Erwachsenen-Korsette Auslöser für Progredienz?
- Silas
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Schroth KG
Hallo Bommenate,
es gibt durchaus Fälle, in denen eine aktive Aufrichtung in keinster Weise mehr möglich ist, was sich dann in Bendingaufnahmen äußert, die keinerlei Veränderung zu den normalen Aufnahmen aufweisen.
Tritt dieser Fall ein, würde man vor einer OP eine weitere Aufnahme anfertigen, bei der der Patient entweder mit der Konvexseite der Krümmung am Scheitelpunkt auf eine harte Rolle gelegt wird oder es es wird eine Aufnahme unter Zug an Kopf und Beinen / Becken gemacht.
Tut sich auch dann überhaupt nichts, ist die Wirbelsäule i. d. R. tatsächlich knöchern zumindest leicht fixiert.
Aber selbst unter diesen Umständen ist es möglich, dass ein Korsett diese Verknöcherungen aufbricht, das dies so schnell geht, wäre allerdings erstaunlich, wenn auch nicht unmöglich.
Viele Grüße
Silas
es gibt durchaus Fälle, in denen eine aktive Aufrichtung in keinster Weise mehr möglich ist, was sich dann in Bendingaufnahmen äußert, die keinerlei Veränderung zu den normalen Aufnahmen aufweisen.
Tritt dieser Fall ein, würde man vor einer OP eine weitere Aufnahme anfertigen, bei der der Patient entweder mit der Konvexseite der Krümmung am Scheitelpunkt auf eine harte Rolle gelegt wird oder es es wird eine Aufnahme unter Zug an Kopf und Beinen / Becken gemacht.
Tut sich auch dann überhaupt nichts, ist die Wirbelsäule i. d. R. tatsächlich knöchern zumindest leicht fixiert.
Aber selbst unter diesen Umständen ist es möglich, dass ein Korsett diese Verknöcherungen aufbricht, das dies so schnell geht, wäre allerdings erstaunlich, wenn auch nicht unmöglich.
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"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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Schroth KG
Ich habe das neue Jahr mit einem Besuch bei Herrn Rahmouni begonnen, wo neben der Feststellung, dass ich meinem Korsett auf Grund der guten Korrektur jetzt entwachsen bin und ein neues brauche, auch diese Diskussion zur Sprache kam.
Schließlich führt die Äußerung von Dr. Steffan zu sehr viel Verunsicherung und Herr Rahmouni hatte schon so kurz nach Diskussionsbeginn und wird in Zukunft noch mehr beunruhigte und demotivierte Patienten haben, darauf wollte ich ihn vorbereiten und mit ihm nochmal über das Thema sprechen.
Wir waren uns einig, dass es bei Korsetten riesige Qualitätsunterschiede existieren und man mit schlechten Korsetten viel falsch machen kann, sich aber bei guten Korsetten - wie sie Herr Rahmouni zweifellos herstellt - beachtliche Erfolge erzielen lassen.
Es ist einfach eine Schande, dass viele Ärzte es tolerieren, wenn Orthopädietechniker den letzten Schrott abliefern (egal bei welcher Altersklasse) und diese in ihrem Pfusch auch noch bestärken, indem sie wieder und wieder die Patienten dorthin schicken. Da selbst viele renommierte Ärzte den OTs nicht auf die Hühneraugen treten, müsste es ein Qualitätssicherungssystem geben, das solchen Dilettanten das Handwerk legt - es kann nicht sein, dass Krankenkassen für ein liebevoll und gründlich verarbeites, gut korrigierendes Korsett genausoviel zahlen, wie für ein unpellotiertes Korsett, das sich in der Funktionalität von einem Müllsack nur durch die Druckstellen unterscheidet.
Herr Rahmounis Erfahrungen sind stark überwiegend positiv, was sicherlich auf die hohe Qualität seiner Orthesen zurückzuführen ist.
Jeder der vor der Entscheidung zu einem Erwachsenen-Korsett steht, sollte - falls durch diese Diskussion Fragen und Ängste geschürt hat - mit Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni darüber sprechen, das nimmt die Furcht.
Schließlich führt die Äußerung von Dr. Steffan zu sehr viel Verunsicherung und Herr Rahmouni hatte schon so kurz nach Diskussionsbeginn und wird in Zukunft noch mehr beunruhigte und demotivierte Patienten haben, darauf wollte ich ihn vorbereiten und mit ihm nochmal über das Thema sprechen.
Wir waren uns einig, dass es bei Korsetten riesige Qualitätsunterschiede existieren und man mit schlechten Korsetten viel falsch machen kann, sich aber bei guten Korsetten - wie sie Herr Rahmouni zweifellos herstellt - beachtliche Erfolge erzielen lassen.
Es ist einfach eine Schande, dass viele Ärzte es tolerieren, wenn Orthopädietechniker den letzten Schrott abliefern (egal bei welcher Altersklasse) und diese in ihrem Pfusch auch noch bestärken, indem sie wieder und wieder die Patienten dorthin schicken. Da selbst viele renommierte Ärzte den OTs nicht auf die Hühneraugen treten, müsste es ein Qualitätssicherungssystem geben, das solchen Dilettanten das Handwerk legt - es kann nicht sein, dass Krankenkassen für ein liebevoll und gründlich verarbeites, gut korrigierendes Korsett genausoviel zahlen, wie für ein unpellotiertes Korsett, das sich in der Funktionalität von einem Müllsack nur durch die Druckstellen unterscheidet.
Herr Rahmounis Erfahrungen sind stark überwiegend positiv, was sicherlich auf die hohe Qualität seiner Orthesen zurückzuführen ist.
Jeder der vor der Entscheidung zu einem Erwachsenen-Korsett steht, sollte - falls durch diese Diskussion Fragen und Ängste geschürt hat - mit Dr. Hoffmann und Herrn Rahmouni darüber sprechen, das nimmt die Furcht.
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Ich kann mich erinnern, dass ich in Rahmounis eigener Broschüre etwas von einem "JoJo- Effekt" gelesen habe, der dann eintritt, wenn das Korsett im Wechsel stundenweise an- und wieder ausgezogen wird. Laut diesem Kommentar (von einem Orthopäden, der hieß aber nicht Hoffmann) wird dann die Wirbelsäule gelockert statt stabilisiert. Das heißt doch, die Krümmung könnte sich auch wieder verschlechtern.
Ich weiß nicht, ob die Broschüre inzwischen überarbeitet wurde oder ob dieser Hinweis immer noch da steht. Jedenfalls schließe ich daraus, dass es wichtig ist, ein Korsett möglichst rund um die Uhr zu tragen, wenn es korrigieren und stabilisieren soll.
Wie ist das also dann bei Erwachsenen, die meinen, ihr Korsett nur stundenweise tragen zu müssen? Endgültige Abhängigkeit vom Korsett durch diesen Jojo- Effekt oder ansonsten sogar Verschlechterung?
Ich weiß nicht, ob die Broschüre inzwischen überarbeitet wurde oder ob dieser Hinweis immer noch da steht. Jedenfalls schließe ich daraus, dass es wichtig ist, ein Korsett möglichst rund um die Uhr zu tragen, wenn es korrigieren und stabilisieren soll.
Wie ist das also dann bei Erwachsenen, die meinen, ihr Korsett nur stundenweise tragen zu müssen? Endgültige Abhängigkeit vom Korsett durch diesen Jojo- Effekt oder ansonsten sogar Verschlechterung?
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Schroth KG
Hallo Leserin,
dann ist Dir sicherlich auch aufgefallen, dass sich diese Broschüre auf Skoliosen im Wachstumsalter bezieht.
Auch wenn die Strukturen bei Erwachsenen nicht mehr über die Flexibilität der Jugend verfügen, ist es sicherlich nicht ratsam, im Viertelstundentakt zwischen Korsett an und aus zu wechseln.
Dennoch sollte selbst ein solches Verhalten nicht dazu führen, dass die Krümmung über die Ausgangswerte abfällt.
Viele Grüße
Silas
dann ist Dir sicherlich auch aufgefallen, dass sich diese Broschüre auf Skoliosen im Wachstumsalter bezieht.
Auch wenn die Strukturen bei Erwachsenen nicht mehr über die Flexibilität der Jugend verfügen, ist es sicherlich nicht ratsam, im Viertelstundentakt zwischen Korsett an und aus zu wechseln.
Dennoch sollte selbst ein solches Verhalten nicht dazu führen, dass die Krümmung über die Ausgangswerte abfällt.
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Bommenate
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Wenn ich von Dr. Hoffmann oder Herrn Rahmouni zurückkomme, bin ich immer höchst motiviert und alle Argumente leuchten mir auch ein. Deswegen ziehe ich mein Adult-Korsett ja auch weiter durch und an. Nur habe ich mein Trageverhalten geändert, um diesen Jojo-Effekt nicht zu forcieren. Bis zu dieser Diskussion hier habe ich auch über Tag ständig versucht, mein Korsett zu tragen. Es ging also immer hin und her und hin und her. Ich habe mich dann öfter in super schlechter Haltung erwischt und irgendwie drehte sich alles über Tag nur ums Korsett. Ich habe mich da zu sehr unter Druck gesetzt. Jetzt trage ich es nur noch über Nacht (wie auch eigentlich vorgesehen, um die Bandscheiben zu entlasten), erst geschlossen so lange wie möglich und danach offen, bis ich wieder aufstehe. Meine Haltung ist dann toll und ich lebe mein Leben tagsüber wie immer, ohne Einschränkung. Allerdings achte ich auch tagsüber sehr auf die Haltung, sonst wäre das Nachtkorsett auch Quatsch!!! Mir geht´s jetzt viel besser (auch psychisch
) und ich entgehe dem ständigen hin- und herdrehen, was mich persönlich eher beunruhigt. Schließlich kann ich nicht von heute auf morgen meine über lange Jahre krumm gewachsene Wirbelsäule mit Gewalt geradebiegen (was selbst mit OP indiskutabel ist).
Die Ausgangsbasis ist bei mir auch eine andere. Wäre ich Schmerzpatient und das Korsett würde mir die Schmerzen nehmen, dann würde ich auch die 23 Stunden Tragezeit anstreben. Ich bin aber kein Schmerzpatient und habe das Korsett, um meine jetzige Situation so lange wie möglich zu halten, eben um nie operiert zu werden. Leider gibt es keine Langzeiterfahrungen bei Erwachsenen, gerade bei geringer Tragezeit, aber eine andere Alternative habe ich nicht.
Bommenate
Die Ausgangsbasis ist bei mir auch eine andere. Wäre ich Schmerzpatient und das Korsett würde mir die Schmerzen nehmen, dann würde ich auch die 23 Stunden Tragezeit anstreben. Ich bin aber kein Schmerzpatient und habe das Korsett, um meine jetzige Situation so lange wie möglich zu halten, eben um nie operiert zu werden. Leider gibt es keine Langzeiterfahrungen bei Erwachsenen, gerade bei geringer Tragezeit, aber eine andere Alternative habe ich nicht.
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Hallo Bommenate,
wie legst Du Dich eigentlich im offenen Korsett hin? Ich hatte mir das auch schon überlegt, wenn ich gerade wieder mehr Druck ins Korsett geklebt bekommen habe, meine WS schiebt das Korsett dann aber immer so auseinander, dass es noch unangenehmer wird (hab mich bei der Gelegenheit mal halb stranguliert), kannst Du mir dan ein Paar Tipps geben?
Viele Grüße
Silas
wie legst Du Dich eigentlich im offenen Korsett hin? Ich hatte mir das auch schon überlegt, wenn ich gerade wieder mehr Druck ins Korsett geklebt bekommen habe, meine WS schiebt das Korsett dann aber immer so auseinander, dass es noch unangenehmer wird (hab mich bei der Gelegenheit mal halb stranguliert), kannst Du mir dan ein Paar Tipps geben?
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- Klaus
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Prima, dass Du das mal so deutlich gesagt hast.Bommenate hat geschrieben:Die Ausgangsbasis ist bei mir auch eine andere. Wäre ich Schmerzpatient und das Korsett würde mir die Schmerzen nehmen, dann würde ich auch die 23 Stunden Tragezeit anstreben. Ich bin aber kein Schmerzpatient und habe das Korsett, um meine jetzige Situation so lange wie möglich zu halten, eben um nie operiert zu werden. Leider gibt es keine Langzeiterfahrungen bei Erwachsenen, gerade bei geringer Tragezeit, aber eine andere Alternative habe ich nicht.
Ich hatte in einem anderen Post nach anderen gefragt, die in genau dieser Situation sind.
Ich bin es auch, mit dem Unterschied, dass ich noch kein Korsett habe.
Werde heute abend mein Röntgenbild einstellen, um mal die Meinung zur Spangenbildung bei Kyphose und möglicher Korsett-Folgen zu hören.
Gruss
Klaus
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Bommenate
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Hallo Silas,
ich drücke das Korsi auch etwas auseinander, aber trotzdem liege ich wie beim Schrothen auf Korrekturpolster, eben den Pelotten. Selbst das fand ich zu Anfang unangenehm und konnte es nicht lange aushalten. Ich liege dann auf jeden Fall besser, als ohne Korsett. So klappt natürlich nur die Rückenlage. Auf die Seite drehen nicht mehr wirklich, aber ist auch egal. Ich kann gut auf dem Rücken liegen. Inzwischen finde ich es im offenen Korsett echt angenehm. Am Anfang ziehe ich es zu, schlafe ein (auch schon ein Fortschritt), werde irgendwann wach (die längste Zeit war 1,5 Stunden) und mache es auf. Dann bleibe ich weiter so liegen. Ich hoffe, irgenwann mal aufzuwachen und es ist noch zu.
Hallo Klaus,
[equote="du hast geschrieben"]Prima, dass Du das mal so deutlich gesagt hast.
Ich hatte in einem anderen Post nach anderen gefragt, die in genau dieser Situation sind. [/equote]
Sorry, ich dachte, das wäre klar gewesen. Habe ich in meinem Thread eigentlich immer gesagt. War zu Anfang auch blöde, weil ich keine Schmerzen habe und füge sie mir mit Korsett zu. Deswegen trage ich es auch jetzt nicht mehr über Tag. Meine jetzige Lebensqualität wird dadurch beeinträchtigt. Mir reichen schon die hohen Grade, da muss ich mich mit Korsett nicht so quälen, sonst könnte ich mich gleich unters Messer legen. Hätte ich Schmerzen und wären die mit Korsett weg, dann keine Frage!!! Ich bin in der jetzigen Situation auf jeden Fall gegen eine OP, aber sollten mir irgendwann mal Schmerzen das Leben zur Hölle machen, sähe ich das auch wieder anders. Würde das Korsett dann nichts bringen, dann würde ich mich glatt in Neustadt vorstellen. So ist es aber im Moment nicht, von daher kann Neustadt noch lange warten. Die Frage ist nur, wie lange ist vom Alter her eine OP noch möglich. Nicht, dass ich zu lange warte..... aber das ist wieder an anderes Thema und gehört nicht in diesen Thread.
Bommenate
ich drücke das Korsi auch etwas auseinander, aber trotzdem liege ich wie beim Schrothen auf Korrekturpolster, eben den Pelotten. Selbst das fand ich zu Anfang unangenehm und konnte es nicht lange aushalten. Ich liege dann auf jeden Fall besser, als ohne Korsett. So klappt natürlich nur die Rückenlage. Auf die Seite drehen nicht mehr wirklich, aber ist auch egal. Ich kann gut auf dem Rücken liegen. Inzwischen finde ich es im offenen Korsett echt angenehm. Am Anfang ziehe ich es zu, schlafe ein (auch schon ein Fortschritt), werde irgendwann wach (die längste Zeit war 1,5 Stunden) und mache es auf. Dann bleibe ich weiter so liegen. Ich hoffe, irgenwann mal aufzuwachen und es ist noch zu.
Hallo Klaus,
[equote="du hast geschrieben"]Prima, dass Du das mal so deutlich gesagt hast.
Ich hatte in einem anderen Post nach anderen gefragt, die in genau dieser Situation sind. [/equote]
Sorry, ich dachte, das wäre klar gewesen. Habe ich in meinem Thread eigentlich immer gesagt. War zu Anfang auch blöde, weil ich keine Schmerzen habe und füge sie mir mit Korsett zu. Deswegen trage ich es auch jetzt nicht mehr über Tag. Meine jetzige Lebensqualität wird dadurch beeinträchtigt. Mir reichen schon die hohen Grade, da muss ich mich mit Korsett nicht so quälen, sonst könnte ich mich gleich unters Messer legen. Hätte ich Schmerzen und wären die mit Korsett weg, dann keine Frage!!! Ich bin in der jetzigen Situation auf jeden Fall gegen eine OP, aber sollten mir irgendwann mal Schmerzen das Leben zur Hölle machen, sähe ich das auch wieder anders. Würde das Korsett dann nichts bringen, dann würde ich mich glatt in Neustadt vorstellen. So ist es aber im Moment nicht, von daher kann Neustadt noch lange warten. Die Frage ist nur, wie lange ist vom Alter her eine OP noch möglich. Nicht, dass ich zu lange warte..... aber das ist wieder an anderes Thema und gehört nicht in diesen Thread.
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Hallo Bommenate,
Für eine Korsett-Entscheidung sind in den allermeisten Fällen die Schmerzen das Hauptargument und wenn die eben nicht da sind, wird die Entscheidung für ein Korsett mit möglicherweise entsprechendem Verlust von Lebensqualität schon recht schwierig.
Gruss
Klaus
Ist wieder so einiges dazwischen gekommen, mein Röntgenbild zum Thema Spangenbildung kommt später.
Ich verfolge die Korsett-Diskussion nicht immer so intensiv in allen Posts, ich habe das deshalb als Aha-Erlebnis gesehen.Sorry, ich dachte, das wäre klar gewesen. Habe ich in meinem Thread eigentlich immer gesagt
Für eine Korsett-Entscheidung sind in den allermeisten Fällen die Schmerzen das Hauptargument und wenn die eben nicht da sind, wird die Entscheidung für ein Korsett mit möglicherweise entsprechendem Verlust von Lebensqualität schon recht schwierig.
Gruss
Klaus
Ist wieder so einiges dazwischen gekommen, mein Röntgenbild zum Thema Spangenbildung kommt später.
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Bommenate
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Werde ich machenSandy hat geschrieben:... dann schreib deinen Roman doch in unserem Thread weiter .
Ja, du hast vollkommen Recht!!! Es ist eine Gradwanderung. Ich habe halt zu Hören bekommen, dass jetzt eine OP gut wäre, aber das lehne ich ab. Die Alternative zum Halten des jetzigen Zustands ist eben das Nachtkorsett. Ich fand bzw. finde die Vorstellung, im Schlaf was für meinen Rücken zu tun, sehr gut. Von den Tragezeiten tagsüber habe ich mich ja inzwischen verabschiedet, da es meine Lebensqualität herabsetzt. Das ist eben meine Entscheidung und ich bin froh, dass ich das als Erwachsene so relaxt selbst bestimmen kann. DAS GILT NICHT FÜR TEENIES!!!! (sollten sich welche in diesen Thread verirrt haben!) Wobei nicht unbedingt die harte Schale Grund für die eingeschränkte Lebensqualität ist. Bei anderen fällts eigentlich nicht auf (huhu KarlsonKlaus hat geschrieben:Für eine Korsett-Entscheidung sind in den allermeisten Fällen die Schmerzen das Hauptargument und wenn die eben nicht da sind, wird die Entscheidung für ein Korsett mit möglicherweise entsprechendem Verlust von Lebensqualität schon recht schwierig.
Bommenate
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Hallo Bommenate,
Danke für Deine Infos, ich schätze bei mir liegt es einfach an der blöden Form der Krümmung (ein großer Bogen), dass ich entweder nur mit voll zugezogenem Korsi (wenn ich es relativ lasch schließe, drückt mein rechtes Becken die Lasche unterm Korsett raus und dann klemme ich mir den Speck ein - beim nächsten kommt die auf die andere Seite) oder besser ganz ohne, als mit offenem. Wenn ich auf dem Rücken mit offenen Korsi liege, stranguliere ich mich sonst evtl., auf der rechten Seite liegen geht gar nicht und auf der linken lege ich mich sonst voll in die Krümmung.
Na ja, dann heißt halt jedesmal etwas Zeit nehmen, bis es wieder die Nacht durch klappt.
Viele Grüße
Silas
Danke für Deine Infos, ich schätze bei mir liegt es einfach an der blöden Form der Krümmung (ein großer Bogen), dass ich entweder nur mit voll zugezogenem Korsi (wenn ich es relativ lasch schließe, drückt mein rechtes Becken die Lasche unterm Korsett raus und dann klemme ich mir den Speck ein - beim nächsten kommt die auf die andere Seite) oder besser ganz ohne, als mit offenem. Wenn ich auf dem Rücken mit offenen Korsi liege, stranguliere ich mich sonst evtl., auf der rechten Seite liegen geht gar nicht und auf der linken lege ich mich sonst voll in die Krümmung.
Na ja, dann heißt halt jedesmal etwas Zeit nehmen, bis es wieder die Nacht durch klappt.
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Hallo Bommenate,
Trotzdem könnte ich mich am ehesten mit einem Nachtkorsett anfreunden, bin mir aber nicht im Klaren darüber, welchen Vorteil das hat.
Man fällt natürlich nicht unbewusst in eine falsche Lage, die man tagsüber mit viel Disziplin in den Griff bekommen kann.
Andrerseits frage ich mich, ob man das nicht auch mit einer Bandage der weniger flexiblen Art hinbekommt, die man eigentlich nachts nun gerade nicht tragen soll.
Habe ja neulich beim OT Bernd eine LumboStar anprobiert, die mich so gestreckt hat, dass ich kaum noch eine Möglichkeit hatte, mich intensiv Schroth-mäßig weiter zu strecken.
Gruss
Klaus
Und bei mir hat noch keiner gesagt, dass so eine OP anstehen könnte!Bommenate hat geschrieben: Klaus hat folgendes geschrieben:
Für eine Korsett-Entscheidung sind in den allermeisten Fällen die Schmerzen das Hauptargument und wenn die eben nicht da sind, wird die Entscheidung für ein Korsett mit möglicherweise entsprechendem Verlust von Lebensqualität schon recht schwierig.
Ja, du hast vollkommen Recht!!! Es ist eine Gradwanderung. Ich habe halt zu Hören bekommen, dass jetzt eine OP gut wäre, aber das lehne ich ab.
Trotzdem könnte ich mich am ehesten mit einem Nachtkorsett anfreunden, bin mir aber nicht im Klaren darüber, welchen Vorteil das hat.
Man fällt natürlich nicht unbewusst in eine falsche Lage, die man tagsüber mit viel Disziplin in den Griff bekommen kann.
Andrerseits frage ich mich, ob man das nicht auch mit einer Bandage der weniger flexiblen Art hinbekommt, die man eigentlich nachts nun gerade nicht tragen soll.
Habe ja neulich beim OT Bernd eine LumboStar anprobiert, die mich so gestreckt hat, dass ich kaum noch eine Möglichkeit hatte, mich intensiv Schroth-mäßig weiter zu strecken.
Gruss
Klaus
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Bommenate
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Die Bandscheiben werden durch die Streckung im Korsett entlastet und können sich erholen. Über Tag werden sie schließlich enorm beansprucht. Ich schrothe eben nicht den ganzen Tag und bin nicht wirklich immer in absoluter Korrekturhaltung.Klaus hat geschrieben:Trotzdem könnte ich mich am ehesten mit einem Nachtkorsett anfreunden, bin mir aber nicht im Klaren darüber, welchen Vorteil das hat.
Du meinst also, dass man bewusst in eine falsche Lage fällt?!?!Klaus hat geschrieben:Man fällt natürlich nicht unbewusst in eine falsche Lage, die man tagsüber mit viel Disziplin in den Griff bekommen kann.
In einem nur etwas stützenden Korsett unterstützt du meines Erachtens nur die Muskeln, die mit der permanenten Aufrichtung überanstrengt sind. Die Bandscheiben werden damit bestimmt nicht entlastet. Meine Primärkorrektur im Korsett zeigt deutlich, dass sich meine LWS aufrichtet und dadurch den Bandscheiben mehr Platz lässt. Das schafft nur ein gut korrigierendes Korsett und keine Stütze.
Das Einzige, was ich blöde finde, dass das Korsi abends so ungemütlich kalt ist, wenn ich es anziehe.... bbrrr..... Es wird allerdings schnell warm und passt sich meiner Körpertemperatur an. Die Streckung, die ich im Korsett erfahre, empfinde ich inzwischen auch als angenehm. Das ist für mich eine Steigerung der Lebensqualität und tut mir gut. Über Tag ist es eben anders.
Bommenate
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Natürlich!Bommenate hat geschrieben:Du meinst also, dass man bewusst in eine falsche Lage fällt?!?! Ich denke, du meinst unbewusst.
Das scheint aber mein Hauptproblem zu sein.Bommenate hat geschrieben:In einem nur etwas stützenden Korsett unterstützt du meines Erachtens nur die Muskeln, die mit der permanenten Aufrichtung überanstrengt sind. Die Bandscheiben werden damit bestimmt nicht entlastet.
Nachdem das neueste MRT zeigt, dass es bezüglich Bandscheiben und Einengungen keine besonderen nervlichen Probleme gibt (der Neurochirurge hat sogar keine Veranlassung für einen Bericht an den überweisenden Orthopäden gesehen
Ich fange gerade bestimmte Therapien bezüglich meiner Myogelosen an und werde dazu im entsprechenden Post schreiben.
Es ist mir völlig klar, dass ich mit allen möglichen Argumenten eine Korsettversorgung von mir schiebe.
So ein Nachtkorsett wäre wahrscheinlich viel schneller bei mir entschieden, wenn es das vor Ort in einfacher Procedur geben würde.
Da es keinen Orthopäden, Neurochirurgen und jetzt auch Schmerztherapeuten gibt, der das verschreiben würde, nutzt mir auch kein OT Bernd, den ich durchaus damit testen würde. Immerhin wird mir immer klarer, wie so ein Korsett bei mir aussehen müsste. Es ist für mich sehr wichtig, so eine Konstruktion auch genau nachvollziehen zu können, weil ich "Geheimnisse" von OT's nicht akzeptieren möchte. Und solange keine Erfahrungen zu meiner tiefsitzenden Kyphose konkret nachzulesen sind, sperre ich mich noch in letzter Konsequenz, zumal ich in meinem Alter noch weiter von einer möglichen Korrektur entfernt bin.
Gruss
Klaus
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Hallo zusammen,
bezüglich der Spangenbildung und der bisherigen Diskussion würde ich jetzt ganz gern die Experten fragen, wie meine Situation bei einem möglichen Korsett aussehen könnte.
Kyphose-Scheitel BWS 11/12.

Würde mich sehr über Kommentare freuen, weil ich für mich das Fazit aus der langen Diskussion noch nicht ziehen konnte.
Gruss
Klaus
bezüglich der Spangenbildung und der bisherigen Diskussion würde ich jetzt ganz gern die Experten fragen, wie meine Situation bei einem möglichen Korsett aussehen könnte.
Kyphose-Scheitel BWS 11/12.

Würde mich sehr über Kommentare freuen, weil ich für mich das Fazit aus der langen Diskussion noch nicht ziehen konnte.
Gruss
Klaus
Hallo Klaus! Danke für dieses sehr interessante Röntgenbild. Auch wenn diese Spangen gar nicht gut aussehen, finde ich. Ich kenne mich damit auch nicht aus, aber von Karlson z.B. wissen wir ja, dass er seine beinahe versteifte Lendenwirbelsäule mit dem Korsett super behandeln konnte. Vielleicht kann er ja was dazu sagen.
Zum Korsett: du bist zwar kein Schmerzpatient, aber ich denke, dass man deine WS wohl trotzdem sehr sensiebel behandeln sollte. Würdest du im Falle eines Falles dein Korsett bei Rahmouni machen lassen? Ich frage, weil ich ja selbst bei ihm bin und das Gefühl hatte, dass er das Korsett, wenn man nur mit ihm redet auch dem jeweiligen Lebensstil anpassen kann. Es muss also nicht unbedingt eine starke Einschränkung oder knochenhart sein. Meines hat er bei meinem zweiten Besuch so "zurechtgerückt", dass ich prima damit leben kann und mich super eingepackt fühle.
Was Toni mal geschrieben hat, dass das Korsett beinahe eine Art "Trainingsgerät" sein kann, wenn man es aktiv benutzt, das unterstütze ich voll und ganz.
Meine Haltung ist jetzt schon besser gewordem weil ich ganz andere Muskelgruppen anspreche im Korsett. Außerdem hat sich mein Körpergefühl für die richtige Haltung wesentlich verbessert.
Ich glaube nicht, dass das Korsett eine Verschlechterung begünstigt, sofern man sich nicht ständig hängen lässt und somit ausschließlich verkürzte Strukturen aufdehnt. Das ist meine Meinung.
Deshalb ist hier auch meine Skepsis gegenüber ausschließlichen Nachtkorsetten. Wenn ich mich da immer nur passiv reinlege, dann wird zwar verkürztes gedehnt, aber überdehntes nicht verkürzt (gestärkt), wie es zum Beispiel beim Sitzen geschehen würde. Ich kann mir vorstellen, dass da die Gefahr schon größer ist, die WS nur zu mobilisieren.
Bitte seht es mir nach, wenn ich etwas wiederhohlt haben sollte, aber ich konnte leider nicht alles lesen, hohl ich aber nach.
Grüße an alle.
Zum Korsett: du bist zwar kein Schmerzpatient, aber ich denke, dass man deine WS wohl trotzdem sehr sensiebel behandeln sollte. Würdest du im Falle eines Falles dein Korsett bei Rahmouni machen lassen? Ich frage, weil ich ja selbst bei ihm bin und das Gefühl hatte, dass er das Korsett, wenn man nur mit ihm redet auch dem jeweiligen Lebensstil anpassen kann. Es muss also nicht unbedingt eine starke Einschränkung oder knochenhart sein. Meines hat er bei meinem zweiten Besuch so "zurechtgerückt", dass ich prima damit leben kann und mich super eingepackt fühle.
Was Toni mal geschrieben hat, dass das Korsett beinahe eine Art "Trainingsgerät" sein kann, wenn man es aktiv benutzt, das unterstütze ich voll und ganz.
Meine Haltung ist jetzt schon besser gewordem weil ich ganz andere Muskelgruppen anspreche im Korsett. Außerdem hat sich mein Körpergefühl für die richtige Haltung wesentlich verbessert.
Ich glaube nicht, dass das Korsett eine Verschlechterung begünstigt, sofern man sich nicht ständig hängen lässt und somit ausschließlich verkürzte Strukturen aufdehnt. Das ist meine Meinung.
Deshalb ist hier auch meine Skepsis gegenüber ausschließlichen Nachtkorsetten. Wenn ich mich da immer nur passiv reinlege, dann wird zwar verkürztes gedehnt, aber überdehntes nicht verkürzt (gestärkt), wie es zum Beispiel beim Sitzen geschehen würde. Ich kann mir vorstellen, dass da die Gefahr schon größer ist, die WS nur zu mobilisieren.
Bitte seht es mir nach, wenn ich etwas wiederhohlt haben sollte, aber ich konnte leider nicht alles lesen, hohl ich aber nach.
Grüße an alle.
~ ehemals Ulaschatz ~
- Klaus
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Hallo zusammen,
es geht mir ja bei der Diskussion um die Geschichte mit dem Aufbrechen der Spangen und der anschliessenden Situation beim Unterbrechen oder langfristgen Ablegen des Korsetts, aus welchen Gründen auch immer.
Das ist ja auch der Ansatz von Dr. Steffan.
Ich wollte jetzt mal ein praktisches Beispiel einbringen und die Meinung dazu hören, unabhängig davon, was wer in dieser wirklich langen und komplizierten Diskussion gesagt hat.
Jedenfalls mir geht es so, dass Wiederholungen von bisherigen Aussagen anhand dieses Beispiels wirklich hilfreich wären.
Also insgesamt denke ich, dass eine wirkliche Korsettkorrektur Druck auf die Wirbelsäule nach oben und damit auch auf die Bandscheiben ausüben wird (Ausgleich des anschliessenden Flachrückens bei unauffälliger Brust!). Je nachdem, wie dieser Widerstand aussieht (abzüglich Extensionskräfte), wird parallel dazu der Druck auf die Spangen entsprechend hoch ausfallen und sie höchstwahrscheinlich aufbrechen.
Gucke ich mir dann die Wirbelstruktur an, so wird schnell klar, dass dann ein Korsett ständig getragen werden muss, weil die Muskulatur mit so einer Situation allein wohl nicht fertig wird.
Und ganz entscheidend, was passiert, wenn das Muskeltraining aus allgemein physischen Gründen nicht mehr so intensiv betrieben werden kann, wie man das eigentlich gern möchte?
Was passiert, wenn das Korsett aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr getragen werden kann?
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass dann im Notfall eine Bandage den nötigen Halt geben könnte und besser akzeptiert wird.
Dr. Steffan hat mir im April erklärt, dass diese Spangenbildung eine Reaktion des Körpers ist, den weiteren "Zusammenbruch" zu verhindern, was durchaus logisch ist. Zusammen mit meiner hohen Gesamtbeweglichkeit durchaus ein zu akzeptierender Zustand.
Also bleibt für mich die Frage, komme ich mit einer Korrektur in einen schlechteren Zustand als vorher (die Diskussion), oder kann ich den jetzigen Zustand mit einer härteren Bandage halten?
Ist das Halten eines Zustandes eigentlich immer mit einer nötigen Korrekturwirkung verbunden?
Gruss
Klaus
es geht mir ja bei der Diskussion um die Geschichte mit dem Aufbrechen der Spangen und der anschliessenden Situation beim Unterbrechen oder langfristgen Ablegen des Korsetts, aus welchen Gründen auch immer.
Das ist ja auch der Ansatz von Dr. Steffan.
Ich wollte jetzt mal ein praktisches Beispiel einbringen und die Meinung dazu hören, unabhängig davon, was wer in dieser wirklich langen und komplizierten Diskussion gesagt hat.
Jedenfalls mir geht es so, dass Wiederholungen von bisherigen Aussagen anhand dieses Beispiels wirklich hilfreich wären.
Dieses Gefühl hatte ich ja beim Probieren der LumboStar Bandage auch.ulaschatz hat geschrieben:Es muss also nicht unbedingt eine starke Einschränkung oder knochenhart sein. Meines hat er bei meinem zweiten Besuch so "zurechtgerückt", dass ich prima damit leben kann und mich super eingepackt fühle.
Auf meine Situation bezogen, bedeutet das ein intensives Bauchmuskeltraining, denn alles andere relevante ist bei mir verkürzt.Deshalb ist hier auch meine Skepsis gegenüber ausschließlichen Nachtkorsetten. Wenn ich mich da immer nur passiv reinlege, dann wird zwar verkürztes gedehnt, aber überdehntes nicht verkürzt (gestärkt),
Also insgesamt denke ich, dass eine wirkliche Korsettkorrektur Druck auf die Wirbelsäule nach oben und damit auch auf die Bandscheiben ausüben wird (Ausgleich des anschliessenden Flachrückens bei unauffälliger Brust!). Je nachdem, wie dieser Widerstand aussieht (abzüglich Extensionskräfte), wird parallel dazu der Druck auf die Spangen entsprechend hoch ausfallen und sie höchstwahrscheinlich aufbrechen.
Gucke ich mir dann die Wirbelstruktur an, so wird schnell klar, dass dann ein Korsett ständig getragen werden muss, weil die Muskulatur mit so einer Situation allein wohl nicht fertig wird.
Und ganz entscheidend, was passiert, wenn das Muskeltraining aus allgemein physischen Gründen nicht mehr so intensiv betrieben werden kann, wie man das eigentlich gern möchte?
Was passiert, wenn das Korsett aus gesundheitlichen oder anderen Gründen nicht mehr getragen werden kann?
Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass dann im Notfall eine Bandage den nötigen Halt geben könnte und besser akzeptiert wird.
Dr. Steffan hat mir im April erklärt, dass diese Spangenbildung eine Reaktion des Körpers ist, den weiteren "Zusammenbruch" zu verhindern, was durchaus logisch ist. Zusammen mit meiner hohen Gesamtbeweglichkeit durchaus ein zu akzeptierender Zustand.
Also bleibt für mich die Frage, komme ich mit einer Korrektur in einen schlechteren Zustand als vorher (die Diskussion), oder kann ich den jetzigen Zustand mit einer härteren Bandage halten?
Ist das Halten eines Zustandes eigentlich immer mit einer nötigen Korrekturwirkung verbunden?
Gruss
Klaus
