MRT-Befund ??? Scheuermanngeschichte

Infos zu weiteren WS-Deformitäten, die mit Skoliose zusammen oder alleine auftreten
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erl-koenig
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MRT-Befund ??? Scheuermanngeschichte

Beitrag von erl-koenig »

Hallo!

Stell mich mal kurz vor. Ich bin 30 und Mutter von zwei Kindern (4 und 1 Jahr). Als ich 10 war, hatte ich immer öfters Rückenschmerzen - nur hat man mir das nicht gelgaubt, meine Eltern dachten erst ich mache nur meine Mutter nach. Als sie mich aber doch mal röntgen ließen, wurde Morbus Scheuermann LWS festgestellt. Danach wurde ich für einen Monat (Rumpf) eingegipst. In dieser Zeit ist allerdings der Orthopäde (sehr kompetent) weggezogen und er hatte nur noch einen stationären Aufenthalt in Zwickau in der Orthopädie ausgemacht (waren damals dafür spezialisiert). Der Termin ließ aber paar Monate auf sich warten. War dann dort für eine Woche in Behandlung und wurde dann wieder eingegipst. Diesmal aber für 1/4 Jahr (Wechsel einmal im Monat). Anschließend 3 Wochen KH. Und dann ein Korsett, was man abends abmachen konnte. Hatte dann immer Sportbefreiung für Springen und Rennen. Dann ließ es sich auch mit den Schmerzen leben. War dann eigentlich immernur wegen der Sportbefreiung beim Arzt gewesen. Mit 17 wurden meine Beschwerden wieder schlimmer. Wurde wieder für ein viertel Jahr eingegipst. Danach Physio. Schmerzen waren nie ganz weg, aber es ließ sich leben damit. Mit 20 waren wieder starke Schmerzen da, aber nur einseitig und haben nicht ausgestrahlt. Wäre eine Blockade im ISG. Habe daraufhin manuelle Therapie bekommen. Dann wurde es erst richtig schlimm. Dachte - die können mich mal alle und habe halt Schmerzmittel genommen. Nach der Geburt von meinem zweiten Kind wurden die Schmerzen aber so schlimm (habe Angst, die kleine mal nicht halten zu können oder nicht hochzubringen), dass ich mir einen anderen Orthopäden gesucht habe, um mal eine zweite Meinung einzuholen. Und der hat mich jetzt zum MRT geschickt. Den Befund habe ich von meiner Hausärztin bekommen, aber den Termin zur Auswertung beim Orth. - das dauert - dass werden die meisten sicher wissen.

Also hier derBefund:

Beurteilung:
Geringe Höhenminderung der Bandscheibenfächer L2/3 und L5/S1
Signalminderung der Bandscheibenfächer L2/3, L5/S1 und initial Th12/L1
Schmorlsches Knötchen in den Endplatten Th 12 der Deckplatte L3 und der Bodenplatte L5
Breit subchondrale Signalanhebungen der Endplatten L5/S1
Ventralversetzung von L5 gegenüber S1 um etwa 0,5 cm
Flache intraspinale Bandscheibenvorwölbung Th 12-L5
Gering links betont breite intraspinale Bandscheibenvorwölbung L5/S1
Flache links intraforaminale Bandscheibenvorwölbung L57s!
Kein Anhalt für eine Spinalkanalstenose oder Myelomalazie
Diskrete Randkantenausziehung der Endplatten L5/S1
Kein Nachweis einer Spondylitits oder Sacrolitis
Regelrechtes Weichteilsignal

Diagnose:
Erosive Osteochondrose L5/S1
Pseudospondylolisthesis L5/S1 mit Ventralversetzung von L5 um bis zu knapp 0,5 cm
Gering links betont intraspinale und flache intraforaminale Bulging Disc L5/S1
Flache intraspinale Bandscheibenprotrusion Th12-L4
Chondrose L2/3
Zeichen eines abgelaufenen Morbus Scheuermann

Möchte mich auf keinen Fall operieren lassen. Kann man für sowas eine Mutti-Kind-Kur bekommen? Welche Therapien gibt es?

Vielen Dank für Eure Hilfe! - Das klingt nur soviel auf einmal.
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Räkelkönigin
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Beitrag von Räkelkönigin »

Hallo Erl-könig,
willkommen hier im Forum! :tach:

Hat denn tatsächlich noch niemand den Befund mit Dir besprochen??
Was soll denn ggf operiert werden??
Wir sind hier ja nicht um Diagnosen zu stellen, aber ich habe mir den Befund angesehen und wüsste erstmal nicht, was zu operieren wäre.
Es gibt Vorwölbungen der Bandscheiben (Protrusionen) ,was nicht selten ist, aber keinen Bandscheibenvorfall (Prolaps).

Die Schmerzen wird wohl haupsächlich durch das Wirbelgleiten (Pseudospondylolisthesis L5/S1 mit Ventralversetzung von L5 um bis zu knapp 0,5 cm )verursacht und durch den "ausser der Reihe" stehenden Wirbel L5. Das ist der letzte Lendenwirbel über dem Steissbein.
Und durch die Schmorlschen Knötchen. Diese Schmorlschen Knötchen weisen auf den Scheuermann hin und der betrifft bei dir ja offenbar v.a. die untere Wirbelsäule.


Kann man für sowas eine Mutti-Kind-Kur bekommen? Welche Therapien gibt es?
ALso bei den Befunden wird sich wärend einer Mutter_Kind -Kur nichts ändern, behaupte ich mal. :/
Sowas dient eher allgemein der Erholung, die du sicher brauchst bei 2 kleinen Kids, aber für Deinen Rücken bekommst Du da dann keine geiegnete Behandlung , ausser ein bischen "Tango-Fango", was Du aber auch zu Hause erhalten könntest !Ich meine Massage 1-2 mal die Woche und´ggf irgendeine allgemeine Gruppengymnastik, die Dir aber speziell auch nichts nutzt....

Du must den Befund erstmal mit einem kompetenten Arzt besprechen und dir erklären lassen, was die Befunde bedeuten.
Ich würde dir zu einer Reha/Kur speziell für die Wirbelsäulen-Befunde raten anstatt einer Mutter-Kind-Kur. Besprich das mal mit dem Orthopäden( der hoffentlich kompetent ist.... :rolleyes: )

Wo wohnst Du denn?


Gruss
Räkelkönigin :juggle:
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Danke für die Antwort!

Beitrag von erl-koenig »

Also, nach dem normalen Röntgenbild sagte der Orthopäde, dass die letzte Bandscheibe weg wäre und dafür eine Versteifung oder einer Bandscheibenprothese in Frage käme oder ich müßte mit den Schmerzen leben. Blos wenn sich das aufschieben läßt, will ich nicht op werden.

Den nächsten Termin hab ich am 15. Juni.

Bin aus dem Vogtland.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Räkelkönigin hat geschrieben:Diese Schmorlschen Knötchen weisen auf den Scheuermann hin und der betrifft bei dir ja offenbar v.a. die untere Wirbelsäule.
Die Frage ist ja auch, ob dadurch eine Hyperkyphose ausgelöst wurde, die oft von den Orthopäden einfach nicht zur Kenntnis genommen wird.

erl-koenig, hast Du im BWS/LWS Bereich eine nicht natürliche Wölbung der Wirbelsäule nach aussen?

Gruss
Klaus
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Re: Danke für die Antwort!

Beitrag von Räkelkönigin »

Also, nach dem normalen Röntgenbild sagte der Orthopäde, dass die letzte Bandscheibe weg wäre
Hm,also nach allem was ich da an Befunden lese (u.a. : Gering links betont breite intraspinale Bandscheibenvorwölbung L5/S1 ;Gering links betont intraspinale und flache intraforaminale Bulging Disc L5/S1 =enger Spinalkanal mit Bandscheibenvorwölbung) gibts die besagt Bandscheibe noch, aber es ist da alles sehr eng (anatomisch) und die Bandscheibe ist vorgewölbt.
Bin aus dem Vogtland
Wo ist denn das? :)
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Beitrag von erl-koenig »

Also, das Vogtland liegt in Südwestsachsen. Orte in der näheren Umgebung wären Plauen und Hof.

Was ist eine Hyperkyphose? Hat noch niemand was davon gesagt. In dem ersten Befund für meinen Hausarzt stand "Lordose" - heißt ja Hohlkreuz, oder?

Der Scheuermann hat auch nur die LWS betroffen. BWS und HWS hab ich auch keine Beschwerden.

Am 15. Juni wird hoffentlich der Befund ordentlich ausgewertet (beim Orthopäden)
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Beitrag von Räkelkönigin »

Was ist eine Hyperkyphose? Hat noch niemand was davon gesagt.
= Rundrücken, genauergesagt eine Verstärkung der physiologischen/normalen Wölbung der Wirbelsäule nach hinten.
In dem ersten Befund für meinen Hausarzt stand "Lordose" - heißt ja Hohlkreuz, oder?
Ja, wenn es sich auf die untere Wirbelsäule bezieht.
Am 15. Juni wird hoffentlich der Befund ordentlich ausgewertet (beim Orthopäden
Schon seltsam dass man dich so lange auf ein auswertendes und erklärendes Gespräch warten lässt.....Normalerweise sagt einem doch der ARzt in dessen Institut das MRT gemacht wird schonmal was zu den Bildern.... scheint hier offenbar nicht der Fall gewesen zu sein.
Schreib dir am besten vor dem Termin ALLE Fragen auf, die du hast, dann bist du bestens vorbereitet. Wenn Du nach dem Gespräch noch eine zweite Meinung brauchst, lohnt sich ggf eine Fahrt nach LEonberg/ Stuttgart zu Dr. Hoffmann......, Adresse ist in der Linkliste.
Gruss
RÄkelkönigin :juggle:
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Beitrag von Klaus »

Erlkönig hat geschrieben:In dem ersten Befund für meinen Hausarzt stand "Lordose" - heißt ja Hohlkreuz, oder?
Richtig, genauer gesagt, eine Hyperlordose offenbar im LWS Bereich. Und die hat meist zur Folge, dass als Ausgleich die Wirbelsäule im BWS Bereich eine Hyperkyphose (Rundrücken) bildet.

Deswegen ist ganz entscheidend, wie der gesamte Rücken aussieht und nicht nur Teile davon!
Erlkönig hat geschrieben:BWS und HWS hab ich auch keine Beschwerden
Bei Veränderungen der Wirbelsäule kann man durchaus zunächst Beschwerdefrei sein. Das ist ja das fiese daran, dass Schmerzen erst dann auftreten können, wenn der Grad der Veränderung einen Zustand erreicht hat, der eine absolut optimale Therapie nicht mehr zulässt.
Insbesondere mit dem Älterwerden verringern sich die Chancen.
Trotzdem ist aber jederzeit eine relativ optimale Therapie möglich und genau das wissen die meisten Orthopäden nicht.

Gruss
Klaus
Anzuz

Vogtland

Beitrag von Anzuz »

Es ist hier in der Gegend schon fast ein Glücksfall wenn man überhaupt einen Orthopäden findet, der halbwegs fähig ist eine richtige Diagnose zu stellen, mal ganz davon abgesehen von einer richtigen Behandlung. Die Wartezeiten auf Termine sind extrem lang, weil die Gegend ziemlich unterversorgt ist. Und ich habe auch schon häufig erlebt das weder die Bilder noch die Befunde besprochen worden sind. Es wurde einen lediglich gesagt "sie haben das und das und sehen sie zu wie sie zurechtkommen, da kann man nix machen".
Grüße
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo Anzuz,

deshalb sollte man sich überlegen, einmal den langen Weg nach Stuttgart (Dr. Hoffmann) anzutreten.

Gruss
Klaus
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Beitrag von erl-koenig »

Hallo Anzuz!

Bei welchem Orthopäden bist denn Du in Behandlung. Sehe ich das richtig, dass du auch aus dem Vogtland bist?

Ich bin jetzt neuerdings bei Dr. Freitag in Auerbach - aber die Wartezeiten - den Termin für den 15. Juni hab ich seit 6. April! War aber mal in Zwickau in Behandlung, da haben sie auch mal kurzerhand gar keine Termine vergeben.
Anzuz

Beitrag von Anzuz »

Hallo Erl-Koenig,
ja ich bin aus dem Vogtland.
ich kenne schon die Problematik mit den Terminen in den Praxen hier in der Gegend. Wenn ich mal einen Termin brauch muß ich mich auch auf eine ca. 3-Monatige Wartezeit einstellen. Ich bin bei wechselnden Ärzten, weil ich immer noch einen Arzt suche der sich richtig auskennt. Aber vielerorts werden schon gar keine neuen Patienten angenommen. Ich bin auch nicht in dem Forum angemeldet, weil ich keine Skoliose habe. Aber ich hoffe immer mal das ich was in dem Forum über Spondyloptose finde, weils dafür irgendwie keine vergleichbaren Foren wie dieses gibt.
Gruß
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