Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

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killer
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von killer » Mo, 28.01.2019 - 20:08

Hallo Raven,

KT+ ist das Muster für Kyphose Thorakal.

Ich falle auch darunter. So werden die Kyphosen in der Reha in Bad Sobernheim genannt, ob das auch in Salzungen so ist weis ich nicht.

Gruß Jörg
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von uhu » Do, 31.01.2019 - 22:33

Sportunterricht ... tolles Thema!

Vor der Skoliosefeststellung war ich ganz gut. Ich habe in der ersten Klasse sogar am Crosslauf im nahegelegenen Wäldchen erfolgreich (d. h. im vorderen Viertel beim Zieleinlauf) mitgemacht. Völkerball fand ich ganz toll. Stangenklettern war ich eine der besten.

Mit der Skoliose kam die komplette Sportbefreiung - also in Klasse 3 oder so. Ich brauchte auch nicht mehr hin und hatte quasi eine Freistunde. Außer ein paar Wochen in der 10. Klasse => Freibad für alle, die wollten von den Sommerferien bis max. Herbstferien (ohne Aufsicht o. ä.). Okay die letzten Wochen waren wir zwei Mädels die einzigen überhaupt im Freibad - war aber geil!

OP war in der 7. Klasse und bei der Kontrolle Ende 10. Klasse hieß es: "So! Jetzt kannste wieder Sport mitmachen." Das habe ich mehr als dankend abgelehnt. Über eine fünf minus wäre ich doch nie hinausgekommen = keine Kondition, keine Kraft, keine Regelkenntnisse für div. Ballsportarten usw. Okay - die Alternative hieß Informatik, also ein Fach bei dem alle anderen ein Jahr Vorsprung hatten (Erklärung warum würde ausufern), brachte aber trotzdem deutlichst mehr Punkte für den Abischnitt. Eigentlich wollte ich Sozi als Ersatz machen, aber das klappt Dank der Unfähigkeit div. Lehrer nicht (aber auch das würde ausufern).

____

weitere Feststellung: Beim Singen muß ich häufiger mal Luftnachtanken als andere. Da wir aber bis auf wenige Ausnahmen alle sehr individuell singen, fällt das kaum auf. :D

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Raven » Fr, 01.02.2019 - 00:31

Hi uhu,
uhu hat geschrieben:
Do, 31.01.2019 - 22:33
OP war in der 7. Klasse und bei der Kontrolle Ende 10. Klasse hieß es: "So! Jetzt kannste wieder Sport mitmachen." Das habe ich mehr als dankend abgelehnt. Über eine fünf minus wäre ich doch nie hinausgekommen = keine Kondition, keine Kraft, keine Regelkenntnisse für div. Ballsportarten usw. Okay - die Alternative hieß Informatik, also ein Fach bei dem alle anderen ein Jahr Vorsprung hatten (Erklärung warum würde ausufern), brachte aber trotzdem deutlichst mehr Punkte für den Abischnitt. Eigentlich wollte ich Sozi als Ersatz machen, aber das klappt Dank der Unfähigkeit div. Lehrer nicht (aber auch das würde ausufern).
mir wurde nach der OP (OP direkt zu Beginn der 8. Klasse, Schulbesuch nach einem Dreivierteljahr) in Aussicht gestellt, nach einem Jahr Sport mitmachen zu dürfen "so viel ich kann und möchte". Resultat: Ich hätte eine Benotungsbefreiung erhalten können, aufgrund meiner Koordinationsprobleme (Ursache: Asperger-Syndrom; wer's nicht kennt: das ist eine vergleichsweise milde Form von Autismus, die mit Koordinationsstörungen einhergeht) wurde jedoch dringend angeraten, dass ich weiterhin sportbefreit bleibe. Dies war mir auch ganz recht... ich bewege mich grundsätzlich gerne, konne und kann aber Anforderungen des Sportunterrichts für Jugendliche keinesfalls erfüllen, und schultypischer Sport bei Versteifung und (!) Koordinationsproblemen (Stürze, starkes Verschätzen bei Bewegungsabläufen, Abläufe in Mannschaften schwer einschätzen können) könnte auch gefährlich werden.
Das Fach Sport musste oder konnte (ersetzen wäre mir lieber gewesen als entsprechende Zeugnisbemerkung) ich nie ersetzen: an der Realschule kein Ersatz vorgesehen (dafür leider, leider eine Bemerkung "Die Schülerin war ganzjährig vom Unterricht im Fach Sport befreit" im Zeugnis, was bei Bewerbungen nachteilig war, da daraus ein gesundheitliches Problem sofort erkennbar wird... viele Unternehmen wollten bei Ausbildung nach Realschulabschluss Zeugnisse von zwei Schuljahren, machen sich somit ihren Reim auf mindestens zwei Jahre Sportbefreiung, manch merkwürdige Ausbildungsplatzabsagen noch vor Vorstellungsgespräch waren wohl darauf zurückzuführen), an der Berufsschule (Fachinformatiker) als einzige Frau in der Klasse sodass es Sportlehrer und Direktor nur recht war, für eben diese einzige Frau keine Sonderregelung finden zu müssen (es wäre wohl Teilnahme am Sportunterricht in einer Klasse mit mehr Frauen geworden), am Kolleg (Abi nachholen) just in dem Jahr kein Sport angeboten und somit ein "blütenreines" Zeugnis (d.h.: endlich eines ohne Sportbefreiungs-Bemerkung).

Nach längerer Sportbefreiung sofort - wie sich das bei dir liest - auf eine volle Sportteilnahme bei Benotung umzuschwenken, anstatt Teilnahme mit Benotungsbefreiuung, halte ich sowieso unverantwortlich. Es dürfte doch klar sein, dass selbst bei (angenommen!) einer wiederhergestellten Gesundheit einige Zeit nötig wäre, um sich dem Leistungsniveau Gleichaltriger anzupassen :juggle:

Viele Grüße
Raven
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von uhu » Fr, 01.02.2019 - 18:02

Daran habe ich bei der Ausbildungsplatzsuche gar nicht gedacht, daß manch einer über die fehlende Sportnote hätte stolpern können. Durch Ersatz fiel das gar nicht auf.
In der Berufsschule hätte eigentlich wieder Sport auf dem Plan stehen MÜSSEN, aber die Turnhalle war für die Nutzung zu marode und daher fiel Sport für alle aus - was allen damals sehr recht war :D

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Raven » Fr, 01.02.2019 - 22:15

uhu hat geschrieben:
Fr, 01.02.2019 - 18:02
Daran habe ich bei der Ausbildungsplatzsuche gar nicht gedacht, daß manch einer über die fehlende Sportnote hätte stolpern können. Durch Ersatz fiel das gar nicht auf.
Dass die fehlende Sportnote Probleme machte, fiel z.B. so auf:
Mitschüler (um ca. eine Notenstufe schlechtere Noten als ich) sowie ich (Klassenbeste :rolleyes: ) bewarben sich für den selben Ausbildungsplatz. Wie seine Bewerbungsunterlagen aussahen, weiß ich nicht; meine waren jedenfalls frei von Rechtschreibfehlern, wohlformuliert und sehr ordentlich (keine Eselsohren und so ;) ).
In etlichen Fällen erfolgte keine Einladung zum Vorstellungsgespräch; die Absage bezog sich üblicherweise auf mangelnde Qualifikation oder die dreiste Variante, es gäbe keinen Ausbildungsplatz. Der Mitschüler wurde hingegen zum Vorstellungsgespräch eingeladen.
Hatte ich damals alles x-fach durch, d.h. verschiedene Ausbildungsplätze, verschiedene Mitschüler. Bei Bewerbungen, bei denen diese Zeugnisse mit Sportbefreiungs-Bemerkung nicht vorgelegt werden mussten - z.B. Nebenjob und keiner wollte Schulzeugnisse sehen, oder Stellen nach Berufsabschluss und niemand wollte Zeugnisse von davor sehen - kam es nie (!) zu solchen Absagen.
Dass erkennbare mindestens zwei Jahre Sportbefreiung bei manchen (vielen?) Chefs für Argwohn sorgen, kann ich mir schon vorstellen: Immerhin ist derartiges selten, deutet auf eine Behinderung oder chronische Erkrankung hin und es werden Ausfallzeiten befürchtet oder sonstige aus Sicht des Chefs anstehende Unannehmlichkeiten (Azubi braucht für den Führerschein länger oder schafft ihn nicht etc.). Mit selbigem Argwohn haben auch Bewerber zu kämpfen, die bereits im Anschreiben einen Schwerbehindertenausweis angeben.
(Dennoch: Wunsch-Ausbildungsplatz erhalten, sehr netter und vernünftiger Chef der im Vorjahr einen Azubi einstellte, dessen Behinderung sich im Gegensatz zu meiner wirklich auf die betrieblichen Abläufe auswirkte.)

Viele Grüße
Raven
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Klaus » Sa, 02.02.2019 - 11:55

uhu hat geschrieben:Sportunterricht ... tolles Thema!
Ja schon, aber in diesem Thread OFFTOPIC.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » So, 03.02.2019 - 17:23

Dann komme ich jetzt mal wieder auf das ursprüngliche Thema zurück ;-)
(hatte die Tage einen kleinen Arztmarathon und kam leider kam mehr zum Mitlesen und -schreiben)

Habe mich bei zwei Chirurgen vorgestellt (u.a. bei Dr. Thomsen aus Neustadt - so eine super Erklärung der ganzen OP habe ich noch nie bekommen!! - und ich habe wirklich schon extrem viel darüber gelesen gehabt). Dort habe ich erwähnt, dass mein Lungenfunktionstest äußerst bescheiden ausgefallen ist, aber dass ich trotzdem normal Sport machen kann und eigentlich haupstächlich bei Bergbesteigungen extrem an meine Grenze komme und mir schwarz vor Augen wird. Nachdem sie das gehört hatten, war eigentlich im gesamten OP-Gespräch das Thema Lunge nebensächlich. Natürlich prasselten da Tausende Infos auf mich ein, aber ich meine mich zu erinnern, dass einer auch meinte, dass das mit der Lunge sei jetzt noch lange nicht eine akute Gefahr darstellt (und ich habe inzwischen 75° in der BWS!).
Was die Auswirkungen der OP angeht, so hieß es, dass es natürlich nicht mehr so werden wird wie normal, aber dass es nach der OP "ganz anders" sein wird und dass man vor allem richtig fest trainieren muss. Ich denke mal, dass dann die ganze Lunge anders liegen wird und man das ganze wirklich wieder fest auftrainieren muss, sodass es sich an Stellen auffaltet, wo es jetzt vielleicht 15 Jahre lang immer keinen Platz hatte.
Aber allgemein wurde das -meiner Einschätzung nach- als tatsächlicher OP-Grund wirklich nicht in den Vordergrund gestellt.

Was ich noch wichtig fand zu wissen: Ich habe wohl einen extrem Flachrücken, meine Wirbelsäule biegt sich in der BWS quasi nach vorne und das schränkt auch nochmal ein. Wichtig also wohl Übungen gegen Flachrücken zu machen! :!: Das sagittale Profil muss einfach viel mehr beachtet werden in solchen Fällen.

Somit kann man nur immer wieder betonen: egal ob mit oder ohne OP ist Sport das A und O!! Mir wurde in der Korsettzeit Sportverbot gegeben und wenn dann nur im Korsett Sport machen :boese: Absoluter Quatsch im Nachhinein! Jetzt werde ich mich endlich mal richtig hinters Schwimmen klemmen und hoffe, dass ich trotz meines Falchrückens vielleicht doch noch irgendwann das Rückenschwimmen hinbekomme ohne mit dem Gesicht unter Wasser zu sein :rolleyes:

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Klaus » Mo, 04.02.2019 - 13:00

Hallo Ine,
Was ich noch wichtig fand zu wissen: Ich habe wohl einen extrem Flachrücken, meine Wirbelsäule biegt sich in der BWS quasi nach vorne und das schränkt auch nochmal ein. Wichtig also wohl Übungen gegen Flachrücken zu machen! :!: Das sagittale Profil muss einfach viel mehr beachtet werden in solchen Fällen.
Also grundsätzlich muss immer das sagittale Profil beachtet werden. Wurde Dein Flachrücken während der REHA nicht erkannt? Wenn doch, welche Übungen hast Du dagegen gemacht? Eigentlich sind solche Übungen ziemlich schwierig, wie die Diskussionen zu diesem Thema hier im Forum immer wieder zeigen.
Somit kann man nur immer wieder betonen: egal ob mit oder ohne OP ist Sport das A und O!! Mir wurde in der Korsettzeit Sportverbot gegeben und wenn dann nur im Korsett Sport machen :boese: Absoluter Quatsch im Nachhinein!
Also es kommt schon darauf an, um welchen Sport es in welcher Wirbelsäulen-Situation geht. Und insbesondere, ob man gleichzeitig auch ausreichend gezielte Muskelpflege (Schroth KG) in Kombination mit dem Korsett macht.

Gruß
Klaus

Ine287
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Mo, 04.02.2019 - 16:13

Klaus hat geschrieben:
Mo, 04.02.2019 - 13:00
Also grundsätzlich muss immer das sagittale Profil beachtet werden. Wurde Dein Flachrücken während der REHA nicht erkannt? Wenn doch, welche Übungen hast Du dagegen gemacht? Eigentlich sind solche Übungen ziemlich schwierig, wie die Diskussionen zu diesem Thema hier im Forum immer wieder zeigen.
In Bad Sobernheim wurde das schon erkannt und ich habe ein, zwei Übungen dazu bekommen, z.B.
- sich vornüber über dem Pezziball und beim Ausatmen den Ball zusammendrücken, oder
- die Übung, wo man mit dem Rücken auf den Säckchen liegt, dann Arme vertikal ausstecken und beim Ausatmen mit verschränkten Händen nach oben ziehen (sorry, kann es nicht besser erklären)
- bei "zwischen zwei Stäben" die Stäbe zusammendrücken

Aber wie du schon sagst, es ist ziemlich schwierig ohne nicht gleichzeitig den Rippenbuckel rauszudrücken... (wäre dir aber trotzdem sehr dankbar, wenn du mir evtl. mal den Link zu den Flachrückenübungen, die hier diskutiert wurden, schicken könntest; vielleicht gibt es ja noch ein paar Tipps, die helfen).

Auch jetzt im MRT hieß es sowohl bei HWS, BWS und LWS "Steilstellung", bzw. "verminderte physiologische Krümmung". Ein Röntgenbild von der Seite wurde aber während all der Korsettzeit nie gemacht (denke hauptsächlich durch das Korsett hat sich der Flachrücken noch verstärkt :-( ).

Laut Chirurgen kann der Flachrücken wohl in der OP wieder in die Normalposition rekonstruiert werden, einer hat mich dann so hingestellt, wie er mich wieder "hinbauen" würde - das war jedoch echt unangenehm und kann ich mir kaum vorstellen, wie sowas möglich sein kann :rolleyes: ABer immerhin gut, dass sie das jetzt bei den OPs beachten.

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Klaus » Mo, 04.02.2019 - 21:49

Hallo Ine,
(wäre dir aber trotzdem sehr dankbar, wenn du mir evtl. mal den Link zu den Flachrückenübungen, die hier diskutiert wurden, schicken könntest; vielleicht gibt es ja noch ein paar Tipps, die helfen).
Also einen LINK gibt es nicht, weil es keine Auflistung von Übungen gibt. Wenn Du die Suchfunktion des Forums mit Stichwort "Flachrücken" nutzt, wirst Du sehr viele Beiträge finden, die sich eher grundsätzlich mit dem Thema auseinandersetzen. z. Bsp. diesen
viewtopic.php?f=5&t=30581
denke hauptsächlich durch das Korsett hat sich der Flachrücken noch verstärkt :-( ).
Das ist die "berühmte Korsett-Flachrücken-Problematik", von der 2007/2008 u.a. auf Fachtagungen (mit vielen Patienten) in Bad Salzungen im Zusammenhang mit einem bestimmten Korsettbauer (nicht namentlich genannt) gesprochen wurde. Da ich kein Korsett trage, kann ich aber nichts dazu sagen, ob das heute auch noch ein Problem sein kann.

Aber wenn ich das richtig verstanden habe, bist du wohl entschlossen, die OP durchzuziehen. Dann bist Du in einer anderen Situation, wo eher Operierte wie Raven Tipps geben können.

Gruß
Klaus

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Dr. Steffan » Di, 05.02.2019 - 09:20

Ine287 hat geschrieben:
Mo, 04.02.2019 - 16:13

Laut Chirurgen kann der Flachrücken wohl in der OP wieder in die Normalposition rekonstruiert werden, einer hat mich dann so hingestellt, wie er mich wieder "hinbauen" würde - das war jedoch echt unangenehm und kann ich mir kaum vorstellen, wie sowas möglich sein kann :rolleyes: ABer immerhin gut, dass sie das jetzt bei den OPs beachten.
Beim Erwachsenen sehe ich, im Gegensatz zum Jugendlichen, die sagittale Rekonstruktion kritisch. Alle Patienten die ich kenne, haben danach massive Probleme in der LWS.

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Di, 05.02.2019 - 16:19

Dr. Steffan hat geschrieben:
Di, 05.02.2019 - 09:20
Beim Erwachsenen sehe ich, im Gegensatz zum Jugendlichen, die sagittale Rekonstruktion kritisch. Alle Patienten die ich kenne, haben danach massive Probleme in der LWS.
Das freut mich sehr, dass Sie sich hier zu Wort melden, Dr. Steffan! :) (Da ich tatsächlich kurz davor stehe, einen OP-Termin im Juni zu vereinbaren, aber mir immer noch sehr unsicher bin, hatte ich versucht, einen Termin bei Ihnen für eine zweite Meinung zu bekommen, aber leider ist wohl vor September nichts möglich :( ) Ging es bei den Patienten, die Sie kennen, konkret um eine Korrektur des Flachrückens? Oder generell um eine Änderung des sagittalen Profils z.B. auch in Form von Verminderung einer Kyphose? Und bedeutet "ältere Patienten", dass diese bereits vor der OP nicht mehr flexibel, also verknöchert, waren? Ich bin wohl noch relativ flexibel, deshalb überlege ich ja, die OP jetzt noch zu machen, in der Hoffnung, die LWS kann sich noch anpassen an die veränderte Statik.
Mein vermindertes Lungenvolumen steht wohl in deutlichem Zusammenhang mit dem Flachrücken. Dann wird wohl eine OP ohne Verminderung des Flachrückens nicht sehr viel bringen in Bezug auf das Lungenvolumen.

Also Klaus, ich bin keineswegs schon entschlossen. Das ist eine furchtbar schwierige Entscheidung. Wenn z.B. eine OP ohne Korrektur des Flachrückens gemacht wird, kann es ja auch sein, dass das Lungenvolumen noch kleiner wird, weil dann der Teil des Rippenbuckels im Volumen fehlt und die schwache Seite sich vielleicht nicht mehr "auffaltet", oder sehe ich das falsch?
Klaus hat geschrieben:
Mo, 04.02.2019 - 21:49
Das ist die "berühmte Korsett-Flachrücken-Problematik", von der 2007/2008 u.a. auf Fachtagungen (mit vielen Patienten) in Bad Salzungen im Zusammenhang mit einem bestimmten Korsettbauer (nicht namentlich genannt) gesprochen wurde.
Ich denke, ich weiß, auf welchen Korsettbauer du dich beziehst. Auch wenn die Korsetts wirklich hochkorrigierend sind (wahrscheinlich hat mich das vor einer OP im Alter von 15 bewahrt!), ist das natürlich nun eine sehr ungünstige Nebenwirkung.
Danke für den Link zu der Flachrücken-Diskussion :top:

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Dr. Steffan » Di, 05.02.2019 - 16:39

Ine287 hat geschrieben:
Di, 05.02.2019 - 16:19
Ging es bei den Patienten, die Sie kennen, konkret um eine Korrektur des Flachrückens?
Nein, es ging hauptsächlich um die Skoliose. Der Flachrücken wird bei den Op's in der Regel mit korrigiert. Ich meine damit nur, dass das Hauptaugenmerk bei der Op eines Erwachsenen auf die Korrektur der Skoliose und nicht auf der Korrektur des Flachrückens gelegt werden sollte.

Ich bin wohl noch relativ flexibel, deshalb überlege ich ja, die OP jetzt noch zu machen, in der Hoffnung, die LWS kann sich noch anpassen an die veränderte Statik.
Das ist auch die richtige Entscheidung. Solange noch Restflexibilität vorhanden ist, wird das Ergebnis gut sein.

Mein vermindertes Lungenvolumen steht wohl in deutlichem Zusammenhang mit dem Flachrücken.
Das wiederum glaube ich nicht. Normalerweise verursacht die Krümmung und Rotation bzw. auch die Einsteifung der BWS die Einschränkung des Lungenvolumens. Korrigiert man also die Krümmung und Rotation, wird das Lungenvolumen besser.

Zur Entscheidung ob eine Op die nötige Korrektur bringt sind Bendingaufnahmen sinnvoll. Sind die schon gemacht worden?

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Di, 05.02.2019 - 17:23

Dr. Steffan hat geschrieben:
Di, 05.02.2019 - 16:39
Normalerweise verursacht die Krümmung und Rotation bzw. auch die Einsteifung der BWS die Einschränkung des Lungenvolumens
Das dachte ich auch immer - immerhin wurde bei mir mit diesem Skoliometer in der BWS eine Krümmung von 20° gemessen. Ist bei mir aber auch schwierig richtig zu messen, da meine Rippen in der Hauptkrümmung durch das Korsett (von einem anderen Korsettbauer als dem besagten) regelrecht gequetscht und "aufgeschichtet" wurden. Der Chirurg meinte, dass meine LWS gar nicht stark verdreht sei, folglich auch die BWS gar nicht so sehr.
Woher nun das geringe Lungenvolumen wirklich kommt, ist wahrscheinlich letzten Endes kaum zu sagen. Ein Bekannter hatte bei den Lungenfunktionstests auch immer nur ein Ergebnis von 60-70% und hat nur 19 Grad Skoliose! (daher anfangs die Frage nach der Aussagekräftigkeit der Tests)
Dr. Steffan hat geschrieben:
Di, 05.02.2019 - 16:39
Zur Entscheidung ob eine Op die nötige Korrektur bringt sind Bendingaufnahmen sinnvoll. Sind die schon gemacht worden?
Die werden wohl leider erst in der Klinik gemacht, also kurz vor der OP. Es wurde nur festgestellt, dass im Liegen (wo das für die OP-Beratung erforderliche MRT gemacht wurde) die Winkel nicht ganz so groß (ca. 6-7 Grad weniger) sind und das deutet wohl darauf hin, dass man noch flexibel ist?

Ich finde auf jeden Fall auch, dass die Entscheidung ganz stark davon abhängt, was für ein Ergebnis mit der OP erzielt werden könnte! Sollte man doch schon zu steif sein, ändert sich ja auch bei der Lunge nichts mehr, dann würde ich persönlich lieber warten, bis wirklich akute Probleme durch die Skoliose eintreten (falls es dann nicht schon zu spät ist!).

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Dr. Steffan » Mi, 06.02.2019 - 08:10

Ine287 hat geschrieben:
Di, 05.02.2019 - 17:23

Der Chirurg meinte, dass meine LWS gar nicht stark verdreht sei, folglich auch die BWS gar nicht so sehr.

Bei 20° Skoliometer? Bei wem waren sie denn da?

Woher nun das geringe Lungenvolumen wirklich kommt, ist wahrscheinlich letzten Endes kaum zu sagen. Ein Bekannter hatte bei den Lungenfunktionstests auch immer nur ein Ergebnis von 60-70% und hat nur 19 Grad Skoliose! (daher anfangs die Frage nach der Aussagekräftigkeit der Tests)
Da muß man immer unterscheiden ob restriktiv (durch Skoliose) oder obstruktiv (durch z.B. Allergie/Asthma)
Die werden wohl leider erst in der Klinik gemacht, also kurz vor der OP.
Ganz schlecht, man muß doch vorher die Op planen und vor allem dem Patienten Infos geben.
Es wurde nur festgestellt, dass im Liegen (wo das für die OP-Beratung erforderliche MRT gemacht wurde) die Winkel nicht ganz so groß (ca. 6-7 Grad weniger) sind und das deutet wohl darauf hin, dass man noch flexibel ist?
Das ist grober Unfug. 1. Ist das MRT keine geeignete Methode um einen Cobb Winkel zu bestimmen. 2. Ist das im Liegen gemacht worden, da sind die Winkel immer besser. 3. sind 6-7° so wenig, dass man überhaupt nicht auf eine Flexibilität schließen kann.

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Mi, 06.02.2019 - 16:01

Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Bei 20° Skoliometer? Bei wem waren sie denn da?
Ja, 20 Grad Rippenbuckel und 6 Grad Lendenwulst. Wurde in Stuttgart beim Vorgänger von Frau Dr. Richthofen gemessen.
Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Da muß man immer unterscheiden ob restriktiv (durch Skoliose) oder obstruktiv (durch z.B. Allergie/Asthma)
Bei mir ist es wohl restriktiv. Habe kein Asthma o.ä. Es wurden auch viele Untersuchungen gemacht, wie z.B. Blutabnahme aus dem Ohr und Untersuchung der Sauerstoffsättigung, war alles ohne Befund. Daher kommt das geringe Volumen durch die Skoliose, hieß es. Oder muss man noch an andere Sachen denken?
Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Das ist grober Unfug. 1. Ist das MRT keine geeignete Methode um einen Cobb Winkel zu bestimmen. 2. Ist das im Liegen gemacht worden, da sind die Winkel immer besser. 3. sind 6-7° so wenig, dass man überhaupt nicht auf eine Flexibilität schließen kann


Ich werde mal versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob man die Bending-Aufnahmen nicht schon jetzt machen kann. Sollte ich nur auf 40-50 Grad versteift werden können, wäre das ja in der Tat kein großer Gewinn.

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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Dr. Steffan » Do, 07.02.2019 - 09:08

Ine287 hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 16:01
Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Bei 20° Skoliometer? Bei wem waren sie denn da?
Ja, 20 Grad Rippenbuckel und 6 Grad Lendenwulst. Wurde in Stuttgart beim Vorgänger von Frau Dr. Richthofen gemessen.
Ich meinte bei welchem Operateur.
Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Da muß man immer unterscheiden ob restriktiv (durch Skoliose) oder obstruktiv (durch z.B. Allergie/Asthma)
Bei mir ist es wohl restriktiv.
Da meinte ich ihren Bekannten.
Dr. Steffan hat geschrieben:
Mi, 06.02.2019 - 08:10
Ich werde mal versuchen, in Erfahrung zu bringen, ob man die Bending-Aufnahmen nicht schon jetzt machen kann. Sollte ich nur auf 40-50 Grad versteift werden können, wäre das ja in der Tat kein großer Gewinn.
Die Reduktion der Gradzahl ist das Eine, die Reduktion der Rotation das Andere. Beides zusammen ist wichtig.

Ine287
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Mo, 11.02.2019 - 10:18

Dr. Steffan hat geschrieben:
Do, 07.02.2019 - 09:08
Ich meinte bei welchem Operateur.
Ich war bei einem Chirurg aus dem Team von Prof. Halm (Neustadt).

Darf ich ich Ihnen noch eine generelle Frage stellen: Wenn sich die Skoliose auch nach dem Wachstumsabschluss noch um 1-2° pro Jahr verschlechtert (wie bei mir: von 2009 bis 2019 von 62 auf 75°) und bereits eine restriktive Einschränkung der Lunge vorliegt, würden Sie dann eine baldige eine OP empfehlen? Oder im Gegenteil, wenn keine Schmerzen/Belastung durch Optik etc. da sind, eine OP so lange herauszögern, bis konkrete Einschränkungen spürbar sind?

Dr. Steffan
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Dr. Steffan » Mo, 11.02.2019 - 10:54

Ine287 hat geschrieben:
Mo, 11.02.2019 - 10:18

Darf ich ich Ihnen noch eine generelle Frage stellen: Wenn sich die Skoliose auch nach dem Wachstumsabschluss noch um 1-2° pro Jahr verschlechtert (wie bei mir: von 2009 bis 2019 von 62 auf 75°) und bereits eine restriktive Einschränkung der Lunge vorliegt, würden Sie dann eine baldige eine OP empfehlen? Oder im Gegenteil, wenn keine Schmerzen/Belastung durch Optik etc. da sind, eine OP so lange herauszögern, bis konkrete Einschränkungen spürbar sind?
Dann würde ich auch eine Op empfehlen. Es ist dann anzunehmen, dass der Befund auch weiterhin schlechter wird.

Ine287
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Re: Skoliosen mit eingeschränktem Lungenvolumen (< 60%)

Beitrag von Ine287 » Mo, 11.02.2019 - 14:00

Dr. Steffan hat geschrieben:
Mo, 11.02.2019 - 10:54
Dann würde ich auch eine Op empfehlen. Es ist dann anzunehmen, dass der Befund auch weiterhin schlechter wird.
Ich bin eigentlich eher ein OP-Kritiker und Fan von konservativer Behandlung, aber wenn es anders nicht mehr geht bzw. lebensgefährliche Schäden (wozu ich Lunge und Herz zähle) zu erwarten sind, kann es eine Chance sein.

Dass die Chirurgen alle operieren wollen, war mir klar - die Meinung von "Konservativen" zu hören, ist mir daher sehr wichtig. Vielen Dank also für Ihre Einschätzung!

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