Segmentstörungen, Skoliose bei meiner 12 jährigen Tochter

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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wema
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Segmentstörungen, Skoliose bei meiner 12 jährigen Tochter

Beitrag von wema »

Liebe Forumsmitglieder,
bei meiner 12 Jahre alten Tochter wurden erst jetzt Wirbelfehlbildungen im Hals, Brust und Lendenwirbelbereich entdeckt. Der Orthopäde rät zu einer OP und hat uns eine Klinik in Karlsbad bei Karlsruhe/Heidelberg empfohlen.
Mit Krankengymnastik wäre da nichts zu wollen.
Was habt ihr für Erfahrungen und kennt jemand die Klinik und die Ärzte dort.
Natürlich hole ich noch mehrere Meinungen ein, aber auch der Radiologe, der die MRT machte, sprach von OP.
Könnt ihr mir Spezialisten für Kinderorthopädie empfehlen?

Vielen Dank
eine besorgte Mutter
wema
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo wema,

nichts überstürzen, sondern erst mal umfassend informieren. :) Warum soll eine OP gemacht werden? Was soll da gemacht werden? Geht es um eine Begradigung einer Wirbelsäulenverkrümmung oder um was anderes?

Hat deine Tochter eine Skoliose oder eine Kyphose? Wenn ja, wieviel Grad? Hat sie Beschwerden? Sind die Wirbelfehlbildungen progredient oder habt ihr sie jetzt erst entdeckt?

Dalia
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wema
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Beitrag von wema »

Hallo Dahlia,
ich bin noch etwas durcheinander, hab gestern erst die Ergebnisse der Kernspinn und heute die Überweisung beim Orthopäden eingeholt.
Sie hat mehrere Halbwirbel im Halsbereich, der 5 Brustwirbel ist als Halbwirbel ausgebildet. Im Lendenbereich hat sie einen Halbwirbel.
Die Ärzte sprechen von Skoliosen. Ich fang jetzt erst an zu recherchieren. Ich brauch noch ein bisschen, bis ich weiß, worüber geredet wird.
Es ist wohl von Geburt an da und nicht auffällig geworden. Seit letzten Weihnachten hat sie Schmerzen im Lendenwirbelbereich.
Den Grad der Skoliosen weiß ich nicht, aber man sieht es jetzt mit bloßem Auge, ich hab das Gefühl der Kopf sitzt schief auf dem Hals und im Brustwirbelbereich sieht man eine Knick.Die Hüften sind auch minimal schief.
Liebe Grüße
wema
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo wema,

das glaube ich, dass du durcheinander bist. :trost:

Mit Halbwirbeln kenne ich mich leider nicht aus, da muss jemand anderer dazu Stellung nehmen.

Was die Skoliose betrifft, wurde auch eine Ganz-Röntgenaufnahme der Wirbelsäule im Stehen gemacht? Wieviel Grad Skoliose hat deine Tochter? Wurde nach Cobb. gemessen, ist die Rotation bekannt? Wenn nicht, seid ihr anscheinend nicht bei einem kompetenten Orthopäden. :(

Weißt du, von was für eine OP die Rede ist? Geht es um eine OP an den Halbwirbeln oder um eine OP gegen die Skoliose?

Wenn euch Karlsruhe/Heidelberg empfohlen wurde, ist Stuttgart für euch vielleicht nicht weit, da gibt es einen hier im Forum sehr empfohlenen Orthopäden, der sich mit Skoliose und sonstigen Fehlbildungen an der Wirbelsäule (auch bei Kindern) auskennt:

Dr. med. Dieter Hoffmann
Poststr. 36
71229 Leonberg
Tel.: 07152-41616 * Fax: 07152-41775
(* Telefonanschluss meist belegt. Terminanfragen auch per Fax möglich, Praxisteam ruft dann zurück)

Dalia
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Beitrag von wema »

Liebe Dalia,
erst mal danke für deine schnelle Reaktion, wie gesagt, ich muß erst mal Infos sammeln.
Es wurden einzelne Röntgenbilder der Hüften, Lendenwirbelsäule und Brust und Halswirbelsäule gemacht, keins gesamt, MRT der ganzen Wirbelsäule im Liegen.
Ich weiß nicht wieviel Grad und weiß auch nicht wieviel sie dreht, der Orthopäde sagte, sofort zum Spezialisten.
Die Skoliosen entstehen wohl durch die Halbwirbel.
Liebe Grüße wema
Gast

Beitrag von Gast »

Hallo Wema,

die Halbwirbel sind Auslöser der Skoliose, die Progredienz an sich entsteht aber erst durch das Wachstum, insbesondere während des Hauptwachstumsschubs in der Pubertät, den deine Tochter noch vor sich hat.

Wenn die Halbwirbel erst jetzt nach 12 Jahren zum ersten mal festgestellt wurden, dann kannst du eigentlich davon ausgehen, daß es sich hier um keine schwerwiegende Form handelt, andernfalls wäre bereits eine hochgradige operationsbedürftige Skoliose entstanden, die niemand hätte übersehen können.

Es wird also bei euch vorrangig darum gehen, eine Progredienz während der Pubertät zu vermeiden bzw. den Hauptwachstumsschub dazu zu nutzen, eine dauerhafte Korrektur (im Rahmen des Möglichen) zu erreichen.

Es ist sehr wahrscheinlich, daß es "nur" auf eine Korsettversorgung hinauslaufen wird.

Empfehlenswerte Adresse wurde schon genannt.
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Emily
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Beitrag von Emily »

Ich habe mich vor meiner OP auch in der Klinik in Karlsbad vorgestellt, wurde aber eher verschreckt von der Ärztin dort und uns wurde überhaupt kein Mut gemacht für die OP. Ausserdem hatten wir wirklich ein sehr sehr ungutes Gefühl dort.

Stellt euch lieber noch woanders vor, in Neustadt oder Bad Wildungen, denn für solch eine grosse OP sollte man lieber einmal zuviel reisen und sich informieren als dass man am Ende alles bereut.
Grüssle
--Emily
Susanne7
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OP bei 12jährigem Mädchen?

Beitrag von Susanne7 »

Hallo
ich bin Mutter einer 12-jährigen Tochter u. der Kinderarzt hat bei einer Untersuchung eine ausgeprägte Skoliose festgestellt. Wir sind zwischenzeitilich beim Röntgen gewesen. Dort steht: Ausgeprägte Skoliose m. Rechtskonvexität i. mittl. BWS-Bereich u. Ausgleichsskoliose n. li. i. thorakolumbalen Übergang. Kein Nachweis eines Osteid-Osteom oder sonstigen tumorösen Geschehens. Deutlich Drehkomponente. Wirbelkörper zeigen aber normale Höhe bei regelrechter Anlage d. Wirbelkörper u. Wirbelbögen. Keine eindeutig erkennbare Apophysenstörung.
Der Kinderazt spricht immer von OP, da er meint, mit einer Korsettbehandlung nichts mehr ausrichten zu können. Aber meine Tochter ist doch er 12. Kann man denn sonst nichts anderes machen?
Wir haben am 05.07.05 einen Termin in der Uni-Klinik i. Ulm. Bei Ihr sind auch die Beine unterschiedlich lang, die Kniebscheiben unterschiedlich hoch. Ich finde es ganz schön erschreckend. Wir haben bei der letzten Untersuchung beim Kinderarzt im Juli 04, oder beim Baden im Sommer keinerlei Anzeichen festgestellt, denn man sieht ja sein Kind auch an. Sie ist allerdings sehr schnell und viel gewachsen u. hat einen massiv schweren Schulranzen. Ich wollte mich jetzt einfach einmal melden, ich weiß, dass man erst wissen muß wieviel Grad es sind usw. Habe schon mehrmals bei Euch reingelesen. Für mich ist schlimm, nicht zu wissen was man tun soll. Jetzt habe ich lange genug geschrieben.
Bis bald, werde weiter berichten, was man uns so rät.
Susanne7
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Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Susanne 7
BITTE geht NICHT in die Uniklinik Ulm wegen Skoliose!!!
Das ist zwar von Memmingen aus die allernächstgelegene Uniklinik, hat aber in Bezug auf Skoliose überhaupt keinen guten Ruf!!!

Bitte macht so schnell wie möglich einen termin bei Dr. Hoffmann in Leonberg und lasst Euch beraten. Noch scheint ja nicht mal die Gradzahl nach Cobb vermessen zu sein, fast schon deutlich für die mangelde Kompetenz Eures bisherigen Arztes spricht.

An Memmingen komm ich fast täglich vorbei. Hab mich eh schon mal damit befasst hier im Allgäu eine Skoliose-Kyphose Selbsthilfegruppe zu gründen. In Ochsenhausen hab ich eine Korsett-Kollegin, die Dir ihre Erfahrungen mit Ulm erzählen könnte! :eek: ;( :<

Bitte geht erst mal zu Dr. Hoffmann.
Euer Kinderarzt hat weder Erfahrung noch wirklich Ahnung von Skoliose!
Gruß Toni
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Susanne7
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Beitrag von Susanne7 »

Hallo Toni,

vielen Dank für die rasche Antwort. Warum nicht Ulm, ich hatte sowieso vor, noch andere Meinungen einzuholen. Meinem Kinderarzt tust du vielleicht unrecht, da er mir angeraten hat auch weitere Meinungen einzuholen, da er sich damit auch nicht auskennt. Er hat nur die Röntgenbilder angesehen und ist sichtlich erschrocken, zumal es in der kurzen Zeit geschehen ist. Das Problem besteht für mich die richtige Entscheidung zu treffen, da es ja nicht mein Leben ist, sondern das meines Kindes. Es ist auch sehr schwer damit umzugehen, zumal sie überhaupt keine Schmerzen hat. Ich habe in eurem Forum schon viele Beiträge gelesen und es kommt immer wieder Dr. Hoffmann vor. Gibt es sonst noch Alternativen oder ist er die einzige. Man ist etwas überfordert was man tun soll. Meine Tochter ist eigentlich sehr vernünftig und weiß auch, dass man etwas tun muss und ist auch bereit mitzumachen. Wann muss man eigentlich operieren, oder muss man das irgendwann immer?
Aber ich denke, dass man immer erst mal konservativ behandeln sollte, eine OP ist schließlich ja für immer, oder was passiert dort eigentlich. Ich stelle vielleicht etwas komische Fragen, aber ich bin ja auch Laie.
Bis bald
Susanne7
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Susanne,

hoffentlich fühlst du dich nicht auf den Schlips getreten, wenn ich es so direkt sage, aber mich macht das, was ich über deinen Kinderarzt lese, wütend: Wenn er keine Ahnung hat, wie er selbst sagt, sollte er erst recht nicht von OP sprechen. Und wieso habt ihr schon einen OP-Termin, oder verstehe ich das falsch? Geht es bei der OP um Begradigung der Skoliose?

Je nachdem, wie ausgeprägt die Skoliose ist, kann man mit 12 Jahren noch konservativ sehr viel ausrichten.

Bitte sucht VOR dem OP-Termin Dr. Hoffmann in Leonberg/Stuttgart auf, eine gute Alternative in Wohnortnähe ist hier im Forum leider nicht bekannt.

Kannst du mal ganz grob sagen, welchem Röntgenbild das RöBi deiner Tochter am meisten ähnelt? Hier sind zwei Links mit RöBIs:

http://www.rahmouni.de/skoliose/rumpf_korrek.htm

http://www.rahmouni.de/skoliose/progredienz.htm

Skoliosen dieser Art lassen sich konservativ noch gut behandeln!

Dalia
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Toni
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Beitrag von Toni »

Susanne7 hat geschrieben:Hallo Toni,

vielen Dank für die rasche Antwort. Warum nicht Ulm,
Schlechte bis sehr schlechte Erfahrungen mit der Uniklinik Ulm. Nähere Details kann ich Dir persönlich berichten oder Dich an Betroffene weioterleiten, die es selbst erlebt haben.
Susanne7 hat geschrieben:ich hatte sowieso vor, noch andere Meinungen einzuholen.
Das ist sehr gut und wichtig!
Susanne7 hat geschrieben:Meinem Kinderarzt tust du vielleicht unrecht, da er mir angeraten hat auch weitere Meinungen einzuholen, da er sich damit auch nicht auskennt. Er hat nur die Röntgenbilder angesehen und ist sichtlich erschrocken, zumal es in der kurzen Zeit geschehen ist.
Dann ist es gut, wenn er Dich weiterleitet, denn nichts ist schlimmer als Ärzte, die sich für kompetent halten, aber es nicht sind und dann "klammern".
Susanne7 hat geschrieben: Das Problem besteht für mich die richtige Entscheidung zu treffen, da es ja nicht mein Leben ist, sondern das meines Kindes. Es ist auch sehr schwer damit umzugehen, zumal sie überhaupt keine Schmerzen hat.
Das ist ( leider.... könnte man fast sagen...) so bei Skoliose. In dieser Phase hat fast niemand Schmerzen. Und doch muss man eine enorme Compliance für eine oft sehr unangenehme Therapie aufbringen. das ist eines der großen Probleme bei dem "Phänomen Skoliose".
Susanne7 hat geschrieben:Ich habe in eurem Forum schon viele Beiträge gelesen und es kommt immer wieder Dr. Hoffmann vor. Gibt es sonst noch Alternativen oder ist er die einzige.
Doch es gibt einige Alternativen: Dr. Steffan in bad Salzungen. Er ist noch weiter weg und er ist klinischer Chefarzt, was bedeutet, daß man entweder eine Facharztüberweisung braucht oder als Privatpatient zu ihm muss. Manchmal hat er rel. lange Wartezeiten auf einen Termin, was bei einer so progredienten Skoliose nicht so gut ist, wo es eventuell auf jede Woche ankommt die Progression zu stoppen!
oder die Jugend- und Kinder- Spezialorthopädin Frau Dr. Ekkernkamp und "ihren" Korsettmacher Jens Becker in Lübeck (noch weiter weg!)
Oder den Korsettmacher Klaus Nahr in Berlin (noch ohne bestimmten Arzt)...
In Eurem Fall ist Dr. Hoffmann wirklich am idealsten.
Susanne7 hat geschrieben: Man ist etwas überfordert was man tun soll. Meine Tochter ist eigentlich sehr vernünftig und weiß auch, dass man etwas tun muss und ist auch bereit mitzumachen. Wann muss man eigentlich operieren, oder muss man das irgendwann immer?
Mit dem Rat und der Hilfe eines der erfahrensten Fachärzte bist Du und Deine Tochter nicht mehr allein.
Operieren kann man ab 50°, muss aber nicht. Es gibt genügend Skoliosen mit 70 - 80° die relativ wenig Probleme haben. Es gint gut operierte Skoliosen mit hervorragender korrektur und super OP -Ergebnis die enorme Proble haben. Das ganze aber auch umgekehrt- es gibt keine so ganz klare Regel.
Susanne7 hat geschrieben: Aber ich denke, dass man immer erst mal konservativ behandeln sollte, eine OP ist schließlich ja für immer, oder was passiert dort eigentlich.
So ist es. Erst ein konservativer Therapieversuch.
Bei der OP wird die Wirbelsäule für immer versteift.
Susanne7 hat geschrieben: Ich stelle vielleicht etwas komische Fragen, aber ich bin ja auch Laie.
Bis bald
Susanne7
Ich/wir sind auch Laien!
Es gibt keine komische Frage. Dafür sind wir ja da.
Wende Dich (am besten per Fax!) an Dr. Hoffmann. Da ist Deine Tochter in besten Händen.
Gruß Toni
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Beitrag von Susanne7 »

Hallo Dahlia, hallo Toni,
vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Wir haben noch keinen OP-Termin, es wurde nur darüber gesprochen, bei dem Ausmaß der Röntgenbilder. Ramona hat es ungefähr so wie auf den ersten Bildern - die mittleren, wo eine Skoliose von 40° gezeigt wird- nur hat sie im Brustbereich einen schlimmeren Knick. Ich habe heute morgen einen Termin bei Dr. Hoffmann am 22.06.2005 ausgemacht. Das ist nächsten Mittwoch. Den Termin in Ulm kann ich ja wieder stornieren. Ist ja kein Problem. Nur bei uns weiss man ja sonst nicht wo man hingehen soll, da es an kompetenten Orthopäden bei uns in der Gegend mangelt, denn ich kann selber ein Lied davon singen. Ich habe einen operierten Bandscheibenvorfall (2003) u. bin 38.
Naja, jammern hilft ja nichts, wir werden das beste daraus machen und ich danke Euch für eure Unterstützung. Ich werde mich wieder melden, wenn ich näheres weiß.
Vielen Dank.
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Beitrag von Toni »

Hallo Susanne 7
ich bin fest überzeugt, daß Ihr nun auf einem guten, vieleicht dem bestmöglichen Weg seid. Ich wünsche Euch alles GUTE und das BESTE!
Gerne stehen wir Dir und Deiner Tocher mit Rat und TAT zur Seite.
Halte uns auf dem Laufenden!!!
Ihr seid NICHT ALLEIN!!!!!
Gruß Toni
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Beitrag von Toni »

Hallo Susanne 7
...noch was!
Hast Du denn schon abgeklärt, ob Ramona eventuell wenn ein Korsett notwendig wird, auch gleich am selben Tag gegipst werden kann.
Mittwochs ist Meister Rahmouni meistens bei Dr. Hoffmann in Leonberg, aber gegipst wird NUR in Stuttgart! Liegt Euer termin so daß Untersuchung UND Gipsabdruck am selben Tag möglich ist oder müsst ihr eventeuell nochmals extra nach Stuttgart?
So könntet Ihr einen Weg sparen!!!
Bitte klär das dringend ab.
Ich würde Dir auch DRIUNGEND raten einen bereits vorausgefüllten Antrag für eine stationäre REHA (von Eurer Krankenkasse) mit zu Dr. Hoffmann zu nehmen, daß Ramona vielleicht noch eine Chance hhat einen REHA-Platz in Bad Salzungen zu bekommen!
Gruß Toni
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Beitrag von Dalia »

Hallo Susanne,

prima, dass ihr einen Termin bei Dr. Hoffmann habt und schon so schnell. Falls ihr euch nach dem Termin für ein Korsett entscheidet, lasst es es bitte nur bei Rahmouni in Stuttgart machen, da im Süden keine gute Alternative bekannt ist. Rahmouni hat übrigens Mittagspause von 13 bis 13.45 Uhr, vielleicht könnt ihr das bei der Terminplanung berücksichtigen. Lasst euch außerdem einen Kostenvoranschlag für das Korsett geben, den ihr bei eurer KK einreicht, oder Rahmouni macht es für euch. Das alles gesetzt der Fall, ihr entscheidet euch für ein Korsett von Rahmouni. :)

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Beitrag von Susanne7 »

Liebe Dalia, lieber Toni,

ich hoffe es stört Euch nicht, wenn ich Euch schriftlich zusammenfasse. Also, der Termin ist am Mittwoch 22.06.05 um 10.00 Uhr. Die Sprechstundenhilfe hat erwähnt, dass der Korsettmacher R...., habe vergessen wie man ihn schreibt, auch anwesend ist, da am Mittwoch die Skoliose-Sprechstunde ist. Ich denke vielleicht haut das dann alles an einem Tag hin. Wäre vorteilhaft, da Ramona ins Gymnasium geht und es auch schwierig ist alles immer nachzuholen, wenn sie mal krank ist. Aber wir werden das alles unter einen Hut bringen. Habe mir gestern die Bilder angesehen, wie es aussieht, wenn man operiert. Ich denke sowas kann man später immer noch machen. Fällt mir überhaupt nicht ein dies jetzt mit 12 Jahren machen zu lassen, weil man ja auch noch gar nicht weiß, wie groß sie wird, denn ich denke dann muss man ja immer wieder unters Messer, oder wie ist das? Wisst Ihr, ob so ein Korsett immer, also ein Leben lang getragen werden muss, oder ob es mit erreichen des Erwachsenenalters auch wieder gut sein kann. Viele, viele Fragen, aber Ihr wisst wahrscheinlich mehr als ich.
Im voraus besten Dank.
Bis bald
Susanne7
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Beitrag von Toni »

Susanne7 hat geschrieben:Liebe Dalia, lieber Toni,

ich hoffe es stört Euch nicht, wenn ich Euch schriftlich zusammenfasse.
Nein gar nicht! das ist doch OK!
Susanne7 hat geschrieben:Also, der Termin ist am Mittwoch 22.06.05 um 10.00 Uhr. Die Sprechstundenhilfe hat erwähnt, dass der Korsettmacher R...., habe vergessen wie man ihn schreibt, auch anwesend ist, da am Mittwoch die Skoliose-Sprechstunde ist.
RAHMOUNI (arabischer Name) Fast alle sprechen es wie "Ramuni" aus. Das ist schon gut wenn der Arzt und der Meister beisammen sind. Da kann man vieles gleich klären. Vieleicht müsst ihr über Mittag warten, bis Herr Rahmouni wieder nach Stuttgart hinunter fährt, dann könnt Ihr ihm nachfahren und werdet dann gleich gegipst.
Susanne7 hat geschrieben: Ich denke vielleicht haut das dann alles an einem Tag hin. Wäre vorteilhaft, da Ramona ins Gymnasium geht und es auch schwierig ist alles immer nachzuholen, wenn sie mal krank ist. Aber wir werden das alles unter einen Hut bringen.
Das denk ich auch. Kenne Leute sie VIIIIEEEL weiter weg waren und haben es auch an einem Tag geschafft!
Susanne7 hat geschrieben: Habe mir gestern die Bilder angesehen, wie es aussieht, wenn man operiert. Ich denke sowas kann man später immer noch machen. Fällt mir überhaupt nicht ein dies jetzt mit 12 Jahren machen zu lassen, weil man ja auch noch gar nicht weiß, wie groß sie wird, denn ich denke dann muss man ja immer wieder unters Messer, oder wie ist das?
Wenn Korsett-Therapie, dann MUSS es das oberste Ziel sein eine OP zu VERMEIDEN! Und wenn das von den Korrekturwerten seines Korsettes jemand schafft, dann Meister Rahmouni!
Dazu braucht es aber auch den Wunsch, Kampfgeist und das Vertrauen Deiner Tochter in diese harte und unangenehme Therapieform.
Susanne7 hat geschrieben: Wisst Ihr, ob so ein Korsett immer, also ein Leben lang getragen werden muss, oder ob es mit erreichen des Erwachsenenalters auch wieder gut sein kann.
Das ist das Ziel, das Korsi irgendwann mal wieder los zu werden. Wenn die Korrektur gut ist und die WS sich schon relativ verfestigt hhat, Ramona die Korrektur halten kann, fleißig schrothet usw.. dann kan sie mal das Korsett versuchen abzuschulen. dann muss man sehen was passiert. Ansonsten kann man das Korsett (machen viele freiwillig) das Korsi als Nachtkorsett weiterbenutzen um möglichst nichts von der ereichten Korrektur zu verlieren.
Susanne7 hat geschrieben: Viele, viele Fragen, aber Ihr wisst wahrscheinlich mehr als ich.
Im voraus besten Dank.
Bis bald
Susanne7
Dazu sind wir ja da. Ich wünsche Euch viel Erfolg!
Gruß Toni
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Beitrag von Dalia »

Hallo Susanne,

man kann das Korsett so im 20. Lebensjahr abschulen, aber es schadet nicht, es nachts weiter zu tragen und man sollte sein Leben lang fleißig schrothen, denn auch eine adulte Skoliose kann sich verschlechtern. Doch das hängt von vielen Faktoren ab. Das Korsett sollte als Jugendliche auf jeden Fall 23 Stunden am Tag getragen werden, als Erwachsene(r) trägt man das Korsett nur noch, um Schmerzen zu reduzieren oder vorzubeugen und/oder um einer Verschlechterung vorzubeugen, aber zwingend notwendig ist das Korsett im Erwachsenenalter nicht mehr. :)

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Besuch bei Dr. Hoffmann

Beitrag von Susanne7 »

Halo,
wollte mich doch nach dem Besuch bei Dr. Hoffmann bei Euch melden.
Dr. Hoffmann hat die Bilder von Ramona vermessen und oben 50° und unten 52° festgestellt. Außerdem hat er eine Beinlängendifferenz von eigentlich 2 cm festgestellt, es wird jetzt aber nur 1 cm am linken Fuß erhöht. Zusätzlich bekommt sie ein Korsett u. KG. Hat alles an einem Tag geklappt, inkl. Gipsabdruck. Dr. Hoffmann u. Hr. Ramoni waren sehr nett u. ich finde es toll, dass Sie mit Ramona gesprochen haben u. nicht nur über sie zu mir. Sie wurde immer mit einbezogen - Seltenheit bei Ärzten. Ich denke dass wir noch einen weiten Weg haben aber der Anfang ist gemacht und ich danke Euch für Eure Ratschläge und Unterstützung. Jetzt werden wir erstmal das Korsett abholen. Wir haben sogar einen Schroth-Therapeuten bei uns gefunden, zumindest sagt er, dass er eine Ausbildung hat, was ich natürlich anhand der Liste überprüfen werde, die ich von der Klinik in Bad Sobernheim bekomme. Ach ja, außerdem hat Dr. Hoffmann festgestellt, dass Ramona im Babyalter eine Spreizhose hätte tragen müssen, da der kürzere Fuss sich nur leicht nach außen drehen lässt und nicht richtig in der Hüfte sitzt. Eigentlich ein Witz, wenn man mit seinem Kind bei allen Vorsorgeterminen bei einem Kinderarzt war,(nicht unser jetziger) kommt man doch ins Grübeln. Dr. Hoffmann schaut seine Tochter jeden Monat einmal an wie er sagt, um irgendwelche Veränderungen feststellen zu können. Sollte man auch in Erwägung ziehen. Eigentlich ist es schon seltsam, in der Schule oder im Kindergarten wird auf die Zähne geschaut, aber nicht auf irgendwelche Skelettveränderungen, was wie man sieht auch sehr wichtig ist.
So jetzt habe ich wieder genug geschrieben.
Bis bald
Susanne7
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