OP bei M.Scheuermannkyphose

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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Dani-RT83
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OP bei M.Scheuermannkyphose

Beitrag von Dani-RT83 »

hi @ all,

bei mir wurde ein Therapieresistenter Schmerz bei bekanntem ausgeprägtem M.Scheuermann mit Kyphose und Spondylophyten der unteren und mittleren BWS und Bandscheibenvorfall links in Höhe LWK4/5 Diagnostiziert.

Den M.Scheuermann soll nun durch eine OP beseitigt werden. Da wollen sie die BWS aufrichten.

Hat da jemand erfahrung, was da auf mich zukommt??

was ist nach der OP?? komme ich da in eine Kur??
Denn ich hatte dieses Jahr schon eine Ambulante Reha.

Würde mich freuen , wenn mir jemand weiterhelfen kann.

MFG
Dani
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Toni
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Re: OP bei M.Scheuermannkyphose

Beitrag von Toni »

Dani-RT83 hat geschrieben:hi @ all,

bei mir wurde ein Therapieresistenter Schmerz bei bekanntem ausgeprägtem M.Scheuermann mit Kyphose und Spondylophyten der unteren und mittleren BWS und Bandscheibenvorfall links in Höhe LWK4/5 Diagnostiziert.
Was ist dein Kyphose-Krümmungswinkel nach Cobb der BWS und der Lordosewinkel der LWS?
Wurde das vermessen?
Wurdest Du nach SCHOBER und OTT vermessen?
Was hast Du an konservativer Therapie schon alles durch?
Hast Du es schon mal mit einem Korsett versucht?


Dani-RT83 hat geschrieben:Den M.Scheuermann soll nun durch eine OP beseitigt werden. Da wollen sie die BWS aufrichten.

Hat da jemand erfahrung, was da auf mich zukommt??
Das ist ein große, gefährliche und sehr aufwändige OP mit sehr hohem Risiko und OHNE Garanie der Schmerzbeseitung oder Schmerzverringerung!
Deine BWS wird dabei vom offenen Brustraum aus (ventrale Spondylodese) von allen noch vorhandenen vom Scheuermann vorgeschädigten Knorpelresten der Bandscheibchen befreit und das wird durch Knochenmaterial aus Rippen und/oder Beckenkamm ersetzt.
Dann wird das ganze mit Titanstäben und vielen Schrauben ( je nach Implantat-Typ sehr unterschiedliche Qualität!) verschraubt und so innerlich (Fixateur interne) fixiert.
Ich kenne bisher nur 3 operierte "Scheuermänner" von denen 2 es bitter bereuen, die OP durchgeführt zu haben.
Ich bin sicher das auch "Seemannskiste" Dave mit seinem heutigen Wissen eher einen konservativen Therapieversuch gemacht hätte, als der OP zuzustimmen.
Die Rekonvaleszens kann von wenigen Monaten bis zur Frühverrentung und dauerhaften Arbeitsunfähigkeit betragen. Dazu kommt das Risiko einer anschießenden Langzeit-Medikation mit morphinhaltigen Schmerzmitteln und den daraus ergebenden Abhängigkeitrisiken und der damit verbundenen KFZ- Fahruntüchtigkeit und Maschinenbedien-Unfähigkeit.
Dani-RT83 hat geschrieben:
was ist nach der OP??
Nach der OP ist Dein BWS-Rundrücken fast weg. Aber Deine gesamte Haltung hat sich durch die Op nicht verbessert. Du wirst immer noch den Kopf mit starker Nackenlordose halbhängend VOR dem Körper tragen, wirst vorgezogene und hängende Schultern haben, eine schlaffe weiche Bauchdecke, das starke Hohlkreuz und eine falsche Beckenkippung. Es sei denn Deine Wirbelsäule wird VÖLLIG langstreckig versteift bis zum Becken, dann wäre der Bereich deines BSV auch mit operiert. Das aber würde zur völligen Versteifung führen.
Wer soll denn Dein Operateur sein? Doz. Dr. Niemeyer in der Uniklinik Tübingen?
Hat er Dir gesagt was er genau machen will, wie lang die Versteifungsstrecke wird und welches Implantat er konkret einbauen will?
Ist das mit der Eigenblutspende schon geklärt?
Dani-RT83 hat geschrieben:komme ich da in eine Kur??
Je nach dem wirst Du nach der Op eventuell noch monatelang kurunfähig sein, da sich Deine Wirbelsäule erst stabilisieren muss und die Knochenteile der Wirbelkörper zusammenwachsen und sich verfestigen müssen, was in einzelnen Fällen bis zu 2 Jahre dauern kann. Mit instabiler Wirbelsäule eine reha zu machen und unter Umständen mit großen Schmerzen üben zu müssen, macht wenig Sinn. Dann ist eine REHA sinnvoll, damit Du wieder Vertrauen in Deinen Körper zurückgewinnst und die große Schwäche die der Op folgt zu überwinden.
Dani-RT83 hat geschrieben: Denn ich hatte dieses Jahr schon eine Ambulante Reha.
Das war sicher keine SCHROTH-Reha und hat Dir vermutlich gar nicht gebracht.
Dani-RT83 hat geschrieben:
Würde mich freuen , wenn mir jemand weiterhelfen kann.

MFG
Dani
Ich würde an Deiner Stelle UNBEDINGT VORHER einen konsequenten konservativen Therapieversuch starten. Mit einem hochwirksamen, stark aufrichtendem Korsett und sofort eine stationäre SCHROTH-Reha beantragen, als Schmerzpatient eher in Bad Salzungen als in Bad Sobernheim.
Erst wenn Du damit KEINE besserung erzielst, würde ich mich wieder mit dem Gedanken einer OP befassen.
Aber das ist meine pers. Meinung. Entscheiden über Deinen Körper musst DU!
Gruß Toni
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@ Toni

Beitrag von Dani-RT83 »

Hi Toni,

erstmal vielen, vielen dank für die Zeit die du dir genommen hast um meine fragen zu beantworten.

In Tübingen machten sie nicht den eindruck als sei die OP gefährlich oder Riskant und aufwädig.Ich Mir kam es so vor als ob die Weissheitszähne raus machen wollen (Vom Aufklärungsgespräch der Ärztlichen Seite)
Was ist den genau so gefährlich und Riskant???

also wenn op iast, wirde sie Dr. Niemayer durchführen.

bei mir ist es so:

bin jetzt 23 Jahre alt und seit 10 Jahren probleme mit dem Rücken. vor 10 Jahren hatte ich einen Scheuermann an der LWS der jetzt weg ist und dafür ein Bandscheibenvorfall in der LWS. Dafür ist der M.Scheuermann in der BWS. Laut dem Doc einer Spezialklinik in der ich im Januar 2Wochen war, ist der M.Scheuermann in der BWS Therapieresistent.

Therapien bis jetzt:
Akupunktur
Osteopathie
2 mal die Woche Fango und KG und KGG

Aktuell auch Schmerztherapie mit Tabletten:
Ibuprofen 800 ret. 1-0-1
Valoron 200 ret. 1-0-1
Tetrazepam 100 0-0-1
(aber keine schmerzlinderung mehr nehme das seit Januar)
Die ambulante Reha hat mir nichts gebracht , im gegenteil die haben mich behandelt wie im Bootcamp. musste unter höllischen Schmerzen übungen machen.

vermessen nach COBB wurde ich nicht.
bei meinem Arztbericht steht drin:
Therapieresistenter BWS-Schmerz bei bekanntem M.Scheuermann und Spondylophyten der unteren und mittleren BWS

Links mediolateraler ind links intraforaminaler Mandscheibenvorfall in höhe LWK4/5

Diagnostisch erfolgte eine Röntgenaufnahme der BWS in 2E mit pathologischer Kyphosierung im thorakolumbalen Übergangsbereich und zwischen 9. und 12 Brustwirbelkörper ventral überbrückend Spondylophyten mit Bewegungseinschränkung, Zwischenwirbelkörper im mittleren BWS Normbereich normal, verschmälert zwischen BWK11 und 12
LWS mit Lumbalisation des 1. Sacralwirbels, wellige Konturen der Grundplatten und Deckplatten bei M.Scheuermann

Vorrüberbeugen mur eingeschränkt mit FBA 30 cm durchführbar
Maß nach Ott30/33cm, Schober 10/15 cm

Diagnose laut CT:
Persistierende Dorsolumbalgie bei Kyphoskoliose bei M.Scheuermann mit Schwerpunkt Th8 bis Th11 Schulterschiefstand links.

Zu Tübingen als ich dort in der Klinik war haben die mich eigentlich nicht arg über die OP aufgeklärt. Bevor ich nach Tübingen gegangen bin , haben schon 3 Ärzte gesagt man könne es durch eine OP beseitigen. Allerdings ohne die Gewährleistung einer schmerzlinderung. In Tübingen meinten sie nur es wäre Sinnvoll zu OP da ich ja schon sämtliche <konserativen Mittel durch habe und ich ja auch schliesslich nicht mehr wachsen würde. Eigenblutspende würde nicht nötig sein. der rest werde kurz vor der OP besprochen. Fand ich auch etwas komisch das die mich nicht gleich aufgeklärt haben wie sie das machen und über wieviel Wirbel.
Aber meine Ärztin müsste ja einen Bericht bekommen. Da steht doch drin was gemacht wird oder???

HABE KEINE LUST MEHR AUF DIE STÄNDIGEN SCHMERZEN!!!!
ES WÄRE SO SCHÖN MAL MORGENS OHNE SCHMERZEN AUFZUSTEHEN UND ÜBER DEN TAG SCHMERZFREI ZU BLEIBEN!!!


WAS MEINST DU DAZU TONI?????????

ÜBER ANTWORT WÜRDE ICH MICH SEHR FREUEN TONI

MFG

DANI
Zuletzt geändert von Dani-RT83 am Do, 13.07.2006 - 23:36, insgesamt 1-mal geändert.
Dani-RT83
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@ Toni

Beitrag von Dani-RT83 »

EINE OP IST GLAUB NOCH DIE LETZTE HOFFNUNG!
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Beitrag von Toni »

Ich war fast 3 Tage und Nächte dabei, als eine gute Bekannte von mir nach einer solchen Scheuermann BWS-Begradigungs-OP auf der Intensivstation in Neustadt gelegen ist und ich weiß, wie es Ihr HEUTE fast 19 Monate nach der OP gesundheitlich geht: besch***en!
Diese OP ist alles andere als eine kleine Schönheits-OP. Deine Schmerzen können sogar NACH der OP eskalieren. Das Komplikationsrisiko ist bei Kyphose-Operationen ca. 7 mal höher als bei Skoliose-Operationen.
Bei meiner Bekannten haben sie in Neustadt eine sehr scharfkantig-spitze Schraube so schief in den Wirbelkörper gebohrt, daß die Spitze auf der Gegenseite diagonal wieder herausgeschaut hat und die pulsierende Aorta berührt hat, die irgendwann geplatzt wäre und zu schweren innerlichen Blutungen oder zum Tod geführt hätte.
Obwohl bei ihr 14 Wirbel miteinander versteift wurden, hätte sie schon nach einem jahr eine weitere Verlängerungs-OP mit noch mehr versteifung über sich ergehen lassen sollen, obwohl sie die erste OP bisher verkraftet hatte. Die Schmerzen im unversteiften Bereich haben sogar zugenommen, da die Wirbelkörper und Bandscheiben in diesem bereich noch viel höheren komensatorischen belastungen und den fast unerträglichen Spannungen eines so schnell korrigierten Körpers nicht gewachsen sind.

Vor 2 Jahren ist an der Uniklinik Münster ein 19-jähriger junger Mann an den Folgen einer Skoliose-OP verstorben.
Wer eine solche OP also als relativ harmlos hinstellt ist in meinen Augen seiner ärztlichen Aufklärungspflicht nicht ausreichend nachgekommen und verletzt das Primat der freien und informierten Entscheidung des gut aufgeklärten Patienten.
Keine OP ist "harmlos"
Laut Prof. Dr. Daschner (Klinik-Hygieniker Uniklinik Freiburg)sterben in Deutschland etwa 4 mal soviel Menschen an den in Kliniken mit den dortigen multiresistenten keimen zugezogenen Infektionen wie im Straßenverkehr. Allein das ist für mich als Biologe schon mehr als genügend Grund eine eventuell vermeidbare OP WIRKLICH ZU VERMEIDEN!

Und wenn sie sagen Du hättest konservativ schon alles versucht, dann ist das in meinen Augen auch eine glatte LÜGE!

Deine SCHOBER- Und OTT-Werte sagen, daß Du noch NICHT völlig versteift bist! Dein FBA sagt, daß bei Dir vermutlich eine extreme Beinrückseitenverkürzung vorliegt.
Das bedeutet aber im Klartext auch, daß Du mit Schroth und Korsett noch therapierbar bist!

Laut dem Doc einer Spezialklinik in der ich im Januar 2Wochen war, ist der M.Scheuermann in der BWS Therapieresistent.
In welcher "Spezialklinik war denn das??? Ich kenne keine einzige "Scheuermann-Spezialklinik" die würde mich ehrlich gewaltig interessieren.

Alles was sie dort mit Dir gemacht haben klingt für mich NICHT nach wirksamer SCHEUERMANN- SpezialTherapie!
Das war vermutlich keine SCHROTH Klinik?

Anderen als Schroth-Klinik spreche ich bis zum Beweis des Gegenteils jegliche Kompetenz zur Behandlung von Schmerz-Scheuermann ab!

Du hast meiner Ansicht nach nur eine reelle Chance die OP zu vermeiden und halbwegs schmerzarm oder sogar wie ich schmerzfrei zu werden:
Ein sehr hochwirksames Erwachsenen-Anti-Kyphose-Korsett von RAHMOUNI (oder eventuell eine Tübinger Kyphosen-Orthese nach Zielke/Nusser von Herrn Lukas aus Tübingen)

UND
eine mehrwöchige statinöre Wirbelsäulen-Intensiv-Rehabilitation in einer Schroth-Klinik.

Das würde ich an Deiner Stelle aber erst dann machen, wenn Du ein sehr gutes Korsett hast und schon einigermaßen daran gewöhnt bist.

Korsett und Schroth potenzieren sich in der Wirkung hervorragend.
Die Ruhigstellung und Entlastung Deiner Wirbelsäule in optimaler Korrekturposition ist die ideale Ergänzung zum Aufbau der für die gezielte Haltungskorrektur erforderlichen autochtonen Muskulatur.

Ein gutes Korsett und Schroth-Therapie stimmen vom Konzept (Korrekturdruck und Atemlenkung) sogar völlig überein.

Das würde ich anDeiner Stelle so schnell und konsequent wie möglich anpacken!

Ich will Dir vor dieser OP wirklich nicht unbedingt Angst machen. Es kann durchaus sein, daß Du diese OP irgendwann tatsächlich doch brauchst, und dann solltest Du so zuversichtlich wie möglich in den OP-Bereich gerollt werden.

Aber ich würde an mir nach meinem derzeitigen Wissen und meiner bisherigen Erfahrung DIESER OP keinesfalls zustimmen, ohne vorher WIRKLICH die besten verfügbaren konservativen Alternativen voll ausgeschöpft zu haben.

Ich bin wirklich nicht OP-feige.
ich hab bisher 9 z.T schwere OP´s hinter mir, teilweise weil mein Leben in akuter Gefahr war.
Aber eine Kyphose-Korrektur-Versteifung würde ich mir sehr sehr genau und 125 mal überlegen.

Bitte mach bald (noch vor den Sommerferien!) einen termin bei Dr. Hoffmann in Leonberg aus und hol Dir dort eine 2. Meinung.
Das ist Dein gutes Recht!

Du hast vielleicht noch eine ebenso große und gute Chance auf Begradigung und Schmerzfreiheit wie ich, besonders weil Du viel jünger bist als ich.
Ich bitte Dich nimm das ernst!
Gruß Toni
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Beitrag von Dani-RT83 »

hi Toni,

nochmals vielen dank das du dir soviel Zeit nimmst.

Also das war eine Spezialklinik für den Bewegungsapparat und Schmertklinik im Schwarzwald,

Jetzt mache ich mir schon ein anderes Bild der OP.

Habe nachher eh ein Termin bei meiner Ärztin (die sich übrigends überdurchschnittlich um mich kümmert)

Muss das ganze mit ihr nochmal besprechen. Was sie meint und werde dann auf jeden fall mal zu Dr. Hoffmann gehen.

Schroth hatte ich noch nie. Wie lange geht eine solche Kur??

MFG

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Beitrag von Toni »

Dani-RT83 hat geschrieben:hi Toni,

nochmals vielen dank das du dir soviel Zeit nimmst.
Ist doch klar. Für schwere Fälle von Scheuermann und solche Schmerzpatienten wie Du MUSS ich mir die Zeit nehmen!
Ich will nicht, daß Du durch diese OP vom Regen in die Traufe gerätst.
Dani-RT83 hat geschrieben:Also das war eine Spezialklinik für den Bewegungsapparat und Schmertklinik im Schwarzwald,
Aber sicher nicht spezialisiert auf die Behandlung von Wirbelsäulendeformitäten wie Kyphose und Skoliose. Wir Kyphosen sind sogar in Bad Sobernheim und Bad Salzungen teilweise immer noch "Stiefkinder" und müssen uns teilweise selbst dort durchsetzen, um eine optimale Behandlung zu bekommen.
Dani-RT83 hat geschrieben:
Jetzt mache ich mir schon ein anderes Bild der OP.
Das ist auch gut so! In anderen Kliniken z.B. WWK wirst Du vorher gestreckt, wirst in 2 OP´s begradigt und hast dazwischen einige Wochen HALO-Zeit. Dann hast Du danach bis zu einem halben Jahr Gipskorsett. Das ist zwar unangenehmer, aber auch sicherer und nervenschonender für die Rückenmarksnerven. In Neustadt (wo Dr. Niemayer herkommt) ist eine Eigenblutspende 3 mal halber Liter vorher Standart, trotz modernster OP-Blut-Recycling. Das dient der Sicherheit und schnelleren Erhohlung des Patienten. Daß Tübingen darauf verzichten will, macht mich sehr skeptisch und stutzig!?!
Dani-RT83 hat geschrieben:
Habe nachher eh ein Termin bei meiner Ärztin (die sich übrigends überdurchschnittlich um mich kümmert)
Das ist lieb, Aber sie scheint leider keine überdurchschnittliche Ahnung von Scheuermann-Behandlung zu haben.
Dani-RT83 hat geschrieben:
Muss das ganze mit ihr nochmal besprechen. Was sie meint und werde dann auf jeden fall mal zu Dr. Hoffmann gehen.
Dann bist Du auf einem guten Weg.
Dani-RT83 hat geschrieben:
Schroth hatte ich noch nie.
Dann hast Du auch noch nie die wirksamste und effizienteste KG gemacht, die KyphotikerInnen überhaupt machen können.
Dani-RT83 hat geschrieben:Wie lange geht eine solche Kur??
Mindestens 3 besser 4-5 Wochen. Weniger bringt kaum was, da sportmedizinisch die Muskeln erst nach ca. 4 Wochen wirklich zu wachsen beginnen.
Das wichtigste für Dich ist möglichst schnell ins Korsett. Mich hat mein erstes Rahmouni SOFORT und SCHLAGARTIG schmerzfrei gemacht. Der typische stechende Scheuermannschmerz zwischen den Schulterblättern war sofort weg, die grauenhaften Blockaden waren keine mehr und die LWS-Schmerzen (M.Baastrup waren auch sofort weg). Es ist wahrlich kein Vergnügen ein Korsett zu tragen, aber die Schmerzbefreiungswirkung ist sehr beeindruckend.
Wenn dann noch ein nachhaltiger Begradigungseffekt hinzukommt, dann lohnt es sich auch noch optisch.
Ich bin immer noch voll begeistert, was ich selbst als 50-Jähriger angeblich fixierter und therapieresistenter Altscheuermann noch erreicht habe.
Gruß Toni
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Beitrag von mohnblume.muenchen »

Hi Dani-RT83!
Ich bin immer wieder schockiert, wie schnell die Ärzte uns zwar ausgewachsenen, aber jungen Patienten (bin selbst 22 J.) zu einer OP raten.

Ich weiß nicht, wie groß der größte Kyphosewinkel war, der je gemessen wurde, aber mit meinen 84° und 8 Jahren chronischen Schmerzen, liege ich auch in der OP-Indikation. Früher habe ich viel über eine OP nachgedacht, aber seit ich auf dieses Forum gestoßen bin, bei Dr. Hofmann war und ein Rahmouni-Korsett trage (seit etwa 3 Mon.), würde ich das AUF GAR KEINEN FALL mehr machen lassen!!!

Nach 8 Jahren bin ich endlich - und zwar vollkommen - schmerzfrei!!!!!!!

Mein Kypho-Winkel liegt im Korsi übrigens nur noch bei 49°. Also von wegen, ab 17/18 ist die WS fixiert...
da ich ja schon sämtliche <konserativen Mittel durch habe und ich ja auch schliesslich nicht mehr wachsen würde.
Das ist der Knackpunkt, dass ein Korsett bei Erwachsenen nicht mehr als wirksames konservatives Mittel zählt. Da kann ich nur sagen:

Lass Dich nicht unterkriegen!! Stell Dir allein mal vor, dass die Operateure durch den ganzen Bauch (in dem ja auch Organe liegen) von vorne sich zur WS durchwühlen müssen und dann mehrere Stunden daran herumoperieren. Das würde ich meinem Körper nicht antun wollen. Außer jetzt wie bei Toni im Notfall.

Drücke Dir die Daumen, dass es was wird mit Deiner WS!! Wenn Du den Kyphosewinkel nach Cobb weißt, kannste ja mal schreiben.

LG, mohnbluemchen :blume:
...und wenn wir keine Luft mehr kriegen, wenn die Wellen uns besiegen, weiß ich doch: wir hab´n die Perlen uns verdient. ("Perlentaucher" / Rosenstolz)
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Beitrag von Klaus »

Dani hat geschrieben:vermessen nach COBB wurde ich nicht.
Hallo zusammen,

ich bin ein bischen darüber irritiert, dass hier so konkret diskutiert wird, obwohl noch nicht mal ein Winkel bekannt ist.

Oder habe ich etwas überlesen?

Gruss
Klaus
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Beitrag von Toni »

Klaus, Du hast nichts überlesen. Wir kennen Danis Kyphosewinkel (noch) nicht. Das spricht nicht gerade für die Kompetenz und gute Patienteninformation ihrer bisherigen behandelnden Ärzte.
Aber wenn sie offensichtlich voll in der OP-Indikation ist, dann müsste der BWS-Kyphosewinkel DEUTLICH ÜBER 70° liegen. Es kann allerdings sein, daß es Chirurgen gibt, die "therapieresistene Schmerzscheuermänner" schon viel füher auf dem Tisch haben wollen.
Der tatsächliche COBB-Winkel von Danis BWS- und LWS kommt spätetsens beim Besuch von Dr. Hoffmann heraus.
Hoffentlich bekommt sie noch einen Termin vor der Sommerpause.
Gruß Toni
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Beitrag von Dani-RT83 »

hi,

werde auf jeden fall versuchen schnellstmöglichst einen termin bei Dr.Hoffmann zu bekommen.

Ps.: bin männlich *g*
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Beitrag von Klaus »

Toni hat geschrieben:Es kann allerdings sein, daß es Chirurgen gibt, die "therapieresistene Schmerzscheuermänner" schon viel füher auf dem Tisch haben wollen.
Meine 50 Grad Sitz-Kyphose ist zwar von der Bedeutung her hochgradiger einzuschätzen, aber das war für den Chirurgen in 2001 bereits eine OP Indikation, ohne dass eine konservative Therapie vorgeschlagen wurde.
Hätte ich nicht den REHA Bericht vorgelegt, hätte die selbe Abteilung des Annastifts in 2005 wieder eine OP vorgeschlagen, da bin ich mir sicher.
Allerdings bin ich ja "vorgezogener" Rentner, da kommt es auf die Arbeitsfähigkeit nicht mehr an. :) :<

Meinst Du nicht, dass es noch jede Menge Orthopäden/Chirurgen gibt, die mit OP's nicht geizen?

Gruss
Klaus
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