Operation in Tübingen
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mangala
Operation in Tübingen
Hallo, ich bin neu hier. Ende September werde ich in der Uniklinik Tübingen bei Dr. Niemeyer operiert. Meine Diagnose ist: Drehgleiten L1/L2, L2/L3 sowie L3/L4 bei rechtskonvexer Lumbalskoliose mit einem Cobb-Winkel von 52 Grad. Hat jemand Erfahrungen bei Dr. Niemeyer gemacht? Gruß von Mangala.
- Dalia
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- Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Hallo Mangala,
über Dr. Niemeyer gibt es hier ein paar Beiträge, probiere es mal mit der Suchfunktion und klicke unten links als Option "Beiträge" an.
Aber mal eine Frage am Rand: Was ist der Grund, dass du dich operieren lassen möchtest? Beschwerden, sehr ungünstige Optik? Bist du über 20 (was ich vermute)?
Hast du schon über eine konservative Behandlung mittels Korsett und Krankengymnastik nach Schroth nachgedacht? Oder ist die OP fest beschlossene Sache?
Sicher hilft dir auch das Skoliose-OP-Forum bei deinen Fragen. Micha aus diesem Forum z.B. wurde in Tübingen operiert, er hat eine Homepage:
http://www.terra-bandits.de/Startseite/startseite.html
Dalia
über Dr. Niemeyer gibt es hier ein paar Beiträge, probiere es mal mit der Suchfunktion und klicke unten links als Option "Beiträge" an.
Aber mal eine Frage am Rand: Was ist der Grund, dass du dich operieren lassen möchtest? Beschwerden, sehr ungünstige Optik? Bist du über 20 (was ich vermute)?
Hast du schon über eine konservative Behandlung mittels Korsett und Krankengymnastik nach Schroth nachgedacht? Oder ist die OP fest beschlossene Sache?
Sicher hilft dir auch das Skoliose-OP-Forum bei deinen Fragen. Micha aus diesem Forum z.B. wurde in Tübingen operiert, er hat eine Homepage:
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Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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verena1983
hallo mangala,
mein name ist verena und ich wurde vor dreieinhalb jahren in tuebingen in der uniklinik operiert. damals wurde ich nicht von dr. niemeyer operiert. ich hab keine ahnung mehr wie mein arzt hiess. allerdings war er schon aelter, deswegen weiss ich auch nicht, ob er noch operiert. der name niemeyer sagt mir allerdings was. vielleicht war er damals stationsarzt oder so.
gruss verena
mein name ist verena und ich wurde vor dreieinhalb jahren in tuebingen in der uniklinik operiert. damals wurde ich nicht von dr. niemeyer operiert. ich hab keine ahnung mehr wie mein arzt hiess. allerdings war er schon aelter, deswegen weiss ich auch nicht, ob er noch operiert. der name niemeyer sagt mir allerdings was. vielleicht war er damals stationsarzt oder so.
gruss verena
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
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2 Rahmouni´s
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Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Mangala
Dr. Niemayer war früher die "rechte Hand" von Prof. Halm in Neustadt.
Ich rate Dir aber DRINGEND, daß Du Dich für eine Zweitmeinung und zur Sicherheit an Dr. Hoffmann in Leonberg für eine Beratung wendest!
Wenn Tübingen wirklich 100% empfehlenswert wäre, so würde Dr. Hoffmann seine OP-Patienten lieber in die nahegelegene Uniklinik Tübingen überweisen satt in das 800 km entfernte Neustadt! Er hat einige gute Gründe und Erfahrungen, warum er Patienten weder nach Karlsbad/Langensteinbach, an die Uniklinik Heidelberg noch nach Tübingen überweist! (Obwohl diese nähergelegenen Kliniken alle sehr bekannte WS-Chirurgen haben).
Bei soviel Drehgleitwirbel wie bei Dir wird eine konservative Therapie vermutlich nicht mehr fruchten.
hast Du abgeklärt, ob bei Dir auch das ISG mit versteift werden muss und ob und wie lange Du nach der OP ein eventuelles "Sitzverbot" einhalten musst? Niemeyer benutzt normalerweise auch das HZI. Wird das auch in Deinem Fall verwendet?
Viele lumbal Operierte in Neustadt erhalten zur Nachbehandlung ein Korsett, ein B.O.B. (Boston-Overlap-brace) Ist das auch bei Dir vorgesehen? Wie lange nach der OP musst Du das Korsett tragen?
Hast Du das alles schon abgeklärt?
Gruß Toni
Dr. Niemayer war früher die "rechte Hand" von Prof. Halm in Neustadt.
Ich rate Dir aber DRINGEND, daß Du Dich für eine Zweitmeinung und zur Sicherheit an Dr. Hoffmann in Leonberg für eine Beratung wendest!
Wenn Tübingen wirklich 100% empfehlenswert wäre, so würde Dr. Hoffmann seine OP-Patienten lieber in die nahegelegene Uniklinik Tübingen überweisen satt in das 800 km entfernte Neustadt! Er hat einige gute Gründe und Erfahrungen, warum er Patienten weder nach Karlsbad/Langensteinbach, an die Uniklinik Heidelberg noch nach Tübingen überweist! (Obwohl diese nähergelegenen Kliniken alle sehr bekannte WS-Chirurgen haben).
Bei soviel Drehgleitwirbel wie bei Dir wird eine konservative Therapie vermutlich nicht mehr fruchten.
hast Du abgeklärt, ob bei Dir auch das ISG mit versteift werden muss und ob und wie lange Du nach der OP ein eventuelles "Sitzverbot" einhalten musst? Niemeyer benutzt normalerweise auch das HZI. Wird das auch in Deinem Fall verwendet?
Viele lumbal Operierte in Neustadt erhalten zur Nachbehandlung ein Korsett, ein B.O.B. (Boston-Overlap-brace) Ist das auch bei Dir vorgesehen? Wie lange nach der OP musst Du das Korsett tragen?
Hast Du das alles schon abgeklärt?
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
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mangala
OP in Tübingen
Danke für die Antworten. Ich bin 47 Jahre und eine Korsett-Therapie kommt nicht in Frage. Habe auch ein Zweitmeinung, OP ist nötig, da ich seit Jahren Schmerzpatientin bin und nicht mehr arbeiten kann. Seit 1995 bin ich erwerbsunfähig. Kann nur noch unter Schmerzen sitzen, habe eine funktionelle Beinverkürzung, nach einem schweren Autounfall auch noch ein künstliches Hüftgelenk. Ich habe mich nach langem Überlegen für die OP entschlossen. Hier im Bayerischen Raum gibt es keine gute Alternative, und da ich gebürtige Baden-Württembergin bin, habe ich mich für Tübingen entschieden (Heimatgefühle, Verwandtschaft in Stuttgart, Ludwigsburg). Das ist wichtig für mich, da ich den seelischen Beistand brauche. Ich wohne in München und bin solo und kinderlos, deshalb auf mich allein gestellt. Zur Zeit habe noch keine Angst vor der OP, da ich im Vorfeld so viel zu erledigen habe: Genehmigung von der Krankenkasse, Eigenblutspende, Thorax-Aufnahmen, EKG, Versorgung meine Wohnung während meiner Abwesenheit,... Das ist nicht ganz einfach, da mir einmal die Schmerzen immer wieder ein Strich durch die Rechnung machen und ich auch keine Autofahrerin bin. Manche Wege sind halt ziemlich lang, von Wartezeiten im Sitzen gar nicht zu reden. Ich bin sonst kein Jammertyp, aber es tut gut, mal darüber zu reden. Vielleicht versteht mich ja jemand. Was mich, so banal es klingt, interssiert, ist: Was brauche ich im Krankenhaus. Handtücher, Sportkleidung, besser Schlafanzug oder Nachthemd (die OP wird ventral gemacht),... Wie lange bin ich nach der OP "geschwächt"? Ein Korsett soll ich nicht brauchen, es ist vorgesehen, daß ich nach 2 Wochen, maximal 3 Wochen entlassen werde. So, jetzt kann ich nicht mehr sitzen. Freue mich auf Antworten. Danke, Mangala.
- Toni
- Profi

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Re: OP in Tübingen
Deine Entscheidung FÜR OP steht außer Zweifel.mangala hat geschrieben:Danke für die Antworten. Ich bin 47 Jahre und eine Korsett-Therapie kommt nicht in Frage. Habe auch ein Zweitmeinung, OP ist nötig, da ich seit Jahren Schmerzpatientin bin und nicht mehr arbeiten kann. Seit 1995 bin ich erwerbsunfähig. Kann nur noch unter Schmerzen sitzen, habe eine funktionelle Beinverkürzung, nach einem schweren Autounfall auch noch ein künstliches Hüftgelenk. Ich habe mich nach langem Überlegen für die OP entschlossen.
Das seh ich auch so. höchstens noch das BHZ Vogtagreuth, hat aber bisher keine besonders guten Kritiken bei uns und in den diversen Foren.mangala hat geschrieben:Hier im Bayerischen Raum gibt es keine gute Alternative,
Da sollten nicht die "Heimatgefühle" entscheiden, sondern der Operateur ist wichtig. Dr. Niemeyer ist sicher einer der derzeit besten und engagiertesten.mangala hat geschrieben: und da ich gebürtige Baden-Württembergin bin, habe ich mich für Tübingen entschieden (Heimatgefühle, Verwandtschaft in Stuttgart, Ludwigsburg). Das ist wichtig für mich, da ich den seelischen Beistand brauche.
Auch wenn Du nach 3-4 Wochen entlassen wirst, bist Du möglicherweise nachher ein echter Pflegefall! Du wirst Dich auch ein paar Wochen nach der OP keinesfalles selbst versorgen können! Du wirst nach der OP nicht mal einen Kochtopf aus einem Unterschrank Deiner Küche holen konnen, geschweige denn putzen, spülen, Waschmaschine ein- und ausräumen, einkaufen, Taschen tragen. Ich kenne Operierte die noch nach Monaten auf eine Haushaltshilfe angewiesen sind! Hast Du das VORHER geklärt, wenn Du alleine lebst?mangala hat geschrieben: Ich wohne in München und bin solo und kinderlos, deshalb auf mich allein gestellt.
Schlafanzug erst kurz bevor Du wieder entlassen wirst. Ein Bademantel ist wichtig, Hausschuhe die zwar fest am Fuß sitzen, aber zu denen man sich trotzdem NICHT bücken muss, um sie anzuziehen, wenn man z.B. für die ersten Gehübungen nach OP aufstehen muss. Eventuell ein Trainingsanzug, wenn Dir jemand hilft in die Hose reinzusteigen, was nach der OP gar nicht sooo einfach ist.mangala hat geschrieben:Zur Zeit habe noch keine Angst vor der OP, da ich im Vorfeld so viel zu erledigen habe: Genehmigung von der Krankenkasse, Eigenblutspende, Thorax-Aufnahmen, EKG, Versorgung meine Wohnung während meiner Abwesenheit,... Das ist nicht ganz einfach, da mir einmal die Schmerzen immer wieder ein Strich durch die Rechnung machen und ich auch keine Autofahrerin bin. Manche Wege sind halt ziemlich lang, von Wartezeiten im Sitzen gar nicht zu reden. Ich bin sonst kein Jammertyp, aber es tut gut, mal darüber zu reden. Vielleicht versteht mich ja jemand. Was mich, so banal es klingt, interssiert, ist: Was brauche ich im Krankenhaus. Handtücher, Sportkleidung, besser Schlafanzug oder Nachthemd (die OP wird ventral gemacht),...
Das kommt darauf an... die Operierten die ich kenne 35 und 45 jahre und einige mehr, sind noch nach 6 Monaten nach der OP nicht in der Lage länger als 1- max. 2 Stunden leichte Hausarbeiten zu verrichten, geschweige denn daß sie auch nur annähernd arbeits oder Reha-Fähig wären!mangala hat geschrieben:Wie lange bin ich nach der OP "geschwächt"?
Das musst Du unbedingt ganz genau klären!!!mangala hat geschrieben: Ein Korsett soll ich nicht brauchen, es ist vorgesehen, daß ich nach 2 Wochen, maximal 3 Wochen entlassen werde.
Die meisten lumbal operierten in Neustadt bekommen nach der OP zur Stabilisierung ein B.O.B!
Auch Micha hat in Tübingen nach der OP für viele Monate eine Art Stütz-Cheneau bekommen, obwohl er überhaupt nicht mit einer Korsett-Nachbehandlung gerechnet hat und auch vorher nits darüber wusste.
Aber viele Operierte fühlen sich MIT postoperativem Korsett sicherer als ohne! Das kann auch eine gute Hilfe sein.
Geh doch auch mal in das Forum von Stonewoman, da sind noch viel mehr Operierte als bei uns:mangala hat geschrieben: So, jetzt kann ich nicht mehr sitzen. Freue mich auf Antworten. Danke, Mangala.
www.skoliose-op.info
Ich wünsch Dir daß sich DEINE Wünsche erfüllen werden!
Gruß Toni
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Rocky
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
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- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Ein B.O.B. ist eine Boston-Overlap-Brace. Ein wenig profiliertes industriell vorgefertigtes Standart ( one-size-fits-fast-all...) Universal-Stützkorsett. Zu Korrekturzwecken ist es grauenhafter Plastikmüll (hatte auch mal sowas verschrieben bekommen) aber als passive Stützhilfe könnte es ganz gut sein, wenn es ein OT gut zuschneidet und anpasst, Ränder abpolstert und ausbördelt, usw...Rocky hat geschrieben:Hallo Toni
Erkläre bitte mal, was ein B.O.B. ist.
So ist z.B. das B.O.B. auf dem unteren Bild viel besser aufbereitet als das lieblos zugeschnittene auf dem oberen Bild. Das kann bei einem BOB schon den Unterschied zwischen tragbar und unerträglich ausmachen! Z.B das ausschneiden und ausbördeln der Sitzränder an den Oberschenkelausschnitten....


Das soll Dr. Hoffmann bitte den betroffenen Patienten SELBST erklären! Da will ich nicht vorgreifen!Rocky hat geschrieben:Magst du auch mal einen Hinweis geben, warum Dr. Hoffmann seine Patienten allesamt nach Neustadt schickt und nicht nach Tübingen?
Grüße von Rocky
Aber er hat wirklich SEHR GUTE Gründe dafür!
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Rocky
BHZ Vogtareuth
Hallo,
hier nur mal eine kurze Bemerkung zum BHZ Vogtareuth, was ja kurz im Text erwähnt wurde.
Ich war 2000 dort, hatte 2 OP`s in 2 Wochen- Versteifung von S1-Th 10. Kann nur abraten sich dorthin zu wenden!! Der Umgang mit dem Patienten ist unter aller Kanone und medizinisch auch ein Reinfall. Nach nur 4 Monaten hatte ich schon das erste Materialversagen im Bereich einer wichtigen Verbindungsschelle. Wurde aber zur`"Reparatur" nicht aufgenommen...?! Garantie?? Nada.
VG
Peabody
hier nur mal eine kurze Bemerkung zum BHZ Vogtareuth, was ja kurz im Text erwähnt wurde.
Ich war 2000 dort, hatte 2 OP`s in 2 Wochen- Versteifung von S1-Th 10. Kann nur abraten sich dorthin zu wenden!! Der Umgang mit dem Patienten ist unter aller Kanone und medizinisch auch ein Reinfall. Nach nur 4 Monaten hatte ich schon das erste Materialversagen im Bereich einer wichtigen Verbindungsschelle. Wurde aber zur`"Reparatur" nicht aufgenommen...?! Garantie?? Nada.
VG
Peabody
