OP Spondylolisthese WWK

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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Ioleg
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OP Spondylolisthese WWK

Beitrag von Ioleg »

Hallo,

ich lasse mein Wirbelgleiten im Sommer in der Werner-Wicker-Klinik in Bad Wildungen operieren und suche händeringend nach OP Erfahrungsberichten. Leider finde ich immer nur Skoliose-Berichte. Hier im Forum gab es ja schon mal jemanden, der sich dieser OP unterzogen hat. Kann mir jemand näheres berichten oder mir einen entsprechenden Link schicken?

Meine Frau würde mich gerne zum OP-Termin begleiten. Macht es Sinn, sich dort ein Zimmer zu nehmen, wenn man eh erstmal ein paar Tage sinnlos herumliegt? Darf sie überhaupt direkt nach der OP in die Intensivstation?

Hab ganz schön bammel, ich war noch nie im Krankenhaus vorher. Ich habe die Berichte über die WWK hier gelesen, bin eigentlich nicht davon überzeugt, daß es ein Fehler war, sich dort anzumelden. Allerdings kannte ich da noch nicht das Klinikum in Neustadt. Sind die auch bekannt für gute Operationen von Spondylolisthese?

grüße, Ioleg
SissyKin
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Beitrag von SissyKin »

Hallo,
unsere Tochter hatte zwei OPs wegen Wirbelgleiten (Spondyloptose).
Die erste im Waldkrankenhaus in Erlangen, die zweite in der Hessing-Klinik in Augsburg. Ich habe hier im Forum öfters von ihr berichtet.
Erstere war eine Katastrophe, die zweite war okay. Sie ist von L4-S1 versteift.
Ich würde dir empfehlen mal die Seiten der Spondylodese- (so heißt die Form der VersteifungsOP) Selbsthilfegruppe anzuschauen und eventuell mit Frau Puhl Kontakt aufzunehmen.
www.spondylodese-gruppe.de
Dort sind im Gästebuch auch etliche OP-Berichte.
Liebe Grüße
SissyKin
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seemannskiste
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Beitrag von seemannskiste »

hey Ioleg,

schau doch mal unter dem thread : wie ist die werner wicker klinik reinhardshausen, dort habe ich von justus geschrieben, ist zwar schon ein weilchen her, aber ich glaube das hilft dir weiter !

gruß dave
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Emily
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Beitrag von Emily »

Hallo Ioleg!

Ich wurde auch in der WWK operiert allerdings wegen Skoliose. Ich war vorher und nachher auch noch nie in einem Krankenhaus geschweigedenn eine OP.

Wegen der Intensivstation kann ich Dich beruhigen meine Mutter konnte mich schon am Nachmittag dort besuchen.

Ob es Sinn macht dass Deine Frau schon in den Vorbereitungswochen kommt kann ich Dir nicht sagen.... Bei mir war niemand da, ich war ganz alleine, meine Mutter kam erst an dem Tag an dem ich operiert wurde. Weil vor der OP gibts da eigentlich eher noch nix zum Händchen halten :-) Da musst Du dann eher Eigenblut spenden usw.
Grüssle
--Emily
Trixi
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Beitrag von Trixi »

Hallo Ioleg!

Ich wurde auch wegen Wirbelgeliten operiert. Allerdigns schon vor 7 Jahren und in Österreich.
Wegen der Intensivstation brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich war nur einen Tag dort, bevor ich wieder auf die normale Station darf, und auch auf der Intensiv durften meine Eltern zu mir, sobald ich so halbwegs munter war.
Meine Mutter war auch die Tage vor der Op schon da, und ich muss sagen ich war froh darüber (obwohl ich damals schon 18 war), da man einfach vorher nicht soviel zum Nachdenken kommt und ein wenig Abwechslung hat! Also ich denke schon, dass es Sinn macht, wenn deine Frau in der Nähe ein Zimmer hat.

Liebe Grüße!
Trixi
Ioleg
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Beitrag von Ioleg »

Vielen Dank für die Antworten. Wische mir gerade den Schweiß von der Stirn nachdem ich die Seite http://www.spondylodese-gruppe.de/ durchgegangen bin. Da wird einem ja ganz schön bange gemacht. Die Patienten sprechen oft von Problemen im ISG-Bereich. Ist das wirklich üblich?

Bei dem Besprechungstermin in der WWK wurde von einem dreiwöchigen Klinikaufenthalt mit anschließender 4-monatiger Reha zuhaus gesprochen. In der Zeit trägt man dieses ominöse Plastikkorsett. Einige Patienten hatten allerdings von mehrwöchiger Vorbereitung vor der OP berichtet, Voruntersuchung, KG und Blutentnahme. Mir wurde aber eher suggeriert, daß ich kurz vor der OP aufgenommen werde. Wird das unterschiedlich gehandhabt?

Ist es wirklich so, daß man nur 2-3 kg während der Zeit zuhause schleppen darf? Wie ist das mit Toilettengang, alleine aufstehen usw.?

Vielen dank schon mal für eure Mühe!


Grüße, Ioleg
Gast

Re: OP Spondylolisthese WWK

Beitrag von Gast »

Ioleg hat geschrieben:Allerdings kannte ich da noch nicht das Klinikum in Neustadt. Sind die auch bekannt für gute Operationen von Spondylolisthese?
http://www.schoen-kliniken.de/Kliniken/ ... punkte.htm
Trixi
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Beitrag von Trixi »

Also ich hatte so ca. 3 Wochen vor der Op einmal wöchentlich ambulant eine Eigenblutspende. Ins Krankenhaus aufgenommen wurde ich 3 Tage vor der Op. Wobei allerdings alle Voruntersuchungen wie Röntgen, MR, und internistische Befunde aus ambulanten Untersuchungen vorlagen.
Ich musste nach der Op 6 Tage liegen, anschließend konnte ich dann bald selbständig zur Toilette gehn. Entlassen wurde ich mit Korsett nach 3 Wochen. Mit dem Heben solltest du schon aufpassen, aber ich glaube da ist man am Anfang eher zu vorsichtig, als zu waghalsig.
Was das ISG betrifft, bekam ich von meiner Physiotherapeutin nach ca einem halben Jahr Kräftigungsübungen gezeigt, mit denen es sehr gut funktioniert. Mache ich diese jedoch über längere Zeit nicht, bekomme ich es schon zu spüren. Aber dann weiß ich wenigstens wozu ich die Übungen mach :D

Grüße, Trixi
Ioleg
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Beitrag von Ioleg »

@trixi

komisch, von der eigenblutspende war bisher gar keine Rede...sehr seltsam.

Hattest du denn schon vorher Probleme mit dem ISG? Ich hab allmählich bedenken, daß man seine Wirbelgleitprobleme durch eine OP gegen andere Rückenprobleme, also Wirbel oder Bandscheibe über der Versteifung und das ISG, nur austauscht! Daß man ordentlich KG macht, ist klar, sonst würde es, zumindest bei mir, überhaupt nicht gehen.

Bist du auch durch den Bauch und von hinten operiert worden? Falls ja, wie lange mußtest du auf die 2. op warten?

Bist du denn nach 3 Wochen im Liegetransport nach Hause gekommen oder ging es im PKW? Wie sah das mit Treppensteigen aus, wann konntest du wieder ordentlich spazierengehen? Wie ging es mit dem Korsett unter der Dusche? Ich habe gelesen, man kann es nur im Bett ausziehen.

Sorry, ich könnte noch weitere tausend Fragen stellen.. :) Dem Arzt hatte ich auch löcher in den Bauch gefragt, nur eben eher medizinische.

Danke und Grüße aus Köln,

Ioleg
Trixi
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Beitrag von Trixi »

Hallo Ioleg!

Das mit der Eigenblutspende ist allerdings wirklich komisch, da würd ich mich unbedingt nochmal erkundigen.

Ja, ich wurde auch von vorne und hinten operiert, allerdings in einer "Sitzung".
Das Korsett wird dir von der Op angepasst, und du darfst es nur zum duschen ausziehen, also auch im Bett anlassen. Das war eigentlich kein Problem, da ich zuvor schon wegen meiner Skoliose vier Jahre ein Korsett getragen habe.
Mit dem ISG ist das so eine Sache. Wenn einige Wirbel versteift werden, müssen natürlich benachbarte Strukturen einem größeren Druck standhalten, und auch die Bewegungen abfangen, was aber nicht heißt, dass man automatisch Probleme bekommt. Ich denke, wenn man die Physiotherapie ernst nimmt und darauf achtet, dass die angrenzenden Strukturen gestärkt werden, kann man solche Probleme großteils vermeiden.

Ich hätte nach den 3 Wochen mit meinen Eltern im PKW nach Hause fahren sollen, was aber nicht so recht funktioniert hat. So ist meine Mutter dann nach einer kurzen Strecke mit mir in den Zug umgestiegen, da ich da einfach mehr Platz hatte, und mich zwischendurch auch mal niederlegen bzw. aufstehen und ein paar Schritte gehen konnte. Das funktionierte dann eigentlich recht gut.

Was das spazierengehen betrifft, das weiß ich nicht mehr so genau, das geht dann irgendwann von selbst wieder, du kommst jeden Tag ein Stückchen weiter, bis du deine alten Runden wieder schaffst.

Wenn du noch Fragen hast, nicht zögern, einfach schreiben, werde sie gerne benatworten, soweit ich es kann!

Liebe Grüße, Trixi
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