ich bin 22 Jahre alt und habe vor einem 3/4 Jahr die Diagnose der Skoliose LWS bokommen. Vor einem halben Jahr hatte ich nachts einen Anfall, wo ich mich gar nicht mehr bewegen konnte. Es wurde die Skoliose BWS festgestellt. Mein damaliger Orthopäde meinte das wäre alles lächerlich und ich müsste mich damit abfinden das ich für den Rest meines Lebens an Schmerzmittel gebunden sei. Ich bin aber Arzthelferin und will mich damit nicht abgeben. Das war Anfang Oktober 2004. Bin dann zu meinem Hausarzt der mir ein CT verschrieb. Siehe da, Bandscheibe L4/L5. Mit diesen Bildern wurde ich zu dem Orthopäden zurückgeschickt. ( Ich muss dazu sagen er wollte mir kein CT verschrieben, weil er das für Quatsch hält. DIe Schmerzen und die eingeschränkte Bewegung würde nur von den Skoliosen kommen. Ich sollte Sport machen, dann wird alles wieder gut. Wenn ich das aber nicht mache lande ich in spätestens 2 Jahren im Rollstuhl.)
Nun denn, ich bin dann mit den Bildern und dem Befund bei ihm eingelaufen. Er wusste nichts mit den Bildern anzufangen, schaute in den PC und schrie mich an was da denn solle von wem ich das CT hätte, er wäre doch dagegen gewesen, das wären unnötige Strahlen und dabei wäre doch sowieso nichts rausgekommen. Als ich ihn dann nach der Bandscheibe L4/L5 fragte lachte er mich aus und sagte er hätte mich jetzt durchschaut. Ich würde von Arzt zu Arzt laufen um das zu bekommen was ich will. Und nur zu meiner Info: Bandscheibenvorfälle hätte jeder und meine Skoliosengradzahlen würden auch nur oben und unten je 7°C betragen, das wäre lächerlich. Ich solle auch nun seine Praxis verlassen, er will Meschen wie mich nicht behandeln ich solle mir einen neuen Arzt suchen.
Da stand ich dann. Ich habe vor der Praxis erstmal einen Heulkrampf bekommen, weil ich nicht mehr weiter wusste. Mein Freund hat mich dann überredet zu meiner Arbeit zu fahren und das mit denen durchzusprechen und nach Rat zu fragen, da es ja auch 3 Ärztinnen seien. Gesagt, getan. Meine Chefin empfohl mir mich bei einem Belegarzt im Krankenhaus zu melden, er dürfte zwar nicht behalndeln aber eine 2. Meinung abgeben. Und er wäre der Beste Orthopäde den sie kennt. Also ab zu ihm.
Er untersuchte mich, schaute sich die Bilder und den Bericht an, sagte mich dann er hätte eine Aufgabe für mich. Ich solle meine Koffer packen. Er würde mich gerne stationär aufnehmen, da bei mir viel verschlammt wurde und einiges im Argen liegt.
Stationär wurde dann Fango, Krankengymnastik, Wassergymnastik, Strom, Massagen, Einzeltherapie und Schmerztherapie gemacht. Ich bekam jeden Tag Tabletten und eine Spritze mit 7ml Betäubungsmittel ins ISG. Es wurde dann festgestellt das die Skoliose LWS 21°C beträgt und BWS 20°C. Dazu kommen Rippenwülste ( keine Ahnung was das ist), muskuläre Insuffizienz, Reizung des ISG, Beckenschiefstand von 1,5 cm, Bandscheibe L4/L5, dieverse Verhärtungen und Versteifungen der Wirbelsäule, eine Hyperlordose, und alles mögliche sonst noch. Ich wurde dann im Anschluß ans Krankenhaus in die Reha geschickt. Für drei Wochen, wurde aber nach der ersten Woche um eine Woche verlängert, weil die dortigen Ärzte einiges bei mir im Argen sahen, wo Handlungsbedarf bestand. In den ersten 2 Wochen ging es von den Schmerzen her, dann wurde es immer Schlimmer. Dann kam raus das die mich drei Wochen lang in die falsche Gruppen gesteckt habe. Die hätte ich gar nicht mitmachen dürfen, weil ich dazu gar nicht in der Lage bin. Und die Schmerzen wurden schlimmer.
In der letzten Woche kam ich in die einfachste Gruppe, in die ich von vorneherein reingemusst hätte. Wir sollten dann Lockerungsübungen machen. Kreisende Beckenbewegungen. Es knackte 4x in der LWS, es strahlte aus in beide Beine und das wars dann mit dem laufen. Seitdem kann ich das rechte Bein nicht mehr belasten. Ich bekam einen Tag vor meiner Abreise Gehilfen und mir wurde nahegelegt, das ich Berufsunfähig sei und mich schon mal mit dem Gedanken der Rente anfreunden soll.
Wieder zuhause, lief ich von einem Arzt zum anderen. Der eine zog mir an beiden Beinen und meinte es wäre nur mein Ischias entzündet, ich solle Mophium nehmen, dann würde es besser gehen. Mittlerweile bin ich bei einem guten Orthopäden angelangt. Er klärte die Nerven ab, wo nichts rauskam und will nun noch abklären ob es nicht vielleicht eine Abart des Morbus Bechterew ist, da meine ganze Familie Bechterew, MS, Arthritis, Arthrose und Rheuma hat.
Aber was wenn es das auch nicht ist?
Alle sind mit ihrem Latein am Ende. Ich auch.
Keiner kann mir eine Diagnose stellen die mir sagt warum ich mein Rechtes Bein nicht mehr belasten kann.
Mir wurde Tilidin gegeben, weil Tramal zu schwach ist und ich Morphium abgelehnt habe.
Werde mich aber wahrscheinlich im Januar nochmal bei dem Arzt im Krankenhaus vorstellen.
Ach ja, einen Antrag beim Versorgungsamt sollte ich auch stellen. Mir wurde von den Ärtzen gesagt das ich warscheinlich mühelos 80% bekommen werde.
Nun frage ich euch, was haltet ihr davon?
Hat vielleicht einer einen Tip parat?
Mittlerweile bin ich am Ende, die Leute auf der Straße beschimpfen mich, aber nur die Alten und Ausländer, meine Familie wendet sich langsam ab, da sie der Meinung sind ich simuliere, obwohl ich davon keinen Vorteil hätte. Krankengeld bekomme ich immer noch nicht, da meine Chefinnen noch nicht den Antrag der Krankenkasse ausgefüllt haben. Ich habe Schmerzen und bin psychisch am Ende. Ich gebe zwar nicht auf, aber ich weiß langsam nicht mehr wogegen ich kämpfen soll, ohne Diagnose.
Würde mich über Antworten freuen.
Gruß
Yvonne





