Skoliosetag am 23.April 2005

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peter 1
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Beitrag von peter 1 »

Lieber Gast, keine Sorge! Dalia ist auf mich wütend. Gruß, Peter.
Gast

Beitrag von Gast »

danke toni,ich bin so froh das du dich noch gemeldet hast.aber ich werde ihn auf jedenfall nicht ansprechen,nur wenn er von sich aus was sagt.ich denke erst ist schon genügend genervt mit diesem thema.wünsche dir eine gute nacht.
peter 1
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Peter an Toni - Re Wildsau

Beitrag von peter 1 »

Hallo Toni,
da ich auch aus Bayern stamme, nehme ich Dir die "Wildsau" mit dem schönen Bild nicht übel, aber ich erwarte von Dir neben einer spontanen verärgerten Reaktion schon auch eine sachliche Erwiderung. Deine Ausführungen beziehen sich nicht auf den Inhalt meines Beitrages.

Es ist weder uns Skoliotiker/innen noch dem Dr.Hoffmann von Nutzen, wenn von ihm Halbwahrheiten in diesem Forum verbreitet werden. Das Katastrophenszenario der durch die Budgetierung vor dem Ruin stehenden Fachärzte ist eine solche Halbwahrheit. Darauf habe ich mit meinem Beitrag hingewiesen. Ich kenne das Katastrophenszenario seit einigen Jahren auch von meinem Orthopäden. Seit ich mir Grundkenntnisse zu diesem Thema angeeignet hatte, war das Thema für ihn abgeschlossen und ich habe alle erforderlichen Rezepte ohne Diskussion weiterhin bekommen. Die angeblich ruinierte Praxis existiert unter seiner Leitung immer noch.

Wie Du aus meinem Beitrag Häme und offensichtliche Schadenfreude herauslesen kannst, ist mir schleierhaft. Ich habe in keinem meiner Beiträge das berufliche und soziale Engagement von Dr.Hoffmann in Frage gestellt. Ich habe auch Dein soziales Engagement im Zusammenhang mit diesem Forum nie kritisiert.

Was mein Beitrag mit dem Bundesverband zu tun hat, ist für mich auch nicht erkennbar. Sollte mein Hinweis auf die Selbstdarstellung von Dr.Hoffmann im "Lichtblick" diese gedankliche Verbindung hervorgerufen haben? Das, was Dr.Hoffmann von sich selber sagt, ist doch wohl das, worauf man sich am ehesten berufen kann.

Du beschimpfst den "Bundesverband" in unangemessener Weise. Sein Vorstand betreibt eine andere Vereinspolitik wie z.B. Skoliose-Aktiv. Aber sie ergänzt sich mit der anderer Skoliose-Organisationen. Seine Basisarbeit konkretisiert sich in Selbst-hilfegruppen im ganzen Land, die auch vielen Mitgliedern dieses Forums schon hilfreich waren. Seine politische Arbeit findet unter anderem durch Delegierte im DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband) und in der BAGH (Bundesarbeits-gemeinschaft für Behinderte) und auch in der Auseinandersetzung mit der Kassenärztlichen Vereinigung speziell in Baden-Württemberg statt. Das alles weißt Du und darum ist Deine Beschimpfung des "Bundesverbandes" um so unberechtigter.

So viel für heute. Mit der Hoffnung auf eine künftig sachlichere Auseinandersetzung zwischen uns beiden grüßt Dich Peter aus der Heide.
mhd2222

Bundesverband/ Dr. Hoffmann

Beitrag von mhd2222 »

Hallo,

ich als Dr. Hoffmann Patient würde es als den Supergau in der Konservertiven Skolioseversorgung finden, wenn eine Skoli- Behandlung nur noch " Privat" bei den meiner ganz pers. Meinung nach : Skoliose-Kompetendesten Arzt möglich wäre. Einige von Euch kennen meine 25J
Chronische Leidensgeschichte! Er war der erste Arzt, der nicht gleich mit dem Messer droht, sondern die kostenintensive KG/ Korsettversorgung auch im Erwachsenalter verordnet. Wenn es Dr. Hoffmann/ Rahmouni nicht geben würde, hätte ich schon ein Implantat von "Besenstielformat"im Kreuz. Weiterhin ist es
der optimalen Korsettversorgung des Dreamteams von Dr. Hoffmann/ Rahmouni zu verdanken dass mein Sohn M ( jetzt 16) einen Super Rücken hat. Hiermit Herzlichen Dank an DR. Hoffmann/ Hr. Rahmouni.
Lieber Peter,
mit Bundesverband Skoli habe ich nichts am Hut, ich hatte Info Material angefordert, bekam eine 3 J alte Zeitschrift! Super AKtuell,beiliegend ein Überweisungsträger über X Euro! Die Selbsthilfegruppen in Bayern sind zumindest auf dem Papier existent.
Was tut der Bundesverband zur Qualitätssicherung der Reha in Salzungen, Sobernheim? Bauchpiselt weiter euren Vorstand,sucht weiter eine Existenzberechtigung und haltet euch möglichst den Forum Fern, dann gibt es keine Unruhe!!

Liebe Grüße aus Unterfranken


Toni I
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Gast,

ich war nicht wütend, ich war gestern zu voll mit Eindrücken von meinem Tag gestern (ich wurde für ein Korsett gegipst), um auf Beiträge zu anderen Themen intensiv eingehen oder etwas langatmig erklären zu können.

Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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Beitrag von Eva36 »

Hallo,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass Doc Hofmann kein Rezept anbietet aber sofort ausstellt wenn man danach fragt. Allerdings habe ich das große Glück, dass unser Hausarzt die KG nach Schroth verschreibt - musste ihm allerdings erst einmal erklären was das ist.

Zum Thema Bundesverband -

auch ich habe Infomaterial angefordert - allerdings nie welches erhalten - auch nicht bei meiner 2ten Nachfrage.
Falls es also nicht die Post verschlampt hat - sollte zumindest nach 2 Anfragen ein bisserl Info rüber kommen.
Ansonsten kann ich nichts über den Bundesverband sagen - habe mich nicht weiter damit beschäftigt.

Gruß Eva
Es kommt nicht darauf an, was man aus uns gemacht hat,
sondern darauf, was wir aus dem machen, was man aus uns gemacht hat.

Jean-Paul Sartre
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Silas
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Schroth KG

Beitrag von Silas »

Hallo,

um diese Diskussion nochmal in Richtung Sachlichkeit zu lenken, wollte ich noch einige Hinweise loswerden, die ich auf Nachfrage bei der KV Baden-Württemberg erhalten habe:

1. So etwas wie eine Anerkennung als Schwerpunktpraxis existiert nicht. Allerdings wird nach stichhaltiger Darlegung der Patientenzusammensetzung, besonderer Bedürfnisse dieser Patienten, etc. i. d. R. die Richtgröße ("Budget") angepasst. Man fasst dies unter den Begriff "Praxisbesonderheiten"

2. Laut Aussage einer Bekannten, die bei einer anderen KV arbeitet, gibt es innerhalb einiger KVs gewisse Machtspielchen, Lobby geprägte Bevorzugung bestimmter Ärzte usw., was sich bei Dr. Hoffmann sehr ungünstig auswirken könnte

3. Ein normales Vorgehen bei Richtgrößenüberschreitung sieht folgendermaßen aus:
Der Arzt bekommt einen Prüfungsantrag zugeschickt, welchen er innerhalb von 4 Wochen beantworten muss. Entscheidend dabei ist, dass der entsprechende Arzt alles perfekt dokumentiert hat (eigentlich sollte er zwar Patienten behandeln, aber Bürokratie nimmt einen immer größeren Platz ein). D. h. er muss detailliert darlegen, welche kostenintensiven Patienten er behandelt und warum diese entsprechende Verordnungen benötigen. Es gibt eben Krankheiten, die teure Behandlungen erfordern. Nur als Beispiel: wenn ein Hausarzt plötzlich 5 Aids-Patienten hat, welche im Quartal durch die teuren Medikamente schon seine gesamte Richtgröße um ein Vielfaches überschreiten würden, kann er das durch saubere Dokumentation erklären und bekommt nicht automatisch die Regressforderung ins Haus. Es gilt auch nach der heutigen Gesetzeslage, dass nicht die Richtgröße das Maß aller Dinge ist, sondern eine angemessene Behandlung des Patienten.
Wieder zum Prozessverlauf...
Also, der Arzt reicht seine Erklärungen ein. Entscheidend ist, dass überzeugend dargelegt wird, warum gerade so und nicht anders verordnet wurde. Es ist übrigens nicht notwendig, jeden Einzelfall darzustellen, wenn man sehr viele, sehr ähnliche Krankheitsbilder behandelt, die Darstellung konkreter Einzelbeispiele ist ausreichend.
Dann landet die Richtgrößenüberschreitung im Prüfungs- bzw. später im Beschwerdeausschuss, der von KV und Kassen gemeinsam gebildet wird.
Hier werden die Praxisbesonderheiten bewertet.

4. Die Regressforderung kommt zwar oft schon vorher ins Haus geflattert, aber erst, wenn auch der Beschwerdeausschuss die Praxisbesonderheiten als nicht gegeben ansieht, wird der Regress vollstreckt

Viele Grüße
Silas
"Man kann nicht beweisen, dass Gott nicht existiert. Aber die Wissenschaft macht Gott überflüssig."
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peter 1
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Beitrag von peter 1 »

Hallo Silas,
großes Lob für diesen Deinen sachlichen und informativen Beitrag!
Gruß, Peter.
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J-Maria
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Beitrag von J-Maria »

Peter Schmidl hat geschrieben:Hallo Silas,
großes Lob für diesen Deinen sachlichen und informativen Beitrag!
Gruß, Peter.
:dito:
Gut gemacht! - Und verständlich zusammengefaßt!

Die KG-Verschreibung-Praxis (Probleme bei KG-Verschreibung) ist hier im Forum schon an anderen Stellen diskutiert worden. Patienten erzählen von Ärzten, die die Ausstellung von KG-Rezepten verweigern mit Hinweis auf seinen Budget. Manche Ärzte machen sogar die falsche Aussage, dass „die Kasse nicht mehr als x Behandlungen bezahlt“, o. ä.

Es hieß, die Ärzte müssen einer Prozedur mit einem riesigen Bürokratieaufwand auf sich nehmen, um bei der Budgetüberschreitung nicht aus eigener Tasche dazu zahlen zu müssen. Nun hat Silias mit seinem Posting, die Hintergründe sachlich dargelegt, worum es dort im einzelnen geht.

Es ist nicht erfreulich, dass Ärzte solch einem Vorgang sich unterziehen müssen um seine Patienten angemessen zu behandeln. Wertvolle Zeit die man den Patienten widmen möchte, geht so verloren. Das sind aber Arbeitsbedingungen, die kann man nicht ändern, leider muss man sich als Arzt dem unterziehen. Beruflich sind vielen von uns Zwängen unterworfen und erfüllen oft Aufgaben nur der Bürokratie halber und ärgern uns, wenn die Zeit für wirklich wichtigere Dinge knapp wird.

Hier gab’s schon einige Aufrufe, so ähnlich „Hilft Dr. Hoffmann“. Das war bestimmt gut gemeint, aber nicht der richtiger Weg, und ganz sicher nicht im Dr. Hoffmanns Sinne.
Das artet dann aus, mit Fragen wie: „Darf ich ein Rezept von Dr. Hoffmann annehmen?“ Ich bitte euch , wo kämen wir da hin!

Ich meine, Dr. Hoffmann wird schon mit seinem Problem fertig, genauso, wie wir alle mit unseren Problemen im Beruf fertig werden, wie übrigens auch andere Ärzte. Meine Tochter ist in Behandlung, wo vielen Skoliosepatienten viele KG-Termine verschrieben bekommen. Seit fast 2 Jahren bekommt sie laufend eine Verschreibung als Dauerbehandlung (2 x KG wöchentlich), Monatsdurchschnitt ca. 10, Monat für Monat, Jahr für Jahr.

Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich habe nichts gegen Dr. Hoffmann.
Er ist einer der wenigen niedergelassenen Orthopäden mit sehr guten Skoliose-Fachwissen und ich bin mir sicher er wird, wie einige seiner Kollegen mit den „Spielregeln“ fertig - ohne wirtschaftlichen Ruin.

J-Maria
peter 1
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Basisinfos

Beitrag von peter 1 »

An die Moderatoren dieses Skoliose-Forums:
Ich empfehle Euch, solche grundlegenden Beiträge wie diesen von Silas am 26.4.05 um 10Uhr13 in einem gesonderten PC-Ordner zu speichern, damit Ihr solche Basisinfos bei Bedarf schnell wiederfindet.
Mit besten Grüßen vom Peter aus der Heide.
Antje21
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Beitrag von Antje21 »

Es war mal wieder ser interessant, alle eure Beiträge zu lesen. Ihr habt alle wichtigen Punkte, Anregungen und Wünsche geäußert, die ich gar nicht so gut wie ihr, besonders du, Toni, hätte wiedergeben können. Danke!!
Ich bin auch mit einem, teils ratlosen, frustriertem Gefühl am Samstag aus dem Vortrag nach Hause gefahren. Wie sieht wohl die Zukunft aus, ohne Rezepte für KG, MT etc.? Wann wird dies eintreffen? Alll dies Fragen sind mir durch den Kopf geschwirrt. Kann ich überhaupt noch Rezepte von Dr. Hoffmann verlangen.... Ich werde jedoch weiterhin im Wechsel mit meinem Hausarzt in Tübingen, einem anderen Orthopäden in KA und von Dr. Hoffmann mir meine Rezepte für MT, KG, KG -Geräte holen. Denn wie soll ich ohne auskommen? Das würde nicht gehen. Und mit Korsett sowieso nicht.):

Habe mich gefreut, einen Teil von euch endlich mal kennegelernt zu haben.(:

Lieber Gruß

Antje(:
peter 1
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keine Rezepte mehr!?!

Beitrag von peter 1 »

Antje hat geschrieben: Wie sieht wohl die Zukunft aus, ohne Rezepte für KG, MT etc.?

Liebe Skoliotiker/innen,
auch in Zukunft werdet Ihr als Chronisch Kranke Verordnungen auf Krankenkassenkosten für die notwendige Behandlung Euerer Skoliose bekommen. Ihr solltet Euch nicht künstliche Probleme einreden (lassen).

Aus der Heide grüßt Euch Peter.
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Toni
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Re: keine Rezepte mehr!?!

Beitrag von Toni »

Peter Schmidl hat geschrieben:Antje hat geschrieben: Wie sieht wohl die Zukunft aus, ohne Rezepte für KG, MT etc.?

Liebe Skoliotiker/innen,
auch in Zukunft werdet Ihr als Chronisch Kranke Verordnungen auf Krankenkassenkosten für die notwendige Behandlung Euerer Skoliose bekommen. Ihr solltet Euch nicht künstliche Probleme einreden (lassen).

Aus der Heide grüßt Euch Peter.
Ja und was als chronisch Kranker gilt was als notwendige Behandlung angesehen wird und was diese maximal kosten darf pro Quatral das bestimmst DU? Und DU garantierst auch das, was Du da oben so locker schreibst?
Hast Du eine Ahnung wieviele Skoliosen/Kyphosen mich privat und pers. anschreiben und um Hilfe bitten, weil sie das ALLERNÖTIGSTE schon HEUTE nicht mehr erhalten?
In welcher "Bundesverbands-Skoliosen-Ideal-Traumwelt" lebst Du eigentlich?
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Toni
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Beitrag von Toni »

Antje21 hat geschrieben:Habe mich gefreut, einen Teil von euch endlich mal kennegelernt zu haben.(:

Lieber Gruß

Antje(:
Liebe Antje, auch ich hab mich sehr gefreut Dich auch mal live kennengelernt zu haben.
Du bist echt eine SUPER-POWER-Frau!

Ich habe Deinen Kampf mit und in dem Korsi beobachtet und ICH ERKENNE, ob sich jemand plagt und kämpft!
Ich hab Dich echt bewundert solange durchzuhalten!

Ich weiß was das heißt, obwohl ich nur ein "arschbequemes" Kyphosen-Panzerchen habe (und mir sogar für den Skoliosentag "Amors Umarmung" ausgesucht hatte weil es einfach weniger anstregend ist, wenn man sich an seine "Reklis" andocken kann.)
Du hast als "Ausgewachsene" das Ding schnell "hochgefahren" und hast in dem Ding eine wahrlich "Königliche Haltung" :king: und siehst dabei (und überhaupt!) sehr gut und bewundernswert Würdevoll aus! :grinsevil:

Du bist eines meiner "Erfolgserlebnisse" und für mich war Deine Gegenwart am Samstag eine große Belohnung.
Für solche "Hochcompliance-User" wie Dich lohnt sich JEDER STREIT mit den bornierten Schreibtischtätern der KK und MDK!

Ich freu mich, Dich mit im Boot (und auch im Korsett) zu haben! ;D
Ich bin mir SICHER, daß Du die späte Chance optimal nutzen wirst.
Wir kämpfen weiter!
Gruß Toni
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mhd2222

Re Bundesverband

Beitrag von mhd2222 »

Hallo Toni,


glaubst du nicht, dass die Zeit Reif ist, einen " Eingetragenen Verein zu Gründen" , zum Vorsitztenden würden wir dich schon Nötigen. Meinen Jahresbeitrag ( 100 Euro) würde ich dir gerne anvertrauen, da ich dadurch
bestmöglich und kompetent in meinen Belangen Vertreten würde.

Mach aus deinen Wissen, Erfahrungen, Einsatz doch einen Fulltimejob.

Vielleicht wacht der Bundesverband Skoliose dann mal auf.

Liebe Grüße aus Unterfranken

Toni I
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an Toni - Re Keine Rezepte mehr

Beitrag von peter 1 »

Toni hat geschrieben: "Hast Du eine Ahnung wieviele Skoliosen/Kyphosen mich privat und pers. anschreiben und um Hilfe bitten, weil sie das ALLERNÖTIGSTE schon HEUTE nicht mehr erhalten?"

Hallo Toni,
wenn Du meine bisherigen Beiträge hier im Skoliose-Forum revue passieren lässt, dann wirst Du feststellen, dass sich die meisten auf die Bewältigung von Formalitäten beziehen. Ich lebe nicht in einer Formalitäten-Traumwelt, ich habe nur ein bisschen mehr Erfahrung als andere in der Handhabung von Formalitäten. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele (junge) Leute auch mit ihren Formalitätsproblemen zu dir kommen und von Dir deren Lösung erwarten, weil ihnen das selbst zu schwierig ist und/oder weil sie diesbezüglich Fehler gemacht haben, die Du ausbügeln sollst. Aber ich kenne bisher keinen Fall, wo ein/e Skoliotiker/in "das ALLERNÖTIGSTE schon HEUTE nicht mehr erhalten" hätte, wenn er/sie vernünftig begründete Anträge an die zuständigen Stellen gerichtet hat und dazu auch die staatlichen und nichtstaatlichen Beratungsstellen kontaktet hat. Dass manche notwendige Leistung erst mit mehr oder weniger Nachdruck durchgesetzt werden muss, weiß ich auch und ist eine Binsenweisheit. - Mit meinem Verhältnis zum "Bundesverband" hat auch dieses Thema übrigens nichts zu tun.
Aus der Heide grüßt Dich Peter
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Toni
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Re: Re Bundesverband

Beitrag von Toni »

Hallo Toni I
Danke für die Blumen! :love: :blume: :flower: :kleeblatt:
mhd2222 hat geschrieben:... dass die Zeit Reif ist, einen " Eingetragenen Verein zu Gründen" ,
Ich bin sehr im Zweifel, ob die Struktur eines Weiteren, NEUEN eingetragenen Vereins der richtige Weg ist?
Die KK sind gesetzlich VERPFLICHTET Selbsthilfegruppen zu unterstützen!
Es gibt schon den Bundesverband und es gibt SKOLIOSE AKTIV e.V. die bereits über Anerkennung, ordentlicher Vereinsstruktur, Zugang und Bekanntheit zu den KK usw... haben.
Ein 3. Skoliose-Verein würde völlig verwirren, weil dann völlig unklar würde, wer nun überhaupt die Interessen der "Krummen und Buckligen" tatsächlich vertritt!
mhd2222 hat geschrieben: zum Vorsitztenden würden wir dich schon Nötigen.
Danke für das Vertrauen, aber "Nötigen" lass ich mich zu gar nix!
Ich überlege, ob es nicht sinnvoller und besser wäre die vorhandenen Strukturen irgendwie neu zu beleben, neue Schwerpunkte zu setzten, die vorhandenen Institutionen von "Innen" zu reformieren.
mhd2222 hat geschrieben:Meinen Jahresbeitrag ( 100 Euro) würde ich dir gerne anvertrauen, da ich dadurch bestmöglich und kompetent in meinen Belangen Vertreten würde.
Ich weis aus anderen "Branchen" welche enorme lobbyistische MACHT ein gut geführter, rühriger Verein mit einem hochengagierten GF den Institutionen und der Politik gegenüber ausüben kann.

Im Bundesverband Skoliose-Selbsthilfe e.V. gibt es einige "nette" Damen, die offen gegen mich intrigieren, hintenrum hetzen und mich schlechtmachen und sogar vor mir warnen. Keine Ahnung warum sie sich so vor mir so fürchten, daß ihnen so ein Umgang mit mir nötig erscheint, anstatt daß sie mich offen ansprechen und mir zu sagen was ihnen nicht passt!

Ich würde mich aber sofort für ein Amt in einem oder in beiden Vereinen zur Verfügung stellen. Ich hätte auch schon genügend Ideen und Schwerpunkte, die mir besonders am Herzen liegen und die bisher eher unterrepräsentiert waren. Zumindest im Bundesverband.
mhd2222 hat geschrieben: Mach aus deinen Wissen, Erfahrungen, Einsatz doch einen Fulltimejob.
Den Gedanken hatte ich auch schon und er wurde mir schon von vielen Leuten nahegelegt.
Z.B. für einen hauptamtlichen Geschäftsführer ist selbst der Bundesverband Skoliose zu klein!
An dieser Stelle sollte mal laut darüber nachgedacht werden, WARUM in Deutschland ca. 250.000 "echte" Skoliosen und mindestens ebensoviele Kyphosen leben, aber nicht mal 2.000 sich für IHRE Interessen organisiert und strukturiert haben?
Was macht der Bundesverband da falsch?
mhd2222 hat geschrieben: Vielleicht wacht der Bundesverband Skoliose dann mal auf.
Wecken wir ihn auf?
Ich habe damals auch fast 4 Monate gebraucht um auf einen Mitgliedschaftsantrag überhaupt eine Reaktion zu bekommen. Die Information beschränkte sich dann auf das Zusenden einiger älterer Exemplare des "Lichtblick".
Fast alle der vielen WS-Deformierten die ich kennenlernen durfte die beim Bundesverband Kontakt und Hilfe suchten sind frustriert und verärgert. Die eigenen Kontaktstellen-Personen sind teilweise deprimiert und demotiviert. Nur die Vorstandschaft scheint das nicht zu registrieren. Dafür kriechen sie lieber ein paar Ärzten sonst wo rein, die sich selbst für "Skoliose-Gurus" halten, unabhängig der tatsächlichen Qualität dieser Leute.

"An ihren Früchten sollt Ihr sie erkennen!"
Jesus von Nazareth

Am meisten aber ärgert mich die unverschämte "Hintenrum-Hetze" einiger netter Damen, die offensichtlich in einigen ihrer Hirnwindungen WESENTLICH KRUMMER sind, als ihre Wirbelsäulen.
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Klaus
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Beitrag von Klaus »

Hallo zusammen,

bezüglich der notwendigen Versorgung sollte man auch an die Situation nach einer Schroth-REHA denken.

Ich habe meine 1.REHA in Bad Salzungen gerade abgeschlossen und denke, dass das weitere Üben zuhause eine grosse Anzahl von Verschreibungen nicht nötig macht oder machen sollte.
Der finanzielle Aufwand für die nötigen Hilfsmittel ist gegenüber den sonstigen Dingen, die man so ausgibt, vergleichsweise gering!

Bleibt die Überprüfung durch den Schroth Theapeuten vor Ort und trotz Schroth die manchmal erforderliche Zusatzherapie.

Hier würde es Sinn machen, die minimale Frequenz von 1x pro Woche für die Überprüfung unterschreiten zu können, um die Richtgrösse nicht zu strapazieren. Pro Patient und Quartal hat z.Bsp. in Niedersachsen der Orthopäde nur knapp 2 KG's zur Verfügung.

Problem: 12 Wochen Frist
Hier fehlt mir die Erfahrung, ob man damit klar kommen kann.
Bei den Zusatzverordungen, wie z.Bsp. die mir sehr gut getane Kombi Ultra-Schall und Reizstrom geht das möglicherweise nicht. Diese ist aber wesentlich billiger.
Ausweg: Verordnung ausserhalb des Regelfalls
Hier wäre jetzt die Frage, kann der Arzt das so gestalten, dass er z.Bsp. 6x Behandlungen 1x in der Woche verordnet und dann 6 Wochen Pause und dann wieder 6x Behandlung usw.
Das entspräche der alten Regelung, pro Quartal 6 Behandlungen. Damit hatte keiner Probleme. Begründung: Regelmässige Überprüfung der gelernten Übungen erforderlich, damit Erfolg gesichert ist und Invalidisierung abgewendet wird.

Die Erläuterung von Silas zur Richtgrösse finde ich sehr spannend. Könnte man da nicht Formulierungshilfen für den Arzt ableiten, um ihn zu unterstützen?

Zum Thema: Chronisch krank
Kann jemand nochmal erläutern, wie der Weg dahin ist?

Gruss
Klaus
mhd 22222

Lasst uns den Bundesverband aufwecken

Beitrag von mhd 22222 »

Hallo Forumsuser,

wie kann mann eine würdige Vertretung der Skolispezifischen Belange in öffentlichen Kreisen, ( Krankenkasse/ Cronikerregelung/ Politik etc. ) finden ??

Meine Mitgliedschaft im VDK ist auf jeden Fall der falsche Weg, der Bundesverband konnte mir nur ein altes Heftchen, und einen Zahlschein senden.

Selbsthilfegruppen gibt es in nur auf dem Papier, in der Realität ist "MANN" dort nicht so gern gesehen.

Wie sollen wir unsere Rechte ( SCHWERBEHINDERTENRECHT ? ) vernünftig Umsetzen ?????

Es ist Zeit die selbstgefälligen Schnarcher aufzurütteln!


Liebe Grüße

Toni I
peter 1
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an mhd 22222

Beitrag von peter 1 »

TONI I fragt am 28.4.05:
"... wie kann mann eine würdige Vertretung der Skolispezifischen Belange in öffentlichen Kreisen, ( Krankenkasse/ Cronikerregelung/ Politik etc. ) finden ??"
Antwort 1: Indem man an den "Sozialwahlen" teilnimmt (Briefwahl), die in diesen Tagen stattfinden.
Antwort 2: In dem man Mitglied in Organisationen wird, die an entsprechenden Entscheidungen mitwirken.

TONI I schreibt: "Meine Mitgliedschaft im VDK ist auf jeden Fall der falsche Weg, ..."
Antwort: Dann wechsle zu einem anderen Sozialverband, z.B. zum SoVD (Sozialverband Deutschlands), zur AWO (Arbeiter Wohlfahrtsverband), zu einem der kirchlichen Sozialverbände wie Caritas, Diakonisches Werk usw. Es gibt viele Sozialverbände.

TONI I schreibt: "... der Bundesverband konnte mir nur ein altes Heftchen, und einen Zahlschein senden."
Antwort: Wenn Dir die Panne mit einem alten Heftchen ausreicht, um eine Organisation zu beurteilen / zu verurteilen, dann wirst Du nie eine für Dich brauchbare Interessenvertretung finden.

TONI I schreibt: "Selbsthilfegruppen gibt es in nur auf dem Papier, in der Realität ist "MANN" dort nicht so gern gesehen."
Antwort: Wenn "MANN" in einer (Skoliose-)Selbsthilfegruppe nicht gern gesehen ist, dann gibt es Selbsthilfegruppen nicht nur auf dem Papier und dann mußt Du Dich fragen, ob DU Dich falsch verhalten hast und an Deinem Verhalten etwas ändern mußt.

TONI I schreibt: "Wie sollen wir unsere Rechte ( SCHWERBEHINDERTENRECHT ? ) vernünftig Umsetzen ?????"
Antwort: Werde aktives Mitglied in einer der Organisationen, die sich darum kümmern, z.B. in den Mitgliedsvereinen des DPWV (Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband) oder der BAGH (Bundesarbeitsgemeinschaft Hilfe für Behinderte).

TONI I schreibt: "Es ist Zeit die selbstgefälligen Schnarcher aufzurütteln!"
Antwort: Es geht nicht darum, andere aufzufordern, dass die etwas tun, sondern darum, dass Du etwas tust.

In diesem Sinne grüßt Dich Peter in der Heide.
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