Z. n. M. Scheuermann - so kanns gehen mit den Ärzten!

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

morgen früh hab ich nun diesen termin in kiel.

der orthopäde hier hat urlaub, ich hab keine überweisung. kann mir aber eine von der vertretung holen morgen früh...

ich hab zwei möglichkeiten:

erstens: ich lauf in kiel ohne die MRTs auf und verlange röntgenbilder mit vermessung.

zweitens: ich lass es wegen aussichtslosigkeit bleiben und spar das benzin.

bin unentschlossen, ob ich mir nochmal so einen gang antun soll, bei dem eh nix rauskommt...

:/
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

ok, also ich war da heute morgen.

wie entspannt doch ein chefarzt gegen einen assistenzarzt ist. unglaublich.

aber röntgenbilder hielt auch er nicht für nötig. er hat das ganze chaos auf den MRTs gesehen. er war super nett und man hatte nicht das gefühl, daß er in eile war oder sowas. war okay.

er hat mir zu einer reha geraten und mir dämpfungseinlagen verschrieben. eine OP sieht er bei mir überhaupt nicht.

ganz ehrlich, leute? wenn mir so viele ärzte nacheinander sagen, daß diese röntgenaufnahmen nicht notwendig sind, dann glaub ich das allmählich. die können ja nun nicht alle total bescheuert sein?! spätestens der von heute kam mir alles andere als inkompetent vor!

er sagte, die strahlenbelastung steht in meinem fall in keinem verhältnis zum nutzen der aufnahmen, da alles wesentliche im MRT sichtbar ist. das gleiche sagte übrigens der arzt in neustadt auch...
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

lindaglinda hat geschrieben:er sagte, die strahlenbelastung steht in meinem fall in keinem verhältnis zum nutzen der aufnahmen, da alles wesentliche im MRT sichtbar ist. das gleiche sagte übrigens der arzt in neustadt auch...
Und kannst Du jetzt tatsächlich sagen, wie stark Deine Kyphose ist??
er hat mir zu einer reha geraten
Da kann ich nur hoffen, dass Du die in Bad Salzungen machst und dort eine vernünftige Diagnose (Chefarzt-Sprechstunde) erstellt wird.
Ansonsten sind dann ja die Therapeuten gefragt, bei denen es auf den genauen Winkelgrad nicht ankommt.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

klaus, wie genau läuft denn so eine reha in bad salzungen ab? was ist anders als an rehas in anderen orten? warum ist nur dort ein arzt, der eine kompetente diagnose stellen kann? normalerweise hat man doch seine diagnose schon längst, wenn man eine reha beantragt... :/
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Lindaglinda hat geschrieben:normalerweise hat man doch seine diagnose schon längst, wenn man eine reha beantragt
Das ist doch das, was wir hier seit Anfang Dezember diskutieren!!!
Erst eine kompetente Diagnose, die auch den richtigen Behandlungsweg beeinhalten sollte.

Wenn diese Diagnose offensichlich nicht richtig zustande kommt, dann wenigstens die Unterstützung des Schroth-REHA-Antrages und das hat Dir doch der Arzt geraten.
warum ist nur dort ein arzt, der eine kompetente diagnose stellen kann?
Weil es sich um eine spezielle REHA handelt, die auch einen entsprechenden Spezialisten erfordert!
was ist anders als an rehas in anderen orten
Die Schroth KG ist eine spezielle KG, die von Katharina Schroth erfunden wurde. Sie hat die Elemente:
Muskelaufbau
Muskelformung
spezielle Atmung
Das ist eine ganz intensive Sache mit mindestens 20 Wochenstunden reines Schroth. In 3-4 Wochen lernst Du dabei ein neues Körpergefühl, das Du unbedingt brauchst, um Deinen Körper richtig zu beherrschen.

Lies Dich bitte mal intensiv durch das Forum. Hier gibt es jede Menge zu Schroth und zum Ablauf der REHA.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

Klaus hat geschrieben:
Lindaglinda hat geschrieben:normalerweise hat man doch seine diagnose schon längst, wenn man eine reha beantragt
Das ist doch das, was wir hier seit Anfang Dezember diskutieren!!!
Erst eine kompetente Diagnose, die auch den richtigen Behandlungsweg beeinhalten sollte.

nunja, ich denke nicht, daß meine diagnose inkompetent ist. es fehlen vielleicht die messungen. aber ansonsten weiß ich schon, was los ist.

Wenn diese Diagnose offensichlich nicht richtig zustande kommt, dann wenigstens die Unterstützung des Schroth-REHA-Antrages und das hat Dir doch der Arzt geraten.

er hat mir zu reha geraten; aber nicht zu schroth-reha.
warum ist nur dort ein arzt, der eine kompetente diagnose stellen kann?
Weil es sich um eine spezielle REHA handelt, die auch einen entsprechenden Spezialisten erfordert!
was ist anders als an rehas in anderen orten
Die Schroth KG ist eine spezielle KG, die von Katharina Schroth erfunden wurde. Sie hat die Elemente:
Muskelaufbau
Muskelformung
spezielle Atmung
Das ist eine ganz intensive Sache mit mindestens 20 Wochenstunden reines Schroth. In 3-4 Wochen lernst Du dabei ein neues Körpergefühl, das Du unbedingt brauchst, um Deinen Körper richtig zu beherrschen.

klaus, ich weiß, du meinst es gut. aber hört sich meine sportliche karriere tatsächlich so an, als hätte ich kein körpergefühl und erschlaffte muskeln? ich finde nicht, daß ich ein weiteres trainingslager haben muß, um körpergefühl zu lernen und muskeln aufzubauen. ich war leistungsturnerin, ich hab jahrelang getanzt, ich reite wettkampfmäßig dressur und ich fahre ski im winter. glaub mir, ich kenne meinen körper.

Lies Dich bitte mal intensiv durch das Forum. Hier gibt es jede Menge zu Schroth und zum Ablauf der REHA.

Gruss
Klaus
auch, wenn du es nicht hören magst, klaus; ich fühlte mich in kiel absolut nicht schlecht bedient (im gegensatz zu allen anderen ärzten bisher). ich wurde nicht mit sprüchen abgewimmelt, der arzt hatte zeit für mich. er hat sich alles genau angeschaut und angehört und mit mir geredet. und wenn es bei den vermessungen NUR darum geht, daß die für die schroth-reha benötigt werden, dann ist mir jetzt auch klar, warum auch in kiel keiner die aufnahmen gutheißen wollte: man hat mir von schroth-reha abgeraten. nicht, weil es grundsätzlich nichts ist, sondern weil es für mich nicht paßt.

ich denke, daß er darauf gekommen ist, weil er sich intensiv mit mir unterhalten hat, u.a. auch über meine reha, die ich bereits gemacht habe.
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

Hallo lindaglinda,
ich finde nicht, daß ich ein weiteres trainingslager haben muß, um körpergefühl zu lernen und muskeln aufzubauen. ich war leistungsturnerin, ich hab jahrelang getanzt, ich reite wettkampfmäßig dressur und ich fahre ski im winter. glaub mir, ich kenne meinen körper.
Dann frage ich mich wirklich, warum Du mit diesem Körpergefühl Deine Situation nicht selbst so verbessert hast, dass Du nicht solche Beschwerden hast.
Schroth ist nicht nur Muskelaufbau, sondern auch Korrektur (Muskelformung) und das hat mit allgemeinen Sport, in welcher Art auch immer, überhaupt nichts zu tun.

Aber wenn Du meinst, Deinen richtigen Weg gefunden zu haben, kann ich das leider auch nicht ändern. Es ist Deine Entscheidung und unsere Hilfe kann da nicht greifen.

Gruss
Klaus
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

deswegen mußt du ja nun nicht gleich beleidigt sein, klaus. das war doch kein affront gegen dich!
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Toni
Profi
Profi
Beiträge: 4388
Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
Geschlecht: männlich
Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup
Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen!
Wohnort: Allgäu

Beitrag von Toni »

lindaglinda hat geschrieben:
auch, wenn du es nicht hören magst, klaus; ich fühlte mich in kiel absolut nicht schlecht bedient (im gegensatz zu allen anderen ärzten bisher). ich wurde nicht mit sprüchen abgewimmelt, der arzt hatte zeit für mich. er hat sich alles genau angeschaut und angehört und mit mir geredet. und wenn es bei den vermessungen NUR darum geht, daß die für die schroth-reha benötigt werden, dann ist mir jetzt auch klar, warum auch in kiel keiner die aufnahmen gutheißen wollte: man hat mir von schroth-reha abgeraten. nicht, weil es grundsätzlich nichts ist, sondern weil es für mich nicht paßt.

ich denke, daß er darauf gekommen ist, weil er sich intensiv mit mir unterhalten hat, u.a. auch über meine reha, die ich bereits gemacht habe.
Hallo Lindaglinda
Auch wenn DU es nicht hören magst:
98% aller Orthopäden hat von Scheuermann eine gegen NULL tendierende Ahnung und vom Unterschied einer SCHROTH-Reha zu einer 0-8-15-Reha erst recht keine!
Ganz besonders orthopädischen Chirurgie-Chefärzte traue ich in Hinsicht auf konservative Scheuermann-Behandlung keine erhöhte Kompetenz zu.

Du hast Durch Deine unbestrittene Sportlichkeit GARANTIERT ein für Deine "bescheuerte" Wirbelsäule völlig FALSCHES Körpergefühl.

Mit an 100% Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hasst Du eine gravierende Dysbalance zwischen oberflächlicher (äußerer) Sportmuskulatur (zu stark und verkürzt, daher in die Stauchung der WS hineinziehend) und der tiefliegenden autochtonen, die Wirbelsäule stabilisierenden Muskulatur.

Diese gezielt anzusprechen und genau gegen die persönlich-individuelle WS-Deformation anzukämpfen lernt man NUR in einer Schroth-Reha UND NIRGENDS SONST!!!!!

Glaub mir, ich bin ein erfahrener Schmerz-Scheuermann und hab vorher alles versucht. Mich hat erst das Korsett und die Schroth-Reha in Bad Salzungen aus dem Teufelskreis von Fehlstatik-Verspannung-Verkrampfung-Schmerz-schmerzbedingter Fehlhaltung- falsche Therapieversuche-noch mehr Schmerz- noch mehr Fehlstatik- daraus resultierende Bandscheibenprobleme....usw.... befreit.

Daß Du das Röntgenbild eigentlich nicht brauchst, weil man auf dem MRT das verheerende Ausmaß Deines Scheuermanns überdeutlich sieht, das kann ich Dir auch bestätigen. Insofern hatten die Ärzte recht.

Wenn Du aber TROTZ Deiner hervorragenden Sportlichkeit eine REHA willst oder sogar einen GdB, dann MUSS eine Diagnose erstellt werden, die die vermessenen Krümmungswinkel nach COBB definiert und die betroffenen Wirbelkörper nennt.

Daß Du Trotz Deiner sportlich durchtrainierten Rückenmuskulatur und Deinem Körpergefühl nach richtigem Training und Haltung derartige Probleme hast, zeigt doch schon mehr als überdeutlich, daß Dir "normale Sportlichkeit" NICHT HILFT.

Eine so verheerend vorgeschädigte WS wie Deine muss nach meiner Überzeugung erst mal so ENTLASTET werden, daß Deine Wirbelkörperzwischenräume wesentlich mehr Distanz zueinander bekommen, als sie im Moment haben. Die Knorpel und Bandscheiben dürfen unter gar keinen Umständen noch tiefer zwischen die zerklüfteten und mit Schmorlschen Knoten-Kavernen zersetzten Wirbelkörperdeckplatten eingequetscht werden.
Das kann mit Korsett oder Schroth oder am Besten mit Beidem erreicht werden.
Du hast zwar sicher ein starkes "Muskelkorsett", aber das ist ganz sicher "falsch gestrickt".
Dir muss sehr sorgfältig und genau beigebracht werden, wie Du Becken, LWS, TWS, HWS usw.. korrigieren musst und alles einschließlich Deiner Atmung muss systematisch auf "Längenwachstum" ausgerichtet sein.
Das kann wirklich nur ein gutes Korsett oder eine Schroth-Reha leisten.
Ich trau mir wetten, daß Du in einem Rahmouni (oder in einem anderen guten Korsett z.B. von Jens Becker aus Lübeck) nahezu SOFORT schmerzfrei werden würdest.
Aber wenn Du so weiterlebst, ist Deine Prognose nicht erfreulich.
Da bin ich mir sehr sicher.
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Benutzeravatar
Dalia
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 10332
Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
Wohnort: NRW

Beitrag von Dalia »

Hallo lindaglinda,

ich kann Klaus verstehen. Er gibt dir viele Tipps und Anregungen und du bist zu bequem für größere Anstrengungen. Du brauchst eine KOMPETENTE Diagnose und die kriegst du anscheinend nicht vor Ort. Also ab mit dir zu Dr. Hoffmann oder wenigstens nach Hamburg (Tomma hat dir sicher Kontaktdaten genannt).

Du lässt dich mit Tipps zuschütten, aber dir ist das alles zu anstrengend. Kein Wunder, wenn deine Schmerzen nicht besser werden.

Schroth ist nie, never, never mit einer anderen Sportart zu vergleichen. Eine andere Sportart vermittelt NIEMALS das, was Schroth zu vermitteln mag.

Aber ich fürchte, wir müssen dich in die Kategorie "beratungsresistent" stecken. :nein:

Wenn du deine Passivität ablegst, hast du die Chancen, eine bessere Arbeitsfähigkeit zu erlangen.

Ach ja, ein Behindertenausweis ist nicht so toll, wie du denkst. Wenn du eine Arbeit suchst und ein potentieller Arbeitgeber fragt dich, ob du behindert bist, dann musst du das angeben. Viele Arbeitgeber schreckt der hohe Kündigungsschutz ab, den Menschen mit Behinderung genießen.

Außerdem heißt behindert nicht gleich arbeitsunfähig. Wenn du wegen der Schmerzen von bestimmten Tätigkeiten befreit werden willst, ist ein vernünftiges Gutachten viel sinnvoller und aussagekräftiger als eine Gradzahl und die Merkzeichen eines Behindertenausweises. Und auch wenn du einen GdB von 100 % hast, kann es sein, dass du dennoch einen Ein-Euro-Job mit maximaler Stundenzahl ausüben musst, nämlich wenn deine Gesundheit es zulässt. Ein Gutachten, das genau beschreibt, was du schaffst und was nicht, ist viel besser, um von der ARGE passende Jobs zugeteilt zu bekommen.

Ich habe einen Behindertenausweis (ich habe nicht nur die Skoliose, sondern auch noch andere Handicaps) und weiß, wovon ich rede. Der Ausweis öffnet nicht unbedingt Türe bei der Jobsuche, Behinderungen öffnen die Türen noch weniger, eher im Gegenteil... Es gibt lediglich einige wenige Tätigkeiten, da werden behinderte Menschen bevorzugt, aber auch da benötigt man die entsprechenden Qualifikationen.

Also, tue was, damit du eine bessere Arbeitsfähigkeit erlangst!
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

so. STOP! ich muß dich in einigen dingen korrigieren, dalia.
Dalia hat geschrieben:Hallo lindaglinda,

ich kann Klaus verstehen. Er gibt dir viele Tipps und Anregungen und du bist zu bequem für größere Anstrengungen.

falsch. seitdem ich mich hier angemeldet habe, war ich bei einem depperten arzt und in zwei relativ renommierten kliniken. von mindestens 50 telefonaten mal ganz abgesehen. das ergebnis ist und war überall das gleiche. keine fotos. und viel mehr tips als schroth-reha und ganzfotos bekam ich nicht, wenn du mal nachlesen willst.

Du brauchst eine KOMPETENTE Diagnose und die kriegst du anscheinend nicht vor Ort. Also ab mit dir zu Dr. Hoffmann oder wenigstens nach Hamburg (Tomma hat dir sicher Kontaktdaten genannt).

wieder falsch. hat tomma nicht, da sie auch keine hatte. und dr. hoffmann ist 800km von hier entfernt.

Du lässt dich mit Tipps zuschütten, aber dir ist das alles zu anstrengend. Kein Wunder, wenn deine Schmerzen nicht besser werden.

WO liest du raus, was mir wann und wo zu anstrengend ist? WO steht, daß ich mit meinen schmerzen kaum noch leben kann? solange ich nur mache, was mir guttut, gehts mir auch relativ gut. ich bin nicht ganz schmerzfrei, aber es gibt menschen, denen es schlechter geht als mir.

Schroth ist nie, never, never mit einer anderen Sportart zu vergleichen. Eine andere Sportart vermittelt NIEMALS das, was Schroth zu vermitteln mag.

mag sein, ich habs bisher nie probiert. und hab hier zum ersten mal überhaupt davon gehört.


Aber ich fürchte, wir müssen dich in die Kategorie "beratungsresistent" stecken. :nein:

mach, was du willst.

Wenn du deine Passivität ablegst, hast du die Chancen, eine bessere Arbeitsfähigkeit zu erlangen.

gibts hier einen vogelzeig-smili??

Ach ja, ein Behindertenausweis ist nicht so toll, wie du denkst.

DAS war, wenn du lesen kannst, auch nicht meine idee; im gegenteil liegt der blöde zettel hier seit 9 jahren rum. unausgefüllt. bis heute.

Wenn du eine Arbeit suchst und ein potentieller Arbeitgeber fragt dich, ob du behindert bist, dann musst du das angeben. Viele Arbeitgeber schreckt der hohe Kündigungsschutz ab, den Menschen mit Behinderung genießen.

Außerdem heißt behindert nicht gleich arbeitsunfähig.

ich habe nicht gesagt, daß ich arbeitsunfähig bin oder sein will. ich habe, auch das steht weiter oben, aus eigeninitiative mittlerweile einen job gefunden, den ich im neuen jahr antrete.

Wenn du wegen der Schmerzen von bestimmten Tätigkeiten befreit werden willst, ist ein vernünftiges Gutachten viel sinnvoller und aussagekräftiger als eine Gradzahl und die Merkzeichen eines Behindertenausweises.

dieses gutachten ist bereits beantragt; siehe ebenfalls weiter oben.

Und auch wenn du einen GdB von 100 % hast, kann es sein, dass du dennoch einen Ein-Euro-Job mit maximaler Stundenzahl ausüben musst, nämlich wenn deine Gesundheit es zulässt. Ein Gutachten, das genau beschreibt, was du schaffst und was nicht, ist viel besser, um von der ARGE passende Jobs zugeteilt zu bekommen.

Ich habe einen Behindertenausweis (ich habe nicht nur die Skoliose, sondern auch noch andere Handicaps) und weiß, wovon ich rede. Der Ausweis öffnet nicht unbedingt Türe bei der Jobsuche, Behinderungen öffnen die Türen noch weniger, eher im Gegenteil... Es gibt lediglich einige wenige Tätigkeiten, da werden behinderte Menschen bevorzugt, aber auch da benötigt man die entsprechenden Qualifikationen.

Also, tue was, damit du eine bessere Arbeitsfähigkeit erlangst!
wer lesen kann ist klar im vorteil. sorry dalia, aber ist so.


@toni:

hi toni,

ich geb dir ja in den meisten dingen recht; nur nützen tut es mir wenig, wie man sieht. das bringt mich alles nicht weiter.

ganzaufnahmen will keiner machen. reha beantragen würde im zweifel meine hausärztin, wenn ich ihr ordentlich auf den zeiger geh. ABER: ich trete einen neuen job an. also fällt reha erstmal aus, mindestens für ein jahr. kann und muß ich aber mit leben.

toni, ich bin mir nicht sicher, aber ich gehe tatsächlich davon aus, daß dieses geturne nichts für mich ist. denn eines weiß ich heute mit sicherheit: alles, was mir gegen den strich geht, ist nicht gut für mich. das ist immer so gewesen. beispiel: auch kraftraum soll gut für mich sein. in aukrug sollte ich das machen. ich habs gehasst, in dieser muckibude rumzumachen, und prompt gings mir schlechter. ich hab mich dann geweigert, in diesen kraftraum zu gehen.

wie gesagt, ich kann mich täuschen und würde es im zweifel auch versuchen. nur, daß es zur zeit nicht wirklich vorrangig ist. erst muß ich arbeiten, ohne gleich wieder rauszufliegen. c´est la vie.

:ja:
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Toni
Profi
Profi
Beiträge: 4388
Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
Geschlecht: männlich
Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup
Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen!
Wohnort: Allgäu

Beitrag von Toni »

lindaglinda hat geschrieben: wie gesagt, ich kann mich täuschen
So ist es.
Du täuscht Dich gewaltig und hast eine völlig falsche Einstellung zu etwas, wovon Du noch keine Ahnung hast.
Du bist extrem beratungsresistent.
Ich wünsch Dir eine gute Zukunft.
Aber ab jetzt ist mir meine wertvolle Zeit echt zu schade für Dich.
Hätte Dir sehr gerne geholfen.....
Tschüüüüssss
Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

nein toni, ich bin nicht extrem beratungsresistent, sondern zum zeitpunkt meiner anmeldung hier war ich arbeitslos, hatte völlig andere voraussetzungen, etwas zu unternehmen, als jetzt. das nur zum thema reha (zu der ich übrigens vorhin erst schrieb, daß ich sie im zweifel versuchen würde. ABER ES GEHT JETZT NICHT, aus genannten gründen. arbeit ist WICHTIGER.)

und damit dürften die röntgenbilder, die ich nun wirklich machen lassen wollte, auch erstmal unwichtig sein. ist aber auch egal, weil die ja eh keiner machen will.

ich frag mich allen ernstes, was daran beratungsresitent ist, wenn ich von einem arzt zum anderen renne/telefoniere, um mir jedes verdammte mal das gleiche anzuhören. nämlich daß ganzfotos nicht erforderlich sind.

und übrigens: ich hatte dr steffan angemailt und er sah sich die MRTs an. auch er sagt, daß die röntgenaufnahmen nicht dringend erforderlich, aber bei gelegenheit sinnvoll sind. er riet mir vorrangig zu reha.

toni, schade, daß du dich nun auch noch angegriffen fühlst. ich hab keine idee, was das soll. wir reden hier seitenweise über röntgenbilder und schroth. zumindest ersteres hab ich nun wirklich versucht zu bekommen.

entweder bin ich ein volltrottel oder die ärzte. oder wer sonst?? :/

es ist ja grad so, als gäbs nichts anderes als röntgenbilder und schrothen. einfach mal reden würd vielleicht auch manchmal hilfreich sein...

das artet ja schon fast in stress aus hier...
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
Dalia
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 10332
Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
Geschlecht: weiblich
Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
Wohnort: NRW

Beitrag von Dalia »

Lindaglinda, falsch verstanden. Du bist zu bequem, um dich um einen einzigen Termin bei Dr. Hoffmann zu bemühen.
lindaglinda hat geschrieben:gibts hier einen vogelzeig-smili??
Ich verbitte mir solche Beleidigungen.

Es stimmt sehr wohl, was ich schrieb: "Wenn du deine Passivität ablegst, hast du die Chancen, eine bessere Arbeitsfähigkeit zu erlangen." Denn tust du was für deine Gesundheit, erlangst du eine bessere Arbeitsfähigkeit.

Ich lebe von HARTZ IV und fahre mehrere Male pro Jahr aus medizinischen Gründen mehrere Hundert Kilometer, dieses Jahr waren es insgesamt 3500 km, nächstes Jahr werden es mehr sein. Aber es lohnt sich.

Langfristig spart man Geld. Hüpft man von einem Arzt zum nächsten, werden die Beschwerden schlimmer, bis es irgendwann zu spät ist und dann eine teure medizinische Behandlung ansteht, die dann vielleicht doch mehrere Hundert Kilometer weiter weg durchgeführt werden muss.
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Benutzeravatar
Toni
Profi
Profi
Beiträge: 4388
Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
Geschlecht: männlich
Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup
Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen!
Wohnort: Allgäu

Beitrag von Toni »

ich finde nicht, daß ich ein weiteres trainingslager haben muß, um körpergefühl zu lernen und muskeln aufzubauen. ich war leistungsturnerin, ich hab jahrelang getanzt, ich reite wettkampfmäßig dressur und ich fahre ski im winter. glaub mir, ich kenne meinen körper.
Du nimmst einen Volljob an, bist Leistungsturnerin gewesen, tanzt, reitest und fährst ski. Was willst Du hier hören oder lesen?

Deine Wirbelsäule ist zwar nicht viel mehr wert als 2 kg Kalk-Phosphat-Dünger, aber ......Du willst nur das machen, was Du glaubst, daß es Dir gut tut: Tanzen, reiten, ski-fahren.
Glaubst Du denn wir "Schrothianer" sind ein bischen senil?
Ich mach Hochseesegeln, Wildwasserkajak, Canadierflusswandern und Bergwandern, canyoning Trekking-Radfahren und Ski-Langlauf auch Rucksacktouren in Lappland bei - 38°C.
Und was mach ich am liebsten für meine WS? damit ich meine Outdoor-Sportarten überhaupt und einigermaßen schmerzfrei machen kann????
Richtig: Ich SCHROTHE!!!
Das ist kein rumgeturne.
Fas ist die mit weitem Abstand bewährteste, ausgereifteste und effizienteste Form der Physiotherapie für Menschen mit Wirbelsäulendeformationen (zu denen auch Scheuermann gehört).

Nun sag mir doch BITTE MAL was die tollen Ganz-Röbi-Verzichts-Ärzte die als effiziente Therapie vorgeschlagen haben?
Ganz-WS-Röntgen haben nur die allerallerwenigsten Orthopäden.
90 % der Orthopäden sind unfähig ein Röntgenbild auszumessen.
95 % der Orthopäden halten den Scheuermann beim Erwachsenen für erledigt und unwichtig.
98% glauben Training und Bewegung ist ALLES, scheißegal was.
Wir sind eine mobilitätssüchtige Gesellschaft und Mobilisierung ist auch in der Medizin zu einer heiligen Kuh geworden. Daß man zuerst schmerzfrei werden muss um Stabilität zu lernen, und dann aus der korrigierten Stabilität heraus zu reiten, zu tanzen und ski zu fahren, daß haben die Doktores ( von Grönemeyer bis Kieser) bis heute noch nicht begriffen.
Aber die gute Kathi Schroth hat das schon vor 80 Jahren geschnallt!

Jetzt hab ich doch wieder Lebenszeit in Dich investiert, obwohl ich genau weiß, daß Du den Hintern nicht aus Schleswig-Holstein heraus bekommst.
"Südlich vom Elbtunnel beginnt Nooord-Palermo"?
Hast Du da schon mal drüber achgedacht:
Zitat Dr. Cheneau:
Bei der Erkrankung von Scheuermann im Lendenbereich ist ein Korsett während des ganzen Lebens wirksam, insbesondere auf die Schmerzen, aber auch auf die Keilung der Wirbel. Bei der Scheuermanns Erkrankung im Thorakalbereich ist oft die Behandlung weniger wirksam. Aber bei biegsamen Wirbelsäulen kann sie ebenso wirksam sein, auf die Schmerzen und auf die Keilung.
Wärst Du denn zu sowas bereit????
Denk an Dr. Josef Neckermann! (und an John F.Kennedy)
Beides berühmte-Scheuermann-Korsett-Träger.
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Benutzeravatar
lindaglinda
Newbie
Newbie
Beiträge: 47
Registriert: Do, 08.11.2007 - 16:57
Wohnort: Schleswig-Holstein

Beitrag von lindaglinda »

ja klar, wenn mir irgendein verdammter arzt ein korsett anbieten würde, tät ich es nehmen! das würde ich sofort probieren, damit kann ich sogar arbeiten gehn!

aber niemand kommt auf so eine idee... und wenn ich danach frag, guckt man mich an, als wäre ich vom mond. in etwa wie mit den röntgenaufnahmen; gleiches spiel in grün.

und jetzt bitte nicht sagen, ich soll mir für etliche hunderter selbst eins kaufen. ich habe nämlich keine etlichen hunderter. ich hab mir, genaugenommen, das geld fürs benzin nach neustadt und kiel schon leihen müssen. weil mich das feine arbeitsamt hier ja fast verhungern läßt... womit wir auch gleich bei dem grund wären, warum ich nicht noch weiter und immer noch mehr durch die gegend reisen kann!

p.s. ich tanze schon lange nicht mehr. das tat mir nicht mehr gut. ;D (kein scherz!)
[img]http://tickers.TickerFactory.com/ezt/d/4;10714;112/st/20080125/e/skiing/dt/-5/k/c90d/event.png[/img]

www.patchouli.de.ms
Benutzeravatar
SchwarzeSchnecke
Vielschreiber
Vielschreiber
Beiträge: 736
Registriert: Sa, 20.01.2007 - 22:40
Geschlecht: weiblich
Diagnose: Bindegewebsschwäche, Hypermobilität, Hyperkyphose, leichte sek. Skoliose 3b rechts, kissing spine disease (BWS), Bandscheibenprotrusionen; Depressionen
Therapie: Rahmouni-Korsett 2007-2012, Gymnastik/ KG (diverse), Schwimmen
Wohnort: Württemberg

Schroth ist anspruchsvoll! :-)

Beitrag von SchwarzeSchnecke »

Nun beruhigt euch mal! ;-)


Hallo lindaglinda,
Dalia hat geschrieben:ich kann Klaus verstehen.
Ich auch.

Als ich hier ins Forum gekommen bin (und auch danach) hat Klaus (neben einigen anderen) mir mit seinen Tips sehr geholfen. :-)

Ich bin zu Dr. Hoffmann gegangen, habe mir ein Rahmouni-Korsett und Schroth KG verschreiben lassen und trete Anfang Januar meine Schroth-Reha in Bad Salzungen an.
Bevor ich mit Korsett und Schroth angefangen habe, nahm ich täglich bis zu 2400 mg IBUPROFEN und bis zu 100 mg TETRAZEPAM und hatte trotzdem deutliche Schmerzen. Inzwischen nehme ich so gut wie gar nichts mehr gegen die Rückenschmerzen – weil ich fast keine mehr habe. :-)
lindaglinda hat geschrieben:und dr. hoffmann ist 800km von hier entfernt.
Das ist sicher ein Argument, aber die 800 km könnten sich lohnen. Evtl. genügt schon ein einziger Besuch dort, zumindest für eine Diagnose.

Dr. Hoffmann wird hier genau deshalb ständig genannt, weil es offenbar – unseren Erfahrungen nach – leider keine richtige Alternative zu ihm gibt. Ansonsten würden wir hier sicher auch andere Orthopäden empfehlen.
lindaglinda hat geschrieben:gibts hier einen vogelzeig-smili??
...Oder einen für "null Niveau"... ^^
toni, ich bin mir nicht sicher, aber ich gehe tatsächlich davon aus, daß dieses geturne nichts für mich ist.
Schroth ist kein "Geturne", sondern sehr anspruchsvoll. :-) Und um es beurteilen zu können, solltest Du es wenigstens ausprobieren!
denn eines weiß ich heute mit sicherheit: alles, was mir gegen den strich geht, ist nicht gut für mich. das ist immer so gewesen.
Als kleines Kind war ich auch so drauf; meine Erziehungsberechtigten pflegten das als "dickköpfig" zu bezeichnen. :D

"Mit dem Kopf durch die Wand" führt jedoch in vielen Fällen eher nicht zum Erfolg... :-|

Mir ging es z.B. "gegen den Strich", meiner Mutter bei der Hausarbeit helfen zu müssen. Trotzdem bin ich ihr heute dankbar dafür, ich habe nämlich viel dabei gelernt. :-) (Ich könnte auch noch andere Sachen aufzählen.) Es gibt auch den Ausdruck "jemanden zu seinem Glück zwingen" (wobei wir Dich natürlich zu nichts zwingen).
beispiel: auch kraftraum soll gut für mich sein. [...] ich habs gehasst, in dieser muckibude rumzumachen, und prompt gings mir schlechter. ich hab mich dann geweigert, in diesen kraftraum zu gehen.
Krafttraining sollte man erst machen, wenn man Schroth beherrscht, ansonsten kann man da nämlich viel falsch machen. :-|

Allgemein kann es schon mal vorkommen, daß man etwas anfängt und es einem zunächst schlechter geht. Das ist aber nicht immer ein Zeichen dafür, daß etwas für einen nix ist. Manchmal muß man etwas eine Weile durchziehen, damit man eine Besserung bemerkt. Daneben kann es ab und zu auch ganz nützlich sein, seine Einstellung zu etwas zu ändern. :-)
entweder bin ich ein volltrottel oder die ärzte.
... Oder alle zusammen? ;-)

Viel Erfolg wünscht Dir
Anne
Benutzeravatar
chilli-pepper
treues Mitglied
treues Mitglied
Beiträge: 409
Registriert: Sa, 16.12.2006 - 22:31
Wohnort: Nähe Berlin

Beitrag von chilli-pepper »

Hallöchen an alle :)
Schwarze Schnecke hat geschrieben:Nun beruhigt euch mal!
Ja, das finde ich auch!

Aber ich kann schon Klaus und Toni verstehen , denn es macht schon "etwas Mühe" alles zu erklären und aufzuzählen, ganz abgesehen von der Zeit die man dafür benötigt.

Aber lindaglinda kann ich auch etwas verstehen- ich hab mir auch so manches mal vorgenommen hier jemandem zu antworten oder über etwas zu schreiben, aber die äußeren Umstände ( Familie , Arbeit, Weiterbildung etc.) haben mir dann einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich hab mich dabei nicht wohl gefühlt.
lindaglinda hat geschrieben:das artet ja schon fast in stress aus hier...
Wie man sieht fühlt sich lindaglinda auch nicht wohl dabei... Manchmal braucht man eben eine gewisse Zeit zum reifen...
lindaglinda hat geschrieben:toni,ich bin mir nicht sicher, aber ich gehe tatsächlich davon aus, daß dieses geturne nichts für mich ist.
Dazu , liebe lindaglinda greife ich mal in die Trickkiste der Bildersprache.
Es gibt Patienten mit aussgeprägter Skoliose, d.h. mit Buckel und tiefen Tälern.
Stell dir vor dein Brustkorb ist eine zerdellte Cola-Dose, du lernst in den 4 Wochen Reha deine Atmung so effektiv zu lenken, dass du genau diese Dellen von innen her ausbeulen kannst. Und glaube - mir du ahnst nicht im geringsten welche Kräfte in dir schlummern!!! Was ich noch viel schlimmer finde, dass leider nicht mal die meisten Ärzte ahnen, was man da selber bewirken kann...
Solltest du das Gefühl haben, dass du das kannst, vor allem über mehrere sehr lange Atemzüge unter Kraftanstrengung deinen Körper zu formen- dann gebe ich dir Recht- dann brauchst du wirklich kein weiteres Trainingslager!
Aber ich fürchte, wir müssen dich in die Kategorie "beratungsresistent" stecken
Ich finde es nicht besonders gut Leute hier in Kategorien einzuteilen- in welche gehöre ich denn? :)

Trotz deiner neuen Arbeit, hoffe ich sehr, dass du die richtige Entscheidung für dich triffst, linda!!!

LG chilli-pepper
Benutzeravatar
Klaus
Moderator/in
Moderator/in
Beiträge: 15226
Registriert: Mi, 23.06.2004 - 18:36
Geschlecht: männlich
Wohnort: Hannover

Beitrag von Klaus »

chilli-pepper hat geschrieben:Aber ich kann schon Klaus und Toni verstehen , denn es macht schon "etwas Mühe" alles zu erklären und aufzuzählen, ganz abgesehen von der Zeit die man dafür benötigt.
Diese Mühe mache ich mir schon lange und auch sehr gern mit vielen Usern. :ja:

Das ist nicht das Thema!

Ich denke, wir sind hier in einem online Forum an Grenzen gestoßen, die man besser in einer Selbsthilfegruppe behandeln sollte. Und da ist Überzeugungsarbeit über längere Zeit angesagt.
Leider gibt es diese Gruppen aber nicht überall und dann bleibt in einem Forum nur, konkrete Hilfe in Form von Tipps anzubieten.

lindaglinda hat nicht realisiert, dass es die kompetente Versorgung vor der Haustür nicht so ohne weiteres gibt, es reichen ihr ein paar Ärzte, um den Spieß umzudrehen und nun davon zu sprechen, das sie selbstverständlich ihr richtiges Körpergefühl hat und die Ärzte recht haben müssen. Und obwohl sie Schroth nicht kennt, lehnt sie es ab, weil ja auch diese Ärzte nichts davon halten.
Sie kennt offenbar auch nicht die zahlreichen Erfahrungsberichte, in denen dann die Fahrt nach Stuttgart der Durchbruch war. Nach langwierigen Ärzte-Odyseen, auch Ärzte, die angeblich was von Skoliose/Kyphose verstehen!

So etwas ist für viele Newbies erst mal völlig unverständlich, das ist sehr gut zu verstehen. Aber die haben sich wenigstens auf eine konkrete Fakten-Diskussion eingelassen und auch mal die Gesundheit als oberste Priorität eingestuft, um dann doch zu fahren.

Insofern kann man sicherlich von Beratungsresistenz sprechen, das ist auch gar nicht böse gemeint! Emotionale Stimmungen eines Beraters müssen da hintenanstehen, auch wenn mir persönlich das ab und zu schwer fällt. :)

Nur wir kommen hier nicht weiter und Entscheidungen müssen die Einzelnen sowieso selber treffen.

Gruss
Klaus
Antworten