Da kann man ja Angst bekommen !
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ginagrappa
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hallo emily,
es wird wahrscheinich wirklich das beste sein, dass ich sofort zu dr. hoffmann gehe.
und ich habe das richtig verstanden - wenn dr. hoffmann das korsett verschreibt ist es auch sicher das die kasse es bezahlt??? weil ich hier schon anderes gelesen habe....was kann passieren, kann die kasse das korsi ablehnen?
schlecht ist allerdings , dass ich im moment nicht die zeit finde nach stuttgart zu fahren, alos wird sich die sache in die länge ziehen und das wollte ich eigentlich vermeiden.....
gruß gina
es wird wahrscheinich wirklich das beste sein, dass ich sofort zu dr. hoffmann gehe.
und ich habe das richtig verstanden - wenn dr. hoffmann das korsett verschreibt ist es auch sicher das die kasse es bezahlt??? weil ich hier schon anderes gelesen habe....was kann passieren, kann die kasse das korsi ablehnen?
schlecht ist allerdings , dass ich im moment nicht die zeit finde nach stuttgart zu fahren, alos wird sich die sache in die länge ziehen und das wollte ich eigentlich vermeiden.....
gruß gina
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ginagrappa
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- Emily
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Es kann passieren dass die Kassa ablehnt, aber dann helfen Dir hier sicher welche mit einem weiteren Schreiben in dem die Notwendigkeit betont wird. Das wird schon klappen.
Ich denke schon dass Dir das Korsi passen wird. Du musst aber eh immer mal wieder nach Stuttgart zur Kontrolle. Aber von NRW nach Stuttgart ist ja nicht sooo weit und für Deine Gesundheit sollte Dir der Weg nicht zu weit sein.
Ich denke schon dass Dir das Korsi passen wird. Du musst aber eh immer mal wieder nach Stuttgart zur Kontrolle. Aber von NRW nach Stuttgart ist ja nicht sooo weit und für Deine Gesundheit sollte Dir der Weg nicht zu weit sein.
Grüssle
--Emily
--Emily
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cramirez
Rahmouni Korsetts
Hallo!
Ich trage bereits seit 10 Jahren kein Korsett mehr, bin mittlerweile 28 und habe die Dinger von meinem 14.-18. Lebensjahr getragen. Sicherlich habe ich mein Korsett opft verflucht, weil es gerade in der Pubertät nicht das war, was sich ein Teene eigentlich zu tragen wünscht. Ich bin mir sicher, dass meine Skoliose heute ohne Korsett wesentlich gravierender wäre, wenn ich Herrn Rahmouni nicht kennengelernt hätte. Es gibt ne Menge Pfuscher auf dem Markt, doch wenn einer weiß wovon er spricht, dann er! Vertrau seinen Kenntnissen, auch wenn die Gewöhnungsphase anfangs etwas kritisch ist! Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich während des ersten Gipsabdruckes ohnmächtig wurde in der überkorrigierten Stellung. Am Ende konnte ich ohne das Ding sogar nicht mehr schlafen, da mein Körper so daran gewöhnt war. Hier ein paar Tips für Dich und Dein neues Korsett:
1) Druckstellen und ggf. mit Franzbrandwein behandeln
2) Ggf. muß das Korsett bzw. die Druckpolster auch nochmal überarbeitet werden, wenn es evtl. zu stark, zu dick oder auch nicht effektiv genug ist.
3) Suche Dir eine besonders angenehme Schlafposition, in der Du nachts gut liegen kannst, so dass Du Dir zB nicht die Arme klemmst oder so.
4) Gönn Dir auch mal eine Ruhephase, in der Deine Haut atmen kann!
5) Mache möglichst regelmäßig KG, damit Du die Muskulatur aufrecht erhälst
6) Spreche offen mit Freunden und Bekannten darüber, für viele ist dieses Ding noch total unbekannt! Meine Schulklasse hat sich damals zB das Ding unbedingt anschauen wollen,letztendlich hatte ich von jedem einen persönlichen Gruß auf meinem Korsett!
7) Es dauert bestimmt einige Wochen, bevor Du Dich daran gewöhnt hast, ziehe Anfangs die Striemen nicht so fest, step by step kannst Du dann mit der Zeit enger schnüren!
Wenn Du noch Fragen hast, schick mir doch einfach eine mail an corinna.kurr@web.de, da ich heute nur als Gast surfe!
Viele Grüße aus Köln
CORINNA
Ich trage bereits seit 10 Jahren kein Korsett mehr, bin mittlerweile 28 und habe die Dinger von meinem 14.-18. Lebensjahr getragen. Sicherlich habe ich mein Korsett opft verflucht, weil es gerade in der Pubertät nicht das war, was sich ein Teene eigentlich zu tragen wünscht. Ich bin mir sicher, dass meine Skoliose heute ohne Korsett wesentlich gravierender wäre, wenn ich Herrn Rahmouni nicht kennengelernt hätte. Es gibt ne Menge Pfuscher auf dem Markt, doch wenn einer weiß wovon er spricht, dann er! Vertrau seinen Kenntnissen, auch wenn die Gewöhnungsphase anfangs etwas kritisch ist! Ich erinnere mich noch sehr gut daran, dass ich während des ersten Gipsabdruckes ohnmächtig wurde in der überkorrigierten Stellung. Am Ende konnte ich ohne das Ding sogar nicht mehr schlafen, da mein Körper so daran gewöhnt war. Hier ein paar Tips für Dich und Dein neues Korsett:
1) Druckstellen und ggf. mit Franzbrandwein behandeln
2) Ggf. muß das Korsett bzw. die Druckpolster auch nochmal überarbeitet werden, wenn es evtl. zu stark, zu dick oder auch nicht effektiv genug ist.
3) Suche Dir eine besonders angenehme Schlafposition, in der Du nachts gut liegen kannst, so dass Du Dir zB nicht die Arme klemmst oder so.
4) Gönn Dir auch mal eine Ruhephase, in der Deine Haut atmen kann!
5) Mache möglichst regelmäßig KG, damit Du die Muskulatur aufrecht erhälst
6) Spreche offen mit Freunden und Bekannten darüber, für viele ist dieses Ding noch total unbekannt! Meine Schulklasse hat sich damals zB das Ding unbedingt anschauen wollen,letztendlich hatte ich von jedem einen persönlichen Gruß auf meinem Korsett!
7) Es dauert bestimmt einige Wochen, bevor Du Dich daran gewöhnt hast, ziehe Anfangs die Striemen nicht so fest, step by step kannst Du dann mit der Zeit enger schnüren!
Wenn Du noch Fragen hast, schick mir doch einfach eine mail an corinna.kurr@web.de, da ich heute nur als Gast surfe!
Viele Grüße aus Köln
CORINNA
hallo gina
damit du dir auch sicher bist, dass die kasse bezahlt, könntest du 6 wochen warten bis zur bestätigung.
wir haben es so gemacht, weil es bei mir dringender war, dass ich nach 2 wochen das korsi schon bekommen hab, musste man aber unterschreiben, dass man es bezahlt, wenn die kasse ablehnt(was sie aber im seltensten fall tut)
welche gradzahl hast du denn??
habe das vorhin denk ich überlesen
Also viel glück wünsch ich dir
LG
damit du dir auch sicher bist, dass die kasse bezahlt, könntest du 6 wochen warten bis zur bestätigung.
wir haben es so gemacht, weil es bei mir dringender war, dass ich nach 2 wochen das korsi schon bekommen hab, musste man aber unterschreiben, dass man es bezahlt, wenn die kasse ablehnt(was sie aber im seltensten fall tut)
welche gradzahl hast du denn??
habe das vorhin denk ich überlesen
Also viel glück wünsch ich dir
LG
Hallo,
erst einmal ein dickes Lob an die Teilnehmer dieses Forums. Durch die vielfältigen Berichte und Erfahrungen kann man sich doch viel besser eine Meinung bilden.
Ich find' es auch ganz toll, dass sich fast immer Leute finden, die jemandem unter die Arme greifen - ob es jetzt durch die Beantwortung der Fragen geschieht oder durch mutmachende und aufmunternde Worte.
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der gerne etwas von sich preis gibt. Da mir aber andere Beiträge sehr nützlich waren, kann mein Bericht vielleicht auch eine kleine Hilfe für jemanden sein.
Ich hab an dieser Stelle geschrieben, nicht, um das Thema noch einmal aufzuwärmen, sondern um die Geschichte fortzuführen.
Bericht (erste Korsetterfahrung):
Anprobe / Abholung
Ca. 4 Wochen nach meinem ersten Termin bei Dr. Hoffmann und anschließend bei Rahmouni konnte ich mein Korsett abholen.
Schon bei der Korsettanprobe (9:00 Uhr morgens) kam mir das Korsett unheimlich eng vor. Herr Rahmouni selbst gab mir Hilfestellung beim Anziehen und zog dann die Gurte stramm. Dann zeichnete er an dem Korsettrohling die Lienen für die endgültigen Maße an (dauerte ca. 5 Min.) und damit war die erste Anprobe fertig.
Da ich noch etliche Fragen hatte, nam er sich noch ausführlich Zeit, mir diese zu beantworten. Dann war ich entlassen und sollte um 16:30 Uhr wiederkommen, um das fertige Teil abzuholen.
Am Nachmittag wurde ich von einer Mitarbeiterin gegen 17:00 Uhr zu einer Kabine gerufen, in der mir Herr Rahmouni dann die genaue Handhabung mit dem fertigen Korsett erklärte.
Durch die neuen Versteifungen am Korsett wirkte es noch viel "störrischer" und härter als am Morgen. Meine Bemerkung "das ist ja extrem stramm" wurde mit "es ist ja anfangs noch gar nicht ganz zu" quittiert.
Auch diese Anprobe dauerte nur wenige Minuten.
Nach einem kurzen Gespräch riet mir Herr Rahmouni, nich mit dem Korsett selber Auto zu fahren, bevor ich von der Versicherung eine schriftliche Unbedenklichkeitserklärung habe. Aber die 5-6 Std. im Auto hätte ich mit Korsett wahrscheinlich auch kaum ausgehalten.
1. Abend:
Als ich kurz vor Mitternacht zu Hause war, hab' ich gleich probiert, wie ich in das Korsett reinkomme. Es funktionierte auf Anhieb und im Liegen konnte ich es auch problemlos schließen.
Und dann versuchte ich mich aufzusetzen -> der vielfach bemühte Vergleich mit einem Schraubstock ging mir nicht mehr aus dem Sinn.
1. Nacht:
Mit ein wenig Ehrgeiz legte ich mich später mit Korsett ins Bett und wollte schlafen - ich WOLLTE. Zuerst war das Liegen extrem unbequem, später taten mir dann auch noch die Muskeln zwischen den Schulterblättern und in der Nierengegend weh. Noch etwas später kam ein Druckschmerz an den Beckenkämmen dazu.
Gegen ca. 5:00 Uhr hab ich's dann aufgegeben, das Korsett ausgezgen und himmlisch geschlafen, bis um 7:00 Uhr der Wecker (viel zu früh) klingelte.
2. Tag
Direkt nach dem Aufstehen habe ich das Korsett wieder angezogen. Das erste Druckgefühl im Bauchraum war gewaltig - aber auszuhalten.
Nachdem ich meine Tochter versorgt und zur Schule geschickt hatte, musste ich mit unserem Hund eine Runde drehen.
Da meine "Haus- und Hofstrecke" gleich steil bergan geht, stellte sich ganz schnell eine beklemmende Atemnot ein. Der Schraubstockeffekt im Bauchraum und über dem Brustbein war schon beinahe beängstigend. Ich musste stehen bleiben und erst einmal ein paar Minuten ausruhen. Danach hab' ich fünf bis sechs Gänge runter geschaltet und nur noch eine kleine Teilstrecke absolviert. Mein Hund guckte mich an, als ob er beleidigt wäre.
Seltsam war, dass ich Schmerzen in den Beinen (Ober- und Unterschenkel) bekam, die so waren, wie ich mir starken Muskelkater vorstelle.
Zu Hause angekommen, legte sich die Luftnot und ich wollte erst mal relaxen. Leider konnte ich im Korsett aber schlecht sitzen, da es am unteren Ende sehr stark an den Beckenkämmen und über dem Schambein drückt. Weil der Druck an dieser Stelle immer stärker schmerzte, habe ich mich nach ca. 2,5 Std aus dem Korsett befreit. Die Haut an den o.g. Stellen war dunkelrot verfärbt und die Region sehr druckempfindlich. Die betroffenen Hautpartien habe ich dann mit PC-30-V eingerieben.
An diesem Tag habe ich das Korsett noch 4 mal für ca. 2-3 Std. mit Pausen von ca. 1-2 Std. getragen. In den Pausen hab' ich die Rötungen immer mit PC-30-V eingerieben.
2. Nacht
wie erste Nacht, aber schon um ca. 2:00 Uhr aufgegeben.
3. Tag
Da meine Frau später als üblich zur Arbeit ging, konnte sie sich um Kind und Hund kümmern und ich konnte bis 8:00 Uhr ausschlafen.
Nach dem Duschen bemerkte ich, das sich die Hautrötungen deutlich gebessert hatten - so zog ich das Korsett wieder an.
An diesem Morgen habe ich das Korsett ohne Unterbrechung ca. 5 Std. getragen. Mehrere Maschinen Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, Mittagessen vorbereiten und kochen sowie andere diverse Kleinigkeiten gingen deutlich umständlicher als sonst "von der Hand", aber ich war weitestgehend schmerzfrei.
Ich habe kontinuierlich, aber nicht schwer gearbeitet. Trotzdem war ich ziemlich ausgepowert.
In dieser Situation hätte ich das Korsett sicher noch länger tragen können, aber ich musste mit dem Auto weg.
Als ich abends wiederkam, tat mir (wie immer) mein Rücken weh - so zog ich das Korsett gleich wieder an (-> Schraubstockgefühl).
Die Schmerzen waren binnen Minuten kaum mehr vorhanden. Dafür drückte das Korsett jetzt um so mehr. Beim Abendbrot - da sitze ich üblicherweise am Tisch und stehe nicht - war der Druck in der Schambeinregion nur schlecht zu tolerieren.
Nach dem Essen habe ich mir andere Positionen gesucht und konnte das Korsett 6 Std. aushalten. Dann verkrampften sich ganz plötzlich die obere Bauch- und die untere Brustmuskulatur - ich zog das Korsett aus- und kurz darauf verkrampfte auch die vorderen Halsmuskulatur. Daraufhin fühlte ich mich leicht benommen.
Und ohne Korsett begann dann auch innerhalb weniger Minuten der übliche Rückenschmerz.
Resumee:
So, jetzt hab ich mal (auszugsweise) aufgeschrieben, wie es mir bis jetzt ergangen ist.
Das Korsett befreit mich eindeutig von meinen ständigen Rückenschmerzen. Gleichzeitig ist der sehr hohe Druck am unteren Ende über dem Schambein für mich äußerst problematisch - Sitzen ist momentan mit Schmerz verbunden. Auch die eben beschriebenen spontanen Verkrampfungen mit ihren Folgen sind stark beeinträchtigend.
Der allseitige Druck (Umklammerung), die Bewegungseinschränkung und die allgemeine Unbequemlichkeit im Korsett sind für mich kein wirkliches Problem.
Nur Schlafen im Korsett kann ich mir z.Zt. auch nicht im entferntesten vorstellen.
Heut Nacht werd ich's erst gar nicht mit Korsett versuchen - GUTE Nacht
erst einmal ein dickes Lob an die Teilnehmer dieses Forums. Durch die vielfältigen Berichte und Erfahrungen kann man sich doch viel besser eine Meinung bilden.
Ich find' es auch ganz toll, dass sich fast immer Leute finden, die jemandem unter die Arme greifen - ob es jetzt durch die Beantwortung der Fragen geschieht oder durch mutmachende und aufmunternde Worte.
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der gerne etwas von sich preis gibt. Da mir aber andere Beiträge sehr nützlich waren, kann mein Bericht vielleicht auch eine kleine Hilfe für jemanden sein.
Ich hab an dieser Stelle geschrieben, nicht, um das Thema noch einmal aufzuwärmen, sondern um die Geschichte fortzuführen.
Bericht (erste Korsetterfahrung):
Anprobe / Abholung
Ca. 4 Wochen nach meinem ersten Termin bei Dr. Hoffmann und anschließend bei Rahmouni konnte ich mein Korsett abholen.
Schon bei der Korsettanprobe (9:00 Uhr morgens) kam mir das Korsett unheimlich eng vor. Herr Rahmouni selbst gab mir Hilfestellung beim Anziehen und zog dann die Gurte stramm. Dann zeichnete er an dem Korsettrohling die Lienen für die endgültigen Maße an (dauerte ca. 5 Min.) und damit war die erste Anprobe fertig.
Da ich noch etliche Fragen hatte, nam er sich noch ausführlich Zeit, mir diese zu beantworten. Dann war ich entlassen und sollte um 16:30 Uhr wiederkommen, um das fertige Teil abzuholen.
Am Nachmittag wurde ich von einer Mitarbeiterin gegen 17:00 Uhr zu einer Kabine gerufen, in der mir Herr Rahmouni dann die genaue Handhabung mit dem fertigen Korsett erklärte.
Durch die neuen Versteifungen am Korsett wirkte es noch viel "störrischer" und härter als am Morgen. Meine Bemerkung "das ist ja extrem stramm" wurde mit "es ist ja anfangs noch gar nicht ganz zu" quittiert.
Auch diese Anprobe dauerte nur wenige Minuten.
Nach einem kurzen Gespräch riet mir Herr Rahmouni, nich mit dem Korsett selber Auto zu fahren, bevor ich von der Versicherung eine schriftliche Unbedenklichkeitserklärung habe. Aber die 5-6 Std. im Auto hätte ich mit Korsett wahrscheinlich auch kaum ausgehalten.
1. Abend:
Als ich kurz vor Mitternacht zu Hause war, hab' ich gleich probiert, wie ich in das Korsett reinkomme. Es funktionierte auf Anhieb und im Liegen konnte ich es auch problemlos schließen.
Und dann versuchte ich mich aufzusetzen -> der vielfach bemühte Vergleich mit einem Schraubstock ging mir nicht mehr aus dem Sinn.
1. Nacht:
Mit ein wenig Ehrgeiz legte ich mich später mit Korsett ins Bett und wollte schlafen - ich WOLLTE. Zuerst war das Liegen extrem unbequem, später taten mir dann auch noch die Muskeln zwischen den Schulterblättern und in der Nierengegend weh. Noch etwas später kam ein Druckschmerz an den Beckenkämmen dazu.
Gegen ca. 5:00 Uhr hab ich's dann aufgegeben, das Korsett ausgezgen und himmlisch geschlafen, bis um 7:00 Uhr der Wecker (viel zu früh) klingelte.
2. Tag
Direkt nach dem Aufstehen habe ich das Korsett wieder angezogen. Das erste Druckgefühl im Bauchraum war gewaltig - aber auszuhalten.
Nachdem ich meine Tochter versorgt und zur Schule geschickt hatte, musste ich mit unserem Hund eine Runde drehen.
Da meine "Haus- und Hofstrecke" gleich steil bergan geht, stellte sich ganz schnell eine beklemmende Atemnot ein. Der Schraubstockeffekt im Bauchraum und über dem Brustbein war schon beinahe beängstigend. Ich musste stehen bleiben und erst einmal ein paar Minuten ausruhen. Danach hab' ich fünf bis sechs Gänge runter geschaltet und nur noch eine kleine Teilstrecke absolviert. Mein Hund guckte mich an, als ob er beleidigt wäre.
Seltsam war, dass ich Schmerzen in den Beinen (Ober- und Unterschenkel) bekam, die so waren, wie ich mir starken Muskelkater vorstelle.
Zu Hause angekommen, legte sich die Luftnot und ich wollte erst mal relaxen. Leider konnte ich im Korsett aber schlecht sitzen, da es am unteren Ende sehr stark an den Beckenkämmen und über dem Schambein drückt. Weil der Druck an dieser Stelle immer stärker schmerzte, habe ich mich nach ca. 2,5 Std aus dem Korsett befreit. Die Haut an den o.g. Stellen war dunkelrot verfärbt und die Region sehr druckempfindlich. Die betroffenen Hautpartien habe ich dann mit PC-30-V eingerieben.
An diesem Tag habe ich das Korsett noch 4 mal für ca. 2-3 Std. mit Pausen von ca. 1-2 Std. getragen. In den Pausen hab' ich die Rötungen immer mit PC-30-V eingerieben.
2. Nacht
wie erste Nacht, aber schon um ca. 2:00 Uhr aufgegeben.
3. Tag
Da meine Frau später als üblich zur Arbeit ging, konnte sie sich um Kind und Hund kümmern und ich konnte bis 8:00 Uhr ausschlafen.
Nach dem Duschen bemerkte ich, das sich die Hautrötungen deutlich gebessert hatten - so zog ich das Korsett wieder an.
An diesem Morgen habe ich das Korsett ohne Unterbrechung ca. 5 Std. getragen. Mehrere Maschinen Wäsche sortieren, waschen, aufhängen, Mittagessen vorbereiten und kochen sowie andere diverse Kleinigkeiten gingen deutlich umständlicher als sonst "von der Hand", aber ich war weitestgehend schmerzfrei.
Ich habe kontinuierlich, aber nicht schwer gearbeitet. Trotzdem war ich ziemlich ausgepowert.
In dieser Situation hätte ich das Korsett sicher noch länger tragen können, aber ich musste mit dem Auto weg.
Als ich abends wiederkam, tat mir (wie immer) mein Rücken weh - so zog ich das Korsett gleich wieder an (-> Schraubstockgefühl).
Die Schmerzen waren binnen Minuten kaum mehr vorhanden. Dafür drückte das Korsett jetzt um so mehr. Beim Abendbrot - da sitze ich üblicherweise am Tisch und stehe nicht - war der Druck in der Schambeinregion nur schlecht zu tolerieren.
Nach dem Essen habe ich mir andere Positionen gesucht und konnte das Korsett 6 Std. aushalten. Dann verkrampften sich ganz plötzlich die obere Bauch- und die untere Brustmuskulatur - ich zog das Korsett aus- und kurz darauf verkrampfte auch die vorderen Halsmuskulatur. Daraufhin fühlte ich mich leicht benommen.
Und ohne Korsett begann dann auch innerhalb weniger Minuten der übliche Rückenschmerz.
Resumee:
So, jetzt hab ich mal (auszugsweise) aufgeschrieben, wie es mir bis jetzt ergangen ist.
Das Korsett befreit mich eindeutig von meinen ständigen Rückenschmerzen. Gleichzeitig ist der sehr hohe Druck am unteren Ende über dem Schambein für mich äußerst problematisch - Sitzen ist momentan mit Schmerz verbunden. Auch die eben beschriebenen spontanen Verkrampfungen mit ihren Folgen sind stark beeinträchtigend.
Der allseitige Druck (Umklammerung), die Bewegungseinschränkung und die allgemeine Unbequemlichkeit im Korsett sind für mich kein wirkliches Problem.
Nur Schlafen im Korsett kann ich mir z.Zt. auch nicht im entferntesten vorstellen.
Heut Nacht werd ich's erst gar nicht mit Korsett versuchen - GUTE Nacht
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Kypho 60
Lieber Kollege, willkommen im CLUB!!!
Bei Deinem nächsten Rahmouni-Besuch bittest Du ihn, die Ausschnitte am Oberschenkelansatz aufzubördeln und dicker zu polstern! Das musst Du FORDERN!
Er darf ja nix wegschneiden sondern nur nach außen aufbiegen. Dann wird das Korsi im Sitzen VIEL bequemer.
Andererseits wird das Korsett bei Dir bald wirken und Du wirst im Korsett etwas länger weden. Auch dann drückt das Korsett weniger in den Oberschenkelansatz.
Das wird mit fleißige Tragen schon besser!
Du legst ja schon gewaltig los!
Gehs ruhiger an. Schlafversuche würde ich erst dann machen, wenn Du es ganz selbstverständlich 14 - 16 h tagsüber aushältst und schon anfängst zu "vergessen" daß Du es anhast.
Dann hat sich Dein Körper (und Geist) an das Ding so gewöhnt, daß Du damit besser schlafen kannst.
das ist am Anfang das allerschwerste!
Dann versuch auch meine "Armschlucht-Methode" gegen einschlafende Arme durch die Reklinationspelotten, die Du sicher hast.
Machen die einen sehr starken Druck bei Dir?
Gruß Toni
Lieber Kollege, willkommen im CLUB!!!
Bei Deinem nächsten Rahmouni-Besuch bittest Du ihn, die Ausschnitte am Oberschenkelansatz aufzubördeln und dicker zu polstern! Das musst Du FORDERN!
Er darf ja nix wegschneiden sondern nur nach außen aufbiegen. Dann wird das Korsi im Sitzen VIEL bequemer.
Andererseits wird das Korsett bei Dir bald wirken und Du wirst im Korsett etwas länger weden. Auch dann drückt das Korsett weniger in den Oberschenkelansatz.
Das wird mit fleißige Tragen schon besser!
Du legst ja schon gewaltig los!
Gehs ruhiger an. Schlafversuche würde ich erst dann machen, wenn Du es ganz selbstverständlich 14 - 16 h tagsüber aushältst und schon anfängst zu "vergessen" daß Du es anhast.
Dann hat sich Dein Körper (und Geist) an das Ding so gewöhnt, daß Du damit besser schlafen kannst.
das ist am Anfang das allerschwerste!
Dann versuch auch meine "Armschlucht-Methode" gegen einschlafende Arme durch die Reklinationspelotten, die Du sicher hast.
Machen die einen sehr starken Druck bei Dir?
Gruß Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Toni,
damke für die Tips.
Zu den Reklinationspelotten: Sie drücken, aber ich kann Ihnen durch Bewegung und Aufrichten so weit ausweichen, dass der Druck noch gut auszuhalten ist.
Am Oberschenkelansatz drückt's auch stark, aber noch schlimmer ist diie Druckstelle über dem Schambein. Hier habe ich nicht die geringste Möglichkeit, mich dem Druck auch nur ein bischen zu entziehen. Normales Sitzen ist nicht möglich, wenn Oberkörper und Oberschenkel beinahe im rechten Winkel zueinaner stehen. Nur wenn ich direkt auf der Stuhlkante sitze und die Beine spreitze, tut's nicht ganz so weh. Stehen und Laufen ist für diese Druckregion aber kein Problem.
---- SCHNITT ----
Angeregt durch ein Gespräch mit meiner Frau ist mir erst bewusst geworden, dass ich mir über den längerfristigen Verlauf noch gar keine Gedanken gemacht habe.
Wie sieht die Zukunft aus? Wieviel Monate oder gar Jahre muss ich das Korsett tragen, bis mein Körper gelernt hat, wieder ohne Korsett schmerzfrei / -arm den Alltag durchzustehen.
Was ist eigentlich das langfristige Ziel der Korsettbehandlung? Die Wirbelkörperveränderungen selbst sind wahrscheinlich nicht mehr korregierbar. Werde ich ohne Korsett nicht bald wieder in die stark kyphotische Haltung mit ihren (schmerzhaften) Nebenwirkungen hineinsinken?
Hier im Forum wird viel über die einzigartige Wirkung von Schroth geschrieben. Aber es herscht aucht die Meinung vor, dass man Schroth nur richtig während einer mehrwöchigen Reha erlernen könnte. Mehrere Wochen am Stück kann ich mich aber nicht frei machen, da ich sonst mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit meinen Job verlieren würde.
Gibt es ein (halbwegs unbelastetes) Leben nach dem Korsett?
Und was würde physiologisch passieren, wenn nach einer gewissenn Zeit das normale Leben (ohne Korsett, KG, Schroth) wieder aufgenommen würde?
Na ja. Ich muss erst mal meine Gedanken und Fragen ein wenig sortieren.
Und jetzt muss ich auch Mittagessen kochen.
Also, bis demnächst mal wieder.
Kypho 60
damke für die Tips.
Von der "Armschlucht-Methode" hab ich schon Gebrauch gemacht, ohne sie könnte ich beim Liegen auf der Seite den Reklinationsbügeln auch nicht ausweichen und mein Arm/Schulter würde arg gedrückt.Dann versuch auch meine "Armschlucht-Methode" gegen einschlafende Arme durch die Reklinationspelotten, die Du sicher hast.
Machen die einen sehr starken Druck bei Dir?
Zu den Reklinationspelotten: Sie drücken, aber ich kann Ihnen durch Bewegung und Aufrichten so weit ausweichen, dass der Druck noch gut auszuhalten ist.
Bei Deinem nächsten Rahmouni-Besuch bittest Du ihn, die Ausschnitte am Oberschenkelansatz aufzubördeln und dicker zu polstern! Das musst Du FORDERN!
Er darf ja nix wegschneiden sondern nur nach außen aufbiegen. Dann wird das Korsi im Sitzen VIEL bequemer.
Am Oberschenkelansatz drückt's auch stark, aber noch schlimmer ist diie Druckstelle über dem Schambein. Hier habe ich nicht die geringste Möglichkeit, mich dem Druck auch nur ein bischen zu entziehen. Normales Sitzen ist nicht möglich, wenn Oberkörper und Oberschenkel beinahe im rechten Winkel zueinaner stehen. Nur wenn ich direkt auf der Stuhlkante sitze und die Beine spreitze, tut's nicht ganz so weh. Stehen und Laufen ist für diese Druckregion aber kein Problem.
Ja, das wird wohl das beste sein. Ich hab zwar noch ein paar Tage Urlaub und nur den Haushalt zu versorgen, aber auch da braucht man erholsamen Schlaf.Gehs ruhiger an. Schlafversuche würde ich erst dann machen, wenn Du es ganz selbstverständlich 14 - 16 h tagsüber aushältst und schon anfängst zu "vergessen" daß Du es anhast.
Dann hat sich Dein Körper (und Geist) an das Ding so gewöhnt, daß Du damit besser schlafen kannst.
das ist am Anfang das allerschwerste!
JA, ich leg vielleicht gewaltig los. Aber ab nächste Woche fängt meine Arbeit wieder an (Fahrbereitschaft, 10 h/Tag, sofort abrufbereit, tätsächliche Fahrdauer und Einsatzhäufigkeit absolut nicht planbar) und da möchte ich schon gerne eine gewisse Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Korsett entwickelt haben; denn dann ist "fleissiges Tragen" auch nicht mehr so einfach möglich, da ich mit Korsett ja nicht Auto fahren kann.Andererseits wird das Korsett bei Dir bald wirken und Du wirst im Korsett etwas länger weden. Auch dann drückt das Korsett weniger in den Oberschenkelansatz.
Das wird mit fleißige Tragen schon besser!
Du legst ja schon gewaltig los!
---- SCHNITT ----
Ich möchte hier den ursprünglichen Titel aufnehmen und das Thema in Richtung Zukunftsperspektive erweitern.Da kann man ja Angst bekommen!
Angeregt durch ein Gespräch mit meiner Frau ist mir erst bewusst geworden, dass ich mir über den längerfristigen Verlauf noch gar keine Gedanken gemacht habe.
Wie sieht die Zukunft aus? Wieviel Monate oder gar Jahre muss ich das Korsett tragen, bis mein Körper gelernt hat, wieder ohne Korsett schmerzfrei / -arm den Alltag durchzustehen.
Was ist eigentlich das langfristige Ziel der Korsettbehandlung? Die Wirbelkörperveränderungen selbst sind wahrscheinlich nicht mehr korregierbar. Werde ich ohne Korsett nicht bald wieder in die stark kyphotische Haltung mit ihren (schmerzhaften) Nebenwirkungen hineinsinken?
Hier im Forum wird viel über die einzigartige Wirkung von Schroth geschrieben. Aber es herscht aucht die Meinung vor, dass man Schroth nur richtig während einer mehrwöchigen Reha erlernen könnte. Mehrere Wochen am Stück kann ich mich aber nicht frei machen, da ich sonst mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit meinen Job verlieren würde.
Gibt es ein (halbwegs unbelastetes) Leben nach dem Korsett?
Und was würde physiologisch passieren, wenn nach einer gewissenn Zeit das normale Leben (ohne Korsett, KG, Schroth) wieder aufgenommen würde?
Na ja. Ich muss erst mal meine Gedanken und Fragen ein wenig sortieren.
Und jetzt muss ich auch Mittagessen kochen.
Also, bis demnächst mal wieder.
Kypho 60
Falls du wegen der Reha um deinen Job fürchten musst (ist heutzutage sehr ernst zu nehmen, selbst wenn es Arbeitnehmerrechte gibt), dann überleg mal ob du dafür nicht einen Teil deines Jahresurlaubs "opfern" willst. Zur Not tun es 3 Wochen Reha, auch wenn 4 Wochen besser sind, aber das entspräche 15 Urlaubstagen. Und auch wenn es anstrengend ist, sowohl Thüringen (BaSA) als auch das Naheland (BaSo) bieten an den Wochenenden einige Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten, vielleicht sogar mit deiner Familie.
Anne
Anne
Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt,
der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante)
der andere packt sie kräftig an und handelt (Dante)
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M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Dann muss der Bereich über dem Pubis (Schambein) besser gepolster werden. Das war bei mir Anfangs auch so. Hab mir da einen etwa 1 cm dicken Schaumstoff eingeklemmt. Als ich das dann A.R. gezeigt hatte, hat er mir eine richtige professionelle Schambeinpelotte reingeklebt. Seitdem ist gut.Kypho60 hat geschrieben:Bei Deinem nächsten Rahmouni-Besuch bittest Du ihn, die Ausschnitte am Oberschenkelansatz aufzubördeln und dicker zu polstern! Das musst Du FORDERN!
Er darf ja nix wegschneiden sondern nur nach außen aufbiegen. Dann wird das Korsi im Sitzen VIEL bequemer.
Am Oberschenkelansatz drückt's auch stark, aber noch schlimmer ist diie Druckstelle über dem Schambein. Hier habe ich nicht die geringste Möglichkeit, mich dem Druck auch nur ein bischen zu entziehen. Normales Sitzen ist nicht möglich, wenn Oberkörper und Oberschenkel beinahe im rechten Winkel zueinaner stehen. Nur wenn ich direkt auf der Stuhlkante sitze und die Beine spreitze, tut's nicht ganz so weh. Stehen und Laufen ist für diese Druckregion aber kein Problem.
Du sollst auch nicht im 90°-Körper-Oberschenkel-Winkel sitzen! Bitte verwende ein SISSEL-Sitfit Luftblasenkissen oder wenigstens ein Keilkissen. Nimm nur HOHE Stühle, am besten mit Armlehnen und meide Sessel wie der Teufel das Weihwasser!
Warum kannst Du nicht Autofahren?Kypho60 hat geschrieben:JA, ich leg vielleicht gewaltig los. Aber ab nächste Woche fängt meine Arbeit wieder an (Fahrbereitschaft, 10 h/Tag, sofort abrufbereit, tätsächliche Fahrdauer und Einsatzhäufigkeit absolut nicht planbar) und da möchte ich schon gerne eine gewisse Selbstverständlichkeit im Umgang mit dem Korsett entwickelt haben; denn dann ist "fleissiges Tragen" auch nicht mehr so einfach möglich, da ich mit Korsett ja nicht Auto fahren kann.
Meine Erfahrung war von Anfang an mit Korsett im Auto hervorragend, wenn man von dem Fehlstart mit der nicht erreichbaren angezogenen Handbremse mal absieht. Ichhatte vorher mit die schlimmsten Schmerzen beim Autofahren und im Korsett NULL!
Allerdings ist mein Landy von der Sitzposition wie gemacht für Korsett-Träger. Aber auch andere VAN´s, Lieferwagen, Kleinbusse, LKW, Geländewagen usw... bieten Korsett-Trägern ideale Sitzpositionen. Selbst im SMART kann man überraschend gut mit Kyphose Korsi sitzen und fahren. Flache sportive PKW´s hingegen (z.B. 3er BMW, Smart Roadster usw... werden mit Korsi bald zur Quälerei.
Es kommt auf das AUTO an!
Ich bin inzwischen mindestens 100.000 km im Korsett unfallfrei UND SCHMERZFREI gefahren.
Klar definiert:Kypho60 hat geschrieben:
---- SCHNITT ----Ich möchte hier den ursprünglichen Titel aufnehmen und das Thema in Richtung Zukunftsperspektive erweitern.Da kann man ja Angst bekommen!
Angeregt durch ein Gespräch mit meiner Frau ist mir erst bewusst geworden, dass ich mir über den längerfristigen Verlauf noch gar keine Gedanken gemacht habe.
Wie sieht die Zukunft aus? Wieviel Monate oder gar Jahre muss ich das Korsett tragen, bis mein Körper gelernt hat, wieder ohne Korsett schmerzfrei / -arm den Alltag durchzustehen.
Was ist eigentlich das langfristige Ziel der Korsettbehandlung?
1. Schmerzfreiheit oder wenigstens Schmerzreduktion!
2. Stopp der weiteren Krümmungszunahme.
3. Stopp des weiteren degenerativen Verschleißes der noch vorhandenen Bandscheibenreste.
4. Und als positive Dreingabe: Wenn möglich Aufrichtung und Korrekturgewinn!
Das kommt in diesem Punkt ganz auf DICH an!Kypho60 hat geschrieben: Die Wirbelkörperveränderungen selbst sind wahrscheinlich nicht mehr korregierbar. Werde ich ohne Korsett nicht bald wieder in die stark kyphotische Haltung mit ihren (schmerzhaften) Nebenwirkungen hineinsinken?
Im Moment kannst Du noch kein SCHROTH. Das ist ein kleines Problem, das aber bald zu lösen sein wird.
Zunächst wird das Korsett Deine Haltung und Dein Haltungsbewusstsein regelrecht "umprogrammieren". Dein Körper und Deine WS bekommen eine klare Richtung. Du bist im Korsett zwangsläufig gezwungen, Dich perfekt rückengerecht zu verhalten. Das Korsett ist die konsequenteste und brutalste "Rückenschule".
Das Korsett hilft Dir erstmal verkürzte Gewebestrukturen (Muskel-Bänder-Sehen-Ketten) Z.B. verkürzte und verengte Schulter-Brustbereiche oder verkürzte Beinrückseiten, die einen ins Hohlkreuz reinziehen usw... aufzudehnen. Wenn dazu z.B. die Schrothübung "Brustmuskeldehnung" oder "Beinrückseitendehnung" und weitere unterstützende SCHROTH-Übungen gemacht werden, ergänzt und erleichtert das das Korsett-Tragen ungemein! Auch wenn Du gelernt hast, gezielter in Deine Atemstellen (Hohlräume im Korsett) reinzuatmen hilft das sehr.
Bei mir war es so daß z.B. mein 1. Rahmouni bei mir vor der Reha in Salzungen enormen Korrekturdruck hatte und nach der Reha total locker am Körper rumgelummelt ist, daß es A.R. total umbauen und verengen und komplett neu anpassen musste, da ich mich nach der Reha und BIS HEUTE stärker selbst korrigieren konnte als es das Korsi nach der reha getan hat.
Aber das Korsett hat mir sehr vor und während der Reha geholfen die erlernten Korrekturen nach und weit über die Schroth-Stunden hinaus zu halten, zu bewahren und zu festigen.
Heute kann ich sagen, daß ich das Korsett ohne Probleme auch mal ganztägig weglassen kann OHNE in alte kyphotische, lordotische Haltungsmuster zu versinken.
Ich habe max 4 Tage und Nächte unbraced ( Kanuwanderung) verbracht, ohne das Korsett echt zu vermissen. Ich bin NICHT korsettabhängig!!!
Aber ich habe jedesmal wenn der alte Scheuermannschmerz zurückkommen wollte, das Rheinufer angesteuert und ein paar Minuten in geordneter Rückenlage mit "Paddel über dem Kopf" so verbracht, daß sich eine evenetuelle verspannung lösen konnte.
Sonnewarme flache große Rheinkieselsteine haben mir dabei die Reissäckchen perfekt und hochwirksam ersetzt.
Das bedeutet, ich könnte aufs Korsett verzichten, aber nicht auf SCHROTH! Meine Rückenmuskulatur hat unter dem 1. Jahr im Korsett mit ca. 20 -22h täglich braced NICHT gelitten! das hat mir auch Dr. Hoffmann und meine Hausärztin (die das kaum glauben konnte!) bestätigt.
Ichhabe trotz oder besser weil Korsett einen besseren Rückenmuslkeltonus als jemals in meinem Leben.
Viele Verwandte und Bekannte die mich schon seit vielen Jahren gut kennen bestätigen mir, daß sich meine Haltung (mein "Habitus") völlig verändert habe und sie inwischen nicht mehr erkennen können, ob ich das Korsi anhabe oder nicht. Ich halte und bewege mich inwischen mit und ohne Korsi gleich. Es fällt mir richtig schwer in alte Haltung zurückzufallen und ich kann mich nicht mehr in die Kyphose hineinkrümmen, weder beim essen, Schuhe binden oder Strümpfe anziehen. Es wird mir SOFORT sehr unangenehm.
Ich kann sagen, daß ich HEUTE schon viel mehr erreicht habe, als ich mir jemals von der Korsett-Therapie erhofft hatte. Ich hatte keine einzige Blockade mehr, Mein Brustenge- Atemnot- und Herzschwäche- und "Stechen unter dem Brustbein-"Gefühl ist völlig verschwunden. Meine körperliche Leistungsfähigkeit ist besser als in jungen Jahren (das spüre ich z.B. bei ganztägigen Montagen von schweren Anlagen (ohne Korsi)
Ich liebe es aber inzwischen im Korsi zu schlafen (was mir am Anfang am schwersten gefallen ist!) und mag es wenn ich etwas verspannt bin oder müde, mir meine "Osteopathie zum Umschnallen" schön fest zu zurren.
Manchmal trainiere ich sogar im Sportstudio mit Korsett.
Derzeit bin ich auf ca. 12- 15h /d und halte mein gutes Ergebnis ohne daß es mich irgendwie belastet. Das Korsett zu tragen ist mir ebenso selbstverständlich wie es nicht zu tragen. ich richte mich da total nach Gefühl und den Umständen und der Siituation und komme so wunderbar klar.
Wenn es so ist schließe ich mich der klugen und weisen Anne an: Dann musst Du eventuell Urlaub opfern, (obwohl das arbeitsrechtlich gar nicht zulässig ist!!!!) Die SCHROTH Reha ist SEHR WICHTIG! und die Optimale Ergänzung zum Korsett. Der gemeinsame Effekt ist weit höher als die Summe der Einzelwirkungen. Ein Rahmouni harmoniert auch sehr gut mit den Prinzipien von SCHROTH.Kypho60 hat geschrieben: Hier im Forum wird viel über die einzigartige Wirkung von Schroth geschrieben. Aber es herscht aucht die Meinung vor, dass man Schroth nur richtig während einer mehrwöchigen Reha erlernen könnte. Mehrere Wochen am Stück kann ich mich aber nicht frei machen, da ich sonst mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit meinen Job verlieren würde.
Das ist die falsche Einstellung!Kypho60 hat geschrieben: Gibt es ein (halbwegs unbelastetes) Leben nach dem Korsett?
Und was würde physiologisch passieren, wenn nach einer gewissenn Zeit das normale Leben (ohne Korsett, KG, Schroth) wieder aufgenommen würde?
Das NORMALE Leben für Dich ist erstmal für die nächsten Jahre MIT Korsett und Schroth-KG. Du wirst damit Deine WS so lange pflegen und behandeln müssen, so lange Du lebst!
Dr. Steffan hat das mal in seiner "Willkommensansprache" in BaSa sehr zutrreffend formuliert: " Sie haben ab jetzt lebenslänglich einen Nebenberuf: Wirbelsäulenpfleger!"
Man muss das ganze einfach in seinen Lebensstiel intergrieren.
Ichhab einen gutbezahlten Job hingeschmissen und mich in einer kurzlebigen Branche mit ungewisser Zukunft (Politik!) selbstständig gemacht. Ich weis auch nicht von was und ob ich in 3, 5 oder 10 Jahren lebe. Ich manch mir JETZT KEINE Gedanken über ein Leben NACH Korsett und Schroth.
Mir macht es überhaupts nix mehr aus, selbst wenn ich das Korsi noch auf dem Sterbebett trage oder ich mich allein mit Korsett und Schroth gegen die apokalyptischen Reiter stellen müsste!
Man sollte zu Beginn einer Korsett-Therapie nicht mit dessen Ende auseinandersetzen sondern sich kurze, erreichbare und Erfolgserlebnisse verursachende Ziele setzen. In einem Monat oder in einem Vierteljahr wirst Du noch ganz anders als jetzt darüber denken.
Liebe GrüßeKypho60 hat geschrieben: Na ja. Ich muss erst mal meine Gedanken und Fragen ein wenig sortieren.
Und jetzt muss ich auch Mittagessen kochen.
Also, bis demnächst mal wieder.
Kypho 60
Toni
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
-
Karlson vom Dach
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- Beiträge: 413
- Registriert: Fr, 17.09.2004 - 22:08
- Wohnort: München
Hallo Kypho60, hallo Toni,
den Bericht und Tonis Ergänzung habe ich mit Begeisterung gelesen! Ich finde es immer wieder spannend, wenn sich erwachsene Korsettträger ausführlich zu ihrer Krankheitsgeschichte äußern und hier ihren positiven Werdegang schildern. Auch mir wurde damit sehr geholfen und ich fand diese Beiträge daher sehr nützlich.
Deine Geschichte erinnert mich an meine eigene, allerdings hatte ich mit dem Sitzen weniger Probleme, außer das dabei der Pelottendruck höher war und Stehen von daher angenehmer war. Von daher war das Autofahren nur am Anfang unangenehm (oder nach dem Aufpelottieren), inzwischen fahre ich jedes Auto nur noch gepanzert. Auch hatte ich keine Verkrampfungen. Respekt vor Deinen Schlafversuchen! Bei mir flog der Schraubstock wesentlich früher aus dem Bett! Ich glaube, dass es bei mir 10 Wochen gedauert hat, bis ich im Panzer durchschlafen konnte. Allerdings habe ich bis heute "Tonis Armschluchtmethode" noch nicht verstanden, und mir schlafen noch öfters die Arme ein. Im Gegensatz zu Dir kann ich den Pelotten nicht durch Bewegung ausweichen, da ich wohl zu steif bin. Allerdings werde ich langsam beweglicher und gerade.
Mir gefällt übrigens die Überschrift "da kann man ja Angst bekommen" überhaupt nicht! Die müsste nach meiner Meinung und Erfahrung eher "da kann man ja Hoffnung bekommen" heißen!
Auch ich schließe mich Annes und Tonis Meinung an und empfehle Dir dringend eine Schroth-Reha. 1+1 ist hier eindeutig mehr als 2: Korsett und Schroth ergänzen sich gegenseitig. Ich schrothe bis zu 10h die Woche und es ist einfach klasse zu sehen, wie die Übungen von Monat zu Monat immer ein BISCHEN leichter und besser gehen! Früher war ich immer faul, wenn es um KG ging. Heute bin ich auch ein bischen Stolz über meine gesteigerte Selbstdisziplin, die sich inzwischen auch auf andere Lebensbereiche ausweitet...
Zu Deiner Zukunftseinstellung:
Du trägst das Teil noch nicht lange und hast es noch nicht "vergessen". Ich kann dazu nur meine eigene Meinung und Erfahrung schildern, wie ich die Zukunft sehe, wobei ich mit dem Bechterew eine chronische Krankheit habe:
Als ich zum ersten Mal zu Dr. Hoffmann kam, konnte ich NICHT mehr aufrecht stehen (für 10 min, dann aushängen, setzen oder liegen), nicht mehr die Arme heben (Krawatte binden war Schwerstarbeit), fast nicht mehr über die Brust atmen (entzündungsbeding -> Bechterew), nicht mehr den Kiefer ausreichend öffnen, fast nicht mehr den Kopf drehen, teilweise fast nicht mehr gehen (jeder Schritt war an manchen Tagen die Hölle, da die ISG entzündet waren/sind?, Ergüsse in Knien, Entzündungen in den Füßen). Beim Umdrehen im Bett wurde ich vor Schmerzen immer wach, da dabei die Rippen belastet wurden. Außerdem hatte sich meine Kyphose, die ich seit meiner Kindheit habe, kurzfristig auf 65° verschlimmert. Des weiteren war meine WS total fixiert, von einer Restbeweglich in HWS und LWS abgesehen.
Und heute? 4 "Sachen" habe ich gemacht:
1. Korsett (seit 09/04, 22h, nur zum Duschen und zur KG wird es ausgezogen)
2. Schroth (s.o., Reha im Herbst 2004)
3. Medikamente (Voltaren (Diclo.) und Sulfasalazin (Basistherapie)
4. Ernährung umgestellt, zusätzlich Nahrungsergänzung mit Fetten (Omega 3), Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien
Vor kurzem wurden beiden Kniegelenke punktiert.
Inzwischen geht es mir blendend. Ich bin bereits gespannt auf den nächsten Röntgenkontrolltermin... Oft werde ich auf meine neue Haltung angesprochen.
Alle oben geschilderten Probleme sind inzwischen fast oder ganz weg! Tendenz steigend
Besonders gut ist die Atmung geworden.
Unzufrieden bin ich noch mit einer weiteren Verschlechterung der Belastbarkeit: ich stehe um 6 auf, turne in der Woche über eine Stunde, gehe (müde
) arbeiten und bin gegen 19:30 wieder zu hause: Leider todmüde
, so dass ich bereits beim Essen einschlafe und danach sofort ins Bett "muß". Das führe ich u.a. auf die neu hinzugekommene Basistherapie mit Sulfasalazin zurück, was hoffentlich bald wieder verschwindet. Auch hoffe ich, dass sich die HWS-Beweglichkeit noch weiter bessert.
Und das Korsett? Vergessen! Ich nehme es gar nicht mehr wahr. Es gehört einfach zu mir. Mir ist inzwischen klar, dass ich es wahrscheinlich mein ganzes Leben tragen werde. Und wegen der rheumatischen Erkrankung nicht nur stundenweise (?), sondern immer. Ich kann es nicht weglassen, wie z. B. Toni. Aber mir ist es absolut egal, da ich damit wunderbar leben kann. Es gibt (fast
) nichts, dass ich nicht mit dem Panzerchen mache. Ferner schlafe ich mit Korsett besser als ohne. Ich bin in diesem Forum wohl ein Korsett-Junkie...
Ich bin neugierig, wie Du in ein paar Monaten über das Thema denkst und hoffentlich schreibst.
Ich hatte das letzte Mal, als ich über mich selbst schrieb, erwähnt, dass ich zum Rheumatologen gehen wollte und auf die neuen TNF-Alpha-Blocker gehofft habe, wobei die Nebenwirkungen nicht ohne sind und es noch keine Langzeiterfahrungen gibt. Wenn sich die Beweglichkeit der HWS noch weiter bessert und ich vielleicht sogar das Voltaren weglassen kann, will ich keine TNF mehr. Soviel zu mir.
Viele Grüße,
Karlson vom Dach
den Bericht und Tonis Ergänzung habe ich mit Begeisterung gelesen! Ich finde es immer wieder spannend, wenn sich erwachsene Korsettträger ausführlich zu ihrer Krankheitsgeschichte äußern und hier ihren positiven Werdegang schildern. Auch mir wurde damit sehr geholfen und ich fand diese Beiträge daher sehr nützlich.
Deine Geschichte erinnert mich an meine eigene, allerdings hatte ich mit dem Sitzen weniger Probleme, außer das dabei der Pelottendruck höher war und Stehen von daher angenehmer war. Von daher war das Autofahren nur am Anfang unangenehm (oder nach dem Aufpelottieren), inzwischen fahre ich jedes Auto nur noch gepanzert. Auch hatte ich keine Verkrampfungen. Respekt vor Deinen Schlafversuchen! Bei mir flog der Schraubstock wesentlich früher aus dem Bett! Ich glaube, dass es bei mir 10 Wochen gedauert hat, bis ich im Panzer durchschlafen konnte. Allerdings habe ich bis heute "Tonis Armschluchtmethode" noch nicht verstanden, und mir schlafen noch öfters die Arme ein. Im Gegensatz zu Dir kann ich den Pelotten nicht durch Bewegung ausweichen, da ich wohl zu steif bin. Allerdings werde ich langsam beweglicher und gerade.
Mir gefällt übrigens die Überschrift "da kann man ja Angst bekommen" überhaupt nicht! Die müsste nach meiner Meinung und Erfahrung eher "da kann man ja Hoffnung bekommen" heißen!
Auch ich schließe mich Annes und Tonis Meinung an und empfehle Dir dringend eine Schroth-Reha. 1+1 ist hier eindeutig mehr als 2: Korsett und Schroth ergänzen sich gegenseitig. Ich schrothe bis zu 10h die Woche und es ist einfach klasse zu sehen, wie die Übungen von Monat zu Monat immer ein BISCHEN leichter und besser gehen! Früher war ich immer faul, wenn es um KG ging. Heute bin ich auch ein bischen Stolz über meine gesteigerte Selbstdisziplin, die sich inzwischen auch auf andere Lebensbereiche ausweitet...
Zu Deiner Zukunftseinstellung:
Du trägst das Teil noch nicht lange und hast es noch nicht "vergessen". Ich kann dazu nur meine eigene Meinung und Erfahrung schildern, wie ich die Zukunft sehe, wobei ich mit dem Bechterew eine chronische Krankheit habe:
Als ich zum ersten Mal zu Dr. Hoffmann kam, konnte ich NICHT mehr aufrecht stehen (für 10 min, dann aushängen, setzen oder liegen), nicht mehr die Arme heben (Krawatte binden war Schwerstarbeit), fast nicht mehr über die Brust atmen (entzündungsbeding -> Bechterew), nicht mehr den Kiefer ausreichend öffnen, fast nicht mehr den Kopf drehen, teilweise fast nicht mehr gehen (jeder Schritt war an manchen Tagen die Hölle, da die ISG entzündet waren/sind?, Ergüsse in Knien, Entzündungen in den Füßen). Beim Umdrehen im Bett wurde ich vor Schmerzen immer wach, da dabei die Rippen belastet wurden. Außerdem hatte sich meine Kyphose, die ich seit meiner Kindheit habe, kurzfristig auf 65° verschlimmert. Des weiteren war meine WS total fixiert, von einer Restbeweglich in HWS und LWS abgesehen.
Und heute? 4 "Sachen" habe ich gemacht:
1. Korsett (seit 09/04, 22h, nur zum Duschen und zur KG wird es ausgezogen)
2. Schroth (s.o., Reha im Herbst 2004)
3. Medikamente (Voltaren (Diclo.) und Sulfasalazin (Basistherapie)
4. Ernährung umgestellt, zusätzlich Nahrungsergänzung mit Fetten (Omega 3), Vitaminen, Spurenelementen und Mineralien
Vor kurzem wurden beiden Kniegelenke punktiert.
Inzwischen geht es mir blendend. Ich bin bereits gespannt auf den nächsten Röntgenkontrolltermin... Oft werde ich auf meine neue Haltung angesprochen.
Alle oben geschilderten Probleme sind inzwischen fast oder ganz weg! Tendenz steigend
Unzufrieden bin ich noch mit einer weiteren Verschlechterung der Belastbarkeit: ich stehe um 6 auf, turne in der Woche über eine Stunde, gehe (müde
Und das Korsett? Vergessen! Ich nehme es gar nicht mehr wahr. Es gehört einfach zu mir. Mir ist inzwischen klar, dass ich es wahrscheinlich mein ganzes Leben tragen werde. Und wegen der rheumatischen Erkrankung nicht nur stundenweise (?), sondern immer. Ich kann es nicht weglassen, wie z. B. Toni. Aber mir ist es absolut egal, da ich damit wunderbar leben kann. Es gibt (fast
Ich bin neugierig, wie Du in ein paar Monaten über das Thema denkst und hoffentlich schreibst.
Ich hatte das letzte Mal, als ich über mich selbst schrieb, erwähnt, dass ich zum Rheumatologen gehen wollte und auf die neuen TNF-Alpha-Blocker gehofft habe, wobei die Nebenwirkungen nicht ohne sind und es noch keine Langzeiterfahrungen gibt. Wenn sich die Beweglichkeit der HWS noch weiter bessert und ich vielleicht sogar das Voltaren weglassen kann, will ich keine TNF mehr. Soviel zu mir.
Viele Grüße,
Karlson vom Dach
Hallo,
seit ein paar Wochen hab ich endlich mal wieder so viel Zeit, hier im Forum nicht nur kurz etwas zu lesen sondern auch etwas zu schreiben. Erst habe ich überlegt, ob ich diese Thema überhaupt unter dem Titel "...Angst..." weiterführen soll. Dann entschied ich mich aber doch wegen der besseren Übersichtlichkeit dafür. Wenn die "Geschichte" einer Person auf mehrere Themen verteilt ist, verliert man evtl. leicht den Überblick.
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Nun aber kurz zu den vergangenen drei Wochen:
Wegen Rückenschmerzen brauche ich !! KEINE !! Medikamente mehr. Nur noch bei deutlichen Kopf- und Nackenschmerzen ist gelegentlich ein Ibuprofen angesagt.
Die Tragezeit meines Korsetts konnte ich deutlich steigern, da die starken Druckschmerzen (einzelne Hautstellen fühlten sich wie eingequetscht an) nachließen.
Der Druck auf eine kleine Stelle am forderen Beckenkamm wird zeitweise extrem unangenehm.
Vorübergehend verschlimmerten sich auch die Schmerzen im Bein (Nerven ?, Muskeln ?), wurden dann aber wieder geringer und waren teilweise nicht mehr vorhanden. Vielleicht hat mir auch die Einnahme von Magnesium etwas geholfen. Leider wird das Bein aber zwischendurch immer wieder leicht taub und schmerzt dabei. Besonders bei stehenden Tätigkeiten (z.B. Bügeln) werden die äußeren Hautschichten an den Oberschenkelaussen- und Vorderseiten vollständig gefühllos, etwas tieferliegend entwickelt sich dann ein brennender Schmerz.
Sitzen funktioniert am besten auf Möbeln, die im Oberschenkelbereich sehr gut und weich gepolstert sind. Auf einem Gesundheitsball (Petzi?) hingegen entwickeln sich nach kurzer Zeit deutliche Schmerzen in den Beinen.
Meine Schmerzproblematik konzentriert sich nun also auf die Regionen ab dem Becken nach unten. Oberhalb bin ich nahezu schmerzfrei.
Auch die Atmung ist nicht mehr ganz so flach wie am Anfang, leider aber noch so eingeschränkt, so dass ich noch meilenweit von meiner korsettlosen Leistungsfähigkeit entfernt bin. Mit meinem Hund kann ich aber schon problemlos wieder einige der gewohnten Wege gehen (wenn auch langsamer als sonst)
Leider sind meine Blutdruckwerte mit Korsett um ca. 10-20 mmHg gestiegen. Auch mein Puls hat sich deutlich erhöht (um ca. 10-20 bpm).
Wenn ich nicht arbeiten muss, halte ich das Korsett den ganzen Tag aus.
Dabei empfinde ich die ersten 2-3 Stunden als besonders schwierig, da alles drückt und mir das Korsettt total unbequem vorkommt. Nach diesen 2-3 Stunden hat sich der Körper anscheinend schon so angepasst, dass ich das Korsett nicht mehr als stark belastend empfinde.
Da ich an Arbeitstagen das Korsett immer nur kurz anhaben kann, komme ich über die schwierigen ersten 2-3 Stunden nicht hinaus. Ohne Korsett schmerzt der Rücken, mit Korsett fühle ich mich stark belastet. Da jetzt wieder ein Wochenende ansteht, werde ich versuchen, das Korsett rund um die Uhr anzulassen - auch nachts.
Jede Nacht habe ich versucht, im Korsett zu schlafen. Einschlafen gelingt problemlos, aber immer, wenn ich wach werde (nach ca. 2-4 Std.), brennt der Rücken genau in dem Bereich, wo kein Kontakt zum Korsett besteht (Nierengegend). Wenn ich dann aufstehe, legt sich der Schmerz innerhalb von ca. 20-30 Minuten. Die Schmerzen sind föllig unabhängig davon, wie eng oder weit das Korsett eingestellt ist.
Erst die letzten beiden Nächte ist es mir gelungen, das Korsett anzulassen - durschlafen konnte ich aber nicht.
Wenn die Atmung mitspielt, kann ich das Korsett gut bis zu den roten Strichen schliessen, nach ein paar Stunden auch vollständig bis zum Anschlag. Dann muss ich nur aufpassen, dass der Druck auf den Beckenkamm nicht zu gross wird und sich keine stärkeren Schmerzen im Bein entwickeln.
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Auch Auto fahren geht schon. Im Audi 80, VW Golf und Opel Agila komme ich halbwegs zurecht. Leider ist es in meinem Dienstwagen (Opel Corsa) für mich nicht möglich, eine geeignete Sitzposition zu finden.
Auch stelle ich es mir unmöglich vor, meine Dienstfahrten (Stadtverkehr mit ständigem Rangieren, Ein-und Ausparken) mit Korsett im Corsa durchzuführen. Da ich auch ständig irgendwelche Gegenstände, die übersichtlich im Beifahrer-Fußraum liegen, ein- und ausladen muss und an die ich im Korsett gar nicht drankomme, ist meine Arbeit mit Korsett für mich unvorstellbar. Die zu befördernden Sachen müssen auch sehr schnell vom Auto zum Kunden gebracht werden - und das kann ich mir bei der eingeschränkten Atmung im Korsett auch nicht vorstellen.
Also muss ich mich während der Arbeit leider ohne Korsett "rumquälen".
Und dann ist da noch die rechtliche Seite. Bei meiner Versicherung habe ich (auf Rat von Herrn Rahmouni) deswegen nachgefragt. Die zuständige Sachbearbeiterin erklärte, dass nur der Arzt die Fahrtüchtigkeit mit Rückenorthese bescheinigen könne und nicht die Versicherung. Auch wies sie darauf hin, dass im Schadensfall ohne entsprechende Bescheinigung Versicherungsleistungen abgelehnt werden könnten und dass evtl. auch strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Wenn ich Ende Juni wieder in Stuttgart / Leonberg bin, werde ich Dr. Hoffmann um eine entsprechende Bescheinigung bitten.
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So, eigentlich wollte ich noch ne Menge schreiben, aber mir läuft die Zeit davon.
Trotzdem aber noch ein paar Kurzantworten:
@ anne + Toni
Urlaub für Reha - gute Idee. Leider hab ich keinen Urlaub. Ich hab auch leider keine Anstellungsvertrag sondern bin nur als Teilzeit-Aushilfskraft beschäftigt (wie geschickt von meinem Chef). Jederzeit kündbar, kein Urlaub, keine Arbeit -> kein Geld, ein paar Tage frei -> kein Geld, mal krank -> kein Geld, etwas länger verhindert sein --> und Tschüß ? (In der heutigen Zeit gibt's genug Leute, die auch auf so einen "tollen" Job scharf sind)
Auch kann ich nicht einfach zur Kur fahren und meine Tochter (Grundschule) sich selbst überlassen. Und in den Sommerferien werden ja keine Erwachsenen in BaSa genommen. Und meine Frau hat es auch schon seit Jahren nicht mehr geschafft, mal länger als 2 Wo. Urlaub am Stück zu bekommen.
@Karlson
- Die Überschrift "da kann man ja Angst bekommen" gefällt mir auch nicht mehr.
- Mein Korsett vergessen - das wäre sicher ganz toll. Wie lange dauert das denn noch ? (reth. Frage)
- Reha - siehe oben
- wenn ich mir so deine Geschicht durchlese, fühl ich mich imVergleich schon wieder fast gesund - also: gute Besserung für dich
Mit müden Grüßen (ist schon spät geworden)
Kypho 60
seit ein paar Wochen hab ich endlich mal wieder so viel Zeit, hier im Forum nicht nur kurz etwas zu lesen sondern auch etwas zu schreiben. Erst habe ich überlegt, ob ich diese Thema überhaupt unter dem Titel "...Angst..." weiterführen soll. Dann entschied ich mich aber doch wegen der besseren Übersichtlichkeit dafür. Wenn die "Geschichte" einer Person auf mehrere Themen verteilt ist, verliert man evtl. leicht den Überblick.
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Nun aber kurz zu den vergangenen drei Wochen:
Wegen Rückenschmerzen brauche ich !! KEINE !! Medikamente mehr. Nur noch bei deutlichen Kopf- und Nackenschmerzen ist gelegentlich ein Ibuprofen angesagt.
Die Tragezeit meines Korsetts konnte ich deutlich steigern, da die starken Druckschmerzen (einzelne Hautstellen fühlten sich wie eingequetscht an) nachließen.
Der Druck auf eine kleine Stelle am forderen Beckenkamm wird zeitweise extrem unangenehm.
Vorübergehend verschlimmerten sich auch die Schmerzen im Bein (Nerven ?, Muskeln ?), wurden dann aber wieder geringer und waren teilweise nicht mehr vorhanden. Vielleicht hat mir auch die Einnahme von Magnesium etwas geholfen. Leider wird das Bein aber zwischendurch immer wieder leicht taub und schmerzt dabei. Besonders bei stehenden Tätigkeiten (z.B. Bügeln) werden die äußeren Hautschichten an den Oberschenkelaussen- und Vorderseiten vollständig gefühllos, etwas tieferliegend entwickelt sich dann ein brennender Schmerz.
Sitzen funktioniert am besten auf Möbeln, die im Oberschenkelbereich sehr gut und weich gepolstert sind. Auf einem Gesundheitsball (Petzi?) hingegen entwickeln sich nach kurzer Zeit deutliche Schmerzen in den Beinen.
Meine Schmerzproblematik konzentriert sich nun also auf die Regionen ab dem Becken nach unten. Oberhalb bin ich nahezu schmerzfrei.
Auch die Atmung ist nicht mehr ganz so flach wie am Anfang, leider aber noch so eingeschränkt, so dass ich noch meilenweit von meiner korsettlosen Leistungsfähigkeit entfernt bin. Mit meinem Hund kann ich aber schon problemlos wieder einige der gewohnten Wege gehen (wenn auch langsamer als sonst)
Leider sind meine Blutdruckwerte mit Korsett um ca. 10-20 mmHg gestiegen. Auch mein Puls hat sich deutlich erhöht (um ca. 10-20 bpm).
Wenn ich nicht arbeiten muss, halte ich das Korsett den ganzen Tag aus.
Dabei empfinde ich die ersten 2-3 Stunden als besonders schwierig, da alles drückt und mir das Korsettt total unbequem vorkommt. Nach diesen 2-3 Stunden hat sich der Körper anscheinend schon so angepasst, dass ich das Korsett nicht mehr als stark belastend empfinde.
Da ich an Arbeitstagen das Korsett immer nur kurz anhaben kann, komme ich über die schwierigen ersten 2-3 Stunden nicht hinaus. Ohne Korsett schmerzt der Rücken, mit Korsett fühle ich mich stark belastet. Da jetzt wieder ein Wochenende ansteht, werde ich versuchen, das Korsett rund um die Uhr anzulassen - auch nachts.
Jede Nacht habe ich versucht, im Korsett zu schlafen. Einschlafen gelingt problemlos, aber immer, wenn ich wach werde (nach ca. 2-4 Std.), brennt der Rücken genau in dem Bereich, wo kein Kontakt zum Korsett besteht (Nierengegend). Wenn ich dann aufstehe, legt sich der Schmerz innerhalb von ca. 20-30 Minuten. Die Schmerzen sind föllig unabhängig davon, wie eng oder weit das Korsett eingestellt ist.
Erst die letzten beiden Nächte ist es mir gelungen, das Korsett anzulassen - durschlafen konnte ich aber nicht.
Wenn die Atmung mitspielt, kann ich das Korsett gut bis zu den roten Strichen schliessen, nach ein paar Stunden auch vollständig bis zum Anschlag. Dann muss ich nur aufpassen, dass der Druck auf den Beckenkamm nicht zu gross wird und sich keine stärkeren Schmerzen im Bein entwickeln.
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Auch Auto fahren geht schon. Im Audi 80, VW Golf und Opel Agila komme ich halbwegs zurecht. Leider ist es in meinem Dienstwagen (Opel Corsa) für mich nicht möglich, eine geeignete Sitzposition zu finden.
Auch stelle ich es mir unmöglich vor, meine Dienstfahrten (Stadtverkehr mit ständigem Rangieren, Ein-und Ausparken) mit Korsett im Corsa durchzuführen. Da ich auch ständig irgendwelche Gegenstände, die übersichtlich im Beifahrer-Fußraum liegen, ein- und ausladen muss und an die ich im Korsett gar nicht drankomme, ist meine Arbeit mit Korsett für mich unvorstellbar. Die zu befördernden Sachen müssen auch sehr schnell vom Auto zum Kunden gebracht werden - und das kann ich mir bei der eingeschränkten Atmung im Korsett auch nicht vorstellen.
Also muss ich mich während der Arbeit leider ohne Korsett "rumquälen".
Und dann ist da noch die rechtliche Seite. Bei meiner Versicherung habe ich (auf Rat von Herrn Rahmouni) deswegen nachgefragt. Die zuständige Sachbearbeiterin erklärte, dass nur der Arzt die Fahrtüchtigkeit mit Rückenorthese bescheinigen könne und nicht die Versicherung. Auch wies sie darauf hin, dass im Schadensfall ohne entsprechende Bescheinigung Versicherungsleistungen abgelehnt werden könnten und dass evtl. auch strafrechtliche Konsequenzen drohen.
Wenn ich Ende Juni wieder in Stuttgart / Leonberg bin, werde ich Dr. Hoffmann um eine entsprechende Bescheinigung bitten.
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So, eigentlich wollte ich noch ne Menge schreiben, aber mir läuft die Zeit davon.
Trotzdem aber noch ein paar Kurzantworten:
@ anne + Toni
Urlaub für Reha - gute Idee. Leider hab ich keinen Urlaub. Ich hab auch leider keine Anstellungsvertrag sondern bin nur als Teilzeit-Aushilfskraft beschäftigt (wie geschickt von meinem Chef). Jederzeit kündbar, kein Urlaub, keine Arbeit -> kein Geld, ein paar Tage frei -> kein Geld, mal krank -> kein Geld, etwas länger verhindert sein --> und Tschüß ? (In der heutigen Zeit gibt's genug Leute, die auch auf so einen "tollen" Job scharf sind)
Auch kann ich nicht einfach zur Kur fahren und meine Tochter (Grundschule) sich selbst überlassen. Und in den Sommerferien werden ja keine Erwachsenen in BaSa genommen. Und meine Frau hat es auch schon seit Jahren nicht mehr geschafft, mal länger als 2 Wo. Urlaub am Stück zu bekommen.
@Karlson
- Die Überschrift "da kann man ja Angst bekommen" gefällt mir auch nicht mehr.
- Mein Korsett vergessen - das wäre sicher ganz toll. Wie lange dauert das denn noch ? (reth. Frage)
- Reha - siehe oben
- wenn ich mir so deine Geschicht durchlese, fühl ich mich imVergleich schon wieder fast gesund - also: gute Besserung für dich
Mit müden Grüßen (ist schon spät geworden)
Kypho 60
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Wenn Du in absehbarer Zeit nicht zu Rahmouni kommst und Dich diese Stelle arg plagt, dann könntest Du versuchen an der Stelle (mit filzstift zuerst anzeichen) den Kunststoff mit einem Föhn VORSICHTIG zu erwärmen und dann mit etwas rundem z.B. Flasche, Stopfei, Stopfpilz oder Ähnlichen nach außen drücken und solange gedrückt halten bis das PE wieder kalt ist. Besser aber Du zeigst die Stelle bei nächster gelegenheit dem Meister.Kypho60 hat geschrieben: Der Druck auf eine kleine Stelle am forderen Beckenkamm wird zeitweise extrem unangenehm.
Dadurch daß Du vermutlich relativ "gewaltsam" entlodoisiert wirst und im Korsett eine völlig anderen Beckenkippwinkel hast als bisher entstehen bestimmte Drücke dan die Dein Körper noch nicht gewohnt ist.Kypho60 hat geschrieben:Vorübergehend verschlimmerten sich auch die Schmerzen im Bein (Nerven ?, Muskeln ?), wurden dann aber wieder geringer und waren teilweise nicht mehr vorhanden. Vielleicht hat mir auch die Einnahme von Magnesium etwas geholfen.
Ich vermute bei Dir auch (typisch bei allen BWS Kyphosen und LWS-Hyperlordosen) stark verkürzte Beinrückseiten. Da würde ein ganz gezielte und wichtige Schroth-Übung, die Beinrückseitendehnung sehr helfen!!!
Die solltest Du unbedingt lernen und machen!
Erst muss mal klar definiert werden, WAS FÜR ein Schmerz das ist!Kypho60 hat geschrieben:Leider wird das Bein aber zwischendurch immer wieder leicht taub und schmerzt dabei. Besonders bei stehenden Tätigkeiten (z.B. Bügeln) werden die äußeren Hautschichten an den Oberschenkelaussen- und Vorderseiten vollständig gefühllos, etwas tieferliegend entwickelt sich dann ein brennender Schmerz.
Sind es tatsächlich "nur" Nerven?
Was echt gefährlich wäre, ist wenn es die Venen sind.
Werden die Beine in der Hautfarbe dunkler? Bläulicher?
Wenn Du Dir mit dem Finger auf die Haut drückst bleibt da ein weißer Fleck/Delle die nicht sofort verschwindet?
Fühlen sich Deine Beine müde und schwer an?
Schwellen die Weichteilgewebe um die Knöchel und Sprunggelenke abends dick an?
Das wäre ein Alarmsignal, daß Du eventuiell durch das Korsett venösen Rückstau hast und Dein Herz nur mit stark erhöhtem Widerstand durch den Bauchraumdruck des Korsettes das Blut aus den Beinvenen zu sich hochsaugen kann. Eventuell quetscht beim Sitzen der vordere untere Korsettrand zu sehr auf den Oberschenkelansatz, was auch venösen Rückstau verursachen kann. Dann müsste Rahmouni den Oberschenkel Ansatz weiter ausbördeln und besser polstern. Hat er bei mit auch gemacht, seither ists VIIIIEEEL besser!
Ich hatte schon mal Thrombosen und hab seither davor echt Angst!
Ich trage daher auch konsequent zum Korsett medizinische Kompressionsstrümpfe, die mir als angenehme Nebenwirkung leichte und ermüdungsfreie Beine bescheeren.
Wenn es die Nerven sind, dann ist die Streckung und Dehnung mit der Beinrückseitendehnung am wichtigsten! Und daß Du IM KORSETT die Beckenkorrekturen 1 und 2 nach SCHROTH möglichst selbst einstellst und dich nicht total vom Korsi dahin drücken lässt. Es ist sehr schade daß Du noch kein Schroth kannst, das würde sehr helfen und vieles erleichtern, da sich SCHROTH und Korsett sehr gut ergänzen.
Mir ist am liebsten ein fester hoher Stuhl mitseitlichen Armstützen und ebener Sitzfläche. Optimal wird es mit SISSEL-Sitfit, auch mit Keilkissen ist es besser. Am schlimmsten sind für mich weiche und tiefe Sessel, die arschbequem aussehen aber mit Korsett furchtbar sind.Kypho60 hat geschrieben: Sitzen funktioniert am besten auf Möbeln, die im Oberschenkelbereich sehr gut und weich gepolstert sind. Auf einem Gesundheitsball (Petzi?) hingegen entwickeln sich nach kurzer Zeit deutliche Schmerzen in den Beinen.
Da müssen wir echt rausfinden was Deine Beine so plagt!Kypho60 hat geschrieben: Meine Schmerzproblematik konzentriert sich nun also auf die Regionen ab dem Becken nach unten. Oberhalb bin ich nahezu schmerzfrei.
Auch da wäre es gut Schroth-Atmung zu lernen. Dann könntest Du viel gezielter die Hohlräume Deines Kosis ausnutzen um tiefer atmen zu können. Teilweise macht Rahmouni den Bereich Taille- Brustkorb bewusst so eng, daß es zum sog. "Zwetschkenkern-Effekt" kommt. Bei jedem tiefen Atemzug hebt sich Dein Brustkorb ein paar mm bis cm aus dem Korsett-Trichter nach oben heraus , was jedesmal eine Art intermittierde Streckung der ganzen WS und der Bandscheiben bedeutet, die dadurch gestreckt entlastet und gleichzeitig "saftiger" werden. Das ist ein wesentlicher Teil der erzielten Schmerzfreiheit!Kypho60 hat geschrieben: Auch die Atmung ist nicht mehr ganz so flach wie am Anfang, leider aber noch so eingeschränkt, so dass ich noch meilenweit von meiner korsettlosen Leistungsfähigkeit entfernt bin. Mit meinem Hund kann ich aber schon problemlos wieder einige der gewohnten Wege gehen (wenn auch langsamer als sonst)
Das wird besser je mehr sich Dein "Kadaver" an den "Schildkrötenpanzer" gewöhnt und je mehr Du MIT Korsi unternimmst und Dir zuttraust. Beobachte auch mal ob unterer und oberer Wert des Blutdrucks angestiegen sind. Noch ist das Korsi für Dich ein Stressfaktor!Kypho60 hat geschrieben:
Leider sind meine Blutdruckwerte mit Korsett um ca. 10-20 mmHg gestiegen. Auch mein Puls hat sich deutlich erhöht (um ca. 10-20 bpm).
Bei mir ist es so, daß ich die Arbeit nur aushalte, wenn ich ordentlich korsettiert bin!Kypho60 hat geschrieben:
Wenn ich nicht arbeiten muss, halte ich das Korsett den ganzen Tag aus.
Aber in einem Corsa würde ich mit Korsett vermutlich auch durchdrehen. Da lob ich mir die hohe Stuhlartige Sitzposition in meinem Landrover.
Ich wünsche Dir weiter so viel Erfolge wie Du begonnen hast und freu mich auf weitere Berichte wie es Dir geht!
- Dateianhänge
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- Das ist eine der wichtigsten vorbereitenden Schroth-Übungen bei verkürzten Beinrückseiten!
- Beinrueckseitendehnung.jpg (29.08 KiB) 23190 mal betrachtet
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo,
ich wollte "kurz" mal berichten, wie es mir in letzter Zeit ergangen ist.
Seit mitte Mai hab' ich nun mein Rahmouni-Korsett.
Anfangs hatte ich damit deutliche Schwierigkeiten (siehe oben), aber die haben sich größtenteils erledigt.
Ende Juni hatte ich dann einen Termin bei Rahmouni, wo ich dann auch nach Dr. Hoffmann zum Röntgen sollte.
Nachdem ich alles organisiert und auch die Bahn-Tickets gekauft hatte, kam 2 Tage vorher ein Anruf von Rahmouni, dass Dr. Hoffmann (wegen Abrechnung) nicht könnte.
Ich war darüber nicht gerade erfreut.
Trotzdem solle ich wegen Korsettkontrolle nach Stuttgart kommen.
Nach ca. 6 Std. Anreise kam ich bei Rahmouni auch sofort dran.
Herr Rahmouni kontrollierte alles und fragte, wo's Probleme gäbe.
Auf erhöhte Pulsfrequenz und Blutdruck ist er gar nicht eingegangen. Um die Druckstellen am unteren Korsettrand wollte er sich aber kümmern. Auch habe ich ihm gesagt, dass mein Linkes Bein häufig recht weh tut.
Jetzt hatte ich 5 Std. für Stuttgart Zeit. Da es ein schöner Tag war, konnte ich es auch genießen. Auf dem Rückweg (entlang der aufgeheitzten Mauer der Bahn) wurde es mir so heiß, dass ich beinahe schlapp gemacht hätte. Ich fühlte mich kurzfristig so schlapp, als hätte ich gerade eine 5 Tage dauernde Magen-Darm Grippe überstanden. Als ich Rahmouni erreichte, hab ich mich erst einmal für 30 Min. in den etwas kühleren Keller verzogen.
Am Nachmittag kam ich zum vereinbarten Termin wieder sofort dran.
Das Korsett hatte neue Pelotten erhalten und war am unteren Rand - da, wo es am stärksten in die Haut "eingeschnitten" hatte, etwas geweitet bzw. aufgebördelt.
Beim Anziehen zog Herr Rahmouni das Korsett ganz zusammen, so, dass vorne die linke und die rechte Hälfte so eng zusammen waren, dass man keinen Fingernagel mehr dazwischen stecken konnte. Dann machte er an den Klettbändern noch grüne Striche und meinte, ich soll das Korsett jetzt immer so weit schließen.
Da mein linkes Bein jetzt wieder ordentlich schmerzte, riet mir Herr Rahmouni, beim Anziehen im Korsett weit nach unten zu rutschen und bei stärkeren Schmerzen es etwas über die grünen Striche hinaus zu lockern.
Als Ursache der Beinschmerzen benannte er Nerven, die über den Beckenkamm ins Bein verlaufen. Diese könnten schon mal gereizt werden. dies sei aber völlig unkritisch. Durchblutungsstörungen schloss er aus.
Dann meinte er noch, ich solle Anfang September einen neuen Termin machen. (Wie oft muss ich wohl noch nach Stuttgart? Wird allmählich ganz schön teuer)
Das komplett geschlossene Korsett war mir für die Heimreise zu eng, so stellte ich es ungefähr so weit, dass es in der MItte zwischen den grünen und den roten Strichen lag.
So gepanzert machte ich mich dann zu Fuß durch den Park (Wilhelma?) auf den Weg zum Bahnhof. Bis zu meinem Zug hatte ich noch ein paar Stunden Zeit, in der ich die Fußgängerzone "unsicher" machte.
Es würde schwühl, mir wurde heiß, aber ansonsten war ich wieder einigermaßen fit.
In dem jetzt viel engeren Korsett kam ich eigentlich ganz gut klar.
Besonders im klimatisierten ICE konnte ich auch ganz gut sitzen.
Fürchterlich empfand ich dann die weitere Heimfahrt im überhitzten, total unbequemen Nahverkehrszug.
Am Heimatbahnhof schwang ich mich dann in mein Auto und fuhr nach Hause, wo ich mich endlich duschen konnte.
-------------------------------
Seit einer guten Woche trage ich also mein Korsett neu aufpelottiert in engster Stellung rund um die Uhr (abgesehen für ca. 20 Min/Tag Hygiene)
Meine Mahlzeiten sind seitdem deutlich kleiner geworden (Menge wie ca. 2-3 Toastscheiben). Meine Atemeinschränkungen werden besser.
Nur mein Bein schmerzt gelegentlich heftig. Es wird dann auch nicht besser, wenn ich das Korsett hochziehe oder locker. Manchmal hab ich aber auch etliche Stunden, in denen die Schmerzen fast vollständig weg sind und nur noch ein Kribbeln bleibt.
Wenn ich mich hinlege, gehen die Schmerzen im Bein zurück.
Schlafen kann ich jetzt ca. 6 Std., dann schmerzt der Rücken im Bereich der Nierengegend so unangenehm, das ich aufstehen muss. (Herrr Rahmouni meinte, dass es daran liege, das beim Liegen diese Muskeln erschlaffen - wenn ich das so richtig verstanden habe).
Seit zwei Tagen muss ich nun wieder arbeiten. Dadurch reduzieren sich die Tragezeiten. Auch ist das Anziehen des Korsetts sehr unangenehm, wenn ich länger als eine Std. ohne war. (Manchmal denk ich, ich sollte den Job einfach hinschmeißen - aber das liebe Geld....)
Was mir auch oft unangenehm ist, sind die Falten vom Korsetthemd unter dem Panzer.
Ich hab so das Gefühl, dass sich die Hemden (Bauerfeind) nach mehrmaligem Waschen so geweitet haben, dass man sie gar nicht mehr faltenfrei anziehen kann. Besonders da, wo sich am Bauch die Korsetthälften überlappen, bilden sich beim Anziehen Falten, die ich auch durch wiederholtes ziehen einfach nicht wegbekomme.
----------------------
Wenn manchmal keine Falten "pieksen" und auch mein Bein fast schmerzfrei ist, dann bin ich fast soweit, dass ich vergessen kann, dass ich mein Korsett anhabe. Für die Zukunft würd ich mir das öfter wünschen.
--------------------
Und eins noch zuletzt:
Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich oft grosse Nacken- und Armprobleme habe. Das hat sich geändert. Jetzt hab ich nur noch Nackenprobleme. Der Arm ist nahezu beschwerdefrei. Auch meine Empfindungsstörungen im Gesicht haben sich deutlich reduziert.
Wenn ich so die Verbesserungen den Belastungen durch das Korsett gegenüberstelle, hat es für mich z.Zt. einen eher positiven Einfluss - besonders, da ich keine Rückenschmerzen mehr habe (abgesehen von denen nach langem Liegen).
Grüße aus dem Sauerland
Kypho60
ich wollte "kurz" mal berichten, wie es mir in letzter Zeit ergangen ist.
Seit mitte Mai hab' ich nun mein Rahmouni-Korsett.
Anfangs hatte ich damit deutliche Schwierigkeiten (siehe oben), aber die haben sich größtenteils erledigt.
Ende Juni hatte ich dann einen Termin bei Rahmouni, wo ich dann auch nach Dr. Hoffmann zum Röntgen sollte.
Nachdem ich alles organisiert und auch die Bahn-Tickets gekauft hatte, kam 2 Tage vorher ein Anruf von Rahmouni, dass Dr. Hoffmann (wegen Abrechnung) nicht könnte.
Ich war darüber nicht gerade erfreut.
Trotzdem solle ich wegen Korsettkontrolle nach Stuttgart kommen.
Nach ca. 6 Std. Anreise kam ich bei Rahmouni auch sofort dran.
Herr Rahmouni kontrollierte alles und fragte, wo's Probleme gäbe.
Auf erhöhte Pulsfrequenz und Blutdruck ist er gar nicht eingegangen. Um die Druckstellen am unteren Korsettrand wollte er sich aber kümmern. Auch habe ich ihm gesagt, dass mein Linkes Bein häufig recht weh tut.
Jetzt hatte ich 5 Std. für Stuttgart Zeit. Da es ein schöner Tag war, konnte ich es auch genießen. Auf dem Rückweg (entlang der aufgeheitzten Mauer der Bahn) wurde es mir so heiß, dass ich beinahe schlapp gemacht hätte. Ich fühlte mich kurzfristig so schlapp, als hätte ich gerade eine 5 Tage dauernde Magen-Darm Grippe überstanden. Als ich Rahmouni erreichte, hab ich mich erst einmal für 30 Min. in den etwas kühleren Keller verzogen.
Am Nachmittag kam ich zum vereinbarten Termin wieder sofort dran.
Das Korsett hatte neue Pelotten erhalten und war am unteren Rand - da, wo es am stärksten in die Haut "eingeschnitten" hatte, etwas geweitet bzw. aufgebördelt.
Beim Anziehen zog Herr Rahmouni das Korsett ganz zusammen, so, dass vorne die linke und die rechte Hälfte so eng zusammen waren, dass man keinen Fingernagel mehr dazwischen stecken konnte. Dann machte er an den Klettbändern noch grüne Striche und meinte, ich soll das Korsett jetzt immer so weit schließen.
Da mein linkes Bein jetzt wieder ordentlich schmerzte, riet mir Herr Rahmouni, beim Anziehen im Korsett weit nach unten zu rutschen und bei stärkeren Schmerzen es etwas über die grünen Striche hinaus zu lockern.
Als Ursache der Beinschmerzen benannte er Nerven, die über den Beckenkamm ins Bein verlaufen. Diese könnten schon mal gereizt werden. dies sei aber völlig unkritisch. Durchblutungsstörungen schloss er aus.
Dann meinte er noch, ich solle Anfang September einen neuen Termin machen. (Wie oft muss ich wohl noch nach Stuttgart? Wird allmählich ganz schön teuer)
Das komplett geschlossene Korsett war mir für die Heimreise zu eng, so stellte ich es ungefähr so weit, dass es in der MItte zwischen den grünen und den roten Strichen lag.
So gepanzert machte ich mich dann zu Fuß durch den Park (Wilhelma?) auf den Weg zum Bahnhof. Bis zu meinem Zug hatte ich noch ein paar Stunden Zeit, in der ich die Fußgängerzone "unsicher" machte.
Es würde schwühl, mir wurde heiß, aber ansonsten war ich wieder einigermaßen fit.
In dem jetzt viel engeren Korsett kam ich eigentlich ganz gut klar.
Besonders im klimatisierten ICE konnte ich auch ganz gut sitzen.
Fürchterlich empfand ich dann die weitere Heimfahrt im überhitzten, total unbequemen Nahverkehrszug.
Am Heimatbahnhof schwang ich mich dann in mein Auto und fuhr nach Hause, wo ich mich endlich duschen konnte.
-------------------------------
Seit einer guten Woche trage ich also mein Korsett neu aufpelottiert in engster Stellung rund um die Uhr (abgesehen für ca. 20 Min/Tag Hygiene)
Meine Mahlzeiten sind seitdem deutlich kleiner geworden (Menge wie ca. 2-3 Toastscheiben). Meine Atemeinschränkungen werden besser.
Nur mein Bein schmerzt gelegentlich heftig. Es wird dann auch nicht besser, wenn ich das Korsett hochziehe oder locker. Manchmal hab ich aber auch etliche Stunden, in denen die Schmerzen fast vollständig weg sind und nur noch ein Kribbeln bleibt.
Wenn ich mich hinlege, gehen die Schmerzen im Bein zurück.
Schlafen kann ich jetzt ca. 6 Std., dann schmerzt der Rücken im Bereich der Nierengegend so unangenehm, das ich aufstehen muss. (Herrr Rahmouni meinte, dass es daran liege, das beim Liegen diese Muskeln erschlaffen - wenn ich das so richtig verstanden habe).
Seit zwei Tagen muss ich nun wieder arbeiten. Dadurch reduzieren sich die Tragezeiten. Auch ist das Anziehen des Korsetts sehr unangenehm, wenn ich länger als eine Std. ohne war. (Manchmal denk ich, ich sollte den Job einfach hinschmeißen - aber das liebe Geld....)
Was mir auch oft unangenehm ist, sind die Falten vom Korsetthemd unter dem Panzer.
Ich hab so das Gefühl, dass sich die Hemden (Bauerfeind) nach mehrmaligem Waschen so geweitet haben, dass man sie gar nicht mehr faltenfrei anziehen kann. Besonders da, wo sich am Bauch die Korsetthälften überlappen, bilden sich beim Anziehen Falten, die ich auch durch wiederholtes ziehen einfach nicht wegbekomme.
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Wenn manchmal keine Falten "pieksen" und auch mein Bein fast schmerzfrei ist, dann bin ich fast soweit, dass ich vergessen kann, dass ich mein Korsett anhabe. Für die Zukunft würd ich mir das öfter wünschen.
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Und eins noch zuletzt:
Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich oft grosse Nacken- und Armprobleme habe. Das hat sich geändert. Jetzt hab ich nur noch Nackenprobleme. Der Arm ist nahezu beschwerdefrei. Auch meine Empfindungsstörungen im Gesicht haben sich deutlich reduziert.
Wenn ich so die Verbesserungen den Belastungen durch das Korsett gegenüberstelle, hat es für mich z.Zt. einen eher positiven Einfluss - besonders, da ich keine Rückenschmerzen mehr habe (abgesehen von denen nach langem Liegen).
Grüße aus dem Sauerland
Kypho60
- Toni
- Profi

- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Hallo Kypho 60, das kling ja schon recht positiv!
Zu deinen Schmerzen im Bein: Es ist richtig, daß über den Beckenkamm einige Nerven verlaufen. Bei mir wurden am Beckenkamm für Spongiosa-Plastiken in frühreren Operationen Knochenspäne entnommen und dabei Nerven verletzt. Nun bin ich in einigen Bereichen des linkes Oberschenkels fast völlig empfindungslos. Ich vermute aber, daß die Beinschmerzen bei Dir von Verkürzungen der Skelett-Muskel-Kette kommen, die nun IM Korsett aufgedehnt werden.
Machst Du die sehr sehr wichtige Schroth-Übung BEINRÜCKSEITEN-DEHNUNG???? Ich glaube die solltest Du unbedingt machen, eventuell sogar IM KORSETT!
Zum Nacken, wie Kyphotiker haben jahre- jahrzehntelang mit der Kopfhaltung versucht die BWS-Kyphose zu kompensieren und dadurch meistens nicht nur unten in der LWS eine Hyperlordose sondern auch in der HWS!
Das Rahmouni-Korsett begradigt nun die LWS-Hyperlordose, wodurch sich die Verkürzungen und Spannungen nach unten in die Beine verlagern und Du brauchst im Korsett oben eine andere nicht mehr kyphose-kompensierende Kopfhaltung. Vermutlich hast Du eine stark verkürzte dorsale Nackenmuskulatur. Nun ist dieses aber zu kurz für die Neue WS-Statik im Korsett. Das führt zu den Verspannungen im Nacken.
Ich bekämpfe das durch stundenweises Tragen eines Milwaukees, das mir Rahmouni perfekt eingestellt hat und das meine Kopfhaltung optimiert.
Wenn man das nicht hat, dann kann man z.B. mit einer Glisson-Schlinge VORSICHTIG versuchen die verkürzte HWS zu dehenen. Wie bei jedem Stretching NUR mit warmer Muskulatur!


Geh am Anfang keinesfalls über 25 -20 kg Zuggewicht am Kopf (Federwaage vom Baumarkt) und der Zug (Traktion) sollte NICHT weh tun sondern eher angenehm und entspannend sein! Eventuell eine Bettflasche, eine aufgeheiztes Kirschkernsäckchen, eine Massage mit warmem Öl usw...vorher zur Lockerung des Gewebes.
Ich kenn inzwischen auch 5 Leute die sich ihr Rahmouni mit einem abnehmbaren Halsteil zur CTLSO nachrüsten lassen haben, hier vom Forum z.B. Karlson und Norbert, aber das muss nicht sein, wenn Du die Nackenverkürzung und Kopfhaltung so in den Griff bekommst.
Also sowohl "unten" an den Beinen und oben an Hals und Kopf: DEHNEN und STRECKEN!!! Mach auch oft ein Doppelkinn und denke Dir Du hättest einen Zughaken oben am Hinterkopf (etwas Hinter dem "Nordpol" deines Schädels. Stell Dir vor, dort zieht Dich eine Imaginäre Kraft senkrecht hoch, daß Du deinen Nacken lang machen musst. Das musst Du nicht statisch machen sondern sollst dabei die ganze WS vom Becken aufwärts mit einer schlangenartigen Bewegung (auch IM Korsett!) bis in den Kopf hinein nach Oben rekeln. Das sollte man IMMER WIEDER tun, nicht nur beim Schrothen! Das dehnt die verkürzten Strukturen, trainiert die tiefe autochtone Rückenmuskulatur und bringt eine größere Bandscheiben-Saftigkeit und Wirbelkörperdistanz.
Eine Glissonschlinge kostet im Versandhandel je nach Modell zwischen 40 - 80 €
Z.B.da:
http://www.sport-tec.de/cgi/websale6.cg ... 023646&c=y
Von BASKO gibt es auch ein Fix-fertig-Set mit eienem Wasserbeutel als Gegengewicht zum an die Türe hängen.
http://handynet-oesterreich.bmsg.gv.at/ ... 002573.htm
Den Rest gibts in jedem Baumarkt (Umlenkröllchen, Federwaage, Seil) Als Gegengewichte Plastikbeutel mit je einem kg Sand in einem Eimer. Ein starker Dübelhaken über deinem Fernsehplatz oder Computerarbeitsplatz zuhause in der Zimmerdecke ermöglichen die Anwendung. Ansonsten kann man die Glissonschlinge sehr gut auch an der Sprossenwand einsetzen.
Frage: Spürst Du auch schon Veränderungen Deines Körpers und Deiner WS-Statik und Deiner Rückenschmerzsituation , wenn Du das Korsi NICHT anhast? Hast Du das Gefühl, daß es nachwirkt?
Es freut mich daß auch Du bisher eine positive Bilanz der Adult-Korsett-Therapie ziehen kannst, die sich auch sicherlich noch weiter verbessern wird. Der Anfang ist immer am härtesten.
Kollegiale Grüße
Toni
Zu deinen Schmerzen im Bein: Es ist richtig, daß über den Beckenkamm einige Nerven verlaufen. Bei mir wurden am Beckenkamm für Spongiosa-Plastiken in frühreren Operationen Knochenspäne entnommen und dabei Nerven verletzt. Nun bin ich in einigen Bereichen des linkes Oberschenkels fast völlig empfindungslos. Ich vermute aber, daß die Beinschmerzen bei Dir von Verkürzungen der Skelett-Muskel-Kette kommen, die nun IM Korsett aufgedehnt werden.
Machst Du die sehr sehr wichtige Schroth-Übung BEINRÜCKSEITEN-DEHNUNG???? Ich glaube die solltest Du unbedingt machen, eventuell sogar IM KORSETT!
Zum Nacken, wie Kyphotiker haben jahre- jahrzehntelang mit der Kopfhaltung versucht die BWS-Kyphose zu kompensieren und dadurch meistens nicht nur unten in der LWS eine Hyperlordose sondern auch in der HWS!
Das Rahmouni-Korsett begradigt nun die LWS-Hyperlordose, wodurch sich die Verkürzungen und Spannungen nach unten in die Beine verlagern und Du brauchst im Korsett oben eine andere nicht mehr kyphose-kompensierende Kopfhaltung. Vermutlich hast Du eine stark verkürzte dorsale Nackenmuskulatur. Nun ist dieses aber zu kurz für die Neue WS-Statik im Korsett. Das führt zu den Verspannungen im Nacken.
Ich bekämpfe das durch stundenweises Tragen eines Milwaukees, das mir Rahmouni perfekt eingestellt hat und das meine Kopfhaltung optimiert.
Wenn man das nicht hat, dann kann man z.B. mit einer Glisson-Schlinge VORSICHTIG versuchen die verkürzte HWS zu dehenen. Wie bei jedem Stretching NUR mit warmer Muskulatur!


Geh am Anfang keinesfalls über 25 -20 kg Zuggewicht am Kopf (Federwaage vom Baumarkt) und der Zug (Traktion) sollte NICHT weh tun sondern eher angenehm und entspannend sein! Eventuell eine Bettflasche, eine aufgeheiztes Kirschkernsäckchen, eine Massage mit warmem Öl usw...vorher zur Lockerung des Gewebes.
Ich kenn inzwischen auch 5 Leute die sich ihr Rahmouni mit einem abnehmbaren Halsteil zur CTLSO nachrüsten lassen haben, hier vom Forum z.B. Karlson und Norbert, aber das muss nicht sein, wenn Du die Nackenverkürzung und Kopfhaltung so in den Griff bekommst.
Also sowohl "unten" an den Beinen und oben an Hals und Kopf: DEHNEN und STRECKEN!!! Mach auch oft ein Doppelkinn und denke Dir Du hättest einen Zughaken oben am Hinterkopf (etwas Hinter dem "Nordpol" deines Schädels. Stell Dir vor, dort zieht Dich eine Imaginäre Kraft senkrecht hoch, daß Du deinen Nacken lang machen musst. Das musst Du nicht statisch machen sondern sollst dabei die ganze WS vom Becken aufwärts mit einer schlangenartigen Bewegung (auch IM Korsett!) bis in den Kopf hinein nach Oben rekeln. Das sollte man IMMER WIEDER tun, nicht nur beim Schrothen! Das dehnt die verkürzten Strukturen, trainiert die tiefe autochtone Rückenmuskulatur und bringt eine größere Bandscheiben-Saftigkeit und Wirbelkörperdistanz.
Eine Glissonschlinge kostet im Versandhandel je nach Modell zwischen 40 - 80 €
Z.B.da:
http://www.sport-tec.de/cgi/websale6.cg ... 023646&c=y
Von BASKO gibt es auch ein Fix-fertig-Set mit eienem Wasserbeutel als Gegengewicht zum an die Türe hängen.
http://handynet-oesterreich.bmsg.gv.at/ ... 002573.htm
Den Rest gibts in jedem Baumarkt (Umlenkröllchen, Federwaage, Seil) Als Gegengewichte Plastikbeutel mit je einem kg Sand in einem Eimer. Ein starker Dübelhaken über deinem Fernsehplatz oder Computerarbeitsplatz zuhause in der Zimmerdecke ermöglichen die Anwendung. Ansonsten kann man die Glissonschlinge sehr gut auch an der Sprossenwand einsetzen.
Frage: Spürst Du auch schon Veränderungen Deines Körpers und Deiner WS-Statik und Deiner Rückenschmerzsituation , wenn Du das Korsi NICHT anhast? Hast Du das Gefühl, daß es nachwirkt?
Es freut mich daß auch Du bisher eine positive Bilanz der Adult-Korsett-Therapie ziehen kannst, die sich auch sicherlich noch weiter verbessern wird. Der Anfang ist immer am härtesten.
Kollegiale Grüße
Toni
- Dateianhänge
-
- So ist die Beinrückseitendehnung am effektivsten.
- Beinrueckseitendehnung.jpg (29.08 KiB) 22908 mal betrachtet
In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas!
Hallo Toni,
danke für deine Antwort. Du entwickelst dich allmählich zu meinem "Haus-und Hof-Ratgeber". Find' ich prima, wenn man so viel Unterstützung bekommt.
Deiner Vermutung, das die Beinschmerzen von den Muskeln kommen, stehe ich etwas skeptisch gegenüber, da ich fast immer nur in EINEM Bein Schmerzen habe, die Muskeln sich aber genauso anfühlen, wie im anderen Bein. Auch schmerzt es manchmal an Stellen, wo eigentlich kaum Muskeln oder Sehnen herlaufen; und es schmerzt sowohl vorne, seitlich als auch hinten am Bein, obwohl eine Verkürzung ja wohl nur einseitig vorhanden wäre / ist.
Trotzdem wäre eine "BEINRÜCKSEITEN-DEHNUNG" sicher nicht verkehrt.
Leider hab ich mit Schroth überhaupt keine Erfahrung. Und soviel Platz, wie man für die Übung auf dem Bild braucht, müsste ich mir auch erstmal einrichten.
Toni schrieb:
[equote]Zum Nacken, wir Kyphotiker haben jahre- jahrzehntelang mit der Kopfhaltung versucht die BWS-Kyphose zu kompensieren und dadurch meistens nicht nur unten in der LWS eine Hyperlordose sondern auch in der HWS! [/equote]
Das ist einleuchtend, trifft bei mir aber seltsamerweise nicht zu. In meinem letzten MRT-Befund stand:
, bei Ärzten weiß ich nie so recht ....
Toni schrieb:
Jetz hab ich auch das andere Thema "Erfahrungen mit Halsabstützungsteil ..." gelesen und bin von Norberts Bericht ganz angetan. Andrerseits kann ich mir nicht vorstellen, mit so einer Halsabstützung in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Aber das konnte ich bzgl. des Korsetts vorher auch nicht.
Die Bilder von der Glisson-Schlinge fand ich sehr interessant - und abschreckend zugleich!
Toni fragte:
Wenn ich zum Duschen das Korsett ausziehe, merke ich, wie aufrecht ich stehe, komme ich aus der Dusche wieder raus, bin ich wieder zusammengesackt.
Da ich im Korsett nicht arbeiten kann (gelegentliche Kurrierfahrten in einem Opel Corsa) merk ich beim Autofahren ganz deutlich, dass ich innerhalb von ca 10-15 Min von meiner aufrechten Haltung wieder in meine ursprünglich zusammengesunkene hineinfalle. Das merk ich eher daran, das ich den Rückspiegel nachstellen muss, als an meinem Körperempfinden. Beim Autofahren selbst habe und hatte ich nie ernsthaft Beschwerden.
Als es neulich bei uns extem heiss war, hab ich das Korsett für ca. 2-3 Std. ausgezogen. Bereits nach kurzer Zeit stellten sich aber schon wieder die ersten Rückenbeschwerden ein. Mit Korsett waren sie innerhalb kürzester Zeit verschwunden.
Grüße aus dem Sauerland
Kypho 60
danke für deine Antwort. Du entwickelst dich allmählich zu meinem "Haus-und Hof-Ratgeber". Find' ich prima, wenn man so viel Unterstützung bekommt.
Deiner Vermutung, das die Beinschmerzen von den Muskeln kommen, stehe ich etwas skeptisch gegenüber, da ich fast immer nur in EINEM Bein Schmerzen habe, die Muskeln sich aber genauso anfühlen, wie im anderen Bein. Auch schmerzt es manchmal an Stellen, wo eigentlich kaum Muskeln oder Sehnen herlaufen; und es schmerzt sowohl vorne, seitlich als auch hinten am Bein, obwohl eine Verkürzung ja wohl nur einseitig vorhanden wäre / ist.
Trotzdem wäre eine "BEINRÜCKSEITEN-DEHNUNG" sicher nicht verkehrt.
Leider hab ich mit Schroth überhaupt keine Erfahrung. Und soviel Platz, wie man für die Übung auf dem Bild braucht, müsste ich mir auch erstmal einrichten.
Toni schrieb:
[equote]Zum Nacken, wir Kyphotiker haben jahre- jahrzehntelang mit der Kopfhaltung versucht die BWS-Kyphose zu kompensieren und dadurch meistens nicht nur unten in der LWS eine Hyperlordose sondern auch in der HWS! [/equote]
Das ist einleuchtend, trifft bei mir aber seltsamerweise nicht zu. In meinem letzten MRT-Befund stand:
Vielleicht hat sich der Radiologe aber auch vertanStreckfehlhaltung mit angedeuteter kyphotischer Komponente im unteren HWS-Bereich mit Dehydration ...
Toni schrieb:
Ich habe mein Miwaukee schon vor 20 Jahren in die "Tonne gekloppt" - war vielleicht ein Fehler. Den mit dem damaligen Teil hatte ich nicht die geringsten Schmerzen - auch keine Korsettbedingten. Aber es war für mich trotzdem TOTAL ätzend.Ich bekämpfe das durch stundenweises Tragen eines Milwaukees, das mir Rahmouni perfekt eingestellt hat und das meine Kopfhaltung optimiert.
Jetz hab ich auch das andere Thema "Erfahrungen mit Halsabstützungsteil ..." gelesen und bin von Norberts Bericht ganz angetan. Andrerseits kann ich mir nicht vorstellen, mit so einer Halsabstützung in der Öffentlichkeit rumzulaufen. Aber das konnte ich bzgl. des Korsetts vorher auch nicht.
Die Bilder von der Glisson-Schlinge fand ich sehr interessant - und abschreckend zugleich!
Toni fragte:
Wenn ich das Korsett anhabe, spüre ich deutlich die positive Wirkung der Erinnerung zur aufrechten Haltung - das tut manchmal recht gut.Frage: Spürst Du auch schon Veränderungen Deines Körpers und Deiner WS-Statik und Deiner Rückenschmerzsituation , wenn Du das Korsi NICHT anhast? Hast Du das Gefühl, daß es nachwirkt?
Wenn ich zum Duschen das Korsett ausziehe, merke ich, wie aufrecht ich stehe, komme ich aus der Dusche wieder raus, bin ich wieder zusammengesackt.
Da ich im Korsett nicht arbeiten kann (gelegentliche Kurrierfahrten in einem Opel Corsa) merk ich beim Autofahren ganz deutlich, dass ich innerhalb von ca 10-15 Min von meiner aufrechten Haltung wieder in meine ursprünglich zusammengesunkene hineinfalle. Das merk ich eher daran, das ich den Rückspiegel nachstellen muss, als an meinem Körperempfinden. Beim Autofahren selbst habe und hatte ich nie ernsthaft Beschwerden.
Als es neulich bei uns extem heiss war, hab ich das Korsett für ca. 2-3 Std. ausgezogen. Bereits nach kurzer Zeit stellten sich aber schon wieder die ersten Rückenbeschwerden ein. Mit Korsett waren sie innerhalb kürzester Zeit verschwunden.
Grüße aus dem Sauerland
Kypho 60
- Toni
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- Beiträge: 4388
- Registriert: Sa, 20.04.2002 - 19:07
- Geschlecht: männlich
- Diagnose: M. Scheuermann Kyphose (urspr. 68°)
M. Baastrup - Therapie: 1 Boston B.O.B.
1 Milwaukee
2 Rahmouni´s
1 TüKO
Und SCHROTHen bis bis die Sprossenwand qualmt und sich die Spiegel krümmen! - Wohnort: Allgäu
Das sieht erstmal erschreckend aus sich am Kopf in eine Glisson reinzuhängen oder am Kopf ziehen zu lassen. Glaub mir, das sieht nur so aus. Den Zug einer Glisson empfinden die meisten Leute eher als relaxend und entspannend. Nur muss man dafür mal die ganzen verspannten und verkrampften Nackenmuskeln "loslassen" was manchen Patienten nur mit medikamentöser Hilfe (Muskelrelaxans) gelingt, da man meint den Kopf weiter tragen und halten zu müssen und sich gegen den entlastenden Zug der Glisson verkrampft. Das hat auch was mit "innerlich loslassen können" zu tun. Bei vielen Leuten mit HWS- und Schulter-Nacken-Syndrom wirkt die Glisson wahre "Wunder".kypho 60 hat geschrieben: Die Bilder von der Glisson-Schlinge fand ich sehr interessant - und abschreckend zugleich!
Bei einem Milwaukee ist das völlig anders und gar nicht vergleichbar. Der Milwaukee -Halsring ist so raffiniert-hinterfotzig konstruiert, daß er fast sofort weh tut, wenn man sich da passiv reinhängen würde. Er zwingt sich aktiv aus dem Halsring rauszustrecken und sich ständig hochzurekeln. Die optimale Milwaukee-Haltung berührt die "Kehlkopf-Stütze" gar nicht und der Hinterkopf liegt an den winzigen hinteren Pelotten nur ohne Gewicht und Kraft an. Bei der Glisson ist es völlig anders.
Ich kann es wirklich nur empfehlen.
Die Ärzte Ducroquet und Cotrel kombinierten die Glisson-Schlinge auch mit einem abnehmbaren Gestänge am Korsett oder am Bett. Mit Händen oder Füßen konnten die Patienten selbst soviel Zugkraft (Traktion) geben wie sie aushielten. Dieses Streckung siheht zwar etwas nach mittelalterlicher Folterkammer aus, tut aber nicht weh sondern entspannt und relaxed eher!
Der Zug wirkt fast auf die Gesamte WS und schafft größere Zwischenwirbelräume und weitet die Öffnungen für die Nervenwurzeln und wirkt so gegen die neuroradiculären Schmerzen. Nur übertreiben darf man den Zug nicht. Es DARF gar nicht weh tun!
Ich hoffe Du hast doch irgend eine Stelle in der Wohnung, wo Du Dich für die beinrückseitendehnung auf den Boden legen kannst. Das kann man notfalls auch ohne Seilführung über die Sprossenwand machen.
Mit Schroth (am besten REHA) solltest Du Dich langsam anfreunden!
Die Schmerzen in Deinem Bein müssen dagnostisch geklärt werden!
Sind das Muskelschmerzen?
Venenschmerzen (Rückstau= Thrombosegefahr!!!)?
Nervenschmerzen? Gelenkschmerzen oder was?
- Dateianhänge
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- Hier die Wirkung des Hängens mit ganzem Körpergewicht einer Skoliose in der Glisson. Das ist NUR Streckwirkung ohne jede Derotation!
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- DucroquetCastMd.jpg (20.6 KiB) 22820 mal betrachtet
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- Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
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Hallo Kypho,
interessant, wie unterschiedlich der erste Kontrolltermin bei jedem verläuft. Ich hatte meinen heute (siehe meinen Bericht). Bei mir (Skoliose von 93 und 98°) war keine Rede von Kontrollröntgen, es wurde nur um 0,5 cm aufpelottiert und neue Striche habe ich nicht eingezeichnet bekommen, nächster Kontrolltermin erst viel später.
Sind die grünen Striche enger als die roten Striche? Weißt du, um wieviel bei dir aufpelottiert wurde? Wird es doch noch ein Kontrollröntgen geben?
Was die Korsetthemden betrifft, musst du sie nach dem Waschen aufhängen und in die Länge ziehen, auf keinen Fall auseinanderziehen (auch nicht nur "ein bisschen").
Dalia
interessant, wie unterschiedlich der erste Kontrolltermin bei jedem verläuft. Ich hatte meinen heute (siehe meinen Bericht). Bei mir (Skoliose von 93 und 98°) war keine Rede von Kontrollröntgen, es wurde nur um 0,5 cm aufpelottiert und neue Striche habe ich nicht eingezeichnet bekommen, nächster Kontrolltermin erst viel später.
Sind die grünen Striche enger als die roten Striche? Weißt du, um wieviel bei dir aufpelottiert wurde? Wird es doch noch ein Kontrollröntgen geben?
Was die Korsetthemden betrifft, musst du sie nach dem Waschen aufhängen und in die Länge ziehen, auf keinen Fall auseinanderziehen (auch nicht nur "ein bisschen").
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
Hallo Dalia,
vermutlich ist deine starke Skoliose etwas schwieriger in Form zu bringen als meine vergleichsweise geringe Kyphose. Vielleicht braucht es bei dir dadurch bei Allem etwas mehr Zeit, so lohnt sich frühes Röntgen noch nicht.
Vielleicht verändern sich aber auch erwachsene Skolis viel langsamer als Kyphos?
Oder bei Rahmoni geht das nach Gutdünken ?
Oder ... vielleicht ... evtl. ....
Zum Aufpelottieren: Bei mir sind wohl alte durch neue Pelotten am Rücken ersetzt worden - einen großen Unterschied kann ich aber nicht feststellen. Nur ganz unten, hinten, mittig ist es etwas dicker aufpelottiert, aber ob das nun 5 mm oder 10 mm sind, kann ich nicht sagen.
Rote - grüne Striche: siehe Bild
Die roten und die grünen Striche haben einen Abstand von 15 mm. Die grünen Striche sind (deutlich) enger.
Bilderklärung:
Das Korsett wird ja vorne geschlossen. Dabei nähern sich die beiden Seiten (links u. rechts) an. Damit nichts gequetscht wird, ist unter einer Seite (bei mir links) eine innere Kunststofflasche befestigt, die sich beim Schließen unter die ander Seite schiebt.
Irgendwann ist das Korsett so eng zugezogen, dass die beiden Seiten aneinander anstoßen.
Wenn ich das Korsett nach Herrn Rahmounis Vorgaben (bis zu den grünen Strichen) mit den Klettbändern (1) zuziehe, dann überlappen sich die beiden Seiten im Bereich (3) um einige mm , Im Bereich (2) stoßen sie aufeinander und im Bereich (4) haben sie etwas Abstand.
So, ich hoffe, du kannst dir nun einen Bild davon machen.
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Zu den Hemden: Nach dem Waschen langziehen hab ich auch früher schon gelesen und mich auch danach gerichtet. Wenn ich ein Hemd anziehe, liegt es auch faltenfrei am Körper. Nur wenn ich das Korsett schließe, bilden sich an der Stelle, wo sich die innere Lasche unter die rechte Seite schiebt, öfters eine Falte - und die bekomme ich manchmal durch noch so viel ziehen einfach nicht weg.
Grüße aus dem Sauerland
Kypho 60

vermutlich ist deine starke Skoliose etwas schwieriger in Form zu bringen als meine vergleichsweise geringe Kyphose. Vielleicht braucht es bei dir dadurch bei Allem etwas mehr Zeit, so lohnt sich frühes Röntgen noch nicht.
Vielleicht verändern sich aber auch erwachsene Skolis viel langsamer als Kyphos?
Oder bei Rahmoni geht das nach Gutdünken ?
Oder ... vielleicht ... evtl. ....
Zum Aufpelottieren: Bei mir sind wohl alte durch neue Pelotten am Rücken ersetzt worden - einen großen Unterschied kann ich aber nicht feststellen. Nur ganz unten, hinten, mittig ist es etwas dicker aufpelottiert, aber ob das nun 5 mm oder 10 mm sind, kann ich nicht sagen.
Rote - grüne Striche: siehe Bild
Die roten und die grünen Striche haben einen Abstand von 15 mm. Die grünen Striche sind (deutlich) enger.
Bilderklärung:
Das Korsett wird ja vorne geschlossen. Dabei nähern sich die beiden Seiten (links u. rechts) an. Damit nichts gequetscht wird, ist unter einer Seite (bei mir links) eine innere Kunststofflasche befestigt, die sich beim Schließen unter die ander Seite schiebt.
Irgendwann ist das Korsett so eng zugezogen, dass die beiden Seiten aneinander anstoßen.
Wenn ich das Korsett nach Herrn Rahmounis Vorgaben (bis zu den grünen Strichen) mit den Klettbändern (1) zuziehe, dann überlappen sich die beiden Seiten im Bereich (3) um einige mm , Im Bereich (2) stoßen sie aufeinander und im Bereich (4) haben sie etwas Abstand.
So, ich hoffe, du kannst dir nun einen Bild davon machen.
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Zu den Hemden: Nach dem Waschen langziehen hab ich auch früher schon gelesen und mich auch danach gerichtet. Wenn ich ein Hemd anziehe, liegt es auch faltenfrei am Körper. Nur wenn ich das Korsett schließe, bilden sich an der Stelle, wo sich die innere Lasche unter die rechte Seite schiebt, öfters eine Falte - und die bekomme ich manchmal durch noch so viel ziehen einfach nicht weg.
Grüße aus dem Sauerland
Kypho 60
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- Front-erklärt-01-klein.jpg (8.62 KiB) 22656 mal betrachtet
