ganz kurz zu mir. Ich bin 34Jahre und bei mir wurde vor zweieinhalb Jahren aufgrund von Schmerzen eine Skoliose festgestellt. Und zwar beträgt die Verbiegung im Bereich der oberen BWS (fast schon HWS)40Grad nach Cobb und im unteren Abschnitt der BWS noch einmal 40Grad nach Cobb und in der LWS kommt ein Gegenschwung von etwas um die 20Grad nach Cobb. Seitdem bekam ich in Form einer Langfristverordnung 2xKG/ Woche verschrieben von meinem Orthopäden verschrieben. Wir haben sehr verschieden behandelt: mobilisiert von Rippen , Schulter, Gelenkkapseln, aber auch Schroth und E-Technik. Je nachdem welche Problematik vordergründig zu behandeln war. Vor eineinhalb Jahren war ich für vier Wochen in Bad Salzungen. Bezüglich meiner Schmerzen hat mir es ein wenig geholfen. Seitdem mache ich dreimal pro Woche für 30 Minuten meine Übungen nach Schroth für mich allein in einem großen Rehazentrum. Dort mache ich unter fachkundiger Anweisung seit eineinhalb Jahren noch Gerätetraining mit anschließenden Dehnübungen auf der Matte, 2-3x/Woche. Da sich in dem Rehazentrum auch noch ein Osteopathiezentrum befindet, gehe ich seit einem guten halben Jahr auch noch einmal pro Monat zu einer Osteopathin. Und zu guter Letzt nehme ich, ebenfalls in dem Rehazentrum, seit eineinhalb Jahren an einem Entspannungstraining in der Gruppe teil, einmal pro Woche.
All dies mache ich, um meine Schmerzen in der linken Schulter und in der LWS bzw. dem linken ISG und auch Kopfschmerzen in den Giff bzw. mittlerweile habe ich meine Ziele schon zurückgefahren, nur noch so gering wie möglich zu halten. Die Schmerzen in der Schulter sin wohl auf verspannte Muskeln (trotz oben beschriebenen Training) und in der eingeschränkte Beweglichkeit der Rippen zurückzuführen. Außerdem ist ein Teil der BWS bereits versteift. Das Iliosacralgelenk links wird mit KG behandelt, um Schmerzen zu lindern. Meine Physiotherapeutin sagt, immer wenn ich den Raum dann verlasse ist alles ok und nach einer Woche ist das ISG wieder im gleichen Zustand. Aber ich mache doch Schroth und versuch mich, wie in Bad Salzungen gelernt, Skoliosgerecht zu verhalten (stehe dementsprechend aus dem Liegen auf, steige ordentlich ins Auto ein, trage nicht schwer). Auf Schmerzmittel möchte ich soweit es geht verzichten und nehme bei Kopfschmerzen "Cafergot". Denn sonst kann ich in 20 Jahren und solang lebe ich sicher noch
Jetzt zu meinem Riesenproblem:
Ich bekomm seit der Heilmittelreform, statt der Langfristverordnung von 2xKG/Woche, nur noch 6xKG/ QUARTAL
Mein Orthopäde sagt, daß er mir am liebsten weiterhin 2x/Woche KG verschreiben würde, um eine weitere Versteifung von der Wirbelsäule und anderen Gelenken zu verhindern und auch die Schmerzproblematik in Grenzen zu halten aber ihm aufgrund der Heilmittelrichtlinien die Hände gebunden sind, wenn er die KG nicht aus der eigenen Tasche bezahlen will. Ich war schon zweimal bei ihm und habe ihm eindringlich aufgrund meiner zunehmenden Schulterschmerzen gebeten, leider ohne Erfolg. Jetzt war ich bei meinem Hausarzt, aber bei ihm kam auch nichts raus. Außer das er 5000Euro aus der eigenen Tasche an die Krankenkasse zahlen muß, die Regress von ihm fordert. Er hat mir sogar das Schreiben gezeigt. Am kommenden Dienstag habe ich nochmal einen Termin bei meinem Orthopäden, aber danach weiß ich nicht mehr weiter, wie ich an mehr KG als 6X/ Quartal kommen kann. Ich würde ja sogar einen Anteil selber übernehemen, aber von 24xKG/ Quartal auf 6x/Quartal ist zu heftig für meinen Geldbeutel. Vielleicht kann mir einer von euch einen Rat geben, wie ich weiter KG bekomme. Ich möchte eifach nicht mit zunehmenden Schmerzen leben was ich aber ohne KG wohl nicht verhindern werde, denn ich tue viel für meinen Körper und möchte auch noch ein wenig arbeiten, da habe ich übrigens meine Arbeitszeiten auch schon reduziert, sodas ich bei Gehaltsverlust nur noch auf 150 Stunden im Monat komme.
Im übrigen hat mein Orthopäde nach eigener Aussage Skoliose als Assisstent in den Hessingkliniken bei Augsburg operiert und hält dies für ein ziemliches, Zitat "Gemetzel". Also er setzt durchaus auf die nichtoperative Methode und hat dies ja auch durch die Langfristverordnung gezeigt.
Ich hab auch bei meiner Krankenkasse (bin bei der Schwäbisch Gmünder Ersatzkasse, die verzichten ja wohl auf ein Genhemigungsverfahren bei Verordnungen ausserhalb des Regelfalles) angerufen und die sagen, der Arzt darf allse verschreiben, wenn es medizinisch nötig ist und beim Orthopäden höre ich er kann nicht mehr verschreiben. Er sagte, es wurde in Bayern auf die Möglichkeit "ausserhalb des Regelfalles" verzichtet. Ich denke, er hat Angst die KG aufgrund von Regressforderungen zurückzahlen zu müssen, bei mir, oder in anderen von seinen Fällen, falls er sein Limit über steigt. Angeblich hat er meinen Fall bei einem Ärztekongress nach dem 1.Juli vorgetragen und da hieß es, das der Heilmittelkatalog gilt.
Doch wie kann ich etwas mehr KG im Quartal bekommen? Bin mit meinem Latein nach dem Orthopädenbesuch am kommenden Dienstag so ziemlich am Ende und werde mich dann aufgrund meiner verspannten Schultern krankschreiben lassen.
Für einen hilfreichen Vorschlag bin ich schonmal sehr dankbar.
Viele Grüße Matthias



