Hilfe-Beschwerden im LWS Bereich

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Ela59
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Hilfe-Beschwerden im LWS Bereich

Beitrag von Ela59 »

Hallo liebe User und Leser,

ich bin nach vielem suchen hier auf dieses Forum gestoßen und hoffe das man mir hier helfen kann, und das ich vielleicht auch dem einen oder anderen einen rat oder Tip geben kann.

Hier erstmal meine Geschichte.

Im Oktober 1983 wurde ich wegen meiner Skoliose operiert und mir wurde ein Harrington Stab eingesetzt. Vor der OP hatte ich 68 Grad danach waren es noch 43.
Die Op verlief problemlos, und und kam sehr gut mit allen zurecht.Arbeiten konnte ich auch wieder. Meine Kinder wurden 1987 und !991 geboren und mit Kaiserschnitt entbunden. Schwangerschaft und Geburt verliefen problemlos.
Ich hatte zwar durch die belastung der Kinder öfter Schmerzen im LW- Bereich, aber das kam nur von der Überlasteung durch das Tragen und Versorgen der Kinder und des Haushaltes.. Sobald ich etwas Ruhe bekam ließen auch die Schmerzen nach und es ging mir wieder gut. Seit etwa sechs Jahren nehmen die probleme aber zu.

Es gab Zeiten das wurde sogar der Gang zur Toilette ein Problem, weil ich durch Blockaden, Hexenschüsse und Bandscheibenvorfälle mich kaum bewegen konnte.

Während dieser Zeit, bekam ich Spritzen, Medikamente (Voltaren Resinat und Ortoton Tabletten) und auch schonmal Infusionen.
Einmal wurde eine Computertomographie gemacht.
Es hat zwar je nach Stärke der Beschwerden mal länger oder kürzer gedauert bis die Schmerzen weggingen, aber danach war ich wieder völlig beschwerdefrei über Wochen oder sogar Monate hinweg.

Zur Zeit ist es aber anders, und jetzt komm ich auf den Punkt meiner Fragen.

Es ist jetzt so, das ich jeden Tag damit rechnen muss Schmerzen zu haben, mal mehr mal weniger, ich weiß nie ob ich z.B. am nächsten Tag fit genug bin um einen längeren Stadtbummel zu machen, so das es immer schwer ist überhaupt etwas zu planen.

Und zwar sind die Scherzen nicht dort wo der harrington Stab sitzt sondern im LWS Bereich und zrwa ausschließlich auf der rechten Seite.
Es fühlt sich an als wäre dort die gesammte Muskulatur verkrampft und verhärtet. Es reißt in den Muskeln, brennt manchmal, und zeitweise hab ich auch das Gefühl jemand sticht mit dem Messer rein.
Was dagegen hilft ist auch verschieden...manchmal tut Bewegung gut, manchmal sitzen und liegen mit etwas stehen im Wechsel.

Meine Tabletten (Voltaren Resinat und Ortoton) nehm ich immer noch wenn es besonders schlimm wird.
Oder ich geh zu meinem Orthopäden der mir dann zwei Spritzen gibt. Danach geht es wieder besser.

In den Zeiten wo es mir gut geht geh ich einmal wöchentlich zur Massage und mach auch einmal wöchtlich med. Muskelaufbautraining an Geräten in einer physioterapeutischen Praxis. Zusätzlich unregelmäßig Übungen zu Hause und nordic Walking.

Morgens wenn ich aufsteh hab ich das gefühl im Rücken ist alles schwammig und ich bekomm jeden Moment nen hexenschuss. Ich beweg mich dann ganz vorsichtig und brauch manchmal bis zu zwei Stunden bevor ich das Gefühl habe das alles in Ordnung ist und ich meinem Haushalt erledigen kann.
Manchmal hört diesen schwammige Gefühl aber gar nicht auf, dafür ist es am nächsten Tag total verschwunden und ich kann etwa ne halbe Stunde nach dem aufstehen mit der Tagesordnung beginnen.

Meine Masseuse meint es liegt am Wetter und das durch evtl. Kälte und Feuchtigkeit meine Probleme entstehen. ich bin aber extra immer warm und trocken gekleidet, besonders im Rücken achte ich sehr darauf.
Mein Arzt weiß darauf gar keinen Rat und empfiehlt halt immer die Tabletten und die Spritzen.

Wodurch entsteht dieses auf und ab jeden Tag, wieso ist es einmal so das ich Bäume pflücken könnte und am nächsten Tag kaum in der Lage bin den Staubsauger zu bedienen.
Wieso verkrampft sich meine Muskulatur ständig, ich nehm schon Magnesium zur Nahrungmittelergänzung.

Ich bin jetzt 47 Jahre alt, und arbeite nicht mehr in meinem Beruf als Touristikberaterin bei der Bahn sondern bin ausschließlich zu Hause.

Kann mir bitte jemand eine Rat geben, oder weiß jemadn an wen ich mich wenden kann damit es wieder besser wird und sich alles stabilisiert.

Danke fürs lesen
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Silas
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Schroth KG

Beitrag von Silas »

Hallo Ela,

vereinbare einen Termin bei Dr. Hoffmann in Leonberg, um alles abklären zu lassen, wenn einer Dir helfen kann, dann er.

Viele Grüße
Silas
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(Stephen Hawking)
holly-dolly

karin

Beitrag von holly-dolly »

Hallo,habe soeben deinen Bericht gelesen und du sprichst mir von der Seele.Habe das gleiche Problem wurde jedoch schon 1981 in Bad Wildungen operiert,gleiche Methode,habe auch zwei Kids per Kaiserschnitt und arbeite nur noch Stundenweise von zu Hause aus.Gleiche Medikamente.War erst vor kurzem in Damp,und danach in Neustadt Ostsee.Von Valoron wurde mir dort abgeraten. Habe jetzt einen Termin zur Stufendiagnostik in Neustadt am 19.01.2006 ging recht schnell mit dem Termin.Da man aufgrund des Harrington kein MRT machen kann wird jetzt alles genauestens Untersucht.Hoffe man kann mir dort helfen.Die Orthopäden hier sind absolut unfähig eine vernünftige diagnose zu stellen und ewig Krankengym.(´bringt überhaupt nichts) und Medikamente (machen ziemlich duselig) ist Nervig auf die Dauer und helfen nicht wirklich.Übrigens bin 40 Jahre.
Papiertigerlein
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Beitrag von Papiertigerlein »

Hallo,
erst mal herzlich willkommen und ... du sprichst die gleichen Symptome an. Mal ist es wirklich ganz prima (naja, fast ganz prima) - im nächsten Moment weiß ich vor Schmerzen nicht mehr ob ich Männlein oder Weiblein bin. Ich bin vor 25 und 27 Jahren operiert worden - bin mittlerweile 40 Jahre. Was ich vermute ist, dass damals die Methoden ja noch nicht so ausgereift waren und wir jetzt die "Spätfolgen" zu tragen haben. Das mit dem schwammigen Gefühl äußert sich bei mir darin, dass ich denke, mein Rücken bricht durch und ich ganz ganz vorsichtig laufe und jede Erschütterung vermeide. Zum anderen habe ich wechselseitige Schmerzen, im Moment habe ich Probleme beim Liegen in der linken Seite - ausstrahlend noch oben und unten - manchmal sogar bis in den Bauch.

Tja, wir Oldies - wir sind schon wer. Deshalb habe ich auch einen Termin bei Dr. Hoffmann in Leonberg gehabt - kann ich nur empfehlen. Er war sehr kompetent und freundlich, hat mir aber unmissverständlich gesagt, was Sache ist (leider). Nun ringe ich mit einer neuerlichen Operation bzw. ob ich sie machen lasse oder nicht.

Also, halt die Ohren steif - geh zu Dr. Hoffmann - der Weg lohnt sich wirklich.

Liebe Grüße

Papiertigerlein
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ICH BRAUCH KAFFEE!!
chary

Beitrag von chary »

Hallo,

ich bin 1982 in Münster operiert worden. Ich hatte vor ca. 2 jahren erstmals Probleme in der LWS. Nachdem kein Arzt mehr weiterwusste, war ich bei einer Therapeutin, die Cranio Sakrale/Osteopatie anwendet. Seitdem bin ich so gut wie beschwerdefrei und kann ohne Probleme meinen Alltag bewältigen. Ich kann es nur jedem empfehlen, dies auszuprobieren ! Viele Grüße
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Ela59
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Beitrag von Ela59 »

Huch....hier sind ja noch ein paar Beiträge dazu gekommen...hatte ich schon gar nicht mehr mit gerechnet....danke erstmal.

@chary
was ist eine Cranio Sakrale /Osteopatie, ich hab den Begriff noch nie gehört...kannst du das etwas näher erklären?

@Papiertigerlein

was soll denn bei einer neuen OP gemacht werden?

Zur Zeit bin ich stabil, und hab gar keine Schmerzen. Sogar morgens nach dem Aufstehen geht es relativ schnell das ich mich normal bewegen kann. Bild Diesen Zustand hätte ich gerne auf Dauer :D

Ich habe vor zusammen eine Kur in Sobi zu machen.
Meine Tochter war im November dort, bekommt jetzt ein Korsett und muss im kommenden Jahr nochmal nach Sobi. Ich will versuchen mit ihr zusammen dort einen Termin zu bekommen.
Und unabhängig davon werd ich mal überlegen ob ich nicht tatsächlich mal einen Termin bei Dr. Hoffmann vereinbare.
Ist halt nur so weit weg von uns.
Na mal sehen ..muss da erstmal mit meinem Mann drüber reden.
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Eva
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Beitrag von Eva »

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Beitrag von Silas »

Hallo Evi,

das kann zwar helfen, man sollte aber zunächst abklären, was hinter den Schmerzen stecken könnte, bevor man undifferenziert drauf los behandelt.

Das wichtigste ist es, bei einem kompetenten Orthopäden wie Dr. Hoffmann eine saubere Diagnose zu stellen. Hinter solchen Beschwerden könnte alles Mögliche stecken, harmlose Muskelverspannungen, aber auch Flatbacksyndrom, Pseudathrosen, degenerative Prozesse, Stabbruch.

Das muss abgeklärt werden und zwar so schnell wie möglich.

Viele Grüße
Silas
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