Ich habe ein etwas kompliziertes Thema.
Ich wurde vor ziemlich genau 10 Jahren im Skoliosezentrum Neustadt operiert, die OP verlief ohne Probleme und was meine Wirbelsäule angeht, habe ich zum Glück nur leichte Einschränkungen.
Damals war ich 14 und somit in der Pubertät. In diesem Zeitraum habe ich generalisierte Hyperhidrose bekommen (übermäßiges Schwitzen am ganzen Körper) und leide heute sehr darunter. Ich habe dies bis jetzt immer auf den Fakt, dass es in der Pubertät anfing, bezogen. Mein Dermatologe hat mir vor ein paar Tagen von der Sympathikus-OP erzählt. Bei dieser Art OP werden die Nerven des sympathischen Grenzstrangs nahe der Brustwirbelsäule zerstört, durchtrennt oder abgeklemmt (Clipping).
Allerdings birgt diese OP sehr kontraproduktive Risiken. Das 'schlimmste' (außer der üblichen Risiken) Risiko - was wohl leider bei ca. 50% der Operierten eintreten kann - nennt sich 'kompensatorisches Schwitzen', welches fast nicht behandelbar ist. Besonders betroffen sind dabei der Rücken, Bauch und der Schritt (teilweise halbseitig).
Als ich das gelesen habe, bin ich nachdenklich geworden - denn das sind genau die Bereiche, die mir jetzt schon Probleme machen.
Leide ich etwa schon unter kompensatorischen Schwitzen durch die Skoliose OP? Die Nerven, die bei einer Sympathikus OP blockiert werden, sind schließlich auch nahe der Wirbelsäule...
Ich habe heute kurzerhand mal in der Klinik angerufen und meine Sorgen geäußert.
Da heute leider Freitag ist, war aber keiner mehr da, der Zeit für mich hatte, sie hat sich aber alles aufgeschrieben und mir versichert, dass man sich bei mir melden würde.
Mir geht gerade echt die Muffe, denn kompensatorisches Schwitzen soll kaum behandelbar sein...
Vielleicht bin ich mit meinen Problemen komplett falsch hier, aber es würde mich wirklich interessieren, ob es andere gibt, die nach der OP diesselben Symptome bekommen haben.
Ich bedanke mich im Voraus für Antworten!
LG Warai


