Planet-Wissen: Das beste fürs Kreuz

Fragen und Antworten rund um das Thema Skoliose
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Rainer
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Planet-Wissen: Das beste fürs Kreuz

Beitrag von Rainer »

Gestern war auf allen dritten Programmen die Sendung „Planet-Wissen: Das beste fürs Kreuz“ zu sehen. (Bericht auf www.planet-wissen.de).

Es wurden verschiedene Verfahren zur Schmerzbekämpfung von Rückenschmerzen vorgestellt. Von Prof. Dr. Peer Eysel und Prof. Dr. Jürgen Harms wurden zu viele sinnlose Operationen insbesondere bei Bandscheibenproblemen angemahnt…

Herr Prof. Dr. Eysel wird auf der Homepage von Planet-Wissen wie folgt beschrieben:
[equote]Prof. Dr. Peer Eysel ist Direktor der Klinik und Poliklinik für Orthopädie des Klinikums der Universität Köln. Seine Haupttätigkeit ist die chirurgische Behandlung von Rückenschmerzen. Trotzdem steht er operativen Eingriffen kritisch und differenziert gegenüber. In seiner Klinik erlebt Prof. Peer Eysel viele Fälle von verpfuschten Eingriffen, die er korrigiert. 40 Prozent der OPs, die er durchführt, sind Revisionsoperationen. Ein Hauptproblem sieht er darin, dass die Ursache der Rückenprobleme oftmals vorher nicht genau feststeht und die OP dann ungezielt vorgenommen wird.[/equote]

Prof. Dr. Harms erläuterte am Röntgenbild warum eine Revisions-OP notwendig wurde. Es war unschwer eine operierte Skoliose mit Halm-Zielke Instrumentarium und gelockerten Schrauben mit abstehender Knochenmasse zu erkennen. Das Filmteam durfte im OP-Bereich des Karlsbader Klinikums filmen – nichts für leichte Gemüter.

Bei mir ist am meisten Bernd Scharwies in Erinnerung geblieben…
[equote]Bernd Scharwies ist Heilpraktiker und Körpertherapeut. Er arbeitet nach dem Prinzip des Rebalancing, eine Methode, die durch Berührung den Körper wieder ins Gleichgewicht bringen soll. Er beschreibt Rebalancing als eine Synthese von Bindegewebsmassage, Gelenklockerung und Körperlesen mit dem Ziel, die Selbstregulierungskräfte des Körpers anzuregen.[/equote]
Herr Scharwies erläuterte, dass seine Patientinnen in vielen Fällen nur einfach Streicheleinheiten bräuchten, die sie sonst nirgends bekämen und die Sehnsucht nach „Berührtwerden“ stecke doch irgendwie in jedem Menschen. Also Rückenschmerzen aus Mangel an Zärtlichkeit!!!! Herr Scharwies gab’ dann auch eine anschauliche Demo aus seiner Praxis – ich hab’ mir’s genau angeschaut und auch noch etwas dabei gelernt! ;D

Hat das jemand von Euch gesehen? Wie hat das auf Euch gewirkt?

Gruß Rainer
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

HAllo Rainer,
leider habe ich den Bericht noch nicht sehen können, aber aufnehmen lassen(ich hoffe die angegebenen Wiederholungszeiten stimmten).

Aber ich denke auch, dass oftmals zu schnell operiert wird. Im letzten oder vorletzten Jahr habe ich einen Bericht gesehen über Ostheopatie, darin wurde von einer Patientin berichtet, die seit Wochen über starke Schmerzen klagte und sich einer Bandscheiben-OP unterziehen sollte. Ihre letzte Hoffnung, um der OP doch noch aus dem Wege zu gehen war der Besuch beim Ostheopaten.
Dieser stellte fest, dass - ich erklär das jetzt mit meinen Worten- ihre inneren Organe irgendwie verschoben waren. Er vermutete einen Sturz , den die Patientin erst verneinte, bis ihr einfiel, dass sie vor langer Zeit bei der Hausarbeit von der Leiter gerutscht war und mit dem Bauch auf den Leiterbügel geknallt ist.
Ich hatte hier im Forum davon schon mal berichtet, finde es aber nicht mehr. Jedenfalls konnte der Druck, der von innen auf die WS lastete durch mehrere Behandlungen genommen werden und die Bandscheiben -OP wurde nicht vorgenommen.
Herr Scharwies erläuterte, dass seine Patientinnen in vielen Fällen nur einfach Streicheleinheiten bräuchten, die sie sonst nirgends bekämen und die Sehnsucht nach „Berührtwerden“ stecke doch irgendwie in jedem Menschen. Also Rückenschmerzen aus Mangel an Zärtlichkeit!!!!
Ich sollte jetzt ernsthaft hinterfragen , warum ich mir so gern und oft meine Cranio-Sacral-Therapie gönne ;D :zustimm:

chilli-pepper
Zuletzt geändert von chilli-pepper am Do, 28.02.2008 - 07:28, insgesamt 1-mal geändert.
Flasher
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Beitrag von Flasher »

Hi

Hab den Bericht gesehen und übrigens aufgenommen ^^
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

chilli-pepper hat geschrieben:Ich sollte jetzt ernsthaft hinterfragen , warum ich mir so gern und oft meine Cranio-Sacral-Therapie gönne
Da frage ich natürlich, warum so oft? :)

@Rainer
Mein Einwand ist sicherlich schon bekannt, wir sind hier im Skoliose/Kyphose-Forum. :D
Und da gibt es nun mal Grundsätzlichkeiten, die sich schon deutlich von "normalen" Rückenschmerzen Patienten unterscheiden.
Herr Scharwies erläuterte, dass seine Patientinnen in vielen Fällen nur einfach Streicheleinheiten bräuchten, die sie sonst nirgends bekämen und die Sehnsucht nach „Berührtwerden“ stecke doch irgendwie in jedem Menschen. Also Rückenschmerzen aus Mangel an Zärtlichkeit!!!!
Damit wird an dieser Stelle suggeriert, dass man mit anderen Methoden viel weiterkommt.
Ein BSV oder eine Einengung von Nerven ist immer vor einer Skoliose/Kyphose Behandlung auszuschliessen bzw. extra zu behandeln,wobei Schroth auch da durchaus erfolgreich sein kann.

Um Schmerzen bei Skoliose/Kyphose kurzfristig loszuwerden gibt es auch unzählig viele Möglichkeiten, die suggestive Methode ist da eine wichtige Komponente.
Aber um Schmerzen längerfristig los zu werden, die eindeutig durch die Verkrümmung kommen, sind schon physikalische eigene Kräfte notwendig, um den Zustand zu erreichen, bei dem man noch keine Schmerzen hatte.

Gruss
Klaus
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Rainer
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Grundsätzlichkeiten versus Details

Beitrag von Rainer »

Hallo Klaus!
Klaus hat geschrieben:@Rainer
Mein Einwand ist sicherlich schon bekannt, wir sind hier im Skoliose/Kyphose-Forum.
Und da gibt es nun mal Grundsätzlichkeiten, die sich schon deutlich von "normalen" Rückenschmerzen Patienten unterscheiden.
Ich meine das muss richtig heißen:
[equote].....Und da gibt es nun mal Details, die sich schon deutlich von "normalen" Rückenschmerzen Patienten unterscheiden.[/equote]
Die grundsätzlichen Probleme wie
- Fehlhaltungsbedingter Muskelschmerz
- Strategien bei der Schmerztherapie (Medikamente vs. Gymnastik)
- Schlechte und nicht standadisierte Ausbildung von WS-Chirugen
- 40% Revisions-OPs, z.T. wegen Pfusch als Ursache
- Undifferenzierte OP-Indikation
- usw.
sind gleich - egal ob Du eine WS-Deformität hast, ein chronisches Bandscheibenleiden oder einen immer wiederkehrenden Hexenschuss.

Vielleicht bringt Chilli die Aufzeichnung der Sendung nach BaSa mit und ihr schaut Euch das mal zusammen an. ;D

Grüße
Rainer
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Rainer hat geschrieben:.....Und da gibt es nun mal Details, die sich schon deutlich von "normalen" Rückenschmerzen Patienten unterscheiden.
Vielleicht können wir uns auf grundsätzliche Details bei der konservativen Behandlung einigen. :)

Bei Skoliose/Kyphose wird die konservative Therapie immer noch stark vernachlässigt und genau da setzt dieses Forum ja schwerpunktmässig an.
- Fehlhaltungsbedingter Muskelschmerz
- Strategien bei der Schmerztherapie (Medikamente vs. Gymnastik)
Genau da setzt bei Skoliose/Kyphose die Schroth KG an (und evtl. korrigierendes Korsett), sie ist zielgerichter und somit effektiver als eine normale KG.
Im Umkehrschluss heißt das, dass die meisten mit häufig verordneter normaler KG überhaupt nicht vorwärts kommen und dann möglicherweise in eine unnötige OP Indikation rutschen.
Sie sind dann Sonderfälle, "da kann man tatsächlich nichts mehr machen" und "nehmen Sie diese Tabletten" oder "machen Sie einfach Muskelaufbau".
Ich denke, auch die speziellen Schmerztherapeuten sind bei Skoliose/Kyphose überfordert und müssen vom mündigen Patienten "gelenkt" werden.

Und was die operativen Methoden angeht, so möchte ich auch ein bischen bezweifeln, dass es nicht grundsätzliche Detail-Unterschiede gibt. Nicht umsonst werden hier immer wieder nur wenige Chirurgen genannt, die wirklich kompetent bezüglich Skoliose/Kyphose sind.

Gruss
Klaus
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Rainer
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Einverstanden!

Beitrag von Rainer »

Klaus hat geschrieben:Vielleicht können wir uns auf grundsätzliche Details bei der konservativen Behandlung einigen. :)
Klaus, absolut einverstanden! Das "Vielleicht" kannst Du also streichen! ;D
Rainer
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Flasher,

dir mal ein herzliches dankeschön für den Film :respect:

[equote]chilli-pepper hat folgendes geschrieben:
Ich sollte jetzt ernsthaft hinterfragen , warum ich mir so gern und oft meine Cranio-Sacral-Therapie gönne...

Klaus hat folgendes geschrieben:
Da frage ich natürlich, warum so oft? [/equote]
NA WEIL ES MIR GUT TUT!!! ;)
Das kann ich dir genau sagen: Für mich gehört die Cranio-Sacral-Therapie genauso zur "Muskelpflege" wie das Schrothen oder für dich der Besuch im Fitnesstudio...
Ich fühle mich danach einfach gut. Wenn ich zB. eine Sinusitis habe (Nasennebenhöhlen- oder Kieferhöhlenvereiterung) dann gehört die CS-Therapie unbedingt dazu,
da es bei mir immer mit Blockaden im Halswirbelbereich zu tun hat.
Die Bemerkung von Prof. Dr. Peer Eysel , dass der Erfolg dieser Therapien nicht wissenschaftlich (!)belegt ist, lasse ich so nicht gelten!
Das ist zwar in Deutschland nicht belegt und anerkannt, in anderen Ländern ist die Ostheopatie genauso anerkannt wie die Orthophädie und die Kosten werden von den KK übernommen!
Rainer hat geschrieben:Herr Scharwies erläuterte, dass seine Patientinnen in vielen Fällen nur einfach Streicheleinheiten bräuchten, die sie sonst nirgends bekämen und die Sehnsucht nach „Berührtwerden“ stecke doch irgendwie in jedem Menschen. Also Rückenschmerzen aus Mangel an Zärtlichkeit!!!!
Ich kann ja nun nicht für jemanden sprechen, der "normale" Rückenschmerzen hat, aber diese These Rückenschmerzen zu haben "aus Mangel an Zärtlichkeit" halte ich für ganz schön weit hergeholt...
Interessant ist aber , dass mehr Frauen bei ihm sind und zum Teil die Männer von den Frauen "geschickt" werden- warum ist das so ???
Vielleicht weil die Männer sich nicht vorstellen können, dass son "wissenschaftlich nicht belegter Quatsch" hilft?! :rolleyes:

Aber nehmen wir doch mal das Beispiel der Schroththerapie... Vor 6 Jahren, als ich noch unwissend war ;) , rannte ich verzweifelt von Arzt zu Arzt, und niemand konnte mir helfen...
Da ich Schmerzmittel ablehnte, waren auch die Ärzte bald am Ende ihrer Ideen!
Ich habe heute die gleichen Beschwerden wie damals, ABER habe inzwischen das Handwerkszeug mir selbst zu helfen.
Nach intensivem Schrothen bin ich meine Schmerzen los- ist das nicht irre??? Früher bin ich zum Arzt gegangen, weil ich total verzweifelt war.
Und selbst jetzt , wo ich weiß, was mir hilft, gibt es Orthopäden, die mir ins Gesicht sagen, dass sie das nicht glauben!!! Das ist doch :unknown: :wall:

Der Bericht war interessant, hat viele Seiten beleuchtet, trotzdem muss ich sagen hat sich in meinen Augen auch der Herr Prof. Dr. Peer Eysel etwas widersprochen... Einerseits meint er , dass manche Rückenschmerzen "von alleine weggehen", wenn man nur genügend entspannt - aber im Bericht über die Ostheopatin war eindeutig zu erkennen, dass eine "alte" Patientin eben doch etwas hatte, das Schmerzen verursachte - wo die Schulmedizin nichts feststellen konnte und mit ihrem Latein am Ende war...traurig, traurig
Rainer hat geschrieben:Vielleicht bringt Chilli die Aufzeichnung der Sendung nach BaSa mit und ihr schaut Euch das mal zusammen an
Nun - ich fahre nicht nach BaSa , um mit Klaus einen Film zu gucken... :)
Rainer hat geschrieben:Herr Scharwies gab’ dann auch eine anschauliche Demo aus seiner Praxis – ich hab’ mir’s genau angeschaut und auch noch etwas dabei gelernt!
Was hast du denn gelernt?
LG chilli-pepper
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Rainer
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Was ich noch gelernt habe....

Beitrag von Rainer »

Rainer hat geschrieben:Herr Scharwies gab’ dann auch eine anschauliche Demo aus seiner Praxis – ich hab’ mir’s genau angeschaut und auch noch etwas dabei gelernt!
Chilli hat geschrieben:Was hast du denn gelernt?
Wie man mit dem männlichen Ellebogen auf den weiblichen Oberschenkel so einwirkt, dass es als angenehm empfunden wird. ;D

Liebe Grüße
Rainer

PS: Warum willst Du eigentlich von mir immer alles so genau wissen?
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

Hallo Rainer!
Rainer hat geschrieben:PS: Warum willst Du eigentlich von mir immer alles so genau wissen?
Wieso nur von dir??? Ich will IMMER alles genau wissen, das war schon als Kind so - frech kommt weiter!
Wenn ich nicht von Natur aus so neugierig (=wissensdurstig :ja: !!!) gewesen wäre, dann wüsste ich heute nicht die Hälfte von dem was ich weiß...
Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass ein weiblicher Ellenbogen genauso angenehm wirken kann :P

PS. ...und warum versuchst du mir "aus dem Wege zu gehen"? Oder bilde ich mir das ein? ;)

Ganz liebe Grüße chilli-pepper
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Rainer
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Aus dem Weg gehen?

Beitrag von Rainer »

Hallo liebe Chilli,
Chilli hat geschrieben:Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, dass ein weiblicher Ellenbogen genauso angenehm wirken kann...
Genau - mir ist ein weiblicher Ellebogen sogar angenehmer! ;)
Chilli hat geschrieben:...und warum versuchst du mir "aus dem Wege zu gehen"? Oder bilde ich mir das ein?

Das siehst Du völlig realistisch - mir wurde schon öfter bestätigt, dass "Frech kommt weiter" bei mir nicht funktioniert. ;D

Was machen wir jetzt?

Liebste Grüße
Rainer
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chilli-pepper
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Beitrag von chilli-pepper »

HAllo Rainer,
Rainer hat geschrieben:mir wurde schon öfter bestätigt, dass "Frech kommt weiter" bei mir nicht funktioniert
Aber das macht doch nichts- es soll ja bei mir funktionieren ;D

Rainer hat geschrieben:Was machen wir jetzt?
Am besten beim Thema bleiben: "Das beste für`s Kreuz"

Du hast gefragt:
Hat das jemand von Euch gesehen? Wie hat das auf Euch gewirkt?
Und ich habe wiedermal ausführlich geantwortet- nicht nur über Ellenbogen...
Hast du selbst schon mal Erfahrung mit der Ostheopatie gemacht, was hälst du davon? Ich hätte mir gewünscht du gehts darauf näher ein...

LG chilli-pepper
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Bully
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Beitrag von Bully »

Hallo ihr lieben

Ich habe im Radio gehört das Prof.Grönemeyer spricht und habe eine Mail geschrieben.

Habe gestern einen Anruf vom Team Grönemeyer bekommen,

Soll am 18.03 hinkommen.Das ist in Bochum.

Mal sehen ob der Doc mir helfen kann.

Zu meiner Kur werde meinnen Wiederspruch aufrecht halten.

liebe gruüße sigrid
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Rainer
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Verschiedenes

Beitrag von Rainer »

@Sigrid,
Prof. Dr. Grönemeyer ist mir bekannt für Micro-Therapy.
Ich hoffe, dass er das nicht bei einer ausgewachsenen Skoliose anwendet. Du kannst das ja mal versuchen und hier im Forum darüber berichten, sehe das bitte aber mehr als ganzheitliche Behandlung im Sinne einer Schmerztherapie an.

Allerdings bin ich dankbar für den Hinweis...zum Thema „Das beste für den Rücken“ passt es tatsächlich! Du solltest vor dem Besuch bei Prof. Grönemeyer folgende Seiten studieren:
http://www.microtherapy.de
http://www.meinrueckenbuch.de
Das ganze würde ich als sinnvolle Suche nach neuen Wegen mit derzeitig begrenzter Praxisrelevanz für Wirbelsäulendeformitäten einordnen. Für Deinen Fall wäre ich da also mit meinen Erwartungen eher bescheiden!

@Chilli (nur ich darf diesen Kosenamen nutzen, weil sie es mir einmal erlaubt hat).
Chilli hat geschrieben:Hast du selbst schon mal Erfahrung mit der Ostheopatie gemacht, was hälst du davon?
Ich hätte mir gewünscht du gehst darauf näher ein...
Von Ostheopatie habe ich wirklich überhaupt keine Ahnung und deshalb wage ich es auch nicht Deine Ausführungen zu kommentieren. Was Du geschrieben hast klingt aber nachvollziehbar und ich empfehle allen es zu lesen. Immer wenn Du von mir keinen Widerspruch bekommst, bedeutet das in der Regel Zustimmung! Bitte bedenke auch, dass Du nicht nur an mich schreibst, sondern potentiell mehr als tausend tägliche Besucher dieses Forums Deine Ausarbeitungen lesen! Deshalb lohnt es sich auf jeden Fall hier mal anderen zu schreiben was Dir geholfen hat.

Mit Klaus hatte ich hier ja auch eine kurze kontroverse Diskussion, wir beide haben aber zwischenzeitlich gelernt uns relativ schnell zu einigen. ;) In Sachen Strahlenschutz und zu hohe Erwartungen an „Erwachsenenkorsette“ ist Klaus mittlerweile sogar voll auf meine Linie umgeschwenkt. Das bestärkt mich noch ab und zu hier im Forum vorbeizuschauen, wenn man sieht wie es da doch Multiplikatoren gibt! ;)

Der eigentliche Grund für meine Schreibfaulheit in dieser Diskussion, war mein leichtsinniger Wunsch mich zwischendurch --hier-- mal ein bisschen mehr um BZebra zu kümmern. Ich hatte sie gebeten auch einfach mal nichts zu schreiben, wenn sie selbst keine Ahnung vom Fach hat, das hat sie ganz und gar nicht akzeptiert..... Dadurch musste ich Dich ein wenig vernachlässigen - ich hoffe Du nimmst mir das nicht krumm!

Liebste Grüße
Rainer
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Beitrag von Klaus »

Rainer hat geschrieben:In Sachen Strahlenschutz und zu hohe Erwartungen an „Erwachsenenkorsette“ ist Klaus mittlerweile sogar voll auf meine Linie umgeschwenkt.
Das stimmt so nicht!

Beim Strahlenschutz habe ich durch Deinen Hinweis die Erkenntnis gewonnen, dass eine Ganz-Aufnahme weniger belastend ist, als entsprechende Teilaufnahmen. Das ist ein weiteres wichtiges Argument für die Ganz-Aufnahme bei der ersten Diagnose.
Mehr nicht.

In Sachen Erwachsenen-Korsett vertrete ich schon länger (bereits vor Deiner Zeit :) ) eine bestimmte Meinung, die sich in Details durch Posts verschiedener User auch mal verändert.

Gruss
Klaus
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Dankeschön an Klaus!

Beitrag von Rainer »

Hallo Klaus,

ich hatte an zwei andere Punkte gedacht:

1. Du erwähnst neuerdings öfter die Vorteile des digitalen Röntgens.
2. Du siehst ein Erwachsenenkorsett als Option nach einer REHA an.

Auch Chilli unterstützt die These, dass man ein Erwachsenenkorsett erst in Erwägung ziehen sollte, wenn Schroth und andere Mittel nicht mehr genügen. So etwas kann man niemals sofort wissen, sondern man wird zu der für den Einzelfall richtigen Erkenntnis ein paar Wochen oder Monate benötigen. Das ermöglicht dann eine gefestigte und nicht vorschnelle Entscheidung.

Ich bin für Meinungsvielfalt und deshalb denke ich sollte jeder auch mit Dr. Steffan intensiv gesprochen haben, bevor er sich für einen bestimmten Weg in der Erwachsenenkorsettversorgung entscheidet. Weil Du mit viel Engagement in Deiner Freizeit diese Standpunkte an viele Leute vermittelst kommt hier und heute:
:arrow: Ein ganz grosses und offizielles Dankeschön an Klaus! :top:

Liebe Grüße
Rainer
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Beitrag von Klaus »

Rainer hat geschrieben:1. Du erwähnst neuerdings öfter die Vorteile des digitalen Röntgens.

Das ergibt sich zwangsläufig aus der Tatsache, dass die Strahlenbelastung nicht so hoch ist. Nur die Praxis sieht dann noch anders aus, man muss erst mal eine Anlaufstelle finden, die das generell macht und insbesondere die Einrichtung, wo man dann auch Ganz Aufnahmen machen kann!
Und das wird die Zeit bringen, wenn nämlich immer mehr umgestellt wird.
Deswegen erwähne ich das auch als Praxistipp, mal gezielt danach zu suchen.
2. Du siehst ein Erwachsenenkorsett als Option nach einer REHA an.
Das stimmt so nicht.
Ich sehe durchaus ein korrigierendes Korsett auch als Möglichkeit, eine 1. Schroth REHA erfolgreicher durchzuführen, sozusagen als Hilfsmittel.
Bei meiner REHA wurde einer Frau geraten, ein Korsett zu tragen, um Übungen auszuführen, die so erst mal nicht möglich waren. Das war zwar die Erkenntnis nach der REHA, sie zeigt aber auch dass man bei diesem Thema sehr differenzieren muss.
Und ich sehe trotzdem generell die Option korrigierendes Erwachsenkorsett als sehr kritisch.

Gruss
Klaus
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Rainer
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Beitrag von Rainer »

Klaus,

Danke für die Klarstellungen! :)
zu 1: OK
zu 2: Also niemals Eingewöhnung in korrigierendes Erwachsenenkorsett ohne begleitende REHA! Darauf kam es mir an! :)
Klaus hat geschrieben:Und ich sehe trotzdem generell die Option korrigierendes Erwachsenkorsett als sehr kritisch.
Ich auch!

Grüße Rainer
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Beitrag von Klaus »

Rainer hat geschrieben:zu 2: Also niemals Eingewöhnung in korrigierendes Erwachsenenkorsett ohne begleitende REHA! Darauf kam es mir an!
Auch hier musst Du wieder differenzieren:

Wer dadurch seine Schmerzen lindern kann, wird so ein Korsett nach Bedarf bis zum Lebensende tragen müssen und auch zwangsläufig tun. Die Gefahr durch ein temporäres "nicht-tragen-können" (aus welchem Grund auch immer) ist natürlich gross, wenn man dabei keine aktive Muskelpflege betreibt.

Wer die korrigierende Komponente in den Vordergrund stellt, muss unbedingt die aktive Muskelpflege einbeziehen, um nicht Probleme zu bekommen, die aufgrund fehlender Stabilisierung der jeweils temporären Korrektur auftreten. @gauklerdavid hat in letzter Zeit viel dazu geschrieben.
Hier ist es sicherlich optimal, wenn man das Korsett in die REHA integriert.
Aber entscheidend ist dann natürlich die Realität des Alltags mit den nötigen Schroth Übungen und den angepassten sonstigen Muskelaktivitäten.

Gruss
Klaus
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