Also erst mal muss ich sagen, daß ich das nicht ganz so sehe wie Allegra.
Wenn man will, kann man eigentlich immer ein paar Minütchen zwischendurch finden, in denen man mal eine kleine Schroth-Übung macht, schließlich kann man die ja überall machen.
Und wenn es ums Korsett geht, dann ist das noch die zeitsparendste Therapie überhaupt, das kann man abends wenn man ins Bett geht anziehen und morgends wieder aus.
Warum sollte ein Skoliotiker
wegen seiner Therapie zeitlich so sehr eingeschränkt sein, daß er mit anderen nicht mithalten kann. Die können auch nicht non-stop über 14 Stunden ohne Unterbrechung arbeiten (mal ganz abgesehen von dem irrsinnigen Wunsch das überhaupt machen zu WOLLEN

).
Zur Berufswahl:
Eine Mischung aus Sitzen, Gehen und Stehen ist optimal.
Ich kann natürlich nur aus meinen eigenen Erfahrungen sprechen, von dem was ich kennen gelernt habe (auch wenn es ein sehr seltener Beruf ist), und von daher würde ich Arbeit in Labors (biologisch, biochemisch) für sehr rückenschonend bezeichnen.
Man wechselt oft zwischen sitzenden, stehenden und gehenden Tätigkeiten und es gibt in der Regel nichts schweres zu heben. Das gilt auf alle Fälle für Biologielaboranten und für Chemielaboranten zum Großteil, je nach Einsatzgebiet, auch.
Bei Lacklaboranten, Pharmakanten und Chemikanten sieht es aber wieder ein wenig anders aus, da hier die zu verarbeitenden Mengen oft größer sind. Einsatzgebiete sind da meist in der Produktion.
Dem Biolaboranten ähnliche Berufe sind Medizinisch Technischer Assistent (MTA), Biologisch Technischer Assistent (BTA) und natürlich auch die ganzen Studiengänge dieses Berufszweiges (Biologie, Biochemie, Chemie ... ).
Im Prinzip sollte es also ein Beruf sein, der nicht rein theoretisch ist sondern auch einen praktischen Arbeitsteil hat, der Bewegung erfordert. Dieser praktische Anteil sollte aber keine Schwerstarbeit sein, also nicht unbedingt das Heben von schweren Dingen beinhallen (oft in Produktionen der Fall).
Viele Ingenieursberufe dürften auch recht abwechslungsreich sein, und bestehen nicht nur nur auf reiner Bürorbeit.
Man sollte natürlich keinen Beruf auswählen, bei dem schon von vorne herein abzusehen ist, daß man ihn irgendwann wegen des Rückens wohl nicht mehr ausüben kann, aber in erster Linie sollt man sich schon nach seinen Interessen richten.
Gruß,
BZebra