, der neue Weg gegen Schmerzen“
H. Peter Kubin, Orthopädietechniker, Schaffhausen, Schweiz
Praktische Anschauung am versorgten Patienten
Zwei erwachsene Patienten haben die Orthese vorgestellt und von dem persönlichen Erfolg berichtet.
Ich selbst habe sie auch anprobiert, wobei es anfangs Schwierigkeiten mit der Größe gab, weil ich offenbar zu schlank bin.
Es erfolgt tatsächliche durch Extension eine Entlastung, die ich aber temporär nicht so stark spürte, weil meine Beschwerden (noch) relativ gering sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich langfristig davon profitieren könnte, denn die Tragedauer war dort ja nur relativ kurz.
Seit November 2007 ist sanomed mit OT Kubin ein Verbund mit der Klinik und dem OT Winkler und OT Weitner und stellt damit nach meiner Meinung so etwas wie ein "Gegengewicht" zu Dr. Hoffman und Rahmouni zumindest bei Erwachsenen dar.
Es ist ja bekannt, dass in BaSa das korrigierende Erwachsenen-Korsett mit großer Skepsis betrachtet wird. Und meine Nachfrage an Dr. Steffan nach der Aussage, dass man bei einem Erwachsenen durchaus nach 2 Jahren ein Korsett erfolgreich abschulen könnte, wurde sehr eindeutig
negativ beantwortet.
Ich denke auch, dass diese Flachrücken Problematik so sehr in den Vordergrund gerückt wurde, dass eine Abgrenzung zu Rahmouni schon sehr deutlich wurde.
Herr Kubin wird vorraussichtlich im Herbst eine neue Internetseite bereit gestellt haben, auf der dann alle Infomationen zu finden sind!
Gruss
Klaus
hier nun ein Bericht über den 1. Skoliose Workshop 2008.
Insgesamt 60 Teilnehmer, davon 11 Patienten.
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Das Korsett von 2008“
(Dr. med. Jacques Chêneau, Saint Orens, Frankreich)
Dr. Cheneau ist mit seinen 84 Jahren noch erstaunlich aktiv und kam am Freitagnachmittag gerade aus Polen, vorher in Rußland.
Ich hatte ihn direkt an der Rezeption angesprochen und er erzählte chilli-pepper und mir von seinen negativen Erlebnissen mit der Deutschen Bahn.
Insgesamt geht die Entwicklung ganz eindeutig zu leichteren Korsetten, Dr. Cheneau erläuterte sehr anschaulich, dass viel Material eingespart werden kann und somit auch das Korsett erträglicher macht.
Das hat dann auch später OT Weitner dargestellt.
Auf meine Nachfrage hin, bestätigte er, dass tiefe nicht fixierte Kyphosen tatsächlich besser korrigiert werden können, auch im Erwachsenen Alter.
Auf seiner Homepage ist diese Situation auch abgebildet und das stammt offensichtlich von seiner Tochter. Ich musste ihm bei einem Gespräch nach dem Vortrag allerdings immer wieder meine fixierte Situation darstellen, weil er unbedingt ein Korsett für mich empfohlen wollte, zumindest dann mehr als stützende Maßnahme.
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Neue Wege in der Korsettversorgung“
(Dr. med. Kay Steffan, Bad Salzungen)
(Praktische Anwendung am versorgten Patienten wurde in das Referat von Herrn Kubin gelegt.)
Dr. Steffan erläuterte erst mal grundsätzliches:
2-4 % der Bevölkerung sind von Skoliose betroffen
Das Verhältnis männlich zu weiblich ist dabei 1:5
10 % sind familiär bedingt
5-10 % haben eine OP Indikation
ab 25 Jahre tritt vermehrter Schmerz auf
Der Schwerpunkt bei der Korsett Versorgung wurde von ihm sehr auffällig auf die Vermeidung eines Flachrückens gelegt, wobei ich schon die Abgrenzung zu Rahmouni verspürte.
Zur Frage, wann ein Korsett getragen werden sollte, war offenbar neu, dass Jugendliche bereits
ab 15 Grad für 10 Stunden täglich ein Korsett tragen sollten.
Hintergrund ist, dass 25% der Skoliosen unter 19 Grad zur Verschlechterung neigen!
Ab 20 Grad Tragezeit 16 Stunden
ab 25 Grad Tragezeit 23 Stunden
Tragezeit bis mindestens 18 Jahre, danach 1-2 Jahre Abschulung!
Dr. Cheneau sprach sogar von einer Tragezeit bis 23 Jahre!
Unbedingt notwendig dabei, Schroth KG 3-4 mal wöchentlich für 30 Minuten.
Die Kubin Orthese
In erster Linie ist die Orthese ein Mittel zur Schmerzbekämpfung durch Extension.
Entlastung bis zu 23 Kg
Tragezeit
4 Stunden am Tag, 1-3 mal in der Woche, immer Schroth Übungen zusätzlich!
Eine kleine Studie hat folgendes ergeben:
Akzeptanz
angenehm:40%
erträglich: 49%
störend: 10 %
Schmerzen:
keine: 17%
weniger: 50%
unverändert: 25%
Lebensqualität
besser: 60%
unverändert: 25%
Krankenkassen
Genehmigung: 75%
Ablehnung: 25%
3 D Verfahren bei der REHA
Auf meine Nachfrage erläutete Dr. Steffan folgendes
Bei Hyperkyphose gibt es immer 2 Aufnahmen, eine vorher, eine hinterher als Kontrolle des Erfolges
Bei Skoliose hat sich leider herausgestellt, dass die Aufnahmen durch verschiedene Parameter verfälscht werden können, deswegen gibt es nur 1 Aufnahme vor der REHA. Hier ist noch Handlungsbedarf bei der "Hardware" nötig.
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„Neue operative Verfahren in der Skoliosetherapie“
(Dr. PD med. Florian Geiger, Frankfurt)
Dr. Geiger erläuterte zu den Winkeln bei Skoliose folgendes:
kleiner 20 Grad: Beobachten und KG
20 Grad: Korsett bei Progredienz
> 40 Grad: OP bei Progredienz
> 50 Grad: OP
> 90 Grad: zweiseitiges Vorgehen (von vorn und von hinten)
Insgesamt also die chirurgische Betrachtungsweise (!), auch wenn er das Ausschöpfen der konservativen Therapie als unbedingt notwendig hielt.
Ich denke, da wird sich hoffentlich in Zukunft noch etwas ändern.
Einschränkung der Lungenfunktion (soweit ich das richtig verstanden habe)
Skoliose > 70 Grad
Hyperkyphose kleiner 10 Grad und grösser 50 Grad
Dr. Geiger sprach dann von der Methode der "segmentalen Derotation mit Schraubstäben" und von der ganz neuen Methode über das "Orthobiom System", das aber erst 2 mal in Frankfurt angewendet wurde und bei sehr jungen Patienten erfolgreich sein könnte, wenn die konventionelle Korsettversorgung versagt.
siehe auch Berichte im Lichtblick 1/08
Interessant noch das sogenante Neuromonitoring, das Verletzungen von Nerven stark einschränken soll. Problem ist die Kostenabrechnung, wenn nur Pauschalbeträge für Operationen zur Verfügung stehen.
_____________________________________________________________
Skoliosetherapie nach Katharina Schroth“
(Fr. Andrea Rexhäuser, Physiotherapeutin, Bad Salzungen)
Mit praktischem Schroth-Teil am Patienten
Der praktische Teil am Patienten ist im aktuellen Programm gestrichen worden.
Andrea hat sehr anschaulich und kompakt die Schroth Therapie dargestellt, aber für Leute, die Schroth nicht gelernt haben, nicht besonders eindrucksvoll.
Im Vorfeld hatte sie schon im kleinen Kreis gesagt, dass sie da nicht Patienten "vorführen" möchte, aber ich denke, genau das wäre für die kritischen medizinischen Fachkräfte ganz besonders wichtig gewesen.
chilli-pepper hat das dann auch ganz deutlich formuliert!
Da es die erste mir bekannte grössere Veranstaltung in Bad Salzungen war, wo zu Schroth konkret etwas gesagt wurde, gehe ich mal davon aus, dass beim nächsten Symposium und auch Workshop zumindest das Bildmaterial so gestaltet ist, dass man die Auswirkungen der Schroth Übungen auch über die übliche digitale Bilddarstellung gut verfolgen kann.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass es keine Patienten gibt, die solche Übungen vor Publikum machen würden. Die muss man im Fall des Falles dann auch einladen, wenn sie nicht gerade zur REHA da sind.
Interessant fand ich die Anmerkungen einer Frau aus einer Selbsthilfegruppe, die eine Schroth Therapeutin für ihre Gruppe engangiert hat und damit für den Einzelnen für wenig Geld Schroth Stunden möglich macht.
Ist aber eigentlich auch Ausdruck dafür, dass hier noch viel mehr Aufklärung gemacht werden muss. Und da finde ich schon, dass die REHA Kliniken und die angeschlossenen medizinischen Verbünde viel mehr machen sollten. Das kann nicht nur von Patienten ausgehen, die auch schon mal den Mittagstisch eines Workshops für ausdrucksvolle Anmerkungen gegenüber Medizinern nutzen.
Was mich allerdings doch gewundert hat, ist die Einschätzung des Sequenztrainings in Bad Salzungen.
Auf meine Nachfrage wurde von allen Seiten bestätigt, dass dies nur eine einfache Ergänzung zu Schroth sei, wo auch andere Muskelgruppen trainiert werden.
Diese Verbindung von Schroth und Gerätetraining, die ich hier ja immer als Besonderheit herausstelle, wurde doch abrupt beendet, wenn ich das mal so krass sagen darf!
Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, dass es schon spürbar bei Hyperkyphose ist, wenn man gezielt mit Schroth-Kenntnissen und auch -Elementen trainiert. Die Nachfrage bezog sich deshalb auf Skoliose Patienten, die schon darauf achten sollten, dass sie in richtiger Haltung trainieren sollten. Offenbar ist das aber bei denen nebensächlich, weil parallel genug Schroth Übungen gemacht werden, die Fehler wieder ausgleichen oder wie soll man das verstehen?
Es entstand bei mir mal wieder der Eindruck, dass die Hyperkyphose selbst in BaSa immer noch ein Stiefmutter-Dasein führt.
Ich werde jedenfalls die Vorteile des symetrischen Gerätetrainings in Kombination mit den symetrischen Schroth Übungen bei Hyperkyphose weiter propagieren, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Motivation zu reinem Schrth schnell nachlassen kann.
_____________________________________________________________
„Das dynamische Rahmenstützkorsett, der neue Weg gegen Schmerzen“
H. Peter Kubin, Orthopädietechniker, Schaffhausen, Schweiz
Praktische Anschauung am versorgten Patienten
Zwei erwachsene Patienten haben die Orthese vorgestellt und von dem persönlichen Erfolg berichtet.
Ich selbst habe sie auch anprobiert, wobei es anfangs Schwierigkeiten mit der Größe gab, weil ich offenbar zu schlank bin.
Es erfolgt tatsächliche durch Extension eine Entlastung, die ich aber temporär nicht so stark spürte, weil meine Beschwerden (noch) relativ gering sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass ich langfristig davon profitieren könnte, denn die Tragedauer war dort ja nur relativ kurz.
Seit November 2007 ist sanomed mit OT Kubin ein Verbund mit der Klinik und dem OT Winkler und OT Weitner und stellt damit nach meiner Meinung so etwas wie ein "Gegengewicht" zu Dr. Hoffman und Rahmouni zumindest bei Erwachsenen dar.
Es ist ja bekannt, dass in BaSa das korrigierende Erwachsenen-Korsett mit großer Skepsis betrachtet wird. Und meine Nachfrage an Dr. Steffan nach der Aussage, dass man bei einem Erwachsenen durchaus nach 2 Jahren ein Korsett erfolgreich abschulen könnte, wurde sehr eindeutig
Ich denke auch, dass diese Flachrücken Problematik so sehr in den Vordergrund gerückt wurde, dass eine Abgrenzung zu Rahmouni schon sehr deutlich wurde.
Herr Kubin wird vorraussichtlich im Herbst eine neue Internetseite bereit gestellt haben, auf der dann alle Infomationen zu finden sind!
Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Mo, 21.04.2008 - 09:12, insgesamt 1-mal geändert.
- Illerhexle
- aktives Mitglied

- Beiträge: 90
- Registriert: Mi, 27.02.2008 - 11:53
- Wohnort: Illerkirchberg
- SchwarzeSchnecke
- Vielschreiber

- Beiträge: 736
- Registriert: Sa, 20.01.2007 - 22:40
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
- Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
- Wohnort: Württemberg
Nicht ganz einverstanden
Hallo,
Meinst Du diese Seite:
http://pagesperso-orange.fr/jacques.cheneau/
Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei. Dr. Steffan ist da aus meiner Sicht auch nicht "besser" bzw. objektiver als Dr. Hoffmann.
– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese.
Ich gehe auch davon aus, daß eine Kubco-Orthese teurer ist als ein Rahmouni-Korsett.
Zu Punkt 2 kann ich nur sagen, daß ich Röntgenbilder und die ausführliche Einschätzung durch einen Physiotherapeuten (incl. Längenmessung der Extremitäten, Untersuchung von Beweglichkeit und Muskulatur) für sinnvoller halte. Von letzterer heißt es, es sei nicht genügend Geld dafür da. Nun – wenn man diese Untersuchung durchführen und dafür auf die 3D-Aufnahme verzichten würde, wäre das Geld wohl schon da.

VG, Anne
[Dunkelrote Markierung: Nachträglich von mir am 14. 4. eingefügt, um zu verdeutlichen, daß kein Anspruch auf Objektivität besteht.]
Klaus hat geschrieben:Insgesamt geht die Entwicklung ganz eindeutig zu leichteren Korsetten, Dr. Cheneau erläuterte sehr anschaulich, dass viel Material eingespart werden kann und somit auch das Korsett erträglicher macht. [...]
Auf seiner Homepage ist diese Situation auch abgebildet und das stammt offensichtlich von seiner Tochter.
http://pagesperso-orange.fr/jacques.cheneau/
Meinem Eindruck nach ist er da irgendwie voreingenommen.Der Schwerpunkt bei der Korsett Versorgung wurde von ihm sehr auffällig auf die Vermeidung eines Flachrückens gelegt, wobei ich schon die Abgrenzung zu Rahmouni verspürte.
So 'ne kurze Tragezeit würde bei mir (und bei vielen anderen sicher auch) nicht genügen. Und die nicht vorhandenen Reklinationsdinger würden mir auch fehlen.Die Kubin Orthese
In erster Linie ist die Orthese ein Mittel zur Schmerzbekämpfung durch Extension.
Entlastung bis zu 23 Kg
Tragezeit
4 Stunden am Tag, 1-3 mal in der Woche, immer Schroth Übungen zusätzlich!
Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei. Dr. Steffan ist da aus meiner Sicht auch nicht "besser" bzw. objektiver als Dr. Hoffmann.
– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese.
Ich gehe auch davon aus, daß eine Kubco-Orthese teurer ist als ein Rahmouni-Korsett.
Punkt 1 kann ich nicht bestätigen; ich selber habe eine Hyperkyphose, und bei mir wurde nur zum Beginn der Reha eine Aufnahme gemacht.3 D Verfahren bei der REHA
Auf meine Nachfrage erläutete Dr. Steffan folgendes
Bei Hyperkyphose gibt es immer 2 Aufnahmen, eine vorher, eine hinterher als Kontrolle des Erfolges
Bei Skoliose hat sich leider herausgestellt, dass die Aufnahmen durch verschiedene Parameter verfälscht werden können, deswegen gibt es nur 1 Aufnahme vor der REHA. Hier ist noch Handlungsbedarf bei der "Hardware" nötig.
Zu Punkt 2 kann ich nur sagen, daß ich Röntgenbilder und die ausführliche Einschätzung durch einen Physiotherapeuten (incl. Längenmessung der Extremitäten, Untersuchung von Beweglichkeit und Muskulatur) für sinnvoller halte. Von letzterer heißt es, es sei nicht genügend Geld dafür da. Nun – wenn man diese Untersuchung durchführen und dafür auf die 3D-Aufnahme verzichten würde, wäre das Geld wohl schon da.
An der Ausbildung der Orthopäden müßte auch etwas geändert werden.Interessant fand ich die Anmerkungen einer Frau aus einer Selbsthilfegruppe, die eine Schroth Therapeutin für ihre Gruppe engangiert hat und damit für den Einzelnen für wenig Geld Schroth Stunden möglich macht.
Ist aber eigentlich auch Ausdruck dafür, dass hier noch viel mehr Aufklärung gemacht werden muss. Und da finde ich schon, dass die REHA Kliniken und die angeschlossenen medizinischen Verbünde viel mehr machen sollten.
Siehe meinen Kommentar weiter oben.Seit November 2007 ist sanomed mit OT Kubin ein Verbund mit der Klinik und dem OT Winkler und OT Weitner und stellt damit nach meiner Meinung so etwas wie ein "Gegengewicht" zu Dr. Hoffman und Rahmouni zumindest bei Erwachsenen dar.
Wird ja auch mal Zeit!Herr Kubin wird vorraussichtlich im Herbst eine neue Internetseite bereit gestellt haben, auf der dann alle Infomationen zu finden sind!
VG, Anne
[Dunkelrote Markierung: Nachträglich von mir am 14. 4. eingefügt, um zu verdeutlichen, daß kein Anspruch auf Objektivität besteht.]
Zuletzt geändert von SchwarzeSchnecke am Mo, 14.04.2008 - 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
-
Lady S
- Profi

- Beiträge: 1590
- Registriert: Mo, 10.06.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: idiopathische Adoleszenzskoliose
2013: lumbal 64°, thorakal 56°, inzwischen vermutlich deutlich mehr. - Therapie: Seit 2003 Schroth-KG, 3 Rehas in Bad Salzungen.
- Wohnort: Nähe Stuttgart
Hallo Klaus,
Lady S
Genau diese Auskunft habe ich in BaSa kürzlich auch bekommen, und zwar von 3 verschiedenen Therapeuten. Auch als ich vor 5 Jahren dort war, gab es übrigens im Fitnessraum keinerlei Skoliose-spezifischen Anweisungen - als "Schroth-Neuling" kam ich damals auch gar nicht auf die Idee, danach zu fragen. Dass das Gerätetraining usw. dort im Programm ist, finde ich aber trotzdem sehr gut.Was mich allerdings doch gewundert hat, ist die Einschätzung des Sequenztrainings in Bad Salzungen.
Auf meine Nachfrage wurde von allen Seiten bestätigt, dass dies nur eine einfache Ergänzung zu Schroth sei, wo auch andere Muskelgruppen trainiert werden.
Diese Verbindung von Schroth und Gerätetraining, die ich hier ja immer als Besonderheit herausstelle, wurde doch abrupt beendet, wenn ich das mal so krass sagen darf!
Lady S
- Thomas
- Tech-Admin

- Beiträge: 3580
- Registriert: So, 19.02.2006 - 10:23
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: Kyphose anfangs 59 Grad, inzwischen nur noch 49 Grad, Neuroforamen-Stenose (Einengung der Nervenwurzeln) in der HWS.
- Therapie: Rahmouni-Korsett seit Februar 2006, zeitweise mit Halsteil, Schroth-Reha Juni / Juli 2010
- Wohnort: Nähe Stuttgart
- chilli-pepper
- treues Mitglied

- Beiträge: 409
- Registriert: Sa, 16.12.2006 - 22:31
- Wohnort: Nähe Berlin
Hallo Klaus,
da hast du aber wirklich ausführlich geschrieben- ich hätte das nicht so gepackt
Aber wahrscheinlich hat dich die Aussage von Klaus dazu gebracht das anzunehmen:
Was meinst du mit Gegengewicht? Deutschlandweit , oder im Forum?
Ich glaube ,dass es unser Empfinden ist, dass wir hier ja auch zum Ausdruck bringen wollen/können, aber nicht von Dr.Steffan so "aufgezogen wurde" , dass es wie ein Gegenzug aussieht!
Ein Super Gegengewicht ist auch Klaus Nahr in Berlin, um das mal in Erinnerung zu bringen!!!
Womit ich auch gleich zur Aussage von Schwarze Schnecke kommen möchte:
Mit jemanden zusammen zu arbeiten ist ja ansich auch nichts Schlimmes...
Aber ich finde schon , dass es ein erheblicher Unterschied ist, einem Schmerzpatienten ein Stützkorsett zu verschreiben( das im Falle der Kubco-Orthese auch noch zusätzlich Entlastung bringt), oder einem Erwachsenen ein korrigierendes Korsett zu verschreiben!
Ich habe keine Ahnung wie oft die Orthese von Dr. Steffan empfohlen wird, aber wie kommst du zu der folgenden Aussage?:
Bis später, bin gerade in Eile,
LG chilli-pepper
da hast du aber wirklich ausführlich geschrieben- ich hätte das nicht so gepackt
Nein, das stimmt nicht! Es war genaus so eine tolle Stimmung wie im letzten Jahr, niemand wurde als Exot angesehen, es waren mehrere Patienten/innen mit Korsett da!Thomas hat geschrieben:Aber ich sehe schon, es war schon besser, dass ich mit meinem Rahmouni-Korsett dieses mal nicht dabei war. Ich wäre dort wohl eher als Exot aufgenommen worden!
Aber wahrscheinlich hat dich die Aussage von Klaus dazu gebracht das anzunehmen:
Da möchte ich aber auch noch mal nachhaken, Klaus.Klaus hat geschrieben:Seit November 2007 ist sanomed mit OT Kubin ein Verbund mit der Klinik und dem OT Winkler und OT Weitner und stellt damit nach meiner Meinung so etwas wie ein "Gegengewicht" zu Dr. Hoffman und Rahmouni zumindest bei Erwachsenen dar.
Es ist ja bekannt, dass in BaSa das korrigierende Erwachsenen-Korsett mit großer Skepsis betrachtet wird. Und meine Nachfrage an Dr. Steffan nach der Aussage, dass man bei einem Erwachsenen durchaus nach 2 Jahren ein Korsett erfolgreich abschulen könnte, wurde sehr eindeutig negativ beantwortet.
Ich denke auch, dass diese Flachrücken Problematik so sehr in den Vordergrund gerückt wurde, dass eine Abgrenzung zu Rahmouni schon sehr deutlich wurde.
Was meinst du mit Gegengewicht? Deutschlandweit , oder im Forum?
Ich glaube ,dass es unser Empfinden ist, dass wir hier ja auch zum Ausdruck bringen wollen/können, aber nicht von Dr.Steffan so "aufgezogen wurde" , dass es wie ein Gegenzug aussieht!
Ein Super Gegengewicht ist auch Klaus Nahr in Berlin, um das mal in Erinnerung zu bringen!!!
Womit ich auch gleich zur Aussage von Schwarze Schnecke kommen möchte:
.Schwarze Schnecke hat geschrieben:– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese
Mit jemanden zusammen zu arbeiten ist ja ansich auch nichts Schlimmes...
Aber ich finde schon , dass es ein erheblicher Unterschied ist, einem Schmerzpatienten ein Stützkorsett zu verschreiben( das im Falle der Kubco-Orthese auch noch zusätzlich Entlastung bringt), oder einem Erwachsenen ein korrigierendes Korsett zu verschreiben!
Ich habe keine Ahnung wie oft die Orthese von Dr. Steffan empfohlen wird, aber wie kommst du zu der folgenden Aussage?:
Ist das dein Gefühl?Schwarze Schnecke hat geschrieben:Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei
Bis später, bin gerade in Eile,
LG chilli-pepper
- Klaus
- Moderator/in

- Beiträge: 15237
- Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
- Geschlecht: männlich
- Wohnort: Hannover
Bezüglich seiner Homepage meinte ich nur das Beispiel mit der tiefen Kyphose, nicht die aktuelle Entwicklung allgemein.anne hat geschrieben:Meinst Du diese Seite:Klaus hat geschrieben:Insgesamt geht die Entwicklung ganz eindeutig zu leichteren Korsetten, Dr. Cheneau erläuterte sehr anschaulich, dass viel Material eingespart werden kann und somit auch das Korsett erträglicher macht. [...] Auf seiner Homepage ist diese Situation auch abgebildet und das stammt offensichtlich von seiner Tochter.
http://pagesperso-orange.fr/jacques.cheneau/
Du findest das Beispiel hier in Abb. 20 B
http://cheneaucor.free.fr/Info_Patienten.htm
Auf diese Seite kommst Du übrigens über die deutsche Übersichtsseite:
http://cheneaucor.free.fr/
Die Kubin Orthese ist kein korrigierendes Korsett!So 'ne kurze Tragezeit würde bei mir (und bei vielen anderen sicher auch) nicht genügen. Und die nicht vorhandenen Reklinationsdinger würden mir auch fehlen.
Es geht grundsätzlich um die Möglichkeit, bei Erwachsenen etwas gegen den Schmerz zu unternehmen.Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei. Dr. Steffan ist da auch nicht "besser" bzw. objektiver als Dr. Hoffmann.
– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese.
Da gibt es jetzt offensichtlich zwei unterschiedliche Meinungen mit den entsprechenden wirtschaftlichen Zusammenschlüssen.
Das muss natürlich jeder selbst bewerten.
Nur man vergleicht da Äpfel mit Birnen, denn korrigierende Korsette sind anders als Korsette, die mit einer Extension arbeiten!
Zudem kommt bei Kubin noch die hohe Beweglichkeit dazu, die man in anderen Orthesen dieser Art nicht hat, wie Lumbotrain und ähnliche.
Bei Erwachsenen könnte ich mir auch vorstellen, dass man durchaus "Mittelwege" beschreiten könnte, nämlich eine sozusagen "sanfte Korrektur" die ausreicht, um Schmerzen zu bekämpfen.
Da gibt es ja bereits genügend Diskussionen hier im Forum.
Die Orthese kostet 2000 €.Ich gehe auch davon aus, daß eine Kubco-Orthese teurer ist als ein Rahmouni-Korsett.
An der Ausbildung der Orthopäden müßte auch etwas geändert werden.
Richtig, aber mir ist bei der Veranstaltung doch bewußt geworden, wieviel Aktivität hier von Patienten aufgebracht wird, die ich mir auch von den bereits "aufgeklärten" Ärzten und den entsprechenden Kliniken und medizinischen Einrichtungen wünsche.
Dr. Steffan hat zwar das Forum in seinem Vortrag ausdrücklich gelobt, aber allein schon meine Aktivität gegenüber der Fa. sanomed bezüglich Einladung an Dr. Thomas und Klaus Nahr hat mir gezeigt, dass da noch sehr viel mehr getan werden muss.
Zum Hintergrund:
sanomed hatte in den Fachzeitschriften Anzeigen geschaltet und ist davon ausgegangen, dass das reicht.
chilli-pepper hatte in Berlin Dr. Thomas und Klaus Nahr bezüglich Teilnahme angesprochen und ich hatte dann vergeblich über Dr. Steffan versucht, dass er die beiden extra einlädt, was aber nicht möglich war, weil er nicht der Veranstalter war.
Also habe ich dann die Adressen an sanomed weitergegeben.
Nun fragt sich jeder zu Recht, wieso gehe ich als Privatmann in eine geschäftliche Angelegenheit, die mir finanziell überhaupt nichts bringt, (ausser der extra grossen Portion Eis als Nachtisch, was ich sowieso bezahlt hatte
Wären sie es gewesen, hätte zumindest Klaus Nahr sich über Äusserungen zum CAD Verfahren geärgert, was andrerseits aber zur Vielseitigkeit der Diskussion beigetragen hätte.
Mir legt eben wie vielen anderen am Herzen, dass die Versorgung im Land verbessert wird und da bedarf es auch der geschäftlichen Multiplikatoren, auch wenn sie zunächst sehr einseitig erscheinen.
sanomed wird hoffentlich mittlerweile hier mitlesen und in einem 2. Workshop sicherlich da mehr tun. Der Saal in Bad Salzungen kann ja ganz einfach erweitert werden.
In dem Zusammenhang wäre mal interessant, wieviel Potential es bei Privatzahlern gibt. Solange die Krankenkassen da Schwierigkeiten machen, ist ja zu verstehen, dass eine Werbung möglicherweise ins Leere läuft.anne hat geschrieben:Klaus hat geschrieben:Herr Kubin wird vorraussichtlich im Herbst eine neue Internetseite bereit gestellt haben, auf der dann alle Infomationen zu finden sind!
Wird ja auch mal Zeit!
Bei 75 % "Zahlwilligkeit" der KK ist aber dringend Handlungsbedarf.
Möglicherweise ist das Netzwerk der Kubin Orthesen Versorgung aber noch nicht so gut gestrickt und/oder die Internet Muliplikator Rolle ist nicht erkannt worden.
Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Mo, 21.04.2008 - 09:15, insgesamt 1-mal geändert.
- Klaus
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Man kann bei Hyperkyphose sehr gut mit eigener Kompetenz "Schroth Elemente" in das Gerätetraining einbauen.Lady S hat geschrieben:Dass das Gerätetraining usw. dort im Programm ist, finde ich aber trotzdem sehr gut.
Wie sagte doch meine Schroth Therapeutin vor Ort am Anfang zu mir:
Die echten Schrothianer halten sowieso nichts vom Fitness Training.
Gruss
Klaus
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Also ich weiß ja schon lange, wie Dr. Steffan zu korrigierenden Erwachsenen-Korsetten steht, aber ich war schon überrascht, wie sich das jetzt im wirtschaftlichen Verbund darstellt.chilli-pepper hat geschrieben:Was meinst du mit Gegengewicht? Deutschlandweit , oder im Forum?
Ich glaube ,dass es unser Empfinden ist, dass wir hier ja auch zum Ausdruck bringen wollen/können, aber nicht von Dr.Steffan so "aufgezogen wurde" , dass es wie ein Gegenzug aussieht!
Insofern ist das schon ein weiterer Block (Gegengewicht) gegenüber Dr. Hoffmann und Rahmouni, der sich hier im Forum darstellt und somit erst mal auch "Deutschlandweit" ein Faktor ist, solange uns nichts anderes bekannt ist.
Die Sache mit dem Flachrücken wurde so betont, dass ich schon an Rahmouni denken musste und wohl auch sollte. Namen wurden ja ganz bewusst nicht genannt.
Hier muss man deutlich differenzieren..Ein Super Gegengewicht ist auch Klaus Nahr in Berlin, um das mal in Erinnerung zu bringen!!!
Klaus Nahr hat nicht so viel mit Erwachsenen Korsett-(Schmerz)-Versorgung zu tun, die ja Hauptaufgabe der Kubin Orthese ist und bei Rahmouni sehr viel weiter geht..
Da muss man wohl eher die Kinder und Jugendlichen Versorgung sehen, die schon bei der Anfertigung des Korsetts durch die CAD Technik anders ist. Hier wäre die Diskussion bezüglich Korrektur und Tragbarkeit zu führen und mit den neuen Cheneau Ideen zu vergleichen.
Der Faktor der regionalen Versorgungsmöglichkeit spielt da eine grosse Rolle und vor allem die Höhe der erforderlichen Korrektur, da gibt es dann die bekannte Wahlmöglichkeit Nahr, Püttmann, Becker und Rahmouni, bei den neuen Cheneau Korsetten sanomed, Weitner und...die entspechenden Listen kenne ich nicht.
Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Mo, 21.04.2008 - 09:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Es wird zu wenig differenziert
"Gegen" – Genau das halte ich für problematisch.chilli-pepper hat geschrieben:Ein Super Gegengewicht ist auch Klaus Nahr in Berlin, um das mal in Erinnerung zu bringen!!!
"Nebeneinander" wäre aus meiner Sicht besser!
Das meinte ich auch nicht. Aber gegenüber jemandem, mit dem man zusammenarbeitet, ist man – verständlicherweise – ziemlich wahrscheinlich weniger kritisch, zumal ja auch wirtschaftliche Interessen da sind.Womit ich auch gleich zur Aussage von Schwarze Schnecke kommen möchte:Mit jemanden zusammen zu arbeiten ist ja ansich auch nichts Schlimmes...SchwarzeSchnecke hat geschrieben:– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese
Sicher ist da ein Unterschied, habe ich ja auch nicht bestritten. Aber vielleicht gibt es auch Erwachsene, die mit einem Rahmouni- (oder Chêneau allgemein) -Korsett besser klarkommen?!Aber ich finde schon , dass es ein erheblicher Unterschied ist, einem Schmerzpatienten ein Stützkorsett zu verschreiben( das im Falle der Kubco-Orthese auch noch zusätzlich Entlastung bringt), oder einem Erwachsenen ein korrigierendes Korsett zu verschreiben!
Außerdem können Rahmouni-Korsette durchaus auch stützen und entlasten (das nur so am Rande).
Das ist mein Eindruck (von Bad Salzungen her), und nicht nur meiner.Ich habe keine Ahnung wie oft die Orthese von Dr. Steffan empfohlen wird, aber wie kommst du zu der folgenden Aussage?:Ist das dein Gefühl?Schwarze Schnecke hat geschrieben:Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei
Ich habe mit mehreren Patienten gesprochen, die nicht an ein Korsett gedacht hatten und auch keines wollten, dann aber – dieses deutliche Gefühl hatten sie zumindest –zu einer Kubco-Orthese überredet wurden. Und manche von ihnen (u.a. Sandman und die Patientin, deren Kubco-Orthese ich fotografiert und vorgestellt habe) hatten überhaupt keine Schmerzen.
Denjenigen Erwachsenen, die ein Rahmouni-Korsett hatten, wurde dieses (auch wenn sie damit klarkamen) – so drückte es eine Patientin aus – in der Korsettsprechstunde von Dr. Steffan "madig" gemacht.
Klaus hat geschrieben:Die Kubin Orthese ist kein korrigierendes Korsett!So 'ne kurze Tragezeit würde bei mir (und bei vielen anderen sicher auch) nicht genügen. Und die nicht vorhandenen Reklinationsdinger würden mir auch fehlen.
"Jeder selbst" – eben, auf genau das wollte ich hinaus.Es geht grundsätzlich um die Möglichkeit, bei Erwachsenen etwas gegen den Schmerz zu unternehmen.Außerdem wird bei der Kubco-Orthese nun so getan, als ob es das absolute Nonplusultra und für jeden geeignet sei. Dr. Steffan ist da auch nicht "besser" bzw. objektiver als Dr. Hoffmann.
– Dr. Hoffmann arbeitet intensiv mit Herrn Rahmouni zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten ein Rahmouni-Korsett.
– Dr. Steffan arbeitet intensiv mit Sanomed zusammen und empfiehlt fast jedem Schmerzpatienten eine Kubco-Orthese.
Da gibt es jetzt offensichtlich zwei unterschiedliche Meinungen mit den entsprechenden wirtschaftlichen Zusammenschlüssen.
Das muss natürlich jeder selbst bewerten.
Jeder der Dr.en verschreibt meinen Eindruck nach in diesem Fall grundsätzlich das Produkt des Herstellers, mit dem er wirtschaftlich verbunden ist, anstatt bei jedem einzelnen Patienten abzuwägen. Und das ist es, was mir nicht gefällt.
Gegen die Kubco-Orthese habe ich nichts; ich habe ja selber einen Thread dazu eröffnet, um auf diese Möglichkeit hinzuweisen.
Klar, aber ohne Vergleich geht es m.E. auch nicht.Nur man vergleicht da Äpfel mit Birnen, denn korrigierende Korsette sind anders als Korsette, die mit einer Extension arbeiten!
Zudem kommt bei Kubin noch die hohe Beweglichkeit dazu, die man in anderen Orthesen dieser Art nicht hat, wie Lumbotrain und ähnliche.
Das sehe ich genauso.Bei Erwachsenen könnte ich mir auch vorstellen, dass man durchaus "Mittelwege" beschreiten könnte, nämlich eine sozusagen "sanfte Korrektur" die ausreicht, um Schmerzen zu bekämpfen.
OK, dann ist sie billiger.Die Orthese kostet 2000 €.Ich gehe auch davon aus, daß eine Kubco-Orthese teurer ist als ein Rahmouni-Korsett.
VG, Anne
[Dunkelrote Markierung: Nachträglich von mir am 14. 4. eingefügt, um zu verdeutlichen, daß kein Anspruch auf Objektivität besteht.]
Zuletzt geändert von SchwarzeSchnecke am Mo, 14.04.2008 - 20:25, insgesamt 3-mal geändert.
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Dr. Steffan
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Re: Es wird zu wenig differenziert
Ich möchte hier ganz klar zum Ausdruck bringen, dass kein Patient zu einem Korsett "überredet" wird. Meine Aufgabe ist es Patienten zu beraten. Wenn eine Indikation für eine gewisse Therapie vorliegt so teile ich dies dem Patienten mit. Er entscheidet selbst ob die Therapie durchgeführt wird oder nicht.SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Das ist mein Eindruck (von Bad Salzungen her), und nicht nur meiner.
Ich habe mit mehreren Patienten gesprochen, die nicht an ein Korsett gedacht hatten und auch keines wollten, dann aber zu einer Kubco-Orthese überredet wurden. Und manche von ihnen (u.a. Sandman und die Patientin, deren Kubco-Orthese ich fotografiert und vorgestellt habe) hatten überhaupt keine Schmerzen.
Neben der Schmerztherapie gibt es übrigens auch noch ein paar andere Gründe eine Kubin Orthese zu tragen, z.B. Fehlhaltungen, Lotabweichungen, Instabilitäten etc.
Auch noch ein Wort zu den Kosten. Etwa 25% - 30% der Kubin Orthesen wurden von den Kassen nicht gezahlt. Die Patienten haben trotzdem ihre Orthese bekommen und zwar ohne einen Euro dafür zu bezahlen.
Ich muß für fast alle Kubin Versorgungen mehrfach mit den Krankenkassen korrespondieren um die Orthese genehmigt zu bekommen, ein Aufwand von oft mehreren Stunden pro Korsett. Lohn? Eventuell ein Danke vom Patienten.
Ich hätte gerne eine Definition von "madig".Denjenigen Erwachsenen, die ein Rahmouni-Korsett hatten, wurde dieses (auch wenn sie damit klarkamen) in der Korsettsprechstunde von Dr. Steffan "madig" gemacht.
VG, Anne
Ich kann mich nicht erinnern einem Patienten gesagt zu haben, dass ein Rahmouni Korsett schlecht sei.
Ich stehe allerdings zu meiner Meinung, dass ich hohe Korrekturen bei erwachsenen Patienten für riskant halte wenn gewisse Voraussetzungen nicht gegeben sind. Das verstehe ich als Aufklärung eines mündigen Patienten und nicht als "madig" machen. Oder fänden sie es besser ich würde jede Therapie abnicken, auch wenn sie für einen Patienten schädlich wäre? Kann ich mir nicht vorstellen.
Wenn die vorgegebene Tragezeit eingehalten wird und dazu regelmäßig nach Schroth geübt wird ist gegen eine hohe Korrektur im Rahmouni nichts zu sagen. So habe ich schon einige Patienten die mir den Eindruck gemacht haben die Vorgaben zu erfüllen zu Herr Rahmouni geschickt und werde das auch weiterhin tun.
Die Auswahl der verschiedenen Therapieoptionen und -kombinationen sollten vom erfahrenen Facharzt abgewägt und in Zusammenarbeit mit dem Patienten getroffen werden und nicht Teil einer Stimmungsmache sein.
Weiterhin ist die Zasammenarbeit mit der Firma Sanomed nicht wirtschaftlicher Natur sondern aus dem Bedürfnis entstanden für meine Patienten eine optimale Korsettversorgung zu erhalten.
Vorteil der Firma Sanomed ist ganz klar die Jahrzehnte lange Erfahrung im Korsettbau und die Möglichkeit die Korsette nicht nur in Bad Salzungen sondern auch in Frankfurt und Bad Sobernheim korrigieren zu lassen. Für mich selbst ist dadurch eher mehr Arbeit durch mehr Koordination und Planung entstanden. Für die Patienten aber ein besserer Service.
Dr. K. Steffan
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Re: Es wird zu wenig differenziert
Manche hatten eben diesen Eindruck.DrSteffan hat geschrieben:Ich möchte hier ganz klar zum Ausdruck bringen, dass kein Patient zu einem Korsett "überredet" wird. Meine Aufgabe ist es Patienten zu beraten.SchwarzeSchnecke hat geschrieben: Das ist mein Eindruck (von Bad Salzungen her), und nicht nur meiner.
Ich habe mit mehreren Patienten gesprochen, die nicht an ein Korsett gedacht hatten und auch keines wollten, dann aber zu einer Kubco-Orthese überredet wurden. Und manche von ihnen (u.a. Sandman und die Patientin, deren Kubco-Orthese ich fotografiert und vorgestellt habe) hatten überhaupt keine Schmerzen.
Mit "etwas madig machen" meine ich in diesem Fall: In jemandem deutliche Zweifel an etwas wecken, mit dem er eigentlich gut klarkommt. Der Ausdruck stammt übrigens nicht von mir, sondern von einer der betroffenen Patientinnen, und ich habe ihn in Anführungszeichen gesetzt.Ich hätte gerne eine Definition von "madig".Denjenigen Erwachsenen, die ein Rahmouni-Korsett hatten, wurde dieses (auch wenn sie damit klarkamen) in der Korsettsprechstunde von Dr. Steffan "madig" gemacht.
VG, Anne
Nein, nur "nicht indiziert" oder ungeeignet.Ich kann mich nicht erinnern einem Patienten gesagt zu haben, dass ein Rahmouni Korsett schlecht sei.
Ich gehe davon aus, daß sich auch eine solche Zusammenarbeit langfristig für beide (also auch für den jeweiligen Arzt) auszahlt. ("Eine Hand wäscht die andere".)Weiterhin ist die Zasammenarbeit mit der Firma Sanomed nicht wirtschaftlicher Natur sondern aus dem Bedürfnis entstanden für meine Patienten eine optimale Korsettversorgung zu erhalten.
Vorteil der Firma Sanomed ist ganz klar die Jahrzehnte lange Erfahrung im Korsettbau und die Möglichkeit die Korsette nicht nur in Bad Salzungen sondern auch in Frankfurt und Bad Sobernheim korrigieren zu lassen. Für mich selbst ist dadurch eher mehr Arbeit durch mehr Koordination und Planung entstanden. Für die Patienten aber ein besserer Service.
Gruß, Anne
Zuletzt geändert von SchwarzeSchnecke am Mo, 14.04.2008 - 20:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Es wird zu wenig differenziert
Hallo Anne,SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Ich gehe davon aus, daß sich auch eine solche Zusammenarbeit langfristig für beide (also auch für den jeweiligen Arzt) auszahlt. ("Eine Hand wäscht die andere".)
derartige haltlose Unterstellungen haben hier im Forum nichts zu suchen!
Das nächste mal wird ein derartiger Beitrag von Dir kommentarlos gelöscht!
Thomas
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Re: Es wird zu wenig differenziert
Ich verstehe nicht, was daran schlimm war/ist, zumal ich geschrieben habe: "Ich gehe davon aus,..." Ich habe nicht geschrieben: "Das ist definitiv so."Thomas hat geschrieben:Hallo Anne,SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Ich gehe davon aus, daß sich auch eine solche Zusammenarbeit langfristig für beide (also auch für den jeweiligen Arzt) auszahlt. ("Eine Hand wäscht die andere".)
derartige haltlose Unterstellungen haben hier im Forum nichts zu suchen!
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Thomas
Bei einer derartigen Zusammenarbeit ist wäre es aus meiner Sicht merkwürdig, wenn die Partner nicht davon profitieren würden.
Meinen Kommentar habe ich nicht zum Spaß hingeschrieben, sondern weil ich denke (und das wird ja wohl noch erlaubt sein?), daß wohl die wenigsten Ärzte völlig uneigennützig handeln.
Übrigens gilt auch für meine anderen Kommentare, daß sie nicht völlig objektiv sind (wer kann schon zu 100% objektiv sein, den möchte ich mal sehen), einen derartigen Anspruch habe ich gar nicht.
Na und wenn Du alle Unterstellungen löschen wolltest, hättest Du hier im Forum viel zu tun (außer natürlich, es ginge nur um Unterstellungen von mir).
Anne
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Re: Es wird zu wenig differenziert
Ich nehme es ihr ja gar nicht Übel, zeigt es doch die leider weit verbreitete Meinung zu uns Ärzten. Viele unserer Kollegen haben aber auch dafür gesorgt, dass es zu solchen Meinungen kommt.Thomas hat geschrieben:Hallo Anne,SchwarzeSchnecke hat geschrieben:Ich gehe davon aus, daß sich auch eine solche Zusammenarbeit langfristig für beide (also auch für den jeweiligen Arzt) auszahlt. ("Eine Hand wäscht die andere".)
derartige haltlose Unterstellungen haben hier im Forum nichts zu suchen!
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Thomas
Auch kann man nur schlecht etwas gegen solche Verdächtigungen machen, schließlich muß ich ja mit einer bestimmten Firma zusammen arbeiten. Ähnlichen Fall hatte ich mal mit der Firma Ergo plus Bürostühle. Es ist die einzige mir bekannte Firma die brauchbare Bürostühle für Skoliosepatienten baut, daher habe ich sie vielen Patienten empfohlen (nicht überredet), die Folge war der Vorwurf der eventuellen Bestechlichkeit, da ich nur ein Produkt empfehle. Auch meinen Hinweis, dass es keine andere Firma gibt wurde nicht akzeptiert. Schade eigentlich denn jetzt darf ich diese Firma nicht mehr nennen.
Ich könnte es aber auch so machen wie es einige meiner Kollegen machen. Ich komme morgens so gegen 9:00 ins Büro, trinke Kaffee, leiste ein paar Unterschriften und gehe entspannt so gegen 13:00 nach Hause um mich um meine Familie zu kümmer und meinen Hobbys zu huldigen. Die Patienten werden von den Oberärzten und Stationsärzten gerade mal so versorgt. Am Monatsanfang wäre das gleiche Geld auf dem Konto aber ich deutlich gelassener.
Keine Angst, dazu macht mir mein Job viel zu viel Spaß.
Dr. K. Steffan
- bluecat
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- Registriert: Fr, 13.12.2002 - 00:00
- Geschlecht: weiblich
- Diagnose: Double Major Skoliose LWS 51°, BWS 57° in 2007
2013 BWS+LWS 57°
Gleitwirbel L2/L3 - Therapie: Korsett als Jugendliche (erst CBW Korsett, dann Cheneau von Sanomed)
Korsett als Erwachsene (´03 -´07 Rahmouni,
seit 7/11 cctec),
Rehas 96, 02, 06, 09, 12, 15; KG, OP Empfehlung - Wohnort: Hessen
Hallo Klaus,
danke für deinen ausführlichen Bericht. Es ist doch immer wieder interessant welche Informationen und Diskussionen (im positiven) sich entwicklen.
Ich bin Ex-Rahmouni Trägerin. Wäre ich 10 Jahre jünger oder mehr würde ich jederzeit wieder ein Rahmouni-Korsett tragen. Ich bin immer noch überzeugt davon, das das ein sehr gutes Korsett ist, welches allerdings eine gehörige Portion Disziplin verlangt. Mehr als alle anderen sie ich je hatte.
Seit ich dieses Korsett habe, und besonders jetzt die Zeit danach, ist der Unterschied zwischen der Streckung morgens und abends enorm geworden. Der Rücken kommt mir sehr (zu)elastisch vor. Morgens fühlt man sich super gestreckt. Aber schon kurze Zeit danach sacke ich mehr zusammen, wie vor der Korsetttherapie mit dem Rahmouni. Ein sehr unangenehmes und belastendes Gefühl. Zumal man sich Vorwürfe macht, weil man es nicht geschafft hat es mind. 16 Stunden zu tragen (Arbeit, Autofahren...usw.).
Ein dezenter Flachrücken kam ebenfalls dazu, ebenso (wenn auch minimale) eine Verschlechterung der Krümmungswinkel und Schmerzen sowie Gefühlsminderung + Kribbeln im linken Bein, Lendenwulst und linken Arm. Die Schmerzen verfolgen mich nun schon bald 2 Jahre. Es wurde bei vielen Untersuchungen nie ein Grund dafür gefunden, nur ein Gleitwirbel, von dem man mir zuvor nie etwas gesagt hatte. Für mich eigentlich ernüchternd (was die Ärzte wohl von mir gedacht haben...)
Beim Tragen vom Korsett hatte ich in letzter Zeit oft einen komplett tauben Lendenwulst, was sich weiterzog durch die linke Hüfte, Pobacke und ins Bein hinein.Wir haben oft versucht das Problem zu beheben. Aber es konnte nicht behoben werden. Ich nehme an, die Korrektur war einfach zuviel und nun sind die Nerven, die diese Stellen betreffen, geschädigt. Ohne Korsett wurde es besser, aber weg bekomme ich es nicht mehr.
Seit dem stehe ich zur starken Korrektur bei Erwachsenen auch etwas skeptisch gegenbüber. Ich habe es nicht geschafft es konsequent durchzuziehen (deprimierend und es kommen OP Gedanken auf...). Hut ab vor jedem, der das schafft. Im Moment kämpfe ich mit ein wenig Selbstvorwürfen, aber vor allem mit einer sehr großen Angst vor weiterer Verschlechterung und der damit näher rückenden OP. Die Angst ist besonders dadurch entstanden, weil mein Rücken enorm zusammensackt, trotz Korsett eine Verschlechterung eingetreten ist (wenn auch in der Messtoleranz liegend) und bei mir die OP seit vielen Jahren wieder vorgeschlagen wurde. Ich denke, das sind die Bedenken die auch Dr. Steffan hat. Es ist einfach nicht für jeden ein Rahmouni geeignet.
Bei der KG im letzten Jahr ging es überwiegend darum, mein Gefühl wiederherzustellen. Das wurde durch viel Entlastung versucht. Und es tat mir sehr gut. Von daher könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, das ein solches entlastendes Korsett Patienten wie mir eine große Hilfe sein könnte. Vor allem deswegen, weil man es nicht möglichst viele Stunden unter u.U. großen Schmerzen tragen muss.
Ich denke schon, das die Ärzte wie Dr. Hoffmann und Dr. Steffan sehr wohl ein Auge auf die Einstellung des Patienten zur Therapie haben und danach entscheiden. Das hat nicht nur etwas mit wirtschaftlichem Denken zu tun.
Ich bin beiden Methoden gegenüber aufgeschlossen, aber man muß wirklich immer im Einzelfall abwägen. Und das ist gewiss nicht immer leicht. Dr. Hoffmann dachte ich könnte es schaffen, eine Zeit lang sah es auch so aus. Aber so blieb es leider nicht.... Man steckt da nie drin.
Soweit wollte ich gar nicht ausholen, aber es lag mir auf dem Herzen.
LG
danke für deinen ausführlichen Bericht. Es ist doch immer wieder interessant welche Informationen und Diskussionen (im positiven) sich entwicklen.
Ich bin Ex-Rahmouni Trägerin. Wäre ich 10 Jahre jünger oder mehr würde ich jederzeit wieder ein Rahmouni-Korsett tragen. Ich bin immer noch überzeugt davon, das das ein sehr gutes Korsett ist, welches allerdings eine gehörige Portion Disziplin verlangt. Mehr als alle anderen sie ich je hatte.
Seit ich dieses Korsett habe, und besonders jetzt die Zeit danach, ist der Unterschied zwischen der Streckung morgens und abends enorm geworden. Der Rücken kommt mir sehr (zu)elastisch vor. Morgens fühlt man sich super gestreckt. Aber schon kurze Zeit danach sacke ich mehr zusammen, wie vor der Korsetttherapie mit dem Rahmouni. Ein sehr unangenehmes und belastendes Gefühl. Zumal man sich Vorwürfe macht, weil man es nicht geschafft hat es mind. 16 Stunden zu tragen (Arbeit, Autofahren...usw.).
Ein dezenter Flachrücken kam ebenfalls dazu, ebenso (wenn auch minimale) eine Verschlechterung der Krümmungswinkel und Schmerzen sowie Gefühlsminderung + Kribbeln im linken Bein, Lendenwulst und linken Arm. Die Schmerzen verfolgen mich nun schon bald 2 Jahre. Es wurde bei vielen Untersuchungen nie ein Grund dafür gefunden, nur ein Gleitwirbel, von dem man mir zuvor nie etwas gesagt hatte. Für mich eigentlich ernüchternd (was die Ärzte wohl von mir gedacht haben...)
Beim Tragen vom Korsett hatte ich in letzter Zeit oft einen komplett tauben Lendenwulst, was sich weiterzog durch die linke Hüfte, Pobacke und ins Bein hinein.Wir haben oft versucht das Problem zu beheben. Aber es konnte nicht behoben werden. Ich nehme an, die Korrektur war einfach zuviel und nun sind die Nerven, die diese Stellen betreffen, geschädigt. Ohne Korsett wurde es besser, aber weg bekomme ich es nicht mehr.
Seit dem stehe ich zur starken Korrektur bei Erwachsenen auch etwas skeptisch gegenbüber. Ich habe es nicht geschafft es konsequent durchzuziehen (deprimierend und es kommen OP Gedanken auf...). Hut ab vor jedem, der das schafft. Im Moment kämpfe ich mit ein wenig Selbstvorwürfen, aber vor allem mit einer sehr großen Angst vor weiterer Verschlechterung und der damit näher rückenden OP. Die Angst ist besonders dadurch entstanden, weil mein Rücken enorm zusammensackt, trotz Korsett eine Verschlechterung eingetreten ist (wenn auch in der Messtoleranz liegend) und bei mir die OP seit vielen Jahren wieder vorgeschlagen wurde. Ich denke, das sind die Bedenken die auch Dr. Steffan hat. Es ist einfach nicht für jeden ein Rahmouni geeignet.
Bei der KG im letzten Jahr ging es überwiegend darum, mein Gefühl wiederherzustellen. Das wurde durch viel Entlastung versucht. Und es tat mir sehr gut. Von daher könnte ich mir auch sehr gut vorstellen, das ein solches entlastendes Korsett Patienten wie mir eine große Hilfe sein könnte. Vor allem deswegen, weil man es nicht möglichst viele Stunden unter u.U. großen Schmerzen tragen muss.
Ich denke schon, das die Ärzte wie Dr. Hoffmann und Dr. Steffan sehr wohl ein Auge auf die Einstellung des Patienten zur Therapie haben und danach entscheiden. Das hat nicht nur etwas mit wirtschaftlichem Denken zu tun.
Ich bin beiden Methoden gegenüber aufgeschlossen, aber man muß wirklich immer im Einzelfall abwägen. Und das ist gewiss nicht immer leicht. Dr. Hoffmann dachte ich könnte es schaffen, eine Zeit lang sah es auch so aus. Aber so blieb es leider nicht.... Man steckt da nie drin.
Soweit wollte ich gar nicht ausholen, aber es lag mir auf dem Herzen.
LG
Korsettabschulung bei Jugendlichen erst mit 23 ?
Hallo,
ich habe diesen Bericht und die Kommentare mit Interesse gelesen und möchte auch noch ein paar Bemerkungen machen:
Klaus hat über den Vortrag von Dr. med. Jacques Chêneau geschrieben:
[equote]Zur Frage, wann ein Korsett getragen werden sollte, war offenbar neu, dass Jugendliche bereits
ab 15 Grad für 10 Stunden täglich ein Korsett tragen sollten.
Hintergrund ist, dass 25% der Skoliosen unter 19 Grad zur Verschlechterung neigen![/equote] Damit würden mehr als 75% Prozent der Jugendlichen Ihr Korsett völlig umsonst tragen, weil auch sonst keine Verschlechterung eintritt. Ich denke das ist besonders in Bezug auf die Korsettrisiken so nicht verantwortlich.
[equote]Tragezeit bis mindestens 18 Jahre, danach 1-2 Jahre Abschulung!
Dr. Cheneaux sprach sogar von einer Tragezeit bis 23 Jahre! [/equote] Offen bleibt da, wer mit 18 Jahren bzw. erst mit 21 Jahren mit der Abschulung beginnen kann. Ich denke wir hätten bei Abschulungsende mit 23 Jahren bereits über eine korrigierende Erwachsenenkorsettversorgung zu reden, die wir bisher nicht in Verbindung mit Jugendlichen gebracht haben.
Thomas hat über Anne (SchwarzeSchnecke) geschrieben:
[equote]Das nächste mal wird ein derartiger Beitrag von Dir kommentarlos gelöscht! [/equote] Das empfände ich als Überreaktion: Anne hat in diesem Forum sehr viele gute und ehrliche Beiträge geschrieben - auch und gerade im Zusammenhang mit ihrem jüngsten REHA-Aufenthalt in Bad Salzungen. Sie ist dafür auch von Admins des Forums ausdrücklich gelobt worden, deshalb sollten wir gerade Anne auch mal eine kritische perönliche Bemerkung erlauben.
- allerdings sind Toni, Gerhard oder Thomas ja sehr positive Beispiele von korrigierenden Erwachsenkorsetten. Die haben allerdings Kyphosen, während mir erfolgreiche hoch korrigierende Erwachsenenkorsettversorgungen bei Skoliosen jetzt gerade nicht einfallen.
Eine realistische Einschätzung der Chancen einer geplanten Therapie im persönlichen Einzelfall sollte das Ziel von vielseitiger medizinischer Beratung sein. Wünschenwert wäre im Vorfeld erkennen zu können, bei wem korrigierende Korsette langfristig helfen, bzw. schaden. Dafür muss es doch irgendwelche Kriterien geben!
Viele Grüße
Rainer
ich habe diesen Bericht und die Kommentare mit Interesse gelesen und möchte auch noch ein paar Bemerkungen machen:
Klaus hat über den Vortrag von Dr. med. Jacques Chêneau geschrieben:
[equote]Zur Frage, wann ein Korsett getragen werden sollte, war offenbar neu, dass Jugendliche bereits
ab 15 Grad für 10 Stunden täglich ein Korsett tragen sollten.
Hintergrund ist, dass 25% der Skoliosen unter 19 Grad zur Verschlechterung neigen![/equote] Damit würden mehr als 75% Prozent der Jugendlichen Ihr Korsett völlig umsonst tragen, weil auch sonst keine Verschlechterung eintritt. Ich denke das ist besonders in Bezug auf die Korsettrisiken so nicht verantwortlich.
[equote]Tragezeit bis mindestens 18 Jahre, danach 1-2 Jahre Abschulung!
Dr. Cheneaux sprach sogar von einer Tragezeit bis 23 Jahre! [/equote] Offen bleibt da, wer mit 18 Jahren bzw. erst mit 21 Jahren mit der Abschulung beginnen kann. Ich denke wir hätten bei Abschulungsende mit 23 Jahren bereits über eine korrigierende Erwachsenenkorsettversorgung zu reden, die wir bisher nicht in Verbindung mit Jugendlichen gebracht haben.
Thomas hat über Anne (SchwarzeSchnecke) geschrieben:
[equote]Das nächste mal wird ein derartiger Beitrag von Dir kommentarlos gelöscht! [/equote] Das empfände ich als Überreaktion: Anne hat in diesem Forum sehr viele gute und ehrliche Beiträge geschrieben - auch und gerade im Zusammenhang mit ihrem jüngsten REHA-Aufenthalt in Bad Salzungen. Sie ist dafür auch von Admins des Forums ausdrücklich gelobt worden, deshalb sollten wir gerade Anne auch mal eine kritische perönliche Bemerkung erlauben.
Ja, sehe ich auch so - die Zusammenarbeit sollte immer eine gewisse Flexiblität beinhalten. Man kann auch mit zwei oder gar mehreren Partnern (OTs) zusammenarbeiten und die jeweiligen Stärken und Schwächen kennen, um Betroffenen eine möglichst ausgewogene und weitestgehend unabhängige Empfehlung geben zu können.Chilli-Pepper hat geschrieben:Mit jemanden zusammen zu arbeiten ist ja ansich auch nichts Schlimmes...
Auch andere Ärzte können und wollen sich so ein Arbeitsleben nicht leisten. Mich würde es außerdem wundern, wenn Ihr Arbeitgeber bei so einer Berufseinstellung lange mitspielen würde. Klinikalltag in Deutschland ist das jedenfalls nicht.DrSteffan hat geschrieben:Ich könnte es aber auch so machen wie es einige meiner Kollegen machen. Ich komme morgens so gegen 9:00 ins Büro, trinke Kaffee, leiste ein paar Unterschriften und gehe entspannt so gegen 13:00 nach Hause um mich um meine Familie zu kümmern und meinen Hobbys zu huldigen. Die Patienten werden von den Oberärzten und Stationsärzten gerade mal so versorgt. Am Monatsanfang wäre das gleiche Geld auf dem Konto aber ich deutlich gelassener.
Da gibt es wohl Beispiele in jede Richtung: So wie Dir ist es Nadine ja noch viel schneller ergangenbluecat hat geschrieben:Die Angst ist besonders dadurch entstanden, weil mein Rücken enorm zusammensackt, trotz Korsett eine Verschlechterung eingetreten ist (wenn auch in der Messtoleranz liegend) und bei mir die OP seit vielen Jahren wieder vorgeschlagen wurde. Ich denke, das sind die Bedenken die auch Dr. Steffan hat. Es ist einfach nicht für jeden ein Rahmouni geeignet.
Viele Grüße
Rainer
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Hallo zusammen,
hier geht es wieder mal richtig zur Sache.
Da ich den Ausdruck "wirtschaftlicher Verbund" und "Gegengewicht" in die Diskussion eingeführt habe und damit offenbar die nicht zu akzeptierende Aussage von Anne (Thomas hat zu Recht verwarnt!) provoziert habe, folgendes dazu:
Ein wirtschaftlicher Verbund ist immer die Voraussetzung, dass eine bestimmte Sache auch funktioniert. Und wenn in diesem Fall Dr. Steffan von der Kubin Orthese und den Cheneau-Korsetten der Fa. Sanomed überzeugt ist, dann äussert sich das auch in entsprechender Form.
Ich habe von meiner Überraschung gesprochen, weil das bislang nicht so war.
Die Kubin Orthese war (und ist es teilweise noch) in Testphase und die Verordnung von korrigierenden Erwachsenen Korsette (Rahmouni) in BaSa wurden spätestens im kleinen Kreis beim Symposium 2007 differenziert von Dr. Steffan dargestellt.
Dazu kam eine Korsett-Bauweise bei Kindern und Jugendlichen direkt in BaSa, die offenbar auf Dauer nicht zufriedenstellend war. Das kann man sicherlich sagen, dazu gab es hier auch einige Erfahrungsberichte.
Da nun die Konsequenzen zu ziehen und eine Vereinheitlichung ausserhalb der korrigierenden Erwachsenen Korsette durchzuführen, ist für mich eine logische Sache.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sich die Dinge anders darstellen können, wenn man die Gelegenheit hat, mal genauer nachzuhaken.
Ich bin z.Bsp. bis heute skeptisch bezüglich Äusserung von Dr. Hoffmann, dass er in einem Fall von 2 Jahren gesprochen hat, nach denen ein Erwachsenen Korsett abgeschult werden kann.
Abgesehen von den Parametern bezüglich ganz persönlicher Rücken-Situation, ist allein die Auffassung eines Gespräches ganz abhängig davon, was man in dieser Situation hören möchte oder nicht.
Wir sollten auch das Ziel verfolgen, dass wir endlich so viel Eigenkompetenz entwickeln, dass die Beratung durch einen Arzt nicht die 100% Wahrheit ist, sondern der eigenen Analyse unterworfen werden sollte.
Das ist nach meiner Meinung immer auch ein Kompromiss, sonst würde man im Leben überhaupt nicht mehr weiterkommen.
Und Deine Vorwürfe könntest Du genauso gegenüber Dr. Hoffmann und Rahmouni aussprechen, die übrigens in Form von Rahmouni noch vor einiger Zeit als übermächige Fraktion im Forum bezeichnet wurden.
Deswegen auch mein Begriff "Gegengewicht", der nur für die Diskussion gedacht war.
Wir sind ja mittlerweile in der Situation, das wir sehr differenziert mehrere Möglichkeiten zur Auswahl nennen können!
Und Du müsstest eigentlich zumindest die gesamte Korsett-Versorgung bezüglich "eine Hand wäscht die andere" angreifen, denn wer baut Korsette, die nicht verordnet werden.
Also Du kannst hier selbstverständlich Deine Meinung sagen, das sollte grundsätzlich eigentlich immer der Fall sein, wenn man hier postet
.
Du wirst natürlich mit Gegenwind rechnen müssen und bei persönlichen Unterstellungen sind dann aber schnell die Grenzen überschritten.
Gruss
Klaus
hier geht es wieder mal richtig zur Sache.
Da ich den Ausdruck "wirtschaftlicher Verbund" und "Gegengewicht" in die Diskussion eingeführt habe und damit offenbar die nicht zu akzeptierende Aussage von Anne (Thomas hat zu Recht verwarnt!) provoziert habe, folgendes dazu:
Ein wirtschaftlicher Verbund ist immer die Voraussetzung, dass eine bestimmte Sache auch funktioniert. Und wenn in diesem Fall Dr. Steffan von der Kubin Orthese und den Cheneau-Korsetten der Fa. Sanomed überzeugt ist, dann äussert sich das auch in entsprechender Form.
Ich habe von meiner Überraschung gesprochen, weil das bislang nicht so war.
Die Kubin Orthese war (und ist es teilweise noch) in Testphase und die Verordnung von korrigierenden Erwachsenen Korsette (Rahmouni) in BaSa wurden spätestens im kleinen Kreis beim Symposium 2007 differenziert von Dr. Steffan dargestellt.
Dazu kam eine Korsett-Bauweise bei Kindern und Jugendlichen direkt in BaSa, die offenbar auf Dauer nicht zufriedenstellend war. Das kann man sicherlich sagen, dazu gab es hier auch einige Erfahrungsberichte.
Da nun die Konsequenzen zu ziehen und eine Vereinheitlichung ausserhalb der korrigierenden Erwachsenen Korsette durchzuführen, ist für mich eine logische Sache.
Gerade die Empfindungen anderer als Vorwurf zu posten, ist immer eine sehr heikle Sache!anne hat geschrieben:Mit "etwas madig machen" meine ich in diesem Fall: In jemandem deutliche Zweifel an etwas wecken, mit dem er eigentlich gut klarkommt. Der Ausdruck stammt übrigens nicht von mir, sondern von einer der betroffenen Patientinnen, und ich habe ihn in Anführungszeichen gesetzt
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie sich die Dinge anders darstellen können, wenn man die Gelegenheit hat, mal genauer nachzuhaken.
Ich bin z.Bsp. bis heute skeptisch bezüglich Äusserung von Dr. Hoffmann, dass er in einem Fall von 2 Jahren gesprochen hat, nach denen ein Erwachsenen Korsett abgeschult werden kann.
Abgesehen von den Parametern bezüglich ganz persönlicher Rücken-Situation, ist allein die Auffassung eines Gespräches ganz abhängig davon, was man in dieser Situation hören möchte oder nicht.
Wir sollten auch das Ziel verfolgen, dass wir endlich so viel Eigenkompetenz entwickeln, dass die Beratung durch einen Arzt nicht die 100% Wahrheit ist, sondern der eigenen Analyse unterworfen werden sollte.
Das ist nach meiner Meinung immer auch ein Kompromiss, sonst würde man im Leben überhaupt nicht mehr weiterkommen.
Und Deine Vorwürfe könntest Du genauso gegenüber Dr. Hoffmann und Rahmouni aussprechen, die übrigens in Form von Rahmouni noch vor einiger Zeit als übermächige Fraktion im Forum bezeichnet wurden.
Deswegen auch mein Begriff "Gegengewicht", der nur für die Diskussion gedacht war.
Wir sind ja mittlerweile in der Situation, das wir sehr differenziert mehrere Möglichkeiten zur Auswahl nennen können!
Und Du müsstest eigentlich zumindest die gesamte Korsett-Versorgung bezüglich "eine Hand wäscht die andere" angreifen, denn wer baut Korsette, die nicht verordnet werden.
Also Du kannst hier selbstverständlich Deine Meinung sagen, das sollte grundsätzlich eigentlich immer der Fall sein, wenn man hier postet
Du wirst natürlich mit Gegenwind rechnen müssen und bei persönlichen Unterstellungen sind dann aber schnell die Grenzen überschritten.
Gruss
Klaus
Zuletzt geändert von Klaus am Mo, 21.04.2008 - 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

