Das erste Mal unterrichtet

Grüße und alles, was sich sonst nicht einordnen lässt.
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Elbac
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Das erste Mal unterrichtet

Beitrag von Elbac »

... und es hat alles super geklappt :D
Am Mittwoch habe ich in einer 5. HS-Klasse ne Doppelstunde gehalten. Ich musste zwar mein Konzept spontan anpassen, aber das muss man als Lehrer später ja immer können, da es tagesformabhängig ja immer anders läuft. Aber bei der Reflexion mit dem Prof und anderen kam fast nur positives. Ich bin total gestärkt aus der Schule gegangen und denke jetzt endgültig, dass es das richtige Studium ist. Natürlich war es nur eine Stunde, aber wenn ich total ungeeignet wäre, hätte auch diese Stunde nicht geklappt, denke ich. Nächsten Mittwoch ist dann ein Lernzirkel, aber ich bin mit den Vorbereitungen fast fertig und jetzt muss ich mal weiter lernen für die Klausuren nächste Woche :tot: , aber immerhin bin ich bei der einen Klausurvorbereitung fast so weit, dass ich da mal die Probeklausuren machen kann.
Danke fürs Lesen,
Elbac
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Dalia
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Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Beitrag von Dalia »

Hallo Elbac,

ich gratuliere! :) Denk dran, wenn du später Referendarin bist. Das Referendariat ist eine sehr harte Zeit, wo man von allen Seiten kritisch beurteilt wird, als Studentin wird man noch geschont. Vergiss diese gute Doppelstunde nicht und bewahre sie dir als Erinnerung für später auf, wenn es hart auf hart kommt. :)

Dalia
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Elbac
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Beitrag von Elbac »

Hallo Dalia,
klar, das Referendariat ist schwieriger, aber wir hatten zweimal ein Seminar da und da wurde auch so ein Gespräch simuliert und ehrlich gesagt, waren da jetzt aber auch keine riesen Unterschiede... Natürlich schon irgendwie, aber ich sehe es bisher als machbar. Und besonders gut ist halt, dass meine Praktikumsschule mit dem Semianr kooperiert und wir so schon einen Einblick in die Ref- Zeit bekommen.
Elbac
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Lynn
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Beitrag von Lynn »

Toll, dass ihr so einen Eindruck schon während den Studium bekommen könnt! In welchem Bundesland wohnst du denn? Ich mache jetzt im kommenden 7. Semester ein Schulpraktikum über 13 Wochen und bin auch schon ganz aufgeregt. Welche Fächer unterrichtest du denn? Schön sowas Positives zu hören. Da freut man sich nur gleich mehr drauf!

Grüßle, Ula
~ ehemals Ulaschatz ~
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Elbac,

bittebitte betrachte nicht ein Gespräch als ausreichend, um zu denken, nun ungefähr einen Eindruck zu haben. Hier schreibt eine Insiderin. ;)

Dalia
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Elbac
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Beitrag von Elbac »

Hallo Dalia,
nee, ich habe schon GROßEn Respekt davor, aber die Referandare und die Seminarleiterin wollen uns dadurch halt die große Angst nehmen, aber die werde ich auf jeden Fall nicht ablegen können. Aber ich bin auch eh erst im 2. Semester (kannst jetzt wahrscheinlich lachen, dass ich als kleine so einen Kram schreibe:-) ) und habe bis zum Referendariat noch 2 semesterbegleitende Tagespraktika und 2 Blockpraktika. Für das B1 im Feb/März 07 habe ich diese Woche eine Zusage bekommen :freude: .
@Ulaschatz: Ich wohne in Ba-Wü. Ist das denn erstes Praktikum? Was für ein Lehramt studierst du denn? Bei mir ist es Grund- und Hauptschulamt mit Schwerpunkt GS (Deutsch, Geo und Bio).
Euch noch einen schönen Abend,
Elbac
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Elbac,

nein, ich lache nicht, schließlich war ich auch mal da und ich erinnere mich auch noch, wie ich als Studentin ganz glücklich nach einer gelungenen Stunde war. Schließlich fängt man auf dem Weg nach oben unten an und jeder Schritt, den du machst, ist nützlich für die Zukunft, kein einziger ist umsonst. Übrigens werde ich das Referendariat nach einem Jahr abbrechen, aber das hat persönliche Gründe, die ich hier nicht weiter ausführen möchte. Fortsetzung nicht ausgeschlossen.

Angst brauchst du keine zu haben. Allerdings muss man Glück mit Direktor, Kollegen und Seminarleitung haben. Sind alle drei Personengruppen dir wohlgesonnen und können alle konstruktiv kritisieren, ist das Referendariat schon gelaufen.

Und es ist schon ein immens großer Unterschied, ob du einmal eine Doppelstunde vorbereitest und in Anwesenheit zweier Erwachsener eine Klasse unterrichtest oder ob du regelmäßig Unterricht vorbereiten musst und ganz allein vor der Klasse stehst. Wie heißt es so schön: "Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse." ;) Das hängt aber auch von der Schulart ab, ich habe da so einige Problemschüler. :tot:

Dalia
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Oliver76
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Beitrag von Oliver76 »

Ich habe ein paar Semester lang an der Uni ein Seminar gegeben - bis es wegen eines beruflichen Wechsels nicht mehr ging. Ich habe es immer sehr genossen.

Viel Erfolg euch allen

Olli
Elbac
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Beitrag von Elbac »

Hallo Dalia,
tut mir Leid, dass du es abbrichst, aber wie du geschrieben hast, hast du ja deine Gründe.
Das ist sicherlich ein Unterschied, aber diejenigen, die da hinten sitzen, sind von Schüler- und Studentenseite immer schnell vergessen wenn der Unterricht denn anfängt. Und Prof und Lehrerin nutzen die Zeit auch, um mit der Schulleitung o.a. zu sprechen. Will jetzt aber keinen falschen Eindruck vermitteln: Sie sin dschon die meiste Zeit da und können schon was zur Stunde sagen.
Wünsche dir noch einen scönen Sonntag,
Elbac
P.S.: Falls du es erzählen magst, hast du dir schon überlegt, was du jetzt machen möchtest? Kann man mit dem Studium noch in andere Bereiche gehen?
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Beitrag von Dalia »

Elbac hat geschrieben:Das ist sicherlich ein Unterschied, aber diejenigen, die da hinten sitzen, sind von Schüler- und Studentenseite immer schnell vergessen wenn der Unterricht denn anfängt.
Dafür sind sie bei der anschließenden Besprechung umso präsenter, ganz besonders im Referendariat, wo man so richtig auf die Prüfungen hingetrimmt wird. Hier ist ein Erfahrungsbericht, den ich sehr gut finde und der sich weitgehend mit meinen Erfahrungen deckt. Nett auch diese Schilderung einer Frau, die ihr Referendariat abbrechen möchte.

Nicht falsch verstehen, ich war den Anforderungen gewachsen, aber so wie es jetzt ist, kann und will ich nicht weitermachen.

Viele denken ja, dass Lehrer nur einen Halbtagesjob ausüben. Niemand sieht, wieviel Aufwand hinter einem guten Arbeitsblatt steht, bis man den Text aus verschiedenen Büchern passend zur Klasse zusammengeschrieben hat, passende Bilder aus Internet und Büchern gefunden und das Layout optimiert hat, das ist schon Wahnsinn. Ganz zu schweigen davon, dass man nicht nur Arbeitsblätter zu organisieren hat, sondern auch Tafelbild, Folien, Einsatz von Buch und anderem Anschauungsmaterial, Hausaufgaben. Davon hast du ja schon einen Eindruck bekommen.
Falls du es erzählen magst, hast du dir schon überlegt, was du jetzt machen möchtest? Kann man mit dem Studium noch in andere Bereiche gehen?
Ich schreibe gerade Bewerbungen und es gibt für mich schon einige Bereiche, das hängt aber auch von der studierten Schulart und den Zusatzqualifiktaionen ab.

Oliver, es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man kleine freche Rotznasen mit Verhaltensauffälligkeiten an einem Freitag die letzten 2 Stunden oder aufmerksame und gelangweilte Erwachsene unterrichtet. Trotzdem habe ich - im allgemeinen - gern unterrichtet.
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Beitrag von Lynn »

Hallo Dalia! Sehr interessante Artikel, die du da angegeben hast!

Ich selbst bin ja im Moment so ein bißchen der Meinung, dass ich das Referendariat und das Praktikum möglichst schnell "hinter mich bringen" will und dabei möglichst wenig zu vergessen versuche was ich an Uni und eigenen Lebenserfahrungen gelernt habe. Ich weiß ja selbst noch wie meine eigenen Lehrer waren. Und die würden sich in den seltensten Fällen etwas sagen lassen geschweige denn einfach akzeptieren, dass jeder Lehrer (oder Referendar) seinen eigenen indivudellen Unterrichtsstil entwickeln muss! Ich halte nichts davon, dass jemand versucht mir seinen Stil aufzudrängen. Jeder ist anders.

Es ist ja jetzt schon so, dass die Praktikanten mit den tollsten neuen Unterrichtsmethoden und Ideen an die Schule gehen und dort erst mal verrissen werden: denn es muss ja alles so sein, wie es mal vor 30 Jahren gemacht wurde.

Ich selbst habe ja ohnehin ein Problem. Ich habe ja schon mit 15 Kinder im Sportverein unterrichtet und tue das bis heute durchgängig. Neuerdings mache ich auch Kinderturnen und da sind eigentlich die wenigsten freiwillig sondern eben von ihren Eltern geschickt. Was macht mit solchen Pappenheimern? Ich hab da so MEINE Methoden und die funktionieren doch super.
Tja, mit den Kindern hatte ich bisher die geringesten Probleme. "Angst" habe ich vor den Kollegen, den Eltern, den Ausbildungslehrern... Vielleicht klingt es paradox, aber ich mag die Problemkinder am liebsten weil man mit ihnen am meisten Fortschritte machen kann. Zugegeben mit dem Fach Sport kann man ganz andere Zugänge zu den kleinen Monstern finden. Deshalb habe ich vor dem Unterrichten in der Klasse schon noch großen Respekt.

Ich werde versuchen, die Zeit still und in Anpassung zu überstehen und meinen indivuduellen Stil nicht zu vergessen. Ich werde die Kinder bestimmt nicht anschreien, wenn einer meint, das sollte ich tun. Aber ich werde schon sehr meine Zähne zusammenbeißen müssen. Mal schauen, wie gut ich das kann.

Elbac ich habe nur ein einziges Praktikum und studiere auch in Ba-Wü allerdings aufs höhere Lehramt. Meine Fächer sind Deutsch und Sport (wobei ich von ersterem noch nicht so begeistert werden konnte).

Ich drück auf jeden Fall alle meine Daumen!

Grüße, Ula
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Beitrag von Dalia »

Ulaschatz hat geschrieben:Ich halte nichts davon, dass jemand versucht mir seinen Stil aufzudrängen. Jeder ist anders.
Und selbst das kann zum Problem werden, das merkst du spätestens bei den ersten negativen Noten oder Beurteilungen. Um das 2. Examen zu bekommen, muss man sich - wie widerlich - anpassen und es allen Vorgesetzten, von denen man eine Reihe hat, recht machen.

Natürlich hat man immer einen eigenen Stil, aber manche Methoden gewöhnt man sich schnell ab, wenn sie verrissen werden und man Angst hat, deswegen durchzufallen.
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