Skoliose-OP - ja oder nein???
Was mir bei den ganzen Diskussionen auffällt, ist die Meinung, es gäbe eine generelle "50°- Schwelle", und darunter sei eine Op reine Quacksalberei.
Man muss aber genau unterscheiden, wo sich die Skoliose befindet: im Torakal- oder im Lumbalbereich?
Selbst schwerste Thorakalskoliosen verursachen häufig nur wenig Schmerzen. Deshalb ist es dann gerechtfertigt, eine Op nur bei lebensbedrohlichen Einschränkungen der Lungenfunktion zu erwägen, die unter 60° sehr unwahrscheinlich sind (jedoch kann bei Krümmungen ab 90 -100 ° die Lebenserwartung verkürzt sein). Dabei ist auch das Alter zu berücksichtigen und eine evtl. Verschlimmerungstendenz (bei Erwachsenen muss man davon ausgehen, dass sich Krümmungen von 50°und mehr weiter verschlimmern können).
Lumbalskoliosen sind normalerweise nicht lebensbedrohlich, können aber zu schwersten Schmerzzuständen führen, auch bei Cobb-Winkeln unter 50°. Da denken anscheinend einige Ärzte schon etwas weiter und wollen durch die Op diesen starken Beschwerden vorbeugen. Also: man kann Skoliosen nicht über einen Kamm scheren, jede ist anders, und die Meinung 50° Cobb= Op ist zu simpel...
Man muss aber genau unterscheiden, wo sich die Skoliose befindet: im Torakal- oder im Lumbalbereich?
Selbst schwerste Thorakalskoliosen verursachen häufig nur wenig Schmerzen. Deshalb ist es dann gerechtfertigt, eine Op nur bei lebensbedrohlichen Einschränkungen der Lungenfunktion zu erwägen, die unter 60° sehr unwahrscheinlich sind (jedoch kann bei Krümmungen ab 90 -100 ° die Lebenserwartung verkürzt sein). Dabei ist auch das Alter zu berücksichtigen und eine evtl. Verschlimmerungstendenz (bei Erwachsenen muss man davon ausgehen, dass sich Krümmungen von 50°und mehr weiter verschlimmern können).
Lumbalskoliosen sind normalerweise nicht lebensbedrohlich, können aber zu schwersten Schmerzzuständen führen, auch bei Cobb-Winkeln unter 50°. Da denken anscheinend einige Ärzte schon etwas weiter und wollen durch die Op diesen starken Beschwerden vorbeugen. Also: man kann Skoliosen nicht über einen Kamm scheren, jede ist anders, und die Meinung 50° Cobb= Op ist zu simpel...
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Faultier B.
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- Registriert: Mo, 29.07.2002 - 00:00
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- Wohnort: Rheinhessen
Hallo Hausfrau,
vielen lieben Dank für Deine guten Wünsche. Natürlich ist eine Reha für mich sehr gut hinzukriegen. Es wird wieder total anstrengend werden, aber die Intensiv-Turnerei wird sich auf jeden Fall lohnen und meine jetzigen Beschwerden mildern. Auch wenn Prof. H. meint, es würde mir nichts bringen.
Das tägliche Schrothen zu Hause wäre natürlich ideal. Aber: Liebe Hausfrau, schaffst Du das denn? Ich kriege es wirklich nicht hin! Bin voll berufstätig mit kleinem Haushalt, ein paar Hobbies - auch Sport -, sozialen Bindungen und daher unfähig und auch unwillig, mich jeden Tag an die Sprossenwand zu hängen.
Deine Frage zu dem Risiko einer OP: von Risiken bei einer „so einfachen Sache“ spricht der Herr Professor nicht. Ich habe die Bücher von Dr. Weiß, auch das neueste, in dem von Prof. H. eine große Abhandlung zur OP drin ist. Einen Aufklärungsbogen für die OP habe ich nicht bekommen. Er hatte während des Gesprächs ein Klinikprospekt in der Hand. Mir ist erst während der Rückfahrt, als ich über alles nachgedacht habe, aufgefallen, dass er es mir nicht mit gegeben hat. Wahrscheinlich weil ich zzt. ziemlich operationsunwillig bin und bis dahin wahrscheinlich längst wieder eine aktuellere Auflagen des Prospekts gedruckt worden ist.
Und zu dem anonymen Gast:
bei mir besteht natürlich keine Gefahr für Herz/Lunge, da ich eine (Thorako)Lumbale bin. Prof. Halm will mir mit der OP zunehmende Schmerzen im Alter ersparen.
Liebe Grüße
Faultier B.
vielen lieben Dank für Deine guten Wünsche. Natürlich ist eine Reha für mich sehr gut hinzukriegen. Es wird wieder total anstrengend werden, aber die Intensiv-Turnerei wird sich auf jeden Fall lohnen und meine jetzigen Beschwerden mildern. Auch wenn Prof. H. meint, es würde mir nichts bringen.
Das tägliche Schrothen zu Hause wäre natürlich ideal. Aber: Liebe Hausfrau, schaffst Du das denn? Ich kriege es wirklich nicht hin! Bin voll berufstätig mit kleinem Haushalt, ein paar Hobbies - auch Sport -, sozialen Bindungen und daher unfähig und auch unwillig, mich jeden Tag an die Sprossenwand zu hängen.
Deine Frage zu dem Risiko einer OP: von Risiken bei einer „so einfachen Sache“ spricht der Herr Professor nicht. Ich habe die Bücher von Dr. Weiß, auch das neueste, in dem von Prof. H. eine große Abhandlung zur OP drin ist. Einen Aufklärungsbogen für die OP habe ich nicht bekommen. Er hatte während des Gesprächs ein Klinikprospekt in der Hand. Mir ist erst während der Rückfahrt, als ich über alles nachgedacht habe, aufgefallen, dass er es mir nicht mit gegeben hat. Wahrscheinlich weil ich zzt. ziemlich operationsunwillig bin und bis dahin wahrscheinlich längst wieder eine aktuellere Auflagen des Prospekts gedruckt worden ist.
Und zu dem anonymen Gast:
bei mir besteht natürlich keine Gefahr für Herz/Lunge, da ich eine (Thorako)Lumbale bin. Prof. Halm will mir mit der OP zunehmende Schmerzen im Alter ersparen.
Liebe Grüße
Faultier B.
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Hausfrau
Hallo Faultier,
Ich würde dir dringend raten,Schroth zu machen.Nur das kann deine Schmerzen dauerhaft bessern.
Du musst deine KG lieben und annehmen wie ein schönes Hobby.
Ruf in der Klink an und laß dir den OPaufklärungsbogen unbedingt
schicken.Das motiviert dich vielleicht in die eine oder andere Richtung.
Ich kann erst in ein paar Wochen noch mal schreiben
Gruß von Hausfrau
Ich würde dir dringend raten,Schroth zu machen.Nur das kann deine Schmerzen dauerhaft bessern.
Du musst deine KG lieben und annehmen wie ein schönes Hobby.
Ruf in der Klink an und laß dir den OPaufklärungsbogen unbedingt
schicken.Das motiviert dich vielleicht in die eine oder andere Richtung.
Ich kann erst in ein paar Wochen noch mal schreiben
Gruß von Hausfrau
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Gast
Hallo an alle,
mir geht es eigentlich genauso. Mit meinen beiden Zwergen ist den ganzen Action angesagt, dann 2 x die Woche KG (Schroth), 2 x die Woche Muskelaufbautraining, 1 x die Woche Akupunktur, dann jeden Tag noch die große zum Kindi bringen und wieder abholen, Mittagessen gleich im Anschluß, div. Einkäufe tätigen, soziale Kontakte aufrecht erhalten, Spielplatz, Hausarbeit, ...! Du als Hausfrau weißt es ja bestimmt wie es ist. Ich muß ehrlich gestehen, daß ich manchmal echt froh bin, wenn die Zwerge im Bett sind und ich mich auf mein Sofa setzten kann und meine Ruhe habe. Ab und an (halt nicht regelmäßig) mach ich dann meine Übungen. Ich zieh dann lieber mein Korsett an und mach´s mir gemütlich.
Das nimmt mir eher die Schmerzen als dieses viele Üben und noch mehr Belasten.
Viele Grüße Anke
mir geht es eigentlich genauso. Mit meinen beiden Zwergen ist den ganzen Action angesagt, dann 2 x die Woche KG (Schroth), 2 x die Woche Muskelaufbautraining, 1 x die Woche Akupunktur, dann jeden Tag noch die große zum Kindi bringen und wieder abholen, Mittagessen gleich im Anschluß, div. Einkäufe tätigen, soziale Kontakte aufrecht erhalten, Spielplatz, Hausarbeit, ...! Du als Hausfrau weißt es ja bestimmt wie es ist. Ich muß ehrlich gestehen, daß ich manchmal echt froh bin, wenn die Zwerge im Bett sind und ich mich auf mein Sofa setzten kann und meine Ruhe habe. Ab und an (halt nicht regelmäßig) mach ich dann meine Übungen. Ich zieh dann lieber mein Korsett an und mach´s mir gemütlich.
Das nimmt mir eher die Schmerzen als dieses viele Üben und noch mehr Belasten.
Viele Grüße Anke
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Faultier B.
- aktives Mitglied

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- Registriert: Mo, 29.07.2002 - 00:00
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- Wohnort: Rheinhessen
Hallo Hausfrau,
wenn ich Schroth mache, dann mache ich es auch ganz gern und intensiv und sehe es schon als "Hobby" an, wie z. B. auch Fitness-Studio oder so. Aber man macht ja auch seine Lieblingshobbies nicht jeden Tag.
Wenn Du Erfahrung damit hast, dann berichte uns doch mal was von dem OP-Aufklärungsbogen. Was steht denn da so tolles drin?
Liebe Grüße
Faultier B.
P. S.:
Bist Du eigentlich im Forum auch angemeldet, wäre nett wenn ich wüsste, woher die guten Ratschläge einer Hausfrau kommen.
wenn ich Schroth mache, dann mache ich es auch ganz gern und intensiv und sehe es schon als "Hobby" an, wie z. B. auch Fitness-Studio oder so. Aber man macht ja auch seine Lieblingshobbies nicht jeden Tag.
Wenn Du Erfahrung damit hast, dann berichte uns doch mal was von dem OP-Aufklärungsbogen. Was steht denn da so tolles drin?
Liebe Grüße
Faultier B.
P. S.:
Bist Du eigentlich im Forum auch angemeldet, wäre nett wenn ich wüsste, woher die guten Ratschläge einer Hausfrau kommen.
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Anke Strähle
- Newbie

- Beiträge: 24
- Registriert: Mo, 05.04.2004 - 11:52
- Wohnort: Plochingen
- Kontaktdaten:
Hallo Hausfrau,
wollte mal fragen, ob Du operiert wurdest?
Wenn ja, dann kannst Du mir ja sicher auch noch ein paar Fragen bzgl. der Planung beantworten.
1. Ab wann wäre es sinnvoll sich für eine Haushaltshilfe zu kümmern und wo?
2. Wie würdest Du nach der OP nach Hause fahren (Neustadt - Stuttgart)?
3. Wie, wann und wo muß ich mich bzg. der Eigenblutspende und dessen Transport kümmern? Was muß man hier mit der Krankenkasse abklären und beachten?
4. Gibt es sonst noch etwas, was man beachten muß, was wichtig ist?
Würde mich über Deine Antworten freuen.
Ciao Anke
wollte mal fragen, ob Du operiert wurdest?
Wenn ja, dann kannst Du mir ja sicher auch noch ein paar Fragen bzgl. der Planung beantworten.
1. Ab wann wäre es sinnvoll sich für eine Haushaltshilfe zu kümmern und wo?
2. Wie würdest Du nach der OP nach Hause fahren (Neustadt - Stuttgart)?
3. Wie, wann und wo muß ich mich bzg. der Eigenblutspende und dessen Transport kümmern? Was muß man hier mit der Krankenkasse abklären und beachten?
4. Gibt es sonst noch etwas, was man beachten muß, was wichtig ist?
Würde mich über Deine Antworten freuen.
Ciao Anke
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mausi138
- aktives Mitglied

- Beiträge: 94
- Registriert: Di, 30.03.2004 - 20:14
- Wohnort: Umgebung von Stuttgart
Ich hab auch vor mich nächstes Jahr in Neustadt operieren zu lassen.
Wegen dem Transport hab ich mir auch einige Gedanken gemacht (wohne in der nähe von Stuttgart). Eigentlich hatte ich vor, nach der Op mit dem Flugzeug zu fliegen. Hab jetzt aber den Vorschlag (von einer Operierten) bekommen, mit dem Nachtzug zu fahren, da man dann die ganze Zeit liegen kann.
Ansonsten kann ich dir leider keine Tipps mehr geben.
MfG
mausi
Wegen dem Transport hab ich mir auch einige Gedanken gemacht (wohne in der nähe von Stuttgart). Eigentlich hatte ich vor, nach der Op mit dem Flugzeug zu fliegen. Hab jetzt aber den Vorschlag (von einer Operierten) bekommen, mit dem Nachtzug zu fahren, da man dann die ganze Zeit liegen kann.
Ansonsten kann ich dir leider keine Tipps mehr geben.
MfG
mausi
- Emily
- Vielschreiber

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- Registriert: Do, 13.05.2004 - 17:29
- Wohnort: Luzern (Schweiz)
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Hmm, so bequem sind die Nachtzüge aber wirklich nicht.... Da habe ich selbst jetzt 6 Jahre nach der OP manchmal noch Rückenschmerzen nach einer Nacht im Zug. Nach meiner OP hätte ich mir das nicht getraut. Da würde ich lieber fliegen. Das Gepäck können ja Deine Eltern schonmal vorher grösstenteils mitnehmen und den Rest kannst Du ja dann schicken.
Grüssle
--Emily
--Emily
- Dalia
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- Registriert: So, 10.08.2003 - 12:48
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- Diagnose: 107° und 98° (im Jahr 2003 zu Beginn der Korsetttherapie: 98° und 93°), sehr starre Skoliose, kaum Beschwerden
- Therapie: 1983-1994 Korsetts verschiedener OTs, zuletzt bei Rahmouni, dann Korsettabschulung im Jahr 1994, seit 05/2005 bis etwa 2018 Nachtkorsett von Rahmouni, Therapieziel: Halten der Skoliose, seit 2018 keine Therapie mehr
- Wohnort: NRW
Emily, in welcher Art von Nachtzug bist du unterwegs?
Es gibt ja verschiedene Arten von Nachtzügen. Ich bin nicht nachtzugerprobt, ich war nur einmal in einem Liegewagen, man lag auf Liegen, die steinhart und schmal waren.
Es gibt auch noch Schlafwägen, sogar mit Bettzeug. Ich glaube aber, dass diese Züge nur bestimmte Strecken anfahren, vielleicht auch nicht jede Nacht. Eine Übersicht über Nachtzüge gibt es da:
http://www.bahn.de/pv/view/service/fahr ... tzug.shtml
Dalia
Es gibt ja verschiedene Arten von Nachtzügen. Ich bin nicht nachtzugerprobt, ich war nur einmal in einem Liegewagen, man lag auf Liegen, die steinhart und schmal waren.
Es gibt auch noch Schlafwägen, sogar mit Bettzeug. Ich glaube aber, dass diese Züge nur bestimmte Strecken anfahren, vielleicht auch nicht jede Nacht. Eine Übersicht über Nachtzüge gibt es da:
http://www.bahn.de/pv/view/service/fahr ... tzug.shtml
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
meine Geschichte: Dalia wird Königin (Korsett für eine Oldie-Power-Skoliose)
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- Emily
- Vielschreiber

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- Registriert: Do, 13.05.2004 - 17:29
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Da mein Freund in der Schweiz wohnt und ich in Österreich hab ich auf dieser Strecke (Wien-Zürich) so ziemlich alles ausprobiert worauf man in einem Zug so liegen kann. Dabei gibts 1. das 6er Abteil, da sind die Liegen dermassen hart und eng dass ich persönlich da schon fast das Sitzabteil bevorzuge. Die 4er Abteile sind da auch nicht wesentlich besser.... Ausserdem war ich im 2er Abteil unterwegs, hier war das Bett ein wenig breiter aber so ausgelegen dass ich selbst dort am nächsten Morgen Schmerzen hatte.... Also mit meinem frisch operierten Rücken hätte ich mir das nicht angetan, zumal ich denke dass auf einem Flug das Personal eher auf die Probleme einzelner Passagiere eingehen. Und es ist auch wesentlich kürzer.
Grüssle
--Emily
--Emily
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Anke Strähle
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Hallo Emily,
ich denke, daß ich auch lieber das Flugzeug nehmen werde, denn wenn man bedenkt, die Fahrt von Hamburg dauert ja auch schon knappe 5 -6 Stunden. Man kann zwar laufen, aber im Zug ruckelt es doch auch ganz schön. Ein Flug dauert ca. 1 Stunde und im Notfall kann man auch im Flugzeug aufstehen oder seinen Sitz in Liegeposition stellen.
Viele Grüße Anke
ich denke, daß ich auch lieber das Flugzeug nehmen werde, denn wenn man bedenkt, die Fahrt von Hamburg dauert ja auch schon knappe 5 -6 Stunden. Man kann zwar laufen, aber im Zug ruckelt es doch auch ganz schön. Ein Flug dauert ca. 1 Stunde und im Notfall kann man auch im Flugzeug aufstehen oder seinen Sitz in Liegeposition stellen.
Viele Grüße Anke
