OP mit 69?

Fragen zum Thema Wirbelsäulen OP's
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PetraHH

OP mit 69?

Beitrag von PetraHH »

Hallo,

mein Name ist Petra und ich bin in diesem Forum wegen meiner Mutter. Sie ist 69 Jahre alt und hat schwere Skoliose. Sie liegt derzeit seit 2 Wochen im Bett und hat extreme Schmerzen im linken Oberbauch, die wohl durch einen Sturz auf den Rücken verursacht wurden. Eine CT zeigte ihre schlimme Skoliose. Ich möchte meiner Mutter helfen. Daher meine Frage: Ist es riskant ihr mit 69 noch eine OP zuzumuten? Sie will kein Korsett tragen, weil sie auch Asthma hat und dann Beklemmungen bekommt. Ich kenne mich mit dem Thema fast gar nicht aus, will ihr nur helfen. Hat jemand einen Rat, was ich mit ihr machen soll bevor sie offiziell zur Invalidin wird?
Vielen Dank für eure Hilfe - ich fühl mich so hilflos.

Petra
Stefanie
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Beitrag von Stefanie »

hallo petra
erst einmal finde ich es schön, dass du deiner mutter helfen möchtest. ich kann dich gut verstehen.
ich kann dir nur den tipp geben, sie so schnell wie möglich bei einem skoliose spezialisten vorzustellen. der wird alles andere verordnen.
ich kann nur so viel aus der ferne und aus meinen erfahrungen sagen, dass es schwierig wird, mit krankengymnastik einer so starken skoliose entgegenzuwirken. also möchte ich vermuten, dass eine op unumgänglich wird. aber dass muss der arzt an hand von röntgenbildern und dem allgemeinen gesundheitszustand deiner mutter beurteilen. gute skoliosespezialisten findest du in bad sobernheim, bad salzungen und in Bochum. In Hamburg kenne ich mich nicht aus. Eine gute Klinik für Operationen findest du in Bad Wildungen. Hier ein paar Adressen:
Bad Salzungen:
http://www.orthonews.de/index2.htm
Bad Sobernheim:
http://www.skoliose.com/

Bad Wildungen Werner Wicker Klinik

Herzliche Grüße und gute Besserung an deine Mutter.
Stehe dir für fragen immer gerne zur verfügung.
steffi
Gast

Beitrag von Gast »

Klinikum Neustadt/Holstein... Nur ca. 80 km von Hamburg entfernt. Und Prof. Halm wäre für sowas mit Sichheit der Beste!

http://www.schoen-kliniken.de
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Hallo Petra,
kann ich auf grund des HH in deinem Namenskürzel schließen, dass du aus Hamburg kommst?
Es gibt eine bessere Klinik als die Werner Wicker Klinik Bad Wildungen.
Ich würde bei einer OP Indikation empfehlen, zu Prof. Halm nach Neutstadt/ Holstein zu gehen.
Schau mal hier Schön Kliniken, Klinikum Neustadt in Holstein
Die Frage ist natürlich wie schlimm die Skoliose wirklich ist, habt ihr die Winkel bestimmen lassen?
Das geht allerdings nicht mit CT Aufnahmen, da die meistens im Liegen gemacht werden und zur Bestimmung der Skoliose ein Röntgenbild im Stehen gemacht werden sollte.
Hat deine Mutter denn schon länger die Schmerzen, oder erst seit dem Sturz?
Das solltet ihr abklären, bevor ihr die Pferde scheu macht.
Mach dir erstmal nicht zu viele Sorgen, lass sie erstmal von einem Skoliosespezialisten gründlich untersuchen und dann könnt ihr weiter sehen.
Liebe Grüsse
Nicole
Zuletzt geändert von netkitty am So, 11.04.2004 - 20:44, insgesamt 2-mal geändert.
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Gast

Beitrag von Gast »

netkitty hat geschrieben: Es gibt eine bessere Klinik als die Werner Wicker Klinik Bad Wildungen.
Ich würde bei einer OP Indikation empfehlen, zu Prof. Halm nach Neutstadt/ Holstein zu gehen.
Schau mal hier
Schön Kliniken, Klinikum Neustadt in Holstein
Steht das nicht schon ein Posting über dir, Netkitty??!!!!
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Gast hat geschrieben:Steht das nicht schon ein Posting über dir, Netkitty??!!!!
Ja, da war ich nicht schnell genug ;)
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Beitrag von Sabi »

@ netkitty

Dein Link funktioniert leider nicht.
In der Idee leben heißt,
das Unmögliche behandeln,
als wenn es möglich wäre.
Goethe
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Beitrag von netkitty »

Danke für den Hinweis, ich hab es jetzt geändert, mach ich auch noch auf der Linkseite.
Grüsse
Nicole
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Beitrag von Sabi »

Kein Problem. Your welcome.

Ich habs jetzt auch noch in dem zitierten Beitrag geändert, falls jemand da drauf klickt.

Liebe Grüße Sabi
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Dalia
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Beitrag von Dalia »

Hallo Petra,

ich schließe mich den anderen an.

Prof. Halm ist zwar Chirurg, aber er wird sicher die Umstände (Alter und Asthma) berücksichtigen. Und niemand wird gegen seinen Willen operiert.

Nun wär's wichtig zu wissen, seit wann wann deine Mutter Beschwerden hat. Normalerweise operiert man eine Skoliose erst dann, wenn durch diese Beschwerden entstanden sind. Aber so wie ich aus deinem Posting herauslese, hat deine Mutter wegen des Sturzes Schmerzen und nicht wegen der Skoliose, oder?

Und was heißt schlimm? Vielleicht ist die Skoliose nicht so schlimm wie ihr meint? Lasst ein Röntgenbild erstellen (die CT-Aufnahme ist nicht gut genug, wie schon gesagt) und dann unbedingt die Krümmungswinkel nach Cobb berechnen. Das könnt ihr alles bei Prof. Halm machen lassen, falls ihr aus Hamburg seid.

Man kann mit einer krummen Wirbelsäule auch gut leben. Gegen Beschwerden kann Krankengymnastik nach Schroth helfen (und keine 08/15!!!). Hat deine Mutter denn am Rücken Buckel oder wirkt er gerade? Ist sie im Laufe der Zeit kleiner geworden?

Gute Besserung für deine Mutter!

Liebe Grüße,
Dalia
Ich kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. (Bertolt Brecht)
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PetraHH

Beitrag von PetraHH »

Hallo an alle,

erst einmal vielen lieben Dank für die hilfreichen Antworten, Tipps und Wünsche.

Zu euern Fragen: Meine Mutter hat schon immer Rückenprobleme gehabt, aber Skoliose wurde erst sehr spät festgestellt. Ich weiß es ja selbst erst seit 2 Wochen. Sie machte nie eine große Nummer daraus und deswegen wurde es wohl nie ernsthaft behandelt. Die akuten Schmerzen hat sie wirklich erst seit dem Sturz. Die hängen aber ganz offenbar mit der Skoliose zusammen. Ich habe ihre Röntgenaufnahmen gesehen und mich voll erschrocken, was für eine Rechtskurve ihre Wirbelsäule macht.

@Steffi
Vielen Dank für deine Nachricht. Gern würde ich meine Mutter zu einem Spezialisten bringen, aber sie ist durch die Schmerzen bettlägerig. Sie kann seit 2 Wochen nicht aus dem Haus, nur unter extremen Schmerzen mal unter die Dusche, bisschen in der Wohnung laufen (ganz kurz)..Es ist ein Drama. Die Tabletten vom Arzt schlagen auch nicht an. Sie kann auch nur auf einer Seite liegen, sobald sie sich dreht, schreit sie vor Schmerzen auf. Ich denke, wir müssen Geduld haben. Sobald sie wieder laufen kann, gehts ab zum Spezialisten.

@Nicole
Nein, wir haben keine Winkel bestimmen lassen. Sorry, aber ich kenne mich überhaupt nicht mit dem Thema aus. Ich beginne ja gerade erst Infos zu sammeln, weil meine Mutter von ihrer Hausärztin nie richtig aufgeklärt bzw. überwiesen wurde. Die Ärzte, die die CT gemacht haben, schrieben in ihrem Bericht von einer starken Skoliose, vielen alten Brüchen etc. Dazu hat meine Mutter noch eine schiefe Hüftstellung...
Und ja, ich bin in Hamburg.

@ Dalia
Ja, sie ist im Laufe der Jahre kleiner geworden und in der Tat sieht es manchmal so aus, als ob sie einen Buckel hat. Sie läuft auch immer etwas gebeugt.

Wir werden uns an Prof. Halm wenden, wenn meine Mutter wieder transportfähig ist. Übernehmen das denn die Krankenkassen?
Also nochmal vielen Dank für die ermutigenden Antworten. Ich fahre heute zu ihr und werde von euren Ratschlägen erzählen.

Einen schönen Feiertag wünscht euch Petra
netkitty
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Beitrag von netkitty »

Hi Petra,
wenn ein Laie eine Skoliose auf einem Röntgenbild sieht, ist er meistens erschrocken.
Es sieht schon ziemlich schlimm aus, auch wenn man "nur" eine relativ schwache Skoliose von 30-40° hat.
Ich habe so um die 40° Grad in der Hauptkrümmung und meine Ärzte sagten auch immer was von "schwere Skoliose" , dabei ist bei dieser Krümmung noch lange keine OP Indikation vorhanden.
Die beginnt erst ab ca. 50°.
Das die Hüfte deiner Mutter schief ist, ist bei einer Skoliose relativ normal, sowohl die Schulter als auch die Hüfte sind durch die Skoliose beeinflußt.

Frag sie mal nach ihren Schmerzen, bitte sie ehrlich zu sein.
Wenn die OP nicht unbedingt nötig ist, würde ich mir überlegen, ob ich in diesem Alter noch diese schwere OP durchmachen wollen würde.
Da wird euch aber Prof. Halm sicher gute Unterstützung leisten können.
Wartet erstmal ab, bis es deiner Mutter etwas besser geht.
Was die Transportkosten anbelangt bin ich bezüglich der Bezahlung durch die Krankenkasse skeptisch, weiß allerdings nichts genaues darüber.

Grüsse
Nicole
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Beitrag von Dalia »

Hallo Petra,

Kleinerwerden kann ein Indiz für eine Verschlechterung der Skoliose sein, aber es kann auch mit dem im Alter normalen Abbau der Knochensubstanz zusammenhängen.

Damit du ungefähr eine Vorstellung hast, wieviel Grad eine Krümmung haben kann, ist hier ein Link:

http://skoliose.net/forum/viewtopic.php?t=1853&highligh

Das erste Bild zeigt einen Krümmungswinkel von 58 Grad, das zweite 18 Grad und das dritte 38 Grad.

Hier noch ein Link (Röntgenbilder mit Gradangaben sind weiter unten):

http://www.rahmouni.de/skoliose/rumpf_korrek.htm

ABER lass dich bitte nicht von den Bildern verunsichern. Du kannst das nur GROB vergleichen, denn manchmal hat eine Skoliose auch weniger Grad als es aussieht. Es gibt für die Messung eines Röntgenbildes Messgeräte und das kann nur jemand messen, der sich damit auskennt.

Selbst wenn die Skoliose deiner Mutter für eine OP sprechen sollte, können andere Faktoren dagegen sprechen, z.B. eben Alter und Asthma. Da muss man dann abwägen, wie groß die Aussichten für einen OP-Erfolg wären und wie der Genesungsverlauf wäre. Manchmal kann Nicht-Operieren die bessere Alternative sein.

Wenn es deiner Mutter besser geht und sie nicht mehr so starke Schmerzen hat, soll sie versuchen, Krankengymnastik nach Schroth zu machen. Wie fit ist sie normalerweise? Wäre es für sie machbar, zuhause Krankengymnastik zu machen?

Liebe Grüße,
Dalia
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Beitrag von stonewoman »

Hallo Petra,

Wenn die Schmerzen deiner Mutter so stark sind, sollte ihr vielleicht erstmal was dagegen tun. Vielleicht kann euch ja ein Osteopath helfen. Wenn er gleichzeitig Pysiotherapeut ist, macht er auch Hausbesuche und kann zu euch kommen.

Unter http://www.Osteopathie.de findest du eine Therapeutenliste. Es wäre ein Versuch wert um zumindest den akuten Schmerz erst mal etwas zu lindern.

Liebe Grüße, Stoni.
Gast

Beitrag von Gast »

Dalia hat geschrieben:Es gibt für die Messung eines Röntgenbildes Messgeräte und das kann nur jemand messen, der sich damit auskennt.
Richtig, das kann man nur wenn man ein Geodreieck bedienen kann (4. Klasse?). ;)
PetraHH

Beitrag von PetraHH »

@Nicole
hab heute mit ihr telefoniert und noch mal nachgefragt. Sie meint, die Ärzte hätten ihr bisher von einer OP abgeraten, weil das bei ihr nichts mehr bringt (???). Ich bin da auch nicht scharf drauf, denn sie ist doch schon 69 und zudem Asthmatiker.

@Dalia
Danke für die interessanten Links. Also meine Mutter ist alles andere als fit. Für sie ist es schon ein Spiel auf Leben und Tod, wenn sie mich besuchen kommt. Ich wohne im 5. Stock ohne Fahrstuhl. Ich feuere sie dann immer an, gewähre ihr "Boxenstop" und gratuliere, wenn sie es mal wieder hier hoch geschafft hat. Nein, sie ist nicht wirklich fit. Aber zu Hause Krankengymnastik ist machbar. Das sollte sie echt tun.

@Stoni
Danke für die gutgemeinten Ratschläge, aber wir haben all das hinter uns. Erst hat sie sich selbst von einem Notarzt einliefern lassen. Im Krankehaus liess man sie unter starken Schmerzen unten in einem Kellergang des Altonaer Krankenhauses über 2 Stunden stehen. Keiner kümmerte sich um sie. Als sie schliesslich mit normalen Röntgen keine Ursache der Schmerzen fanden und die Tonne für eine CT ausser Betrieb war, hat man sie einfach nach Hause geschickt. Nach Tagen des Wartens auf eine Besserung platzte mir der Kragen und ich rief den medizinischen Notdienst. Sie sollte mit einem Krankentransport zur Röntgenpraxis gebracht werden. Der Arzt stellte ihr also so einen Transportschein aus und meinte, ich soll die KK vorher fragen, ob die das auch übernehmen. Es war ein Alptraum. Die wollten erst vom Arzt einen Bericht, warum meine Mutter einen Transport braucht, wie oft, unter welchen Umständen etc. Ich sagte zu der Dame:"Hören Sie, hier ist ein Notfall, ich kann jetzt nicht mit Ihnen in Briefkontakt treten." Und sie verwies mich eben nur auf diese neue beknackte Gesundheits"reform", die das notwendig macht. Der Arzt sandte der Kasse, wie ihm geheissen, aber da Freitag war, bearbeitete die Kasse das nicht mehr und meine Mutter musste wieder ein Wochenende mit Schmerzen abwarten, weil ich auch nicht adhoc einen Termin für eine CT bekam. Alle Tabletten vom Arzt halfen ihr nicht. Es gibt nichts, was die Schmerzen komplett abschaltet, sagte der Arzt. Sie muss Geduld haben, bis ihre Verletzung heilt. Die CT brachte also auch nichts ausser der Aussage, es läge wohl an ihrer Skoliose. Nun liegt sie zu Hause und wird von Tag zu Tag deprimierter. Und ich auch langsam. Das mit dem Osteopathen versuch ich gern noch mal.

Gruss,
Petra
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Beitrag von Dalia »

Hallo Petra,

schön, dass du dich so um deine Mutter sorgst.
PetraHH hat geschrieben:hab heute mit ihr telefoniert und noch mal nachgefragt. Sie meint, die Ärzte hätten ihr bisher von einer OP abgeraten, weil das bei ihr nichts mehr bringt (???).
Haben die Ärzte dort überhaupt Ahnung von Skoliose??? Ich glaube das nicht, sonst hätten sie eine Röntgenaufnahme gemacht und Krümmungswinkel berechnet.
Man kann eine kleine Skoliose haben und starke Schmerzen haben. Man kann aber auch eine große Skoliose haben und trotzdem schmerzfrei sein.
Ich bin da auch nicht scharf drauf, denn sie ist doch schon 69 und zudem Asthmatiker.
Das verstehe ich, und ein guter Orthopäde/Chirurg wird das auch berücksichtigen. Also, Krankengymnastik nach Schroth (keine andere!) und Osteopathie wären Dinge, die sie in Angriff nehmen könnte.
Im Krankehaus liess man sie unter starken Schmerzen unten in einem Kellergang des Altonaer Krankenhauses über 2 Stunden stehen. (...) Die CT brachte also auch nichts ausser der Aussage, es läge wohl an ihrer Skoliose.
Unglaublich...

Lassen die Schmerzen wenigstens nach? Was ich seltsam finde, ist, dass deine Mutter erst seit dem Sturz so starke Schmerzen hat. Eine Skoliose verschlechtert sich aber bei Menschen in diesem Alter nicht so rasend schnell. Von daher würde ich die Frage nach den Schmerzen wirklich von Skoliosenspezialisten abklären lassen, sobald deine Mutter einigermaßen transportfähig ist. Eventuell sind es auch "nur" die Bandscheiben, die durch die Krümmung stärker belastet sind und durch den Sturz schmerzen (eine ganz laienhafte Hypothese).

Liebe Grüße,
Dalia
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PetraHH

Beitrag von PetraHH »

Hallo Dalia,

mein Bruder kümmert sich auch um unsere Mutter. So makaber es klingt, aber er ist wegen einer Gehirntumor OP noch krank geschrieben und kann daher öfter als ich zu ihr, denn ich gehe Vollzeit arbeiten.

Ich wage auch zu bezweifeln, ob die Ärzte Ahnung hatten bzw. ob meine Mutter bei den richtigen Ärzten war. Wie gesagt, ich nehme das in die Hand, denn meine Mutter hat schon den Mut verloren. Sie ist auch nicht so penetrant wie ich :)

Die Schmerzen haben sich in keinster Form verbessert. Ich finde das ja auch seltsam. Ich vermute mal, da strahlt irgendwas vom Rücken ab. Erst dachte ich ja, sie hätte sich eine Rippe angebrochen und die "piekst" sie. Aber weder CT noch Röntgen brachten da Erkenntnisse, auch die Bandscheiben sind o.k. Nix. Rein nix gefunden.

Insofern bleibt wohl nix anderes als abzuwarten bis es sich bessert und wir nächste Schritte einleiten können.

Trotzdem noch einmal vielen Dank für die vielen Tipps. Meine Mutter war ganz gerührt, als ich ihr von euren Nachrichten erzählte. Das gibt ihr doch ein wenig Mut. Und mir auch.

Viele Grüße
Petra
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