nun nach langer Abwesenheit, melde ich mich endlich wieder zurück. Es tut mir leid, dass ich mich jetzt erst wieder melde, aber ich hatte bisher einfach keine Zeit dafür (zumal ich einfach wirklich nicht so der Typ für ständiges Schreiben bin). Aber ich habe immer eifrig mitgelesen, keine Sorge
Eure Antworten haben mir um einiges weiter helfen können, v.a. die Tipps, wie euer Stuhl aufgebaut ist, das merke ich mir auf jeden Fall.
Bzgl. des Tipps mit dem Keilkissen: Mein bisheriger Bürostuhl hat die Funktion, dass man die Sitzfläche "anschrägen" kann, das hatte ich die letzten Wochen versucht, jedoch haben sich meine Beschwerden nicht wirklich gebessert, also hier vielleicht wirklich lieber eine gerade Sitzfläche?
Ich muss generell sagen, dass unser Bürostuhl schon so einiges drauf hat, aber irgendwie passt es einfach immer noch nicht. Ich hatte die Lehne jetzt auch für ein paar Wochen relativ stabil und so weit vorne, wie nur möglich, eingestellt, aber es passt immer noch nicht. Wobei mir in den letzten Tagen aufgefallen ist, dass ich trotzdem die meiste Zeit nach vorne "gebeugt" auf meinen Stuhl sitze, also mich eigentlich gar nicht anlehne und das vielleicht das eigentliche Problem ist? Ich werde die nächsten Tage mal versuchen, meinen Computer-Bildschirm mehr zu mir hin zu schieben. Vielleicht lehne ich mich dann endlich mal öfter an den Stuhl an?
Zu dem Tipp mit dem Kniestuhl: Diesen hab ich nun auch seit dieser Woche bei mir stehen und werde ihn jetzt ausprobieren. Ich muss da aber auch erst mal rumtüfteln, wie es mit der Höhe usw. bei mir am besten klappt
Ansonsten kann ich euch mitteilen, dass ich seit zwei Wochen für 2-3/5 Tagen im Homeoffice bin und mir das ziemlich gut tut, da ich viel meiner Arbeit im Liegen erledigen kann (am Laptop), das bin ich auch aus Studienzeiten noch so gewöhnt und klappt m.M. nach super
Über zu wenig Bewegung im Büro kann ich mich übrigens auch nicht beklagen, da ich auch immer recht viel hin und her laufen muss oder z.B. bei Kollegen stehe, wenn sie mir mal wieder was erklären muss (bin ja noch neu) oder wenn wir z.B. mal in der Mittagspause eine Runde laufen. Aber wenn ich so einen "aktionreichen" Tag hatte, bei dem wirklich viel Abwechslung drin war, dann war ich meist noch geschaffter und hatte noch mehr Schmerzen, als wenn ich einen "ruhigen" Tag hatte, an dem ich fast nur gehockt bin... Von daher weiß ich nicht, ob bei mir ein höhenverstellbarer Schreibtisch etwas bringen würde?
Also ich hab keine Ahnung, was bei mir schief läuft, vielleicht ist es wirklich "nur" das Problem, dass ich mich zu viel nach vorne beuge? Aber das werde ich in den nächsten Tagen, wie gesagt, mal versuchen zu ändern und schauen, ob es was bringt.
Achja bzgl. dem Thema Orthopäde: Ich hab ja schon seit dem ich fünf Jahre alt war Skoliose und damals war ich bei einer Orthopädin, die sich bei uns darauf spezialisiert hatte und mich super betreut hat! Das Problem: Sie war schon in einem gewissen Alter und als ich mit 13 Jahren operiert wurde, stand sie schon kurz vor der Rente... Ein paar Monate/Jahre nach der OP war ich bei ihr noch in Behandlung und als ich soweit war, dass ich nicht mehr regelmäßig einen Kontrolltermin brauchte, ist sie in der Zwischenzeit eben in Rente gegangen (bei mir so um die 16/17 Jahre(?)). Ihr Schwager oder irgendwie sind sie verwandt oder so, übernahm dann die Praxis und ich war bei kleineren Sorgen immer bei ihm (z.B. als ich für eine Zeit lang ein seltsames Gefühl entlang des Rückens bekam) und eigentlich immer relativ zufrieden. Aber als ich dann wegen meines jetzigen Problems zu ihm kam, hat er mich völlig fallen gelassen, das kannte ich nicht mal von ihm und ich bin so enttäuscht, traurig und schockiert deswegen gewesen... Auch eben im Hinblick wegen Zukunftsängsten (ich leide unter Depressionen, die v.a. für Zukunfts- und Versagensängste ausgeprägt ist).
Meine Eltern waren eben auch so enttäuscht und sauer, dass mein Vater meine Unterlagen zurück verlangte und wir ihm quasi "kündigten"... Ich weiß nicht, ob es die richtige Idee war/ist...
Auf alle Fälle bin ich dann ein paar Wochen später zu meinem normalen Hausarzt und der half mir schon um einiges weiter als mein Orthopäde... Er verschrieb mir ein muskelaufbauendes Rückentraining, das wir aber noch bei unserer Krankenkasse einreichen müssen und die noch von meinem Orthopäden verschriebene Physiotherapie, die ich in der Zwischenzeit gemacht habe, hat mir auch einiges an Erleichterung geschaffen.
Naja, ich bin jetzt quasi ohne Orthopäden unterwegs und weiß auch nicht, ob es noch bei uns in der Gegend einen fähigen Orthopäden gibt... Ich komme übrigens aus dem Landkreis Ansbach... Evtl. weiß hier jemand, ob es irgendwo einen guten Arzt gibt? Ich bin für jeden Ratschlag dankbar
So jetzt habe ich doch viel mehr geschrieben, als ich eigentlich wollte. Ich hoffe ihr seid mir nicht böse, dass ich so lange keine Antwort gab. Auf alle Fälle vielen lieben Dank für eure ganzen Ratschläge, ich bin euch wirklich dankbar dafür!



