Hallo zusammen,
das Thema Formetric Vermessung im Vergleich zu Röbis ist in dem Post "Reise nach Stuttgart" untergegangen.
Wirbelwind hatte folgendes geschrieben:
Röntgenergebnisse: Kyphose 55°, Lordose 64° ;
Formetric-Vermessung: Kyphose 67°, Lordose 69°
An die Experten:
Gibt es eigentlich bei den Winkelangaben immer so drastische Unterschiede zwischen Röntgen und Formetric Aufnahmen?
Bei meiner besonderen Situation hat das Dr.Steffan mit eben dieser Situation erklärt.
Röntgen Kyphose 50 Grad
Formetric Kyphose 65,4 Grad (max)
Gruss
Klaus
Formetric-Vermessung und Röntgenbilder
- Silas
- Profi

- Beiträge: 3067
- Registriert: Sa, 06.11.2004 - 23:34
- Geschlecht: weiblich
- Therapie: Rahmouni Korsett
Schroth KG
Hallo Klaus,
das die Unterschiede bei den Kyphose- und Lordosewerten ebenfalls so erheblich sind, hat mich jetzt wirklich überrascht.
Eigentlich sollte bei der Formetric-Vermessung einer zweidimensionalen Deformität, welche sich meist auch von außen her recht gut beurteilen lässt - Toni schafft es regelmäßig, die Werte haargenau zu schätzen - halbwegs entsprechend der röntgenologischen Befunde abbilden.
Was mir bisher bekannt war ist, dass es bei dreidimensionalen Deformitäten, wie es bei Skoliosen der Fall ist, extreme Abweichungen gibt.
Das erscheint mir auch plausibel in Anbetracht der Tatsache, dass per Formetric lediglich die Körperoberfläche sensorisch abgetastatet wird und man über die daraus entstehende dreidimensionale Projektion versucht, Rückschlüsse auf das "Innenleben" zu ziehen.
Wenn man sich den Rücken von Skoliose-Patienten ansieht, so ist es extrem schwierig, vom äußerlichen Befund Rückschlüsse auf die Gradzahlen zu ziehen, selbst erfahrene Orthopäden schaffen das nicht.
Selbst Gewichtsänderungen können die Formetricergebnisse nachhaltig beeinflussen.
Auf Stonis Homepage findet man z. B. Rückenbilder von Skoliosen ähnlicher und verschiedener Gradzahlen und Krümmungsbilder, wobei - zumindest nach meinem Empfinden - sich nicht in jedem Fall nach dem äußerden Befund Rückschlüsse auf die WS-Verkrümmung ziehen lassen.
Ihr könnt Euch selbst davon überzeugen:
http://www.skoliose-op.info/frameseite_ ... infos.html
Das Formetric ist ja auch nur ein besseres "Auge" und somit ist für mich zumindest bei Skoliosen die Abweichung keine Überraschung.
Dennoch halte ich es für eine gute Ergänzung zum Röntgen, da in den meisten Fällen eine strahlenfreie Verlaufskontrolle möglich ist - Abweichungen lassen sich nämlich sehr wohl darstellen. Bei Patienten mit guten Korsetten habe ich allerdings schon von zu positiven Ergebnissen gehört, da ein Korsett nicht nur den Bewegungsapparat formt, sondern auch Auswirkungen auf Fett- und Bindegewebe hat.
Deshalb halte ich Röntgen immer noch für unverzichtbar, aber eben reduzierbar.
Viele Grüße
Silas
das die Unterschiede bei den Kyphose- und Lordosewerten ebenfalls so erheblich sind, hat mich jetzt wirklich überrascht.
Eigentlich sollte bei der Formetric-Vermessung einer zweidimensionalen Deformität, welche sich meist auch von außen her recht gut beurteilen lässt - Toni schafft es regelmäßig, die Werte haargenau zu schätzen - halbwegs entsprechend der röntgenologischen Befunde abbilden.
Was mir bisher bekannt war ist, dass es bei dreidimensionalen Deformitäten, wie es bei Skoliosen der Fall ist, extreme Abweichungen gibt.
Das erscheint mir auch plausibel in Anbetracht der Tatsache, dass per Formetric lediglich die Körperoberfläche sensorisch abgetastatet wird und man über die daraus entstehende dreidimensionale Projektion versucht, Rückschlüsse auf das "Innenleben" zu ziehen.
Wenn man sich den Rücken von Skoliose-Patienten ansieht, so ist es extrem schwierig, vom äußerlichen Befund Rückschlüsse auf die Gradzahlen zu ziehen, selbst erfahrene Orthopäden schaffen das nicht.
Selbst Gewichtsänderungen können die Formetricergebnisse nachhaltig beeinflussen.
Auf Stonis Homepage findet man z. B. Rückenbilder von Skoliosen ähnlicher und verschiedener Gradzahlen und Krümmungsbilder, wobei - zumindest nach meinem Empfinden - sich nicht in jedem Fall nach dem äußerden Befund Rückschlüsse auf die WS-Verkrümmung ziehen lassen.
Ihr könnt Euch selbst davon überzeugen:
http://www.skoliose-op.info/frameseite_ ... infos.html
Das Formetric ist ja auch nur ein besseres "Auge" und somit ist für mich zumindest bei Skoliosen die Abweichung keine Überraschung.
Dennoch halte ich es für eine gute Ergänzung zum Röntgen, da in den meisten Fällen eine strahlenfreie Verlaufskontrolle möglich ist - Abweichungen lassen sich nämlich sehr wohl darstellen. Bei Patienten mit guten Korsetten habe ich allerdings schon von zu positiven Ergebnissen gehört, da ein Korsett nicht nur den Bewegungsapparat formt, sondern auch Auswirkungen auf Fett- und Bindegewebe hat.
Deshalb halte ich Röntgen immer noch für unverzichtbar, aber eben reduzierbar.
Viele Grüße
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
(Stephen Hawking)
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